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Polizei - Baden-Württemberg

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Polizei - Baden-Württemberg




Einleitung

Die Polizei Baden-Württemberg ist die Landespolizei des Bundeslandes Baden-Württemberg. Sie schützt Menschen, hilft in Notlagen, wehrt Gefahren ab, verfolgt Straftaten und trägt zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Für den Gemeinschaftskunde-Unterricht ist dabei besonders wichtig: Die Polizei ist Teil des Rechtsstaats. Sie darf nicht einfach tun, was sie für richtig hält, sondern ist an Grundgesetz, Gesetze und gerichtliche Kontrolle gebunden.

Du lernst in diesem aiMOOC, welche Aufgaben die Polizei in Baden-Württemberg hat, wie Grundrechte und Sicherheit zusammenhängen und welche unterschiedlichen Berufsbilder es gibt. Für jüngere Lernende werden Fachbegriffe direkt erklärt. Ältere Lernende können zusätzlich rechtliche Zusammenhänge, Interessenkonflikte und Fragen der Verhältnismäßigkeit untersuchen.


Die Polizei in Baden-Württemberg

Die Polizei Baden-Württemberg gehört zur Exekutive, also zur ausführenden Staatsgewalt. Sie arbeitet im gesamten Land und besteht aus vielen Dienststellen und spezialisierten Bereichen. Dazu gehören unter anderem Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Verkehrspolizei, Bereitschaftspolizei, Wasserschutzpolizei, Polizeihubschrauberstaffel und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

Ein wichtiger Grundsatz lautet: Recht und Gesetz bestimmen das Handeln der Polizei. Das bedeutet zugleich, dass staatliche Macht begrenzt ist. Bürgerinnen und Bürger haben Grundrechte, und Eingriffe in diese Rechte brauchen eine gesetzliche Grundlage.


Kernaufgaben der Polizei

Die Aufgaben der Polizei lassen sich für den Unterricht in mehrere große Bereiche gliedern.

  1. Gefahrenabwehr: Die Polizei versucht, drohende Gefahren für Menschen oder die öffentliche Sicherheit zu verhindern oder bereits eingetretene Störungen zu beenden.
  2. Strafverfolgung: Wenn der Verdacht auf eine Straftat besteht, ermittelt die Polizei nach den Regeln des Strafverfahrens. Sie sichert zum Beispiel Spuren, befragt Personen und arbeitet mit der Staatsanwaltschaft zusammen.
  3. Verkehrssicherheit: Die Polizei überwacht Regeln im Straßenverkehr, nimmt Unfälle auf und versucht, gefährliche Situationen zu verhindern.
  4. Prävention: Sie informiert darüber, wie Straftaten oder Unfälle vermieden werden können, zum Beispiel bei Betrug, Einbruch, Gewalt oder Gefahren im Internet.
  5. Hilfeleistung: Über den Notruf und im täglichen Streifendienst hilft die Polizei bei akuten Gefahren und unterstützt andere Rettungs- und Sicherheitskräfte.

Die Grenzen zwischen diesen Bereichen können sich in einem Einsatz überschneiden. Bei einem Verkehrsunfall kann die Polizei zum Beispiel zuerst eine Gefahrenstelle absichern, dann einen Unfall aufnehmen und zusätzlich prüfen, ob eine Straftat vorliegt.


Gefahrenabwehr und Strafverfolgung unterscheiden

Gefahrenabwehr richtet den Blick vor allem nach vorn: Eine Gefahr soll verhindert oder beendet werden. Beispiel: Auf einer viel befahrenen Straße liegt ein großes Hindernis. Die Polizei sperrt den Bereich ab, damit niemand verletzt wird.

Strafverfolgung richtet den Blick auf einen möglichen Gesetzesverstoß: Es soll geklärt werden, ob eine Straftat begangen wurde und wer dafür verantwortlich sein könnte. Beispiel: Nach einem Einbruch werden Spuren gesichert und Zeugenaussagen aufgenommen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil unterschiedliche Rechtsgrundlagen gelten können. In beiden Fällen muss die Polizei gesetzlich handeln.


Polizei und Rechtsstaat

Ein Rechtsstaat begrenzt staatliche Macht durch Recht. Das Grundgesetz bindet die staatliche Gewalt an die Grundrechte. Artikel 20 Absatz 3 des Grundgesetzes bestimmt außerdem, dass die vollziehende Gewalt an Gesetz und Recht gebunden ist. Weil die Polizei zur Exekutive gehört, gilt diese Bindung unmittelbar für ihr Handeln.

Das ist für eine Demokratie entscheidend: Die Polizei besitzt besondere Befugnisse, darf aber nur unter rechtlich festgelegten Voraussetzungen in Freiheit, Eigentum, Privatsphäre oder andere Rechte eingreifen.


Grundrechte als Schutz und Auftrag

Grundrechte schützen Menschen vor ungerechtfertigten Eingriffen des Staates. Gleichzeitig hat der Staat die Aufgabe, Rechte und Sicherheit zu schützen. Daraus können schwierige Abwägungen entstehen.

Ein Beispiel ist eine Demonstration. Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln. Die Polizei soll dieses Recht schützen. Wenn gleichzeitig konkrete Gefahren entstehen, muss sie für Sicherheit sorgen. Maßnahmen dürfen dabei nicht pauschal oder unbegrenzt sein, sondern brauchen eine rechtliche Grundlage und müssen verhältnismäßig sein.

Wichtige Grundrechte im Zusammenhang mit Polizeiarbeit sind zum Beispiel die Menschenwürde, die Allgemeine Handlungsfreiheit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die Gleichheit vor dem Gesetz, die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit und der Schutz der Wohnung.


Verhältnismäßigkeit: Nicht mehr als nötig

Das Polizeigesetz Baden-Württemberg verlangt bei mehreren möglichen Maßnahmen grundsätzlich diejenige, die Einzelne und Allgemeinheit voraussichtlich am wenigsten beeinträchtigt. Außerdem darf ein Nachteil nicht außer Verhältnis zum angestrebten Erfolg stehen.

Für den Unterricht kannst Du die Verhältnismäßigkeit mit drei Fragen prüfen:

  1. Geeignet? Kann die Maßnahme das angestrebte Ziel überhaupt fördern?
  2. Erforderlich? Gibt es ein gleich wirksames, aber milderes Mittel?
  3. Angemessen? Steht die Belastung der betroffenen Person in einem vertretbaren Verhältnis zum Zweck?

Beispiel: Wenn eine kleine Gefahrenstelle mit einer Absperrung gesichert werden kann, wäre eine viel weitergehende Maßnahme ohne zusätzlichen Sicherheitsgewinn schwer zu rechtfertigen.


Gewaltenteilung und Kontrolle

In einer Demokratie wird staatliche Macht verteilt und kontrolliert. Vereinfacht unterscheidet man Legislative, Exekutive und Judikative. Parlamente beschließen Gesetze, Behörden wie die Polizei führen Gesetze aus, und Gerichte überprüfen Rechtsfragen und entscheiden Streitfälle.

Die Polizei ist deshalb nicht Richterin über Schuld. Ob eine angeklagte Person schuldig ist und welche Strafe verhängt wird, entscheidet ein Gericht. Auch bei Freiheitsentziehungen bestehen besondere richterliche Kontrollrechte. Das zeigt: Polizeiliche Befugnisse sind Teil eines Systems gegenseitiger Begrenzung und Kontrolle.


Staatliches Gewaltmonopol

In einem Rechtsstaat darf nicht jede Person eigene Regeln mit Gewalt durchsetzen. Der Staat besitzt das staatliche Gewaltmonopol, doch auch staatliche Gewalt ist rechtlich begrenzt. Polizeiliche Zwangsmittel dürfen nur verwendet werden, wenn dafür eine Rechtsgrundlage besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Für Gemeinschaftskunde ist die doppelte Perspektive wichtig: Ein demokratischer Staat muss Sicherheit gewährleisten können, gleichzeitig muss er Freiheit und Grundrechte schützen. Genau diese Spannung macht viele politische und rechtliche Debatten über Polizei aus.


Organisation und Berufsbilder

Polizeiarbeit besteht nicht nur aus Streifenfahrten. Unterschiedliche Bereiche übernehmen verschiedene Aufgaben. Manche arbeiten sichtbar in Uniform, andere ermitteln in Zivil oder beschäftigen sich mit Technik, Daten, Verkehr, Gewässern oder Großlagen.


Schutzpolizei

Die Schutzpolizei ist für viele Menschen der sichtbarste Teil der Polizei. Typische Tätigkeiten sind Streifendienst, Aufnahme von Verkehrsunfällen, Hilfe in Notfällen, erste Maßnahmen an Tatorten und Einsätze bei Konflikten oder Gefahrenlagen.

Hier sind Kommunikationsfähigkeit, rechtliche Sicherheit, Teamarbeit und die Fähigkeit wichtig, auch unter Zeitdruck ruhig zu entscheiden.


Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei bearbeitet Ermittlungen, bei denen häufig umfangreiche Spuren, Zeugenaussagen, digitale Daten oder Zusammenhänge zwischen mehreren Taten ausgewertet werden. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg übernimmt als zentrale Dienststelle besondere Aufgaben der Kriminalitätsbekämpfung.

Moderne Ermittlungsarbeit umfasst auch digitale Spuren. Im gehobenen Polizeivollzugsdienst gibt es in Baden-Württemberg deshalb unter anderem eine Vertiefung im Bereich IT-Ermittlungen und IT-Auswertungen.


Verkehrspolizei

Die Verkehrspolizei trägt zur Sicherheit auf Straßen bei. Sie kontrolliert Verkehrsregeln, beschäftigt sich mit schweren Verkehrsunfällen und unterstützt bei besonderen Verkehrslagen. Ziel ist nicht nur das Ahnden von Verstößen, sondern auch die Vermeidung von Unfällen.


Wasserschutzpolizei

Die Wasserschutzpolizei übernimmt Aufgaben auf Wasserstraßen und in Häfen. In Baden-Württemberg sind Rhein, Neckar und weitere Gewässer wichtige Verkehrs- und Wirtschaftswege. Polizeiarbeit auf dem Wasser verbindet Sicherheits-, Verkehrs- und teilweise Umweltaufgaben.


Bereitschaftspolizei und Reiterstaffel

Die Bereitschaftspolizei unterstützt bei größeren Einsatzlagen, zum Beispiel bei großen Veranstaltungen oder wenn viele Einsatzkräfte gleichzeitig benötigt werden. In Baden-Württemberg gibt es auch eine Reiterstaffel. Pferde können bei bestimmten Einsätzen für Übersicht und sichtbare Präsenz sorgen.


Polizeihubschrauberstaffel

Polizeihubschrauber unterstützen unter anderem bei Suchmaßnahmen, besonderen Einsatzlagen und der Beobachtung aus der Luft. Die Perspektive von oben kann helfen, große Gebiete schnell zu überblicken.


Weitere Berufsfelder

Zur Polizei gehören auch viele Aufgaben außerhalb des klassischen Streifendienstes. Dazu zählen beispielsweise IT, Verwaltung, Technik, Logistik, Präventionsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Analyse, Medizin und Ausbildung. Nicht jede Tätigkeit bei der Polizei ist ein Polizeivollzugsberuf.

Gerade für die Berufsorientierung lohnt es sich deshalb, zwischen Polizeivollzugsdienst und anderen Beschäftigungsbereichen innerhalb der Organisation zu unterscheiden.


Ausbildung und Studium

Für den Polizeivollzugsdienst in Baden-Württemberg gibt es unterschiedliche Einstiegswege. Im mittleren Polizeivollzugsdienst dauert die Ausbildung nach aktuellen Angaben der Karriere-Seite der Polizei Baden-Württemberg 30 Monate. Theorie, Training und praktische Phasen wechseln sich ab.

Das Bachelorstudium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst dauert nach aktuellen Angaben insgesamt 45 Monate einschließlich Vorausbildung. Später sind Schwerpunkte bei Schutzpolizei oder Kriminalpolizei möglich; im kriminalpolizeilichen Bereich gibt es auch eine Vertiefung zu IT-Ermittlungen und IT-Auswertungen.

Da Voraussetzungen, Fristen und organisatorische Details geändert werden können, solltest Du bei konkretem Berufswunsch immer die aktuellen Informationen der Polizei Baden-Württemberg prüfen.


Was der Beruf verlangt

Der Polizeiberuf verlangt mehr als körperliche Fitness. Wichtig sind Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Belastbarkeit, Lernbereitschaft und ein sicherer Umgang mit Recht. Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte müssen Menschen respektvoll behandeln und auch in Konflikten professionell bleiben.

Besonders wichtig ist die Fähigkeit, Entscheidungen zu begründen: Was ist das Ziel einer Maßnahme? Welche Rechtsgrundlage gibt es? Ist die Maßnahme erforderlich und angemessen? Welche Grundrechte sind betroffen?


Polizei im Alltag: richtig handeln

Der Notruf 110 ist für dringende Situationen gedacht, in denen schnelle polizeiliche Hilfe erforderlich ist. Für nicht dringende Anliegen gibt es örtliche Polizeidienststellen und digitale Angebote der Polizei. Wer einen Notruf absetzt, sollte ruhig sagen, wo etwas passiert ist, was geschehen ist und ob Menschen verletzt oder gefährdet sind.

Bei Begegnungen mit der Polizei gilt: Bleibe sachlich, höre zu und frage nach, wenn Du etwas nicht verstehst. Gleichzeitig darfst Du Dich über Deine Rechte informieren. In einem Rechtsstaat gehören Sicherheit, respektvolle Kommunikation und rechtlich überprüfbares staatliches Handeln zusammen.


Ein Fall für Gemeinschaftskunde

Stell Dir vor, auf einem öffentlichen Platz findet eine angemeldete Demonstration statt. Die meisten Teilnehmenden protestieren friedlich. Am Rand kommt es zu einem gefährlichen Gedränge. Die Polizei muss nun mehrere Ziele gleichzeitig beachten: die Versammlungsfreiheit schützen, Gefahren für Menschen verhindern und Maßnahmen so begrenzen, dass friedliche Teilnehmende möglichst wenig beeinträchtigt werden.

An diesem Beispiel kannst Du typische Fragen des Rechtsstaats untersuchen: Welche Grundrechte sind betroffen? Welche Gefahr besteht konkret? Welche Maßnahme wäre geeignet? Gibt es ein milderes Mittel? Wer kann eine polizeiliche Maßnahme später rechtlich überprüfen?

Solche Fälle zeigen, warum Polizeiarbeit in einer Demokratie nicht nur eine Sicherheitsaufgabe, sondern auch eine Rechtsstaatsaufgabe ist.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zu welcher Staatsgewalt gehört die Polizei? (Exekutive) (!Legislative) (!Judikative) (!Verfassungsgebung)




Was bedeutet Gefahrenabwehr? (Drohende Gefahren verhindern oder beenden) (!Eine Strafe durch ein Gericht festlegen) (!Ein Gesetz im Parlament beschließen) (!Nur vergangene Straftaten statistisch zählen)




Wer entscheidet in einem Rechtsstaat über die Schuld einer angeklagten Person? (Ein Gericht) (!Die Streifenpolizei) (!Die Presse) (!Eine Bürgerinitiative)




Was verlangt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit? (Eine geeignete und möglichst milde Maßnahme) (!Immer die strengste verfügbare Maßnahme) (!Polizeiliches Handeln ohne gesetzliche Grundlage) (!Gleiche Maßnahmen in jeder Situation)




Welcher Bereich ermittelt typischerweise bei komplexen Straftaten? (Kriminalpolizei) (!Schulverwaltung) (!Feuerwehr) (!Gemeinderat)




Welche Aufgabe gehört zur Verkehrspolizei? (Verkehrssicherheit überwachen) (!Gerichtsurteile sprechen) (!Landesgesetze beschließen) (!Schulnoten vergeben)




Wofür ist die Wasserschutzpolizei zuständig? (Polizeiaufgaben auf Wasserstraßen und in Häfen) (!Ausschließlich für Waldbrände) (!Nur für Flughäfen) (!Für die Leitung von Gerichten)




Wie lange dauert die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst in Baden-Württemberg nach aktuellen Karriereangaben? (30 Monate) (!12 Monate) (!18 Monate) (!60 Monate)




Welche Nummer ist der polizeiliche Notruf in Deutschland? (110) (!1120) (!9110) (!101)




Warum ist die Bindung der Polizei an Gesetz und Recht wichtig? (Sie begrenzt staatliche Macht und schützt Rechte) (!Sie ersetzt alle Gerichte) (!Sie erlaubt beliebige Eingriffe) (!Sie macht Grundrechte unwichtig)





Memory

Gefahrenabwehr drohende Gefahr verhindern
Strafverfolgung Verdacht einer Straftat aufklären
Verhältnismäßigkeit möglichst mildes geeignetes Mittel
Exekutive ausführende Staatsgewalt
Kriminalpolizei Ermittlungen bei Straftaten
Wasserschutzpolizei Sicherheit auf Wasserstraßen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schutzpolizei Streifen- und Einsatzdienst
Kriminalpolizei komplexe Ermittlungen
Verkehrspolizei Verkehrsüberwachung
Wasserschutzpolizei Sicherheit auf Gewässern
IT-Ermittlungen digitale Spuren






Kreuzworträtsel

Rechtsstaat Wie heißt ein Staat, dessen Organe an Recht und Gesetz gebunden sind?
Exekutive Zu welcher Staatsgewalt gehört die Polizei?
Grundrechte Wie heißen die grundlegenden Rechte, die Menschen vor staatlichen Eingriffen schützen?
Kriminalpolizei Welcher Polizeibereich bearbeitet viele umfangreiche Strafermittlungen?
Gefahrenabwehr Wie heißt die Aufgabe, drohende Gefahren zu verhindern oder zu beenden?
Verhältnismäßigkeit Wie heißt das Prinzip, nach dem eine Maßnahme nicht stärker sein darf als nötig?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Polizei Baden-Württemberg gehört zur

und führt staatliche Aufgaben aus.
Bei der

versucht sie, drohende Gefahren zu verhindern oder zu beenden.
Die Aufklärung möglicher Straftaten gehört zur

.
Polizeiliches Handeln ist an Gesetz und

gebunden.
Grundrechte schützen Menschen vor ungerechtfertigten staatlichen

.
Eine polizeiliche Maßnahme muss dem Grundsatz der

entsprechen.
Über Schuld und Strafe entscheidet in einem Rechtsstaat ein

.
Die

bearbeitet viele umfangreiche Ermittlungsverfahren.
Für polizeiliche Aufgaben auf Wasserstraßen gibt es die

.
Der polizeiliche Notruf in Deutschland lautet

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Mindmap Polizei: Erstelle eine Mindmap mit den Bereichen Gefahrenabwehr, Strafverfolgung, Verkehrssicherheit, Prävention und Hilfeleistung. Ergänze zu jedem Bereich ein eigenes Beispiel.
  2. Bildanalyse Polizei: Wähle eines der Bilder aus diesem aiMOOC und beschreibe, welche Aufgabe oder welches Berufsbild es zeigt. Notiere auch, was das Bild nicht beweisen kann.
  3. Notruf erklären: Gestalte ein kleines Infoplakat für Deine Klasse: Wann ist die 110 richtig, welche Informationen sind wichtig und wann sollte man andere Kontaktwege nutzen?
  4. Berufsprofil: Erstelle eine Steckkarte zu Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Verkehrspolizei oder Wasserschutzpolizei mit Aufgaben, Fähigkeiten und einem möglichen Arbeitstag.


Standard

  1. Fallvergleich Gefahrenabwehr und Strafverfolgung: Erfinde zwei kurze Fälle. In einem steht Gefahrenabwehr im Mittelpunkt, im anderen Strafverfolgung. Erkläre den Unterschied.
  2. Rollenspiel Demonstration: Entwickelt in einer Gruppe ein Rollenspiel mit Demonstrierenden, Polizei, Beobachtenden und Presse. Sucht nach einer Lösung, die Sicherheit und Versammlungsfreiheit berücksichtigt.
  3. Interview Polizeiberuf: Formuliere zehn sachliche Fragen an eine Einstellungsberatung oder eine Person aus einem Polizeiberuf. Frage nach Alltag, Verantwortung, Ausbildung, Recht und Belastungen.
  4. Medienvergleich Polizei: Vergleiche einen offiziellen Polizeibeitrag mit einem journalistischen Bericht über ein ähnliches Thema. Untersuche Sprache, Perspektive, Informationen und mögliche Lücken.


Schwer

  1. Verhältnismäßigkeitsprüfung: Analysiere einen selbst gewählten fiktiven Polizeifall mit den Schritten geeignet, erforderlich und angemessen. Begründe jeden Schritt.
  2. Sicherheit und Freiheit: Produziere einen Podcast oder ein Video, in dem zwei unterschiedliche Positionen zur Frage diskutiert werden, wie viel Eingriff der Staat für Sicherheit vornehmen darf.
  3. Kontrolle staatlicher Macht: Erstelle ein Schaubild, das zeigt, wie Parlamente, Gerichte, Öffentlichkeit und gesetzliche Regeln polizeiliches Handeln begrenzen oder kontrollieren können.
  4. Beruf und Rechtsstaat: Entwickle ein Berufsorientierungsprojekt, das nicht nur Tätigkeiten, sondern auch ethische und rechtliche Anforderungen des Polizeiberufs untersucht. Nutze mindestens zwei unterschiedliche seriöse Quellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Demonstrationsfall: Bei einer friedlichen Demonstration entsteht am Rand eine gefährliche Situation. Entwickle zwei mögliche Polizeimaßnahmen und begründe, welche verhältnismäßiger wäre.
  2. Grundrechteabwägung: Erkläre an einem eigenen Beispiel, warum der Schutz von Sicherheit und der Schutz von Freiheit gleichzeitig Aufgaben eines Rechtsstaats sind.
  3. Gewaltenteilung anwenden: Ordne in einem fiktiven Strafverfahren Polizei, Staatsanwaltschaft, Parlament und Gericht ihren Rollen zu und erkläre, warum keine Stelle alle Aufgaben allein übernehmen sollte.
  4. Berufsfelder vergleichen: Vergleiche Schutzpolizei und Kriminalpolizei anhand eines komplexen Falles. Zeige, an welchen Stellen Zusammenarbeit sinnvoll ist.
  5. Rechtsstaatliche Kontrolle: Begründe, warum richterliche Kontrolle bei Freiheitsentziehungen besonders wichtig ist.
  6. Transfer digitale Welt: Entwickle einen Fall mit digitalen Spuren und erkläre, welche Chancen und welche Grundrechtsfragen bei Ermittlungen entstehen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. die wichtigsten Aufgaben der Polizei Baden-Württemberg erklären und Gefahrenabwehr von Strafverfolgung unterscheiden kannst,
  2. die Polizei als Teil der Exekutive in die Gewaltenteilung einordnen kannst,
  3. erklären kannst, warum Grundrechte und Gesetzesbindung polizeiliches Handeln begrenzen,
  4. den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit auf einen Fall anwenden kannst,
  5. mehrere Berufsbilder der Polizei vergleichen kannst,
  6. einen Konflikt zwischen Sicherheit und Freiheit aus unterschiedlichen Perspektiven beurteilen kannst,
  7. seriöse Quellen zur Polizei und zu rechtlichen Fragen erkennen und sinnvoll nutzen kannst.




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