Anpassung an Extremwetter - Deutschland

Anpassung an Extremwetter - Deutschland
Anpassung an Extremwetter - Deutschland
Einleitung
Deutschland erlebt die Folgen des Klimawandels bereits heute. Besonders deutlich werden sie bei Hitze, Trockenheit und Dürre, Starkregen, Hochwasser und Niedrigwasser. Extremwetter gab es schon immer. Durch die Erwärmung des Klimas verändern sich jedoch bei mehreren Extremtypen Häufigkeit, Intensität oder Wahrscheinlichkeit. Für Hitze ist diese Entwicklung in Deutschland besonders eindeutig. Bei Starkregen und Hochwasser hängt das Risiko zusätzlich stark von regionalen Wetterlagen, Böden, Flussgebieten, Bebauung und Vorsorge ab.
Der Deutsche Wetterdienst beschreibt für Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1881 eine deutliche Erwärmung. Mit der seit 2025 verwendeten LOESS-Auswertung beträgt der Temperaturanstieg bis 2024 etwa 2,5 °C. Damit wachsen besonders die Herausforderungen durch Hitze und Trockenheit. Gleichzeitig können intensive Niederschläge große Schäden verursachen, wenn viel Wasser in kurzer Zeit auf versiegelte Flächen, enge Täler oder bereits nasse Böden trifft.

Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende der Klassen 8 bis 13 und an Menschen im lebenslangen Lernen. Du lernst, wie Extremwetterrisiken entstehen, warum verschiedene Regionen unterschiedlich betroffen sind und welche Anpassungsmaßnahmen sinnvoll sind. Dabei geht es nicht nur um technische Schutzbauten. Auch Stadtplanung, Bodenschutz, Warnsysteme, Gesundheitsvorsorge, Raumplanung und das Verhalten jedes Einzelnen spielen eine Rolle.
Klimaanpassung verstehen
Klimaanpassung bedeutet, sich auf bereits eingetretene oder erwartete Folgen des Klimawandels einzustellen. Ziel ist es, Schäden zu vermeiden oder zu verringern und die Widerstandsfähigkeit von Menschen, Ökosystemen, Wirtschaft und Infrastruktur zu stärken.
Klimaanpassung und Klimaschutz sind nicht dasselbe. Klimaschutz vermindert den Ausstoß von Treibhausgasen und begrenzt damit die weitere Erwärmung. Klimaanpassung verringert die Folgen der Erwärmung, die bereits eingetreten ist oder nicht mehr vollständig vermieden werden kann. Beides ist notwendig. Anpassung kann wirksamen Klimaschutz nicht ersetzen, denn mit zunehmender Erwärmung steigen Risiken und Grenzen der Anpassung.
Wie entsteht ein Klimarisiko?
Ein Extremereignis allein führt noch nicht automatisch zu einer Katastrophe. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Gefahr, Exposition und Verwundbarkeit.
| Faktor | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Gefahr | Wie stark und wahrscheinlich ist das Naturereignis? | Eine mehrtägige Hitzewelle oder intensiver Starkregen |
| Exposition | Was befindet sich im gefährdeten Gebiet? | Menschen, Schulen, Häuser, Bahnlinien oder Felder |
| Verwundbarkeit | Wie empfindlich sind Menschen oder Systeme und wie gut können sie reagieren? | Eine stark versiegelte Stadtfläche ohne Schatten ist gegenüber Hitze und Starkregen besonders verwundbar |
Das erklärt, warum derselbe Niederschlag an zwei Orten sehr unterschiedliche Folgen haben kann. Ein unbebauter Auenbereich kann Wasser aufnehmen, während eine dicht bebaute Senke schnell überflutet werden kann.
Hitze: Städte kühlen und Menschen schützen
Hitzewellen belasten den menschlichen Körper, besonders wenn die Nächte kaum Abkühlung bringen. Der Deutsche Wetterdienst nutzt für Hitzewarnungen die Gefühlte Temperatur. Dabei werden neben der Lufttemperatur auch Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Wind und Sonneneinstrahlung berücksichtigt. Besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Menschen mit bestimmten Erkrankungen sowie Personen, die im Freien oder in stark aufgeheizten Räumen arbeiten.
In Städten entsteht häufig ein Wärmeinseleffekt. Asphalt, Beton und dunkle Dachflächen speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts wieder ab. Fehlende Vegetation bedeutet zudem weniger Schatten und weniger Verdunstungskühlung.


Wirksame Anpassung verbindet kurzfristigen Hitzeschutz mit langfristiger Stadtentwicklung. Bäume, Parks, begrünte Höfe und Dächer können Schatten spenden und durch Verdunstung kühlen. Helle Oberflächen heizen sich meist weniger stark auf als dunkle. Außenliegender Sonnenschutz verhindert, dass Gebäude sich stark aufwärmen. Nachtlüftung kann helfen, gespeicherte Wärme aus Gebäuden abzuführen, sofern die Außenluft kühler ist. In Schulen, Pflegeeinrichtungen und Kommunen können Hitzeaktionspläne festlegen, wer bei Warnlagen welche Maßnahmen auslöst.

Für Schule und Alltag gilt: Hitzeschutz beginnt mit Warninformationen, Schatten, ausreichender Flüssigkeitsaufnahme, angepasster körperlicher Belastung und kühleren Aufenthaltsorten. Bei akuten gesundheitlichen Beschwerden gelten die Hinweise medizinischer Fachstellen und des Rettungsdienstes.
Trockenheit und Dürre: Wasser in der Landschaft halten
Trockenheit ist nicht überall gleich. Meteorologische Trockenheit beschreibt vor allem einen Mangel an Niederschlag. Landwirtschaftliche Dürre zeigt sich häufig in zu geringer Bodenfeuchte. Hydrologische Dürre betrifft unter anderem Grundwasser, Flüsse, Seen und Talsperren. Diese Formen können zeitversetzt auftreten.
Lange trockene Phasen belasten Wälder und Landwirtschaft, erhöhen regional die Waldbrandgefahr und können die Wasserverfügbarkeit einschränken. Niedrige Flusspegel können außerdem Schifffahrt, Industrie, Energieversorgung und Ökosysteme beeinträchtigen.

Datei:2018-10-26 Bonn Niedrigwasser Rhein Aufnahme im Flussbett.webm
Eine wichtige Strategie lautet: Wasser möglichst dort zurückhalten, wo es fällt. Gesunde Böden mit guter Struktur und ausreichend organischer Substanz können Wasser besser aufnehmen und speichern. In der Landwirtschaft können Mulch, Zwischenfrüchte, angepasste Fruchtfolgen, Agroforstsysteme und bodenschonende Bearbeitung den Wasserhaushalt verbessern. Bewässerung kann nötig sein, sollte aber effizient, bedarfsgerecht und an die verfügbare Wasserressource angepasst erfolgen.
In Wäldern und Landschaften geht es unter anderem darum, standortgerechte, vielfältige und widerstandsfähige Ökosysteme zu fördern, Entwässerung dort zu reduzieren, wo dies fachlich sinnvoll ist, Moore wiederzuvernässen und natürliche Wasserspeicher zu stärken. Solche Maßnahmen können gleichzeitig gegen Trockenheit, Bodenerosion und Hochwasser wirken.
Hochwasser und Starkregen: Wasser Raum geben
Hochwasser entsteht, wenn Flüsse oder andere Gewässer über ihre Ufer treten. Starkregen kann dagegen nahezu überall auftreten. Besonders gefährlich sind Sturzfluten, bei denen Wasser innerhalb kurzer Zeit Straßen, Unterführungen, Keller oder enge Täler überflutet. Deshalb reicht es nicht, nur in der Nähe großer Flüsse vorzusorgen.
Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 zeigte, wie zerstörerisch das Zusammenwirken von extremem Niederschlag, engen Tallagen, hoher Fließgeschwindigkeit, Bebauung und unzureichender Reaktionszeit sein kann.

Zur Anpassung gehören mehrere Ebenen. Flüsse benötigen Retentionsräume, in denen sich Hochwasser ausbreiten kann, ohne große Schäden zu verursachen. Auen, Rückhaltebecken und geeignete Überflutungsflächen können Abflussspitzen mindern. Deiche und mobile Schutzsysteme bleiben an vielen Orten wichtig, müssen aber in ein Gesamtkonzept eingebettet sein. Raumplanung kann verhindern, dass neue besonders empfindliche Nutzungen in stark gefährdete Gebiete gelangen.

Auch Gebäude können angepasst werden. Mögliche Maßnahmen sind hochwassersichere Haustechnik, Rückstausicherungen, geeignete Abdichtungen und eine Nutzung von Kellerräumen, die das lokale Risiko berücksichtigt. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom konkreten Gebäude und Gefährdungstyp ab.
Bei akuter Überflutungsgefahr gilt: Warnungen und Anweisungen der Behörden beachten, Gefahrenbereiche meiden und überflutete Straßen, Unterführungen oder Keller nicht betreten, wenn dort eine Gefahr durch schnell steigendes Wasser, Strömung oder Elektrizität besteht.
Die Schwammstadt: Eine Idee für Hitze und Starkregen
Das Konzept der Schwammstadt verbindet mehrere Anpassungsziele. Regenwasser soll nicht möglichst schnell in die Kanalisation verschwinden, sondern lokal versickern, gespeichert, verdunstet oder zeitverzögert abgegeben werden. Dadurch kann die Kanalisation bei Starkregen entlastet werden. Gleichzeitig steht mehr Wasser für Pflanzen und Verdunstungskühlung zur Verfügung.
Typische Elemente sind begrünte Dächer, Baumrigolen, Mulden, Regenbeete, offene Wasserflächen, entsiegelte Schulhöfe und wasserdurchlässige Beläge.


Eine Fläche kann mehrere Funktionen erfüllen. Ein Park kann im Alltag Erholungsraum sein, bei Hitze kühlen und bei Starkregen vorübergehend Wasser aufnehmen. Man spricht dann von einer multifunktionalen Fläche.
Räumliche Unterschiede in Deutschland
Anpassung muss zum Ort passen. In dicht bebauten Innenstädten stehen Hitze, Versiegelung und Starkregenabfluss häufig im Mittelpunkt. In landwirtschaftlich geprägten Regionen können Bodenfeuchte, Wassernutzung und Erosion wichtiger sein. Enge Mittelgebirgstäler können bei Starkregen besonders stark durch Sturzfluten gefährdet sein. An großen Flüssen spielen Hochwasser und Niedrigwasser eine zentrale Rolle. An Nord- und Ostsee kommen Sturmflut- und Meeresspiegelrisiken hinzu.
Deshalb arbeitet die Geografie mit Karten, Geländemodellen, Klimadaten, Bodeninformationen und Landnutzungsdaten. Gefahrenkarten zeigen, wo Wasser oder Hitze auftreten können. Eine gute Anpassungsplanung fragt zusätzlich, wer oder was dort betroffen ist und wie verwundbar diese Nutzungen sind.
Vorsorge in Deutschland
Seit dem 1. Juli 2024 gilt das Bundes-Klimaanpassungsgesetz. Es verpflichtet den Bund zu einer vorsorgenden Klimaanpassungsstrategie mit messbaren Zielen und stärkt die systematische Berücksichtigung von Klimarisiken. Die Deutsche Anpassungsstrategie 2024 enthält erstmals messbare Ziele in Bereichen wie Infrastruktur, Gesundheit, Wasser, Landnutzung und Stadtentwicklung.
Auch Länder, Kreise und Gemeinden sind wichtige Akteure. Kommunale Klimaanpassungskonzepte können Hitzeaktionspläne, Starkregengefahrenkarten, Hochwasserschutz, Freiraumplanung und Maßnahmen zur Eigenvorsorge miteinander verbinden.
Warnung und Eigenvorsorge
Warnsysteme retten nur dann Leben, wenn Warnungen Menschen rechtzeitig erreichen, verstanden werden und zu angemessenem Handeln führen. In Deutschland gehören dazu unter anderem Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes, die Warn-App NINA, Cell Broadcast, lokale Sirenen, Rundfunk und Informationen der Hochwasserzentralen.
Eine gute persönliche Vorsorge beginnt lange vor einem Ereignis. Du kannst prüfen, ob dein Wohnort oder deine Schule in einer Hochwasser- oder Starkregengefahrenzone liegt, welche Warnwege deine Kommune nutzt und welche kühlen Rückzugsorte es bei Hitze gibt. Für Haushalte empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine allgemeine Notfallvorsorge, die an die eigene Lebenssituation angepasst wird.
Gute Anpassung erkennt Zielkonflikte
Nicht jede Maßnahme ist automatisch nachhaltig. Eine Klimaanlage kann einen Raum kühlen, verbraucht aber Energie und gibt Abwärme nach außen ab. Bewässerung schützt Pflanzen, kann aber bei Wasserknappheit Nutzungskonflikte verschärfen. Ein hoher Deich schützt eine Seite eines Flusses, verändert jedoch das Abflussgeschehen und kann Risiken verlagern. Neue Bäume kühlen langfristig, brauchen aber selbst Wasser, geeigneten Bodenraum und Pflege.
Deshalb sollte Klimaanpassung mehrere Kriterien gleichzeitig betrachten: Wirksamkeit, Kosten, soziale Gerechtigkeit, Naturverträglichkeit, langfristige Robustheit und mögliche Nebenwirkungen. Besonders wertvoll sind No-Regret-Maßnahmen, die auch dann Vorteile bringen, wenn ein konkretes Extrem seltener auftritt als erwartet. Entsiegelung, mehr Stadtgrün oder gesunde Böden können beispielsweise zugleich Lebensqualität, Biodiversität und Wasserhaushalt verbessern.
Was kannst Du an Deiner Schule oder in Deiner Kommune untersuchen?
Ein Schulgelände eignet sich gut als kleines Reallabor der Klimaanpassung. Miss an einem heißen Tag Temperaturen auf Asphalt, Rasen und im Schatten. Beobachte nach Starkregen, wo Wasser stehen bleibt oder schnell abfließt. Kartiere versiegelte und unversiegelte Flächen. Prüfe, welche Fenster verschattet werden können, wo Bäume fehlen und ob Regenwasser auf dem Gelände gespeichert oder versickert werden könnte.
So wird aus einem abstrakten Klimathema eine konkrete geografische Frage: Wie widerstandsfähig ist unser eigener Ort gegenüber Extremwetter?
Gesicherte Informationsquellen und Vertiefung
- Deutscher Wetterdienst: Beobachtungen, Klimadaten und Warnungen zu Hitze, Starkregen und anderen Wettergefahren.
- Umweltbundesamt: Informationen zu Klimafolgen, Anpassung, Trockenheit, Stadtentwicklung und Klimarisiken.
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Hinweise zu Warnung, Hochwasser, Starkregen und persönlicher Notfallvorsorge.
- Bundes-Klimaanpassungsgesetz: Rechtlicher Rahmen für vorsorgende Klimaanpassung in Deutschland.
- Anpassung an die globale Erwärmung: Überblick über Ziele, Formen und Grenzen von Klimaanpassung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das Hauptziel von Klimaanpassung? (Schäden durch Klimafolgen zu vermeiden oder zu verringern) (!Treibhausgase vollständig aus der Atmosphäre zu entfernen) (!Wettervorhersagen überflüssig zu machen) (!Alle Naturereignisse zu verhindern)
Welche drei Faktoren bestimmen gemeinsam ein Klimarisiko? (Gefahr Exposition und Verwundbarkeit) (!Temperatur Wind und Luftdruck) (!Boden Wald und Landwirtschaft) (!Warnung Versicherung und Evakuierung)
Warum sind dicht bebaute Innenstädte häufig besonders hitzebelastet? (Versiegelte Flächen speichern Wärme und es fehlt oft Verdunstungskühlung) (!Gebäude verhindern grundsätzlich jede Sonneneinstrahlung) (!Städte liegen immer höher als ihr Umland) (!In Städten fällt niemals Regen)
Welche Maßnahme passt besonders gut zum Schwammstadtprinzip? (Regenwasser lokal speichern und versickern lassen) (!Regenwasser möglichst schnell ableiten) (!Alle Grünflächen versiegeln) (!Bäume durch Parkplätze ersetzen)
Welche Aussage zu Trockenheit ist richtig? (Trockenheit kann Boden Grundwasser Flüsse und Landwirtschaft unterschiedlich betreffen) (!Trockenheit betrifft ausschließlich die Lufttemperatur) (!Trockenheit endet immer sofort nach einem Regenschauer) (!Trockenheit kommt in Deutschland nicht vor)
Welche Maßnahme kann Wasser im landwirtschaftlichen Boden halten? (Bodenbedeckung durch Mulch oder Zwischenfrüchte) (!Vollständige Entfernung aller Pflanzenreste) (!Ständige Bodenversiegelung) (!Möglichst tiefe Entwässerung aller Flächen)
Was unterscheidet Starkregen von Flusshochwasser besonders? (Starkregen kann auch fern von großen Flüssen Überflutungen auslösen) (!Starkregen tritt nur an der Küste auf) (!Flusshochwasser entsteht immer ohne Niederschlag) (!Starkregen dauert grundsätzlich mehrere Monate)
Was ist bei akuter Überflutungsgefahr sinnvoll? (Warnungen beachten und gefährdete Bereiche meiden) (!In überflutete Unterführungen fahren) (!Zur Beobachtung in schnell volllaufende Keller gehen) (!Absperrungen ignorieren)
Warum ersetzt Klimaanpassung den Klimaschutz nicht? (Weil Risiken und Anpassungsgrenzen mit weiterer Erwärmung zunehmen) (!Weil Anpassung nur im Winter möglich ist) (!Weil Klimaschutz ausschließlich Hochwasser betrifft) (!Weil Anpassung keine Wirkung auf Schäden haben kann)
Welche Ebene ist für Klimaanpassung in Deutschland besonders wichtig? (Bund Länder Kommunen und Bevölkerung müssen zusammenwirken) (!Nur einzelne Privathaushalte sind zuständig) (!Nur internationale Organisationen dürfen handeln) (!Nur der Wetterdienst plant alle Anpassungsmaßnahmen)
Memory
| Hitzeaktionsplan | Gesundheitsschutz bei Hitzewellen |
| Schwammstadt | Regenwasser speichern versickern und verdunsten |
| Retentionsraum | Fläche zur zeitweisen Aufnahme von Hochwasser |
| Entsiegelung | Wiederherstellung durchlässiger Bodenflächen |
| Bodenfeuchte | Verfügbares Wasser im Boden |
| Wärmeinsel | Überwärmung dicht bebauter Stadtbereiche |
| NINA | Warn-App des Bevölkerungsschutzes |
| Resilienz | Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Stadtbäume | Schatten und Verdunstungskühlung |
| Mulchsaat | Wasserrückhalt und Bodenschutz |
| Rückhaltebecken | Zwischenspeicherung von Niederschlagswasser |
| Starkregengefahrenkarte | Räumliche Darstellung möglicher Überflutung |
| Warnsystem | Frühzeitige Information über eine Gefahr |
...
Kreuzworträtsel
| Resilienz | Wie nennt man die Widerstandsfähigkeit eines Systems gegenüber Belastungen? |
| Entsiegelung | Wie heißt die Umwandlung versiegelter Flächen in wasserdurchlässige Flächen? |
| Retentionsraum | Wie heißt eine Fläche die Hochwasser zeitweise aufnehmen kann? |
| Hitzeschutz | Welcher Begriff bezeichnet Maßnahmen zum Schutz vor gesundheitlicher Wärmebelastung? |
| Bodenfeuchte | Wie heißt der Wassergehalt des Bodens der für Pflanzen besonders wichtig ist? |
| Warnsystem | Wie heißt eine Struktur die Menschen frühzeitig über Gefahren informiert? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hitzekarte: Zeichne für Deine Schule oder Deinen Wohnort eine einfache Karte mit sonnigen, schattigen, begrünten und stark versiegelten Flächen.
- Temperaturmessung: Miss an einem warmen Tag die Temperatur an mindestens drei unterschiedlichen Oberflächen und erkläre die Unterschiede.
- Warnwege: Recherchiere, über welche Wege Deine Kommune vor Hitze, Starkregen oder Hochwasser warnt, und gestalte ein Informationsplakat.
- Wasserweg: Beobachte nach Regen, wohin das Wasser auf Deinem Schulgelände fließt, und markiere mögliche Problemstellen.
Standard
- Schwammstadt: Entwickle einen Plan, wie ein Teil des Schulhofs mehr Regenwasser speichern und gleichzeitig an heißen Tagen kühler werden könnte.
- Hitzeinterview: Interviewe eine Person aus Schule, Pflege, Bau, Landwirtschaft oder Kommune dazu, wie sich Hitze auf ihren Alltag auswirkt und welche Anpassung nötig ist.
- Hochwasservorsorge: Vergleiche eine Hochwasser- oder Starkregengefahrenkarte mit der heutigen Bebauung eines ausgewählten Ortes.
- Trockenheitsprojekt: Untersuche an zwei Bodenstandorten, wie schnell Wasser versickert, und leite daraus Möglichkeiten zur Verbesserung des Wasserrückhalts ab.
Schwer
- Klimarisikoanalyse: Erstelle für einen Ort eine vereinfachte Analyse aus Gefahr, Exposition und Verwundbarkeit und priorisiere drei Anpassungsmaßnahmen.
- Zielkonflikt: Analysiere einen Konflikt zwischen Anpassung und einer anderen Flächennutzung, zum Beispiel zwischen Parkplatz, Stadtgrün und Wohnungsbau.
- Extremwetter-Szenario: Entwickle ein realistisches Szenario für einen heißen, trockenen Sommer mit anschließendem Starkregen und untersuche Kettenwirkungen auf Wasser, Verkehr, Gesundheit und Landwirtschaft.
- Kommunales Anpassungskonzept: Entwirf für Deine Gemeinde ein Mini-Konzept mit Maßnahmen für Hitze, Trockenheit und Hochwasser und begründe eine sinnvolle Reihenfolge der Umsetzung.


Lernkontrolle
- Transfer Stadtplanung: Eine Kommune möchte einen großen Platz neu gestalten. Vergleiche eine vollständig versiegelte Variante mit einer begrünten Schwammstadt-Variante hinsichtlich Hitze, Starkregen, Nutzung und Pflege.
- Risikovergleich: Zwei Orte erhalten dieselbe Starkregenmenge. Ort A besitzt viele Grünflächen, Ort B ist stark versiegelt. Erkläre, warum die Schäden unterschiedlich ausfallen können.
- Maßnahmenbewertung: Beurteile die Aussage „Mehr Klimaanlagen lösen das Hitzeproblem der Städte“ und berücksichtige Nutzen, Energiebedarf, Abwärme und Alternativen.
- Wasserkonflikt: In einer Trockenperiode benötigen Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung, Industrie und Ökosysteme Wasser. Entwickle Kriterien für eine faire und nachhaltige Priorisierung.
- Vorsorgekette: Zeige an einem Hochwasserbeispiel, warum Wettervorhersage, Warnung, verständliche Kommunikation, Evakuierungsplanung und individuelles Verhalten zusammenwirken müssen.
- Anpassung und Klimaschutz: Erkläre anhand zweier Beispiele, warum eine Maßnahme gleichzeitig der Anpassung dienen und positive oder negative Wirkungen auf den Klimaschutz haben kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Zusammenhänge erklärst und auf neue Fälle überträgst.
- Du kannst Klimaanpassung und Klimaschutz unterscheiden und ihr Zusammenwirken erklären.
- Du kannst ein Klimarisiko mit Gefahr, Exposition und Verwundbarkeit analysieren.
- Du kannst räumliche Unterschiede von Hitze, Trockenheit, Starkregen und Hochwasser in Deutschland begründen.
- Du kannst Maßnahmen wie Entsiegelung, Stadtgrün, Retentionsräume, Bodenschutz, Warnsysteme und Gebäudeschutz hinsichtlich ihrer Wirkung bewerten.
- Du kannst Zielkonflikte und mögliche Nebenwirkungen von Anpassungsmaßnahmen erkennen.
- Du kannst für Schule, Haushalt oder Kommune ein begründetes Vorsorgekonzept entwickeln.
- Du kannst Karten, Beobachtungen oder Messdaten nutzen, um eine geografische Fragestellung zu beantworten.
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