Zum Inhalt springen

Immanuel Kant - Ethik

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Immanuel Kant - Ethik




Immanuel Kant - Ethik


Einleitung

Immanuel Kant gehört zu den wichtigsten Denkern der Aufklärung. Seine Ethik fragt: Wie kann ich moralisch richtig handeln? Entscheidend sind für Kant nicht zuerst Gefühle, Vorteile oder Folgen, sondern der gute Wille, die Pflicht und die vernünftige Prüfung der eigenen Maximen.

Dieser aiMOOC richtet sich an den schulischen Ethikunterricht. Du lernst zentrale Begriffe kennen und wendest den kategorischen Imperativ auf Alltagssituationen an.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Kants Pflichtethik erklären, Maximen formulieren, den kategorischen Imperativ anwenden, die Idee der Menschenwürde erläutern und Kants Position kritisch mit anderen Ethikmodellen vergleichen.


Kant im Überblick

Immanuel Kant lebte von 1724 bis 1804 in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad. Er arbeitete dort als Hochschullehrer und beschäftigte sich mit Erkenntnis, Freiheit, Moral, Recht, Religion und Geschichte.

Seine Ethik entwickelte er besonders in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten von 1785 und in der Kritik der praktischen Vernunft von 1788.


Die Grundfrage der Ethik

Kant ordnet der Philosophie mehrere Grundfragen zu. Für die Ethik ist besonders wichtig:

Was soll ich tun?

Die Antwort soll nicht nur für einzelne Personen oder besondere Situationen gelten. Kant sucht ein Moralprinzip, das für alle vernünftigen Menschen gelten kann.


Der gute Wille

Kant hält den guten Willen für ohne Einschränkung gut. Fähigkeiten, Mut oder Erfolg können auch für schlechte Ziele eingesetzt werden. Ein guter Wille richtet sich dagegen aus Achtung vor dem moralischen Gesetz auf das Richtige.

Der moralische Wert einer Handlung hängt deshalb nicht allein davon ab, ob sie erfolgreich ist. Entscheidend ist auch, warum jemand handelt.


Pflicht und Neigung

Handlung Kennzeichen Beispiel
Aus Neigung Handlung folgt einem Gefühl oder Wunsch. Du hilfst, weil Du die Person gernhast.
Pflichtgemäß Handlung entspricht der Pflicht, geschieht aber aus Vorteil oder Angst. Du bist ehrlich, um Ärger zu vermeiden.
Aus Pflicht Handlung geschieht aus Achtung vor dem moralischen Gesetz. Du sagst die Wahrheit, obwohl Dir daraus kein Vorteil entsteht.

Gefühle sind für Kant nicht bedeutungslos. Sie können gutes Handeln unterstützen. Sie können aber kein allgemeines und unbedingt geltendes Moralgesetz begründen.


Maximen und Imperative

Eine Maxime ist ein persönlicher Handlungsgrundsatz. Sie beschreibt, was Du in einer bestimmten Situation aus einem bestimmten Grund tun willst.

Beispiel: „Wenn ich eine schlechte Note fürchte, täusche ich, um besser bewertet zu werden.“

Ein Imperativ ist eine Aufforderung der Vernunft.


Hypothetischer Imperativ

Ein hypothetischer Imperativ gilt unter einer Bedingung:

Wenn Du ein bestimmtes Ziel erreichen willst, dann nutze ein geeignetes Mittel.

Beispiel: Wenn Du die Prüfung bestehen willst, dann lerne.

Das Ziel selbst wird dadurch noch nicht moralisch bewertet.


Kategorischer Imperativ

Ein kategorischer Imperativ gilt unbedingt. Er hängt nicht von persönlichen Wünschen oder Vorteilen ab. Er fordert eine Handlung, weil sie moralisch richtig ist.


Formeln des kategorischen Imperativs

Kant formuliert das gleiche Grundprinzip auf verschiedene Arten. Für den Unterricht sind besonders die Gesetzesformel und die Menschheitsformel wichtig.


Gesetzesformel

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Du prüfst, ob Dein persönlicher Grundsatz widerspruchsfrei für alle gelten könnte. Entscheidend ist nicht, ob Du Dir das Ergebnis angenehm vorstellst, sondern ob die verallgemeinerte Maxime vernünftig denkbar und wollbar ist.


Menschheitsformel

Die Menschheitsformel verlangt, die Menschheit in jeder Person zugleich als Zweck und niemals bloß als Mittel zu behandeln.

Menschen dürfen einander im Alltag als Mittel einbeziehen, etwa bei einem Kauf oder in einem Team. Unmoralisch wird es, wenn eine Person nur benutzt, getäuscht, gezwungen oder in ihrer freien Entscheidung missachtet wird.

Damit verbindet Kant Moral mit Autonomie, Menschenwürde und Respekt.


Reich der Zwecke

Kant denkt eine Gemeinschaft freier und vernünftiger Personen. Jede Person folgt gemeinsamen moralischen Gesetzen und wird zugleich als Zweck an sich geachtet. Dieses Gedankenmodell nennt er das Reich der Zwecke.


Autonomie, Freiheit und Würde

Autonomie bedeutet bei Kant nicht, einfach zu tun, was man möchte. Autonom handelt, wer sich durch Vernunft an ein selbst anerkanntes moralisches Gesetz bindet.

Heteronomie liegt vor, wenn das Handeln nur von äußeren Befehlen, Belohnungen, Strafen oder persönlichen Neigungen bestimmt wird.

Moralische Verantwortung setzt voraus, dass Menschen sich als frei verstehen können. Weil vernünftige Personen sich moralische Gesetze geben können, besitzen sie für Kant keinen bloßen Preis, sondern Würde.


Eine Maxime prüfen

Prüfschritt Leitfrage
Maxime formulieren Was will ich in welcher Situation zu welchem Zweck tun?
Verallgemeinern Was wäre, wenn alle nach dieser Maxime handelten?
Denkwiderspruch prüfen Würde die Handlungsmöglichkeit durch ihre allgemeine Anwendung zerstört?
Willenswiderspruch prüfen Könnte ich eine solche Welt als vernünftige Person wollen?
Menschen achten Behandle ich alle Beteiligten zugleich als selbstbestimmte Zwecke?


Beispiel: Falsches Versprechen

Maxime: „Wenn ich Geld brauche, verspreche ich die Rückzahlung, obwohl ich weiß, dass ich nicht zahlen werde.“

Würden alle so handeln, verlören Versprechen ihre Glaubwürdigkeit. Die Maxime nutzt die getäuschte Person außerdem bloß als Mittel. Für Kant ist ein solches Versprechen moralisch unzulässig.


Beispiel: Hilfe verweigern

Maxime: „Ich helfe niemals anderen, solange ich selbst keinen Vorteil davon habe.“

Eine solche Welt ist denkbar. Als vernünftige Person kannst Du aber selbst auf Hilfe angewiesen sein. Kant sieht deshalb eine unvollkommene Pflicht, anderen grundsätzlich zu helfen. Wie und wann Du hilfst, lässt Spielraum.


Vollkommene und unvollkommene Pflichten

Pflichtart Bedeutung Beispiel
Vollkommene Pflicht Strenge Pflicht ohne frei wählbare Ausnahme für den eigenen Vorteil. Keine täuschenden Versprechen geben.
Unvollkommene Pflicht Verbindliches Ziel mit Spielraum bei der Umsetzung. Anderen helfen oder eigene Fähigkeiten entwickeln.

Kant unterscheidet außerdem Pflichten gegen sich selbst und Pflichten gegenüber anderen.


Kant im Schulalltag

Situation Mögliche Maxime Kantische Prüfidee
Abschreiben Ich täusche, wenn mir eine ehrliche Leistung zu schwer ist. Könnte gerechte Bewertung bestehen, wenn alle so handelten?
Gerücht teilen Ich verbreite Ungeprüftes, wenn es Aufmerksamkeit bringt. Werden betroffene Personen bloß als Mittel benutzt?
Gruppenarbeit Ich lasse andere arbeiten, wenn ich trotzdem die Note erhalte. Ist diese Maxime als allgemeine Regel widerspruchsfrei?
Datenschutz Ich veröffentliche Bilder anderer, wenn es mir gefällt. Wird die freie Zustimmung der Person respektiert?
Zivilcourage Ich unterstütze Ausgegrenzte, auch wenn es unbequem ist. Kann ich eine allgemeine Pflicht zum Beistand vernünftig wollen?


Stärken und Kritik

Stärke Kritik
Moral gilt unabhängig von Macht, Vorteil und Stimmung. Folgen einer Handlung können zu wenig berücksichtigt werden.
Jede Person wird als Zweck an sich geachtet. Pflichten können in schwierigen Fällen miteinander in Konflikt geraten.
Die Prüfung verlangt nachvollziehbare Gründe. Sehr allgemeine Maximen können unterschiedlich formuliert werden.
Autonomie schützt vor bloßem Gehorsam. Beziehungen, Gefühle und Fürsorge erhalten wenig eigenes Gewicht.

Kants Ethik ist deshalb kein einfacher Antwortautomat. Sie fordert eine genaue Formulierung der Maxime, vernünftige Begründungen und eine kritische Diskussion.


Vergleich mit anderen Ethikmodellen

Ethikmodell Zentrale Frage Maßstab
Pflichtethik Kann die Maxime allgemein gelten? Pflicht, Vernunft und Achtung der Person
Utilitarismus Welche Handlung erzeugt die besten Folgen? Nutzen oder Wohlergehen
Tugendethik Welche Haltung zeigt ein guter Mensch? Charakter und Tugenden
Care-Ethik Was brauchen konkrete Personen in ihrer Beziehung? Fürsorge, Abhängigkeit und Verantwortung


Bedeutung bis heute

Kants Gedanken wirken in Debatten über Menschenrechte, Recht, Demokratie, Medizinethik, digitale Selbstbestimmung und künstliche Intelligenz weiter. Besonders wichtig bleibt die Forderung, Personen nicht bloß als Werkzeuge fremder Ziele zu behandeln.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gilt für Kant ohne Einschränkung als gut? (Der gute Wille) (!Ein angenehmes Gefühl) (!Ein erfolgreicher Plan) (!Eine hohe Belohnung)




Was ist eine Maxime? (Ein persönlicher Handlungsgrundsatz) (!Eine staatliche Strafe) (!Eine zufällige Folge) (!Eine biologische Eigenschaft)




Wann gilt ein hypothetischer Imperativ? (Wenn ein bestimmtes Ziel vorausgesetzt wird) (!Wenn jede Person zustimmt) (!Wenn eine Handlung angenehm ist) (!Wenn keine Folgen entstehen)




Was kennzeichnet den kategorischen Imperativ? (Er gilt unabhängig von persönlichen Zielen) (!Er gilt nur bei Gefahr) (!Er verspricht eine Belohnung) (!Er beschreibt eine Gewohnheit)




Was wird mit der Gesetzesformel geprüft? (Ob eine Maxime als allgemeines Gesetz gelten kann) (!Ob eine Handlung beliebt ist) (!Ob eine Mehrheit profitiert) (!Ob eine Regel leicht zu befolgen ist)




Was fordert die Menschheitsformel? (Jede Person zugleich als Zweck zu achten) (!Jede Person gleich zu belohnen) (!Jede Entscheidung geheim zu halten) (!Jede Handlung nach Gefühlen auszurichten)




Wann hat eine Handlung nach Kant besonderen moralischen Wert? (Wenn sie aus Pflicht geschieht) (!Wenn sie großen Gewinn bringt) (!Wenn sie spontan geschieht) (!Wenn sie unbemerkt bleibt)




Was bedeutet Autonomie bei Kant? (Selbstbindung der Vernunft an das moralische Gesetz) (!Freiheit von jeder Regel) (!Gehorsam gegenüber jeder Autorität) (!Handeln nach der stärksten Neigung)




Welche Handlung verletzt die Idee des Zwecks an sich? (Eine Person durch Täuschung zu benutzen) (!Eine Person um Zustimmung zu bitten) (!Eine Vereinbarung offen zu erklären) (!Eine Entscheidung zu begründen)




Welcher Einwand wird häufig gegen Kants Ethik erhoben? (Folgen können zu wenig beachtet werden) (!Moral wird nur durch Gefühle erklärt) (!Pflichten spielen keine Rolle) (!Vernunft wird vollständig abgelehnt)





Memory

Guter Wille Unbedingt moralisch gute Ausrichtung
Maxime Persönlicher Handlungsgrundsatz
Pflicht Handlungsnotwendigkeit aus Achtung vor dem Gesetz
Neigung Wunsch oder gefühlsbestimmter Antrieb
Autonomie Selbstgesetzgebung der Vernunft
Heteronomie Bestimmung durch äußere oder fremde Antriebe
Zweck an sich Unbedingter Wert einer Person
Imperativ Gebot der praktischen Vernunft





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Gesetzesformel Prüfung einer Maxime als allgemeines Gesetz
Menschheitsformel Achtung jeder Person als Zweck an sich
Hypothetischer Imperativ Bedingtes Gebot für ein gewähltes Ziel
Kategorischer Imperativ Unbedingtes moralisches Gebot
Vollkommene Pflicht Strenge Verpflichtung ohne eigennützige Ausnahme
Unvollkommene Pflicht Verbindliches Ziel mit Umsetzungsspielraum






Kreuzworträtsel

Pflicht Wie heißt das Handeln aus Achtung vor dem moralischen Gesetz?
Maxime Wie heißt ein persönlicher Handlungsgrundsatz?
Vernunft Welche Fähigkeit prüft bei Kant moralische Grundsätze?
Autonomie Wie heißt die Selbstgesetzgebung der Vernunft?
Würde Welchen unbedingten Wert besitzt eine Person?
Imperativ Wie heißt ein Gebot der praktischen Vernunft?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Kant nennt den

ohne Einschränkung gut. Eine Handlung aus

geschieht aus Achtung vor dem moralischen Gesetz. Ein persönlicher Handlungsgrundsatz heißt

. Ein hypothetischer Imperativ gilt nur unter einer

. Der

gilt unabhängig von persönlichen Zielen. Die Gesetzesformel prüft eine Maxime als

. Die Menschheitsformel fordert, jede Person zugleich als

zu achten. Die Selbstgesetzgebung der Vernunft heißt

. Vernünftige Personen besitzen nach Kant

. Der moralische Wert einer Handlung wird nicht allein durch ihre

bestimmt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Maxime: Formuliere drei Maximen aus Deinem Schulalltag nach dem Muster Situation, Handlung und Zweck.
  2. Kategorischer Imperativ: Gestalte ein Lernplakat mit der Gesetzesformel und einem selbst erfundenen Beispiel.
  3. Pflicht und Neigung: Beschreibe eine hilfreiche Handlung und erkläre zwei unterschiedliche mögliche Motive.
  4. Menschenwürde: Erstelle eine kurze Bildergeschichte, in der eine Person zuerst bloß benutzt und später als Zweck an sich geachtet wird.


Standard

  1. Moralisches Dilemma: Untersuche einen Fall, in dem eine Lüge jemanden schützen könnte, und begründe ein Urteil aus kantischer Sicht.
  2. Interview: Befrage Mitschülerinnen und Mitschüler dazu, wann eine Regel als fair und allgemein gültig empfunden wird.
  3. Ethikvergleich: Bewerte denselben Konflikt mit Pflichtethik und Utilitarismus und stelle die Unterschiede in einer Tabelle dar.
  4. Erklärvideo: Produziere ein zweiminütiges Video zur Prüfung einer Maxime mit dem kategorischen Imperativ.


Schwer

  1. Digitale Ethik: Analysiere personalisierte Werbung mit der Menschheitsformel und entwickle Regeln für respektvolle Datennutzung.
  2. Reich der Zwecke: Entwirf eine Klassenordnung, der alle als freie und gleichberechtigte Mitgesetzgebende zustimmen könnten.
  3. Kritik an Kant: Entwickle ein Gegenbeispiel, bei dem die Beachtung von Folgen moralisch notwendig erscheint, und diskutiere Kants mögliche Antwort.
  4. Philosophischer Essay: Erörtere, ob moralisches Handeln ohne Gefühle möglich oder wünschenswert ist.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Maximenprüfung: Eine Schülerin nutzt unerlaubt eine KI, um eine bewertete Hausaufgabe zu erstellen. Formuliere ihre mögliche Maxime und prüfe sie mit der Gesetzesformel.
  2. Menschenwürde: Ein soziales Netzwerk verändert heimlich die Stimmung seiner Nutzenden. Beurteile den Fall mit der Menschheitsformel.
  3. Autonomie: Vergleiche eine aus Angst befolgte Schulregel mit einer vernünftig anerkannten Regel und erkläre den moralischen Unterschied.
  4. Pflichtenkonflikt: Untersuche einen Fall, in dem Ehrlichkeit und der Schutz einer Person miteinander in Spannung geraten.
  5. Ethikvergleich: Beurteile eine Verteilung knapper Medikamente aus kantischer und utilitaristischer Sicht.
  6. Urteilsbildung: Nimm begründet Stellung zu der Aussage, gute Folgen machten jede Handlung moralisch richtig.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du die Begriffe guter Wille, Pflicht, Neigung, Maxime, Imperativ, Autonomie und Würde erklären können. Du solltest die Gesetzesformel und die Menschheitsformel auf neue Fälle anwenden, vollkommene von unvollkommenen Pflichten unterscheiden, ein begründetes moralisches Urteil formulieren und mindestens eine Stärke sowie eine Kritik an Kants Ethik erläutern können.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen