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Globale Lieferketten aus Baden-Württemberg

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Globale Lieferketten aus Baden-Württemberg




Globale Lieferketten aus Baden-Württemberg


Einleitung

Vom regionalen Unternehmen zum Weltmarkt

Baden-Württemberg ist stark in internationale Lieferketten eingebunden. Ein Unternehmen kann seinen Sitz in Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Ulm, Heilbronn, Freiburg oder in einer kleineren Gemeinde haben und trotzdem täglich mit Zulieferern, Logistikdienstleistern, Produktionsstandorten und Kunden auf mehreren Kontinenten zusammenarbeiten. Für Ausbildung und Studium ist deshalb wichtig zu verstehen, dass ein Produkt selten vollständig an einem einzigen Ort entsteht.

Eine globale Lieferkette verbindet die Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten, die Produktion, die Lagerung, den Transport, den Vertrieb und häufig auch Rücknahme, Recycling oder Ersatzteilversorgung. Neben Waren bewegen sich dabei auch Informationen und Geld. Genau diese Kombination macht modernes Supply-Chain-Management zu einer zentralen Aufgabe in Industrie, Handel und Logistik.

Baden-Württemberg ist ein besonders geeignetes Beispiel: Das Land ist stark industrialisiert und exportorientiert. Im Jahr 2025 wurden Waren im Wert von rund 241,4 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von rund 218,5 Milliarden Euro eingeführt. Zu den wichtigsten Ausfuhrgruppen gehörten Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen sowie pharmazeutische Erzeugnisse.[1] Der hohe Industrieanteil und die starke Stellung von Fahrzeugbau, Maschinenbau und Elektrotechnik zeigen, warum internationale Beschaffungs- und Absatzmärkte für das Land so wichtig sind.[2]


Vom Standort Baden-Württemberg in die Welt


Exportorientierte Wirtschaftsstruktur

Viele Unternehmen in Baden-Württemberg produzieren hochwertige Investitionsgüter, Komponenten, Fahrzeuge, Maschinen, Werkzeuge, Elektronik oder pharmazeutische Produkte. Ein erheblicher Teil dieser Güter wird für Kunden außerhalb Deutschlands hergestellt. Die Exportquote Baden-Württembergs lag 2024 bei rund 37 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Etwa jeder dritte Beschäftigte arbeitet nach Angaben des Landes direkt oder indirekt für den Export.[3]

Das bedeutet aber nicht, dass ein exportiertes Produkt vollständig aus Baden-Württemberg stammt. Ein Maschinenbauer kann beispielsweise Stahl aus Europa, Elektronikbauteile aus Asien, Sensorik von einem deutschen Spezialanbieter und Software aus eigener Entwicklung kombinieren. Erst im Zusammenspiel entsteht das fertige Produkt. Deshalb hängen Exportstärke und Importabhängigkeit eng zusammen.

Baden-Württemberg steht dabei sowohl für große Konzerne als auch für einen starken Mittelstand. Viele Unternehmen sind hoch spezialisiert und bedienen Nischenmärkte weltweit. Für solche Betriebe ist die Fähigkeit, Lieferketten zu organisieren, oft genauso wichtig wie die technische Qualität des Produkts.


Lieferkette und Wertschöpfungskette unterscheiden

Die Begriffe Lieferkette und Wertschöpfungskette werden häufig gemeinsam verwendet, meinen aber nicht exakt dasselbe.

Eine Lieferkette betrachtet das Netzwerk von Unternehmen und Prozessen, durch das Materialien, Komponenten, Informationen und Produkte vom Ursprung bis zum Kunden gelangen. Die Wertschöpfungskette richtet den Blick stärker auf die Tätigkeiten, durch die ein Produkt oder eine Dienstleistung an Wert gewinnt.

Für die Praxis ist die Verbindung beider Perspektiven entscheidend: Eine Lieferkette kann logistisch funktionieren und trotzdem wirtschaftlich schlecht sein, wenn Lagerkosten, Ausschuss, Kapitalbindung oder Transportzeiten zu hoch sind. Umgekehrt kann ein kostengünstiger Prozess sehr störanfällig werden, wenn ein kritisches Bauteil nur von einem einzigen Lieferanten bezogen wird.


Modellfall: Ein Maschinenbauer aus Baden-Württemberg

Stell Dir ein mittelständisches Unternehmen aus Baden-Württemberg vor, das automatisierte Verpackungsmaschinen herstellt. Das Unternehmen entwickelt die Anlage regional, fertigt zentrale Baugruppen selbst und verkauft die Maschinen weltweit.


Beschaffung

Für die Produktion werden unter anderem Metallteile, Elektromotoren, Steuerungen, Sensoren, Kabel, Displays und Spezialkunststoffe benötigt. Manche Teile kommen aus der Region, andere aus Deutschland, Europa oder weiter entfernten Beschaffungsmärkten.

Im Einkauf geht es deshalb nicht nur um den niedrigsten Preis. Beschaffungsverantwortliche prüfen auch Qualität, Lieferfähigkeit, Mindestbestellmengen, Transportkosten, Währungsrisiken, technische Standards, Nachhaltigkeitsanforderungen und die finanzielle Stabilität von Lieferanten.

Eine zentrale Frage lautet: Welche Teile sind kritisch? Ein günstiges Standardteil, das von vielen Anbietern verfügbar ist, verursacht ein anderes Risiko als ein speziell entwickelter Sensor, für den es nur einen qualifizierten Lieferanten gibt.


Produktion und Bestände

In der Produktion müssen Material, Personal, Maschinenkapazität und Aufträge zusammenpassen. Unternehmen versuchen häufig, Bestände gering zu halten, weil Lagerflächen und gebundenes Kapital Kosten verursachen. Zu niedrige Bestände können jedoch problematisch werden, wenn Transporte verspätet sind oder ein Lieferant ausfällt.

Hier entsteht ein klassischer Zielkonflikt:

  1. Effizienz: geringe Bestände, niedrige Kosten und kurze Durchlaufzeiten.
  2. Resilienz: Sicherheitsbestände, alternative Lieferanten und zusätzliche Kapazitäten für Krisenfälle.
  3. Lieferfähigkeit: Kundenaufträge müssen auch bei Störungen möglichst zuverlässig erfüllt werden.

Professionelles Supply-Chain-Management sucht daher nicht nach maximaler Effizienz um jeden Preis, sondern nach einem tragfähigen Verhältnis von Kosten, Geschwindigkeit, Qualität und Widerstandsfähigkeit.


Distribution und Weltmarkt

Nach der Endmontage muss die Maschine zum Kunden gelangen. Je nach Größe, Gewicht, Wert und Liefertermin kommen Lkw, Bahn, Binnenschiff, Seeschiff oder Luftfracht infrage. Häufig werden mehrere Verkehrsträger kombiniert. Das nennt man intermodalen oder kombinierten Verkehr.

Ein Unternehmen aus Baden-Württemberg kann beispielsweise seine Ware per Lkw oder Bahn zu einem Terminal bringen. Von dort geht sie über einen Binnenhafen zu einem Seehafen und anschließend per Containerschiff weiter. Am Ziel folgen Zollabfertigung, Nachlauf und gegebenenfalls Montage beim Kunden.

Der Hafen Mannheim zeigt diese Verbindung zwischen Region und Welt besonders anschaulich. Er ist ein trimodaler Verkehrsknoten von Straße, Schiene und Wasserstraße. Es bestehen unter anderem kombinierte Verkehrsverbindungen zu Seehäfen wie Hamburg, Bremerhaven, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam.[4]


Wie Warenströme gesteuert werden


Materialfluss, Informationsfluss und Finanzfluss

Eine Lieferkette besteht nicht nur aus Fahrzeugen und Lagern. Drei Flüsse müssen gleichzeitig funktionieren:

  1. Materialfluss: Rohstoffe, Komponenten, Zwischenprodukte, Fertigwaren und Retouren bewegen sich durch die Kette.
  2. Informationsfluss: Bestellungen, Prognosen, Liefertermine, Qualitätsdaten, Zollinformationen und Bestände werden ausgetauscht.
  3. Finanzfluss: Rechnungen, Zahlungen, Zahlungsziele, Versicherungen und Finanzierung begleiten die Warenbewegung.

Wenn einer dieser Flüsse gestört ist, kann die gesamte Kette Probleme bekommen. Ein Container kann physisch rechtzeitig im Hafen stehen, aber ohne korrekte Zolldokumente trotzdem nicht weitertransportiert werden.


Planung und Prognosen

Unternehmen planen auf Basis erwarteter Nachfrage. Diese Prognosen sind nie vollkommen sicher. Steigt die Nachfrage unerwartet, fehlen möglicherweise Teile oder Produktionskapazitäten. Sinkt sie plötzlich, bleiben Bestände liegen.

Besonders wichtig ist der sogenannte Bullwhip-Effekt. Kleine Änderungen bei der Kundennachfrage können entlang der Lieferkette immer stärkere Bestellschwankungen auslösen. Ursache können verzögerte Informationen, große Bestelllose, Sicherheitszuschläge oder lokale Optimierung sein. Transparente Daten und abgestimmte Planung helfen, diesen Effekt zu begrenzen.


Verkehr und Logistik


Der Container als Grundlage globaler Logistik

Standardisierte Container haben den internationalen Gütertransport stark verändert. Ein Container kann zwischen Schiff, Bahn und Lkw umgeschlagen werden, ohne dass die Ware jedes Mal einzeln neu verladen werden muss. Dadurch sinken Umschlagzeiten und viele Transportprozesse lassen sich automatisieren.

Für baden-württembergische Unternehmen sind deshalb nicht nur Seehäfen wichtig, sondern auch leistungsfähige Hinterlandverbindungen. Binnenhäfen, Güterbahnhöfe, Autobahnen, Speditionen und Terminals verbinden den Produktionsstandort mit internationalen Hauptverkehrsachsen.


Auswahl des Verkehrsträgers

Die Wahl des Transportmittels hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem Entfernung, Lieferzeit, Kosten, Gewicht, Volumen, Wert, Empfindlichkeit und Dringlichkeit der Ware.

Luftfracht ist schnell, aber teuer und emissionsintensiv. Seefracht eignet sich für große Mengen und lange Distanzen, benötigt aber deutlich mehr Zeit. Bahn und Binnenschiff können im Hinterland große Mengen bündeln. Der Lkw ist besonders flexibel für Vor- und Nachläufe.

In der Praxis geht es selten um ein einziges Verkehrsmittel. Gute Logistik kombiniert Verkehrsträger so, dass Kosten, Zeit, Zuverlässigkeit und Umweltwirkung zusammenpassen.


Risiken in globalen Lieferketten

Globale Lieferketten schaffen Spezialisierung und große Absatzmärkte, erhöhen aber auch die Zahl möglicher Störquellen.

Typische Risiken sind Naturereignisse, Niedrigwasser, Streiks, Cyberangriffe, Produktionsausfälle, Qualitätsprobleme, geopolitische Spannungen, Handelsbeschränkungen, überraschende Nachfragesprünge oder Engpässe bei einzelnen Komponenten.

Besonders kritisch sind Single-Source-Situationen. Dabei stammt ein wichtiges Teil nur von einem Lieferanten. Fällt dieser aus, fehlt kurzfristig eine Alternative. Eine Gegenstrategie ist Multiple Sourcing, also die Beschaffung bei mehreren geeigneten Lieferanten.

Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz sind Sicherheitsbestände, regionale Zweitquellen, flexible Produktionskapazitäten, Notfallpläne, langfristige Partnerschaften und bessere Transparenz über Vorlieferanten.


Total Cost of Ownership statt Einkaufspreis

Der günstigste Einkaufspreis ist nicht automatisch die wirtschaftlich beste Lösung. Beim Total Cost of Ownership werden zusätzliche Kosten berücksichtigt, zum Beispiel Transport, Zoll, Qualitätsprüfung, Ausschuss, Lagerhaltung, Finanzierung, Reklamationen oder Störungsrisiken.

Für Entscheidungen im Einkauf ist deshalb eine ganzheitliche Betrachtung sinnvoll: Ein Bauteil kann im Einkauf teurer sein, aber durch höhere Qualität, kürzere Wege oder zuverlässigere Lieferung insgesamt Kosten senken.


Nachhaltigkeit und Verantwortung

Globale Lieferketten betreffen nicht nur Kosten und Termine. Unternehmen müssen auch Umweltwirkungen, Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und die Herkunft bestimmter Rohstoffe berücksichtigen.

Das betrifft etwa Energieverbrauch, Emissionen, Abfall, Wasser, Arbeitsschutz und Risiken bei Vorlieferanten. Praktisch bedeutet das: Lieferanten auswählen, Risiken analysieren, Anforderungen vereinbaren, Nachweise prüfen und bei Problemen Verbesserungen einfordern.

Der gesetzliche Rahmen entwickelt sich weiter. In Deutschland spielt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz eine wichtige Rolle; zugleich werden europäische Regeln zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht weiterentwickelt und umgesetzt. Für die berufliche Praxis ist deshalb entscheidend, nicht nur einzelne Schwellenwerte auswendig zu lernen, sondern den Grundgedanken zu verstehen: Unternehmen sollen relevante Risiken in ihrer Lieferkette systematisch erkennen und angemessen bearbeiten.[5]


Digitalisierung der Lieferkette

Digitale Systeme verbinden Einkauf, Produktion, Lager, Transport und Vertrieb. In Unternehmen kommen beispielsweise ERP-Systeme, Lagerverwaltung, Transportmanagement, elektronische Datenaustauschverfahren und Tracking-Systeme zum Einsatz.

Ein wichtiges Ziel ist Supply Chain Visibility: Verantwortliche sollen möglichst früh erkennen, wo sich Material befindet, welche Lieferungen verspätet sind und welche Folgen eine Störung für Kundenaufträge haben kann.

Digitale Daten lösen jedoch nicht jedes Problem automatisch. Wenn Stammdaten falsch sind, Prognosen schlecht gepflegt werden oder Unternehmen Informationen nicht teilen, kann auch ein modernes System falsche Entscheidungen unterstützen. Digitalisierung braucht deshalb klare Prozesse, Datenqualität und verantwortliche Mitarbeitende.


Bedeutung für Ausbildung und Studium

Globale Lieferketten verbinden betriebswirtschaftliche, technische und rechtliche Fragen. Das Thema begegnet Dir unter anderem in Einkauf, Logistik, Produktionsplanung, Außenhandel, Controlling, Nachhaltigkeitsmanagement und Vertrieb.

Für die berufliche Praxis solltest Du besonders folgende Zusammenhänge verstehen:

  1. Beschaffung: Lieferanten auswählen, Risiken bewerten und Verträge vorbereiten.
  2. Produktionslogistik: Material rechtzeitig und in passender Menge bereitstellen.
  3. Transportlogistik: Verkehrsträger und Routen nach Kosten, Zeit und Risiko auswählen.
  4. Außenhandel: Zoll, Dokumente, Lieferbedingungen und internationale Märkte berücksichtigen.
  5. Risikomanagement: Abhängigkeiten erkennen und Reaktionsmöglichkeiten vorbereiten.
  6. Nachhaltigkeit: ökologische und soziale Auswirkungen in Entscheidungen einbeziehen.
  7. Digitalisierung: Daten nutzen, um Planung und Transparenz zu verbessern.


Kurzes Fallbeispiel zur Entscheidung

Ein baden-württembergischer Anlagenbauer bezieht ein elektronisches Steuerungsmodul von einem einzigen ausländischen Lieferanten. Das Modul ist günstig und technisch zuverlässig. Gleichzeitig beträgt die Wiederbeschaffungszeit mehrere Wochen. Für einen Großauftrag steigt der Bedarf kurzfristig stark.

Die Einkaufsleitung hat mehrere Möglichkeiten: mehr Sicherheitsbestand aufbauen, einen zweiten Lieferanten qualifizieren, das Bauteil technisch standardisieren oder die Produktionsplanung verändern. Jede Lösung verursacht Kosten. Die Aufgabe des Supply-Chain-Managements besteht darin, diese Kosten gegen das Risiko eines Produktionsstillstands abzuwägen.

Genau darin liegt die zentrale Kompetenz: Nicht einzelne Prozesse isoliert optimieren, sondern die gesamte Lieferkette als System betrachten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Lieferkette am treffendsten? (Das Netzwerk von Beschaffung Produktion Transport Information und Absatz) (!Nur den Transport vom Werk zum Kunden) (!Nur die interne Produktion eines Unternehmens) (!Nur die Preisbildung auf einem Markt)




Warum sind Importe auch für exportstarke Unternehmen wichtig? (Viele Exportprodukte enthalten importierte Rohstoffe oder Vorleistungen) (!Exporte dürfen nur mit Importen bezahlt werden) (!Importe ersetzen immer die eigene Produktion) (!Importe sind nur für Handelsunternehmen relevant)




Was ist ein wesentliches Ziel von Supply Chain Management? (Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg aufeinander abstimmen) (!Jeden Lagerbestand vollständig abschaffen) (!Ausschließlich den Einkaufspreis minimieren) (!Alle Lieferanten durch einen einzigen ersetzen)




Was bedeutet Single Sourcing? (Ein bestimmtes Teil wird nur von einem Lieferanten bezogen) (!Ein Produkt wird nur an einen Kunden verkauft) (!Alle Transporte laufen über einen Hafen) (!Ein Unternehmen produziert nur ein Produkt)




Warum kann ein Sicherheitsbestand sinnvoll sein? (Er kann Lieferausfälle und Verzögerungen abfedern) (!Er verhindert jede Form von Nachfrageänderung) (!Er ersetzt Qualitätskontrollen vollständig) (!Er senkt immer automatisch die Lagerkosten)




Was kennzeichnet intermodalen Verkehr? (Mehrere Verkehrsträger werden für eine Transportkette kombiniert) (!Nur Lastkraftwagen werden eingesetzt) (!Jede Ware wird ausschließlich per Luftfracht transportiert) (!Produktion und Transport finden am selben Ort statt)




Was betrachtet Total Cost of Ownership? (Die Gesamtkosten einer Beschaffungsentscheidung über den Einkaufspreis hinaus) (!Nur den Listenpreis eines Produkts) (!Nur die Lohnkosten eines Lieferanten) (!Nur die Transportdauer)




Was ist Supply Chain Visibility? (Möglichst transparente Informationen über Bestände Lieferungen und Störungen) (!Die optische Gestaltung von Verpackungen) (!Die Werbung eines Logistikunternehmens) (!Die Beleuchtung eines Lagers)




Welche Maßnahme erhöht typischerweise die Resilienz einer Lieferkette? (Einen zweiten geeigneten Lieferanten qualifizieren) (!Alle Bestände ohne Analyse auf null senken) (!Nur den billigsten Anbieter berücksichtigen) (!Lieferzeiten nicht mehr überwachen)




Warum ist der Hafen Mannheim für globale Lieferketten relevant? (Er verbindet Straße Schiene und Wasserwege mit internationalen Verkehrsnetzen) (!Er ist ausschließlich ein Flughafen) (!Er dient nur dem Personenverkehr) (!Er produziert die exportierten Waren selbst)





Memory

Beschaffung Auswahl und Versorgung durch Lieferanten
Resilienz Widerstandsfähigkeit gegen Störungen
Container Standardisierter Transportbehälter
Binnenhafen Knoten zwischen Wasser Schiene und Straße
Sicherheitsbestand Reserve zur Absicherung von Engpässen
Informationsfluss Austausch von Bestell und Lieferdaten
Mehrquellenstrategie Bezug eines Teils von mehreren Anbietern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Lieferantenauswahl Beschaffung
Materialbereitstellung Produktion
Containerumschlag Logistik
Zollabfertigung Außenhandel
Kundenbelieferung Distribution






Kreuzworträtsel

Beschaffung Wie heißt der betriebliche Prozess zur Versorgung mit Materialien und Leistungen?
Resilienz Wie nennt man die Widerstandsfähigkeit einer Lieferkette gegen Störungen?
Container Welcher standardisierte Behälter erleichtert den Wechsel zwischen Schiff Bahn und Lkw?
Mannheim Welche baden-württembergische Stadt besitzt einen bedeutenden trimodalen Binnenhafen?
Logistik Wie heißt die Planung Steuerung und Kontrolle von Warenbewegungen?
Lieferant Wie nennt man ein Unternehmen das Waren oder Bauteile an ein anderes Unternehmen liefert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Baden-Württemberg ist stark in internationale

eingebunden.
Ein Unternehmen beschafft Rohstoffe und Bauteile bei seinen

.
Beim intermodalen Verkehr werden mehrere

kombiniert.
Ein Reservebestand zur Absicherung von Störungen heißt

.
Die Widerstandsfähigkeit einer Lieferkette wird als

bezeichnet.
Neben dem Materialfluss ist auch der

wichtig.
Bei der Gesamtkostenbetrachtung wird der reine

um weitere Kosten ergänzt.
Der Hafen Mannheim verbindet Straße Schiene und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lieferkette skizzieren: Wähle ein Alltagsprodukt und zeichne mindestens fünf mögliche Stationen seiner Lieferkette vom Rohstoff bis zum Kunden.
  2. Unternehmen recherchieren: Suche ein Unternehmen aus Baden-Württemberg und beschreibe, welche Produkte es herstellt und warum internationale Lieferketten für dieses Unternehmen wichtig sein könnten.
  3. Transportmittel vergleichen: Vergleiche Lkw, Bahn, Binnenschiff, Seeschiff und Luftfracht anhand von Geschwindigkeit, Kosten, Flexibilität und Umweltwirkung.
  4. Begriffe erklären: Erstelle ein eigenes Glossar mit zehn Begriffen aus diesem aiMOOC und formuliere zu jedem Begriff ein Praxisbeispiel.


Standard

  1. Lieferantenmatrix: Entwickle für ein fiktives Industrieunternehmen eine Matrix, in der Du fünf Bauteile nach Beschaffungsrisiko und wirtschaftlicher Bedeutung bewertest.
  2. Hafenanalyse: Untersuche den Hafen Mannheim als Logistikknoten und erkläre, welche Vorteile die Verbindung von Straße, Schiene und Wasser bietet.
  3. Störungsszenario: Entwickle ein Szenario, in dem ein kritischer Lieferant für vier Wochen ausfällt, und plane mindestens drei Gegenmaßnahmen.
  4. Interview Logistik: Führe ein Interview mit einer Person aus Einkauf, Produktion, Logistik oder Außenhandel und frage nach typischen Störungen und deren Lösung.


Schwer

  1. Make or Buy Analyse: Vergleiche für ein Bauteil Eigenfertigung in Baden-Württemberg und Fremdbezug aus dem Ausland unter Einbezug von Kosten, Zeit, Risiko und Qualität.
  2. Resilienzkonzept: Entwirf ein Konzept für eine widerstandsfähige Lieferkette eines mittelständischen Maschinenbauers mit mindestens zwei Beschaffungsregionen und mehreren Transportwegen.
  3. Nachhaltigkeitsbewertung: Entwickle Kriterien, mit denen ein Unternehmen Lieferanten hinsichtlich Umwelt, Arbeitsbedingungen, Qualität und Liefertreue bewerten kann.
  4. Supply Chain Präsentation: Erstelle eine Präsentation oder ein kurzes Video, in dem Du den Weg eines baden-württembergischen Produkts vom regionalen Standort bis zu einem internationalen Kunden erklärst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zielkonflikt Effizienz und Resilienz: Ein Unternehmen möchte Lagerbestände reduzieren und gleichzeitig krisenfester werden. Erkläre den Zielkonflikt und entwickle eine begründete Lösung.
  2. Lieferantenausfall bewerten: Ein kritisches Bauteil kommt nur von einem Anbieter. Analysiere die Folgen eines Ausfalls für Einkauf, Produktion, Vertrieb und Kunden.
  3. Transportentscheidung: Ein hochwertiges Ersatzteil muss dringend nach Nordamerika geliefert werden. Vergleiche mindestens zwei Transportmöglichkeiten und begründe Deine Entscheidung.
  4. Gesamtkostenanalyse: Lieferant A ist im Einkauf günstiger, hat aber längere Lieferzeiten und höhere Ausschussquoten. Lieferant B ist teurer und regional näher. Zeige, welche Informationen Du für eine wirtschaftliche Entscheidung benötigst.
  5. Hafen als Netzwerkknoten: Erkläre am Beispiel Mannheim, wie regionale Infrastruktur die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beeinflussen kann.
  6. Nachhaltigkeit und Einkauf: Entwickle einen Vorschlag, wie ökologische und soziale Kriterien in eine Lieferantenauswahl integriert werden können, ohne Qualität und Lieferfähigkeit aus dem Blick zu verlieren.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du globale Lieferketten nicht nur definieren, sondern als vernetztes wirtschaftliches System analysieren kannst.

  1. Du kannst die Stationen einer Lieferkette von der Beschaffung bis zum Kunden erklären.
  2. Du kannst Lieferkette und Wertschöpfungskette unterscheiden.
  3. Du kannst Materialfluss, Informationsfluss und Finanzfluss miteinander in Beziehung setzen.
  4. Du kannst erklären, warum Baden-Württemberg zugleich exportstark und auf internationale Vorleistungen angewiesen ist.
  5. Du kannst verschiedene Verkehrsträger nach Kosten, Zeit, Flexibilität und Risiko vergleichen.
  6. Du kannst Risiken wie Single Sourcing, lange Wiederbeschaffungszeiten und Störungen erkennen.
  7. Du kannst Maßnahmen zur Resilienz begründet auswählen.
  8. Du kannst Total Cost of Ownership auf eine Beschaffungsentscheidung anwenden.
  9. Du kannst Nachhaltigkeit und Sorgfaltspflichten als Teil des Supply-Chain-Managements einordnen.
  10. Du kannst eine konkrete Lieferkettenentscheidung anhand mehrerer Kriterien nachvollziehbar begründen.




OERs zum Thema



Quellen


Verknüpfte Lernbereiche


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