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Steuern und öffentliche Leistungen - Baden-Württemberg

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Steuern und öffentliche Leistungen - Baden-Württemberg



Steuern und öffentliche Leistungen - Baden-Württemberg


Einleitung

Wenn Du morgens zur Schule oder zur Ausbildungsstelle fährst, eine Straße benutzt, in einer Bibliothek lernst, eine Kita in Deiner Nachbarschaft siehst oder im Sommer ein kommunales Freibad besuchst, begegnest Du öffentlichen Leistungen. Viele davon werden von Städten, Gemeinden und Landkreisen organisiert oder mitfinanziert. Damit solche Leistungen möglich sind, brauchen Kommunen Einnahmen. Dazu gehören eigene Steuern, Anteile an Gemeinschaftsteuern, Gebühren, Beiträge und Zuweisungen.

Steuern sind dabei nicht der Preis für eine einzelne Leistung. Nach § 3 der Abgabenordnung sind sie Geldleistungen, denen keine bestimmte unmittelbare Gegenleistung gegenübersteht.[1] Wenn Du also Einkommensteuer zahlst, kaufst Du damit nicht direkt einen bestimmten Meter Straße oder eine bestimmte Unterrichtsstunde. Steuereinnahmen fließen in öffentliche Haushalte und werden dort politisch nach gesetzlichen Vorgaben und Prioritäten verteilt.

Die Karte macht deutlich: Kommunale Politik findet in vielen unterschiedlichen Städten und Gemeinden statt. Baden-Württemberg hat 1.101 Gemeinden. Ihre Größe, Wirtschaftsstruktur und Finanzkraft unterscheiden sich stark. Deshalb unterscheiden sich auch ihre finanziellen Spielräume.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, welche Aufgaben Kommunen in Baden-Württemberg übernehmen, wie sie sich finanzieren und warum kommunale Haushalte politische Zielkonflikte sichtbar machen. Du kannst außerdem Steuern von Gebühren unterscheiden, die Bedeutung von Grund- und Gewerbesteuer einordnen, den kommunalen Finanzausgleich erklären und einfache kommunale Finanzentscheidungen aus wirtschaftlicher Sicht beurteilen.


Kommunale Selbstverwaltung: Politik vor Ort

Das Grundgesetz und die Landesverfassung sichern den Gemeinden das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Das bedeutet: Gemeinden dürfen ihre örtlichen Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze eigenverantwortlich regeln. In Baden-Württemberg unterscheidet die Gemeindeordnung unter anderem zwischen Pflichtaufgaben und Pflichtaufgaben nach Weisung. Daneben gibt es freiwillige Aufgaben.[2]

Pflichtaufgaben müssen erfüllt werden. Beispiele sind Bereiche der Bauleitplanung, das Angebot an Kindergartenplätzen, Schulträgerschaft, Feuerwehr oder Friedhofswesen. Bei freiwilligen Aufgaben besitzt eine Kommune deutlich mehr Entscheidungsspielraum. Dazu können Bibliotheken, Kulturangebote, Sportanlagen, Schwimmbäder, Grünanlagen oder Vereinszuschüsse gehören.

Der Unterschied ist für den Haushalt wichtig: Wenn das Geld knapp wird, kann eine Kommune freiwillige Leistungen eher kürzen als gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben. Das bedeutet aber nicht, dass freiwillige Leistungen unwichtig sind. Eine Bibliothek, ein Jugendzentrum oder ein Freibad können Lebensqualität, Bildung, soziale Teilhabe und Standortattraktivität stark beeinflussen.


Öffentliche Leistungen und Daseinsvorsorge

Unter Daseinsvorsorge versteht man grundlegende Leistungen und Infrastrukturen, die für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wichtig sind. Kommunen sind daran in vielen Bereichen beteiligt. Je nach örtlicher Zuständigkeit und Organisationsform gehören dazu etwa Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft, öffentlicher Nahverkehr, soziale Einrichtungen, Bildung, Straßen, Feuerwehr oder Kultur.

Öffentliche Leistungen haben häufig Besonderheiten, die sie von normalen Marktgütern unterscheiden. Manche Leistungen müssen auch dann bereitgestellt werden, wenn sie sich über Eintrittspreise oder Gebühren nicht vollständig finanzieren lassen. Bei anderen Leistungen ist politisch gewollt, dass der Zugang möglichst günstig bleibt. Dadurch entsteht die Frage, welcher Anteil über allgemeine Steuern und welcher Anteil durch diejenigen finanziert werden soll, die eine Leistung konkret nutzen.


Woher bekommen Gemeinden ihr Geld?

Die Finanzierung einer Kommune besteht aus mehreren Säulen. Keine einzelne Einnahmequelle reicht normalerweise aus.

Einnahmequelle Grundidee Beispiel Kommunaler Einfluss
Eigene Steuern Einnahmen stehen der Gemeinde unmittelbar zu. Gewerbesteuer, Grundsteuer, Hundesteuer Bei Grund- und Gewerbesteuer über den Hebesatz deutlich
Anteile an Gemeinschaftsteuern Gemeinden erhalten gesetzlich festgelegte Anteile. Anteil an Einkommensteuer und Umsatzsteuer Nur begrenzt direkt beeinflussbar
Gebühren und Beiträge Zahlung steht näher mit einer konkreten Leistung oder Einrichtung in Verbindung. Verwaltungsgebühr, Benutzungsgebühr, Beiträge Über Satzungen und Kalkulationen innerhalb gesetzlicher Grenzen
Zuweisungen Land und Bund stellen Mittel für allgemeine oder bestimmte Zwecke bereit. Schlüsselzuweisungen, Sonderlastenausgleiche Teilweise abhängig von Finanzkraft und Aufgaben
Kredite Finanzierung wird in die Zukunft verlagert. Investitionsfinanzierung Nur unter rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen

Gebühren unterscheiden sich von Steuern dadurch, dass sie typischerweise an eine konkrete öffentliche Leistung oder Nutzung anknüpfen. Service BW nennt beispielsweise Verwaltungsgebühren und Benutzungsgebühren als wichtige Kommunalabgaben.[3]


Gewerbesteuer, Grundsteuer und Steueranteile

Die Gewerbesteuer ist für viele Gemeinden eine besonders wichtige eigene Steuer. Unternehmen zahlen sie auf Grundlage ihres Gewerbeertrags. Der kommunale Gemeinderat setzt einen Hebesatz fest. Eine wirtschaftlich starke Gemeinde mit vielen profitablen Unternehmen kann dadurch hohe Einnahmen erzielen. Gleichzeitig kann die Gewerbesteuer stark schwanken, wenn Gewinne einbrechen oder große Unternehmen ihren Standort verändern.

Die Grundsteuer knüpft an Grundbesitz an. Auch hier legt die Gemeinde einen Hebesatz fest. In Baden-Württemberg gilt seit 1. Januar 2025 für die Grundsteuer B ein eigenes Landesmodell. Im sogenannten modifizierten Bodenwertmodell spielen vor allem Grundstücksfläche und Bodenrichtwert eine zentrale Rolle. Bei überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Grundstücken gibt es eine Begünstigung bei der Steuermesszahl. Den endgültigen Zahlbetrag beeinflusst anschließend der kommunale Hebesatz.[4]

Zusätzlich erhalten Gemeinden Anteile an der Einkommensteuer und Umsatzsteuer. Dadurch hängt die kommunale Finanzkraft nicht nur von eigenen Realsteuern ab. Die Verteilung erfolgt nach gesetzlich festgelegten Schlüsseln.


Aktuelle Größenordnungen in Baden-Württemberg

Die folgenden Werte geben Dir eine Orientierung für das Jahr 2025. Sie sind keine Musterwerte für eine einzelne Gemeinde, sondern Summen für die baden-württembergischen Gemeinden beziehungsweise Kommunen.[5]

Größe im Jahr 2025 Betrag
Gemeindeanteil an der Einkommensteuer rund 8,2 Milliarden Euro
Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer rund 1,2 Milliarden Euro
Gewerbesteuer nach Abzug der Gewerbesteuerumlage rund 9,2 Milliarden Euro
Grundsteuer rund 2,0 Milliarden Euro
Steuereinnahmen der Gemeinden insgesamt einschließlich Steueranteilen rund 20,9 Milliarden Euro
Kommunaler Finanzausgleich rund 18,7 Milliarden Euro
Ausgaben der Kommunen rund 60,7 Milliarden Euro

Wichtig: Diese Beträge dürfen nicht einfach miteinander verrechnet werden. Die Kategorien beschreiben unterschiedliche Teile des kommunalen Finanzsystems.


Warum gibt es einen kommunalen Finanzausgleich?

Nicht jede Gemeinde besitzt dieselbe Steuerkraft. Eine Kommune mit großen Industrieunternehmen hat oft andere Einnahmemöglichkeiten als eine ländliche Gemeinde ohne große Gewerbesteuerzahler. Gleichzeitig müssen beide gesetzliche Aufgaben erfüllen.

Das baden-württembergische Finanzausgleichsgesetz soll deshalb die Finanzausstattung ergänzen und übermäßige Unterschiede in der Finanzkraft abmildern. Besonders wichtig sind Schlüsselzuweisungen. Finanzschwächere Gemeinden erhalten tendenziell höhere Unterstützung. Daneben gibt es Sonderlastenausgleiche, zum Beispiel für bestimmte Aufgabenbereiche.

Man kann zwei Richtungen unterscheiden:

  1. Vertikaler Finanzausgleich: Finanzmittel fließen zwischen verschiedenen staatlichen Ebenen, zum Beispiel vom Land an Kommunen.
  2. Horizontaler Finanzausgleich: Unterschiede zwischen finanziell stärkeren und schwächeren Kommunen werden innerhalb des Systems teilweise ausgeglichen.

Der Ausgleich soll Unterschiede verringern, aber nicht jede Gemeinde finanziell identisch machen. Eigene Steuerkraft, örtliche Wirtschaftsstruktur und politische Entscheidungen bleiben weiterhin wichtig.


Der kommunale Haushalt

Ein kommunaler Haushalt zeigt, welche Einnahmen und Ausgaben beziehungsweise Erträge und Aufwendungen geplant sind. In Baden-Württemberg arbeitet das kommunale Haushaltsrecht mit der Doppik. Der Haushaltsplan enthält einen Ergebnishaushalt und einen Finanzhaushalt. Der Ergebnishaushalt betrachtet insbesondere Erträge und Aufwendungen, der Finanzhaushalt Ein- und Auszahlungen.[6]

Der Haushalt ist nicht nur eine Rechentabelle. Er ist ein politisches Programm in Zahlen. Wenn der Gemeinderat Geld für die Sanierung einer Schule bereitstellt, fehlt dieses Geld zunächst für andere Vorhaben. Umgekehrt können Investitionen langfristig Kosten senken oder den Standort attraktiver machen.


Wirtschaftliche Zielkonflikte

Kommunale Finanzpolitik muss mehrere Ziele gleichzeitig beachten. Eine niedrige Gewerbesteuer kann für Unternehmen attraktiv sein, führt aber nicht automatisch zu höheren Gesamteinnahmen. Ein hoher Hebesatz kann kurzfristig mehr Geld bringen, verändert aber möglicherweise Standortanreize. Gebühren können verursachungsgerechter sein, dürfen aber soziale Teilhabe nicht unnötig erschweren.

Auch bei Ausgaben gibt es Zielkonflikte. Eine Kommune kann beispielsweise ein notwendiges Feuerwehrgebäude sanieren müssen und zugleich überlegen, ob eine Bibliothek länger öffnen, ein Freibad modernisiert oder ein Platz neugestaltet werden soll. Gesetzliche Verpflichtungen, Folgekosten, soziale Wirkungen, wirtschaftliche Effekte und politische Mehrheiten spielen dabei zusammen.

Merksatz: Kommunale Finanzen verbinden Steuern, öffentliche Leistungen, Demokratie und Wirtschaft. Wer einen Haushalt beurteilt, muss deshalb nicht nur fragen: „Was kostet das?“, sondern auch: „Welche Aufgabe wird erfüllt, wer profitiert, wer zahlt und welche Folgen entstehen langfristig?“


Fallbeispiel: Auenstadt entscheidet

Die fiktive baden-württembergische Stadt Auenstadt erwartet geringere Gewerbesteuereinnahmen als geplant. Gleichzeitig muss die Feuerwache wegen Sicherheitsmängeln saniert werden. Außerdem gibt es Vorschläge für längere Öffnungszeiten der Stadtbibliothek und eine Modernisierung des Freibads.

Die Stadt kann nicht einfach alle Vorhaben gleich behandeln. Zuerst muss sie klären, welche Aufgaben rechtlich verpflichtend sind. Danach muss sie Einnahmen, laufende Kosten, Investitionskosten und langfristige Wirkungen vergleichen. Eine Kürzung freiwilliger Leistungen kann den Haushalt entlasten, aber auch Lebensqualität und Standortattraktivität verschlechtern. Eine Steuer- oder Gebührenerhöhung bringt Einnahmen, belastet aber Haushalte oder Unternehmen. Genau solche Abwägungen sind Kern kommunaler Wirtschaftspolitik.


Quellen und Aktualität

Die Zahlen im Lerntext beziehen sich, soweit angegeben, auf das Jahr 2025. Rechtliche Hinweise zur kommunalen Haushaltswirtschaft und Grundsteuer wurden für den Stand 2025/2026 geprüft.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was unterscheidet eine Steuer grundsätzlich von einer Gebühr? (Eine Steuer ist nicht die Gegenleistung für eine bestimmte einzelne Leistung) (!Eine Steuer wird nur bei freiwilligen Angeboten erhoben) (!Eine Steuer darf nur von Unternehmen gezahlt werden) (!Eine Steuer ist immer zweckgebunden)




Welche Steuer ist eine wichtige eigene Gemeindesteuer? (Gewerbesteuer) (!Tabaksteuer) (!Energiesteuer) (!Erbschaftsteuer)




Wer legt bei der Gewerbesteuer den kommunalen Hebesatz fest? (Die Gemeinde) (!Die Europäische Union) (!Die Bundesbank) (!Das Statistische Bundesamt)




Welche Aufgabe ist ein typisches Beispiel für eine kommunale Pflichtaufgabe in Baden-Württemberg? (Feuerwehr) (!Theaterfestival) (!Vereinszuschuss) (!Freizeitkonzert)




Was ist eine typische freiwillige kommunale Aufgabe? (Betrieb eines Schwimmbads) (!Erfüllung jeder gesetzlichen Weisungsaufgabe) (!Erhebung der Einkommensteuer des Bundes) (!Aufstellung des Bundeshaushalts)




Wozu dienen Schlüsselzuweisungen im kommunalen Finanzausgleich? (Sie ergänzen Einnahmen und mindern starke Finanzkraftunterschiede) (!Sie ersetzen alle kommunalen Steuern) (!Sie finanzieren ausschließlich private Unternehmen) (!Sie werden nur an die finanzstärksten Gemeinden gezahlt)




Was enthält der kommunale Ergebnishaushalt vor allem? (Erträge und Aufwendungen) (!Nur Einwohnerzahlen) (!Nur Grundstücksflächen) (!Ausschließlich Wahlergebnisse)




Welche Faktoren spielen im baden-württembergischen Grundsteuer-B-Modell seit 2025 eine zentrale Rolle? (Grundstücksfläche und Bodenrichtwert) (!Nur das Alter des Gebäudes) (!Nur das Jahreseinkommen des Eigentümers) (!Nur die Zahl der Bewohner)




Warum kann die Gewerbesteuer einer Gemeinde stark schwanken? (Weil Unternehmensgewinne und Wirtschaftsstruktur schwanken können) (!Weil sie jeden Monat von der EU neu festgesetzt wird) (!Weil sie nur von Schülerinnen und Schülern gezahlt wird) (!Weil sie ausschließlich von der Einwohnerzahl abhängt)




Was beschreibt einen kommunalen Haushalt am besten? (Er bildet finanzielle Planung und politische Prioritäten ab) (!Er enthält ausschließlich die Gehälter des Bürgermeisters) (!Er ist nur eine Statistik ohne politische Bedeutung) (!Er wird ausschließlich von privaten Banken festgelegt)





Memory

Gewerbesteuer Unternehmensbezogene Gemeindesteuer
Grundsteuer Steuer auf Grundbesitz
Hebesatz Kommunal festgelegter Multiplikator
Schlüsselzuweisung Ausgleich fehlender eigener Finanzkraft
Pflichtaufgabe Gesetzlich zu erfüllender Auftrag
Stadtbibliothek Beispiel freiwilliger Kulturleistung
Benutzungsgebühr Zahlung für konkrete Einrichtung
Ergebnishaushalt Planung von Erträgen und Aufwendungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Pflichtaufgabe Feuerwehr
Freiwillige Aufgabe Freibad
Gemeindesteuer Gewerbesteuer
Steueranteil Einkommensteuer
Ausgleichsinstrument Schlüsselzuweisung
Nutzungsbezogene Einnahme Benutzungsgebühr






Kreuzworträtsel

Selbstverwaltung Wie heißt das Recht der Gemeinde, örtliche Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze eigenverantwortlich zu regeln?
Gewerbesteuer Welche wichtige Gemeindesteuer knüpft an den Gewerbeertrag von Unternehmen an?
Grundsteuer Welche Gemeindesteuer wird auf Grundbesitz erhoben?
Hebesatz Welchen Satz legt eine Kommune bei Grund- und Gewerbesteuer selbst fest?
Schlüsselzuweisung Wie heißt eine zentrale Zuweisung des kommunalen Finanzausgleichs?
Daseinsvorsorge Wie heißt die Bereitstellung grundlegender öffentlicher Leistungen und Infrastruktur?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Kommunen besitzen das Recht auf kommunale

.
Gesetzlich vorgeschriebene Tätigkeiten heißen

.
Eine wichtige eigene Gemeindesteuer ist die

.
Auch die Steuer auf Grundbesitz gehört als

zu den kommunalen Einnahmen.
Die Gemeinde beeinflusst Grund- und Gewerbesteuer über den

.
Zahlungen für eine konkret nutzbare öffentliche Einrichtung können als

erhoben werden.
Gemeinden erhalten einen gesetzlich bestimmten Anteil an der

.
Finanzschwächere Gemeinden können im Finanzausgleich stärker durch

unterstützt werden.
Der kommunale Ergebnishaushalt plant Erträge und

.
Der Finanzhaushalt bildet insbesondere Einzahlungen und

ab.
Seit dem Jahr 2025 gilt in Baden-Württemberg bei der Grundsteuer B ein eigenes

.
Bei knappen Mitteln entstehen politische

zwischen verschiedenen Aufgaben und Projekten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kommunale Leistungen entdecken: Fotografiere oder dokumentiere fünf öffentliche Leistungen in Deiner Gemeinde und ordne sie möglichen kommunalen Aufgabenbereichen zu.
  2. Steuer oder Gebühr: Erstelle eine Übersicht mit Beispielen aus Deinem Alltag und begründe, ob es sich jeweils eher um Steuer, Gebühr, Beitrag oder Preis handelt.
  3. Rathaus recherchieren: Suche auf der Website Deiner Gemeinde nach dem aktuellen Haushaltsplan und notiere drei große Aufgabenbereiche.
  4. Medienanalyse Grundsteuer: Sieh Dir das eingebettete Video des Finanzministeriums an und formuliere drei verständliche Kernaussagen zur Grundsteuerreform.


Standard

  1. Kommunaler Haushalt vergleichen: Vergleiche zwei baden-württembergische Gemeinden hinsichtlich Einwohnerzahl, Gewerbesteuerhebesatz und ausgewählter öffentlicher Leistungen. Erkläre Unterschiede.
  2. Pflicht oder freiwillig: Ordne zehn reale Angebote Deiner Gemeinde Pflichtaufgaben oder freiwilligen Aufgaben zu und kennzeichne unsichere Fälle für eine anschließende Recherche.
  3. Haushaltsrede schreiben: Verfasse aus Sicht eines Gemeinderats eine kurze Rede dazu, ob eine Bibliothek trotz Haushaltsproblemen längere Öffnungszeiten erhalten soll.
  4. Finanzausgleich visualisieren: Gestalte ein Schaubild, das vertikalen und horizontalen kommunalen Finanzausgleich verständlich erklärt.


Schwer

  1. Auenstadt entscheidet: Entwickle für das Fallbeispiel Auenstadt einen priorisierten Finanzplan und begründe Deine Reihenfolge mit Pflichtaufgaben, Folgekosten und gesellschaftlichem Nutzen.
  2. Hebesatz-Debatte: Führe eine Pro-und-Contra-Debatte zur Frage durch, ob eine wirtschaftlich angespannte Gemeinde den Gewerbesteuerhebesatz erhöhen sollte.
  3. Interview Kommunalfinanzen: Interviewe eine Person aus Gemeinderat, Kämmerei oder Verwaltung zu den größten aktuellen finanziellen Herausforderungen der Kommune und werte die Aussagen aus.
  4. Bürgerhaushalt simulieren: Entwickle in einer Gruppe einen vereinfachten Bürgerhaushalt mit begrenztem Budget. Dokumentiert Entscheidungen, Konflikte und Kompromisse in einem Video oder Podcast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Gewerbesteuer: Eine Gemeinde verliert einen großen Industriebetrieb. Erkläre mindestens drei mögliche Folgen für Einnahmen, Ausgabenentscheidungen und freiwillige Leistungen.
  2. Finanzierungsvergleich: Eine neue kommunale Sporthalle soll gebaut werden. Vergleiche Steuerfinanzierung, Gebühren, Zuschüsse und Kreditfinanzierung hinsichtlich Chancen, Belastungsverteilung und Langfristfolgen.
  3. Verteilungsgerechtigkeit: Beurteile, ob ein kommunales Schwimmbad stärker über Eintrittspreise oder über allgemeine Steuern finanziert werden sollte. Begründe mit wirtschaftlichen und sozialen Argumenten.
  4. Finanzausgleich erklären: Zeige anhand zweier fiktiver Gemeinden mit sehr unterschiedlicher Steuerkraft, warum ein Finanzausgleich sinnvoll sein kann und welche Anreize trotzdem erhalten bleiben sollten.
  5. Haushaltskonflikt bewerten: Eine Kommune muss zwischen Schulsanierung, Freibadmodernisierung und Bibliothekserweiterung priorisieren. Entwickle Kriterien und triff eine begründete Entscheidung.
  6. Grundsteuer und Standort: Erkläre, weshalb Gemeinden trotz eigener Hebesatzentscheidung nicht völlig frei über die Grundsteuer verfügen und wie rechtliche Vorgaben und kommunale Politik zusammenwirken.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Zusammenhänge verstehst und nicht nur Begriffe auswendig kennst.

  1. Du erklärst den Unterschied zwischen Steuer, Gebühr und Beitrag an passenden Beispielen.
  2. Du unterscheidest Pflichtaufgaben und freiwillige Aufgaben und leitest Folgen für Haushaltsentscheidungen ab.
  3. Du beschreibst die Rolle von Gewerbesteuer, Grundsteuer, Einkommensteueranteil und Zuweisungen für kommunale Einnahmen.
  4. Du erklärst die Grundidee des kommunalen Finanzausgleichs.
  5. Du interpretierst einfache kommunale Haushaltsdaten und erkennst Zielkonflikte.
  6. Du beurteilst eine kommunale Finanzentscheidung mit wirtschaftlichen, sozialen und langfristigen Kriterien.
  7. Du kannst Deine Entscheidung nachvollziehbar mit Daten, Regeln und Argumenten begründen.




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