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Öffentliche Verwaltung - Deutschland

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Öffentliche Verwaltung - Deutschland




Öffentliche Verwaltung - Deutschland


Einleitung

Die öffentliche Verwaltung sorgt dafür, dass Gesetze und politische Entscheidungen im Alltag umgesetzt werden. Sie gehört grundsätzlich zur vollziehenden Gewalt. Wenn Du einen Personalausweis, eine Baugenehmigung oder eine Sozialleistung beantragst, einen Wohnsitz anmeldest oder mit einer Behörde über einen Bescheid kommunizierst, hast Du mit öffentlicher Verwaltung zu tun.

Verwaltung bedeutet aber deutlich mehr als Schreibtischarbeit. Beschäftigte prüfen Anträge, beraten Bürgerinnen und Bürger, planen öffentliche Leistungen, überwachen die Einhaltung von Regeln, verwalten Personal und Haushaltsmittel, betreiben IT-Systeme, organisieren Beschaffung und entwickeln digitale Dienste. Dabei müssen sie sich an Grundgesetz, Gesetze und weitere Rechtsvorschriften halten.

Deutschland ist ein föderaler Staat. Deshalb ist die Verwaltung auf verschiedene Ebenen verteilt. Neben dem Bund gibt es die Verwaltungen der Länder. Städte, Gemeinden und Landkreise übernehmen zahlreiche Aufgaben vor Ort. Verfassungsrechtlich gehören die Kommunen zu den Ländern; zugleich garantiert Artikel 28 Absatz 2 des Grundgesetzes ihnen das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.

Merksatz: Politik entscheidet über Ziele und Regeln, die Verwaltung organisiert und vollzieht viele dieser Entscheidungen im konkreten Alltag. Dabei muss sie rechtmäßig, nachvollziehbar, sachlich und möglichst bürgernah handeln.


Behörden und Verwaltungsträger

Eine Behörde ist im verwaltungsrechtlichen Sinn eine Stelle, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt. Behörden können sehr unterschiedlich aussehen: ein Bundesministerium, ein Landesamt, ein Finanzamt, ein Bürgeramt, eine Bauaufsichtsbehörde oder eine kommunale Sozialverwaltung.

Die öffentliche Verwaltung wird von unterschiedlichen Verwaltungsträgern getragen. Dazu zählen vor allem der Bund, die Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie weitere Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts. Deshalb gibt es nicht „die eine Verwaltung“, sondern ein weit verzweigtes Netz mit gesetzlich festgelegten Zuständigkeiten.

Ebene Typische Einrichtungen Beispiele für Aufgaben
Bund Bundesministerien, Bundesämter, Bundesbehörden Zoll, Bundespolizei, Regulierung, zentrale Verwaltungsaufgaben
Länder Landesministerien, Landesämter, Finanzämter, Polizeibehörden Schulverwaltung, Polizei, Steuerverwaltung, Fachaufsicht
Kommunale Ebene Rathäuser, Bürgerämter, Kreisverwaltungen, Fachämter Meldewesen, örtliche Ordnung, Bauverwaltung, soziale und kommunale Leistungen

Welche Behörde im Einzelfall zuständig ist, richtet sich nach dem jeweiligen Gesetz und kann sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.


Bund, Länder und Kommunen

Auf Bundesebene gibt es oberste Bundesbehörden wie Bundesministerien und zahlreiche nachgeordnete Behörden. Ein Beispiel ist das Bundesverwaltungsamt, das für verschiedene Bundesressorts zentrale Verwaltungsaufgaben übernimmt.

Die Länder führen einen großen Teil der staatlichen Verwaltung aus. Das ist ein wichtiges Merkmal des deutschen Föderalismus. Landesverwaltungen sind beispielsweise in Bereichen wie Polizei, Schule, Hochschulen, Steuerverwaltung, Umwelt oder Inneres tätig. Dabei können sie sowohl Landesrecht als auch Bundesrecht vollziehen.

Die kommunale Verwaltung ist für Dich oft besonders sichtbar. Städte, Gemeinden und Landkreise kümmern sich um viele Angelegenheiten des täglichen Lebens. Bürgerämter bearbeiten beispielsweise Meldeangelegenheiten und Ausweisdokumente. Andere kommunale Fachbereiche beschäftigen sich mit Bauvorhaben, Straßenverkehr, Sozialleistungen, Kultur, Jugend, Ordnung oder kommunalen Finanzen.


Was macht die öffentliche Verwaltung?

Verwaltungsaufgaben lassen sich nach ihrer Wirkung unterscheiden. Die Leistungsverwaltung stellt Leistungen bereit oder gewährt Unterstützungen, etwa soziale Leistungen oder öffentliche Infrastruktur. Die Eingriffsverwaltung setzt Regeln durch und kann unter gesetzlichen Voraussetzungen in Rechte eingreifen, etwa im Polizei-, Ordnungs- oder Gewerberecht. Hinzu kommen Planung, Aufsicht, Beschaffung, Personalverwaltung, Finanzverwaltung und interne Organisation.

Ein typischer antragsgebundener Verwaltungsprozess kann so aussehen: Eine Person stellt einen Antrag. Die Behörde prüft ihre Zuständigkeit, ermittelt den Sachverhalt, wendet die einschlägigen Rechtsvorschriften an und trifft eine Entscheidung. Diese kann in einem Verwaltungsakt oder einer anderen rechtlich vorgesehenen Form mitgeteilt werden. Gegen belastende Entscheidungen können je nach Rechtsgebiet und Verfahrensrecht Rechtsbehelfe möglich sein.

Ein wichtiges Ziel guter Verwaltung ist, Entscheidungen nicht nur rechtmäßig, sondern auch verständlich zu vermitteln. Bürgerinnen und Bürger müssen erkennen können, welche Unterlagen fehlen, warum eine Entscheidung getroffen wurde und welche weiteren Schritte möglich sind.


Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger

Zu den häufig genutzten Verwaltungsleistungen gehören Meldeangelegenheiten, Ausweise und Pässe, Fahrzeugzulassung, Führerscheinangelegenheiten, Gewerbeanmeldungen, Baugenehmigungen, Sozialleistungen, familienbezogene Leistungen oder steuerliche Vorgänge. Nicht jede dieser Leistungen liegt bei derselben Verwaltungsebene.

Das Bild zeigt ein Muster des deutschen Personalausweises in einer von 2021 bis 2024 ausgegebenen Gestaltung. Für die Verwaltungsarbeit ist vor allem wichtig, dass Identität zuverlässig festgestellt werden kann. Die Online-Ausweisfunktion kann außerdem für digitale Verwaltungsdienste genutzt werden.

Für allgemeine Fragen zur öffentlichen Verwaltung gibt es in vielen Regionen die Behördennummer 115. Sie soll helfen, die richtige Behörde oder Information zu finden.


Rechtmäßigkeit und Verantwortung

Verwaltungshandeln ist an Gesetz und Recht gebunden. Artikel 20 Absatz 3 des Grundgesetzes bindet die vollziehende Gewalt an die verfassungsmäßige Ordnung sowie an Gesetz und Recht. Das bedeutet unter anderem: Eine Behörde darf nicht nach persönlicher Sympathie entscheiden. Zuständigkeit, Verfahren und Entscheidung müssen sich an den geltenden Regeln orientieren.

Wichtige Leitideen sind Gleichbehandlung, Verhältnismäßigkeit, Nachvollziehbarkeit, Datenschutz, Informationssicherheit und Bürgerorientierung. Beschäftigte tragen Verantwortung für sensible Daten und müssen dienstliche Informationen schützen.

In der Verwaltung arbeiten sowohl Beamtinnen und Beamte als auch Tarifbeschäftigte. Die rechtlichen Grundlagen ihrer Beschäftigung unterscheiden sich. Gemeinsam ist ihnen, dass sie öffentliche Aufgaben professionell, sachlich und zuverlässig erfüllen sollen.


Digitale Verwaltung und E-Government

Unter E-Government versteht man die Nutzung digitaler Technologien für Verwaltungsleistungen und Verwaltungsprozesse. Ziel ist nicht nur, ein Papierformular als PDF ins Internet zu stellen. Gute Digitalisierung soll möglichst den gesamten Vorgang digital unterstützen: Information, Identifizierung, Antrag, Nachweise, Bearbeitung, Bezahlung, Kommunikation und Bescheid.

Das Onlinezugangsgesetz regelt zentrale Grundlagen für den elektronischen Zugang zu Verwaltungsleistungen. Es wurde 2017 beschlossen und 2024 wesentlich geändert. Bund und Länder sollen Verwaltungsleistungen über miteinander verbundene Verwaltungsportale elektronisch zugänglich machen. Für die weitere Digitalisierung spielen gemeinsame Standards, Barrierefreiheit und interoperable IT-Systeme eine große Rolle.

Auf Bundesebene bündelt das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung zentrale Themen der Verwaltungsdigitalisierung. Zu den wichtigen Zielen gehören durchgängig digitale Prozesse, bessere Nutzbarkeit, sichere digitale Identitäten und das sogenannte Once-Only-Prinzip: Benötigte Angaben und Nachweise sollen – soweit die rechtlichen und technischen Voraussetzungen erfüllt sind – nicht immer wieder neu bei unterschiedlichen Stellen eingereicht werden müssen.


Bundesportal und BundID

Das Bundesportal unter verwaltung.bund.de dient als zentrale Informations- und Antragsplattform. Dort lassen sich Informationen zu Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen finden. Je nach Leistung kann ein Antrag direkt dort oder über einen verknüpften Onlinedienst gestellt werden.

Die BundID ist das zentrale Bürgerkonto des Bundes für digitale Verwaltungsleistungen. Sie kann zur sicheren Anmeldung und Identifizierung genutzt werden. Außerdem bietet sie ein elektronisches Postfach für digitale Kommunikation und Bescheide. Je nach Onlinedienst können unterschiedliche Anmelde- und Identifizierungsmittel erforderlich sein.

Digitale Verwaltung bringt Chancen, aber auch Anforderungen mit sich. Online-Dienste sollen barrierefrei, verständlich und sicher sein. Gleichzeitig müssen Datenschutz, IT-Sicherheit, zuverlässige Register, sichere Identitäten und eine gute Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen gewährleistet werden. Eine schlechte digitale Kopie eines komplizierten Papierprozesses ist noch keine gute Verwaltungsdigitalisierung.


Ausbildung in der Verwaltung

Ein verbreiteter Ausbildungsberuf ist Verwaltungsfachangestellte beziehungsweise Verwaltungsfachangestellter. Die Ausbildung verbindet praktische Arbeit in Behörden mit Unterricht. Je nach Fachrichtung und Ausbildungsstelle lernst Du beispielsweise Kommunalrecht, Verwaltungsrecht, Personalwesen, Wirtschafts- und Haushaltsfragen, Verwaltungsverfahren sowie den Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern kennen.

Viele Ausbildungen dauern regulär drei Jahre. In den Praxisphasen lernst Du verschiedene Ämter oder Fachbereiche kennen. Dort bearbeitest Du unter Anleitung reale Verwaltungsvorgänge, arbeitest mit Rechtsvorschriften und übst, Informationen verständlich und korrekt weiterzugeben.

Neben Verwaltungsfachangestellten gibt es zahlreiche weitere Ausbildungswege, beispielsweise in der Steuerverwaltung, Justizverwaltung, Sozialversicherung, IT, Vermessung, Bibliotheks- und Archivwesen oder im mittleren Verwaltungsdienst. Welche Bezeichnungen und Laufbahnen gelten, hängt vom jeweiligen Dienstherrn und Bundesland ab.


Studium und duales Studium

Wer ein Studium anstrebt, findet Studiengänge wie Public Management, Öffentliche Verwaltung, Verwaltungsmanagement, Verwaltungsinformatik oder digitale Verwaltung. Häufig werden Recht, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Organisation, Personal, Finanzen, Politik und Digitalisierung miteinander verbunden.

Viele verwaltungsinterne Studiengänge sind dual organisiert. Du wechselst dann zwischen Hochschule und Praxisbehörde. Ein Beispiel ist die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl. Der Studiengang Verwaltungsmanagement verbindet fachtheoretische Semester mit berufspraktischen Studienzeiten in Bundesbehörden. Auch der Studiengang Digital Administration and Cyber Security verbindet Verwaltungswissen mit Digitalisierung und IT-Sicherheit.

Bei einigen dualen Studiengängen wirst Du bereits für einen Vorbereitungsdienst eingestellt und kannst während des Studiums in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf stehen. Andere Studienangebote führen zu einem Bachelor- oder Masterabschluss und sind anders organisiert. Deshalb solltest Du bei jeder Bewerbung genau prüfen, welche Hochschule, Behörde, Laufbahn, Zugangsvoraussetzungen und Beschäftigungsbedingungen gelten.


Kompetenzen für Verwaltung und Studium

Für Verwaltungsberufe reichen gute Noten allein nicht aus. Wichtig sind Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, Regeln auf konkrete Situationen anzuwenden. Du solltest verständlich schreiben, sorgfältig mit Daten umgehen und auch bei schwierigen Gesprächen sachlich bleiben können.

Mit der Digitalisierung werden zusätzliche Kompetenzen wichtiger: Prozessdenken, Informationssicherheit, Datenverständnis, digitale Zusammenarbeit und die Fähigkeit, neue Fachverfahren schnell zu lernen. Auch Künstliche Intelligenz kann künftig stärker in Verwaltungsprozessen eingesetzt werden. Entscheidungen über ihren Einsatz müssen aber mit Recht, Datenschutz, Transparenz und verantwortlicher Kontrolle vereinbar sein.


Herausforderungen der modernen Verwaltung

Die öffentliche Verwaltung steht vor mehreren großen Aufgaben. Viele Behörden müssen gleichzeitig Fachkräfte gewinnen, ältere IT-Systeme modernisieren, Verwaltungsprozesse vereinfachen und hohe Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit erfüllen. Der föderale Aufbau bietet Nähe zu unterschiedlichen Regionen, macht die Abstimmung gemeinsamer digitaler Standards aber anspruchsvoll.

Eine leistungsfähige Verwaltung muss außerdem krisenfest sein. Naturkatastrophen, Cyberangriffe, Energiekrisen oder andere außergewöhnliche Situationen zeigen, dass Behörden auch unter hoher Belastung zuverlässig handeln und miteinander kommunizieren müssen.

Für Dich als zukünftige Fachkraft bedeutet das: Verwaltung ist kein statisches System. Gesetze, Technik, gesellschaftliche Erwartungen und Arbeitsformen verändern sich ständig. Gute Verwaltung verbindet deshalb Rechtssicherheit, Serviceorientierung, Effizienz, digitale Kompetenz und demokratische Verantwortung.


Quellen und Vertiefung

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Verwaltung
  2. Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung: Digitale Verwaltung
  3. Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung: Bundesportal
  4. Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung: BundID
  5. Onlinezugangsgesetz
  6. Hochschule des Bundes: Verwaltungsmanagement
  7. Karriereportal des Bundes


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zu welcher Staatsgewalt gehört die öffentliche Verwaltung grundsätzlich? (Exekutive) (!Legislative) (!Judikative) (!Verfassungsändernde Gewalt)




Was kennzeichnet eine Behörde im verwaltungsrechtlichen Sinn? (Sie nimmt Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahr) (!Sie beschließt Bundesgesetze) (!Sie entscheidet ausschließlich über Strafprozesse) (!Sie ist immer ein privates Unternehmen)




Welche Aussage beschreibt den Verwaltungsaufbau Deutschlands am besten? (Bund Länder und Kommunen wirken auf unterschiedlichen Ebenen mit) (!Nur der Bund besitzt Verwaltungsbehörden) (!Nur Gemeinden vollziehen Gesetze) (!Alle Behörden gehören organisatorisch zum Bundestag)




Woran ist die vollziehende Gewalt nach dem Grundgesetz gebunden? (An Gesetz und Recht) (!An persönliche Wünsche einzelner Beschäftigter) (!Nur an interne Gewohnheiten) (!Ausschließlich an wirtschaftlichen Gewinn)




Wozu dient das Bundesportal? (Zum Finden und Nutzen von Verwaltungsleistungen) (!Zur Wahl der Mitglieder des Bundestages) (!Zur privaten Verwaltung von Bankkonten) (!Zur Veröffentlichung ausschließlich kommunaler Zeitungen)




Was ist die BundID? (Ein zentrales Bürgerkonto für digitale Verwaltungsleistungen) (!Ein digitales Zahlungsmittel) (!Ein privates soziales Netzwerk) (!Ein Steuerbescheid)




Welches Ziel verfolgt das Onlinezugangsgesetz? (Den elektronischen Zugang zu Verwaltungsleistungen zu verbessern) (!Alle Rathäuser abzuschaffen) (!Gerichtsverfahren durch Apps zu ersetzen) (!Den Föderalismus aufzulösen)




Was ist typisch für die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten oder zum Verwaltungsfachangestellten? (Sie verbindet Theorie und praktische Arbeit in der Verwaltung) (!Sie besteht ausschließlich aus Fernunterricht) (!Sie bereitet nur auf Tätigkeiten in Privatbanken vor) (!Sie enthält grundsätzlich keine Rechtskenntnisse)




Was kennzeichnet viele duale Verwaltungsstudiengänge? (Sie wechseln zwischen Theorie und Praxisphasen) (!Sie finden ausschließlich im Ausland statt) (!Sie verzichten vollständig auf Verwaltungsrecht) (!Sie dauern immer nur ein Semester)




Was bedeutet das Once-Only-Prinzip in der digitalen Verwaltung? (Nachweise und Angaben sollen möglichst nicht mehrfach eingereicht werden müssen) (!Jede Verwaltungsleistung darf nur einmal im Leben genutzt werden) (!Behörden dürfen nur eine Software verwenden) (!Bürger dürfen nur einen Antrag pro Jahr stellen)





Memory

BundID Bürgerkonto
Bundesportal Leistungssuche
Onlinezugangsgesetz Verwaltungsdigitalisierung
Bürgeramt Meldewesen
Verwaltungsakt Einzelfallentscheidung
Verwaltungsfachangestellte Berufsausbildung
Public Management Studienfeld
Föderalismus Aufgabenverteilung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
BundID Digitale Identität
Bundesportal Zentrale Verwaltungsplattform
Bürgeramt Kommunaler Bürgerservice
Verwaltungsfachangestellte Duale Berufsausbildung
Public Management Verwaltungsstudium
Onlinezugangsgesetz Elektronischer Verwaltungszugang




...


Kreuzworträtsel

Exekutive Zu welcher Staatsgewalt gehört die öffentliche Verwaltung?
Kommunen Welche örtlichen Gebietskörperschaften übernehmen viele Verwaltungsaufgaben?
Bescheid Wie heißt eine typische schriftliche Mitteilung einer Verwaltungsentscheidung?
BundID Wie heißt das zentrale Bürgerkonto des Bundes?
Föderalismus Wie heißt die Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern als Staatsprinzip?
Verwaltungsakt Wie heißt eine wichtige hoheitliche Entscheidungsform der Verwaltung im Einzelfall?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die öffentliche Verwaltung gehört grundsätzlich zur

und setzt Gesetze in konkreten Fällen um. Deutschland ist föderal organisiert, deshalb verteilen sich Verwaltungsaufgaben auf Bund, Länder und

. Verwaltungshandeln ist an

gebunden. Eine zentrale Plattform zum Finden digitaler Verwaltungsleistungen ist das

. Für die sichere Nutzung vieler digitaler Verwaltungsangebote kann die

verwendet werden. Das Gesetz für den elektronischen Zugang zu Verwaltungsleistungen heißt

. Das Prinzip, Nachweise möglichst nicht mehrfach einreichen zu müssen, wird

genannt. Eine verbreitete Berufsausbildung führt zum Beruf

. Viele Studiengänge im Verwaltungsbereich verbinden Hochschule und Praxis in einem

. Gute moderne Verwaltung verbindet Rechtssicherheit mit Bürgerorientierung und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Behörde vor Ort: Recherchiere drei Behörden in Deiner Stadt oder Deinem Landkreis und notiere jeweils eine typische Aufgabe.
  2. Verwaltungsleistung: Wähle eine Verwaltungsleistung aus Deinem Alltag und beschreibe, welche Schritte von der Information bis zur Entscheidung nötig sein könnten.
  3. Behördensprache: Suche ein öffentlich zugängliches Behördenformular und formuliere drei schwierige Begriffe in leicht verständlicher Sprache.
  4. Digitale Verwaltung: Vergleiche eine digitale und eine persönliche Möglichkeit für denselben Behördengang und notiere Vor- und Nachteile.


Standard

  1. Zuständigkeit: Entwickle für fünf Alltagssituationen eine Übersicht, welche Verwaltungsebene wahrscheinlich zuständig ist, und begründe Deine Auswahl.
  2. Prozessanalyse: Zeichne den Ablauf eines Verwaltungsantrags als Flussdiagramm und markiere mögliche Medienbrüche.
  3. Berufsinterview: Interviewe eine Person aus einer Behörde zu Aufgaben, Ausbildung, Digitalisierung und Bürgerkontakt. Fasse die wichtigsten Aussagen zusammen.
  4. Karrierevergleich: Vergleiche eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten oder zum Verwaltungsfachangestellten mit einem dualen Verwaltungsstudium.


Schwer

  1. Verwaltungsdigitalisierung: Untersuche einen digitalen Verwaltungsdienst und bewerte ihn nach Verständlichkeit, Barrierefreiheit, Datenschutz, Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit.
  2. Föderalismus und Digitalisierung: Erkläre an einem Beispiel, warum die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen bei digitalen Diensten Chancen und Schwierigkeiten mit sich bringt.
  3. Verwaltungsreform: Entwickle einen Verbesserungsvorschlag für einen realen Verwaltungsprozess und zeige, welche rechtlichen, organisatorischen und technischen Fragen geklärt werden müssten.
  4. KI in der Verwaltung: Entwirf ein Konzept für einen verantwortbaren KI-Einsatz in einer Behörde und lege fest, welche Entscheidungen weiterhin durch Menschen kontrolliert werden müssen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Bürgeramt: Eine Person möchte umziehen, einen neuen Ausweis beantragen und ein Gewerbe anmelden. Ordne die Anliegen möglichen Verwaltungsstellen zu und erkläre, warum mehrere Zuständigkeiten entstehen können.
  2. Recht und Service: Begründe, warum eine Behörde gleichzeitig bürgerfreundlich und streng an Gesetze gebunden sein muss. Zeige mögliche Zielkonflikte an einem selbst gewählten Beispiel.
  3. Digitaler Prozess: Analysiere einen fiktiven Online-Antrag, bei dem das Formular online ausgefüllt, anschließend aber ausgedruckt und intern per Hauspost weitergegeben wird. Erkläre, warum dies keine vollständige Ende-zu-Ende-Digitalisierung ist.
  4. Föderale Zusammenarbeit: Entwickle ein Modell dafür, wie Bund, Länder und Kommunen bei einer bundesweit nutzbaren digitalen Verwaltungsleistung zusammenarbeiten könnten.
  5. Berufliche Entscheidung: Eine Schülerin interessiert sich für Recht, Organisation und Bürgerkontakt; ein Schüler zusätzlich stark für IT-Sicherheit. Leite für beide passende Ausbildungs- oder Studienwege ab und begründe sie.
  6. Datenschutz und Effizienz: Diskutiere, wie das Once-Only-Prinzip Verwaltungsverfahren vereinfachen kann und welche Bedingungen für Datenschutz und Vertrauen erfüllt sein müssen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Fälle übertragen kannst.

  1. Du kannst erklären, warum öffentliche Verwaltung zur Exekutive gehört.
  2. Du kannst Bund, Länder und kommunale Verwaltung unterscheiden und Zuständigkeiten begründet zuordnen.
  3. Du kannst die Bedeutung von Gesetzesbindung, Gleichbehandlung und Verhältnismäßigkeit für Verwaltungshandeln erläutern.
  4. Du kannst typische Verwaltungsleistungen und den Ablauf eines Verwaltungsverfahrens beschreiben.
  5. Du kannst Bundesportal, BundID, Onlinezugangsgesetz und Once-Only-Prinzip in den Zusammenhang der Verwaltungsdigitalisierung einordnen.
  6. Du kannst Chancen und Risiken digitaler Verwaltung abwägen.
  7. Du kannst Ausbildung und Studium in der öffentlichen Verwaltung vergleichen.
  8. Du kannst Anforderungen an moderne Verwaltungsberufe wie Rechtskenntnisse, Kommunikation, Datenschutz und digitale Kompetenz erläutern.




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