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Der Zweite Weltkrieg - Geschichte

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Der Zweite Weltkrieg - Geschichte




Der Zweite Weltkrieg - Geschichte

Studienfach Geschichte
Niveau Oberstufe, Ausbildung und Studium
Zeitlicher Schwerpunkt 1931/1937 bis 1945, mit Folgen bis in die Gegenwart
Räumlicher Schwerpunkt Europa, Nordafrika, Asien und Pazifik
Leitfrage Wie verbanden sich Ideologie, Herrschaft, militärische Gewalt, Besatzung und Völkermord zu einem globalen Krieg?


Einleitung

Der Zweite Weltkrieg war ein globaler Krieg, der in Europa mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann und 1945 mit der Kapitulation des Deutschen Reiches sowie des Japanischen Kaiserreiches endete.[1] In Ostasien reicht die Vorgeschichte des Weltkriegs mindestens bis zur japanischen Besetzung der Mandschurei 1931 und zum Beginn des umfassenden Japanisch-Chinesischen Krieges 1937 zurück. Die genaue Periodisierung hängt deshalb von der gewählten europäischen, asiatischen oder globalhistorischen Perspektive ab.

Der Krieg war zugleich Angriffskrieg, Besatzungsherrschaft, Vernichtungskrieg, Industrie- und Ressourcenkrieg, Luftkrieg, Seekrieg und Bürgerkriegskonstellation. Er war eng mit dem Holocaust, dem Völkermord an den europäischen Juden, sowie mit der Verfolgung und Ermordung weiterer Gruppen verbunden. Etwa 60 bis 70 Millionen Menschen starben; die Mehrzahl der Opfer waren Zivilistinnen und Zivilisten.[2]

Dieser aiMOOC betrachtet militärische Abläufe nicht isoliert. Du untersuchst, wie Nationalsozialismus, Faschismus, Imperialismus, Rassismus, staatliche Bürokratien, wirtschaftliche Interessen, technische Entwicklungen und individuelle Entscheidungen zusammenwirkten. Außerdem lernst Du, zwischen Fakten, Deutungen, Propaganda, Erinnerung und geschichtspolitischen Interessen zu unterscheiden.

Hinweis zum sensiblen Inhalt: Der Kurs behandelt Krieg, Massenverbrechen, Verfolgung und Völkermord. Die ausgewählten Medien dienen der historischen Aufklärung. Gehe respektvoll mit Opferzeugnissen um und vermeide eine rein schockorientierte Darstellung.


Lernziele

Nach der Bearbeitung des Kurses kannst Du historische Entwicklungen nicht nur wiedergeben, sondern auch analysieren, vergleichen und beurteilen.

Kompetenzbereich Du kannst ...
Sachkompetenz Ursachen, Akteure, Kriegsphasen, Schauplätze, Herrschaftsformen und Folgen in einen globalen Zusammenhang einordnen.
Methodenkompetenz Karten, Fotografien, Filme, Reden, Statistiken, Tagebücher und Verwaltungsquellen quellenkritisch untersuchen.
Urteilskompetenz Handlungsspielräume, Verantwortlichkeiten, strategische Entscheidungen und erinnerungskulturelle Deutungen anhand transparenter Kriterien beurteilen.
Orientierungskompetenz Bezüge zu Menschenrechten, Völkerrecht, Demokratie, Friedenssicherung und gegenwärtiger Geschichtspolitik herstellen.
Wissenschaftliches Arbeiten Eine präzise Fragestellung entwickeln, Forschungsliteratur auswerten, Belege korrekt nachweisen und zwischen Quelle und Darstellung unterscheiden.


Periodisierung und globaler Rahmen

Die geläufige Datierung 1939 bis 1945 folgt einer europäischen Perspektive: Der deutsche Angriff auf Polen löste den Krieg zwischen dem Deutschen Reich, Großbritannien und Frankreich aus. Aus globalhistorischer Sicht begann die Eskalation früher. Japan errichtete 1932 den abhängigen Staat Mandschukuo, weitete 1937 den Krieg gegen China aus und verfolgte eine imperiale Ordnung in Ost- und Südostasien. Italien hatte 1935 Äthiopien angegriffen. Diese Konflikte zeigen das Versagen der internationalen Friedensordnung des Völkerbundes.

Der Zweite Weltkrieg bestand aus miteinander verbundenen Kriegsschauplätzen. Entscheidungen in Europa beeinflussten Ressourcen, Bündnisse und Strategien in Nordafrika, im Atlantik, im Indischen Ozean und im Pazifik. Kolonien stellten Soldaten, Rohstoffe, Verkehrswege und Arbeitskräfte bereit. Millionen Menschen aus Afrika, Asien, der Karibik und Ozeanien kämpften in Armeen europäischer Kolonialmächte. Der Krieg beschleunigte zugleich die Dekolonisation, weil europäische Herrschaftsansprüche an Legitimität verloren und antikoloniale Bewegungen an Stärke gewannen.


Grundbegriffe für die Analyse

Begriff Historische Bedeutung
Achsenmächte Vor allem das Deutsche Reich, Italien und Japan; ihre Bündnisse waren politisch und militärisch nicht vollständig integriert.
Alliierte Eine heterogene Koalition, zu der unter anderem Großbritannien, die Sowjetunion, die Vereinigten Staaten, China, das Freie Frankreich und zahlreiche weitere Staaten gehörten.
Totaler Krieg Mobilisierung von Wirtschaft, Wissenschaft, Propaganda, Arbeitskraft und Zivilgesellschaft für die Kriegführung; der Begriff darf die Unterschiede zwischen den beteiligten Systemen nicht verwischen.
Vernichtungskrieg Kriegführung, die nicht nur militärische Ziele verfolgt, sondern Bevölkerungsgruppen entrechtet, aushungert, vertreibt oder planmäßig ermordet.
Besatzung Militärische Kontrolle fremden Territoriums; ihre konkrete Ausgestaltung reichte von Verwaltung und Ausbeutung bis zu Terror, Deportation und Massenmord.
Kollaboration Zusammenarbeit mit einer Besatzungsmacht; Motive konnten ideologisch, opportunistisch, ökonomisch oder durch Zwang geprägt sein und müssen im Einzelfall untersucht werden.
Widerstand Handlungen gegen Besatzung oder Diktatur, vom Verbergen Verfolgter über Informationsarbeit und Sabotage bis zum bewaffneten Kampf.


Ursachen, Voraussetzungen und Auslöser

Der Krieg hatte keine einzige Ursache. Historisch sinnvoll ist die Unterscheidung zwischen langfristigen Voraussetzungen, mittelfristigen Eskalationen und unmittelbaren Entscheidungen. Der Versailler Vertrag belastete die europäische Nachkriegsordnung, verursachte den Krieg aber nicht zwangsläufig. Entscheidend waren die bewusste Expansions- und Kriegspolitik der nationalsozialistischen Führung, die Zerstörung der Demokratie, die Aufrüstung, die rassistische Idee vom „Lebensraum im Osten“, das Scheitern kollektiver Sicherheit und die Bereitschaft mehrerer Diktaturen, Gewalt zur Revision bestehender Grenzen einzusetzen.


Weltwirtschaftskrise und politische Radikalisierung

Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 verschärfte soziale Unsicherheit, Massenarbeitslosigkeit und politische Polarisierung. In Deutschland trug sie zum Aufstieg der NSDAP bei. Nach der Machtübertragung 1933 beseitigte das NS-Regime Rechtsstaat und Opposition, verfolgte Jüdinnen und Juden sowie politische Gegner und begann mit massiver Aufrüstung. Wirtschaftspolitik, Autarkiebestrebungen und militärische Expansion wurden zunehmend miteinander verknüpft.


Expansion und das Scheitern der Friedensordnung

Die Remilitarisierung des Rheinlands 1936, der sogenannte Anschluss Österreichs 1938, das Münchner Abkommen und die Besetzung der böhmischen Länder 1939 zeigten, dass die Politik des Entgegenkommens, häufig als Appeasement-Politik bezeichnet, die Expansion nicht stoppte. Appeasement ist quellen- und zeitgebunden zu beurteilen: Britische und französische Entscheidungsträger handelten unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, militärischer Defizite, imperialer Verpflichtungen und innenpolitischer Zwänge. Dennoch trug das Ausbleiben wirksamer Gegenmaßnahmen dazu bei, dass die deutsche Führung ihre Risiken als beherrschbar einschätzte.


Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt

Am 23. August 1939 schlossen das Deutsche Reich und die Sowjetunion den Nichtangriffspakt. Ein geheimes Zusatzprotokoll ordnete Teile Ostmitteleuropas deutschen und sowjetischen Interessensphären zu. Der Pakt beseitigte für die deutsche Führung zunächst das Risiko eines Zweifrontenkrieges. Für die sowjetische Führung bedeutete er Zeitgewinn, territoriale Expansion und zugleich eine folgenschwere Fehleinschätzung der späteren deutschen Angriffsabsichten.

Quellenfrage: Eine Fotografie der Vertragsunterzeichnung dokumentiert einen Moment, erklärt aber weder die geheimen Absprachen noch die Motive aller Beteiligten. Untersuche deshalb Bildausschnitt, Urheber, Inszenierung, Überlieferung und spätere Verwendung.


Kriegsbeginn und frühe Expansion 1939 bis 1941


Überfall auf Polen

Am 1. September 1939 griff die deutsche Wehrmacht Polen an. Am 17. September marschierte die Rote Armee von Osten ein. Großbritannien und Frankreich erklärten dem Deutschen Reich am 3. September den Krieg.[3] Der Feldzug war von Beginn an mit Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, Erschießungen, Vertreibungen und der gezielten Verfolgung polnischer Eliten verbunden. Die schnelle militärische Niederlage Polens erklärt sich aus der strategischen Lage, dem Angriff von zwei Seiten, materiellen Ungleichgewichten und operativen Faktoren; sie ist nicht mit dem propagandistischen Bild einer rückständigen polnischen Armee gleichzusetzen.


„Blitzkrieg“ als Begriff und Deutung

Der Ausdruck „Blitzkrieg“ beschreibt das Zusammenwirken beweglicher Verbände, Luftunterstützung, Funkkommunikation und operativer Überraschung. In der Forschung wird jedoch diskutiert, ob er eine von Anfang an geschlossene deutsche Doktrin oder eher eine nachträgliche Deutung erfolgreicher Feldzüge war. Nutze den Begriff daher nicht als selbsterklärende Formel, sondern prüfe konkrete Planungen, Logistik, Gegner und Zufälle.


Nordeuropa, Westfeldzug und Luftkrieg gegen Großbritannien

1940 besetzte die Wehrmacht Dänemark und Norwegen und griff anschließend die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich an. Frankreich schloss im Juni 1940 einen Waffenstillstand; das Vichy-Regime arbeitete in unterschiedlichen Bereichen mit dem Deutschen Reich zusammen. Großbritannien setzte den Krieg fort. In der Luftschlacht um England scheiterte die deutsche Luftwaffe daran, die notwendige Luftherrschaft für eine Invasion zu erringen. Der Krieg verlagerte sich stärker in den Atlantik, in den Mittelmeerraum und nach Nordafrika.


Die Ausweitung zum Weltkrieg 1941


Der Angriff auf die Sowjetunion

Mit dem Unternehmen Barbarossa begann am 22. Juni 1941 der deutsche Angriff auf die Sowjetunion. Er war als Eroberungs-, Ausbeutungs- und Vernichtungskrieg geplant. Militärische Operationen, Hungerpolitik, Massenerschießungen, die Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung waren eng miteinander verbunden. Wehrmacht, SS, Polizei, Zivilverwaltung, Wirtschaftsstellen und lokale Akteure wirkten in unterschiedlicher Form an Besatzung und Verbrechen mit. Die ältere Legende von einer „sauberen Wehrmacht“ ist mit dem Forschungsstand unvereinbar.


Pearl Harbor und der Kriegseintritt der Vereinigten Staaten

Am 7. Dezember 1941 griff Japan den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor an. Die Vereinigten Staaten traten in den Krieg gegen Japan ein; wenige Tage später erklärten Deutschland und Italien den USA den Krieg. Damit waren die europäischen und asiatisch-pazifischen Kriegsschauplätze politisch und wirtschaftlich noch enger verbunden. Die enorme Industrieproduktion der USA wurde zu einem entscheidenden Faktor der alliierten Kriegführung.


Besatzung, Vernichtungskrieg und Holocaust

Die nationalsozialistische Besatzungspolitik unterschied sich regional, folgte aber einer rassistischen Hierarchie. Besonders in Polen und der Sowjetunion zielte sie auf dauerhafte Herrschaft, wirtschaftliche Ausbeutung, Vertreibung und massenhafte Ermordung. Etwa 230 Millionen Menschen in mehr als 30 heutigen Staaten lebten zeitweise unter deutscher Besatzung.[4]


Radikalisierung der Judenverfolgung

Der Holocaust war der staatlich organisierte und europaweit betriebene Völkermord an etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Diskriminierung, Enteignung und Vertreibung hatten bereits vor Kriegsbeginn eingesetzt. Mit den Eroberungen gerieten Millionen weitere Menschen unter deutsche Herrschaft. Ghettos, Zwangsarbeit, Deportationen, Massenerschießungen durch Einsatzgruppen und andere Einheiten sowie die Tötung in Vernichtungslagern bildeten miteinander verbundene Prozesse. Die Wannseekonferenz vom Januar 1942 war nicht der „Beginn“ des Holocaust, sondern koordinierte die bereits laufende Deportations- und Vernichtungspolitik zwischen Behörden.


Weitere Opfergruppen und nationalsozialistische Verbrechen

Zu den Verfolgten und Ermordeten gehörten unter anderem Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, sowjetische Kriegsgefangene, polnische und sowjetische Zivilistinnen und Zivilisten, politische Gegner, Homosexuelle, als „Asoziale“ Stigmatisierte und Angehörige religiöser Minderheiten. Die Opfergruppen wurden aus unterschiedlichen ideologischen und administrativen Gründen verfolgt. Eine vergleichende Betrachtung darf diese Unterschiede nicht einebnen.


Handlungsebenen und Verantwortung

Massenverbrechen wurden nicht von einer einzigen Institution begangen. Befehle, Initiativen „von unten“, Konkurrenz zwischen Behörden, materielle Interessen, ideologische Überzeugung, Karriereorientierung, Gruppendruck und Gewöhnung an Gewalt konnten zusammenwirken. Historische Erklärung bedeutet dabei nicht Entschuldigung. Die Analyse individueller Handlungsspielräume fragt, welche Alternativen bestanden, welches Wissen vorhanden war und welche Folgen Entscheidungen hatten.

Ethische Quellenarbeit: Fotografien aus befreiten Lagern sind historische Belege und Zeugnisse. Beschreibe sie sachlich, wahre die Würde der Abgebildeten und reflektiere, wer fotografierte, was nicht gezeigt wird und in welchem Zusammenhang das Bild veröffentlicht wurde.


Gesellschaft, Wirtschaft und Alltag


Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit

Die Kriegsführung erforderte Rohstoffe, Energie, Transporte, Rüstungsgüter und Arbeitskräfte. Das Deutsche Reich plünderte besetzte Gebiete systematisch aus. Millionen zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie Kriegsgefangene wurden in Landwirtschaft, Industrie, Kommunen und Privathaushalten eingesetzt. Arbeits- und Lebensbedingungen waren nach rassistischen Kategorien abgestuft; Misshandlung, Hunger und Tod waren besonders für Menschen aus Osteuropa allgegenwärtig.[5]


Alltag, Geschlecht und Familie

Krieg veränderte Erwerbsarbeit, Versorgung, Familienleben und Geschlechterrollen. Frauen übernahmen in vielen Staaten zusätzliche Aufgaben in Landwirtschaft, Verwaltung, Industrie, Medizin und Militärdiensten. Dennoch verschwanden traditionelle Rollenbilder nicht. Erfahrungen unterschieden sich nach Alter, Klasse, „Rasse“-Kategorisierung, Staatsangehörigkeit, Besatzungsstatus und Nähe zur Front. Eine Geschlechtergeschichte des Krieges untersucht deshalb sowohl Mobilisierung als auch Gewalt, Fürsorge, Sexualpolitik, Verfolgung und Nachkriegserinnerung.


Propaganda, Wissen und Zustimmung

Radio, Film, Presse, Plakate, Wochenschauen und Gerüchte prägten die Wahrnehmung des Krieges. Propaganda war wirkungsvoll, aber nicht allmächtig. Menschen deuteten Informationen auf Grundlage eigener Erfahrungen, sozialer Beziehungen und verfügbarer Gegeninformationen. Für die Quellenkritik ist entscheidend, nicht nur nach „Wahrheit oder Lüge“, sondern nach Zielgruppe, Emotion, Bildsprache, Auslassung und Nutzungssituation zu fragen.


Bombenkrieg und Zivilbevölkerung

Strategische Bombardierungen sollten Industrie, Verkehr, militärische Infrastruktur und Moral treffen, zerstörten jedoch ganze Städte und töteten sehr viele Zivilpersonen. Die Bewertung einzelner Angriffe erfordert die Unterscheidung zwischen militärischem Ziel, verfügbaren Informationen, eingesetzten Mitteln, erwartbaren Folgen und völkerrechtlichen Maßstäben der damaligen und heutigen Zeit. Die Erinnerung an deutsche Bombenopfer darf nicht vom deutschen Angriffskrieg und den NS-Verbrechen getrennt werden.


Widerstand, Kollaboration und Handlungsspielräume

Widerstand war kein einheitliches Phänomen. Er konnte aus demokratischen, sozialistischen, kommunistischen, konservativen, religiösen, nationalen oder persönlichen Motiven entstehen. Ziele reichten von Hilfe für Verfolgte über Informationsweitergabe und Arbeitsverweigerung bis zu Sabotage, Partisanenkampf und Umsturzplänen. Ebenso vielfältig war Kollaboration. Historische Urteile müssen Zwangslagen berücksichtigen, ohne Beteiligung an Verbrechen zu relativieren.


Widerstand im Deutschen Reich

Beispiele sind die studentische Gruppe Weiße Rose, das Netzwerk Rote Kapelle, kirchliche Proteste, kommunistischer und sozialdemokratischer Widerstand, Hilfe für Verfolgte sowie der militärisch-konservative Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Einige Beteiligte strebten keine parlamentarische Demokratie im heutigen Sinn an. Widerstand ist daher nach Motiven, Zielen, Mitteln, Risiken und Wirkung differenziert zu untersuchen.


Jüdischer Widerstand und Selbstbehauptung

Jüdischer Widerstand umfasste bewaffnete Aufstände, Flucht, Dokumentation, religiöse und kulturelle Selbstbehauptung, geheime Bildung, gegenseitige Hilfe und die Rettung von Kindern. Der Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 ist vom Warschauer Aufstand 1944 zu unterscheiden. Die Erwartung, Verfolgte hätten sich unter extremen Bedingungen in einer bestimmten Weise verhalten müssen, verkennt Terror, Täuschung, Hunger, Isolation und die geringe Aussicht auf Hilfe.


Widerstand und Repression im besetzten Europa

Partisanenbewegungen banden Besatzungskräfte und lieferten Informationen an die Alliierten. Zugleich führten deutsche Einheiten und verbündete Formationen brutale „Vergeltungsaktionen“ gegen Zivilpersonen durch. In manchen Regionen überlagerten sich Besatzungskrieg, ethnische Konflikte, Revolution und Bürgerkrieg. Der Warschauer Aufstand von 1944 endete nach massiver deutscher Repression mit der Zerstörung großer Teile der Stadt und der Vertreibung der Bevölkerung.


Kriegswende und Zusammenbruch 1942 bis 1945

Von einer einzigen Kriegswende zu sprechen greift zu kurz. Mehrere Entwicklungen veränderten das Kräfteverhältnis: das Scheitern des deutschen Vormarsches vor Moskau, die Schlachten von Midway, El Alamein und Stalingrad, die wachsende alliierte Produktionsüberlegenheit, die Sicherung von Nachschubwegen, die Entschlüsselung von Funksprüchen und der zunehmende Druck an mehreren Fronten.


Stalingrad und die Ostfront

Die Schlacht von Stalingrad 1942/43 wurde zu einem militärischen und symbolischen Wendepunkt. Die deutsche 6. Armee kapitulierte nach Einkesselung, Hunger, Kälte und gescheiterter Versorgung. Für die Analyse darf der Fokus auf deutsche Soldaten nicht die sowjetischen Opfer, die Zivilbevölkerung und den vorausgegangenen Vernichtungskrieg ausblenden. Nach Stalingrad blieb die Wehrmacht gefährlich, verlor aber zunehmend die strategische Initiative.


Italien, Normandie und sowjetischer Vormarsch

1943 landeten die Alliierten auf Sizilien; Mussolinis Regime brach zusammen, doch der Krieg in Italien dauerte fort. Am 6. Juni 1944 eröffneten die Westalliierten mit der Landung in der Normandie eine große Front in Westeuropa. Gleichzeitig zerschlug die sowjetische Operation Bagration im Sommer 1944 große Teile der deutschen Heeresgruppe Mitte. Der deutsche Zusammenbruch resultierte aus dem Zusammenwirken westlicher, östlicher und südlicher Fronten sowie aus wirtschaftlicher und personeller Erschöpfung.


Das Ende des Krieges in Europa

Im Frühjahr 1945 drangen westalliierte und sowjetische Truppen tief in das Reichsgebiet vor. Am 30. April beging Hitler Suizid. Die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht trat am 8. Mai 1945 in Kraft. Der Tag bedeutete das Ende der NS-Herrschaft und die Befreiung der Verfolgten, zugleich aber auch Tod, Gefangenschaft, Vertreibung, Vergewaltigungen, Hunger und Verlust für Millionen Menschen. Diese unterschiedlichen Erfahrungen müssen benannt werden, ohne die Ursache des Krieges und die deutsche Verantwortung zu relativieren.


Der Krieg in Asien und im Pazifik

Der Krieg in Asien war durch japanischen Imperialismus, antikoloniale Bewegungen, Ressourcenpolitik und extreme Gewalt gegen Zivilpersonen und Kriegsgefangene geprägt. Zu den Verbrechen gehörten Massaker, Zwangsarbeit, sexuelle Versklavung und medizinische Experimente. Die Kämpfe in China banden über Jahre große japanische Kräfte. Nach Midway 1942 gingen die USA schrittweise zur Offensive über und näherten sich mit einer Strategie ausgewählter Inseleroberungen dem japanischen Kernland.


Hiroshima, Nagasaki und die Kapitulation Japans

Am 6. August 1945 warfen die USA eine Atombombe auf Hiroshima, am 9. August auf Nagasaki. Am 8. August trat die Sowjetunion in den Krieg gegen Japan ein und griff japanische Kräfte in der Mandschurei an. Japan kündigte am 15. August die Kapitulation an; die formelle Unterzeichnung erfolgte am 2. September 1945. In der Forschung wird diskutiert, wie Atombomben, sowjetischer Kriegseintritt, Blockade, konventionelle Bombardierungen, innenpolitische Prozesse und die Aussicht auf weitere Kämpfe zusammenwirkten. Eine seriöse Beurteilung vermeidet sowohl monokausale Erklärungen als auch die Ausblendung des Leids der Zivilbevölkerung.


Chronologie zentraler Ereignisse

Zeitraum Ereignis Bedeutung
1931 Japanische Besetzung der Mandschurei Frühe Eskalation des imperialen Krieges in Ostasien
1937 Ausweitung des Japanisch-Chinesischen Krieges Beginn eines langjährigen Massenkrieges in China
1938 bis März 1939 „Anschluss“, Münchner Abkommen und Besetzung der böhmischen Länder Expansion des Deutschen Reiches und Scheitern der europäischen Sicherheitsordnung
August 1939 Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt Vorläufige Aufteilung von Interessensphären in Ostmitteleuropa
September 1939 Deutscher und sowjetischer Angriff auf Polen Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa
1940 Deutsche Siege in Nord- und Westeuropa Besetzung großer Teile Europas, Fortsetzung des Krieges durch Großbritannien
Juni 1941 Angriff auf die Sowjetunion Ausweitung des Vernichtungs- und Besatzungskrieges
Dezember 1941 Pearl Harbor und Kriegseintritt der USA Engere Verbindung der Kriegsschauplätze zum globalen Krieg
1942 bis 1943 Midway, El Alamein und Stalingrad Verlust der strategischen Initiative der Achsenmächte
1943 Alliierte Landung in Italien Sturz Mussolinis und langwieriger Krieg auf der Apenninhalbinsel
Juni 1944 Landung in der Normandie und Operation Bagration Gleichzeitiger massiver Druck auf das Deutsche Reich von Westen und Osten
8. Mai 1945 Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht Ende des Krieges in Europa
August bis September 1945 Atombomben, sowjetischer Angriff und japanische Kapitulation Ende des Zweiten Weltkrieges


Bilanz und Folgen


Opfer, Zerstörung und Migration

Der Zweite Weltkrieg forderte schätzungsweise 60 bis 70 Millionen Tote. Die Sowjetunion und China erlitten besonders hohe Verluste, und insgesamt starben mehr Zivilpersonen als Soldaten.[6] Hinzu kamen Verwundung, Traumatisierung, Hunger, Obdachlosigkeit und der Verlust kultureller Lebenswelten. Millionen Menschen waren als Flüchtlinge, Vertriebene, ehemalige Zwangsarbeiter, befreite Häftlinge oder Kriegsgefangene unterwegs. Zahlen sind wegen zerstörter Akten, wechselnder Grenzen und unterschiedlicher Zählweisen stets quellenkritisch zu behandeln.


Neue politische Ordnung

Die Alliierten besetzten Deutschland und Österreich. Auf den Konferenzen von Jalta und Potsdam wurden Grundlinien der Nachkriegsordnung beraten. Deutschland wurde in Besatzungszonen geteilt; politische Säuberung, Entmilitarisierung und Demokratisierung verliefen in den Zonen unterschiedlich. Die Spannungen zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion führten in den Kalten Krieg und zur Teilung Deutschlands und Europas.


Völkerrecht und Strafverfolgung

Die Nürnberger Prozesse machten führende Repräsentanten des NS-Regimes wegen Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit strafrechtlich verantwortlich. Sie waren ein wichtiger Schritt zur Entwicklung des modernen internationalen Strafrechts, blieben aber durch selektive Zuständigkeit und die politische Ordnung der Siegermächte begrenzt. 1945 wurde die UNO gegründet; 1948 folgten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes.


Dekolonisation und globale Machtverschiebung

Der Krieg schwächte die europäischen Kolonialmächte und stärkte Unabhängigkeitsbewegungen. Die USA und die Sowjetunion stiegen zu Supermächten auf. In Indien, Indonesien, Vietnam, dem Nahen Osten und vielen Teilen Afrikas verbanden sich Kriegserfahrungen mit neuen Forderungen nach Selbstbestimmung. Die Nachkriegsordnung war deshalb nicht nur eine europäische Neuordnung, sondern ein globaler Transformationsprozess.


Geschichtswissenschaftliche Perspektiven


Militärgeschichte jenseits von Schlachten

Moderne Militärgeschichte untersucht nicht nur Feldherren und Operationen, sondern auch Logistik, Ressourcen, Technik, Organisation, Emotionen, Besatzung und das Verhältnis von Militär und Gesellschaft. Strategische Entscheidungen werden auf mehreren Ebenen analysiert: politisches Ziel, militärische Mittel, wirtschaftliche Tragfähigkeit, Bündniskoordination und Folgen für Zivilpersonen.


Holocaustforschung und „kumulative Radikalisierung“

Ältere Debatten stellten Intentionalismus und Funktionalismus gegenüber. Intentionalistische Ansätze betonten Hitlers Ideologie und langfristige Absichten, funktionalistische Ansätze institutionelle Dynamiken, Improvisation und konkurrierende Initiativen. Viele neuere Arbeiten verbinden beide Ebenen: Antisemitische Ideologie setzte Ziele und Grenzen des Handelns, während Krieg, Besatzung und Behördenkonkurrenz die Verfolgung schrittweise radikalisierten. Der Begriff „kumulative Radikalisierung“ beschreibt diese Dynamik, ohne zentrale Verantwortung aufzulösen.


Alltags-, Geschlechter- und Verflechtungsgeschichte

Alltagsgeschichte fragt nach Erfahrungen, Wahrnehmungen und sozialen Praktiken. Geschlechtergeschichte untersucht Rollenordnungen, Arbeit, Gewalt, Sexualität und Erinnerung. Globalgeschichte und Verflechtungsgeschichte zeigen, wie Rohstoffe, Kolonien, Migration, Wissen und Bündnisse entfernte Regionen verbanden. Diese Perspektiven ergänzen einander und korrigieren eine ausschließlich nationalstaatliche Erzählung.


Erinnerungskultur und Geschichtspolitik

Erinnerung an den Krieg verändert sich. In Familien, Museen, Gedenkstätten, Filmen, Schulbüchern und staatlichen Gedenktagen werden unterschiedliche Erfahrungen hervorgehoben. In Deutschland prägten zunächst Selbstbilder von Leid und Zusammenbruch die Nachkriegszeit; später rückten Täterschaft, Mitverantwortung und die Perspektive der Verfolgten stärker ins Zentrum. In Ost- und Westeuropa, Russland, China, Japan, den USA und ehemaligen Kolonien bestehen eigene Erinnerungstraditionen. Vergleiche sie, ohne eine nationale Erinnerung zur einzig gültigen zu erklären.


Quellenkritik und Methoden im Geschichtsstudium

Historische Quellen sind keine neutralen Fenster zur Vergangenheit. Sie entstanden in bestimmten Situationen, wurden ausgewählt, archiviert, bearbeitet und später neu verwendet. Auch Karten, Statistiken und Fotografien enthalten Entscheidungen über Kategorien, Ausschnitte und Sichtbarkeit.

Analyseschritt Leitfragen
Quellenart Handelt es sich um einen Befehl, Brief, Tagebucheintrag, Film, Gegenstand, eine Karte, Statistik oder spätere Erinnerung?
Provenienz Wer stellte die Quelle wann, wo und unter welchen institutionellen Bedingungen her?
Adressat Für wen war sie bestimmt, und war sie öffentlich, geheim oder privat?
Intention Was sollte dokumentiert, bewirkt, verschleiert oder legitimiert werden?
Kontext Welche militärische, politische, soziale und sprachliche Situation ist zu berücksichtigen?
Überlieferung Wie gelangte die Quelle ins Archiv, was fehlt, und wurde sie bearbeitet oder übersetzt?
Abgleich Welche unabhängigen Quellen bestätigen, ergänzen oder widersprechen der Aussage?
Deutung Welche Schlussfolgerung ist belegt, welche nur plausibel und welche spekulativ?


Fotografien und Filme analysieren

Beginne mit einer genauen Beschreibung, bevor Du interpretierst. Achte auf Perspektive, Bildaufbau, Beschriftung, mögliche Inszenierung, technische Grenzen und Veröffentlichungszusammenhang. Bei Propagandamaterial ist nicht nur die Manipulation relevant, sondern auch, welche Normen, Feindbilder und Erwartungen sichtbar werden. Bei Täteraufnahmen und Opferbildern musst Du zusätzlich ethische Fragen der Würde, Zustimmung und Reproduktion berücksichtigen.


Karten und Statistiken prüfen

Eine Karte ist ein Argument im Raum. Prüfe Maßstab, Legende, Grenzziehung, Zeitpunkt und Kategorien. Pfeile können Bewegung suggerieren, ohne Truppenstärke, Gelände, Nachschub oder Widerstand abzubilden. Statistiken erfordern Definitionen: Wer gilt als Kriegsopfer, wie werden Vermisste behandelt, auf welches Gebiet beziehen sich Zahlen, und stammen sie aus zeitgenössischer Verwaltung oder späterer Forschung?


Zeitzeugeninterviews einordnen

Erinnerungen sind unverzichtbar, aber nicht identisch mit einer unveränderten Speicherung des Erlebten. Spätere Erfahrungen, öffentliche Debatten, familiäre Erzählungen und die Interviewsituation beeinflussen, was erinnert und wie erzählt wird. Behandle Zeitzeugnisse respektvoll, gleiche sie mit anderen Quellen ab und unterscheide zwischen der Wahrheit einer Erfahrung und der überprüfbaren Genauigkeit einzelner Details.


Forschungsfragen für das Studium

  1. Krieg und Ideologie: Wie veränderte die nationalsozialistische Rassenideologie militärische Planung, Besatzungspraxis und Ressourcenpolitik?
  2. Bündniskrieg: Warum konnten die politisch sehr unterschiedlichen Alliierten ihre strategische Kooperation aufrechterhalten?
  3. Besatzungsgesellschaft: Welche Handlungsspielräume hatten Verwaltungen, Unternehmen, lokale Eliten und Privatpersonen in besetzten Gebieten?
  4. Gewaltgeschichte: Unter welchen Bedingungen radikalisieren sich reguläre militärische Operationen zu Massengewalt gegen Zivilpersonen?
  5. Globalgeschichte: Wie veränderten Kolonialsoldaten, Rohstoffströme und antikoloniale Bewegungen Verlauf und Folgen des Krieges?
  6. Erinnerungskultur: Warum unterscheiden sich nationale Gedenkpraktiken, Opferzahlen und Deutungen bis heute?


Zusammenfassung

  1. Der Zweite Weltkrieg war ein globaler Konflikt mit regional unterschiedlichen Anfängen, Dynamiken und Erinnerungen.
  2. Die nationalsozialistische Führung begann den Krieg in Europa als bewussten Expansionskrieg; im Osten verband sich Kriegführung besonders eng mit rassistischer Vernichtungs- und Besatzungspolitik.
  3. Der Holocaust und weitere Massenverbrechen waren keine Nebenfolge, sondern zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen Herrschaft im Krieg.
  4. Der alliierte Sieg beruhte auf militärischer Kooperation, wirtschaftlicher Überlegenheit, globalen Ressourcen, Widerstand und enormen Opfern insbesondere in der Sowjetunion und China.
  5. Der Krieg veränderte Grenzen, Gesellschaften, Völkerrecht und Weltordnung und beschleunigte Kalten Krieg und Dekolonisation.
  6. Historisches Lernen verlangt Quellenkritik, Multiperspektivität und die klare Unterscheidung zwischen Erklärung, Urteil und Entschuldigung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Ereignis markiert den Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa? (Der deutsche Überfall auf Polen am 1. September 1939) (!Der japanische Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941) (!Die Landung der Alliierten in der Normandie 1944) (!Die Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945)




Was kennzeichnet den deutschen Krieg gegen die Sowjetunion besonders? (Er war als Eroberungs Ausbeutungs und Vernichtungskrieg geplant) (!Er war ausschließlich ein begrenzter Grenzkonflikt) (!Er wurde ohne Beteiligung deutscher Besatzungsbehörden geführt) (!Er endete bereits nach wenigen Wochen)




Welche Staaten bildeten den Kern der Achsenmächte? (Deutschland Italien und Japan) (!Großbritannien Frankreich und Polen) (!USA Sowjetunion und China) (!Spanien Schweden und die Schweiz)




Welche Entwicklung machte den Krieg 1941 noch umfassender global? (Der Angriff auf Pearl Harbor und der Kriegseintritt der USA) (!Der Abschluss des Versailler Vertrages) (!Die Gründung des Völkerbundes) (!Der Beginn der Weltwirtschaftskrise)




Welche Aussage zum Holocaust ist historisch zutreffend? (Er war der systematische Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden) (!Er begann erst nach der deutschen Kapitulation) (!Er fand ausschließlich auf deutschem Staatsgebiet statt) (!Er wurde nur von einer einzigen Behörde organisiert)




Warum gilt Stalingrad als wichtiger Wendepunkt? (Die deutsche 6 Armee kapitulierte und die Wehrmacht verlor weiter an strategischer Initiative) (!Die Sowjetunion schied danach aus dem Krieg aus) (!Die Westalliierten landeten dort erstmals in Europa) (!Japan erklärte dort seine Kapitulation)




Was bezeichnet Operation Overlord? (Die alliierte Landung in der Normandie 1944) (!Den deutschen Angriff auf die Sowjetunion) (!Den japanischen Angriff auf Pearl Harbor) (!Die sowjetische Besetzung Ostpolens 1939)




Welche Unterscheidung ist für Warschau korrekt? (Der Aufstand im Warschauer Ghetto war 1943 und der Warschauer Aufstand 1944) (!Beide Aufstände fanden im selben Monat statt) (!Der Warschauer Aufstand richtete sich gegen Japan) (!Der Ghettoaufstand begann erst nach Kriegsende)




Welches Ereignis beendete den Krieg in Europa? (Die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945) (!Das Münchner Abkommen 1938) (!Die Wannseekonferenz 1942) (!Die Potsdamer Konferenz im Sommer 1945)




Welche Vorgehensweise entspricht wissenschaftlicher Quellenkritik? (Urheber Entstehungskontext Absicht Überlieferung und Gegenquellen prüfen) (!Eine Quelle allein wegen ihres Alters für wahr halten) (!Nur die Bildunterschrift lesen) (!Widersprechende Quellen grundsätzlich verwerfen)





Memory

Unternehmen Barbarossa Angriff auf die Sowjetunion
Operation Overlord Landung in der Normandie
Pearl Harbor Kriegseintritt der Vereinigten Staaten
Stalingrad Einkesselung und Kapitulation der 6 Armee
Holocaust Völkermord an den europäischen Juden
Weiße Rose Studentischer Widerstand
Nürnberg Internationale Strafprozesse
Dekolonisation Ende europäischer Kolonialherrschaft





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Historische Bedeutung
Überfall auf Polen Kriegsbeginn in Europa
Unternehmen Barbarossa Beginn des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion
Pearl Harbor Unmittelbarer Anlass für den Kriegseintritt der USA
Operation Overlord Westalliierte Landung in Frankreich
Bedingungslose Kapitulation Ende des Krieges in Europa




...


Kreuzworträtsel

Polen Welches Land griff das Deutsche Reich am 1. September 1939 an?
Barbarossa Wie lautete der Deckname des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion?
Stalingrad Welche Stadt wurde zum Symbol der Kriegswende an der Ostfront?
Holocaust Wie heißt der Völkermord an den europäischen Juden?
Normandie In welcher Region Frankreichs landeten die Westalliierten 1944?
Kapitulation Welcher Begriff bezeichnet die formelle militärische Aufgabe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Zweite Weltkrieg begann in Europa mit dem deutschen Angriff auf

.
Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt enthielt ein geheimes

.
Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion trug den Decknamen

.
Der japanische Angriff auf

führte zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten.
Der nationalsozialistische Völkermord an den europäischen Juden wird als

bezeichnet.
Die Schlacht von

wurde zu einem militärischen und symbolischen Wendepunkt.
Die alliierte Landung von 1944 fand in der

statt.
Millionen Menschen mussten im Deutschen Reich und in besetzten Gebieten

leisten.
Die studentische Widerstandsgruppe in München hieß

.
Die Wehrmacht kapitulierte im Mai

bedingungslos.
Die Prozesse gegen führende Nationalsozialisten fanden in

statt.
Die Auflösung europäischer Kolonialreiche wird als

bezeichnet.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitstrahl: Gestalte einen kommentierten Zeitstrahl mit zwölf Ereignissen aus Europa, Afrika und Asien und markiere, welche Ereignisse gleichzeitig stattfanden.
  2. Bildanalyse: Wähle ein Bild aus dem Kurs, beschreibe es ohne Deutung und formuliere anschließend drei quellenkritische Fragen zu Urheber, Zweck und Überlieferung.
  3. Begriffsglossar: Erstelle ein Glossar mit zehn Begriffen und ergänze zu jedem Begriff ein historisches Beispiel sowie einen Satz, der eine häufige Fehlvorstellung korrigiert.
  4. Lokale Erinnerung: Recherchiere ein Denkmal, einen Stolperstein, einen Luftschutzort oder ein ehemaliges Zwangsarbeitslager in Deiner Umgebung und dokumentiere, welche Geschichte sichtbar und welche unsichtbar bleibt.


Standard

  1. Propagandavergleich: Vergleiche zwei Propagandamedien aus unterschiedlichen Staaten hinsichtlich Zielgruppe, Feindbild, Emotionalisierung und verschwiegenen Informationen.
  2. Historischer Atlas: Erstelle fünf Karten zur Entwicklung von 1939 bis 1945 und ergänze jeweils einen Kommentar zu Front, Besatzung, Logistik und Zivilbevölkerung.
  3. Oral History: Entwickle einen ethisch verantwortlichen Interviewleitfaden zu Familienerinnerungen an Krieg und Nachkriegszeit und begründe, wie Du Erinnerung und überprüfbare Fakten auseinanderhältst.
  4. Virtuelle Ausstellung: Kuratiere sechs Objekte für eine digitale Ausstellung zum Thema „Krieg und Alltag“ und schreibe Beschriftungen, die Perspektive, Kontext und Unsicherheit transparent machen.


Schwer

  1. Forschungsessay: Prüfe die These, der Zweite Weltkrieg sei nur als Verbindung von Militärgeschichte und Geschichte des Völkermordes angemessen zu verstehen, und arbeite mit mindestens fünf wissenschaftlichen Quellen.
  2. Digital Humanities: Erstelle aus einem seriösen Datensatz zu Bombardierungen, Deportationen oder Zwangsarbeit eine Visualisierung und diskutiere Datenlücken, Kategorien und ethische Grenzen.
  3. Besatzungsvergleich: Vergleiche die deutsche Besatzung in zwei europäischen Regionen und untersuche Verwaltung, Ausbeutung, lokale Kollaboration, Widerstand und Gewalt gegen Zivilpersonen.
  4. Wissenschaftspodcast: Produziere einen quellenbasierten Podcast zu einer kontroversen Entscheidung wie Appeasement, Stalingrad, strategischem Bombenkrieg oder Atombombeneinsatz und trenne Rekonstruktion, Forschungsdebatte und eigenes Urteil.




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Lernkontrolle

  1. Kausalanalyse: Entwickle ein Modell aus langfristigen Voraussetzungen, mittelfristigen Eskalationen und unmittelbaren Entscheidungen für den Kriegsbeginn. Begründe jede Verbindung und markiere, welche Faktoren notwendig, begünstigend oder nur verstärkend waren.
  2. Krieg und Völkermord: Erkläre anhand von drei Mechanismen, wie der Krieg die Radikalisierung der nationalsozialistischen Verfolgung ermöglichte. Zeige zugleich, warum der Holocaust nicht als ungeplante Nebenfolge des Krieges beschrieben werden darf.
  3. Strategische Bewertung: Beurteile eine militärische Entscheidung aus Sicht der damaligen Akteure und aus heutiger Sicht. Trenne Informationsstand, Zielsetzung, Alternativen, Erfolgsaussicht und Folgen für Zivilpersonen.
  4. Multiperspektivität: Vergleiche Darstellungen des Kriegsendes aus deutscher, polnischer, sowjetischer und jüdischer Perspektive. Erkläre, warum „Niederlage“, „Befreiung“, „Besatzung“ und „Überleben“ gleichzeitig zutreffende, aber nicht austauschbare Begriffe sein können.
  5. Quellenkonflikt: Zwei Quellen widersprechen sich über ein Ereignis. Entwickle ein Verfahren, mit dem Du Provenienz, zeitliche Nähe, Interessen, Überlieferung und unabhängige Bestätigung gewichtest, ohne vorschnell eine Quelle zu verwerfen.
  6. Völkerrechtlicher Transfer: Wähle ein Beispiel für Besatzungsgewalt oder Bombenkrieg und entwickle Kriterien für ein historisches und rechtliches Urteil. Kennzeichne, welche Normen damals galten und welche erst später präzisiert wurden.
  7. Erinnerungspolitik: Analysiere eine aktuelle Gedenkrede, ein Museum oder einen Schulbuchabschnitt. Zeige, welche Akteure und Opfergruppen im Mittelpunkt stehen, welche Narrative fehlen und wie eine multiperspektivische Überarbeitung aussehen könnte.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Historische Fragestellung: Eine präzise, untersuchbare Frage statt eines rein beschreibenden Themas.
  2. Chronologische Orientierung: Sichere Einordnung zentraler Phasen, ohne den Krieg auf eine Ereignisliste zu reduzieren.
  3. Globale Perspektive: Verbindung europäischer, afrikanischer und asiatisch-pazifischer Kriegsschauplätze.
  4. Begriffsgenauigkeit: Korrekte Verwendung von Angriffskrieg, Vernichtungskrieg, Holocaust, Besatzung, Kollaboration, Widerstand und Dekolonisation.
  5. Quellenkritik: Nachvollziehbare Prüfung von Urheber, Kontext, Absicht, Überlieferung und Aussagegrenzen.
  6. Multiperspektivität: Berücksichtigung von Opfern, Tätern, Zuschauenden, Widerstand, Kollaboration und unterschiedlichen Nachkriegserfahrungen.
  7. Historisches Urteil: Offen gelegte Kriterien, Abwägung von Alternativen und klare Trennung zwischen Erklärung und Rechtfertigung.
  8. Wissenschaftlichkeit: Belege, Literaturverzeichnis, korrekte Zitation, sprachliche Präzision und Kennzeichnung von Unsicherheit.
  9. Transfer: Begründete Verbindung zu Menschenrechten, Völkerrecht, Friedensordnung und Erinnerungskultur.




Quellen und weiterführende Literatur

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Der Zweite Weltkrieg
  2. Deutsches Historisches Museum: LeMO – Der Zweite Weltkrieg
  3. United States Holocaust Memorial Museum: World War II
  4. Bundesarchiv: Zweiter Weltkrieg
  5. Wikipedia: Zweiter Weltkrieg
  6. Wikipedia: Holocaust
  7. Wikipedia: Deutsch-sowjetischer Krieg
  8. Wikipedia: Pazifikkrieg


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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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