Zum Inhalt springen

Digitale Überwachung - Ethik

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Digitale Überwachung - Ethik



Digitale Überwachung - Ethik


Einleitung

Digitale Überwachung bedeutet, dass Daten über Menschen technisch erfasst, gespeichert, verknüpft oder ausgewertet werden. Das geschieht durch Staaten, Unternehmen, Schulen, Plattformen und Privatpersonen.

Im Fach Ethik fragst Du nicht nur: Was ist technisch möglich? Du fragst vor allem: Was ist moralisch vertretbar?

Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Sicherheit, Privatsphäre, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Verantwortung.


Leitfrage

Wie viel digitale Überwachung darf eine Gesellschaft einsetzen, um Sicherheit oder Bequemlichkeit zu gewinnen, ohne Freiheit und Menschenwürde zu verletzen?


Formen digitaler Überwachung

Form Beispiel Ethische Frage
Videoüberwachung Kameras im öffentlichen Raum Werden alle Menschen ohne konkreten Verdacht beobachtet?
Standortüberwachung GPS-Daten eines Smartphones Wer darf Bewegungsprofile erstellen?
Online-Tracking Cookies, Apps und Werbenetzwerke Ist eine Zustimmung wirklich freiwillig und verständlich?
Biometrische Überwachung Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung Wie schwer wiegen Fehlzuordnungen und Diskriminierung?
Profiling Automatische Verhaltens- und Risikoprofile Darf ein Algorithmus Menschen bewerten oder vorhersagen?
Kommunikationsüberwachung Auswertung von Nachrichten oder Metadaten Wie bleibt vertrauliche Kommunikation geschützt?


Daten als Spuren

Dein Smartphone kann Standortdaten, Suchanfragen, Kontakte, Nutzungszeiten und Geräteinformationen erzeugen. Einzelne Daten wirken oft harmlos. Durch ihre Verbindung können jedoch genaue Profile entstehen.

Merksatz: Nicht nur der Inhalt einer Nachricht ist aussagekräftig. Auch Zeitpunkt, Ort, Dauer und Kontakte können viel über einen Menschen verraten.


Warum wird überwacht?

Überwachung kann unterschiedliche Ziele haben:

  1. Sicherheit: Gefahren verhindern und Straftaten aufklären
  2. Organisation: Zugänge, Anwesenheit oder Verkehrsströme steuern
  3. Wirtschaft: Werbung personalisieren und Verhalten vorhersagen
  4. Fürsorge: Schutzbedürftige Menschen oder medizinische Werte beobachten
  5. Macht: Verhalten kontrollieren, einschüchtern oder politische Gegner verfolgen

Ein guter Zweck macht nicht automatisch jedes Mittel moralisch richtig.


Der ethische Grundkonflikt

Wert Möglicher Nutzen Mögliche Gefährdung
Sicherheit Gefahren können früher erkannt werden. Dauerüberwachung kann unverhältnismäßig werden.
Freiheit Menschen können sich geschützt bewegen. Beobachtung kann Verhalten hemmen.
Privatsphäre Vertrauliche Lebensbereiche bleiben geschützt. Daten können ohne Wissen gesammelt werden.
Gerechtigkeit Gleiche Regeln können für alle gelten. Fehlerhafte Systeme können Gruppen benachteiligen.
Autonomie Menschen treffen eigene Entscheidungen. Profile können Entscheidungen beeinflussen oder vorwegnehmen.
Menschenwürde Jeder Mensch wird als selbstbestimmte Person geachtet. Menschen können zu Datensätzen und Risikowerten reduziert werden.


Der Chilling Effect

Wer sich ständig beobachtet fühlt, kann vorsichtiger sprechen, weniger protestieren oder ungewöhnliche Interessen verbergen. Diese Verhaltensänderung wird als Chilling Effect bezeichnet.

Das Problem besteht auch dann, wenn niemand direkt bestraft wird: Schon die Erwartung möglicher Beobachtung kann Freiheit einschränken.


Das Panoptikon als Denkmodell

Das Panoptikon ist ein Gefängnisentwurf von Jeremy Bentham. Eine zentrale Beobachtungsstelle sollte viele Gefangene sehen können. Die Gefangenen wussten jedoch nicht, wann sie tatsächlich beobachtet wurden.

Das Modell hilft, digitale Überwachung zu verstehen: Menschen können ihr Verhalten anpassen, weil Beobachtung jederzeit möglich erscheint.

Diskussionsfrage: Ist eine unsichtbare digitale Beobachtung mächtiger als eine sichtbare Kamera?


Philosophische Perspektiven

Ansatz Prüffrage zur Überwachung
Utilitarismus Erzeugt die Maßnahme insgesamt mehr Nutzen als Schaden?
Deontologische Ethik Achtet die Maßnahme Rechte und Menschenwürde unabhängig vom Nutzen?
Verantwortungsethik Welche langfristigen und unbeabsichtigten Folgen sind zu erwarten?
Diskursethik Könnten alle Betroffenen einer fairen und offenen Regel zustimmen?
Tugendethik Fördert die Maßnahme Vertrauen, Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein?


Nutzen und Grenzen

Ein utilitaristisches Argument kann Überwachung erlauben, wenn sie viele Menschen wirksam schützt. Dabei müssen aber auch Fehlalarme, Angst, Machtmissbrauch und Freiheitsverluste berücksichtigt werden.

Eine pflichtenethische Sicht betont, dass Menschen niemals nur als Mittel behandelt werden dürfen. Heimliche oder grenzenlose Datensammlung kann deshalb auch dann problematisch sein, wenn sie nützlich erscheint.


Informationelle Selbstbestimmung

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung schützt die Möglichkeit, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung personenbezogener Daten mitzuentscheiden. In Deutschland wird es aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und der Menschenwürde hergeleitet.

Wichtige Datenschutzprinzipien sind:

  1. Transparenz: Betroffene sollen verstehen, welche Daten verarbeitet werden.
  2. Zweckbindung: Daten sollen nur für festgelegte Zwecke genutzt werden.
  3. Datenminimierung: Es sollen nur notwendige Daten erhoben werden.
  4. Speicherbegrenzung: Daten sollen nicht länger als erforderlich gespeichert werden.
  5. Sicherheit: Daten müssen gegen unbefugten Zugriff geschützt werden.
  6. Verantwortlichkeit: Verantwortliche müssen die Einhaltung der Regeln nachweisen können.


Gesichtserkennung und algorithmische Bewertung

Gesichtserkennung vergleicht biometrische Merkmale mit gespeicherten Daten. Fehler können dazu führen, dass Menschen falsch erkannt, verdächtigt oder ausgeschlossen werden.

Bei algorithmischen Bewertungen stellt sich zusätzlich die Frage, ob Trainingsdaten Vorurteile enthalten. Ein System kann technisch einheitlich arbeiten und trotzdem ungerechte Folgen erzeugen.


Ethische Prüffragen

Prüffrage Bedeutung
Zweck Welches konkrete Problem soll gelöst werden?
Notwendigkeit Gibt es ein weniger eingreifendes Mittel?
Verhältnismäßigkeit Steht der Eingriff in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen?
Transparenz Wissen Betroffene, was geschieht?
Fairness Werden Gruppen unterschiedlich stark belastet?
Kontrolle Können Fehler geprüft und Entscheidungen angefochten werden?
Löschung Wann werden die Daten zuverlässig entfernt?


Fallbeispiel Schule

Eine Schule möchte Gesichtserkennung am Eingang einsetzen. Das System soll Anwesenheit prüfen und fremde Personen erkennen.

Mögliche Vorteile: schneller Zugang, automatische Anwesenheitslisten und ein Sicherheitsgefühl.

Mögliche Probleme: biometrische Datensammlung, Fehlzuordnungen, Überwachungsdruck, unklare Freiwilligkeit und Gewöhnung an Kontrolle.

Urteilsfrage: Reicht ein Sicherheitsgewinn aus, um biometrische Daten aller Schülerinnen und Schüler zu verarbeiten?


Methode zur ethischen Urteilsbildung

  1. Sachanalyse: Beschreibe Technik, Daten und Beteiligte.
  2. Werteanalyse: Benenne betroffene Werte und Rechte.
  3. Folgenanalyse: Untersuche Nutzen, Schäden und Risiken.
  4. Alternativenprüfung: Suche weniger eingreifende Lösungen.
  5. Urteil: Begründe eine Regel mit klaren Kriterien.


Überwachung durch Unternehmen

Viele digitale Dienste finanzieren sich durch Werbung oder Datenanalyse. Aus Klicks, Aufenthaltsdauer, Standort und Kontakten können Interessenprofile entstehen.

Die ethische Frage lautet nicht nur, ob Nutzende zugestimmt haben. Entscheidend ist auch, ob die Auswahl verständlich, freiwillig und ohne Nachteile möglich war.


Staatliche Überwachung

Staatliche Stellen können Überwachung zur Gefahrenabwehr oder Strafverfolgung einsetzen. In einem Rechtsstaat müssen solche Eingriffe gesetzlich begrenzt, kontrollierbar und verhältnismäßig sein.

Besonders kritisch ist anlasslose Massenüberwachung, weil viele unverdächtige Menschen erfasst werden. Demokratische Kontrolle, unabhängige Gerichte und wirksame Beschwerdemöglichkeiten sind deshalb zentral.


Das Argument „Ich habe nichts zu verbergen“

Das Argument übersieht, dass Privatsphäre nicht nur Geheimnisse schützt. Sie ermöglicht persönliche Entwicklung, vertrauliche Gespräche, politische Meinungsbildung und ein Leben ohne ständige Rechtfertigung.

Außerdem kann sich verändern, wer Daten auswertet, wie Daten verbunden werden und welche Regeln künftig gelten.


Verantwortlicher Umgang

Digitale Selbstverteidigung löst gesellschaftliche Probleme nicht allein. Sie kann aber helfen:

  1. Datenschutz-Einstellungen prüfen und App-Berechtigungen begrenzen
  2. unnötige Standortfreigaben und personalisierte Werbung deaktivieren
  3. sichere Passwörter und Mehrfaktor-Anmeldung verwenden
  4. vor dem Teilen fremder Bilder oder Daten um Erlaubnis fragen
  5. in Schule und Gesellschaft transparente Regeln einfordern
  6. Überwachungsmaßnahmen regelmäßig auf Notwendigkeit prüfen


Kurzfazit

Digitale Überwachung kann Sicherheit, Komfort und Organisation unterstützen. Sie kann aber auch Freiheit, Privatsphäre, Gerechtigkeit und Demokratie gefährden.

Eine ethisch vertretbare Maßnahme braucht einen klaren Zweck, möglichst wenige Daten, Transparenz, Kontrolle, Schutz vor Diskriminierung und eine begrenzte Dauer.

Leitgedanke: Nicht alles, was Daten sichtbar machen, sollte auch beobachtet, gespeichert oder bewertet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kennzeichnet digitale Überwachung? (Technische Erfassung oder Auswertung von Daten über Menschen) (!Ausschließlich das Beobachten mit Ferngläsern) (!Nur freiwillig veröffentlichte Schulnoten) (!Jede Form persönlicher Erinnerung)




Welcher Konflikt steht häufig im Mittelpunkt der Überwachungsethik? (Sicherheit und Freiheit) (!Geschwindigkeit und Lautstärke) (!Farbe und Form) (!Sport und Ernährung)




Was bedeutet Datenminimierung? (Nur notwendige Daten erheben) (!Alle verfügbaren Daten dauerhaft speichern) (!Daten möglichst oft kopieren) (!Daten ohne Zweck weitergeben)




Was schützt informationelle Selbstbestimmung? (Mitentscheidung über die Verwendung eigener personenbezogener Daten) (!Ein Recht auf unbegrenzte Datensammlung) (!Die Pflicht zur Veröffentlichung privater Nachrichten) (!Automatische Zustimmung zu jeder App)




Was beschreibt der Chilling Effect? (Menschen ändern ihr Verhalten, weil sie sich beobachtet fühlen) (!Kameras funktionieren bei Kälte schlechter) (!Daten werden automatisch gelöscht) (!Werbung wird vollständig abgeschaltet)




Welches Risiko besteht bei Gesichtserkennung? (Fehlzuordnungen können Menschen ungerecht belasten) (!Jedes Bild wird automatisch anonym) (!Biometrische Systeme benötigen niemals Daten) (!Gesichtserkennung verhindert jede Diskriminierung)




Welche Frage stellt der Utilitarismus? (Ob der Gesamtnutzen die Schäden überwiegt) (!Ob eine Regel besonders alt ist) (!Ob eine Kamera teuer aussieht) (!Ob alle Daten öffentlich sind)




Was betont die deontologische Ethik? (Rechte und Menschenwürde setzen Grenzen) (!Nur die technische Leistung zählt) (!Jede nützliche Maßnahme ist automatisch erlaubt) (!Mehr Daten führen immer zu mehr Gerechtigkeit)




Was bedeutet Verhältnismäßigkeit? (Ein Eingriff darf nicht stärker sein als für den Zweck erforderlich) (!Jede Überwachung muss dauerhaft stattfinden) (!Der Zweck einer Maßnahme ist unwichtig) (!Betroffene dürfen niemals informiert werden)




Welche Schulregel wäre ethisch besonders verantwortungsvoll? (Überwachung nur bei klarem Zweck, kurzer Speicherung und unabhängiger Kontrolle) (!Alle Lernenden werden jederzeit heimlich gefilmt) (!Biometrische Daten werden unbegrenzt gespeichert) (!Fehlerhafte Entscheidungen können nicht angefochten werden)





Memory

Informationelle Selbstbestimmung Mitentscheidung über eigene personenbezogene Daten
Datenminimierung Erhebung nur notwendiger Informationen
Transparenz Verständliche Auskunft über Datenverarbeitung
Verhältnismäßigkeit Angemessenes Verhältnis zwischen Eingriff und Zweck
Profiling Automatische Bildung eines Verhaltensprofils
Chilling Effect Verhaltensänderung durch gefühlte Beobachtung
Anonymisierung Entfernung des Personenbezugs





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kamera Bildaufzeichnung
GPS Standortbestimmung
Cookie Wiedererkennung im Internet
Fingerabdruck Biometrisches Merkmal
Algorithmus Automatische Datenauswertung




...


Kreuzworträtsel

Privatsphäre Welcher geschützte Lebensbereich ermöglicht Rückzug und vertrauliche Kommunikation?
Transparenz Wie heißt das Prinzip, nach dem Datenverarbeitung verständlich erklärt werden soll?
Profiling Wie nennt man die automatische Erstellung eines Verhaltens- oder Interessenprofils?
Panoptikon Welches Denkmodell beschreibt mögliche ständige Beobachtung aus einer zentralen Stelle?
Autonomie Wie heißt die Fähigkeit, selbstbestimmt zu entscheiden?
Datenminimierung Welches Prinzip fordert die Erhebung nur notwendiger Daten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Digitale Überwachung erfasst oder analysiert Daten über

. Das Recht auf

schützt die Mitentscheidung über personenbezogene Daten. Der Grundsatz der

verlangt, nur notwendige Informationen zu erheben. Eine Maßnahme ist

, wenn ihr Eingriff nicht stärker als erforderlich ist. Der

beschreibt Verhaltensänderungen durch gefühlte Beobachtung. Bei der Gesichtserkennung können fehlerhafte Zuordnungen zu

führen. Der Utilitarismus vergleicht Nutzen und

. Eine verantwortliche Überwachung benötigt Transparenz, Kontrolle und eine klare

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Datenspuren-Tagebuch: Notiere einen Tag lang, welche digitalen Dienste Daten über Dich erzeugen könnten, ohne private Inhalte aufzuschreiben.
  2. Kamera-Safari: Suche im Schulumfeld sichtbare Kameras und dokumentiere Zweck, Hinweiszeichen und mögliche Alternativen.
  3. Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat zu Privatsphäre, Sicherheit, Freiheit und Datenminimierung.
  4. App-Prüfung: Untersuche die Berechtigungen einer App und begründe, welche davon notwendig erscheinen.


Standard

  1. Ethik-Debatte: Diskutiert, ob Videoüberwachung auf dem Schulhof erlaubt sein sollte, und verteilt feste Rollen.
  2. Interview: Befrage eine erwachsene Person dazu, wann Überwachung Schutz bietet und wann sie zu weit geht.
  3. Nachrichtenanalyse: Untersuche einen aktuellen Bericht über digitale Überwachung anhand der Kriterien Zweck, Nutzen, Risiko und Kontrolle.
  4. Informationskampagne: Entwickle kurze Hinweise für einen verantwortungsvollen Umgang mit Standortdaten.


Schwer

  1. Schulordnung Datenschutz: Entwirf Regeln für Kameras, Lernplattformen und Anwesenheitsdaten an einer Schule.
  2. Theorienvergleich: Beurteile Gesichtserkennung aus utilitaristischer, pflichtenethischer und verantwortungsethischer Sicht.
  3. Kurzfilm: Produziere einen Film über eine Person, deren Verhalten sich durch ständige Beobachtung verändert.
  4. Zukunftsrat: Entwickle ein demokratisches Prüfverfahren für neue Überwachungstechnologien in einer fiktiven Stadt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Gesichtserkennung an Schulen: Beurteile das Fallbeispiel mit den Kriterien Notwendigkeit, Verhältnismäßigkeit, Transparenz und Fairness.
  2. Sicherheit ohne Dauerüberwachung: Entwickle zwei weniger eingreifende Alternativen zu einer flächendeckenden Kameraüberwachung.
  3. Ungerechter Algorithmus: Erkläre, wie scheinbar neutrale Daten zu diskriminierenden Ergebnissen führen können.
  4. Nichts zu verbergen: Widerlege oder verteidige das Argument mit mindestens zwei ethischen Gründen.
  5. Unternehmensprofil: Entscheide, welche Daten ein kostenloser Dienst nutzen dürfte, und formuliere klare Grenzen.
  6. Demokratische Kontrolle: Entwirf ein Verfahren, mit dem Bürgerinnen und Bürger eine staatliche Überwachungsmaßnahme überprüfen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Formen und Akteure digitaler Überwachung unterscheiden kannst.
  2. Konflikte zwischen Freiheit, Sicherheit, Privatsphäre und Gerechtigkeit erkennst.
  3. Datenminimierung, Transparenz und Verhältnismäßigkeit erklären kannst.
  4. den Chilling Effect und Risiken algorithmischer Diskriminierung verstehst.
  5. mindestens zwei ethische Ansätze auf ein Fallbeispiel anwendest.
  6. Alternativen zu stark eingreifenden Maßnahmen entwickelst.
  7. ein begründetes eigenes Urteil formulierst und Gegenargumente berücksichtigst.




OERs zum Thema


Quellen und Vertiefung

  1. BfDI: Grundlagen des Datenschutzrechts
  2. Datenschutz-Grundverordnung
  3. Wikipedia: Überwachung
  4. Wikipedia: Informationelle Selbstbestimmung



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen