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Magie der Animation

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Magie der Animation




Einleitung

Magie der Animation ist ein Kurzfilmprogramm, mit dem Du entdecken kannst, wie Animationsfilme Geschichten erzählen. Das Besondere: Die sieben kurzen Filme brauchen keine gesprochenen Dialoge. Statt vieler Worte arbeiten sie mit Bildern, Bewegung, Farbe, Form, Geräuschen, Musik, Figuren und Schnitt. Genau deshalb eignet sich das Programm besonders gut für einen ersten Einstieg in die Filmbildung.

Dieser aiMOOC richtet sich an Kinder ab 6 Jahren. Du musst noch keine Fachwörter kennen. Du wirst Schritt für Schritt zum Filmdetektiv oder zur Filmdetektivin: Du beobachtest genau, hörst aufmerksam hin, vergleichst Wirkungen und gestaltest anschließend eigene kleine Animationen.

Das Kurzfilmprogramm umfasst sieben Filme aus Frankreich, Norwegen, Deutschland, Belgien und Tschechien, die zwischen 2016 und 2019 entstanden sind. Der aktuelle Filmverleih gibt eine Gesamtlänge von 36 Minuten an. Die einzelnen Filme dauern nur wenige Minuten. Dadurch kannst Du nach jedem Film kurz überlegen: Was habe ich gesehen? Was habe ich gehört? Was habe ich gefühlt?

Der Trailer des Filmverleihs zeigt Dir bereits, wie verschieden Animationsfilme aussehen können. Achte beim Anschauen einmal nur auf die Farben, beim zweiten Mal nur auf Bewegungen und beim dritten Mal besonders auf den Ton.


Film-Steckbrief

Merkmal Information
Titel Magie der Animation
Form Kurzfilmprogramm mit sieben Animationsfilmen
Länder Frankreich, Norwegen, Deutschland, Belgien, Tschechien
Entstehungszeit der Filme 2016 bis 2019
Gesamtlänge 36 Minuten laut aktuellem Filmverleih
Sprache ohne Dialog
Regie Salomé Hammann, Isis Leterrier, Endre Skandfer, Kathrin Kuhnert, Sébastien Baillou, Illogic collective, Aliona Baranova
Für diesen aiMOOC ab 6 Jahren

Ein Kurzfilm muss eine Idee in kurzer Zeit verständlich machen. Deshalb sind Bilder, Bewegungen und Töne besonders wichtig. Wenn eine Figur zum Beispiel plötzlich stehen bleibt, kann das genauso bedeutsam sein wie ein gesprochener Satz.


Die sieben Kurzfilme

Kurzfilm Land und Jahr Länge Regie Worum geht es?
Die Quatscholympiade Frankreich, 2019 5 Minuten Salomé Hammann Im Dschungel treten Tiermannschaften gegeneinander an. Löwe und Tiger müssen mit der Gelassenheit eines Faultiers umgehen.
Natur Frankreich, 2019 3 Minuten Isis Leterrier Ein verletzter Vogel trifft auf die Bewohner des Waldes. Natur, Tiere und Musik verbinden sich zu einer kleinen poetischen Welt.
Donner Norwegen, 2016 10 Minuten Endre Skandfer Eine Freundschaft gerät durch Eifersucht und Frust durcheinander.
Moody Booty Deutschland, 2017 3 Minuten Kathrin Kuhnert Tanz und Bewegung zeigen, wie innere Kraft gegen dunkle Gefühle helfen kann.
Plastik Belgien, 2018 7 Minuten Sébastien Baillou Eine farbige Unterwasserwelt macht Schönheit sichtbar und lenkt zugleich den Blick auf Verschmutzung.
Maestro Frankreich, 2019 2 Minuten Illogic collective Ein Eichhörnchen dirigiert nachts einen ungewöhnlichen Tierchor.
Herbstblatt Tschechien, 2019 6 Minuten Aliona Baranova Ein Herbstblatt löst bei einem großen Matrosen Erinnerungen und Heimweh aus.

Schon diese sieben kurzen Beschreibungen zeigen: Animation kann lustig, leise, wild, traurig, poetisch, musikalisch oder nachdenklich sein. Ein Film muss nicht viel sprechen, um viel zu erzählen.


Filmbildung: Wie Bilder sprechen lernen


Was ist Animation?

Das Wort Animation bezeichnet Verfahren, mit denen der Eindruck von Bewegung erzeugt wird. Dabei können Zeichnungen, Papierfiguren, Knetfiguren, Gegenstände oder am Computer erzeugte Bilder verwendet werden.

Ein einzelnes Bild bewegt sich nicht. Wenn aber viele Bilder mit kleinen Veränderungen schnell hintereinander gezeigt werden, nimmt unser Sehsystem eine Bewegung wahr. Aus vielen ruhigen Bildern entsteht also der Eindruck eines bewegten Films.

Schau Dir dieses historische Beispiel an. Das Pferd besteht hier aus einer Folge einzelner Bewegungsphasen:

Versuche, die Bewegung im Kopf anzuhalten. Stell Dir vor, jedes Bild wäre einzeln auf eine Karte gedruckt. Erst die schnelle Reihenfolge macht daraus eine Bewegung.


Einzelbild, Bildfolge und Bewegung

Ein einzelnes Filmbild nennt man oft Einzelbild oder Frame. In einer Animation wird von Bild zu Bild nur etwas verändert. Eine Figur hebt zum Beispiel ihren Arm ein kleines Stück. Auf dem nächsten Bild ist der Arm wieder etwas höher. Werden die Bilder schnell abgespielt, sieht es so aus, als würde der Arm sich wirklich bewegen.

Ein sehr einfaches Modell dafür ist das Daumenkino. Auf jeder Seite verändert sich die Zeichnung nur wenig. Beim schnellen Durchblättern werden die Seiten zur Bewegung.

Auch ein Zoetrop arbeitet mit einer Folge leicht veränderter Bilder:

Hier siehst Du eine animierte Darstellung eines Zoetrops mit einer Pferdebewegung:

Ein weiteres historisches Bewegungs-Spielzeug ist das Phenakistiskop. Die Bilder liegen im Kreis. Beim Drehen entsteht der Eindruck einer Bewegung.

Datei:Phenakistoscope Frog 20 sections.gif

Mini-Experiment: Zeichne auf die Ecke eines kleinen Papierstapels einen Ball. Auf der nächsten Seite liegt der Ball ein kleines Stück weiter rechts. Wiederhole das auf vielen Seiten. Blättere schnell durch. Was verändert sich, wenn die Abstände zwischen den Ballpositionen größer werden?

Das Daumenkino zeigt besonders gut: Für eine Animation brauchst Du nicht zuerst einen Computer. Die Grundidee beginnt mit einer Folge von Einzelbildern.


Stop-Motion: Dinge Bild für Bild bewegen

Bei Stop-Motion wird ein Gegenstand fotografiert, ein kleines Stück bewegt, wieder fotografiert, wieder bewegt und wieder fotografiert. Später werden die Fotos schnell nacheinander abgespielt.

Du kannst dafür Bauklötze, Papierformen, Naturmaterialien, Spielfiguren oder Knete verwenden. Wichtig ist nicht, dass alles perfekt aussieht. Wichtig ist, dass sich von Bild zu Bild etwas kontrolliert verändert.

Bei der Legetrick-Animation liegen ausgeschnittene Formen auf einer Fläche und werden zwischen den Aufnahmen verschoben.

Bei einer eigenen Stop-Motion-Arbeit lernst Du automatisch mehrere Dinge über Film: Du planst eine Handlung, setzt eine Kamera fest, veränderst nur das Nötigste, achtest auf Licht und entscheidest später, welche Bilder in welcher Reihenfolge bleiben sollen.


Zeichnung, Material und Computer

Im Kurzfilmprogramm begegnen Dir sehr unterschiedliche Arten von Animation. Manche Bilder wirken gezeichnet, andere erinnern an gebastelte Materialien, wieder andere sind aufwendig am Computer gestaltet.

Das ist für die Filmbildung wichtig: Eine Geschichte verändert ihre Wirkung auch durch das Material und den Stil. Eine runde Papierfigur kann anders wirken als eine glänzende Computerfigur. Eine grobe Bleistiftlinie kann lebendig und schnell aussehen. Eine weiche Oberfläche kann freundlich wirken. Es gibt aber keine feste Regel, die immer gilt. Entscheidend ist, wie Form, Bewegung, Farbe und Ton zusammenspielen.

Frage Dich bei jedem Kurzfilm: Woraus könnte diese Welt gemacht sein? und Warum passt diese Machart zur Geschichte?


Farbe und Form erzählen mit


Farbe lenkt Deinen Blick

Farben können Aufmerksamkeit lenken. Ein heller Gegenstand auf dunklem Hintergrund fällt oft schnell auf. Ein kräftiger Farbfleck kann wichtig wirken. Ähnliche Farben können eine Szene ruhig erscheinen lassen, starke Gegensätze eher auffällig.

Farben haben aber nicht überall und für alle Menschen genau dieselbe Bedeutung. Deshalb ist es besser zu fragen: Wie wirkt diese Farbe hier auf mich? und Was im Film unterstützt diese Wirkung?

In Plastik lohnt es sich besonders, auf die Farben der Unterwasserwelt und auf Veränderungen in dieser Welt zu achten. Welche Farben ziehen Deinen Blick an? Wann wird Schönheit sichtbar? Wann verändert sich die Stimmung?


Formen geben Figuren Charakter

Auch Formen erzählen etwas. Runde Formen können weich oder freundlich wirken. Spitze oder kantige Formen können schnell, stark oder unruhig wirken. Große Formen können mächtig erscheinen, kleine Formen verletzlich oder flink. Doch auch hier gilt: Ein Film kann solche Erwartungen absichtlich umdrehen.

Nimm ein Blatt Papier und zeichne nur einen Kreis, ein Dreieck und ein Rechteck. Gib jeder Form zwei Augen. Schon jetzt wirken die drei Figuren unterschiedlich. Wenn Du dann noch veränderst, wie sie gehen, springen oder zittern, entstehen kleine Charaktere.

In Animation ist Bewegung deshalb nicht nur ein Weg von A nach B. Wie sich eine Figur bewegt, kann zeigen, wie sie sich fühlt.


Geräusch, Musik und Stille


Hören ist beim Film genauso wichtig wie Sehen

Zum Filmton gehören viele verschiedene Dinge: Musik, Geräusche, Stimmen, Tierlaute, Naturklänge und Stille. Auch wenn in Magie der Animation keine Dialoge gesprochen werden, ist der Ton voller Informationen.

Ein schnelles rhythmisches Geräusch kann Bewegung beschleunigt wirken lassen. Ein leiser Klang kann Aufmerksamkeit auf ein kleines Detail lenken. Musik kann Spannung aufbauen oder Entspannung erzeugen. Plötzliche Stille kann einen Moment besonders wichtig machen.

Ein guter Hör-Test funktioniert so: Schließe für einige Sekunden die Augen und höre nur zu. Kannst Du erraten, was gerade passiert? Öffne anschließend wieder die Augen. Welche Deiner Vorstellungen passten zum Bild?


Maestro: Eine Geschichte aus Bild und Musik

In Maestro dirigiert ein Eichhörnchen einen nächtlichen Tierchor. Der Film zeigt besonders deutlich, wie eng Bildbewegung, Rhythmus, Musik und Figuren zusammenspielen.

Probiere beim Anschauen drei Beobachtungen aus: Achte zuerst auf das Eichhörnchen, dann auf den Chor und schließlich auf den Rhythmus der Schnitte. Frage Dich danach: Wäre dieselbe Szene mit sehr langsamer, trauriger Musik noch dieselbe Geschichte?


Geräusche selbst erfinden

Für Filmgeräusche muss nicht immer das echte Geräusch aufgenommen werden. Du kannst Geräusche nachbauen. Papier kann rascheln wie Blätter. Zwei Holzstücke können Schritte andeuten. Ein Löffel auf einer Schüssel kann einen überraschenden Klang erzeugen.

Das nennt man in professionellen Filmproduktionen häufig Geräuschemachen beziehungsweise Foley. Für Deine eigene Animation reicht ein ruhiger Raum, ein Aufnahmegerät und Fantasie.

Ein spannendes Experiment: Spiele eine kurze Animation einmal ohne Ton, einmal mit lustigen Geräuschen und einmal mit geheimnisvoller Musik. Die Bilder bleiben gleich, aber die Wirkung verändert sich.


Figuren erzählen ohne viele Worte


Körperhaltung, Blick und Bewegung

Eine Filmfigur kann ohne einen gesprochenen Satz sehr viel zeigen. Sie kann den Kopf senken, springen, zögern, sich verstecken, schnell davonlaufen oder ganz still stehen.

Achte auf drei Fragen: Wohin schaut die Figur? Wie bewegt sie sich? Wie reagiert sie auf andere Figuren? Daraus kannst Du oft erkennen, ob sie neugierig, wütend, froh, unsicher, eifersüchtig oder traurig ist.

In Donner kannst Du besonders gut beobachten, wie Gefühle eine Freundschaft verändern. In Herbstblatt wird eine Erinnerung durch einen Gegenstand ausgelöst. In Moody Booty werden Gefühle sogar besonders stark durch Tanz und Bewegung sichtbar.


Fantasietiere als Filmschauspieler

Die Quatscholympiade lädt dazu ein, über unterschiedliche Tempi und Eigenschaften nachzudenken. Ein schneller Tiger, ein wilder Löwe und ein gelassenes Faultier bewegen sich nicht gleich.

Erfinde eine eigene Figur nur aus drei Eigenschaften: einer Form, einer Bewegungsart und einem Geräusch. Beispiel: eine runde Figur, die hüpft und dabei leise „plopp“ macht. Schon mit diesen drei Entscheidungen entsteht ein kleiner Charakter.


Schnitt: Aus Bildern wird eine Geschichte


Was bedeutet Schnitt?

Beim Schnitt werden Einstellungen ausgewählt und in eine Reihenfolge gebracht. Eine Einstellung ist ein zusammenhängender Bildabschnitt. Der Schnitt entscheidet also: Welches Bild kommt zuerst? Welches danach? Wie lange sehen wir etwas?

Stell Dir drei Bilder vor: eine Figur sieht einen Apfel, die Figur rennt los, der Apfel ist verschwunden. Diese Reihenfolge erzählt etwas anderes als: Der Apfel ist verschwunden, die Figur rennt los, die Figur sieht einen Apfel.

Schnitt ist deshalb nicht nur Technik. Schnitt hilft beim Erzählen.


Storyboard: Die Geschichte vor dem Film zeichnen

Bevor ein Film gedreht oder animiert wird, kann ein Storyboard helfen. Darin werden wichtige Bilder der Geschichte wie in einem Comic vorgezeichnet.

Für einen ersten eigenen Film reichen sechs Kästchen. Zeichne in jedes Kästchen nur das Wichtigste. Unter das Bild kannst Du ein Geräusch schreiben, zum Beispiel „plopp“, „raschel“ oder „BUMM“. So planst Du Bild und Ton gleichzeitig.


Tempo entsteht auch im Schnitt

Kurze Einstellungen hintereinander können hektisch oder aufregend wirken. Längere Einstellungen geben mehr Zeit zum Schauen. Ein Schnitt genau auf einen musikalischen Schlag kann Bewegung besonders rhythmisch erscheinen lassen.

Im Kurzfilmprogramm lohnt sich deshalb eine Detektivfrage: Wann wird geschnitten und warum genau dort? Oft merkst Du die Wirkung eines Schnitts, bevor Du den Schnitt selbst bewusst wahrnimmst.


Das Kurzfilmprogramm als Einstieg in Filmbildung


Vor dem Anschauen

Bevor der Film beginnt, kannst Du Vermutungen sammeln. Was könnte „Animation“ bedeuten? Welche Arten von bewegten Bildern kennst Du schon? Welche Geräusche erwartest Du in einem Film ohne Dialoge?

Schau anschließend nur wenige Sekunden des Trailers. Stoppe und beschreibe, was Du über Figuren, Ort und Stimmung herausfinden konntest, obwohl niemand gesprochen hat.


Während des Anschauens

Versuche nicht, gleichzeitig alles zu beobachten. Suche Dir für jeden Kurzfilm einen besonderen Auftrag aus. Bei einem Film achtest Du auf Farben, beim nächsten auf Geräusche, dann auf Bewegungen oder Schnitte.

Film Filmdetektiv-Auftrag
Die Quatscholympiade Beobachte, wie unterschiedlich schnell sich die Tiere bewegen.
Natur Achte darauf, wie Musik, Natur und kleine Bewegungen zusammenwirken.
Donner Suche Bewegungen und Gesichtsausdrücke, die Gefühle zeigen.
Moody Booty Beobachte, wie Tanz und Rhythmus Stimmung sichtbar machen.
Plastik Achte auf Farben, Formen und Veränderungen der Unterwasserwelt.
Maestro Höre auf Musik und beobachte, wie die Bewegungen auf den Rhythmus reagieren.
Herbstblatt Beobachte, wie ein einzelner Gegenstand eine Erinnerung auslösen kann.


Nach dem Anschauen

Nach dem Film musst Du nicht zuerst fragen: „Habe ich alles richtig verstanden?“ Spannender sind Fragen wie: Was ist mir besonders aufgefallen? Welche Stelle hat ein Gefühl ausgelöst? Welches Bild erinnere ich noch? Welches Geräusch war wichtig?

Wenn zwei Kinder dieselbe Szene unterschiedlich erleben, ist das interessant. Gute Filmbildung bedeutet nicht nur, eine richtige Antwort zu finden. Du lernst auch, Deine Beobachtung mit einem Beispiel aus dem Film zu begründen.

Eine einfache Filmkritik für Kinder kann aus drei Sätzen bestehen: Ich erinnere mich an … / Das wirkte auf mich … / Ich glaube, das lag an …


Eigene Animation: Von der Idee zum Mini-Film


Schritt 1: Eine sehr kleine Geschichte wählen

Für Deinen ersten Film reicht eine Handlung mit Anfang, Mitte und Ende. Eine Papierfigur findet einen Stern. Ein Bauklotz klettert auf einen Turm. Ein Blatt verwandelt sich in einen Fisch. Je kleiner die Idee, desto leichter kannst Du Bewegung genau beobachten.


Schritt 2: Ein Storyboard zeichnen

Zeichne sechs wichtige Bilder. Überlege bei jedem Bild: Wo steht die Figur? Was verändert sich? Was soll man hören?


Schritt 3: Kamera fest aufstellen

Bei Stop-Motion sollte die Kamera möglichst nicht wackeln. Lege ein Tablet oder Smartphone sicher auf einen festen Untergrund oder nutze ein Stativ. Bitte bei der Nutzung eines Geräts eine erwachsene Person um Unterstützung, wenn das nötig ist.


Schritt 4: Nur wenig verändern

Bewege Deine Figur zwischen zwei Fotos immer nur ein kleines Stück. Kleine Veränderungen ergeben eine ruhige Bewegung. Große Sprünge zwischen den Bildern lassen die Bewegung ruckartig wirken. Beides kann richtig sein, wenn es zu Deiner Geschichte passt.


Schritt 5: Bilder abspielen und prüfen

Schau Deine Bildfolge an. Verstehst Du die Handlung ohne Erklärung? Gibt es Stellen, an denen etwas zu schnell verschwindet? Fehlt ein Bild zwischen zwei Bewegungen?


Schritt 6: Geräusch und Musik ergänzen

Nimm selbst erzeugte Geräusche auf oder arbeite mit frei nutzbaren Klängen. Musik sollte nicht einfach nur „irgendwie schön“ sein. Überlege: Soll sie Spannung, Ruhe, Freude, Überraschung oder etwas anderes unterstützen?


Schritt 7: Schneiden und zeigen

Entferne Bilder, die nicht gebraucht werden. Ordne Szenen so, dass die Handlung verständlich bleibt. Zeige Deinen Film danach einer anderen Person, ohne vorher zu erklären, was passieren soll. Frage anschließend: Was hast Du verstanden? Woran hast Du das erkannt?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie entsteht in einer Animation der Eindruck von Bewegung? (Viele leicht veränderte Einzelbilder werden schnell nacheinander gezeigt) (!Ein einziges Bild wird sehr lange gezeigt) (!Nur die Lautstärke der Musik wird verändert) (!Die Leinwand wird hin und her bewegt)




Aus wie vielen Kurzfilmen besteht Magie der Animation? (Sieben) (!Drei) (!Zehn) (!Zwölf)




Was ist ein Einzelbild in einer Animation? (Ein unbewegtes Bild innerhalb einer Bildfolge) (!Ein besonders lautes Geräusch) (!Eine Filmfigur mit nur einem Auge) (!Der Titel eines Films)




Was kann Farbe in einem Film mitgestalten? (Stimmung und Aufmerksamkeit) (!Nur die Länge des Films) (!Nur die Anzahl der Figuren) (!Nur die Lautstärke)




Welche Aufgabe kann Musik in einem Film haben? (Sie kann Gefühle und Tempo mitgestalten) (!Sie ersetzt immer alle Bilder) (!Sie macht jeden Film automatisch lustig) (!Sie bestimmt die Zahl der Einzelbilder)




Wie kann eine Figur ohne Worte Gefühle zeigen? (Durch Bewegung, Haltung und Blick) (!Nur durch den Filmtitel) (!Nur durch die Länge des Abspanns) (!Nur durch die Farbe der Leinwand)




Was bedeutet Schnitt beim Film? (Bilder und Einstellungen werden ausgewählt und geordnet) (!Eine Papierfigur wird mit einer Schere ausgeschnitten) (!Ein Film wird nur lauter gemacht) (!Eine Kamera wird ausgeschaltet)




In welchem Kurzfilm dirigiert ein Eichhörnchen einen Tierchor? (Maestro) (!Plastik) (!Donner) (!Herbstblatt)




Welches einfache Spielzeug zeigt besonders gut das Prinzip vieler Einzelbilder? (Daumenkino) (!Fernglas) (!Mikrofon) (!Taschenlampe)




Was gehört zu einer guten Beobachtung über einen Film? (Eine Wirkung beschreiben und mit einem Beispiel begründen) (!Nur sagen dass alles gut war) (!Nur den Filmtitel abschreiben) (!Nur die Filmlänge nennen)





Memory

Einzelbild unbewegtes Bild in einer Bildfolge
Animation Eindruck von Bewegung durch aufeinanderfolgende Bilder
Farbe kann Stimmung und Aufmerksamkeit lenken
Form prägt das Aussehen und die Wirkung einer Figur
Geräusch macht Handlungen und Umgebungen hörbar
Musik kann Gefühl und Tempo mitgestalten
Storyboard gezeichnete Planung einer Filmgeschichte
Schnitt ordnet Einstellungen zu einer Folge





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einzelbild ein stilles Bild innerhalb einer Animation
Filmton alles Hörbare im Film
Schnitt Verbindung und Reihenfolge von Einstellungen
Farbe sichtbares Gestaltungsmittel für Aufmerksamkeit und Stimmung
Storyboard gezeichnete Planung vor der Animation





Kreuzworträtsel

Animation Wie heißt das Verfahren, bei dem aus vielen Einzelbildern der Eindruck von Bewegung entsteht?
Einzelbild Wie nennt man ein einzelnes unbewegtes Bild in einer Bildfolge?
Geräusch Was kann Schritte, Rascheln oder einen Aufprall im Film hörbar machen?
Musik Was kann Stimmung und Rhythmus einer Szene mitgestalten?
Schnitt Wie heißt das Auswählen und Ordnen von Einstellungen?
Storyboard Wie heißt die gezeichnete Planung wichtiger Filmbilder?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Animation besteht aus vielen

.
Wenn sich die Bilder leicht verändern und schnell nacheinander erscheinen, entsteht der Eindruck von

.
Ein einfaches Modell dafür ist das

.
Beim Stop-Motion-Verfahren wird ein Gegenstand zwischen einzelnen Aufnahmen jeweils ein kleines Stück

.
Farben können im Film die

mitgestalten.
Die Gestalt einer Figur wird auch durch ihre

geprägt.
Zum Filmton gehören Musik und

.
Eine Figur kann Gefühle durch Blick, Haltung und

zeigen.
Das Ordnen von Einstellungen nennt man

.
Eine gezeichnete Planung wichtiger Filmbilder heißt

.
Im Kurzfilm Maestro dirigiert ein

den Tierchor.
Magie der Animation erzählt seine Geschichten ohne gesprochene

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Daumenkino bauen: Zeichne auf mindestens acht kleinen Seiten eine Figur, die sich von Bild zu Bild nur wenig verändert. Blättere schnell durch und beschreibe, wann die Bewegung flüssig wirkt.
  2. Geräuschewerkstatt: Erfinde zu drei stummen Bewegungen passende Geräusche mit Alltagsgegenständen. Nimm sie auf und vergleiche ihre Wirkung.
  3. Farbstimmung: Zeichne dieselbe einfache Szene zweimal mit unterschiedlichen Farbgruppen. Zeige beide Bilder anderen Kindern und frage, wie sich die Wirkung verändert.
  4. Formenfigur: Erfinde aus Kreis, Dreieck und Rechteck drei Figuren. Gib jeder Figur eine eigene Bewegungsart und ein eigenes Geräusch.


Standard

  1. Mini-Stop-Motion: Produziere mit Papier, Bauklötzen oder Knete eine Animation mit mindestens 20 Einzelbildern. Die Handlung soll ohne gesprochenen Satz verständlich sein.
  2. Zwei Tonspuren: Verwende dieselbe kurze Bildfolge und gestalte zwei verschiedene Tonfassungen, zum Beispiel fröhlich und geheimnisvoll. Erkläre, wodurch sich die Wirkung verändert.
  3. Sechs-Bilder-Storyboard: Plane eine Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende in sechs Bildern. Notiere unter jedem Bild ein Geräusch oder eine Musikidee.
  4. Kinder-Filmkritik: Wähle einen Kurzfilm aus dem Programm und nimm eine einminütige Audiokritik auf. Beschreibe eine Szene, ihre Wirkung und mindestens ein filmisches Mittel.


Schwer

  1. Geschichte ohne Worte: Produziere in einer Gruppe einen 30 bis 60 Sekunden langen Animationsfilm ohne Dialog. Nutzt bewusst Farbe, Bewegung, Geräusche und Schnitt.
  2. Schnitt-Experiment: Filmt oder zeichnet dieselben drei Ereignisse und ordnet sie in zwei verschiedenen Reihenfolgen. Vergleicht, wie sich dadurch die Geschichte verändert.
  3. Formen erzählen: Erzähle nur mit farbigen Formen eine kleine Geschichte über Freude, Streit oder Versöhnung. Verwende keine Gesichter und keine Wörter.
  4. Klassen-Filmfestival: Plant ein kleines Animationsfilmfestival. Jede Gruppe zeigt einen Film und erhält Rückmeldungen zu Verständlichkeit, Bildgestaltung, Ton und Schnitt.




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Lernkontrolle

  1. Bewegung erklären: Du erhältst vier Zeichnungen eines springenden Balls. Erkläre, wie daraus eine Animation entstehen kann und was Du verändern würdest, wenn die Bewegung flüssiger wirken soll.
  2. Farbwirkung übertragen: Stell Dir eine freundliche Begegnung und eine geheimnisvolle Begegnung am selben Ort vor. Entwickle für beide Szenen unterschiedliche Farbideen und begründe Deine Entscheidungen.
  3. Tonwirkung vergleichen: Eine Figur geht langsam durch einen Wald. Beschreibe zwei verschiedene Tonfassungen, die aus denselben Bildern zwei unterschiedliche Stimmungen machen.
  4. Reihenfolge verändern: Erfinde drei kurze Einstellungen und ordne sie in zwei verschiedenen Reihenfolgen. Erkläre, wie sich dadurch die Bedeutung verändert.
  5. Gefühle ohne Sprache: Plane, wie eine Figur Eifersucht, Freude oder Heimweh ohne Worte zeigen kann. Nutze mindestens zwei Mittel aus Bewegung, Blick, Körperhaltung, Farbe, Geräusch oder Musik.
  6. Filmbeobachtung begründen: Wähle eine Szene aus dem Kurzfilmprogramm, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben ist. Erkläre ihre Wirkung und beziehe Dich dabei auf mindestens zwei filmische Gestaltungsmittel.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis zu Magie der Animation ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern zeigen kannst, wie Filmgestaltung wirkt.

  1. Animationsprinzip: Du kannst erklären, wie aus vielen Einzelbildern der Eindruck von Bewegung entsteht.
  2. Bildgestaltung: Du kannst beschreiben, wie Farbe und Form Aufmerksamkeit, Stimmung und Figurenwirkung mitgestalten.
  3. Ton: Du kannst erklären, wie Geräusche, Musik und Stille eine Szene verändern.
  4. Figuren: Du kannst an einem Beispiel zeigen, wie Bewegung, Blick und Haltung Gefühle ohne Dialog vermitteln.
  5. Schnitt: Du kannst erklären, warum die Reihenfolge und Dauer von Einstellungen für eine Geschichte wichtig sind.
  6. Planung: Du kannst eine kurze Geschichte in Bildern planen.
  7. Eigene Animation: Du kannst selbst eine kurze Bildfolge oder Stop-Motion-Sequenz herstellen.
  8. Reflexion: Du kannst die Wirkung einer Filmszene beschreiben und Deine Beobachtung mit einem konkreten Beispiel begründen.




OERs zum Thema

Ein guter Ausgangspunkt für weitere Informationen ist der Wikipedia-Artikel über Animation:

Weitere frei zugängliche und pädagogisch nutzbare Informationen findest Du auf der Filmseite des Verleihs und im Filmbildungsportal:

Luftkind Filmverleih: Magie der Animation

filmisch: Magie der Animation

Die im aiMOOC verwendeten historischen und technischen Bildbeispiele stammen aus Wikimedia Commons und zeigen unter anderem Daumenkino, Zoetrop, Phenakistiskop, Storyboard und verschiedene Animationsprinzipien.


Verknüpfte Lernbereiche

Magie der Animation verbindet Filmbildung mit Kunst, Musik, Sprache, Sachunterricht und Medienbildung. Du lernst, bewegte Bilder bewusst wahrzunehmen, ihre Wirkung zu beschreiben und selbst kleine filmische Ideen umzusetzen.


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