Zum Inhalt springen

Das Kausalitätsproblem - Philosophie

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Das Kausalitätsproblem - Philosophie




Das Kausalitätsproblem - Philosophie


Einleitung

Wenn ein Dominostein fällt und den nächsten umstößt, sprechen wir von Kausalität: Ein Ereignis gilt als Ursache, ein anderes als Wirkung. Doch was macht aus einer bloßen Abfolge einen notwendigen Zusammenhang? Das Kausalitätsproblem fragt, ob wir Ursachen erkennen, nur vermuten oder erst durch Denkformen und Methoden konstruieren.

Leitfrage: Woher wissen wir, dass A wirklich B verursacht?


Grundbegriffe

Begriff Kurz erklärt
Ursache Ein Faktor oder Ereignis, das zum Zustandekommen einer Wirkung beiträgt.
Wirkung Das Ereignis oder der Zustand, der als Folge einer Ursache verstanden wird.
Kausalität Eine gerichtete Beziehung zwischen Ursache und Wirkung.
Korrelation Ein statistischer Zusammenhang, der noch keine Verursachung beweist.
Notwendigkeit Die Annahme, dass die Wirkung unter bestimmten Bedingungen eintreten muss.
Kontingenz Die Möglichkeit, dass etwas auch anders hätte geschehen können.


Aristoteles: Vier Arten des Erklärens

Aristoteles unterschied vier Formen von Ursachen:

  1. Materialursache: Woraus besteht etwas?
  2. Formursache: Welche Gestalt oder Struktur hat es?
  3. Wirkursache: Wodurch wird es hervorgebracht?
  4. Zweckursache: Wozu ist es da?

Die moderne Naturwissenschaft konzentriert sich meist auf die Wirkursache. Das Kausalitätsproblem ist deshalb auch ein Problem darüber, was als gute Erklärung gelten darf.


David Hume: Wir sehen keine notwendige Verbindung

Für David Hume stammen unsere Vorstellungen aus der Erfahrung. Beobachten wir wiederholt, dass auf A regelmäßig B folgt, entsteht eine Erwartung. Wahrnehmbar sind jedoch nur:

  1. die zeitliche Nähe von A und B,
  2. die zeitliche Priorität von A,
  3. die regelmäßige Verbindung ähnlicher Ereignisse.

Eine notwendige Kraft zwischen Ursache und Wirkung nehmen wir nicht wahr. Nach Hume erzeugt Gewohnheit den Glauben, dass die Zukunft der Vergangenheit ähneln wird.


Das Induktionsproblem

Aus endlich vielen Beobachtungen folgt logisch nicht, dass ein Zusammenhang immer gelten wird. Die Aussage „Bisher ging nach A stets B hervor“ beweist nicht: „Nach A muss immer B folgen.“ Wer die Verlässlichkeit der Induktion mit bisherigen Erfolgen begründet, verwendet bereits induktives Denken und gerät in einen Zirkelschluss.


Immanuel Kant: Kausalität als Bedingung von Erfahrung

Immanuel Kant stimmt Hume zu, dass notwendige Kausalität nicht einfach aus einzelnen Sinneseindrücken abgelesen wird. Er zieht jedoch eine andere Konsequenz: Der Verstand ordnet Wahrnehmungen mithilfe der Kategorie der Kausalität.

Für Kant ist Kausalität eine a-priorische Bedingung objektiver Erfahrung. Erst die Regel „Auf einen Zustand folgt ein anderer gemäß einer Ursache“ macht aus bloßen Eindrücken eine geordnete Ereigniswelt. Das betrifft die Welt der Erscheinungen, nicht unmittelbar das Ding an sich.


Hume und Kant im Vergleich

Frage Hume Kant
Woher stammt der Kausalitätsglaube? Aus Erfahrung und Gewohnheit. Aus einer Verstandeskategorie, die Erfahrung ordnet.
Wird Notwendigkeit wahrgenommen? Nein. Nein, sie wird durch den Verstand vorausgesetzt.
Was ist gesichert? Regelmäßige Abfolge, nicht metaphysische Kraft. Objektive Erfahrungsordnung nach Regeln.
Zentrales Risiko Skepsis gegenüber notwendigen Naturgesetzen. Begrenzung der Erkenntnis auf Erscheinungen.


Korrelation ist nicht Kausalität

Wenn zwei Größen gemeinsam auftreten, sind mehrere Deutungen möglich:

  1. A verursacht B.
  2. B verursacht A.
  3. Eine dritte Variable C verursacht A und B.
  4. Der Zusammenhang ist zufällig oder durch Auswahl der Daten entstanden.

Beispiel: Eisverkauf und Sonnenbrände steigen im Sommer gleichzeitig. Der Eisverkauf verursacht aber nicht die Sonnenbrände. Die gemeinsame Ursache ist hier vor allem warmes, sonniges Wetter.


Moderne Theorien der Kausalität


Regularitätstheorien

Eine Ursache ist Teil eines stabilen Musters: Ereignisse vom Typ A werden regelmäßig von Ereignissen des Typs B begleitet. Problematisch sind Ausnahmen, Zufälle und Scheinkorrelationen.


Kontrafaktische Theorien

Nach einer kontrafaktischen Analyse gilt A als Ursache von B, wenn B ohne A nicht eingetreten wäre. Diese Idee ist mit David Lewis verbunden.

Problem: Bei Überdetermination können zwei unabhängige Ursachen dieselbe Wirkung hervorbringen. Dann wäre die Wirkung auch ohne eine der beiden Ursachen eingetreten.


Probabilistische Theorien

Eine Ursache kann die Wahrscheinlichkeit einer Wirkung erhöhen, ohne sie sicher hervorzubringen. Das passt zu Medizin, Sozialwissenschaften und Quantenphysik. Eine bloße Wahrscheinlichkeitssteigerung kann jedoch ebenfalls durch eine gemeinsame Ursache entstehen.


Mechanistische und Prozesstheorien

Kausalität wird durch einen übertragenden Prozess oder einen nachvollziehbaren Mechanismus erklärt. Gefragt wird: Welche Zwischenschritte verbinden Ursache und Wirkung?


Interventionistische Theorien

A verursacht B, wenn eine gezielte Veränderung von A unter geeigneten Bedingungen B verändert. Diese Idee prägt Experimente, Kausale Inferenz und die Arbeiten von Judea Pearl und James Woodward.


Kausaldiagramme

In einem Kausaldiagramm stehen Pfeile für angenommene Wirkungsrichtungen. Solche Modelle helfen, unterschiedliche Rollen von Variablen zu unterscheiden:

  1. Störvariable: beeinflusst Ursache und Wirkung.
  2. Mediatorvariable: vermittelt einen Teil der Wirkung.
  3. Kollider: wird von zwei Variablen beeinflusst.
  4. Intervention: verändert gezielt eine Variable.

Ein Diagramm beweist keine Kausalität. Es macht Annahmen sichtbar und prüfbar.


Typische Problemfälle

Problemfall Philosophische Schwierigkeit
Gemeinsame Ursache Zwei Ereignisse hängen zusammen, ohne einander zu verursachen.
Präemption Eine Ursache verhindert, dass eine andere mögliche Ursache wirksam wird.
Überdetermination Mehrere hinreichende Ursachen erzeugen dieselbe Wirkung.
Unterlassung Auch das Ausbleiben einer Handlung kann als Ursache gelten.
Rückwärtsverursachung Es ist umstritten, ob eine Wirkung ihrer Ursache zeitlich vorausgehen kann.
Mentale Verursachung Unklar ist, wie mentale Zustände körperliche Vorgänge verursachen.


Ein Prüfmodell für Kausalbehauptungen

Prüfe eine Behauptung „A verursacht B“ mit fünf Fragen:

  1. Zeitfolge: Trat A vor B ein?
  2. Unterschied: Wäre B ohne A anders verlaufen?
  3. Mechanismus: Gibt es einen nachvollziehbaren Wirkungsweg?
  4. Alternativen: Wurden gemeinsame Ursachen und Verzerrungen geprüft?
  5. Intervention: Verändert eine gezielte Änderung von A tatsächlich B?

Je mehr dieser Prüfungen eine Behauptung besteht, desto besser ist sie begründet. Absolute Gewissheit folgt daraus nicht automatisch.


Bedeutung für Freiheit und Verantwortung

Das Kausalitätsproblem berührt Determinismus, Willensfreiheit und Verantwortung. Wenn jede Handlung vollständig verursacht ist, stellt sich die Frage, in welchem Sinn eine Person anders hätte handeln können. Kompatibilistische Positionen halten Freiheit und kausale Bestimmtheit für vereinbar; inkompatibilistische Positionen bestreiten dies.


Merksätze

  1. Regelmäßige Abfolge ist nicht automatisch notwendige Verursachung.
  2. Korrelation allein beweist keine Kausalität.
  3. Hume erklärt den Kausalitätsglauben durch Erfahrung und Gewohnheit.
  4. Kant versteht Kausalität als Bedingung geordneter Erfahrung.
  5. Moderne Ansätze prüfen Gegenwelten, Wahrscheinlichkeiten, Mechanismen und Interventionen.


Quellen und Vertiefung

  1. Wikipedia: Kausalität
  2. Wikipedia: Induktionsproblem
  3. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Counterfactual Theories of Causation
  4. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Regularity and Inferential Theories of Causation
  5. Internet Encyclopedia of Philosophy: David Hume on Causation


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet Kausalität? (Eine gerichtete Beziehung zwischen Ursache und Wirkung) (!Eine zufällige Ähnlichkeit zweier Ereignisse) (!Eine rein sprachliche Definition) (!Eine wertende Beurteilung)




Welche Ursache steht bei Aristoteles für das hervorbringende Wirken? (Wirkursache) (!Materialursache) (!Formursache) (!Zweckursache)




Was können wir nach Hume unmittelbar beobachten? (Regelmäßige Abfolgen von Ereignissen) (!Eine unsichtbare notwendige Kraft) (!Die Zukunft als fertige Tatsache) (!Alle möglichen Gegenwelten)




Wodurch entsteht nach Hume die Erwartung einer Wirkung? (Durch Gewohnheit) (!Durch mathematische Gewissheit) (!Durch angeborene Erinnerung) (!Durch moralische Verpflichtung)




Worin besteht das Induktionsproblem? (Vergangene Regelmäßigkeit beweist keine zukünftige Notwendigkeit) (!Jede Beobachtung ist logisch falsch) (!Naturgesetze gelten nur in der Mathematik) (!Ursachen müssen immer sichtbar sein)




Welche Rolle hat Kausalität bei Kant? (Sie ist eine Bedingung geordneter Erfahrung) (!Sie ist eine bloße optische Täuschung) (!Sie ist nur eine sprachliche Gewohnheit) (!Sie gilt ausschließlich für moralische Urteile)




Was zeigt eine Korrelation für sich allein? (Einen statistischen Zusammenhang) (!Eine sicher bewiesene Ursache) (!Einen vollständigen Mechanismus) (!Eine notwendige Wirkung)




Welche Frage ist typisch für kontrafaktische Kausalität? (Wäre die Wirkung ohne die Ursache ausgeblieben) (!Ist die Ursache moralisch gut) (!Ist die Wirkung sprachlich eindeutig) (!Ist die Ursache älter als die Theorie)




Was untersucht ein interventionistischer Ansatz? (Ob eine gezielte Veränderung der Ursache die Wirkung verändert) (!Ob zwei Wörter ähnlich klingen) (!Ob eine Wirkung ästhetisch überzeugt) (!Ob ein Ereignis erinnert wird)




Was ist eine Störvariable? (Eine dritte Variable, die Ursache und Wirkung beeinflusst) (!Eine Wirkung ohne zeitlichen Beginn) (!Eine logisch notwendige Schlussregel) (!Eine absichtlich falsche Messung)





Memory

Hume Gewohnheit
Kant Kategorie
Aristoteles Vierursachenlehre
Korrelation Zusammenhang
Kontrafaktum Gegenwelt
Intervention Eingriff
Mediator Vermittlung
Confounder Störfaktor





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Regelmäßigkeit Wiederkehrende Abfolge ähnlicher Ereignisse
Kontrafaktum Aussage darüber, was ohne ein Ereignis geschehen wäre
Mechanismus Nachvollziehbare Kette von Zwischenschritten
Intervention Gezielte Veränderung einer möglichen Ursache
Störvariable Dritter Faktor, der zwei Größen beeinflusst




...


Kreuzworträtsel

Ursache Was steht am Anfang einer angenommenen Kausalbeziehung?
Wirkung Wie heißt das verursachte Ereignis?
Hume Welcher Philosoph erklärt den Kausalitätsglauben durch Gewohnheit?
Gewohnheit Was erzeugt nach Hume unsere Erwartung regelmäßiger Folgen?
Kategorie Als was versteht Kant die Kausalität im Verstand?
Kontrafaktum Wie heißt eine Aussage über einen nicht eingetretenen alternativen Verlauf?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine gerichtete Beziehung zwischen Ursache und Wirkung heißt

.
Aristoteles unterschied vier Arten von

.
Hume zufolge nehmen wir keine notwendige

zwischen Ereignissen wahr.
Unsere Erwartung regelmäßiger Folgen entsteht nach Hume durch

.
Das Problem der Verallgemeinerung von Beobachtungen heißt

.
Kant versteht Kausalität als Kategorie des

.
Ein statistischer Zusammenhang wird als

bezeichnet.
Eine Aussage über einen alternativen Verlauf heißt

.
Eine gezielte Veränderung einer möglichen Ursache ist eine

.
Ein dritter Einflussfaktor kann als

wirken.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ursache und Wirkung: Beschreibe drei Alltagssituationen und trenne jeweils Beobachtung, vermutete Ursache und Wirkung.
  2. Scheinkorrelation: Erfinde ein plausibles Beispiel, in dem zwei Größen zusammen auftreten, ohne einander zu verursachen.
  3. Hume: Zeichne eine Bilderfolge, die zeigt, was beobachtet wird und welche notwendige Verbindung unsichtbar bleibt.
  4. Begriffsnetz: Erstelle ein Begriffsnetz mit Ursache, Wirkung, Korrelation, Gewohnheit und Notwendigkeit.


Standard

  1. Hume und Kant: Verfasse einen Dialog, in dem beide ihre Antworten auf das Kausalitätsproblem verteidigen.
  2. Kausaldiagramm: Entwirf ein Diagramm zu Lernzeit, Schlaf, Motivation und Prüfungsergebnis und begründe jede Pfeilrichtung.
  3. Medienanalyse: Suche eine Schlagzeile mit einer Kausalbehauptung und prüfe, ob die genannten Daten nur eine Korrelation zeigen.
  4. Kontrafaktisches Denken: Analysiere ein historisches oder persönliches Ereignis mit der Frage, was ohne eine zentrale Bedingung geschehen wäre.


Schwer

  1. Überdetermination: Entwickle einen Fall mit zwei hinreichenden Ursachen und prüfe die Grenzen des einfachen Ohne-A-auch-kein-B-Tests.
  2. Interventionismus: Plane ein ethisch vertretbares Experiment, das eine Kausalbehauptung besser prüft als eine reine Beobachtungsstudie.
  3. Metaphysik der Kausalität: Vergleiche Regularitäts-, kontrafaktische und mechanistische Theorien anhand desselben Beispiels.
  4. Willensfreiheit: Erörtere, ob moralische Verantwortung eine Unterbrechung kausaler Naturzusammenhänge voraussetzt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Korrelation: In einer Stadt steigen gleichzeitig Bildschirmzeit und Schlafprobleme. Entwickle mindestens drei mögliche Kausalmodelle und nenne Daten, mit denen sie unterscheidbar wären.
  2. Theorienvergleich: Prüfe die Aussage „Der Kurzschluss verursachte den Brand“ aus Sicht einer Regularitäts-, einer kontrafaktischen und einer mechanistischen Theorie.
  3. Hume-Kant-Transfer: Erkläre, wie Hume und Kant die Sicherheit einer neuen naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeit unterschiedlich beurteilen würden.
  4. Experimentkritik: Bewerte, ob ein beobachteter Lernerfolg nach Einführung einer App kausal auf die App zurückgeführt werden darf. Berücksichtige Auswahl, Motivation und Vergleichsgruppen.
  5. Verantwortungsproblem: Analysiere einen Fall unterlassener Hilfe und diskutiere, unter welchen Bedingungen eine Unterlassung als Ursache gelten kann.
  6. Modellprüfung: Entwirf ein Kausaldiagramm zu sozialer Herkunft, Bildungszugang und Einkommen. Begründe, welche Variablen kontrolliert werden sollten und welche nicht.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du:

  1. das Kausalitätsproblem präzise formulieren,
  2. Humes Gewohnheitstheorie und Induktionskritik erklären,
  3. Kants Antwort mit der Kategorie der Kausalität darstellen,
  4. Korrelation und Kausalität sicher unterscheiden,
  5. mindestens drei moderne Kausalitätstheorien vergleichen,
  6. einen komplexen Fall mit Gegenursachen und Störvariablen analysieren,
  7. ein begründetes eigenes Urteil entwickeln,
  8. verwendete Quellen transparent angeben.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen