Zum Inhalt springen

Ehrenamt - Deutschland

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel

Ehrenamt - Deutschland




Ehrenamt - Deutschland

Ehrenamt bedeutet: Menschen setzen sich freiwillig für andere, für ihre Umgebung oder für eine gemeinsame Sache ein. Sie tun das nicht in erster Linie, um Geld zu verdienen. In Deutschland gehören dazu zum Beispiel Tätigkeiten im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Katastrophenschutz, in Kultur und Musik, in sozialen Einrichtungen, in Schulen, im Natur- und Umweltschutz, in der Nachbarschaft oder in Bürgerinitiativen. Der Begriff wird im Alltag oft ähnlich wie freiwilliges Engagement oder bürgerschaftliches Engagement verwendet.


Einleitung

Freiwilliges Engagement ist ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft. Es schafft Begegnungen, ermöglicht Mitsprache und hilft dabei, Aufgaben gemeinsam zu lösen. Menschen lernen einander kennen, übernehmen Verantwortung und erleben, dass ihr Handeln etwas bewirken kann. Dadurch kann Engagement den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Dabei ist wichtig: Ehrenamt ersetzt weder professionelle Arbeit noch staatliche Verantwortung. Gute Engagementstrukturen brauchen verlässliche hauptamtliche Unterstützung, Schutzkonzepte, Qualifizierung, Anerkennung und faire Zugänge. Nicht alle Menschen haben gleich viel freie Zeit, Geld, Mobilität oder Zugang zu Vereinen. Deshalb gehört zur Gemeinschaftskunde auch die Frage: Wer kann sich beteiligen – und wer wird vielleicht ausgeschlossen?

Die Grafik zeigt die Entwicklung bis 2014. Für den aktuelleren bundesweiten Vergleich ist der Sechste Deutsche Freiwilligensurvey 2024 wichtig. Er wurde mit mehr als 27.000 Personen ab 14 Jahren durchgeführt. Danach waren 2024 36,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren freiwillig engagiert. Das entspricht rund 26,97 Millionen Menschen. Der Anteil liegt etwas unter dem Wert von 2019, bleibt aber hoch. Jüngere Altersgruppen beteiligen sich besonders häufig. Frauen und Männer engagieren sich im Survey ungefähr gleich häufig. Jüngere Kinder sind in dieser Statistik nicht enthalten.


Was zählt als freiwilliges Engagement?

Im Freiwilligensurvey wird freiwilliges Engagement als Tätigkeit verstanden, die freiwillig, gemeinschaftlich, in der Freizeit außerhalb von Familie und Beruf, nicht auf materiellen Gewinn gerichtet, öffentlich und gemeinwohlorientiert ist. Das hilft, Engagement von rein privaten Gefälligkeiten und von Erwerbsarbeit zu unterscheiden.

Ein Ehrenamt kann langfristig sein, etwa als Trainerin im Verein, oder zeitlich begrenzt, etwa bei einer Hilfsaktion nach einem Unwetter. Es kann in einer festen Organisation stattfinden oder selbst organisiert sein. Viele Engagierte erhalten kein Geld. Möglich sind aber Auslagenersatz, Aufwandsentschädigungen oder andere Formen der Anerkennung. Deshalb bedeutet „unentgeltlich“ nicht automatisch, dass jeder entstandene Aufwand selbst bezahlt werden muss.

Das Bild zeigt beim THW eine hauptamtliche Mitarbeiterin und einen ehrenamtlichen Helfer. Daran wird sichtbar: In vielen Organisationen arbeiten Hauptamt und Ehrenamt zusammen.


Wo engagieren sich Menschen?

Die Felder des Engagements sind sehr vielfältig. Im Freiwilligensurvey 2024 ist Sport und Bewegung der größte Bereich. Danach folgen unter anderem der soziale Bereich, Kultur und Musik, Schule und Kindergarten sowie Kirche und Religion. Fast die Hälfte der freiwillig Engagierten übt ihre Tätigkeit in einem Verein aus. Daneben gibt es Verbände, Stiftungen, Initiativen, Selbsthilfegruppen, Hilfsorganisationen und informelle Nachbarschaftsgruppen.

  1. Sport: Training geben, Turniere organisieren, Vereinsarbeit übernehmen oder inklusive Angebote ermöglichen.
  2. Soziales Engagement: Menschen besuchen, Lebensmittel ausgeben, Sprachcafés begleiten oder Familien unterstützen.
  3. Kultur: Chorproben organisieren, bei Theatergruppen mitarbeiten, Museen unterstützen oder Feste planen.
  4. Umweltschutz: Biotope pflegen, Müllsammelaktionen durchführen, Tiere schützen oder Umweltbildung anbieten.
  5. Katastrophenschutz: Bei Feuerwehr, THW, Rettungs- oder Hilfsorganisationen trainieren und im Ernstfall helfen.
  6. Demokratie: In Jugendvertretungen, Bürgerinitiativen, Vereinen oder lokalen Beteiligungsprojekten mitwirken.

Die Freiwillige Feuerwehr ist ein besonders anschauliches Beispiel: In vielen Städten und Gemeinden wird der Brandschutz wesentlich von freiwillig Engagierten getragen. Das fluter-Video der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt, wie auch Jugendliche Verantwortung übernehmen und warum solche Strukturen für Kommunen wichtig sind.


Engagement in verschiedenen Lebensphasen

Menschen können sich in fast jedem Lebensalter beteiligen. Die Form verändert sich oft mit Schule, Ausbildung, Beruf, Familie, Gesundheit und verfügbarer Zeit.

Kinder können sich zum Beispiel an Sammelaktionen, Umweltprojekten, Kindergruppen oder gemeinschaftlichen Schulprojekten beteiligen. Bei Tätigkeiten mit besonderer Verantwortung gelten Altersgrenzen, Aufsichtspflichten oder Ausbildungsvoraussetzungen.

Jugendliche finden Möglichkeiten in Sportvereinen, Jugendfeuerwehren, Schulsanitätsdiensten, Jugendparlamenten, Kulturprojekten oder Naturschutzgruppen. Engagement bietet Gelegenheiten, eigene Ideen umzusetzen und Verantwortung zu üben.

Junge Erwachsene können zusätzlich strukturierte Freiwilligendienste nutzen. Der Bundesfreiwilligendienst steht nach erfüllter Vollzeitschulpflicht Menschen verschiedener Altersgruppen offen. FSJ und FÖJ richten sich vor allem an jüngere Menschen. Freiwilligendienste sind stärker geregelt als ein klassisches Ehrenamt und umfassen in der Regel eine Vereinbarung, pädagogische Begleitung und Taschengeld.

Erwachsene übernehmen oft fachliche Aufgaben, organisieren Projekte, trainieren Gruppen, begleiten Menschen oder arbeiten im Vorstand eines Vereins. Berufliche Kenntnisse können hilfreich sein, dürfen aber keine Voraussetzung für jede Form des Engagements werden.

Ältere Menschen bringen häufig Erfahrung, Zeit und Netzwerke ein, etwa in Lesepatenschaften, Nachbarschaftshilfe, Kultur, Sport, Selbsthilfe oder Mentoring. Gleichzeitig sollte Engagement freiwillig bleiben und an Gesundheit, Interessen und Belastbarkeit angepasst werden.


Ehrenamt, Freiwilligendienst und öffentliches Ehrenamt

Nicht alles, was „Ehrenamt“ genannt wird, ist gleich organisiert. Ein freiwilliges Vereinsamt wird selbst gewählt oder übernommen. Ein Bundesfreiwilligendienst ist ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst. Daneben gibt es öffentliche Ehrenämter, zum Beispiel als Schöffin oder Schöffe oder als Wahlhelfende. Solche Aufgaben können rechtlich anders geregelt sein und in bestimmten Fällen mit einer Pflicht zur Übernahme verbunden sein. Deshalb lohnt es sich, immer zu fragen, welche Regeln für eine konkrete Tätigkeit gelten.


Warum kann Ehrenamt den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken?

Gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeutet nicht, dass alle Menschen gleich denken. Eine demokratische Gesellschaft hält Unterschiede aus. Zusammenhalt entsteht vielmehr, wenn Menschen sich als Teil eines Gemeinwesens erleben, Konflikte friedlich bearbeiten, Regeln akzeptieren und Möglichkeiten zur Partizipation haben.

Engagement kann dabei auf mehreren Ebenen wirken. Erstens entstehen Kontakte und Beziehungen. Zweitens werden gemeinsame Probleme praktisch bearbeitet. Drittens können Menschen lernen, zu diskutieren, Kompromisse zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Viertens werden Interessen sichtbar, die sonst vielleicht wenig Gehör finden.

In der Sozialwissenschaft wird manchmal zwischen Bindungen innerhalb einer Gruppe und Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen unterschieden. Ein Verein kann starke Freundschaften schaffen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist zusätzlich wichtig, dass auch neue Menschen Zugang erhalten und unterschiedliche Gruppen miteinander in Kontakt kommen.

Das Video von fluter zeigt konkrete Wege ins Ehrenamt. Beobachte beim Anschauen: Welche Hürden werden genannt? Welche Tätigkeiten sind kurzfristig möglich, welche brauchen Ausbildung oder eine längerfristige Zusage?


Ehrenamt und Demokratie

Vereine, Initiativen und freiwillige Projekte gehören zur Zivilgesellschaft. Sie können Orte sein, an denen Menschen demokratische Fähigkeiten üben: abstimmen, Ämter wählen, Regeln beschließen, Verantwortung teilen, Kritik äußern und Lösungen aushandeln. Die im Grundgesetz geschützte Vereinigungsfreiheit ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für eine vielfältige Zivilgesellschaft.

Engagement ist aber nicht automatisch demokratisch oder inklusiv. Gruppen können auch ausgrenzen, Macht ungleich verteilen oder nur die Interessen eines kleinen Kreises vertreten. Deshalb sind transparente Regeln, Mitbestimmung, Schutz vor Diskriminierung und die Anerkennung der Menschenrechte wichtig.


Chancen und Grenzen

Ehrenamt kann Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit, Lernen und Hilfe ermöglichen. Gleichzeitig gibt es Grenzen. Wer lange arbeitet, Angehörige pflegt, wenig Geld hat, nicht mobil ist oder Barrieren erlebt, hat oft weniger Möglichkeiten, regelmäßig mitzumachen. Der Freiwilligensurvey zeigt weiterhin Unterschiede nach formaler Bildung. Solche Unterschiede sind für die Demokratie wichtig, weil Beteiligungschancen möglichst breit verteilt sein sollten.

Auch Organisationen stehen vor Herausforderungen: Nachwuchs gewinnen, Vorstände besetzen, Datenschutz beachten, Versicherung klären, digitale Werkzeuge nutzen, Konflikte bearbeiten und Engagierte vor Überlastung schützen. Anerkennung darf deshalb nicht nur aus einem Dankeschön bestehen; gute Rahmenbedingungen gehören dazu.

Beim THW sind Ausbildung, Teamarbeit und klare Zuständigkeiten besonders wichtig. Das Beispiel zeigt, dass freiwilliges Engagement nicht nur spontane Hilfe bedeutet, sondern oft regelmäßiges Training und verantwortungsvolle Vorbereitung verlangt.


Digitalisierung und neue Formen des Engagements

Engagement findet heute nicht nur vor Ort statt. Freiwillige pflegen Webseiten, organisieren Termine digital, beraten per Chat, erstellen Videos, übersetzen Informationen oder koordinieren Hilfsangebote. Digitale Werkzeuge können Wege verkürzen und neue Zielgruppen erreichen. Sie können aber auch Menschen ausschließen, wenn Geräte, Kenntnisse oder barrierefreie Angebote fehlen.

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt unterstützt Vereine und Initiativen unter anderem bei Digitalisierung, Qualifizierung und Vernetzung. Für eine demokratische Öffentlichkeit ist dabei wichtig, Informationen sorgfältig zu prüfen, Datenschutz zu beachten und respektvoll zu kommunizieren.


Ein Blick in die Geschichte

Ehrenamt hat in Deutschland eine lange Geschichte. Vereine, kirchliche Gruppen, Wohlfahrtsverbände, Feuerwehren, Sportorganisationen und lokale Initiativen haben sich über viele Jahrzehnte verändert. Auch die Erwartungen an freiwilliges Engagement haben sich gewandelt: Neben langfristigen Ämtern gibt es heute häufiger projektförmige, flexible und digitale Formen.

Das historische THW-Werbeplakat von 1954 eignet sich für einen Medienvergleich: Welche Sprache und Bildsprache wurden damals benutzt? Wie würde eine heutige Kampagne aussehen?


Daten verstehen: Was sagt der Freiwilligensurvey 2024?

Der Deutsche Freiwilligensurvey wird seit 1999 regelmäßig durchgeführt. Für die Erhebung 2024 wurden 27.542 Interviews mit zufällig ausgewählten Personen ab 14 Jahren aus Privathaushalten ausgewertet. Die Befragten geben ihre Tätigkeiten zunächst selbst an; anschließend wird geprüft, ob diese Tätigkeiten die Kriterien für freiwilliges Engagement erfüllen. Solche methodischen Regeln sind wichtig, weil Zahlen nur dann sinnvoll verglichen werden können, wenn klar ist, was genau gezählt wurde.

Für 2024 weist der Survey eine Engagementquote von 36,7 Prozent aus. 2019 waren es 39,7 Prozent. Daraus folgt nicht automatisch, dass „der Zusammenhalt“ im gleichen Maß gesunken ist. Engagementquote und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind unterschiedliche Dinge. Für eine Bewertung braucht man weitere Daten, zum Beispiel zu Vertrauen, Teilhabe, Einsamkeit, Konflikten, sozialer Ungleichheit und demokratischer Beteiligung.


Wie findest Du ein passendes Engagement?

Überlege zuerst, was Dir wichtig ist: Menschen unterstützen, Sport, Tiere, Umwelt, Kultur, Technik, Demokratie oder Nachbarschaft? Danach kannst Du prüfen, wie viel Zeit Du realistisch hast, ob Du lieber regelmäßig oder projektbezogen helfen möchtest und welche Verantwortung zu Dir passt. Schulen, Gemeinden, Vereine, Freiwilligenagenturen, Wohlfahrtsverbände und lokale Initiativen sind mögliche Anlaufstellen.

Vor dem Start solltest Du Fragen klären: Wer ist Deine Ansprechperson? Gibt es eine Einführung? Wie bist Du versichert? Welche Aufgaben darfst Du übernehmen? Gibt es Schutzkonzepte, wenn Du mit Kindern oder anderen besonders schutzbedürftigen Menschen arbeitest? Werden Fahrtkosten oder andere Auslagen erstattet? Gute Organisationen beantworten solche Fragen offen.


Quellen und Vertiefung

  1. Sechster Deutscher Freiwilligensurvey 2024 – Bundesregierung: Zentrale aktuelle Ergebnisse zum freiwilligen Engagement.
  2. Bundeszentrale für politische Bildung – Zivilgesellschaftliches Engagement: Einordnung von Engagement, Partizipation und Zivilgesellschaft.
  3. fluter – How to: Ehrenamtlich helfen: Kurzes Video zum Einstieg in freiwilliges Engagement.
  4. Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt: Informationen, Beratung und Qualifizierung für Engagierte und Organisationen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kennzeichnet freiwilliges Engagement im Sinne des Freiwilligensurveys? (Es ist freiwillig gemeinschaftlich und gemeinwohlorientiert) (!Es ist immer ein bezahlter Nebenjob) (!Es findet nur innerhalb der Familie statt) (!Es ist nur für Erwachsene erlaubt)




Wie hoch war die Engagementquote im Freiwilligensurvey 2024 bei Personen ab 14 Jahren? (36,7 Prozent) (!13 Prozent) (!48,5 Prozent) (!75 Prozent)




Welcher Bereich ist im Freiwilligensurvey 2024 der größte Engagementbereich? (Sport und Bewegung) (!Berufsausbildung) (!Wohnungsbau) (!Fernverkehr)




Was kann gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Ehrenamt besonders fördern? (Begegnung und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Menschen) (!Der Ausschluss neuer Mitglieder) (!Die Abschaffung von Mitbestimmung) (!Die Vermeidung gemeinsamer Aufgaben)




Warum ersetzt Ehrenamt nicht automatisch professionelle Arbeit? (Weil öffentliche Aufgaben und Facharbeit verlässliche Strukturen brauchen) (!Weil freiwillige Arbeit gesetzlich immer verboten ist) (!Weil Vereine keine Aufgaben übernehmen dürfen) (!Weil freiwillige Hilfe nur online möglich ist)




Welche Aussage über Freiwilligendienste ist richtig? (Sie sind stärker geregelt als ein klassisches Ehrenamt) (!Sie sind immer identisch mit Erwerbsarbeit) (!Sie sind nur für Menschen über 65) (!Sie finden ausschließlich im Ausland statt)




Was ist eine wichtige Voraussetzung für faire Beteiligung im Ehrenamt? (Barrieren abbauen und Zugänge offen gestalten) (!Nur Fachleute aufnehmen) (!Mitbestimmung vermeiden) (!Informationen geheim halten)




Warum sind Vereine für Demokratie interessant? (Weil dort Mitbestimmung und Verantwortung eingeübt werden können) (!Weil dort staatliche Wahlen ersetzt werden) (!Weil dort keine Regeln gelten) (!Weil dort alle Menschen gleich denken müssen)




Was sollte vor Beginn eines neuen Ehrenamts geklärt werden? (Aufgaben Ansprechpersonen und Rahmenbedingungen) (!Nur die Farbe des Vereinslogos) (!Nur die Zahl der Social Media Likes) (!Nur die Entfernung zur Hauptstadt)




Warum muss man Statistiken zum Ehrenamt sorgfältig lesen? (Weil Definition Methode und Altersgruppe das Ergebnis beeinflussen) (!Weil Zahlen grundsätzlich keine Bedeutung haben) (!Weil nur Schätzungen erlaubt sind) (!Weil jede Statistik automatisch falsch ist)





Memory

Gemeinwohl Nutzen für die Gemeinschaft
Zivilgesellschaft Bereich zwischen Staat Markt und Privatleben
Verein häufige Organisationsform des Engagements
Freiwilligendienst gesetzlich und organisatorisch geregelter Einsatz
Partizipation Mitwirkung an gesellschaftlichen Entscheidungen
Selbstwirksamkeit Erfahrung durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können
Freiwilligenagentur lokale Vermittlung von Engagementmöglichkeiten
Inklusion gleichberechtigte Teilhabe trotz unterschiedlicher Voraussetzungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Jugendfeuerwehr Katastrophenschutz
Lesepatenschaft Bildung
Mannschaftstraining Sportverein
Biotoppflege Umweltschutz
Sprachcafé Integration
Bürgerinitiative Beteiligung




...


Kreuzworträtsel

Gemeinwohl Worauf ist freiwilliges Engagement im Kern ausgerichtet?
Feuerwehr Welche Hilfsorganisation arbeitet in vielen Orten überwiegend freiwillig?
Verein Welche Organisationsform trägt einen großen Teil des Engagements?
Teilhabe Wie nennt man die Möglichkeit gesellschaftlich mitzumachen?
Solidaritaet Welcher Begriff beschreibt gegenseitige Unterstützung in einer Gemeinschaft?
Nachbarschaft In welchem lokalen Umfeld entstehen oft informelle Hilfsprojekte?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Freiwilliges Engagement ist auf das

ausgerichtet. Der Deutsche Freiwilligensurvey befragt Personen ab

. Im Jahr 2024 lag die Engagementquote bei

. Der größte Engagementbereich ist

. Eine besonders häufige Organisationsform ist der

. Engagement kann gesellschaftliche

ermöglichen. Geregelte Freiwilligendienste unterscheiden sich vom klassischen

. Faire Engagementstrukturen sollen unnötige

abbauen. Digitale Werkzeuge können freiwillige Arbeit bei der

unterstützen. Ehrenamt kann den gesellschaftlichen

stärken.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ehrenamt vor Ort: Suche in Deiner Gemeinde drei unterschiedliche Möglichkeiten für freiwilliges Engagement und beschreibe jeweils Zielgruppe, Aufgabe und Zeitaufwand.
  2. Engagement-Tagebuch: Beobachte eine Woche lang, wo Dir freiwillige Arbeit im Alltag begegnet, und halte mindestens fünf Beispiele mit kurzen Notizen fest.
  3. Medienanalyse: Vergleiche das historische THW-Plakat im aiMOOC mit einer aktuellen Ehrenamtskampagne und beschreibe Unterschiede in Sprache, Bild und Zielgruppe.
  4. Interview: Befrage eine engagierte Person nach Motivation, Aufgaben, schönen Momenten und Schwierigkeiten und fasse das Gespräch anonymisiert zusammen.


Standard

  1. Vereinscheck: Untersuche bei einem Verein, wie Mitglieder mitbestimmen können, und bewerte, welche demokratischen Elemente Du erkennst.
  2. Zugangsbarrieren: Erstelle eine Übersicht dazu, welche Hindernisse Jugendliche, Berufstätige, Eltern, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung beim Engagement erleben könnten, und entwickle Lösungen.
  3. Projektidee: Plane eine kleine freiwillige Aktion für Schule, Nachbarschaft oder Verein mit Ziel, Aufgabenverteilung, Zeitplan, Schutzmaßnahmen und Materialbedarf.
  4. Datenkompetenz: Stelle die Engagementquote von 2019 und 2024 grafisch dar und erkläre, warum aus der Veränderung allein keine Aussage über den gesamten gesellschaftlichen Zusammenhalt folgt.


Schwer

  1. Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Entwickle Kriterien, mit denen man prüfen könnte, ob ein Engagementprojekt tatsächlich Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen baut.
  2. Kommunalpolitik: Recherchiere, wie Deine Kommune Ehrenamt fördert, und formuliere drei begründete Vorschläge für eine gerechtere Engagementpolitik.
  3. Debatte: Bereite eine Pro-und-Contra-Debatte zur Aussage „Ohne Ehrenamt könnte der Staat viele Aufgaben nicht erfüllen“ vor und unterscheide dabei Unterstützung, Ergänzung und staatliche Pflicht.
  4. Forschungsprojekt: Führe eine kleine anonyme Umfrage in einer selbst gewählten Altersgruppe durch, wer sich engagiert und welche Hürden bestehen, und vergleiche Deine Ergebnisse vorsichtig mit dem Freiwilligensurvey.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Verein: Ein Sportverein findet keine neuen Vorstandsmitglieder. Analysiere mögliche Ursachen aus Sicht verschiedener Altersgruppen und entwickle mindestens drei Lösungen, die Beteiligung erleichtern.
  2. Transfer Katastrophenschutz: Nach einem Unwetter helfen viele Menschen spontan. Erkläre, welche Chancen spontane Hilfe bietet und warum Koordination, Ausbildung und professionelle Einsatzleitung trotzdem notwendig sind.
  3. Demokratie und Ehrenamt: Beurteile die Aussage „Jeder Verein stärkt automatisch die Demokratie“ und begründe Deine Position mit Kriterien wie Mitbestimmung, Offenheit und Menschenrechten.
  4. Gerechte Teilhabe: Entwirf ein Konzept, mit dem eine Freiwilligenagentur Menschen mit wenig Zeit, eingeschränkter Mobilität oder geringen finanziellen Möglichkeiten besser erreichen kann.
  5. Dateninterpretation: Die Engagementquote sinkt von 2019 bis 2024. Nenne mehrere mögliche Deutungen und erkläre, welche zusätzlichen Daten Du brauchst, bevor Du politische Schlussfolgerungen ziehst.
  6. Digitales Engagement: Entwickle Regeln für ein digitales Freiwilligenprojekt, das Datenschutz, Barrierefreiheit, respektvolle Kommunikation und verlässliche Zuständigkeiten berücksichtigt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Begriffe: Ehrenamt, freiwilliges Engagement, Zivilgesellschaft, Gemeinwohl und Partizipation unterscheiden und sinnvoll verwenden.
  2. Datenkompetenz: Zentrale Aussagen des Freiwilligensurveys 2024 einordnen und Grenzen statistischer Aussagen benennen.
  3. Zusammenhalt: Erklären, wie Engagement Beziehungen, Beteiligung und gemeinsame Problemlösung fördern kann.
  4. Demokratie: Chancen und Grenzen von Vereinen und Initiativen als Orte demokratischer Mitwirkung beurteilen.
  5. Gerechtigkeit: Zugangsbarrieren erkennen und Vorschläge für inklusivere Engagementstrukturen entwickeln.
  6. Transfer: Ein konkretes Engagementprojekt planen oder eine reale Organisation anhand nachvollziehbarer Kriterien untersuchen.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte