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Höhlenmalerei - Kunst

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Höhlenmalerei - Kunst



Höhlenmalerei - Kunst

Höhlenmalerei gehört zu den frühesten erhaltenen Formen menschlicher Kunst. Du lernst, wie Menschen Bilder auf Felswände brachten, welche Motive sie wählten und wie Forschende diese Werke untersuchen.


Einleitung

Höhlenbilder verbinden Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte. Viele Werke entstanden in der Altsteinzeit. Tiere, Zeichen und Hände zeigen, dass Menschen schon damals genau beobachteten und Bilder bewusst gestalteten.


Was ist Höhlenmalerei?

Als Höhlenmalerei bezeichnet man gemalte, gezeichnete oder geritzte Bilder an Wänden von Höhlen und Felsüberhängen. Der Fachbegriff Parietalkunst bedeutet „Kunst an der Wand“. Nicht jedes alte Felsbild liegt tief in einer Höhle.


Motive und Bildsprache

Häufig erscheinen Pferde, Bisons, Hirsche, Löwen, Nashörner und andere Tiere. Menschen wurden seltener dargestellt. Punkte, Linien und geometrische Zeichen ergänzen viele Bilder. Was sie genau bedeuteten, ist oft unbekannt.


Farben und Techniken

Rote und gelbe Töne entstanden vor allem aus Ocker. Für Schwarz nutzten Menschen unter anderem Holzkohle oder manganhaltige Mineralien. Farbe wurde mit Fingern, einfachen Werkzeugen oder durch Pusten aufgetragen. Linien konnten auch als Gravur in den Fels geritzt werden.

Ein Handnegativ entsteht, wenn eine Hand auf der Wand liegt und Farbe darum verteilt wird. Nach dem Wegnehmen bleibt der helle Umriss sichtbar.


Bedeutende Fundorte

Chauvet in Frankreich ist für sehr alte und bewegte Tierdarstellungen bekannt. Lascaux in Frankreich zeigt zahlreiche Pferde, Hirsche und große Rinder. Altamira in Spanien ist besonders für farbige Bisons berühmt. Sehr alte Höhlenbilder wurden auch auf Sulawesi in Indonesien entdeckt.


Alter und Forschung

Forschende untersuchen Farbschichten, Werkspuren und Ablagerungen. Organische Stoffe wie Holzkohle können mit der Radiokarbonmethode datiert werden. Bei mineralischen Ablagerungen hilft unter anderem die Uran-Thorium-Datierung. Datierungen besitzen immer einen Unsicherheitsbereich.


Mögliche Bedeutungen

Höhlenbilder könnten mit Erzählungen, Ritualen, Jagd, Wissen über Tiere oder dem Zusammenleben einer Gruppe verbunden gewesen sein. Es gibt mehrere Deutungen, aber keine Erklärung passt sicher auf alle Bilder. In der Forschung werden Vermutungen deshalb von nachweisbaren Beobachtungen getrennt.


Schutz und Nachbildungen

Atemluft, Licht, Staub und Mikroorganismen können empfindliche Bilder beschädigen. Viele Originalhöhlen sind deshalb geschlossen oder nur eingeschränkt zugänglich. Nachbildungen ermöglichen Lernen, ohne die Originale zu gefährden.


Kunstpraxis für die Schule

Gestalte Höhlenkunst nur auf Papier, Pappe oder einer selbst gebauten Modellwand. Verwende sichere Schulfarben und natürliche Farbtöne. Arbeite mit Konturen, Flächen, Punkten, Schablonen und der Struktur des Untergrunds. Echte Höhlen, Felsen und Denkmäler dürfen nicht bemalt oder beschädigt werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet der Begriff Höhlenmalerei? (Bilder und Ritzungen an Höhlen- oder Felswänden) (!Schmuck aus Metall) (!Baupläne für Steinhäuser) (!Schriftrollen aus Papier)




Welches Motiv kommt in vielen Höhlenbildern häufig vor? (Tiere) (!Dampfmaschinen) (!Wolkenkratzer) (!Verkehrsschilder)




Woraus konnte rote Farbe gewonnen werden? (Ocker) (!Kunststoff) (!Tinte aus Druckern) (!Aluminiumfolie)




Welches Material konnte schwarze Farbe liefern? (Holzkohle) (!Glas) (!Salz) (!Baumwolle)




Wie entsteht ein Handnegativ? (Farbe wird um eine aufgelegte Hand verteilt) (!Eine Hand wird in Stein gemeißelt) (!Eine Hand wird auf Papier kopiert) (!Eine Hand wird mit Wasser abgewaschen)




Was ist eine Gravur? (Eine in den Untergrund geritzte Darstellung) (!Eine aus Stoff genähte Figur) (!Eine aus Ton gebrannte Schale) (!Eine mit Licht erzeugte Projektion)




Welche Höhle liegt in Frankreich? (Lascaux) (!Altamira) (!Pettakere) (!Cueva de las Manos)




Warum sind manche Originalhöhlen geschlossen? (Die Bilder sollen vor Schäden geschützt werden) (!Die Höhlen enthalten moderne Wohnungen) (!Die Wände sollen neu gestrichen werden) (!Die Tiere leben noch dort)




Welche Aussage zur Bedeutung der Bilder ist richtig? (Mehrere Deutungen sind möglich) (!Ihre Bedeutung ist vollständig bewiesen) (!Alle Bilder waren Landkarten) (!Alle Bilder entstanden zum Zeitvertreib)




Was ist beim eigenen Gestalten in der Schule richtig? (Auf Papier oder einer Modellwand arbeiten) (!Eine echte Höhle bemalen) (!Felsbilder überkratzen) (!Ein Denkmal mit Farbe besprühen)





Memory

Ocker Rote oder gelbe Farberde
Holzkohle Schwarzes Farbmittel
Handnegativ Heller Umriss einer Hand
Gravur In Fels geritzte Linie
Lascaux Berühmte Bilderhöhle in Frankreich
Altamira Berühmte Bilderhöhle in Spanien
Chauvet Sehr alte Tierdarstellungen
Parietalkunst Kunst an einer Felswand





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beschreibung
Pigment Farbgebender Stoff
Schablonentechnik Farbe wird um eine Form verteilt
Ritztechnik Linien werden in den Untergrund gekratzt
Tiermotiv Darstellung eines Pferdes oder Bisons
Datierung Wissenschaftliche Altersbestimmung
Replik Nachbildung eines Originals






Kreuzworträtsel

Ocker Welche Farberde lieferte häufig rote und gelbe Töne?
Holzkohle Welches Material konnte als schwarzes Farbmittel dienen?
Lascaux Wie heißt eine berühmte französische Bilderhöhle?
Altamira Wie heißt eine für Bisons bekannte spanische Höhle?
Gravur Wie heißt eine in Fels geritzte Darstellung?
Pigment Wie heißt ein farbgebender Stoff?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Höhlenmalerei ist eine frühe Form der

. Viele Bilder entstanden in der

. Häufig zeigen die Darstellungen große

. Rote Farbtöne wurden oft aus

gewonnen. Schwarze Farbe konnte aus

bestehen. Ein heller Handumriss heißt

. In den Fels geritzte Linien nennt man

. Forschende bestimmen das Alter eines Bildes durch eine wissenschaftliche

. Nachbildungen schützen die empfindlichen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbetrachtung: Wähle ein Höhlenbild aus und beschreibe Motiv, Linien, Farben und Wirkung in fünf Sätzen.
  2. Farbpalette: Mische aus Schulfarben eine Palette aus Ocker-, Braun-, Rot- und Schwarztönen.
  3. Tierkontur: Zeichne ein Tier mit möglichst wenigen, klaren Linien.
  4. Handschablone: Erzeuge auf Papier ein Handnegativ mit einem Schwamm oder einer Spritzschablone.


Standard

  1. Höhlenwand-Modell: Gestalte auf zerknittertem Packpapier eine Bildfläche, deren Struktur du bewusst einbeziehst.
  2. Fundortvergleich: Vergleiche je ein Bild aus Lascaux, Altamira und Chauvet nach Motiv, Farbe und Bewegung.
  3. Bildgeschichte: Erfinde zu drei Tierdarstellungen eine kurze, sachlich als Fantasie gekennzeichnete Geschichte.
  4. Museumsschild: Entwirf einen Informationstext für ein ausgewähltes Höhlenbild mit maximal 120 Wörtern.


Schwer

  1. Forschungsfrage: Untersuche, welche Deutungen für Höhlenmalerei genannt werden, und trenne Belege von Vermutungen.
  2. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Schulausstellung mit Bildern, Rekonstruktionen, Schutzregeln und Mitmachstation.
  3. Technikexperiment: Teste auf Papier drei Auftragstechniken und dokumentiere Unterschiede bei Linie, Fläche und Deckkraft.
  4. Medienprojekt: Produziere ein zweiminütiges Erklärvideo über Motive, Materialien, Datierung und Schutz der Bilder.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bildanalyse: Erkläre an einem Beispiel, wie Form, Farbe und Felsstruktur gemeinsam die Wirkung eines Tierbildes bestimmen.
  2. Material und Technik: Begründe, wie verfügbare Rohstoffe die Farbwahl und Arbeitsweise beeinflusst haben könnten.
  3. Forschung und Unsicherheit: Zeige, warum eine Datierung ein begründetes Ergebnis, aber keine vollkommen sichere Zahl liefert.
  4. Deutung: Vergleiche zwei mögliche Erklärungen für Höhlenmalerei und nenne jeweils ein Argument sowie eine Grenze.
  5. Kulturerbe: Entwickle eine Regel für den Zugang zu einer empfindlichen Bilderhöhle und begründe den Ausgleich zwischen Bildung und Schutz.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Fachbegriffe wie Pigment, Gravur, Handnegativ und Parietalkunst richtig verwendest.
  2. Bilder untersuchst und Beobachtung von Deutung trennst.
  3. Techniken und Materialien der Höhlenkunst erklärst.
  4. Fundorte wie Lascaux, Altamira und Chauvet einordnest.
  5. Schutzmaßnahmen begründet beurteilst.
  6. Eine eigene gestalterische Arbeit planst, dokumentierst und reflektierst.




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