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Das Ende der Weimarer Republik - Deutschland

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Das Ende der Weimarer Republik - Deutschland




Einleitung

Das Ende der Weimarer Republik - Deutschland bezeichnet keinen einzigen plötzlichen Moment, sondern einen politischen Prozess, in dem die parlamentarische Demokratie zwischen 1930 und 1933 immer stärker ausgehöhlt und schließlich durch die nationalsozialistische Diktatur ersetzt wurde. Besonders wichtig waren dabei die Folgen der Weltwirtschaftskrise, die Schwächung des Reichstags, die zunehmende politische Radikalisierung, Gewalt im öffentlichen Raum, der Aufstieg der NSDAP, die Entscheidungen konservativer Eliten um Reichspräsident Paul von Hindenburg und schließlich die gezielte Ausschaltung demokratischer Rechte durch die Regierung Adolf Hitler.

Für das Verständnis ist eine Unterscheidung entscheidend: Hitler wurde am 30. Januar 1933 nicht vom Volk zum Reichskanzler gewählt. Reichspräsident Hindenburg ernannte ihn zum Reichskanzler. Die NSDAP war zu diesem Zeitpunkt zwar die stärkste Partei im Reichstag, besaß aber keine absolute Mehrheit. Erst in den folgenden Wochen nutzte die neue Regierung staatliche Macht, Notverordnungen, politische Verfolgung und das Ermächtigungsgesetz, um die Demokratie systematisch zu beseitigen.


Von der Wirtschaftskrise zur Demokratiekrise


Die Weltwirtschaftskrise ab 1929

Die internationale Weltwirtschaftskrise traf Deutschland besonders hart. Die deutsche Wirtschaft war stark von kurzfristigen ausländischen Krediten abhängig. Als nach dem Börsenkrach von 1929 Kapital abgezogen wurde, gerieten Unternehmen und Banken unter Druck. Produktion und Handel gingen zurück, Betriebe schlossen oder entließen Beschäftigte. Im Januar 1932 waren mehr als sechs Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet.

Arbeitslosigkeit bedeutete nicht automatisch politische Radikalisierung. Doch Massenarbeitslosigkeit, Abstiegsängste und soziale Unsicherheit schwächten das Vertrauen vieler Menschen in die Fähigkeit der demokratischen Parteien, die Krise zu lösen. Davon profitierten vor allem Parteien, die das bestehende politische System ablehnten.

Die Grafik verdeutlicht den starken Anstieg der Arbeitslosigkeit. Bei der Auswertung solltest Du beachten, dass wirtschaftliche Daten allein noch nicht erklären, warum Menschen bestimmte Parteien wählten. Wirtschaftliche Not wirkte zusammen mit politischen Überzeugungen, gesellschaftlichen Konflikten, Propaganda und bereits vorhandener Ablehnung der Republik.


Das Ende parlamentarischer Mehrheitsregierungen

Im März 1930 zerbrach die letzte Regierung, die sich auf eine parlamentarische Mehrheit stützen konnte, unter Reichskanzler Hermann Müller. Streitpunkt war unter anderem die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung. Reichspräsident Hindenburg ernannte anschließend Heinrich Brüning zum Reichskanzler.

Damit begann die Zeit der sogenannten Präsidialkabinette. Brüning und später Franz von Papen und Kurt von Schleicher stützten sich nicht auf stabile Mehrheiten im Reichstag, sondern vor allem auf den Reichspräsidenten. Die politische Macht verlagerte sich dadurch vom Parlament zum Präsidenten und zu dessen Beratern.

Die Weimarer Reichsverfassung gab dem Reichspräsidenten mit Artikel 48 die Möglichkeit, in Krisensituationen Notverordnungen zu erlassen. Eigentlich war dies für außergewöhnliche Notlagen gedacht. Ab 1930 wurde das Instrument jedoch immer stärker als Ersatz für normale parlamentarische Gesetzgebung genutzt. Gleichzeitig konnte der Reichstag nach Artikel 25 aufgelöst werden. So funktionierte das demokratische Regierungssystem zunehmend ohne dauerhafte parlamentarische Mehrheiten.


Politische Radikalisierung


Wahlerfolge von NSDAP und KPD

Die Krise veränderte die Parteienlandschaft stark. Bei der Reichstagswahl 1928 hatte die NSDAP nur 2,6 Prozent der Stimmen erhalten. Im September 1930 erreichte sie bereits 18,3 Prozent. Im Juli 1932 wurde sie mit 37,3 Prozent stärkste Partei. Auch die KPD, die die parlamentarische Republik ebenfalls ablehnte und eine revolutionäre Umgestaltung anstrebte, gewann Stimmen.

Dabei darfst Du die beiden Parteien nicht einfach gleichsetzen. Für die konkrete Zerstörung der Demokratie ab 1933 war die NSDAP entscheidend, weil sie Regierungsgewalt erhielt und diese zur Errichtung einer rassistischen und antisemitischen Diktatur nutzte. Die gleichzeitige Stärke antidemokratischer Parteien auf beiden politischen Rändern erschwerte jedoch schon zuvor die Bildung tragfähiger parlamentarischer Mehrheiten.

Reichstagswahl Stimmenanteil der NSDAP Bedeutung
1928 2,6 % Splitterpartei im Reichstag
September 1930 18,3 % großer Durchbruch in der Wirtschaftskrise
Juli 1932 37,3 % stärkste Partei
November 1932 33,1 % deutlicher Verlust, aber weiterhin stärkste Partei
März 1933 43,9 % Wahl bereits unter massiver Einschüchterung und Verfolgung politischer Gegner

Der Vergleich der beiden Karten ist besonders aufschlussreich: Im November 1932 verlor die NSDAP Stimmen. Ihr späterer Machtantritt war deshalb keineswegs das automatische Ergebnis eines immer weiter steigenden Wahlerfolgs. Politische Entscheidungen im Umfeld Hindenburgs spielten eine zentrale Rolle.


Propaganda, Massenmobilisierung und politische Gewalt

Die NSDAP verband moderne Wahlkampftechniken mit radikaler Propaganda. Sie versprach unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen gleichzeitig nationale Stärke, Arbeit, Ordnung und die Überwindung des parlamentarischen Systems. Komplexe Probleme wurden auf einfache Feindbilder reduziert. Antisemitismus gehörte zum ideologischen Kern der Partei, auch wenn er in bestimmten Wahlkampfphasen taktisch weniger stark hervorgehoben wurde.

Hinzu kam politische Gewalt. Die SA trat uniformiert auf, organisierte Aufmärsche und griff politische Gegner an. Auch zwischen kommunistischen Aktivisten, Nationalsozialisten und anderen politischen Gruppen kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Präsenz bewaffneter oder paramilitärisch auftretender Organisationen verstärkte das Gefühl, dass demokratische Konfliktregeln ihre Verbindlichkeit verloren.

Das Foto eines SA-Propagandamarsches in Berlin-Spandau aus dem Jahr 1932 eignet sich für eine Quellenanalyse: Welche Wirkung sollte ein geschlossener Aufmarsch auf Zuschauer haben? Welche Botschaften können Uniformen, Ordnung und Masse vermitteln? Welche Informationen liefert das Foto nicht?


Wahlkampf und politische Bilder

Wahlplakate spielten in der politischen Kommunikation eine wichtige Rolle. Sie arbeiteten mit kurzen Botschaften, starken Symbolen und emotionalen Gegensätzen. Ein historisches Plakat ist deshalb nie nur eine neutrale Abbildung, sondern eine bewusst gestaltete Quelle mit einer bestimmten Absicht.

Bei der Reichspräsidentenwahl 1932 trat Hindenburg gegen Hitler und weitere Kandidaten an. Im zweiten Wahlgang gewann Hindenburg mit 53 Prozent, Hitler erreichte 36,8 Prozent. Weniger als ein Jahr später ernannte derselbe Hindenburg Hitler zum Reichskanzler.


Der Weg von Brüning zu Hitler


Brüning, Papen und Schleicher

Brüning regierte von 1930 bis 1932 zunehmend mit Notverordnungen. Seine Spar- und Deflationspolitik sollte unter anderem Staatshaushalt und Währung stabilisieren, verschärfte aber in der Krise die soziale Belastung vieler Menschen. Im Mai 1932 verlor Brüning Hindenburgs Unterstützung und musste zurücktreten.

Sein Nachfolger Franz von Papen verfügte im Reichstag über kaum parlamentarischen Rückhalt. Am 20. Juli 1932 setzte die Reichsregierung beim sogenannten Preußenschlag die geschäftsführende preußische Regierung unter dem Sozialdemokraten Otto Braun weitgehend ab und übernahm zentrale staatliche Befugnisse. Preußen war das größte Land des Deutschen Reiches und bis dahin ein wichtiges Machtzentrum demokratischer Parteien. Der Preußenschlag schwächte den Föderalismus und den demokratischen Widerstand gegen autoritäre Entwicklungen.

Nach Papen wurde im Dezember 1932 Kurt von Schleicher Reichskanzler. Auch er konnte keine stabile politische Mehrheit organisieren. Sein Versuch, Teile der NSDAP und der Gewerkschaften für eine neue politische Basis zu gewinnen, scheiterte.


Warum wurde Hitler Reichskanzler?

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Entscheidenden Anteil daran hatten Verhandlungen zwischen Hitler, Papen, Hindenburgs Umfeld und nationalkonservativen Politikern. Papen und andere Konservative glaubten, Hitler in einer Regierung mit nur wenigen nationalsozialistischen Ministern kontrollieren oder politisch „einrahmen“ zu können. Diese Einschätzung erwies sich als folgenschwerer Irrtum.

Hitlers Ernennung war also weder durch eine absolute Mehrheit der NSDAP erzwungen noch unausweichlich. Sie war eine politische Entscheidung, die in einer bereits stark beschädigten Demokratie getroffen wurde.

Das erste Kabinett Hitler zeigt, dass die Regierung anfangs nicht ausschließlich aus Nationalsozialisten bestand. Gerade deshalb unterschätzten konservative Bündnispartner die Fähigkeit Hitlers und der NSDAP, staatliche Macht rasch zu konzentrieren.


Von der Regierungsübertragung zur Diktatur


Der Reichstagsbrand und die Ausschaltung von Grundrechten

Am 27. Februar 1933 brannte das Reichstagsgebäude in Berlin. Der niederländische Kommunist Marinus van der Lubbe wurde am Tatort festgenommen und später verurteilt. Die genaue Frage nach möglichen weiteren Beteiligten am Brand wurde in der Forschung lange kontrovers diskutiert. Politisch entscheidend ist, dass die nationalsozialistische Regierung den Brand sofort nutzte, um ihre Gegner massiv zu verfolgen.

Am 28. Februar unterzeichnete Hindenburg die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat, die sogenannte Reichstagsbrandverordnung. Sie setzte zentrale Grundrechte außer Kraft, darunter persönliche Freiheit, Meinungs- und Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit sowie das Brief- und Fernmeldegeheimnis. Tausende politische Gegner wurden verhaftet. Damit entstand ein dauerhafter Ausnahmezustand, der die Möglichkeiten demokratischer Opposition drastisch einschränkte.


Die Reichstagswahl vom 5. März 1933

Auch bei der Reichstagswahl vom 5. März 1933 erreichte die NSDAP mit 43,9 Prozent keine absolute Mehrheit der Stimmen. Zusammen mit der DNVP verfügte die Regierungskoalition jedoch über eine parlamentarische Mehrheit. Die Wahl fand bereits unter Bedingungen statt, in denen politische Gegner verfolgt, Medien eingeschränkt und staatliche Mittel zugunsten der neuen Machthaber eingesetzt wurden. Sie kann daher nicht wie eine freie Wahl unter normalen demokratischen Bedingungen bewertet werden.


Das Ermächtigungsgesetz

Am 23. März 1933 stimmte der Reichstag über das Ermächtigungsgesetz ab. Es erlaubte der Reichsregierung, Gesetze ohne reguläre Zustimmung des Reichstags und des Reichsrats zu erlassen. Solche Gesetze konnten sogar von der Verfassung abweichen. Für die notwendige Zweidrittelmehrheit stimmten neben NSDAP und DNVP auch Parteien der politischen Mitte zu.

Die 94 anwesenden SPD-Abgeordneten stimmten geschlossen dagegen. Die KPD-Abgeordneten konnten nicht teilnehmen; viele waren bereits verhaftet oder auf der Flucht, ihre Mandate waren ausgeschaltet worden. Die Abstimmung fand zudem in einer Atmosphäre massiver Einschüchterung durch SA und SS statt.

Mit dem Ermächtigungsgesetz verlor das Parlament seine zentrale Kontroll- und Gesetzgebungsfunktion. In den folgenden Monaten wurden Länder, Parteien, Gewerkschaften, Verbände, Medien und gesellschaftliche Organisationen im Sinne der nationalsozialistischen Gleichschaltung umgestaltet oder ausgeschaltet. Im Juli 1933 war die NSDAP die einzige noch zugelassene Partei.


Warum scheiterte die Weimarer Republik?

Die Frage nach dem Scheitern der Weimarer Republik hat keine einzige Ursache. Historisch sinnvoll ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

  1. Weltwirtschaftskrise: Massenarbeitslosigkeit und soziale Unsicherheit verschärften bestehende politische Konflikte.
  2. Weimarer Reichsverfassung: Die starken Befugnisse des Reichspräsidenten konnten in der Krise gegen den Parlamentarismus eingesetzt werden.
  3. Präsidialregime: Seit 1930 verlagerte sich politische Macht zunehmend vom Reichstag zum Reichspräsidenten.
  4. Politischer Extremismus: Antidemokratische Parteien gewannen an Unterstützung und erschwerten stabile parlamentarische Mehrheiten.
  5. Politische Gewalt: Straßenkämpfe, Einschüchterung und paramilitärische Organisationen schwächten demokratische Konfliktregeln.
  6. NSDAP: Die Partei nutzte Propaganda, Antisemitismus, Nationalismus, soziale Versprechen und Gewalt zur Mobilisierung gegen die Demokratie.
  7. Antidemokratische Eliten: Teile traditioneller Eliten wollten die parlamentarische Demokratie durch eine autoritärere Ordnung ersetzen und glaubten, Hitler für ihre Ziele benutzen zu können.
  8. Paul von Hindenburg: Als Reichspräsident ernannte er Präsidialkabinette und schließlich Hitler zum Reichskanzler.
  9. Adolf Hitler: Nach seiner Ernennung nutzte Hitler die vorhandenen staatlichen Machtmittel konsequent zur Zerstörung demokratischer Institutionen.

Das Ende der Republik war deshalb weder bloß ein „Versagen der Wähler“ noch allein eine Folge der Weltwirtschaftskrise. Es entstand aus dem Zusammenwirken gesellschaftlicher Krisen, institutioneller Schwächen, antidemokratischer Bewegungen und konkreter Entscheidungen politischer Akteure.


Zeitleiste 1929 bis 1933

Zeitpunkt Ereignis Bedeutung
1929 Beginn der Weltwirtschaftskrise wirtschaftliche und soziale Krise verschärft sich
März 1930 Ende der Regierung Müller und Beginn des Kabinetts Brüning Übergang zu Präsidialkabinetten
September 1930 NSDAP erreicht 18,3 Prozent Aufstieg zur Massenpartei
April 1932 Hindenburg wird als Reichspräsident wiedergewählt Hitler unterliegt, gewinnt aber stark an Zustimmung
Juli 1932 NSDAP erreicht 37,3 Prozent stärkste Reichstagsfraktion
Juli 1932 Preußenschlag wichtiges demokratisches Machtzentrum wird geschwächt
November 1932 NSDAP fällt auf 33,1 Prozent Machtübernahme bleibt keineswegs zwangsläufig
Dezember 1932 Schleicher wird Reichskanzler letzter Kanzler vor Hitler
30. Januar 1933 Hitler wird von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt Regierungsgewalt geht an eine Koalition unter Führung der NSDAP
28. Februar 1933 Reichstagsbrandverordnung zentrale Grundrechte werden außer Kraft gesetzt
23. März 1933 Reichstag beschließt das Ermächtigungsgesetz Regierung kann weitgehend ohne Parlament gesetzgeben


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Entwicklung verschärfte ab 1929 die wirtschaftliche und soziale Krise in Deutschland besonders stark? (Weltwirtschaftskrise) (!Gründung des Deutschen Kaiserreichs) (!Währungsunion mit Frankreich) (!Beginn des Wirtschaftswunders)




Welcher Artikel der Weimarer Reichsverfassung ermöglichte dem Reichspräsidenten Notverordnungen? (Artikel 48) (!Artikel 1) (!Artikel 20) (!Artikel 79)




Wer wurde 1930 Reichskanzler und leitete das erste Präsidialkabinett dieser Phase? (Heinrich Brüning) (!Gustav Stresemann) (!Friedrich Ebert) (!Philipp Scheidemann)




Welche Partei wurde bei der Reichstagswahl im Juli 1932 stärkste Partei? (NSDAP) (!SPD) (!Zentrum) (!DVP)




Was bezeichnet der Begriff Preußenschlag? (Die weitgehende Absetzung der preußischen Regierung durch die Reichsregierung) (!Die Auflösung der NSDAP durch Preußen) (!Die Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten) (!Die Einführung einer neuen Reichsverfassung)




Wie kam Adolf Hitler am 30. Januar 1933 in das Amt des Reichskanzlers? (Er wurde von Reichspräsident Hindenburg ernannt) (!Er gewann eine direkte Kanzlerwahl) (!Er erhielt die absolute Mehrheit bei einer Volksabstimmung) (!Er wurde vom Reichsgericht eingesetzt)




Welche unmittelbare politische Folge hatte die Reichstagsbrandverordnung? (Zentrale Grundrechte wurden außer Kraft gesetzt) (!Der Reichstag erhielt zusätzliche Kontrollrechte) (!Die SA wurde dauerhaft verboten) (!Der Reichspräsident verlor sein Amt)




Welche Aussage zur Reichstagswahl vom März 1933 ist richtig? (Die NSDAP erreichte allein keine absolute Stimmenmehrheit) (!Die NSDAP erhielt mehr als drei Viertel aller Stimmen) (!Die SPD trat nicht zur Wahl an) (!Die Wahl fand vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler statt)




Was bewirkte das Ermächtigungsgesetz von 1933? (Die Reichsregierung konnte weitgehend ohne Parlament Gesetze beschließen) (!Der Reichstag erhielt ein Vetorecht gegen Notverordnungen) (!Der Föderalismus wurde dauerhaft gestärkt) (!Der Reichskanzler wurde direkt vom Volk gewählt)




Welche Erklärung beschreibt das Ende der Weimarer Republik am besten? (Ein Zusammenspiel aus Krisen institutioneller Aushöhlung Radikalisierung und politischen Entscheidungen) (!Eine einzige verlorene Reichstagswahl beendete die Republik) (!Nur die Inflation des Jahres 1923 verursachte das Ende) (!Die Republik endete automatisch mit dem Börsenkrach)





Memory

Weltwirtschaftskrise Massenarbeitslosigkeit
Artikel 48 Notverordnungen
Heinrich Brüning Präsidialkabinett
Preußenschlag Entmachtung Preußens
Reichstagsbrandverordnung Grundrechtseinschränkungen
Ermächtigungsgesetz Entmachtung des Parlaments
Paul von Hindenburg Ernennung Hitlers





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Weltwirtschaftskrise verstärkte Arbeitslosigkeit und soziale Unsicherheit
Präsidialregime verlagerte politische Macht vom Reichstag zum Reichspräsidenten
Preußenschlag schwächte ein wichtiges demokratisches Machtzentrum
Reichstagsbrandverordnung setzte zentrale Grundrechte außer Kraft
Ermächtigungsgesetz gab der Reichsregierung weitreichende Gesetzgebungsmacht






Kreuzworträtsel

Brüning Welcher Reichskanzler leitete ab 1930 das erste Präsidialkabinett dieser Phase?
Hindenburg Welcher Reichspräsident ernannte Hitler zum Reichskanzler?
Preußenschlag Wie heißt die Entmachtung der preußischen Regierung im Juli 1932?
Notverordnung Welches Instrument ersetzte ab 1930 immer häufiger die normale parlamentarische Gesetzgebung?
Reichstagsbrand Welches Ereignis vom Februar 1933 nutzte die Regierung zur massiven Verfolgung politischer Gegner?
Ermächtigungsgesetz Welches Gesetz übertrug der Reichsregierung weitreichende Gesetzgebungsbefugnisse?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ab 1929 verschärfte die

die wirtschaftliche und soziale Lage in Deutschland. Ab 1930 regierten zunehmend sogenannte

ohne stabile parlamentarische Mehrheit. Der Reichspräsident konnte sich dabei auf den Verfassungsartikel

und dessen Notverordnungsrecht stützen. Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 wurde die

stärkste Partei. Die Ausschaltung der preußischen Regierung im Sommer 1932 wird als

bezeichnet. Am 30. Januar 1933 ernannte Hindenburg Hitler zum

. Nach dem Reichstagsbrand setzte die

zentrale Grundrechte außer Kraft. Im März 1933 entmachtete das

das Parlament weitgehend.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Eigene Zeitleiste: Gestalte eine Zeitleiste von 1929 bis März 1933 und markiere bei jedem Ereignis, ob es vor allem wirtschaftliche, gesellschaftliche oder politische Bedeutung hatte.
  2. Begriffskarten: Erstelle Lernkarten zu Weltwirtschaftskrise, Präsidialkabinett, Artikel 48, Preußenschlag, Reichstagsbrandverordnung und Ermächtigungsgesetz.
  3. Wahldiagramm: Übertrage die NSDAP-Wahlergebnisse von 1928 bis März 1933 in ein selbst gestaltetes Diagramm und formuliere drei Beobachtungen.
  4. Bildanalyse: Wähle ein historisches Bild aus diesem aiMOOC und beschreibe Bildinhalt, Entstehungskontext, mögliche Wirkung und Grenzen der Quelle.


Standard

  1. Plakatvergleich: Suche zwei Wahlplakate unterschiedlicher Parteien aus dem Jahr 1932 und untersuche Sprache, Symbole, Feindbilder und Zielgruppen.
  2. Verfassungsanalyse: Erkläre an Artikel 48, warum Notstandsrechte einerseits handlungsfähig machen, andererseits aber eine Demokratie gefährden können.
  3. Geschichtspodcast: Produziere einen fünfminütigen Podcast mit dem Titel „Warum Hitlers Ernennung nicht zwangsläufig war“ und verwende mindestens vier historische Faktoren.
  4. Rollendebatte: Simuliere eine Reichstagsdebatte des Jahres 1932 mit verschiedenen demokratischen und antidemokratischen Positionen. Trenne historische Argumente klar von Deiner eigenen Bewertung.


Schwer

  1. Quellendossier: Vergleiche eine Notverordnung, einen Zeitungstext und ein Wahlplakat aus der Endphase der Republik. Prüfe Perspektive, Absicht, Aussagewert und Grenzen jeder Quelle.
  2. Ursachen-Netzwerk: Erstelle ein Netzwerkdiagramm, das Wirtschaftskrise, Parteienzerfall, Präsidialregime, Gewalt, Elitenentscheidungen und NSDAP-Aufstieg miteinander verbindet. Begründe jede Verbindung.
  3. Demokratievergleich: Vergleiche ausgewählte Schwächen der Weimarer Verfassung mit Sicherungen des heutigen Grundgesetzes. Vermeide einfache Gleichsetzungen und erkläre historische Unterschiede.
  4. Digitale Ausstellung: Entwickle eine kleine digitale Ausstellung „Demokratie unter Druck 1930–1933“ mit Quellen, Bildunterschriften, Erklärtexten und einem abschließenden Abschnitt zu Handlungsspielräumen historischer Akteure.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursachenkette: Erkläre, wie Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und politische Radikalisierung miteinander zusammenhängen konnten, ohne wirtschaftliche Not als automatische Ursache extremistischer Wahlentscheidungen darzustellen.
  2. Institutionenanalyse: Beurteile, warum Präsidialkabinette kurzfristig politische Handlungsfähigkeit erzeugen konnten, gleichzeitig aber den Parlamentarismus schwächten.
  3. Wahlvergleich: Vergleiche die NSDAP-Ergebnisse vom Juli und November 1932. Erkläre, warum Hitlers spätere Ernennung gerade deshalb nicht als zwangsläufiges Ergebnis einer ständig steigenden Wählerzustimmung beschrieben werden kann.
  4. Entscheidungsspielraum: Untersuche, welche Handlungsmöglichkeiten Hindenburg und seine Berater im Januar 1933 hatten und welche Verantwortung mit der Entscheidung zur Ernennung Hitlers verbunden war.
  5. Grundrechte im Ausnahmezustand: Erkläre, warum die Außerkraftsetzung von Grundrechten die politische Konkurrenz unmittelbar veränderte und wie sich dies auf die Wahl im März 1933 auswirkte.
  6. Transfer: Formuliere drei allgemeine Bedingungen, die demokratische Systeme widerstandsfähiger gegen autoritäre Entwicklungen machen können, und begründe sie mit Erkenntnissen aus der Weimarer Republik, ohne historische Situationen gleichzusetzen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Zusammenhänge erklären und historische Quellen kritisch auswerten kannst.

  1. Chronologie: Ordne die zentralen Ereignisse von 1929 bis März 1933 zeitlich und erkläre ihre Bedeutung.
  2. Weltwirtschaftskrise: Erläutere die wirtschaftlichen und sozialen Folgen und ihren Zusammenhang mit politischer Unsicherheit.
  3. Präsidialkabinett: Erkläre den Bedeutungsverlust parlamentarischer Mehrheiten und die Rolle von Artikel 48.
  4. Politische Radikalisierung: Analysiere Wahlergebnisse, Propaganda und politische Gewalt, ohne unterschiedliche politische Bewegungen und ihre Folgen undifferenziert gleichzusetzen.
  5. Adolf Hitler: Unterscheide klar zwischen Wahlerfolgen der NSDAP und Hitlers Ernennung zum Reichskanzler.
  6. Reichstagsbrandverordnung: Erkläre, welche Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden und warum dies für die Demokratie entscheidend war.
  7. Ermächtigungsgesetz: Erkläre seine Wirkung auf Gewaltenteilung, Parlament und Regierungsgewalt.
  8. Historische Urteilsbildung: Begründe, warum das Ende der Weimarer Republik als Zusammenspiel mehrerer Ursachen und konkreter Entscheidungen verstanden werden muss.




OERs zum Thema


Quellen und Vertiefung

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Zerstörung der Demokratie 1930–1933
  2. Deutsches Historisches Museum: Präsidialkabinette
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Zeittafel der Weimarer Republik
  4. Deutsches Historisches Museum: Das Ermächtigungsgesetz von 1933


Verknüpfte Lernbereiche


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