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Feministische Philosophie - Philosophie

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Feministische Philosophie - Philosophie




Feministische Philosophie - Philosophie

Symbol der Frauenbewegung
Symbol der Frauenbewegung


Einleitung

Die Feministische Philosophie untersucht, wie Geschlecht, Macht, Wissen, Freiheit, Gerechtigkeit und Identität zusammenhängen. Sie fragt nicht nur, welche Theorien überzeugend sind, sondern auch, wer sprechen darf, wessen Erfahrungen zählen und welche gesellschaftlichen Strukturen Menschen benachteiligen.

Feministische Philosophie ist keine einheitliche Lehre. Sie umfasst liberale, sozialistische, materialistische, Schwarze, intersektionale, postkoloniale, dekoloniale, phänomenologische, poststrukturalistische, queere und analytische Ansätze. Gemeinsam ist vielen Positionen die Kritik an geschlechtsbezogener Unterdrückung und das Ziel größerer sozialer Gerechtigkeit.

Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende der Klassen 11–13 und an Studierende. Du analysierst Begriffe, vergleichst Argumente und überträgst philosophische Ansätze auf aktuelle Konflikte.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Feministische Philosophie als kritisches und konstruktives Projekt erklären.
  2. zentrale Positionen und Denkerinnen historisch einordnen.
  3. Intersektionalität, Patriarchat, Standpunkttheorie, Care-Ethik und epistemische Ungerechtigkeit erläutern.
  4. Argumente zu Autonomie, Geschlechtsidentität, Arbeit, Körper und Macht prüfen.
  5. philosophische Theorien auf gesellschaftliche Fälle übertragen.
  6. Unterschiede innerhalb feministischer Debatten begründet darstellen.


Grundidee und Methode

Feministische Philosophie verbindet Kritik und Neuentwurf.

  1. Ideologiekritik: Sie macht verdeckte Annahmen über Geschlecht und Normalität sichtbar.
  2. Begriffsanalyse: Sie prüft Begriffe wie Freiheit, Objektivität, Person oder Gerechtigkeit.
  3. Erfahrungsbezug: Sie nimmt verkörperte und gesellschaftlich situierte Erfahrungen ernst.
  4. Intersektionalität: Sie untersucht das Zusammenwirken verschiedener Herrschafts- und Diskriminierungsverhältnisse.
  5. Transformation: Sie fragt, wie Institutionen, Praktiken und Theorien gerechter gestaltet werden können.

Ein feministisches Argument ist nicht allein deshalb überzeugend, weil es politisch engagiert ist. Es muss begrifflich klar, empirisch angemessen, widerspruchsfrei und gegenüber Einwänden begründbar sein.


Historische Orientierung


Mary Wollstonecraft und gleiche Bildung

Mary Wollstonecraft kritisierte im 18. Jahrhundert, dass Frauen von Bildung, politischer Teilhabe und wirtschaftlicher Selbstständigkeit ausgeschlossen wurden. Sie argumentierte, dass zugeschriebene weibliche „Schwächen“ nicht naturgegeben, sondern Folgen ungleicher Erziehung und sozialer Abhängigkeit seien.

Mary Wollstonecraft
Mary Wollstonecraft


Frauenbewegungen und politische Rechte

Feministische Theorie entstand im Austausch mit sozialen Bewegungen. Kämpfe um Frauenwahlrecht, Bildung, Eigentum, Arbeit, reproduktive Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt machten sichtbar, dass scheinbar private Fragen politisch geregelt sind.

Demonstration für das Frauenwahlrecht in New York im Jahr 1912
Demonstration für das Frauenwahlrecht in New York im Jahr 1912


Simone de Beauvoir und das Werden zum Geschlecht

Simone de Beauvoir verband Existentialismus, Phänomenologie und Gesellschaftskritik. Sie analysierte, wie Frauen als das „Andere“ eines männlich gesetzten Allgemeinen konstruiert werden. Geschlecht erscheint dabei nicht bloß als biologische Tatsache, sondern als gesellschaftlich geformte Lebenssituation.

Simone de Beauvoir im Jahr 1967
Simone de Beauvoir im Jahr 1967


Schwarzer Feminismus und Intersektionalität

Schwarzer Feminismus kritisiert, dass „Frauen“ keine homogene Gruppe bilden. Sojourner Truth, Angela Davis, bell hooks, Audre Lorde und Patricia Hill Collins zeigten, wie Rassismus, Klassismus und Sexismus miteinander verflochten sind. Kimberlé Crenshaw prägte dafür den juristisch und sozialwissenschaftlich einflussreichen Begriff Intersektionalität.


Gegenwärtige Erweiterungen

Zeitgenössische Ansätze untersuchen außerdem Queer-Theorie, Transgender, Behinderung, Migration, Kolonialismus, Klimagerechtigkeit, Technikethik und Künstliche Intelligenz. Dabei wird diskutiert, wie Kategorien politisch notwendig sein können, ohne Menschen auf starre Identitäten festzulegen.

Protestplakat für Frauen- und Menschenrechte
Protestplakat für Frauen- und Menschenrechte


Zentrale Richtungen

Richtung Leitfrage Typischer Schwerpunkt
Liberaler Feminismus Haben alle Personen gleiche Rechte und Chancen? Bildung, Recht, politische Teilhabe, Antidiskriminierung
Sozialistischer Feminismus Wie wirken Geschlecht, Eigentum und Arbeit zusammen? Lohnarbeit, Care-Arbeit, soziale Reproduktion, Klasse
Radikaler Feminismus Wie prägt patriarchale Macht intime und öffentliche Beziehungen? Sexualität, Gewalt, Körper, Institutionen
Existenzialistischer Feminismus Wie wird ein Mensch gesellschaftlich zum geschlechtlichen Subjekt? Freiheit, Situation, Verkörperung, Andersheit
Poststrukturalistischer Feminismus Wie erzeugen Sprache und Normen Geschlechtsidentitäten? Diskurs, Performativität, Normalisierung
Intersektionaler Feminismus Wie verschränken sich Herrschaftsverhältnisse? Geschlecht, Rassismus, Klasse, Sexualität, Behinderung
Postkolonialer Feminismus Welche kolonialen Voraussetzungen prägen Wissen und Politik? Eurozentrismus, globale Arbeitsteilung, Repräsentation
Analytischer Feminismus Wie lassen sich feministische Probleme begrifflich präzisieren? Argumentation, Metaphysik, Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie

Die Richtungen überschneiden sich. Innerhalb jeder Richtung gibt es Kontroversen und Weiterentwicklungen.


Schlüsselbegriffe


Sex, Gender und Geschlechtsidentität

Biologisches Geschlecht bezeichnet körperliche Merkmale, die ebenfalls vielfältig und interpretierbar sind. Gender beschreibt gesellschaftliche Rollen, Erwartungen und Bedeutungen. Geschlechtsidentität betrifft die eigene geschlechtliche Selbstverortung. Feministische Positionen unterscheiden sich darin, wie stark sie biologische, soziale, sprachliche und subjektive Dimensionen gewichten.


Patriarchat und strukturelle Macht

Patriarchat bezeichnet gesellschaftliche Ordnungen, in denen männlich codierte Positionen, Normen oder Interessen systematisch bevorzugt werden. Strukturelle Macht wirkt nicht nur durch einzelne Absichten, sondern auch durch Regeln, Routinen, Arbeitsteilung und ungleiche Ressourcen.


Performativität

Judith Butler beschreibt Geschlecht als performativ: Geschlecht wird durch wiederholte, gesellschaftlich geregelte Handlungen, Sprache und Erwartungen hervorgebracht. Das bedeutet nicht, dass Geschlecht frei wie eine Rolle gewählt wird. Normen begrenzen Handlungsmöglichkeiten, können aber durch veränderte Praxis verschoben werden.

Judith Butler im Jahr 2018
Judith Butler im Jahr 2018


Intersektionalität

Intersektionalität untersucht, wie Kategorien wie Geschlecht, rassistische Zuschreibung, soziale Klasse, Sexualität, Alter oder Behinderung gleichzeitig wirken. Diskriminierungsformen werden dabei nicht bloß addiert. Ihr Zusammenwirken kann eigenständige Erfahrungen und institutionelle Lücken erzeugen.


Autonomie und relationale Selbstbestimmung

Klassische Autonomie betont vernünftige Selbstgesetzgebung und Unabhängigkeit. Feministische Ansätze ergänzen: Menschen werden in Beziehungen, Abhängigkeiten und sozialen Bedingungen handlungsfähig. Relationale Autonomie fragt deshalb, ob Personen reale Optionen, Anerkennung, Sicherheit und Ressourcen besitzen.


Feministische Ethik

Feministische Ethik untersucht, wie Geschlechternormen moralische Erwartungen und Praktiken prägen. Sie macht unbezahlte Sorgearbeit, Abhängigkeit, Verletzlichkeit und ungleiche Verantwortungsverteilung sichtbar.

Die Care-Ethik versteht Menschen als verletzliche und aufeinander angewiesene Wesen. Moralisches Handeln verlangt Aufmerksamkeit für konkrete Bedürfnisse, Beziehungen und Verantwortung. Eine zentrale Kritik lautet, dass Fürsorge nicht erneut einseitig Frauen zugewiesen werden darf.


Feministische Erkenntnistheorie

Feministische Erkenntnistheorie fragt, wie soziale Positionen Erkenntnis beeinflussen. Wissen ist situiert: Forschende wählen Fragen, Begriffe, Methoden und Belege nicht außerhalb jeder Gesellschaft.

  1. Standpunkttheorie: Marginalisierte Positionen können Widersprüche sichtbar machen, die privilegierten Perspektiven entgehen. Ein Standpunkt entsteht jedoch nicht automatisch, sondern durch kritische Reflexion.
  2. Feministischer Empirismus: Vorurteile sollen durch bessere Methoden, vielfältige Forschungsgemeinschaften und kritische Prüfung reduziert werden.
  3. Situiertes Wissen: Donna Haraway betont begrenzte, verantwortbare Perspektiven statt eines angeblich körperlosen Blicks von nirgendwo.
  4. Epistemische Ungerechtigkeit: Miranda Fricker zeigt, wie Menschen als Wissende ungerecht behandelt oder mangels gemeinsamer Begriffe unverstanden werden können.

Objektivität wird hier nicht einfach verworfen. Sie wird als soziale Praxis kritischer Prüfung, Perspektivenvielfalt und Rechenschaft neu gedacht.


Feministische politische Philosophie

Feministische politische Philosophie erweitert klassische Fragen nach Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Sie untersucht auch Familie, Sexualität, Reproduktion, Pflege, Gewalt und Arbeitsverteilung. Der Satz „Das Private ist politisch“ verweist darauf, dass private Lebensbereiche durch Recht, Ökonomie und Normen strukturiert sind.

Plakat zum Kampf um Frauenrechte
Plakat zum Kampf um Frauenrechte

Zentrale Konflikte sind:

  1. Formale Gleichheit und tatsächliche Teilhabe.
  2. Schutz vor Diskriminierung und Anerkennung von Differenz.
  3. individuelle Wahlfreiheit und strukturelle Bedingungen.
  4. Umverteilung von Einkommen, Zeit, Sorge und politischer Macht.
  5. universelle Rechte und kulturell unterschiedliche Erfahrungen.


Körper, Sprache und Subjekt

Feministische Phänomenologie untersucht, wie Körper erlebt und sozial gelesen werden. Körper sind weder bloße Natur noch reine Erfindung. Medizin, Kleidung, Räume, Blicke, Sprache und Institutionen prägen, welche Bewegungen und Lebensweisen möglich erscheinen.

Queer-Theorie und poststrukturalistische Ansätze fragen, wie Normen von Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität Identitäten hervorbringen. Materialistische Ansätze erinnern daran, dass Körper zugleich Nahrung, Wohnraum, Gesundheit, Arbeit und Gewalt ausgesetzt sind.


Streitfragen

Feministische Philosophie lebt von begründeten Kontroversen. Dazu gehören:

  1. Was bedeutet Gleichheit, wenn Menschen unterschiedlich situiert sind?
  2. Braucht feministische Politik die Kategorie „Frauen“, und wie offen muss sie bestimmt werden?
  3. Wie verhalten sich individuelle Entscheidungen zu ökonomischem und sozialem Druck?
  4. Wann schützt Universalismus, und wann verdeckt er dominante Erfahrungen?
  5. Wie lassen sich Sorge, Abhängigkeit und Freiheit gemeinsam denken?
  6. Welche Rolle spielen Körper, Sprache und Selbstidentifikation bei Geschlecht?
  7. Wie können Konflikte zwischen Antidiskriminierungsansprüchen fair bearbeitet werden?

Ein philosophisch guter Beitrag definiert Begriffe, rekonstruiert Gegenpositionen fair und unterscheidet zwischen empirischen Behauptungen, moralischen Wertungen und politischen Strategien.


Fallanalyse

Fall: Automatisierte Bewerberauswahl

Ein Unternehmen setzt ein System der Künstlichen Intelligenz ein. Das System wurde mit früheren Personalentscheidungen trainiert und bevorzugt Bewerbungsprofile, die den bisher erfolgreichen Beschäftigten ähneln.

Eine feministische Analyse fragt:

  1. Welche historischen Ungleichheiten stecken in den Trainingsdaten?
  2. Welche Gruppen werden durch die Kategorien des Systems unsichtbar?
  3. Wer trägt die Beweislast bei vermuteter Diskriminierung?
  4. Reicht formale Gleichbehandlung, wenn Ausgangsbedingungen ungleich sind?
  5. Wie können Betroffene an Entwicklung, Prüfung und Beschwerde beteiligt werden?

So verbindet feministische Philosophie Erkenntnistheorie, Ethik, Politische Philosophie und Technikphilosophie.


Zusammenfassung

Feministische Philosophie kritisiert Ausschlüsse im philosophischen Kanon und in gesellschaftlichen Institutionen. Sie entwickelt zugleich neue Begriffe von Wissen, Freiheit, Person, Körper, Macht und Gerechtigkeit. Ihre Stärke liegt in der Verbindung von präziser Argumentation, Erfahrungssensibilität, Machtanalyse und gesellschaftlichem Transfer.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kennzeichnet feministische Philosophie am besten? (Sie analysiert Geschlecht, Macht und Gerechtigkeit philosophisch) (!Sie ersetzt Argumente durch persönliche Meinungen) (!Sie behandelt ausschließlich historische Frauenbiografien) (!Sie lehnt jede Form allgemeiner Begriffe ab)




Welche Aussage beschreibt Intersektionalität? (Sie untersucht das Zusammenwirken mehrerer Herrschaftsverhältnisse) (!Sie erklärt alle Ungleichheit allein durch Geschlecht) (!Sie trennt Diskriminierungsformen vollständig voneinander) (!Sie bezeichnet nur die Gleichzeitigkeit verschiedener Hobbys)




Was ist ein Grundgedanke der Standpunkttheorie? (Soziale Positionen können den Zugang zu Wissen beeinflussen) (!Wahrheit hängt ausschließlich von persönlichem Geschmack ab) (!Nur Mehrheiten können objektives Wissen erzeugen) (!Erfahrung macht jede Begründung überflüssig)




Was betont die Care-Ethik? (Beziehungen, Abhängigkeit und konkrete Fürsorge) (!Ausschließlich mathematische Nutzenmaximierung) (!Vollständige Unabhängigkeit aller Menschen) (!Die moralische Bedeutungslosigkeit von Bedürfnissen)




Welche Position ist mit Mary Wollstonecraft verbunden? (Ungleiche Erziehung erzeugt gesellschaftliche Abhängigkeit) (!Frauen seien von Natur aus nicht vernunftfähig) (!Bildung solle nur politischen Eliten offenstehen) (!Geschlechterrollen seien unveränderliche Naturgesetze)




Wie versteht Judith Butler Performativität? (Geschlecht wird durch wiederholte normierte Praxis hervorgebracht) (!Geschlecht ist eine beliebig wechselbare Theaterrolle) (!Geschlecht wird nur durch Gene vollständig festgelegt) (!Geschlecht spielt in Sprache keine Rolle)




Was bezeichnet epistemische Ungerechtigkeit? (Eine Benachteiligung von Menschen in ihrer Rolle als Wissende) (!Einen Rechenfehler in einer Statistik) (!Eine gerechte Verteilung von Schulnoten) (!Eine rein technische Störung einer Datenbank)




Was bedeutet relationale Autonomie? (Selbstbestimmung hängt auch von Beziehungen und sozialen Bedingungen ab) (!Autonomie verlangt vollständige Isolation) (!Freiheit besteht nur aus Konsumentscheidungen) (!Abhängigkeit und Fürsorge sind immer moralisch wertlos)




Warum ist der Satz Das Private ist politisch wichtig? (Private Lebensbereiche werden durch gesellschaftliche Macht und Regeln geprägt) (!Privates Verhalten soll vollständig staatlich kontrolliert werden) (!Politik findet nur in Familien statt) (!Öffentliche Institutionen haben keine Wirkung auf das Privatleben)




Welche Aussage zur feministischen Philosophie ist richtig? (Sie umfasst unterschiedliche und teils widersprüchliche Ansätze) (!Sie besitzt eine einzige verbindliche Theorie) (!Sie behandelt keine Fragen der Erkenntnistheorie) (!Sie lehnt empirische Informationen grundsätzlich ab)





Memory

Intersektionalität Verschränkung von Herrschaftsverhältnissen
Care-Ethik Moralische Bedeutung von Sorgebeziehungen
Standpunkttheorie Erkenntnis aus sozialer Situiertheit
Performativität Hervorbringung durch wiederholte Praxis
Patriarchat Strukturelle männliche Privilegierung
Epistemische Ungerechtigkeit Benachteiligung als wissende Person
Relationale Autonomie Selbstbestimmung in sozialen Beziehungen
Situiertes Wissen Begrenzte verantwortbare Perspektive





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Mary Wollstonecraft Gleiche Bildung und vernünftige Selbstständigkeit
Simone de Beauvoir Andersheit und gesellschaftliches Werden
Kimberlé Crenshaw Intersektionalität
Judith Butler Performativität von Geschlecht
Donna Haraway Situiertes Wissen
Miranda Fricker Epistemische Ungerechtigkeit




...


Kreuzworträtsel

Patriarchat Wie heißt eine Gesellschaftsordnung mit struktureller männlicher Privilegierung?
Standpunkt Welcher Begriff bezeichnet eine sozial situierte Erkenntnisperspektive?
Careethik Welche Ethik stellt Sorgebeziehungen in den Mittelpunkt?
Intersektionalität Wie heißt die Analyse verschränkter Diskriminierungsformen?
Performativität Welcher Begriff beschreibt Geschlecht als wiederholte normierte Praxis?
Epistemologie Wie heißt die philosophische Lehre vom Wissen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Feministische Philosophie untersucht das Verhältnis von Geschlecht und

.
Intersektionalität analysiert die

verschiedener Herrschaftsverhältnisse.
Die Care-Ethik betont die moralische Bedeutung von

.
Standpunkttheorien untersuchen die soziale

von Wissen.
Judith Butler beschreibt Geschlecht als

.
Relationale Autonomie verbindet Selbstbestimmung mit sozialen

.
Epistemische Ungerechtigkeit trifft Menschen in ihrer Rolle als

.
Feministische politische Philosophie erweitert den Begriff des

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz: Gestalte ein Begriffsnetz mit den Begriffen Macht, Geschlecht, Wissen, Freiheit und Gerechtigkeit.
  2. Medienanalyse: Untersuche eine Werbung auf Geschlechterrollen und formuliere drei philosophische Fragen.
  3. Porträt: Erstelle ein Kurzporträt zu Mary Wollstonecraft, Simone de Beauvoir oder bell hooks.
  4. Alltagsbeobachtung: Dokumentiere eine Alltagssituation, in der Fürsorge sichtbar oder unsichtbar bleibt.


Standard

  1. Argumentationsanalyse: Rekonstruiere ein Argument für relationale Autonomie mit Prämissen, Schluss und möglichem Einwand.
  2. Fallstudie: Analysiere eine Schul- oder Hochschulregel mit den Begriffen formale Gleichheit und tatsächliche Teilhabe.
  3. Podcast: Produziere ein fünfminütiges Streitgespräch über die Aussage Das Private ist politisch.
  4. Intersektionale Analyse: Untersuche einen Fall, in dem mindestens zwei Diskriminierungsverhältnisse zusammenwirken.


Schwer

  1. Theorienvergleich: Vergleiche Care-Ethik und kantische Pflichtethik an einem Pflegekonflikt.
  2. Forschungsprojekt: Entwickle eine kleine Untersuchung zur Frage, wessen Wissen im Unterricht als glaubwürdig gilt.
  3. Technikethik: Entwirf Kriterien für eine feministische Prüfung eines KI-Systems.
  4. Philosophischer Essay: Beurteile, ob politische Kategorien notwendig sind, obwohl sie Identitäten vereinfachen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Eine Stadt plant nachts weniger Busverbindungen. Analysiere mögliche Folgen mit Care-Ethik, Intersektionalität und Gerechtigkeitstheorie.
  2. Begriffsprüfung: Zeige an einem eigenen Beispiel, warum gleiche Regeln nicht automatisch zu gleichen Chancen führen.
  3. Perspektivenvergleich: Bearbeite einen Konflikt einmal aus liberal-feministischer und einmal aus sozialistisch-feministischer Sicht.
  4. Wissenskritik: Entwickle Maßnahmen gegen epistemische Ungerechtigkeit in Schule, Universität oder Betrieb.
  5. Normenkritik: Unterscheide bei einer Geschlechternorm zwischen individueller Absicht, sozialer Erwartung und institutioneller Struktur.
  6. Urteilsbildung: Formuliere ein begründetes Urteil darüber, ob Objektivität durch Perspektivenvielfalt gestärkt werden kann.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du:

  1. zentrale Begriffe korrekt definieren und voneinander abgrenzen.
  2. mindestens drei feministische Richtungen vergleichen.
  3. ein philosophisches Argument formal und inhaltlich rekonstruieren.
  4. einen Gegenstand aus Alltag, Politik, Wissenschaft oder Technik analysieren.
  5. intersektionale Zusammenhänge ohne bloße Addition erklären.
  6. Gegenargumente fair darstellen und ein begründetes Urteil formulieren.
  7. verwendete Quellen transparent dokumentieren.




OERs zum Thema


Weiterführende offene Quellen

  1. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Feminist Philosophy
  2. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Feminist Epistemology
  3. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Feminist Ethics
  4. Wikimedia Commons: Feminism


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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

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Rheinland-Pfalz

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  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

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