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Widerstand gegen den Nationalsozialismus - Deutschland

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Widerstand gegen den Nationalsozialismus - Deutschland



Einleitung

Widerstand gegen den Nationalsozialismus - Deutschland bezeichnet sehr unterschiedliche Formen des Handelns gegen die nationalsozialistische Diktatur zwischen 1933 und 1945. Nur eine Minderheit der Bevölkerung widersetzte sich aktiv dem Regime. Manche Menschen verteilten Flugblätter oder hielten Kontakt zu Verfolgten, andere halfen jüdischen Menschen beim Untertauchen, verweigerten sich der Hitlerjugend, bauten illegale politische Netzwerke auf oder planten einen Staatsstreich. Einige versuchten sogar, Adolf Hitler zu töten. Die Motive reichten von demokratischen, sozialistischen und kommunistischen Überzeugungen über christlichen Glauben und humanistische Werte bis zu konservativen oder militärischen Vorstellungen.

Wichtig ist: Widerstand war kein einheitlicher Block. Die Beteiligten unterschieden sich in ihren politischen Zielen, ihrer sozialen Herkunft und in der Frage, welche Mittel sie für vertretbar hielten. Nicht alle späteren Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer waren von Anfang an Gegner des Regimes, und nicht alle wollten nach Hitler eine parlamentarische Demokratie. Historisches Lernen bedeutet deshalb auch, genau hinzusehen, Motive zu vergleichen und Widersprüche auszuhalten.

Das Video von Terra X History gibt einen Überblick über mehrere Formen des Widerstands. Prüfe beim Anschauen: Welche Handlungsmöglichkeiten werden gezeigt, welche fehlen, und wie werden die Motive erklärt?


Was bedeutet Widerstand?

Historikerinnen und Historiker verwenden den Begriff Widerstand unterschiedlich weit. In einem engeren Sinn geht es um bewusstes Handeln, das sich gegen zentrale Ziele oder gegen die Herrschaft des NS-Regimes richtete. Daneben gab es Protest, Verweigerung, Selbstbehauptung und unangepasstes Verhalten. Diese Formen konnten politisch bedeutsam werden, waren aber nicht automatisch Widerstand gegen das gesamte System.

Ein Beispiel: Wer nicht zur Hitlerjugend gehen wollte, konnte damit zunächst persönliche Freiheit verteidigen. Wenn Jugendliche sich dauerhaft zusammenschlossen, NS-Parolen übermalten, Flugblätter verteilten oder Verfolgten halfen, konnte daraus aktiver Widerstand werden. Die Übergänge waren fließend. Deshalb ist es sinnvoll, bei jedem Beispiel nach Ziel, Risiko, Wirkung und Reichweite der Handlung zu fragen.


= Bedingungen und Risiken

Deutschland war seit 1933 eine Diktatur ohne freie Wahlen, unabhängige Medien oder rechtsstaatliche Sicherheit. Gestapo, SS, Polizei, Justiz und Konzentrationslager dienten der Verfolgung tatsächlicher und vermeintlicher Gegner. Widerstand musste deshalb oft konspirativ organisiert werden. Schon das Abhören ausländischer Radiosender, das Verbreiten regimekritischer Nachrichten oder die Hilfe für Verfolgte konnte schwere Strafen nach sich ziehen. Hinzu kamen Denunziationen durch Nachbarn, Kolleginnen, Kollegen oder Bekannte.

Trotz dieser Gefahren war die Gestapo nicht allwissend. Viele Netzwerke wurden gerade deshalb entdeckt, weil Menschen beobachtet, verraten, kontrolliert oder unter Folter zu Aussagen gezwungen wurden. Für die Quellenkritik ist das wichtig: Zahlreiche Informationen über Widerstandsgruppen stammen aus Akten ihrer Verfolger.


Menschen, Gruppen und Handlungsmöglichkeiten


= Arbeiterbewegung: SPD, KPD, Gewerkschaften und kleinere Gruppen

Schon 1933 gehörten Sozialdemokratinnen, Sozialdemokraten, Kommunistinnen, Kommunisten und Gewerkschafter zu den früh verfolgten Gegnern des NS-Regimes. Nach dem Verbot ihrer Organisationen entstanden illegale Netzwerke. Sie stellten Flugblätter her, sammelten Informationen, unterstützten Familien politischer Gefangener, hielten Kontakte ins Exil und versuchten, Betriebsgruppen aufzubauen. Die im Exil arbeitende Sopade veröffentlichte zum Beispiel Berichte über die Lage in Deutschland.

Der Widerstand aus der Arbeiterbewegung war besonders in den ersten Jahren der Diktatur wichtig, wurde aber durch Verhaftungen, Folter, Konzentrationslager und Prozesse stark geschwächt. Zu den später bedeutenden Personen gehörte der Sozialdemokrat und Gewerkschafter Wilhelm Leuschner, der in die Planungen des 20. Juli 1944 einbezogen war.

In Berlin arbeitete außerdem die Herbert-Baum-Gruppe, deren Mitglieder überwiegend junge Jüdinnen und Juden waren und aus sozialistischen, kommunistischen oder links-zionistischen Zusammenhängen kamen. Sie verbreiteten Schriften und Flugblätter und verübten im Mai 1942 einen Brandanschlag auf die antisowjetische NS-Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies“. Zahlreiche Mitglieder wurden verhaftet und hingerichtet. Das Beispiel erinnert daran, dass auch jüdische Menschen im Deutschen Reich aktiv Widerstand leisteten.


= Die Weiße Rose

Die Weiße Rose entstand 1942 in München. Zum inneren Kreis gehörten Hans Scholl, Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf und der Professor Kurt Huber. Die Gruppe berief sich unter anderem auf christliche und humanistische Werte. Sie verfasste insgesamt sechs Flugblätter, kritisierte die NS-Verbrechen und rief zu Widerstand und Sabotage auf.

Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl beim Verteilen von Flugblättern in der Münchner Universität entdeckt. Bereits am 22. Februar verurteilte der Volksgerichtshof Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst zum Tod; sie wurden noch am selben Tag hingerichtet. Weitere Mitglieder und Unterstützer wurden später ebenfalls hingerichtet oder zu Haftstrafen verurteilt.

Das Denkmal vor der Ludwig-Maximilians-Universität erinnert mit nachgebildeten Flugblättern an die Weiße Rose. Es zeigt, dass ein scheinbar einfaches Medium wie Papier in einer Diktatur zu einem gefährlichen politischen Werkzeug werden konnte.


= Georg Elser: Widerstand als Einzelner

Der Schreiner Georg Elser entschloss sich 1938, Hitler durch ein Attentat zu töten, weil er einen Krieg verhindern wollte. Über Monate bereitete er allein einen Sprengsatz im Münchner Bürgerbräukeller vor. Am 8. November 1939 explodierte die Bombe wie geplant, doch Hitler hatte den Saal früher als erwartet verlassen. Elser wurde noch am selben Abend an der Schweizer Grenze festgenommen. Nach jahrelanger Haft wurde er am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau ermordet.

Elsers Beispiel zeigt, dass Widerstand nicht immer aus einer Gruppe heraus entstand. Es wirft zugleich eine schwierige Frage auf: Unter welchen Bedingungen kann politische Gewalt gegen eine Diktatur moralisch gerechtfertigt werden?

Medienkritischer Hinweis: Dieses Terra-X-Format nutzt Schauspiel, KI und Deepfake-Technik, um Georg Elser darzustellen. Die Aussagen beruhen nach Angaben der Produktion auf historischen Quellen, die dargestellte Person ist aber kein echter Zeitzeuge im Film. Unterscheide deshalb Inszenierung, Quellenzitat und historische Einordnung.


= Jugendlicher Protest und die Edelweißpiraten

Unter dem Sammelnamen Edelweißpiraten werden verschiedene lose Jugendgruppen bezeichnet, besonders im Rheinland und Ruhrgebiet. Viele Jugendliche wollten sich der Kontrolle durch die Hitlerjugend entziehen, trafen sich zu Fahrten, sangen verbotene Lieder oder trugen eigene Kleidung. Nicht jede solche Handlung war politischer Widerstand. Bei manchen Gruppen entwickelte sich die Verweigerung jedoch zu aktiver Gegnerschaft.

In Köln-Ehrenfeld unterstützten Jugendliche und Erwachsene unter anderem Untergetauchte, Deserteure und Zwangsarbeiter. Mitglieder der sogenannten Ehrenfelder Gruppe wurden 1944 verfolgt; am 10. November 1944 ließ die Gestapo in Köln-Ehrenfeld dreizehn Deutsche, darunter jugendliche Edelweißpiraten, öffentlich ohne Gerichtsurteil hängen.

Die Erinnerung an die Edelweißpiraten macht deutlich, dass die Grenze zwischen jugendlicher Selbstbehauptung, Protest und Widerstand historisch untersucht werden muss und dass Anerkennung nach 1945 lange umstritten sein konnte.


= Die Rote Kapelle

Die Bezeichnung Rote Kapelle stammt ursprünglich von der Gestapo. Sie fasste damit verschiedene, teilweise miteinander verbundene Widerstandskreise zusammen. Besonders bekannt wurden die Berliner Gruppen um Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack. Zu ihnen gehörten auch Libertas Schulze-Boysen und die deutsch-amerikanische Literaturwissenschaftlerin Mildred Harnack.

Mitglieder verbreiteten regimekritische Schriften, dokumentierten Verbrechen, halfen Verfolgten und suchten Kontakte ins Ausland; einige übermittelten Informationen an die Sowjetunion. Die nationalsozialistische Verfolgung und später auch Deutungen des Kalten Krieges stellten diese vielfältigen Netzwerke oft verkürzt nur als sowjetische Spionageorganisation dar. Viele Mitglieder wurden 1942 und 1943 zum Tod verurteilt und hingerichtet.


= Kirchen, Christinnen und Christen

Die christlichen Kirchen als Institutionen leisteten keinen einheitlichen Widerstand gegen das NS-Regime. Es gab Anpassung, Zustimmung, Konflikte und Widerstand. Einzelne Geistliche und Gläubige widersetzten sich aus religiösen oder ethischen Gründen.

Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer kritisierte früh den nationalsozialistischen Anspruch auf totale Herrschaft und wandte sich gegen die Judenverfolgung. Später arbeitete er über Kontakte im Amt Ausland/Abwehr mit Kreisen des politischen Widerstands zusammen. Er wurde 1943 verhaftet und am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg ermordet.

Der katholische Bischof Clemens August Graf von Galen protestierte 1941 öffentlich gegen die Ermordung kranker und behinderter Menschen im Rahmen der sogenannten Aktion T4. Seine Predigten wurden heimlich vervielfältigt. Zugleich war von Galen kein grundsätzlich demokratischer Gegner aller nationalsozialistischen Ziele. Dieses Beispiel zeigt: Auch einzelne Protesthandlungen müssen in die gesamte Biografie eingeordnet werden.

Auch viele Zeugen Jehovas verweigerten aus Glaubensgründen den Hitlergruß, den Fahneneid oder den Militärdienst. Das NS-Regime verfolgte sie deshalb besonders hart; Kriegsdienstverweigerer mussten mit Todesurteilen rechnen. Hier wird sichtbar, dass religiös begründete Verweigerung zu einer direkten Konfrontation mit dem totalitären Herrschaftsanspruch führen konnte.

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1986-0407-511, Bischofsweihe Clemens August v. Galen.jpg


= Hilfe für Verfolgte: Otto Weidt und andere Helfende

Eine besonders konkrete Form des Widerstehens war die Hilfe für verfolgte Menschen. Der Berliner Bürstenfabrikant Otto Weidt beschäftigte überwiegend blinde und gehörlose jüdische Arbeiterinnen und Arbeiter. Er versuchte, sie durch Bestechung, falsche Papiere und Verstecke vor Deportationen zu schützen. Solche Hilfehandlungen waren gefährlich und oft auf kleine, persönliche Netzwerke angewiesen.

Heute befindet sich in der früheren Werkstatt das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. Das Beispiel hilft, Widerstand nicht nur als Attentat oder Staatsstreich zu verstehen, sondern auch als konkrete Rettung von Menschenleben.


= Kreisauer Kreis: Pläne für ein Deutschland nach Hitler

Der Kreisauer Kreis war ein Gesprächs- und Planungsnetzwerk um Helmuth James Graf von Moltke und Peter Yorck von Wartenburg. Mitglieder unterschiedlicher politischer und religiöser Herkunft diskutierten über eine politische, soziale und rechtliche Neuordnung Deutschlands nach dem Ende der NS-Herrschaft. Moltke lehnte ein Attentat auf Hitler lange ab; Teile des Kreises kamen später mit den Verschwörern des 20. Juli in Verbindung.

Nach seiner Verhaftung wurde Moltke im Januar 1945 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Das Foto zeigt Moltke vor dem Volksgerichtshof. Solche Bilder sind nicht neutral: Sie entstanden im Zusammenhang mit der NS-Justiz und müssen als historische Quellen in ihrem Entstehungskontext gelesen werden.


= Der 20. Juli 1944 und der militärisch-zivile Widerstand

Am 20. Juli 1944 versuchte ein weit verzweigtes Netzwerk aus Offizieren, Beamten, Politikern und weiteren Unterstützern, Hitler zu töten und anschließend die NS-Herrschaft durch einen Staatsstreich zu beenden. Eine Schlüsselfigur war Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der eine Bombe in Hitlers Hauptquartier „Wolfsschanze“ deponierte.

Hitler überlebte. In Berlin wurde der für einen inneren Notstand vorgesehene Plan Walküre für den Umsturz genutzt, doch der Staatsstreich scheiterte. Stauffenberg, Friedrich Olbricht, Albrecht Mertz von Quirnheim und Werner von Haeften wurden noch in der Nacht erschossen. In den folgenden Monaten verfolgte das Regime Tausende Menschen; zahlreiche Beteiligte und Angehörige des Widerstands wurden hingerichtet.

Die Beteiligten des 20. Juli hatten sehr unterschiedliche Motive. Einige hatten das NS-Regime oder Teile seiner Politik zunächst unterstützt; viele lehnten spätestens Krieg, Massenmord und Hitlers Herrschaft ab. Über die künftige Staatsordnung gab es keine einheitliche Vorstellung. Der 20. Juli darf deshalb weder verklärt noch pauschal abgewertet werden.


Handlungsmöglichkeiten im Überblick

Widerstand hing stark davon ab, welche Kontakte, Berufe, Informationen und Handlungsspielräume Menschen besaßen. Ein Soldat konnte andere Möglichkeiten haben als eine Schülerin, ein Pfarrer, eine Arbeiterin oder ein Unternehmer.

  1. Information und Gegenöffentlichkeit: Flugblätter schreiben, ausländische Nachrichten weitergeben, NS-Propaganda widersprechen.
  2. Hilfe für Verfolgte: Menschen verstecken, Lebensmittel besorgen, falsche Papiere organisieren oder vor Kontrollen warnen.
  3. Verweigerung und Selbstbehauptung: Mitgliedschaft, Rituale oder Befehle ablehnen und unabhängige Gruppen bilden.
  4. Illegale politische Arbeit: Netzwerke aufbauen, Kontakte ins Exil halten, Informationen sammeln und gemeinsame Aktionen vorbereiten.
  5. Sabotage: Arbeitsabläufe oder militärisch wichtige Produktion gezielt stören; dabei konnten auch Unbeteiligte gefährdet werden.
  6. Staatsstreich und Attentat: Führungspersonen ausschalten und staatliche Machtzentren übernehmen; dies war die riskanteste und gewaltsamste Form.


Warum blieb der Widerstand begrenzt?

Die geringe Zahl aktiver Widerstandskämpfer erklärt sich nicht nur durch Terror. Viele Deutsche unterstützten das Regime zumindest zeitweise, profitierten von Ausgrenzung oder Krieg, passten sich an oder wollten Risiken vermeiden. Propaganda, außenpolitische Erfolge bis 1939, soziale Kontrolle und die Vorstellung einer nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ stärkten die Herrschaft. Gleichzeitig zerstörten Verfolgung und frühe Verhaftungswellen bestehende oppositionelle Strukturen.

Für die Bewertung gilt: Zu erklären, warum Widerstand selten war, bedeutet nicht, die Verantwortung der Mehrheitsgesellschaft zu beseitigen. Ebenso sollte Widerstand nicht nur danach beurteilt werden, ob eine Aktion erfolgreich war. Viele Handlungen scheiterten praktisch, setzten aber ein moralisches und politisches Zeichen.


Erinnerung und Bewertung nach 1945

Nach 1945 wurden Widerstandsgruppen unterschiedlich erinnert. Der 20. Juli war in Westdeutschland zunächst umstritten und wurde später zu einem zentralen staatlichen Erinnerungsdatum. In der DDR stand besonders der kommunistische Widerstand im Mittelpunkt. Georg Elser, die Edelweißpiraten, Deserteure oder Helferinnen und Helfer von Verfolgten erhielten teilweise erst Jahrzehnte später größere öffentliche Anerkennung.

Erinnerungskultur verändert sich, wenn neue Quellen ausgewertet, bisher wenig beachtete Gruppen erforscht und alte politische Deutungen hinterfragt werden. Deshalb gehört zur Beschäftigung mit Widerstand immer auch die Frage: Wer wird erinnert, wer lange vergessen und warum?


Quellen und Vertiefung

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Widerstand gegen den Nationalsozialismus
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Informationen zur politischen Bildung – Widerstand gegen den Nationalsozialismus
  3. Gedenkstätte Deutscher Widerstand
  4. Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
  5. Wikipedia: Widerstand gegen den Nationalsozialismus


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt den Widerstand gegen den Nationalsozialismus am besten? (Er umfasste unterschiedliche Gruppen, Motive und Handlungsformen) (!Er bestand nur aus Militärangehörigen) (!Er begann erst im Jahr 1944) (!Er war eine einheitlich organisierte Bewegung)




Welche Handlung war typisch für die Weiße Rose? (Das Verfassen und Verteilen von Flugblättern) (!Der Aufbau einer Exilregierung in London) (!Die Leitung der Gestapo) (!Die Organisation der Hitlerjugend)




Wer bereitete 1939 allein ein Bombenattentat auf Hitler vor? (Georg Elser) (!Otto Weidt) (!Kurt Huber) (!Wilhelm Leuschner)




Was kennzeichnete viele Edelweißpiraten? (Sie entzogen sich der Kontrolle nationalsozialistischer Jugendorganisationen) (!Sie waren eine Unterorganisation der SS) (!Sie arbeiteten als Richter am Volksgerichtshof) (!Sie gründeten die NSDAP)




Was war die Rote Kapelle? (Eine von der Gestapo verwendete Bezeichnung für verschiedene Widerstandsnetzwerke) (!Eine offizielle Abteilung der Wehrmacht) (!Ein katholischer Jugendverband) (!Eine Tarnbezeichnung für die Hitlerjugend)




Wofür ist Otto Weidt besonders bekannt? (Für den Schutz jüdischer Arbeiterinnen und Arbeiter) (!Für die Leitung des Attentats vom 20. Juli) (!Für die Gründung der Weißen Rose) (!Für ein Amt im Volksgerichtshof)




Womit beschäftigte sich der Kreisauer Kreis besonders? (Mit Plänen für eine politische und gesellschaftliche Ordnung nach Hitler) (!Mit der Organisation nationalsozialistischer Propaganda) (!Mit der Bewachung von Konzentrationslagern) (!Mit der Ausbildung der Hitlerjugend)




Welche Aussage zum 20. Juli 1944 ist richtig? (Das Attentat und der anschließende Umsturzversuch scheiterten) (!Hitler wurde beim Attentat getötet) (!Der Umsturz wurde von der Weißen Rose durchgeführt) (!Die NS-Herrschaft endete noch am selben Tag)




Warum war Widerstand besonders gefährlich? (Das NS-Regime verfolgte Gegner mit Polizei, Justiz und Terror) (!Kritik am Regime war gesetzlich besonders geschützt) (!Alle Zeitungen berichteten frei über Widerstandsgruppen) (!Oppositionsparteien konnten legal arbeiten)




Warum ist Quellenkritik bei Gestapo-Akten wichtig? (Weil sie aus der Perspektive einer Verfolgungsbehörde entstanden) (!Weil sie erst nach 1990 erfunden wurden) (!Weil sie ausschließlich private Tagebücher enthalten) (!Weil sie keine Angaben zu verfolgten Personen enthalten)





Memory

Weiße Rose Flugblätter
Georg Elser Bürgerbräukeller
Otto Weidt Rettungshilfe
Kreisauer Kreis Zukunftsplanung
Stauffenberg Umsturzversuch
Edelweißpiraten Jugendopposition
Mildred Harnack Rote Kapelle
Bonhoeffer Bekennende Kirche





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Handlung
Flugblatt Gegenöffentlichkeit
Versteck Rettungshilfe
Verweigerung Selbstbehauptung
Sabotage Störung
Staatsstreich Machtwechsel






Kreuzworträtsel

Flugblatt Welches Medium nutzte die Weiße Rose besonders häufig?
Elser Wie lautet der Nachname des Attentäters von 1939?
Kreisau Welcher Ort gab dem Kreisauer Kreis seinen Namen?
Weidt Wie lautet der Nachname des Berliner Helfers jüdischer Beschäftigter?
Gestapo Welche Geheimpolizei verfolgte viele Regimegegner?
Bonhoeffer Welcher Theologe gehörte zum christlich geprägten Widerstand?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde von einer kleinen

der Bevölkerung getragen.
Die Weiße Rose verbreitete ihre Kritik vor allem durch

.
Georg Elser plante sein Attentat im Münchner

.
Die Edelweißpiraten widersetzten sich unter anderem der Kontrolle durch die

.
Otto Weidt versuchte jüdische Beschäftigte vor der

zu schützen.
Der Kreisauer Kreis entwickelte Vorstellungen für eine politische Ordnung nach der

.
Der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 nutzte den Plan

.
Viele Widerstandsgruppen wurden durch die

verfolgt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Biografie-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu Sophie Scholl, Georg Elser, Otto Weidt oder Mildred Harnack. Nenne Motive, Handlung, Risiko und Folgen.
  2. Medienanalyse: Wähle ein Bild aus diesem aiMOOC und beschreibe genau, was zu sehen ist. Erkläre anschließend, welche historische Aussage das Bild unterstützt und was es nicht zeigt.
  3. Handlungsformen sortieren: Erstelle Karten zu Flugblatt, Versteck, Verweigerung, Sabotage und Staatsstreich und ordne sie nach persönlichem Risiko.
  4. Begriffsklärung: Formuliere in eigenen Worten die Unterschiede zwischen Anpassung, Verweigerung, Protest und Widerstand und finde für jeden Begriff ein Beispiel.


Standard

  1. Quellenvergleich Weiße Rose: Vergleiche ein Flugblatt der Weißen Rose mit einem Gestapo- oder Gerichtszeugnis über die Gruppe. Untersuche Sprache, Absicht und Perspektive.
  2. Lokale Spurensuche: Recherchiere in Deiner Stadt oder Region nach einer Person, Straße, Gedenktafel oder einem Stolperstein mit Bezug zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus und dokumentiere Deine Ergebnisse mit Fotos oder einer Karte.
  3. Podcast Widerstand: Produziere eine drei- bis fünfminütige Podcastfolge zu einer weniger bekannten Widerstandsperson. Trenne nachprüfbare Fakten von Deiner Bewertung.
  4. Erinnerungskultur: Vergleiche zwei Denkmäler oder Gedenkorte. Untersuche, welche Personen im Mittelpunkt stehen und welche Botschaft die Gestaltung vermittelt.


Schwer

  1. Kontroverse 20. Juli: Untersuche unterschiedliche Bewertungen des 20. Juli 1944. Berücksichtige Motive, frühere Haltung einzelner Beteiligter zum NS-Regime und ihre Vorstellungen für die Zeit nach Hitler.
  2. Netzwerkanalyse: Visualisiere Beziehungen zwischen mindestens acht Personen und Gruppen des Widerstands. Kennzeichne direkte Kontakte, gemeinsame Ziele und deutliche Unterschiede.
  3. Moralisches Dilemma: Verfasse eine begründete Stellungnahme zur Frage, unter welchen Bedingungen Gewalt gegen eine Diktatur moralisch gerechtfertigt sein kann. Beziehe Georg Elser und den 20. Juli ein.
  4. Vergleich historische Gegenwehr: Vergleiche Widerstand in einer Diktatur mit demokratischem Protest heute. Arbeite Unterschiede bei Rechtsschutz, Öffentlichkeit, Risiko und politischer Beteiligung heraus, ohne beide Situationen gleichzusetzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Widerstandsbegriff anwenden: Ordne drei selbst gewählte Beispiele den Kategorien Verweigerung, Protest oder Widerstand zu und begründe Deine Entscheidung anhand von Ziel, Risiko und Systembezug.
  2. Motive vergleichen: Vergleiche Georg Elser, die Weiße Rose und den Kreisauer Kreis. Welche Motive ähneln sich, welche unterscheiden sich, und wie beeinflussten sie die gewählten Mittel?
  3. Handlungsspielräume erklären: Zeige an zwei Personen, wie Beruf, Alter, soziale Kontakte und Zugang zu Informationen ihre Möglichkeiten zum Widerstand vergrößerten oder einschränkten.
  4. Quellenkritik leisten: Erkläre, warum eine Gestapo-Akte und ein späteres Erinnerungsinterview über dieselbe Person zu unterschiedlichen Darstellungen kommen können.
  5. Erfolg bewerten: Entwickle Kriterien dafür, wann Widerstand als erfolgreich gelten kann. Prüfe Deine Kriterien an der Weißen Rose und am 20. Juli 1944.
  6. Erinnerung reflektieren: Erkläre, warum manche Gruppen erst spät öffentlich anerkannt wurden und was dies über politische Erinnerung nach 1945 aussagt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Namen und Daten kennst, sondern historische Zusammenhänge erklären und Quellen kritisch beurteilen kannst.

  1. Widerstandsbegriff: Du kannst Widerstand von Verweigerung, Protest und Selbstbehauptung unterscheiden.
  2. Vielfalt der Gruppen: Du kennst Beispiele aus Arbeiterbewegung, Jugend, Kirchen, zivilen Netzwerken und Militär.
  3. Biografien: Du kannst mindestens drei Personen mit Motiven, Handlungen, Risiken und Folgen erklären.
  4. Handlungsmöglichkeiten: Du kannst Flugblätter, Rettungshilfe, illegale Netzwerke, Sabotage und Umsturzpläne einordnen.
  5. Quellenkritik: Du kannst Herkunft, Absicht und Perspektive historischer Quellen untersuchen.
  6. Historische Bewertung: Du kannst Erfolge, Grenzen und Widersprüche einzelner Widerstandsformen begründet beurteilen.
  7. Erinnerungskultur: Du kannst erklären, warum sich die öffentliche Anerkennung verschiedener Widerstandsgruppen nach 1945 verändert hat.




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