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Gründung der DDR - Deutschland

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Gründung der DDR - Deutschland




Einleitung

Die Gründung der DDR - Deutschland gehört zu den entscheidenden Folgen des Zweiten Weltkriegs und des beginnenden Kalten Krieges. Am 7. Oktober 1949 entstand auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Wenige Monate zuvor, am 23. Mai 1949, war in den westlichen Besatzungszonen die Bundesrepublik Deutschland gegründet worden. Damit bestanden auf deutschem Boden zwei Staaten mit unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen.

Um die DDR-Gründung zu verstehen, musst Du deshalb mehrere Entwicklungen zusammen betrachten: die Aufteilung Deutschlands nach 1945, die Politik der sowjetischen Besatzungsmacht, den Aufstieg der SED, die Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft sowie die zunehmende Konfrontation zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion.

Die Karte zeigt die vier Besatzungszonen Deutschlands in der Zeit vor den beiden Staatsgründungen. Berlin lag mitten in der sowjetischen Besatzungszone, war aber selbst in vier Sektoren geteilt.


Deutschland nach 1945

Nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches im Mai 1945 übernahmen die vier Siegermächte USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich die oberste Gewalt in Deutschland. Das Land wurde in vier Besatzungszonen eingeteilt. Auch Berlin wurde in vier Sektoren aufgeteilt.

Die sowjetische Zone umfasste im Wesentlichen die Gebiete der späteren Länder Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Für die Verwaltung richtete die Sowjetunion im Juni 1945 die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) ein. Sie konnte politische Entscheidungen genehmigen, verändern oder verhindern und blieb bis zur DDR-Gründung die entscheidende Besatzungsbehörde.


Ziele der Besatzungspolitik

Alle Siegermächte hatten zunächst gemeinsame Grundziele wie Entnazifizierung, Demilitarisierung und eine politische Neuordnung Deutschlands. Doch schon bald zeigten sich unterschiedliche Vorstellungen über Demokratie, Wirtschaft und die zukünftige Stellung Deutschlands.

In der sowjetischen Besatzungszone wurden tiefgreifende Veränderungen eingeleitet. Großgrundbesitz wurde im Rahmen der Bodenreform teilweise enteignet und neu verteilt. Zahlreiche Großbetriebe wurden enteignet oder zunächst als sowjetische Aktiengesellschaften geführt. Gleichzeitig entstand schrittweise eine stärker staatlich gelenkte Wirtschaft. Diese Entwicklung bereitete den späteren Übergang zur Planwirtschaft vor.

Auch Schulen, Verwaltungen und gesellschaftliche Organisationen wurden neu aufgebaut. Offiziell sollte eine antifaschistisch-demokratische Ordnung entstehen. Zugleich gewann die sowjetische Besatzungsmacht erheblichen Einfluss auf die politische Entwicklung.


Parteien und der Aufstieg der SED

Bereits im Juni 1945 erlaubte die SMAD wieder politische Parteien. Zugelassen wurden unter anderem die KPD, die SPD, die CDU und die LDP.

Diese frühe Parteienvielfalt bedeutete jedoch nicht, dass sich dauerhaft ein freier Parteienwettbewerb entwickeln konnte. Die sowjetische Besatzungsmacht unterstützte besonders die KPD und drängte auf eine Vereinigung von KPD und SPD.


Vereinigung von KPD und SPD

Am 21. und 22. April 1946 wurden KPD und SPD in der sowjetischen Besatzungszone zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) vereinigt. Führende Kommunisten und die SMAD übten dabei starken Druck auf Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus. Deshalb wird die Vereinigung in der Geschichtswissenschaft häufig als Zwangsvereinigung bezeichnet.

Wilhelm Pieck aus der KPD und Otto Grotewohl aus der SPD wurden zunächst gemeinsame Vorsitzende der neuen Partei.

Das bekannte Foto des Händedrucks zwischen Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck wurde zu einem zentralen Symbol der SED. Historische Bilder solltest Du jedoch immer als Quellen untersuchen: Ein Foto zeigt einen bestimmten Moment, erklärt aber nicht automatisch, unter welchen politischen Bedingungen dieser Moment zustande kam.


Von der Parteienvielfalt zur SED-Dominanz

Neben der SED bestanden CDU und LDP sowie später weitere sogenannte Blockparteien weiter. Sie waren formal eigenständige Parteien, gerieten aber zunehmend unter den politischen Führungsanspruch der SED.

Die SED wurde zugleich nach sowjetischem Vorbild zu einer straff organisierten Partei umgestaltet. Entscheidende Beschlüsse wurden innerhalb der Führung getroffen und anschließend von den unteren Ebenen umgesetzt. Dieses Organisationsprinzip wird als Demokratischer Zentralismus bezeichnet.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Verfassung und politischer Wirklichkeit: Die erste DDR-Verfassung von 1949 enthielt noch zahlreiche demokratisch klingende Rechte und parlamentarische Einrichtungen. In der tatsächlichen Politik waren freie Konkurrenz um die Macht, offene Opposition und ein Regierungswechsel durch freie Wahlen jedoch nicht vorgesehen. Der Führungsanspruch der SED wurde erst in der Verfassung von 1968 ausdrücklich festgeschrieben, war aber politisch schon lange zuvor wirksam.


Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbau

Die politischen Veränderungen waren eng mit dem Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft verbunden. Bodenreform, Enteignungen und die Überführung von Unternehmen in öffentliches Eigentum veränderten die Eigentumsordnung. Die Deutsche Wirtschaftskommission übernahm ab 1947/48 immer mehr zentrale Aufgaben und entwickelte sich zu einer wichtigen Vorstufe einer ostdeutschen Regierung.

Gleichzeitig belasteten umfangreiche Reparationen und Demontagen die Wirtschaft der sowjetischen Besatzungszone. Produktionsanlagen, Güter und laufende Erzeugnisse wurden teilweise als Reparationsleistungen an die Sowjetunion abgeführt.

Für die spätere DDR bedeutete dies, dass sich nicht nur ein eigener Staat entwickelte, sondern auch ein anderes Wirtschaftsmodell als in Westdeutschland: Im Westen setzte sich zunehmend die Soziale Marktwirtschaft durch, im Osten entstand eine zentral gelenkte Planwirtschaft.


Der Kalte Krieg und die deutsche Teilung

Zwischen den früheren Verbündeten des Zweiten Weltkriegs nahmen die Spannungen ab 1946/47 deutlich zu. Die USA und die Sowjetunion standen für unterschiedliche politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnungen. Deutschland wurde zu einem zentralen Schauplatz dieses Ost-West-Konflikts.

In den westlichen Besatzungszonen wurden wirtschaftliche und politische Strukturen enger zusammengeführt. Die amerikanische und britische Zone bildeten 1947 die Bizone, später kam die französische Zone hinzu. Die westdeutsche Währungsreform von 1948 verschärfte den Konflikt zusätzlich. Kurz darauf führte die Sowjetunion die Berlin-Blockade durch, während die Westmächte West-Berlin mit der Berliner Luftbrücke versorgten.

Damit wurde immer deutlicher, dass die gemeinsame Verwaltung Deutschlands durch die Siegermächte zerfiel.


Die doppelte Staatsgründung 1949

Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft. Damit entstand die Bundesrepublik Deutschland.

In der sowjetischen Besatzungszone liefen parallel Vorbereitungen für eine eigene Staatsordnung. Die von der SED stark beeinflusste Volkskongressbewegung sollte zugleich den Anspruch vertreten, für ganz Deutschland zu sprechen.

Am 15. und 16. Mai 1949 konnte bei der Wahl zum Dritten Deutschen Volkskongress nicht zwischen konkurrierenden Parteien und Programmen gewählt werden. Zur Abstimmung stand eine Einheitsliste. Das war ein wichtiger Unterschied zu pluralistischen Wahlen, bei denen mehrere politische Alternativen miteinander konkurrieren.


Volkskongress, Volksrat und Verfassung

Der Dritte Deutsche Volkskongress bestätigte Ende Mai 1949 einen Verfassungsentwurf und wählte den Zweiten Deutschen Volksrat. Dieser Volksrat wurde zum unmittelbaren Vorläufer des ersten DDR-Parlaments.

Die Verfassung von 1949 bezeichnete Deutschland noch als unteilbare demokratische Republik und enthielt Grundrechte, ein Parlament sowie föderale Elemente. Der Text spiegelte damit auch den damals noch vertretenen gesamtdeutschen Anspruch wider.

Politisch war die Entwicklung in der sowjetischen Besatzungszone jedoch bereits deutlich stärker von der SED und der sowjetischen Besatzungsmacht bestimmt, als es der formale Aufbau der Verfassung vermuten ließ.


Der 7. Oktober 1949

Am 7. Oktober 1949 trat der Deutsche Volksrat in Berlin zusammen. Er erklärte sich zur Provisorischen Volkskammer und setzte die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik in Kraft. Dieses Datum gilt als Gründungstag der DDR.

Die Sitzung fand im Gebäude der Deutschen Wirtschaftskommission in der Leipziger Straße in Berlin statt. Aus dem bisherigen Volksrat wurde damit das provisorische Parlament des neuen Staates.

Auf den Bildern der Gründungssitzung sind Vertreter verschiedener Parteien und Organisationen zu sehen. Für die politische Bewertung ist jedoch entscheidend, wie stark diese Gruppen tatsächlich selbstständig handeln konnten und wer die grundlegenden politischen Entscheidungen bestimmte.


Die wichtigsten Staatsämter

Am 11. Oktober 1949 wurde Wilhelm Pieck zum Präsidenten der DDR gewählt. Otto Grotewohl wurde Ministerpräsident. Walter Ulbricht bekleidete zunächst kein Staatsamt an der Spitze, gehörte aber zur wichtigsten Führungsgruppe der SED und gewann in den folgenden Jahren eine zentrale Machtstellung.

Am 12. Oktober wurde die erste DDR-Regierung vereidigt.


Öffentliche Inszenierung der Staatsgründung

Die Staatsgründung wurde nicht nur in Parlament und Regierung vollzogen, sondern auch öffentlich inszeniert. Kundgebungen, Reden, Fahnen und Jugendorganisationen sollten Zustimmung und Aufbruch vermitteln.

Solche Bilder sind wertvolle historische Quellen. Du solltest dabei zwischen dem abgebildeten Ereignis und seiner politischen Inszenierung unterscheiden. Eine Massenkundgebung kann beispielsweise zeigen, wie ein Staat sich selbst darstellen wollte, aber sie beweist nicht automatisch, dass alle Menschen im Land dieselbe politische Haltung teilten.


Das politische System der frühen DDR

Die DDR bezeichnete sich selbst als demokratischen und antifaschistischen Staat. Formal gab es ein Parlament, eine Regierung, mehrere Parteien und Wahlen. Entscheidend ist jedoch, zwischen dieser formalen Ordnung und der tatsächlichen Machtverteilung zu unterscheiden.

Die SED kontrollierte immer stärker zentrale politische Entscheidungen. Blockparteien und Massenorganisationen wurden in ein von der SED geführtes politisches System eingebunden. Freie Wahlen mit konkurrierenden Regierungsalternativen bestanden nicht. Staatliche Institutionen, Verwaltung, Justiz und gesellschaftliche Organisationen wurden zunehmend mit dem Herrschaftsanspruch der SED verbunden.

Die DDR entwickelte sich deshalb zu einer SED-Diktatur. Dieser Prozess war 1949 bereits weit fortgeschritten, wurde aber in den folgenden Jahren weiter ausgebaut.


Politisches System: Anspruch und Wirklichkeit

Bereich Formeller Anspruch 1949 Politische Wirklichkeit
Parlament Volkskammer als zentrale Volksvertretung Entscheidungen waren zunehmend durch die SED-Führung vorgeprägt
Parteien Mehrere Parteien bestanden weiter Blockparteien konnten nicht frei um die Regierungsmacht konkurrieren
Wahlen Politische Beteiligung der Bevölkerung Einheitslisten begrenzten echte Auswahl zwischen politischen Alternativen
Grundrechte Die Verfassung enthielt Freiheits- und Beteiligungsrechte Opposition und politische Kritik wurden zunehmend eingeschränkt
Gewaltenteilung Staatliche Organe waren formal voneinander unterschieden Eine unabhängige Kontrolle der politischen Führung war schwach ausgeprägt


Die Rolle der Sowjetunion

Mit der Staatsgründung endete der sowjetische Einfluss nicht. Die SMAD übertrug Verwaltungsfunktionen auf die neuen DDR-Organe, wurde aber durch die Sowjetische Kontrollkommission ersetzt. Die DDR besaß daher 1949 noch keine vollständig freie außen- und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit.

Die Sowjetunion blieb Schutzmacht, wichtigster außenpolitischer Partner und politisches Vorbild. Besonders das politische und wirtschaftliche System der frühen DDR orientierte sich in vielen Bereichen am sowjetischen Modell.


Warum wurde die DDR gegründet?

Die DDR-Gründung hatte nicht nur eine einzige Ursache. Mehrere Entwicklungen wirkten zusammen:

  1. Folgen des Zweiten Weltkriegs: Deutschland verlor 1945 seine staatliche Souveränität und wurde von den Siegermächten besetzt.
  2. Kalter Krieg: Der Konflikt zwischen der Sowjetunion und den Westmächten machte eine gemeinsame Deutschlandpolitik immer schwieriger.
  3. Sowjetische Besatzungszone: In der SBZ entstand unter sowjetischem Einfluss ein eigenes politisches und wirtschaftliches System.
  4. SED: Die Partei gewann bis 1949 eine dominierende Stellung.
  5. Deutsche Teilung: Die Gründung der Bundesrepublik im Mai 1949 und der DDR im Oktober 1949 machten aus der politischen Teilung zwei deutsche Staaten.


Zeitleiste 1945 bis 1949

Zeitraum Entwicklung
Mai 1945 Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und Übernahme der obersten Gewalt durch die Siegermächte
Juni 1945 Einrichtung der SMAD und Zulassung politischer Parteien in der sowjetischen Besatzungszone
April 1946 Vereinigung von KPD und SPD zur SED unter starkem sowjetischem Druck
1947 bis 1948 Zunehmende Zuspitzung des Kalten Krieges und Ausbau eigener Strukturen in Ost und West
Juni 1948 Währungsreform in den Westzonen und weitere Verschärfung des Ost-West-Konflikts
Juni 1948 bis Mai 1949 Berlin-Blockade und Berliner Luftbrücke
23. Mai 1949 Gründung der Bundesrepublik Deutschland durch Inkrafttreten des Grundgesetzes
Mai 1949 Dritter Deutscher Volkskongress und Bestätigung des DDR-Verfassungsentwurfs
7. Oktober 1949 Inkrafttreten der DDR-Verfassung und Gründung der DDR
11. Oktober 1949 Wahl Wilhelm Piecks zum Präsidenten der DDR
12. Oktober 1949 Vereidigung der Regierung unter Ministerpräsident Otto Grotewohl


Historische Einordnung

Die DDR-Gründung war das Ergebnis einer längeren Entwicklung und nicht nur die Entscheidung eines einzigen Tages. Zwischen 1945 und 1949 entstanden in Ost- und Westdeutschland unterschiedliche politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ordnungen.

Für eine differenzierte Beurteilung solltest Du drei Ebenen zusammen betrachten: erstens die Interessen der Besatzungsmächte, zweitens die Entscheidungen deutscher Politikerinnen und Politiker und drittens die Möglichkeiten und Grenzen politischer Beteiligung der Bevölkerung.

Besonders wichtig ist außerdem, nicht rückblickend spätere Merkmale der DDR einfach auf das Jahr 1949 zu übertragen. Manche Strukturen der SED-Diktatur waren bereits vorhanden, andere wurden erst in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Genau diese Entwicklung macht die Gründungsphase historisch besonders interessant.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

An welchem Tag wurde die DDR gegründet? (7. Oktober 1949) (!23. Mai 1949) (!8. Mai 1945) (!17. Juni 1953)




Aus welcher Besatzungszone entstand die DDR? (Sowjetische Besatzungszone) (!Amerikanische Besatzungszone) (!Britische Besatzungszone) (!Französische Besatzungszone)




Welche Behörde war bis 1949 die oberste sowjetische Besatzungsinstanz in der SBZ? (SMAD) (!Bundestag) (!Bundesrat) (!NATO)




Welche Partei entstand 1946 aus KPD und SPD in der sowjetischen Besatzungszone? (SED) (!FDP) (!CSU) (!Zentrum)




Wie wurde die Vereinigung von KPD und SPD in der SBZ durch starken politischen Druck geprägt? (Zwangsvereinigung) (!Koalitionswahl) (!Volksentscheid) (!Regierungswechsel)




Welche Institution erklärte sich am 7. Oktober 1949 zur Provisorischen Volkskammer? (Deutscher Volksrat) (!Parlamentarischer Rat) (!Bundesversammlung) (!Alliierter Kontrollrat)




Wer wurde 1949 Präsident der DDR? (Wilhelm Pieck) (!Konrad Adenauer) (!Theodor Heuss) (!Kurt Schumacher)




Wer wurde erster Ministerpräsident der DDR? (Otto Grotewohl) (!Walter Ulbricht) (!Erich Honecker) (!Ludwig Erhard)




Welche Form von Wahlliste begrenzte in der frühen DDR die Auswahl zwischen politischen Alternativen? (Einheitsliste) (!Direktmandat) (!Stichwahl) (!Mehrheitswahlkreis)




Welcher internationale Konflikt prägte die doppelte deutsche Staatsgründung besonders stark? (Kalter Krieg) (!Dreißigjähriger Krieg) (!Krimkrieg) (!Deutsch-Französischer Krieg)





Memory

SMAD Sowjetische Militäradministration
SED Sozialistische Einheitspartei
Volksrat Vorläufer der Provisorischen Volkskammer
Wilhelm Pieck Staatspräsident
Otto Grotewohl Ministerpräsident
Einheitsliste Begrenzte politische Auswahl





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sowjetische Besatzungsmacht Politischer Rahmen der SBZ
Parteienvereinigung Entstehung der SED
Volkskongressbewegung Vorbereitung einer ostdeutschen Staatsordnung
Provisorische Volkskammer Parlament bei der Staatsgründung
SED-Dominanz Tatsächliche Machtentwicklung






Kreuzworträtsel

Karlshorst In welchem Berliner Ortsteil hatte die SMAD ihren Sitz?
Sowjetunion Welche Besatzungsmacht prägte die politische Entwicklung der SBZ?
Grotewohl Wie lautete der Nachname des ersten Ministerpräsidenten der DDR?
Volkskammer Wie hieß das Parlament der DDR?
Planwirtschaft Welches Wirtschaftsmodell entwickelte sich in der DDR?
Besatzungszone Wie nennt man ein von einer Siegermacht verwaltetes Gebiet nach einem Krieg?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in vier

aufgeteilt.
Die östliche Zone stand unter der Kontrolle der

.
Die sowjetische Militärverwaltung wurde mit der Abkürzung

bezeichnet.
Im Jahr 1946 wurden KPD und SPD in der SBZ zur

vereinigt.
Der zunehmende Konflikt zwischen Ost und West wird als

bezeichnet.
Im Mai 1949 entstand im Westen die

Deutschland.
Der Deutsche Volksrat erklärte sich am 7. Oktober 1949 zur Provisorischen

.
Mit dem Inkrafttreten der Verfassung wurde am selben Tag die

gegründet.
Zum Präsidenten des neuen Staates wurde Wilhelm

gewählt.
Erster Ministerpräsident wurde Otto

.
Die politische Auswahl bei Wahlen wurde durch eine

stark eingeschränkt.
Wirtschaftlich entwickelte sich die DDR in Richtung einer staatlich gelenkten

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste zur DDR-Gründung: Gestalte eine übersichtliche Zeitleiste von 1945 bis 1949 und markiere fünf Ereignisse, die Du für besonders wichtig hältst. Begründe Deine Auswahl.
  2. Kartenanalyse Besatzungszonen: Beschreibe anhand der Karte die Lage der sowjetischen Besatzungszone und erkläre die besondere Lage Berlins.
  3. Historische Fotografie: Wähle eines der Bilder aus dem aiMOOC und notiere, was Du direkt erkennen kannst und was Du erst durch zusätzliche Informationen erfährst.
  4. Begriffe der Nachkriegszeit: Erstelle ein eigenes Glossar mit zehn Begriffen aus dem aiMOOC und erkläre sie in Deiner eigenen Sprache.


Standard

  1. SED-Gründung 1946: Untersuche den Händedruck zwischen Pieck und Grotewohl als historische Quelle. Erkläre, welche politische Botschaft das Bild vermitteln sollte und welche Informationen im Bild selbst fehlen.
  2. Verfassung und Wirklichkeit: Vergleiche den demokratischen Anspruch der DDR-Verfassung von 1949 mit der tatsächlichen politischen Machtverteilung. Formuliere mindestens drei Unterschiede.
  3. Doppelte Staatsgründung: Erstelle eine Vergleichsgrafik zur Gründung von Bundesrepublik und DDR im Jahr 1949. Berücksichtige Besatzungsmächte, Verfassungsprozess, Wahlsystem und Wirtschaftsordnung.
  4. Zeitzeugenprojekt Nachkriegszeit: Entwickle fünf Interviewfragen, mit denen Du eine Person zur Erinnerung an Nachkriegszeit, deutsche Teilung oder DDR befragen könntest. Falls kein Zeitzeuge verfügbar ist, analysiere ein veröffentlichtes Zeitzeugeninterview.


Schwer

  1. Kontroverse Zwangsvereinigung: Recherchiere unterschiedliche zeitgenössische und spätere Bewertungen der Vereinigung von KPD und SPD. Prüfe, welche Quellen die Bezeichnung Zwangsvereinigung stützen.
  2. Politisches System der DDR: Entwickle ein Schaubild, das formelle Staatsorgane und tatsächliche Machtzentren der frühen DDR gegenüberstellt. Erläutere anschließend die Unterschiede.
  3. Kalter Krieg und Deutschland: Verfasse eine begründete Stellungnahme zur Frage, ob die DDR-Gründung stärker aus innerdeutschen Entwicklungen oder aus dem internationalen Ost-West-Konflikt erklärt werden sollte.
  4. Digitale Ausstellung DDR-Gründung: Plane eine kleine digitale Ausstellung mit mindestens sechs Exponaten wie Karten, Fotos, Plakaten, Verfassungstexten oder Zeitzeugenberichten. Schreibe zu jedem Exponat eine sachliche Quellenbeschreibung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursachen der DDR-Gründung: Erkläre in einem Ursache-Wirkungs-Diagramm, wie Kriegsende, Besatzungspolitik, Kalter Krieg, SED-Aufstieg und Gründung der Bundesrepublik miteinander zusammenhängen.
  2. Demokratievergleich 1949: Beurteile, warum das Vorhandensein mehrerer Parteien und eines Parlaments allein noch nicht ausreicht, um ein politisches System als Demokratie zu bezeichnen.
  3. Quellenkritik DDR-Gründung: Analysiere eines der Fotos vom Oktober 1949. Unterscheide Beobachtung, Deutung und historisches Kontextwissen.
  4. Verfassung und Macht: Erkläre, warum Historikerinnen und Historiker sowohl Verfassungstexte als auch die politische Praxis untersuchen müssen, wenn sie ein politisches System beurteilen.
  5. Deutsche Teilung als Prozess: Nimm Stellung zu der Aussage: „Deutschland wurde nicht an einem einzigen Tag geteilt.“ Begründe Deine Position mit mehreren Entwicklungen aus den Jahren 1945 bis 1949.
  6. Transfer politische Systeme: Entwickle allgemeine Kriterien, mit denen Du prüfen kannst, ob Wahlen in einem Staat tatsächlich frei und politisch wirksam sind. Wende sie anschließend auf die frühe DDR an.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur einzelne Daten kennst, sondern historische Zusammenhänge erklären und Quellen beurteilen kannst.

  1. Historischer Kontext: Du kannst die deutsche Nachkriegssituation und die vier Besatzungszonen erklären.
  2. Sowjetische Besatzungszone: Du kannst die Rolle der SMAD und den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbau beschreiben.
  3. SED: Du kannst die Entstehung und den Aufstieg der SED erklären und den Begriff Zwangsvereinigung historisch einordnen.
  4. Kalter Krieg: Du kannst den Zusammenhang zwischen Ost-West-Konflikt und deutscher Teilung erläutern.
  5. Staatsgründung 1949: Du kannst die Schritte vom Volkskongress über den Volksrat bis zur Provisorischen Volkskammer erklären.
  6. Politisches System: Du kannst zwischen formeller Verfassung und tatsächlicher Machtverteilung unterscheiden.
  7. Quellenkompetenz: Du kannst Fotos, Karten und politische Darstellungen kritisch als historische Quellen untersuchen.
  8. Urteilskompetenz: Du kannst begründet beurteilen, warum die DDR-Gründung als Prozess und nicht nur als Einzelereignis verstanden werden sollte.




OERs zum Thema

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Die Sowjetische Besatzungszone
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Vereinigung von KPD und SPD zur SED
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Die doppelte Staatsgründung



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