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Digitale Bürgerschaft - Deutschland

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Digitale Bürgerschaft - Deutschland




Digitale Bürgerschaft - Deutschland

Digitale Bürgerschaft bedeutet, sich in einer digital geprägten Gesellschaft kompetent, demokratisch, sicher, respektvoll und verantwortlich zu bewegen. Du bist dabei nicht nur Nutzerin oder Nutzer von Technik. Du informierst Dich, kommunizierst, lernst, arbeitest, kaufst ein, gestaltest Inhalte und beteiligst Dich an gesellschaftlichen Debatten. Deshalb gehören Medienkompetenz, Demokratiebildung, Datenschutz, Informationssicherheit, Menschenrechte und Zivilcourage zusammen.

Für Deutschland ist das Thema besonders eng mit den Grundrechten verbunden. Meinungsfreiheit, Menschenwürde, Persönlichkeitsrechte und der Schutz personenbezogener Daten gelten auch im digitalen Raum. Gleichzeitig eröffnen digitale Medien neue Möglichkeiten der E-Partizipation, etwa durch Online-Petitionen, digitale Beteiligungsplattformen, Schülervertretungen, politische Informationsangebote oder öffentliche Debatten in sozialen Netzwerken.

Der aiMOOC richtet sich an Lernende der Klassen 7 bis 13 sowie an Erwachsene im lebenslangen Lernen. Jüngere Lernende können mit Alltagssituationen, einfachen Faktenchecks und Schutzregeln arbeiten. In höheren Klassen und in der Erwachsenenbildung kannst Du zusätzlich Rechtsfragen, Plattformlogiken, Algorithmen, KI, politische Kommunikation und gesellschaftliche Folgen vertiefen.


Was bedeutet digitale Bürgerschaft?

Der Europarat beschreibt digitale Bürgerschaft als die Fähigkeit, aktiv, kontinuierlich und verantwortlich in Gemeinschaften online und offline teilzunehmen. Dazu gehören Werte, Haltungen, Fähigkeiten, Wissen und kritisches Verstehen. Es geht also nicht nur darum, Geräte bedienen zu können, sondern darum, Technik so zu nutzen und mitzugestalten, dass Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gestärkt werden.

Das Konzept der Digital Citizenship Education ordnet digitale Bürgerschaft in drei große Bereiche: online sein, Wohlergehen online und Rechte online. Dazu gehören zehn Kompetenzfelder: Zugang und Inklusion, Lernen und Kreativität, Medien- und Informationskompetenz, Ethik und Empathie, Gesundheit und Wohlbefinden, digitale Präsenz und Kommunikation, aktive Teilhabe, Rechte und Pflichten, Privatsphäre und Sicherheit sowie Konsumbewusstsein.

Für Dich bedeutet das: Du solltest Informationen prüfen können, bevor Du sie weiterleitest. Du solltest wissen, wie Du Deine Konten schützt, wie Du mit anderen respektvoll diskutierst und wie Du Deine Rechte wahrnimmst. Ebenso wichtig ist, dass Du digitale Angebote nicht nur konsumierst, sondern selbst kreativ, kritisch und gesellschaftlich verantwortlich nutzt.


Demokratie und Meinungsfreiheit im Netz

Digitale Räume sind heute ein wichtiger Teil der politischen Öffentlichkeit. Nachrichten, Kommentare, Videos, Memes, Livestreams und Posts können politische Themen sichtbar machen, Protest organisieren oder Menschen zur Beteiligung motivieren. Gleichzeitig können dieselben technischen Möglichkeiten für Manipulation, Einschüchterung oder gezielte Täuschung genutzt werden.

In Deutschland schützt Artikel 5 des Grundgesetzes die Freiheit, die eigene Meinung in Wort, Schrift und Bild zu äußern und sich aus allgemein zugänglichen Quellen zu informieren. Diese Freiheit ist für eine Demokratie zentral. Sie ist aber nicht grenzenlos: Das Grundgesetz nennt unter anderem allgemeine Gesetze, den Jugendschutz und das Recht der persönlichen Ehre als Schranken. Demokratische Streitkultur bedeutet daher, harte Kritik und Widerspruch auszuhalten, ohne Menschen zu entwürdigen, zu bedrohen oder bewusst falsche Tatsachen als Mittel der Täuschung einzusetzen.

Eine verantwortungsvolle digitale Bürgerin oder ein verantwortungsvoller digitaler Bürger unterscheidet deshalb zwischen Meinung, Tatsachenbehauptung, Satire, Werbung und Desinformation. Nicht jede falsche Aussage ist Desinformation: Der Begriff bezeichnet gezielt verbreitete falsche oder irreführende Informationen mit Täuschungsabsicht. Irrtümer können auch ohne Absicht entstehen.


Digitale Teilhabe und E-Partizipation

Demokratie lebt von Beteiligung. Digitale Werkzeuge können Zugänge erleichtern: Du kannst Informationen des Deutschen Bundestages lesen, öffentliche Petitionen verfolgen, an kommunalen Beteiligungsverfahren teilnehmen, Fragen an Abgeordnete recherchieren oder in der Schule digitale Abstimmungen und Beteiligungsprozesse gestalten. Dabei gilt: Eine hohe Zahl von Klicks oder Likes ist noch keine demokratische Entscheidung. Demokratische Verfahren brauchen nachvollziehbare Regeln, gleiche Beteiligungschancen, Transparenz und den Schutz von Minderheiten.

Digitale Teilhabe setzt außerdem Zugang voraus. Wer kein geeignetes Gerät, keine stabile Internetverbindung, keine barrierefreien Angebote oder zu wenig Medienkompetenz hat, kann ausgeschlossen werden. Deshalb gehört digitale Inklusion zur digitalen Bürgerschaft. Barrierefreiheit, verständliche Sprache, Zugang zu Bildung und Unterstützung bei digitalen Verfahren sind demokratische Fragen.


Soziale Netzwerke, Algorithmen und Aufmerksamkeit

Soziale Netzwerke verbinden Menschen und können neue Perspektiven sichtbar machen. Gleichzeitig entscheiden Plattformen mit technischen Empfehlungssystemen mit darüber, welche Inhalte Nutzerinnen und Nutzer sehen. Solche Systeme berücksichtigen beispielsweise bisherige Interaktionen, Interessen, Sprache, Region oder Ähnlichkeiten zwischen Inhalten. Sie sind nicht neutral: Ihre Gestaltung folgt technischen Entscheidungen, Regeln und oft auch wirtschaftlichen Zielen wie Aufmerksamkeit und Interaktion.

Das bedeutet nicht, dass jede Person automatisch in einer vollständig abgeschlossenen „Filterblase“ lebt. Forschung und politische Medienbildung weisen darauf hin, dass auch Freundeskreise, persönliche Interessen, Mediengewohnheiten und bewusste Auswahl eine große Rolle spielen. Für verantwortungsvolles Handeln ist deshalb entscheidend, Quellenvielfalt aktiv herzustellen: Folge unterschiedlichen seriösen Medien, lies über Schlagzeilen hinaus, prüfe Gegenpositionen und frage, warum Dir ein bestimmter Inhalt gerade angezeigt wird.


Desinformation, Deepfakes und Faktenchecks

Desinformation kann demokratische Meinungsbildung schwächen, wenn falsche Behauptungen gezielt verbreitet werden. Durch generative Künstliche Intelligenz lassen sich Texte, Bilder, Stimmen und Videos schnell erzeugen oder verändern. Ein Deepfake kann echt wirken, obwohl Bild oder Ton manipuliert wurden. Gleichzeitig ist nicht jeder ungewöhnliche oder KI-generierte Inhalt automatisch Täuschung. Entscheidend sind Quelle, Kontext, Absicht und überprüfbare Belege.

Ein guter Faktencheck beginnt nicht mit der Frage „Gefällt mir diese Aussage?“, sondern mit überprüfbaren Schritten. Prüfe zuerst, wer eine Behauptung veröffentlicht hat. Lies den vollständigen Beitrag statt nur Überschrift oder Vorschaubild. Suche nach Datum, Originalquelle, Belegen und unabhängigen Bestätigungen. Bei Bildern kann eine Rückwärtssuche helfen, ältere oder aus dem Zusammenhang gerissene Aufnahmen zu finden. Bei Videos lohnt es sich, nach dem vollständigen Original, nach Schnittstellen, Tonspuren und seriösen Berichten zum Ereignis zu suchen.

Wichtig ist außerdem die eigene Reaktion: Teile ungeprüfte Inhalte nicht weiter, nur weil sie empören oder überraschen. Wenn Du einen Fehler erkennst, korrigiere ihn sichtbar. Wer transparent verbessert, was falsch war, stärkt Vertrauen und Informationsqualität.


Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung

Personenbezogene Daten sind Informationen, die sich auf eine Person beziehen oder mit ihr verknüpft werden können. Dazu können Namen, Standortdaten, Fotos, Gerätekennungen, Suchverläufe oder andere Nutzungsdaten gehören. In Deutschland und der Europäischen Union bildet die Datenschutz-Grundverordnung einen zentralen Rechtsrahmen. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist in Deutschland ein wichtiges Grundrecht und wird aus dem Schutz der Menschenwürde und der freien Entfaltung der Persönlichkeit hergeleitet.

Die DSGVO gibt betroffenen Personen mehrere Rechte. Dazu gehören insbesondere das Recht auf Auskunft über verarbeitete personenbezogene Daten sowie – unter den jeweiligen Voraussetzungen – Rechte auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und Widerspruch. Datenschutz bedeutet deshalb nicht nur „nichts preiszugeben“, sondern bewusst zu entscheiden, welche Daten für welchen Zweck verarbeitet werden sollen.

Praktisch heißt das: Prüfe Berechtigungen von Apps, überlege vor öffentlichen Posts, wer Inhalte später sehen kann, und achte bei Fotos oder Videos auf die Rechte anderer. Ein Screenshot kann weitergegeben werden, auch wenn ein ursprünglicher Beitrag später gelöscht wird. Deine digitale Präsenz besteht daher aus vielen kleinen Entscheidungen.


Kontosicherheit, Phishing und Zwei-Faktor-Authentisierung

Digitale Bürgerschaft braucht Informationssicherheit. Wer Zugriff auf Dein E-Mail-Konto erhält, kann oft weitere Konten zurücksetzen oder übernehmen. Deshalb sind lange, einzigartige Passwörter für verschiedene Dienste sinnvoll. Ein Passwortmanager kann dabei helfen. Wo möglich, erhöht Zwei-Faktor-Authentisierung den Schutz, weil neben dem Passwort ein weiterer Faktor erforderlich ist.

Phishing versucht, Menschen durch gefälschte Nachrichten oder Webseiten zur Preisgabe von Zugangsdaten oder anderen sensiblen Informationen zu bringen. Warnzeichen können ungewöhnlicher Zeitdruck, unerwartete Anhänge, verdächtige Absender, abweichende Webadressen oder die Aufforderung sein, Daten sofort zu bestätigen. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Warnzeichen, sondern die sorgfältige Prüfung des gesamten Zusammenhangs.

Wenn eine Nachricht verdächtig wirkt, öffne die betreffende Organisation nicht über den Link in der Nachricht, sondern rufe die bekannte offizielle Website oder App selbst auf. Halte Geräte und Programme aktuell und sichere wichtige Daten regelmäßig.


Respekt, Zivilcourage und Cybermobbing

Demokratische Kommunikation braucht Regeln des Zusammenlebens. Online fehlen häufig Mimik, Tonfall und unmittelbare Rückmeldungen. Missverständnisse können sich schnell verstärken, und verletzende Inhalte können kopiert und verbreitet werden. Cybermobbing bezeichnet wiederholte oder anhaltende Formen digitaler Schikane, Bloßstellung oder Ausgrenzung. Betroffene brauchen Unterstützung und dürfen nicht allein gelassen werden.

Digitale Zivilcourage kann bedeuten, Betroffenen beizustehen, beleidigende oder bedrohliche Inhalte zu melden, nicht beim Weiterverbreiten mitzumachen und sachlich Grenzen zu setzen. Bei ernsthaften Bedrohungen sollten Beweise gesichert und vertrauenswürdige Erwachsene, Beratungsstellen, Schule oder zuständige Behörden einbezogen werden. Nicht jede verletzende Äußerung ist automatisch strafbar, aber persönliche Angriffe können Rechte verletzen und müssen nicht hingenommen werden.


Plattformregeln, DSA und Nutzerrechte

Neben nationalem Recht prägt der europäische Digital Services Act den digitalen Raum. Er enthält Pflichten für digitale Dienste und stärkt Transparenz- und Beschwerdemöglichkeiten. In Deutschland ist die Bundesnetzagentur als Digital Services Coordinator eine zentrale Anlaufstelle für Beschwerden über mögliche Verstöße gegen DSA-Pflichten. Das Digitale-Dienste-Gesetz regelt nationale Zuständigkeiten und die Durchsetzung in Deutschland mit.

Für Dich ist wichtig, zwischen drei Ebenen zu unterscheiden: Gesetze bestimmen, was rechtlich erlaubt oder verboten ist. Plattformregeln legen zusätzlich fest, welche Inhalte ein Dienst nach seinen Nutzungsbedingungen zulässt. Eigene ethische Maßstäbe gehen oft noch weiter und fragen, ob ein Verhalten fair, respektvoll und demokratisch verantwortlich ist. Etwas kann also unhöflich oder schädlich sein, ohne automatisch strafbar zu sein.


Konsumbewusstsein und digitale Selbstbestimmung

Digitale Angebote sind häufig mit Werbung, Abonnements, In-App-Käufen, personalisierten Empfehlungen oder Datennutzung verbunden. Deshalb gehört auch Konsumbewusstsein zur digitalen Bürgerschaft. Prüfe, ob Werbung als solche erkennbar ist, welche Kosten nach einer Testphase entstehen, welche Daten für Personalisierung verwendet werden und ob ein Interface Dich durch sogenannte Dark Patterns zu einer Entscheidung drängt.

Verantwortungsvolles Handeln bedeutet hier, nicht nur auf den Preis zu schauen. Frage auch: Welche Daten gebe ich ab? Kann ich kündigen? Ist eine Alternative datensparsamer? Werden Kinder oder Jugendliche besonders zum Kauf gedrängt? Werden Empfehlungen transparent erklärt? Solche Fragen verbinden Verbraucherbildung, Datenschutz und Medienkompetenz.


Wohlbefinden und gesunde Mediennutzung

Digitale Medien können Lernen, Freundschaft, Kreativität und Teilhabe fördern. Gleichzeitig kann ständige Erreichbarkeit Stress erzeugen. Verantwortungsvolles Handeln schließt deshalb das eigene Wohlbefinden ein. Achte auf Schlaf, Konzentration, Pausen, Bewegung und darauf, ob Benachrichtigungen Deine Aufmerksamkeit stärker steuern, als Du möchtest.

Gesunde Mediennutzung bedeutet nicht, eine einzige ideale Bildschirmzeit für alle festzulegen. Wichtig sind Situation, Inhalt, Alter, persönliche Bedürfnisse und Auswirkungen. Eine Stunde kreatives gemeinsames Arbeiten ist anders zu bewerten als eine Stunde ununterbrochenes Scrollen, das Dich erschöpft. Ziel ist Selbststeuerung statt bloßer Verbote.


Ein Entscheidungsmodell für verantwortungsvolles Online-Handeln

Bevor Du postest, teilst, kommentierst oder meldest, kannst Du fünf Fragen nutzen: Ist es wahr oder ausreichend geprüft? Ist es rechtmäßig? Ist es fair gegenüber Betroffenen? Ist es sicher für mich und andere? Trägt es zu einer konstruktiven digitalen Öffentlichkeit bei? Nicht jede Situation lässt sich eindeutig beantworten. Gerade dann ist es sinnvoll, Quellen zu prüfen, Rat einzuholen und Folgen abzuwägen.

Digitale Bürgerschaft ist deshalb kein abgeschlossenes Schulwissen. Technik, Plattformen und Regeln verändern sich. Entscheidend ist die Fähigkeit, neue Situationen selbstständig zu beurteilen. Wer lebenslang lernt, kann digitale Räume nicht nur sicherer nutzen, sondern demokratisch mitgestalten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt digitale Bürgerschaft am besten? (Kompetent und verantwortlich an digitaler Gesellschaft teilnehmen) (!Nur möglichst viele digitale Geräte besitzen) (!Nur soziale Netzwerke täglich nutzen) (!Nur technische Probleme selbst lösen)




Welches Grundrecht schützt in Deutschland die Meinungsfreiheit? (Artikel 5 des Grundgesetzes) (!Artikel 20 der DSGVO) (!Artikel 1 des Digital Services Act) (!Artikel 7 des Schulgesetzes)




Welche drei Bereiche nutzt der Europarat für Digital Citizenship Education? (Online sein Wohlergehen online Rechte online) (!Schule Arbeit Freizeit) (!Hardware Software Cloud) (!Lesen Schreiben Rechnen)




Was kennzeichnet Desinformation? (Gezielte Täuschung durch falsche oder irreführende Information) (!Jeder unbeabsichtigte Tippfehler) (!Jede persönliche Meinung) (!Jede satirische Darstellung)




Was ist ein sinnvoller erster Schritt beim Faktencheck? (Quelle und Urheber der Behauptung prüfen) (!Die Nachricht sofort an Freunde weiterleiten) (!Nur die Überschrift lesen) (!Die Zahl der Likes als Beweis verwenden)




Welches Recht gibt Artikel 15 DSGVO betroffenen Personen? (Auskunft über verarbeitete personenbezogene Daten) (!Kostenlosen Internetzugang) (!Automatische Löschung aller Beiträge) (!Anonyme Teilnahme an jeder Plattform)




Wozu dient Zwei-Faktor-Authentisierung? (Sie ergänzt den Login um einen weiteren Sicherheitsfaktor) (!Sie ersetzt jede Form von Datenschutz) (!Sie macht Softwareupdates überflüssig) (!Sie verhindert jede Form von Desinformation)




Was beeinflusst häufig die Auswahl von Inhalten in sozialen Netzwerken? (Empfehlungssysteme und bisherige Interaktionen) (!Nur die Uhrzeit des Sonnenaufgangs) (!Nur die Bildschirmgröße) (!Nur die alphabetische Reihenfolge)




Was ist bei Cybermobbing eine verantwortungsvolle Reaktion? (Betroffene unterstützen Inhalte dokumentieren und Hilfe holen) (!Verletzende Inhalte weiterverbreiten) (!Die betroffene Person öffentlich beschuldigen) (!Das Problem grundsätzlich ignorieren)




Welche Stelle übernimmt in Deutschland die Rolle des Digital Services Coordinator? (Bundesnetzagentur) (!Bundesbank) (!Bundesarchiv) (!Deutscher Wetterdienst)





Memory

Meinungsfreiheit Artikel 5 GG
Datenschutz Kontrolle personenbezogener Daten
Zwei-Faktor-Authentisierung Zusätzliche Login-Sicherung
Desinformation Absichtliche Täuschung
Faktencheck Quellen systematisch prüfen
Gegenrede Respektvoll widersprechen
E-Partizipation Digitale demokratische Beteiligung
Digitaler Fußabdruck Datenspuren im Netz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quellenvergleich Informationskompetenz
Melden und Blockieren Schutz bei Cybermobbing
Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren Kontosicherheit
Privatsphäre-Einstellungen prüfen Datenschutz
Sachlich widersprechen Digitale Zivilcourage
Petitionen recherchieren Digitale Teilhabe




...


Kreuzworträtsel

Demokratie Welche Staats- und Lebensform braucht informierte Beteiligung und freien Meinungsaustausch?
Datenschutz Welcher Begriff bezeichnet den Schutz personenbezogener Daten?
Faktencheck Wie heißt die systematische Prüfung einer Behauptung anhand von Quellen?
Privatsphäre Wie heißt der persönliche Bereich, über dessen Zugänglichkeit Du möglichst selbst bestimmen solltest?
Phishing Wie heißt der Betrugsversuch mit gefälschten Nachrichten oder Webseiten zur Datenerbeutung?
Zivilcourage Wie nennt man mutiges und verantwortungsvolles Eintreten für andere und demokratische Regeln?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Digitale Bürgerschaft verbindet technische Fähigkeiten mit demokratischer

.
Die Freiheit, die eigene Meinung zu äußern, wird in Deutschland besonders durch Artikel

des Grundgesetzes geschützt.
Gezielt verbreitete falsche oder irreführende Informationen mit Täuschungsabsicht heißen

.
Beim Prüfen einer Behauptung solltest Du zuerst die

untersuchen.
Das Recht auf Auskunft über verarbeitete personenbezogene Daten ist Teil der

.
Ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor beim Login heißt Zwei-Faktor-

.
Gefälschte Nachrichten zur Erbeutung von Zugangsdaten werden häufig als

bezeichnet.
Wer Betroffenen beisteht und respektvoll gegen digitale Angriffe einschreitet, zeigt

.
Digitale politische Beteiligung über Online-Werkzeuge wird als E-

bezeichnet.
Die deutsche Anlaufstelle für Beschwerden zu möglichen DSA-Verstößen ist die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Netiquette: Formuliere fünf Regeln für einen Klassenchat, die Meinungsfreiheit, Respekt und Datenschutz miteinander verbinden.
  2. Faktencheck: Suche eine aktuelle Behauptung aus einem sozialen Netzwerk und dokumentiere in vier Schritten, wie Du Quelle, Datum, Belege und Gegenquellen überprüfst.
  3. Digitaler Fußabdruck: Zeichne eine Karte möglicher Datenspuren, die bei einem typischen Schultag mit Smartphone entstehen können.
  4. Passwortsicherheit: Erstelle ein Lernplakat, das erklärt, warum einzigartige Passwörter, Passwortmanager und Zwei-Faktor-Authentisierung zusammengehören.


Standard

  1. Desinformation: Vergleiche zwei Beiträge zum gleichen politischen Thema und analysiere Sprache, Quellen, Bildauswahl und mögliche Absichten.
  2. Cybermobbing: Entwickle für Deine Schule einen Handlungsplan mit den Stationen Wahrnehmen, Dokumentieren, Unterstützen, Melden und Nachsorge.
  3. E-Partizipation: Recherchiere ein digitales Beteiligungsangebot Deiner Gemeinde, Deines Bundeslandes oder des Bundestages und bewerte Zugänglichkeit, Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten.
  4. Algorithmen: Beobachte eine Woche lang, welche Themen Dir eine Plattform empfiehlt, und protokolliere, welche eigenen Interaktionen die Auswahl beeinflusst haben könnten.


Schwer

  1. Digital Services Act: Untersuche an einem konkreten Plattformbeispiel, welche Melde-, Begründungs- oder Beschwerdemöglichkeiten für Nutzende sichtbar sind, und bewerte ihre Verständlichkeit.
  2. Künstliche Intelligenz: Erstelle ein Erklärvideo darüber, wie Deepfakes demokratische Meinungsbildung beeinflussen können und welche Prüfstrategien sinnvoll sind.
  3. Digitale Inklusion: Führe ein Interview mit einer Person aus Schule, Beruf oder Seniorenbildung über Hürden digitaler Teilhabe und entwickle daraus Verbesserungsvorschläge.
  4. Digitale Ethik: Entwirf einen Kodex für eine demokratische Online-Community und begründe, wie Meinungsfreiheit, Schutz vor Angriffen, Transparenz, Datenschutz und faire Moderation ausbalanciert werden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Plattformlogik: Erkläre an einem Beispiel, wie Empfehlungssysteme, wirtschaftliche Interessen und persönliche Medienwahl gemeinsam beeinflussen können, welche politischen Inhalte jemand sieht.
  2. Grundrechte im Netz: Analysiere einen fiktiven Konflikt zwischen Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrechten und begründe, welche Informationen Du für eine faire Bewertung zusätzlich benötigen würdest.
  3. Desinformation und Demokratie: Entwickle ein Szenario, in dem ein manipulierter Inhalt kurz vor einer Wahl verbreitet wird. Zeige, welche Akteure sinnvoll reagieren können und welche Risiken durch vorschnelles Teilen entstehen.
  4. Datenschutz und Teilhabe: Beurteile, ob eine digitale Beteiligungsplattform möglichst viele personenbezogene Daten verlangen sollte. Begründe Deine Position mit Demokratie-, Sicherheits- und Datenschutzargumenten.
  5. Digitale Zivilcourage: Entwirf eine Reaktionsstrategie auf einen eskalierenden Klassenchat, die Betroffene schützt, Beweise sichert und trotzdem Raum für sachliche Auseinandersetzung lässt.
  6. Lebenslanges Lernen: Übertrage die Grundsätze digitaler Bürgerschaft auf einen Arbeitsplatz oder Verein und zeige, welche Kompetenzen dort besonders wichtig werden.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben kannst, sondern verantwortungsvolle Entscheidungen begründest. Ein guter Lernnachweis zeigt, dass Du Quellen kritisch prüfst, zwischen Meinung und überprüfbarer Behauptung unterscheidest, Grundrechte und Datenschutz einordnest, Sicherheitsmaßnahmen anwendest, demokratische Beteiligungsmöglichkeiten kennst und auf problematische Kommunikation konstruktiv reagieren kannst. Besonders aussagekräftig sind dokumentierte Faktenchecks, Fallanalysen, Medienprodukte, Beteiligungsprojekte oder Reflexionen, in denen Du Entscheidungen nachvollziehbar begründest.




OERs zum Thema

  1. Europarat: Handbuch Digital Citizenship Education
  2. Europarat: Digital Citizenship Education
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Digitalisierte Demokratie
  4. bpb: Politische Medienbildung
  5. BfDI: Das Recht auf Auskunft nach Artikel 15 DSGVO
  6. Bundesnetzagentur: Digital Services Act und Digital Services Coordinator
  7. klicksafe: Fakten checken
  8. Gesetze im Internet: Artikel 5 Grundgesetz


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