Zum Inhalt springen

Das andere Geschlecht - Philosophie

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Das andere Geschlecht - Philosophie




Das andere Geschlecht - Philosophie


Einleitung

Simone de Beauvoir veröffentlichte 1949 Le Deuxième Sexe, deutsch Das andere Geschlecht. Das Werk verbindet Existentialismus, Phänomenologie, Sozialanalyse und Feministische Philosophie. Es fragt nicht nur, was eine Frau ist, sondern vor allem: Wie wird ein Mensch gesellschaftlich zur Frau gemacht und als „das Andere“ festgelegt?

Beauvoirs berühmte These lautet: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ Damit bestreitet sie nicht den Körper. Sie kritisiert vielmehr die Vorstellung, aus körperlichen Merkmalen folge eine feste weibliche Essenz. Freiheit ist für sie real, aber immer an eine geschichtliche und soziale Situation gebunden.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Das andere Geschlecht historisch und philosophisch einordnen.
  2. Alterität, Immanenz, Transzendenz, Situation und Mythos erklären.
  3. Beauvoirs Argument gegen den Essentialismus rekonstruieren.
  4. Beispiele aus Alltag, Medien und Institutionen mit ihren Begriffen untersuchen.
  5. Stärken und Grenzen des Werkes begründet beurteilen.
  6. Beauvoir mit späteren Ansätzen der Gender Studies vergleichen.


Autorin und Werk

Simone de Beauvoir lebte von 1908 bis 1986. Sie arbeitete als Schriftstellerin, Essayistin und Philosophin im Umfeld des französischen Existentialismus. Das andere Geschlecht erschien 1949 in zwei Bänden. Die deutsche Erstausgabe folgte 1951.


Aufbau des Werkes

  1. Fakten und Mythen: Beauvoir prüft biologische, psychoanalytische, historische und kulturelle Erklärungen der Frau.
  2. Gelebte Erfahrung: Sie untersucht Kindheit, Jugend, Sexualität, Ehe, Mutterschaft, Arbeit und Alter als gesellschaftlich geprägte Erfahrungen.

Ihre Methode ist zugleich philosophisch und konkret: Allgemeine Begriffe werden an Lebenswelt, Körpererfahrung, Arbeit, Abhängigkeit und Handlungsmöglichkeiten geprüft.


Philosophische Grundlagen


Existenz vor Essenz

Der Existentialismus lehnt die Idee ab, der Mensch besitze von Geburt an ein vollständig festgelegtes Wesen. Menschen entwerfen sich durch Entscheidungen und Handlungen. Dieser Entwurf geschieht jedoch nicht im luftleeren Raum. Herkunft, Recht, Körper, Erziehung und ökonomische Abhängigkeit begrenzen Möglichkeiten.

Kernpunkt: Freiheit bedeutet bei Beauvoir nicht grenzenlose Wahl, sondern Handeln innerhalb einer Situation.


Das Selbst und das Andere

Beauvoir greift die Frage der Anerkennung auf, die auch bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel wichtig ist. Ein Subjekt versteht sich im Verhältnis zu anderen. Problematisch wird dieses Verhältnis, wenn eine Gruppe sich als allgemein, neutral und wesentlich darstellt, während eine andere nur als Abweichung erscheint.

In Beauvoirs Analyse gilt der Mann kulturell als Norm und Subjekt. Die Frau wird dagegen relational bestimmt: als Ehefrau, Mutter, Muse, Verführerin oder Gegenbild. So wird sie zum Anderen.


Phänomenologie des gelebten Körpers

Der Körper ist für Beauvoir weder bloßes Objekt noch unveränderliches Schicksal. Er ist ein gelebter Körper: Menschen erfahren ihn in einer Welt, die Bedeutungen, Erwartungen und Regeln vorgibt. Dieselbe körperliche Möglichkeit kann deshalb je nach sozialer Lage sehr unterschiedlich erlebt werden.


Schlüsselbegriffe


Alterität

Alterität bedeutet Andersheit. Beauvoir untersucht eine asymmetrische Form: Der Mann setzt sich als Maßstab, die Frau wird als Abweichung definiert. Das Andere erhält dadurch weniger Deutungsmacht über sich selbst.


Immanenz und Transzendenz

Immanenz bezeichnet das Festgelegtsein auf Wiederholung, Passivität und einen engen Tätigkeitskreis. Transzendenz meint das Überschreiten des Gegebenen durch Projekte, Arbeit, Erkenntnis und politische Gestaltung.

Beauvoir ordnet diese Möglichkeiten nicht von Natur aus einem Geschlecht zu. Ungerecht ist, dass Frauen historisch häufiger auf Immanenz beschränkt wurden, während Männern Transzendenz zugestanden wurde.


Situation und Freiheit

Eine Situation besteht aus Bedingungen, die nicht frei gewählt sind. Dazu zählen soziale Normen, Besitzverhältnisse, Bildungschancen, Gesetze und körperliche Gegebenheiten. Dennoch bleibt der Mensch ein handelndes Subjekt. Beauvoir verbindet deshalb Freiheit und Verantwortung mit einer Analyse realer Machtverhältnisse.


Mythos des Ewig-Weiblichen

Der Mythos des „Ewig-Weiblichen“ behauptet eine zeitlose weibliche Natur. Frauen erscheinen darin etwa als sanft, irrational, fürsorglich oder rätselhaft. Solche Bilder widersprechen sich oft. Gemeinsam ist ihnen, dass sie individuelle Menschen auf Rollen reduzieren.


Zentrale Argumentbewegung

Beauvoirs Argument lässt sich knapp rekonstruieren:

  1. Menschen sind freie, verkörperte und situierte Subjekte.
  2. Gesellschaften deuten Unterschiede und verteilen Rollen.
  3. Der Mann wird historisch als allgemeines Subjekt gesetzt.
  4. Die Frau wird als das Andere definiert und auf bestimmte Aufgaben festgelegt.
  5. Diese Ordnung erscheint durch Erziehung, Gewohnheit und Mythen als natürlich.
  6. Befreiung verlangt materielle Unabhängigkeit, gleiche Möglichkeiten und wechselseitige Anerkennung.

Die Formel „Man wird es“ beschreibt daher keinen einzelnen Erziehungsakt. Sie bezeichnet einen langen Prozess aus Fremdzuschreibung, Selbstdeutung, Gewöhnung, Widerstand und institutionellen Bedingungen.


Beispielanalyse

Eine Werbung zeigt eine Frau ausschließlich als sorgende Mutter und einen Mann als entscheidenden Experten. Beauvoirs Begriffe eröffnen vier Fragen:

  1. Wer erscheint als handelndes Subjekt?
  2. Wer wird über eine Rolle statt über eigene Projekte definiert?
  3. Welche Tätigkeit gilt als Transzendenz, welche als Immanenz?
  4. Welche Darstellung wird als selbstverständlich oder natürlich ausgegeben?

Die Analyse soll nicht einzelne Personen abwerten. Sie untersucht, ob Wahlmöglichkeiten ungleich verteilt und Rollen zu vermeintlichen Wesensmerkmalen gemacht werden.


Rezeption und Kritik

Das andere Geschlecht wurde zu einem zentralen Bezugspunkt des westlichen Feminismus und der späteren Geschlechterforschung. Das Werk machte sichtbar, dass Ungleichheit nicht allein durch Gesetze, sondern auch durch Alltag, Arbeitsteilung, Bilder und Selbstverhältnisse erzeugt wird.

Spätere Theorien erweitern oder kritisieren Beauvoir:

  1. Judith Butler fragt, wie Geschlecht durch wiederholte soziale Praktiken hervorgebracht wird.
  2. Intersektionalität untersucht das Zusammenwirken von Geschlecht, Rassismus, Klasse, Behinderung und weiteren Machtverhältnissen.
  3. Postkoloniale Ansätze kritisieren die Verallgemeinerung westlicher Erfahrungen.
  4. Trans, inter und nichtbinäre Perspektiven prüfen die Grenzen eines binären Geschlechtermodells.
  5. Materialistische Ansätze vertiefen die Analyse von Erwerbsarbeit, Sorgearbeit und Besitz.

Eine faire Lektüre unterscheidet zwischen historischer Sprache, philosophischem Argument und heutiger Weiterentwicklung.


Philosophische Aktualität

Beauvoirs Fragen bleiben produktiv, wenn Du sie nicht als fertige Antworten, sondern als Analysewerkzeug nutzt:

  1. Wie werden Menschen durch Sprache und Bilder zu „Anderen“ gemacht?
  2. Wann wird eine statistische Differenz fälschlich als Naturgesetz gedeutet?
  3. Welche Institutionen ermöglichen oder verhindern eigene Lebensprojekte?
  4. Wie können Freiheit und soziale Bedingtheit zugleich gedacht werden?
  5. Was bedeutet wechselseitige Anerkennung unter ungleichen Bedingungen?


Hinweis zur Sprache

Beauvoir schreibt häufig im binären Rahmen von „Mann“ und „Frau“. Eine heutige philosophische Lektüre kann diesen historischen Rahmen sichtbar machen und zugleich weitere Geschlechtserfahrungen einbeziehen. Entscheidend ist die Methode: scheinbar natürliche Rollen werden auf ihre Entstehung, Wirkung und Veränderbarkeit geprüft.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahr erschien Le Deuxième Sexe erstmals? (1949) (!1929) (!1968) (!1986)




Welche Grundidee richtet sich gegen eine festgelegte weibliche Natur? (Menschen werden in sozialen Situationen zu Frauen gemacht) (!Jede Frau besitzt dieselbe angeborene Bestimmung) (!Geschlecht spielt in der Gesellschaft keine Rolle) (!Freiheit ist vollständig unabhängig von Bedingungen)




Was bezeichnet Beauvoir mit dem Anderen? (Eine asymmetrisch vom normsetzenden Subjekt definierte Gruppe) (!Eine rein biologische Unterart des Menschen) (!Eine freiwillig gewählte Freizeitrolle) (!Eine wertfreie mathematische Kategorie)




Was bedeutet Immanenz in Beauvoirs Analyse? (Beschränkung auf Wiederholung und einen engen Tätigkeitskreis) (!Grenzenloses politisches Handeln) (!Vollständige Unabhängigkeit vom Körper) (!Anerkennung als allgemeines Subjekt)




Was meint Transzendenz? (Das Überschreiten des Gegebenen durch eigene Projekte) (!Die Ablehnung jeder Verantwortung) (!Das unveränderte Wiederholen einer Rolle) (!Die Flucht aus allen sozialen Beziehungen)




Wie versteht Beauvoir Freiheit? (Als Handeln innerhalb einer konkreten Situation) (!Als grenzenlose Wahl ohne Bedingungen) (!Als ausschließlich biologischen Reflex) (!Als Privileg ohne Verantwortung)




Welche Funktion hat der Mythos des Ewig-Weiblichen? (Er lässt geschichtlich erzeugte Rollen natürlich erscheinen) (!Er beweist eine unveränderliche weibliche Essenz) (!Er beseitigt soziale Erwartungen) (!Er beschreibt nur individuelle Vorlieben)




Welche Methode prägt Das andere Geschlecht besonders? (Die Verbindung von Existentialismus und gelebter Erfahrung) (!Die Ableitung aller Rollen aus Genetik) (!Die Beschränkung auf formale Logik) (!Die Vermeidung historischer Beispiele)




Wie ist das Werk ursprünglich aufgebaut? (In zwei Bände über Fakten und Mythen sowie gelebte Erfahrung) (!In vier Bände über Staatsformen) (!In einen Roman und ein Theaterstück) (!In drei naturwissenschaftliche Lehrbücher)




Was kennzeichnet eine heutige kritische Lektüre am besten? (Sie prüft Beauvoirs Begriffe und erweitert begrenzte Perspektiven) (!Sie behandelt jede Aussage als zeitlos unfehlbar) (!Sie verwirft das Werk ohne Argument) (!Sie ersetzt Analyse durch persönliche Zustimmung)





Memory

Alterität Das Andere
Immanenz Wiederholung und Begrenzung
Transzendenz Überschreiten des Gegebenen
Situation Freiheit unter Bedingungen
Mythos Naturalisierte Erzählung
Subjekt Handelndes Selbst
Objektifizierung Reduktion zum Gegenstand
Ambiguität Spannung von Freiheit und Faktizität





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Philosophische Bedeutung
Alterität Bestimmung eines Menschen als das Andere
Immanenz Festlegung auf Wiederholung und Passivität
Transzendenz Entwurf eigener Projekte
Situation Konkrete Bedingungen des Handelns
Essentialismus Annahme eines unveränderlichen Wesens
Anerkennung Wechselseitige Bestätigung als Subjekt






Kreuzworträtsel

Alteritaet Wie heißt die philosophische Bestimmung von Andersheit?
Immanenz Welcher Begriff bezeichnet die Beschränkung auf Wiederholung?
Transzendenz Welcher Begriff meint das Überschreiten des Gegebenen?
Situation Wie heißt der Zusammenhang konkreter Handlungsbedingungen?
Mythos Wie nennt Beauvoir eine naturalisierende kulturelle Erzählung?
Freiheit Welcher Begriff bezeichnet die Fähigkeit zum eigenen Entwurf?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Simone de Beauvoir veröffentlichte Le Deuxième Sexe im Jahr

. Das Werk gehört zur feministischen

. Die Frau wird in Beauvoirs Analyse gesellschaftlich als das

bestimmt. Die Beschränkung auf Wiederholung nennt sie

. Das Überschreiten des Gegebenen durch eigene Projekte heißt

. Freiheit verwirklicht sich stets innerhalb einer konkreten

. Der Mythos einer zeitlosen weiblichen Natur ist eine Form des

. Befreiung verlangt gleiche Möglichkeiten und wechselseitige

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Gestalte eine Karte zu Alterität, Immanenz, Transzendenz und Situation. Ergänze zu jedem Begriff ein eigenes Beispiel.
  2. Zitatdeutung: Erkläre die Aussage „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“ in höchstens 120 Wörtern.
  3. Medienbeobachtung: Suche in Werbung oder sozialen Medien je ein Beispiel für Subjektrolle und Fremdzuschreibung. Beschreibe Deine Auswahl.
  4. Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Alltagsszene zweimal: einmal aus Sicht der betrachtenden Person und einmal aus Sicht der zum Objekt gemachten Person.


Standard

  1. Fallanalyse: Untersuche die Verteilung von Erwerbsarbeit und Sorgearbeit in einem erfundenen Haushalt mit Beauvoirs Begriffen.
  2. Mythenanalyse: Analysiere eine Redewendung, ein Rollenbild oder eine Filmfigur auf Elemente des „Ewig-Weiblichen“.
  3. Philosophischer Vergleich: Vergleiche Beauvoirs Begriff des Werdens mit einer Position von Judith Butler. Formuliere eine Gemeinsamkeit und zwei Unterschiede.
  4. Podcast: Produziere einen drei- bis fünfminütigen Audiobeitrag zur Frage, ob Freiheit ohne materielle Unabhängigkeit möglich ist.


Schwer

  1. Argumentrekonstruktion: Formuliere Beauvoirs Argument vom normsetzenden Subjekt zur gesellschaftlichen Unterordnung als Prämissen und Schlussfolgerung.
  2. Forschungsdesign: Entwickle eine kleine Untersuchung dazu, wie Schulbücher, Studiengänge oder Berufsbilder Geschlecht darstellen. Begründe Auswahl und Methode.
  3. Intersektionale Kritik: Prüfe an einem konkreten Fall, welche Erfahrungen Beauvoirs allgemeine Kategorie „Frau“ erfasst und welche sie verdeckt.
  4. Philosophisches Kolloquium: Diskutiere die These „Jede Festlegung auf Identität gefährdet Freiheit“. Entwickle Einwand, Erwiderung und eigenes Urteil.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer auf Algorithmen: Erkläre, wie ein Empfehlungssystem Rollenbilder verstärken könnte. Nutze Alterität, Mythos und Situation und entwickle eine Gegenmaßnahme.
  2. Freiheit und Struktur: Beurteile den Satz „Wer formal frei ist, ist auch tatsächlich frei“. Arbeite Beauvoirs Unterscheidung zwischen Möglichkeit und Situation heraus.
  3. Konfliktanalyse: Eine Person wählt freiwillig eine traditionelle Rolle. Prüfe, warum Freiwilligkeit allein weder Unterdrückung beweist noch widerlegt.
  4. Norm und Abweichung: Analysiere ein selbst gewähltes Beispiel, in dem eine Gruppe als neutral und eine andere als besonders markiert erscheint.
  5. Begriffliche Abgrenzung: Zeige an einem Fall den Unterschied zwischen körperlicher Gegebenheit, sozialer Deutung und persönlichem Selbstentwurf.
  6. Kritik und Verteidigung: Formuliere einen begründeten Einwand gegen Beauvoir und anschließend die stärkste mögliche Antwort aus ihrer Perspektive.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die Entstehungszeit und den Aufbau von Das andere Geschlecht korrekt einordnest.
  2. zentrale Begriffe präzise definierst und voneinander unterscheidest.
  3. ein Argument Beauvoirs nachvollziehbar rekonstruierst.
  4. mindestens ein neues Beispiel selbstständig analysierst.
  5. zwischen Beschreibung, Bewertung und Kritik unterscheidest.
  6. eine spätere Erweiterung oder Gegenposition fair einbeziehst.
  7. Quellen transparent angibst und ein eigenes begründetes Urteil formulierst.




OERs zum Thema

  1. Simone de Beauvoir in der deutschsprachigen Wikipedia
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Das andere Geschlecht
  3. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Simone de Beauvoir
  4. Internet Encyclopedia of Philosophy: Simone de Beauvoir
  5. Wikimedia Commons: Simone de Beauvoir
  6. Wikimedia Commons: The Second Sex



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen