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Nachhaltig essen - Baden-Württemberg

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Nachhaltig essen - Baden-Württemberg




Nachhaltig essen - Baden-Württemberg


Einleitung

Wie wir essen, beeinflusst unsere Gesundheit, die Umwelt, das Klima, die Landwirtschaft und die Menschen, die Lebensmittel erzeugen und verarbeiten. Nachhaltig essen bedeutet deshalb nicht, nach einer einzigen perfekten Regel zu suchen. Viel wichtiger ist es, Zusammenhänge zu verstehen und im Alltag gute Entscheidungen zu treffen.

In diesem aiMOOC stehen drei Fragen im Mittelpunkt:

  1. Regionalität: Woher kommt ein Lebensmittel und welche Wege liegen hinter ihm?
  2. Saisonalität: Wann wächst oder reift ein Lebensmittel bei uns natürlicherweise?
  3. Lebensmittelverschwendung: Wie können wir verhindern, dass genießbare Lebensmittel unnötig weggeworfen werden?

Die Beispiele beziehen sich besonders auf Baden-Württemberg. Dabei reicht das Thema von einfachen Einkaufsentscheidungen bis zu Fragen der Landwirtschaft, Schulverpflegung, Ressourcenpolitik und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ein Wochenmarkt wie auf dem Stuttgarter Schillerplatz kann ein guter Lernort sein. Dort kannst Du nach Herkunft, Anbauweise und Erntezeit fragen. Wichtig ist aber: Ein Wochenmarkt garantiert nicht automatisch, dass alle angebotenen Waren aus der unmittelbaren Umgebung stammen. Nachfragen lohnt sich.


Nachhaltig essen: drei Fragen vor dem Einkauf

Eine einfache Merkhilfe lautet: Woher? Wann? Wie viel?

Woher? fragt nach der Herkunft. Lebensmittel aus der Nähe können kurze Wege haben und regionale Betriebe stärken. Doch die Entfernung allein entscheidet nicht über die gesamte Umweltwirkung.

Wann? fragt nach der Saison. Obst und Gemüse aus der heimischen Hauptsaison kann häufig ohne stark beheizte Gewächshäuser erzeugt werden. Ein Saisonkalender hilft Dir dabei, passende Produkte zu erkennen.

Wie viel? fragt nach dem tatsächlichen Bedarf. Auch ein regional und saisonal erzeugtes Lebensmittel ist nicht nachhaltig genutzt, wenn es am Ende unberührt im Müll landet.

Diese drei Fragen gehören deshalb zusammen: regional + saisonal + passend geplant.


Regionalität in Baden-Württemberg


Was bedeutet regional?

Für den Begriff Region gibt es im Lebensmittelbereich keine einzige allgemein verbindliche Entfernungsgrenze. Je nach Anbieter kann damit die direkte Umgebung, ein Landkreis, ein Naturraum oder ein ganzes Bundesland gemeint sein. Deshalb solltest Du nicht nur auf Werbewörter wie „von hier“ achten, sondern nach konkreten Herkunftsangaben suchen.

Regionale Vermarktung kann verschiedene Formen haben: Wochenmarkt, Hofladen, Abokiste, Lebensmittelautomat, Erzeugergemeinschaft oder regional gekennzeichnete Ware im Supermarkt. Direkter Kontakt zu Erzeugerinnen und Erzeugern kann die Herkunft besonders nachvollziehbar machen.

In Baden-Württemberg gibt es außerdem staatlich getragene Qualitätsprogramme. Das Qualitätszeichen Baden-Württemberg und das Biozeichen Baden-Württemberg sollen geprüfte Qualität und nachvollziehbare Herkunft aus dem Land kenntlich machen.[1]


Regionale Lebensmittel im Land entdecken

Baden-Württemberg besitzt sehr unterschiedliche Landschaften und landwirtschaftliche Schwerpunkte. Bekannte Beispiele sind Äpfel aus der Bodenseeregion, Spargel aus Teilen Nordbadens, Gemüse auf den Fildern und Linsen von der Schwäbischen Alb. Solche Beispiele zeigen, dass „regional“ nicht nur eine Entfernung beschreibt, sondern auch mit Böden, Klima, Kulturlandschaften, Wissen und regionalen Wertschöpfungsketten verbunden sein kann.

Das Bild zeigt eine Apfelplantage bei Eriskirch in Baden-Württemberg. Äpfel eignen sich gut, um über Regionalität und Saison nachzudenken: Sie werden im Spätsommer und Herbst geerntet, können aber über längere Zeit gelagert werden. Ein „regionaler Apfel“ im Frühjahr kann deshalb aus einem Kühl- oder Lagerhaus stammen.

Auch Spargel macht den Jahreslauf sichtbar. Er ist nur für eine begrenzte Zeit frisch aus heimischem Anbau verfügbar. Wer ihn außerhalb dieser Zeit kauft, erhält meist Ware aus anderen Regionen oder Ländern.


Regional ist nicht automatisch nachhaltig

Kurze Wege können Vorteile haben, doch die Herkunft ist nur ein Teil der Umweltbilanz. Für die Bewertung spielen unter anderem Anbauweise, Energieeinsatz, Kühlung, Lagerdauer, Verpackung und Transportmittel eine Rolle. Eine Tomate aus einem stark beheizten Gewächshaus in der Nähe kann beispielsweise mehr Energie benötigen als Freilandware aus einer weiter entfernten europäischen Region.

Deshalb ist die Kombination von Regionalität und Saisonalität besonders sinnvoll. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt für eine klima- und umweltbewusste Auswahl insbesondere Obst und Gemüse aus Deutschland oder nahegelegenen Nachbarländern während der Hauptsaison.[2]


Saisonalität: Essen im Rhythmus des Jahres


Was bedeutet saisonal?

Saisonal bedeutet, dass ein Lebensmittel zu der Zeit gegessen wird, in der es in einer bestimmten Region natürlicherweise wächst, reift oder geerntet wird. Wetter, Sorte, Höhenlage und Anbauform können die genauen Erntezeiten verschieben. Ein Saisonkalender gibt deshalb Orientierung und keine minutengenaue Grenze.

Der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung und der Verbraucherzentralen zeigt, wann das Angebot bestimmter Obst- und Gemüsearten aus heimischem Anbau besonders groß ist.[3][4]


Ein einfacher Jahreszeiten-Überblick

Jahreszeit Typische Beispiele aus heimischem Anbau oder Lagerung Nachhaltigkeitsfrage
Frühling Spargel, Radieschen, Spinat, Rhabarber Kommt die Ware bereits aus heimischem Anbau oder noch aus dem Import?
Sommer Erdbeeren, Kirschen, Gurken, Zucchini, Tomaten, Beeren Ist die Ware im Freiland oder mit geringem Heizenergiebedarf gewachsen?
Herbst Äpfel, Birnen, Kürbis, Kohl, Möhren Kann ein Teil der Ernte gelagert oder haltbar gemacht werden?
Winter Feldsalat, Lauch, Grünkohl sowie Lagerware wie Kartoffeln, Zwiebeln und Äpfel Welche frischen Wintergemüse und welche Lagerprodukte ersetzen weit gereiste Ware?

Ein saisonaler Speiseplan bringt Abwechslung. Statt das ganze Jahr dieselben Zutaten zu verlangen, passt Du Rezepte an die Jahreszeit an. Das kann auch dazu führen, dass Lebensmittel bewusster wahrgenommen werden.


Saison und Lagerung gehören zusammen

Nicht jedes regionale Produkt muss direkt nach der Ernte gegessen werden. Kartoffeln, Zwiebeln, Kürbisse oder Äpfel können je nach Sorte und Lagerbedingungen über längere Zeit verfügbar bleiben. Lagerung benötigt jedoch ebenfalls Ressourcen. Deshalb ist die Frage sinnvoll: Ist dieses Produkt gerade frisch geerntet, stammt es aus Lagerung oder wurde es weit transportiert?

Für den Alltag musst Du keine komplizierte Lebenszyklusanalyse durchführen. Schon ein Saisonkalender, der Blick auf das Ursprungsland und die Frage nach der Anbauweise helfen weiter.


Lebensmittelverschwendung vermeiden


Warum Lebensmittel im Müll ein Nachhaltigkeitsproblem sind

In jedem Lebensmittel stecken Ressourcen: Boden, Wasser, Energie, Arbeitszeit, Transport, Verarbeitung und oft Verpackung. Wird ein Lebensmittel produziert, aber nicht gegessen, wurden viele dieser Ressourcen ohne den vorgesehenen Nutzen eingesetzt.

In Deutschland wurden für das Bezugsjahr 2022 rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle entlang der Lebensmittelversorgungskette erfasst. Rund 58 Prozent davon entstanden in privaten Haushalten. Diese Statistik umfasst sowohl vermeidbare Lebensmittelabfälle als auch nicht oder nur teilweise essbare Bestandteile.[5]

Baden-Württemberg hat 2025 eine Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bis 2030 beschlossen. Sie betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette von Landwirtschaft und Verarbeitung über Handel und Außer-Haus-Verpflegung bis zu privaten Haushalten.[6]


Warum wird Essen weggeworfen?

Lebensmittelverschwendung hat viele Ursachen. Zu Hause entstehen Reste zum Beispiel, wenn ohne Plan zu viel eingekauft wird, Vorräte vergessen werden, Portionen zu groß sind oder Lebensmittel falsch gelagert werden. Manchmal werden Produkte auch weggeworfen, weil sie nicht mehr perfekt aussehen.

Ein weiterer Grund ist die Verwechslung von Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum beschreibt den Zeitraum, bis zu dem der Hersteller bei richtiger Lagerung bestimmte Qualitätsmerkmale garantiert. Es ist kein automatisches Wegwerfdatum. Viele Produkte können nach Ablauf noch genießbar sein. Dann helfen – sofern das Lebensmittel dafür geeignet ist und korrekt gelagert wurde – Sehen, Riechen und vorsichtiges Prüfen.[7]

Das Verbrauchsdatum mit der Formulierung „zu verbrauchen bis“ gilt dagegen für besonders leicht verderbliche Lebensmittel. Nach Ablauf sollte ein solches Produkt aus Gründen der Lebensmittelsicherheit nicht mehr verzehrt werden.


Die Lebensmittelretter-Kette für den Alltag

Eine sinnvolle Reihenfolge lautet:

  1. Planen: Prüfe zuerst Kühlschrank, Vorratsschrank und Gefrierfach.
  2. Passend einkaufen: Kaufe nur Mengen, die realistisch verbraucht werden.
  3. Richtig lagern: Beachte Kühlung, Trockenheit, Lichtschutz und geeignete Behälter.
  4. Zuerst verbrauchen: Stelle Lebensmittel mit kurzer Haltbarkeit gut sichtbar nach vorne.
  5. Reste verwerten: Nutze übriges Gemüse, Brot, Reis oder Kartoffeln in neuen Gerichten.
  6. Haltbar machen oder teilen: Friere geeignete Lebensmittel ein oder teile überschüssige Mengen rechtzeitig.
  7. Sicher entsorgen: Verdorbene oder gesundheitlich riskante Lebensmittel gehören nicht auf den Teller.

Durchsichtige Behälter können helfen, vorhandene Reste schnell zu sehen. Ordnung im Kühlschrank, passende Lagerung und regelmäßige Vorratskontrolle können verhindern, dass Lebensmittel unbemerkt verderben.[8]

Lebensmittelrettung setzt möglichst früh an: Am nachhaltigsten ist meist, vermeidbare Überschüsse gar nicht erst entstehen zu lassen. Danach kann geprüft werden, ob geeignete Lebensmittel noch genutzt, geteilt oder weitergegeben werden können. Dabei müssen immer Hygiene und Lebensmittelsicherheit beachtet werden.


Regional, saisonal und abfallarm zusammen denken

Ein nachhaltiger Einkauf ist kein Wettbewerb darum, wer „perfekt“ isst. Sinnvoll ist ein alltagstaugliches Zusammenspiel mehrerer Entscheidungen.

Beispiel: Du möchtest im Winter einen Obstnachtisch zubereiten. Frische Erdbeeren aus weiter Entfernung sind erhältlich. Gleichzeitig gibt es gelagerte Äpfel aus Baden-Württemberg. Für einen saisonaleren Nachtisch könntest Du die Äpfel wählen. Wenn zu Hause aber bereits reife Bananen liegen, die dringend gegessen werden müssen, kann es nachhaltiger sein, zuerst diese zu verwerten, statt neue Lebensmittel zu kaufen.

Dieses Beispiel zeigt: Lebensmittelverschwendung vermeiden kann wichtiger sein, als für jede einzelne Mahlzeit neue „perfekte“ Produkte zu kaufen.


Nachhaltig essen in Schule, Mensa und Betrieb

Auch Gemeinschaftsverpflegung kann Regionalität, Saison und Lebensmittelwertschätzung verbinden. Schulen, Mensen, Kantinen oder Bildungseinrichtungen können Speisepläne saisonal ausrichten, Herkunft transparent machen, Portionsgrößen anpassbar gestalten und Tellerreste messen.

Ein einfaches Projekt ist eine Abfallmesswoche: Eine Lerngruppe misst getrennt, wie viel aus der Küche übrig bleibt, wie viel bei der Ausgabe nicht genommen wird und wie viel auf Tellern zurückkommt. Danach werden Ursachen gesucht und Verbesserungen getestet. Wichtig sind Hygiene, Datenschutz und ein respektvoller Umgang mit allen Beteiligten.

Baden-Württemberg verankert die Verringerung von Lebensmittelverschwendung ausdrücklich in seiner Ernährungsstrategie und bietet dafür Bildungs- und Aktionsmaterialien an.[9]


Nachhaltig und sozial fair

Nachhaltige Ernährung muss im Alltag bezahlbar, verfügbar und praktisch sein. Nicht jeder Mensch hat einen Hofladen in der Nähe, genug Geld für jedes gewünschte Produkt oder Zeit zum täglichen Kochen. Deshalb sind flexible Lösungen wichtig.

Tiefgekühltes Gemüse ohne aufwendige Zusätze kann eine sinnvolle Alternative sein, wenn gerade keine passende Frischware verfügbar ist. Auch haltbare Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Haferflocken oder Kartoffeln lassen sich gut in einen nachhaltigen Speiseplan integrieren. Regionalität ist eine wichtige Orientierung, aber kein moralisches Bewertungssystem für Menschen.


Merksätze

  1. Regionalität: Frage nach der tatsächlichen Herkunft und nicht nur nach Werbewörtern.
  2. Saisonalität: Nutze einen Saisonkalender und orientiere Dich an der heimischen Hauptsaison.
  3. Lebensmittelverschwendung: Kaufe passend ein, lagere richtig und nutze Reste sicher weiter.
  4. Nachhaltige Ernährung: Betrachte Herkunft, Saison, Anbau, Lagerung, Transport und Verschwendung gemeinsam.
  5. Baden-Württemberg: Wochenmärkte, Hofläden, regionale Qualitätszeichen und Bildungsangebote können helfen, regionale Wertschöpfung sichtbar zu machen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche drei Leitfragen verbinden Regionalität, Saison und Lebensmittelverschwendung besonders gut? (Woher Wann Wie viel) (!Billig Schnell Süß) (!Groß Weit Neu) (!Heiß Kalt Bunt)




Was bedeutet saisonales Obst und Gemüse? (Es wächst oder reift in der jeweiligen Region zur passenden Jahreszeit) (!Es wird immer im Gewächshaus angebaut) (!Es stammt immer aus demselben Ort) (!Es ist grundsätzlich unverpackt)




Was solltest Du bei der Bezeichnung regional beachten? (Die konkrete Herkunft prüfen) (!Nur auf die Farbe der Verpackung achten) (!Immer das teuerste Produkt wählen) (!Das Ursprungsland ignorieren)




Welche Kombination ist für Obst und Gemüse häufig besonders sinnvoll? (Regional und in der Hauptsaison) (!Weit gereist und außerhalb der Saison) (!Möglichst lange gelagert und weit transportiert) (!Unabhängig von Herkunft und Jahreszeit)




Wo entsteht in Deutschland der größte Anteil der erfassten Lebensmittelabfälle? (In privaten Haushalten) (!Nur auf Bauernhöfen) (!Nur in Supermärkten) (!Nur in Restaurants)




Was bedeutet ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum? (Das Lebensmittel ist nicht automatisch verdorben) (!Das Lebensmittel ist immer gesundheitsschädlich) (!Das Lebensmittel muss sofort ungeprüft entsorgt werden) (!Das Lebensmittel darf nie mehr angesehen werden)




Was gilt beim Verbrauchsdatum? (Nach Ablauf sollte das Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden) (!Es ist nur eine unverbindliche Geschmacksempfehlung) (!Es kann beliebig ignoriert werden) (!Es gilt nur für Obst und Gemüse)




Welche Maßnahme kann Lebensmittelverschwendung zu Hause verringern? (Vorräte vor dem Einkauf prüfen) (!Immer große Vorratspackungen kaufen) (!Reste grundsätzlich entsorgen) (!Lebensmittel möglichst unsichtbar lagern)




Warum ist regional nicht automatisch gleich nachhaltig? (Auch Anbau Lagerung Energie und Transportmittel spielen eine Rolle) (!Weil Herkunft für Nachhaltigkeit niemals wichtig ist) (!Weil regionale Lebensmittel immer importiert werden) (!Weil Saison keine Bedeutung hat)




Was ist eine sinnvolle Maßnahme in einer Schulmensa? (Tellerreste messen und Ursachen untersuchen) (!Alle Portionen grundsätzlich vergrößern) (!Herkunftsinformationen entfernen) (!Übrig gebliebene Speisen immer sofort wegwerfen)





Memory

Regionalität Herkunft aus räumlicher Nähe
Saisonalität Ernte zur passenden Jahreszeit
Mindesthaltbarkeitsdatum Qualitätsgarantie bis zum Datum
Verbrauchsdatum Sicherheitsgrenze für leicht verderbliche Ware
Resteküche Weiterverwendung geeigneter Lebensmittelreste
Qualitätszeichen BW Geprüfte Herkunft aus Baden-Württemberg





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Spargel Frühling
Erdbeere Frühsommer
Tomate Sommer
Kürbis Herbst
Grünkohl Winter




...


Kreuzworträtsel

Region Wie nennt man ein räumlich abgegrenztes Herkunftsgebiet?
Saison Wie heißt die natürliche Erntezeit eines Lebensmittels?
Kühlschrank Wo werden viele leicht verderbliche Lebensmittel kühl gelagert?
Resteküche Wie nennt man kreatives Kochen mit übrig gebliebenen Lebensmitteln?
Herkunft Welche Angabe zeigt, wo ein Lebensmittel erzeugt wurde?
Verbrauchsdatum Welches Datum ist bei leicht verderblichen Lebensmitteln eine Sicherheitsgrenze?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wer nachhaltig einkauft, achtet auf die

eines Lebensmittels.
Ein

zeigt, wann Obst und Gemüse typischerweise geerntet werden.
Regionale Ware ist besonders überzeugend, wenn sie zugleich zur passenden

angeboten wird.
Vor dem Einkauf hilft ein Blick in den

gegen unnötige Doppelkäufe.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein automatisches

.
Bei leicht verderblichen Lebensmitteln muss dagegen das

beachtet werden.
Richtiges Lagern kann die Haltbarkeit von Lebensmitteln

.
In Baden-Württemberg gehört die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zur landesweiten

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Saisonkalender gestalten: Erstelle für einen Monat einen kleinen Saisonkalender mit mindestens acht Obst- oder Gemüsearten und markiere, welche davon aus Baden-Württemberg erhältlich sein könnten.
  2. Herkunftsdetektive: Untersuche zu Hause oder in einem Geschäft zehn Lebensmittel und notiere, welche Herkunftsangaben Du findest.
  3. Kühlschrank-Check: Zeichne einen Kühlschrank und entwickle ein System, mit dem Lebensmittel, die bald verbraucht werden sollen, gut sichtbar bleiben.
  4. Reste-Rezept: Entwickle ein einfaches Rezept aus typischen Resten wie Brot, Kartoffeln, Gemüse oder Obst und erkläre, welche Lebensmittel dadurch vor dem Wegwerfen bewahrt werden.


Standard

  1. Wochenmarkt-Interview: Befrage nach vorheriger Absprache eine Händlerin, einen Händler oder einen landwirtschaftlichen Betrieb zu Herkunft, Saison und nicht verkaufter Ware.
  2. Regionaler Speiseplan: Plane einen saisonalen Schultag mit Frühstück, Mittagessen und Snack. Begründe für jede Hauptzutat Deine Auswahl.
  3. Lebensmittelabfall-Tagebuch: Dokumentiere eine Woche lang vermeidbare und nicht vermeidbare Küchenreste in Deinem Haushalt. Werte anschließend Ursachen aus und formuliere drei Verbesserungen.
  4. Werbung prüfen: Fotografiere oder notiere fünf Werbeaussagen mit Begriffen wie regional, Heimat oder von hier. Untersuche, ob die tatsächliche Herkunft eindeutig erkennbar ist.


Schwer

  1. Mensa-Forschungsprojekt: Entwickle gemeinsam mit einer Schule oder Kantine eine Methode, um Tellerreste anonym und hygienisch zu erfassen. Werte die Ergebnisse aus und schlage Verbesserungen vor.
  2. Lebensweg eines Produkts: Vergleiche zwei Varianten eines Lebensmittels, zum Beispiel saisonale Freilandtomaten und Wintertomaten. Untersuche Herkunft, Anbau, Lagerung, Transport und mögliche Verluste.
  3. Baden-Württemberg-Ernährungskarte: Erstelle eine digitale oder analoge Karte mit landwirtschaftlichen Produkten, Hofläden, Wochenmärkten oder Verarbeitungsbetrieben Deiner Region und kennzeichne ihre saisonalen Schwerpunkte.
  4. Politikwerkstatt Lebensmittelverschwendung: Analysiere die Strategie Baden-Württembergs zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bis 2030. Entwickle anschließend einen eigenen Maßnahmenvorschlag für Schule, Kommune oder Betrieb und begründe dessen Wirkung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entscheidung im Winter: In einem Geschäft liegen regionale Lageräpfel, importierte frische Erdbeeren und sehr reife Bananen aus Deinem eigenen Vorrat bereit. Begründe, welche Wahl Du zuerst treffen würdest und welche Nachhaltigkeitskriterien Du dabei abwägst.
  2. Regionalität bewerten: Ein Gemüse stammt aus einem beheizten Gewächshaus in Deiner Nähe. Ein vergleichbares Produkt kommt saisonal aus dem Freiland eines Nachbarlandes. Erkläre, warum die Entfernung allein für eine Nachhaltigkeitsbewertung nicht ausreicht.
  3. Mensa verbessern: Eine Schulmensa wirft täglich viele Beilagen weg. Entwickle einen Maßnahmenplan, der mindestens Planung, Portionsgröße, Kommunikation und Auswertung berücksichtigt.
  4. MHD oder Verbrauchsdatum: Erkläre anhand zweier selbst gewählter Produkte, warum die Unterscheidung zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum wichtig für Nachhaltigkeit und Lebensmittelsicherheit ist.
  5. Saisonaler Wochenplan: Entwickle für eine Jahreszeit einen Wochenplan mit regionalen oder heimischen Zutaten. Zeige zusätzlich, wie Reste eines Tages am Folgetag sinnvoll weiterverwendet werden können.
  6. Zielkonflikt erkennen: Beschreibe einen Fall, in dem Regionalität, Preis, Bio-Qualität, Saison und Abfallvermeidung nicht gleichzeitig optimal erfüllt werden können. Begründe Deine Entscheidung transparent.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Entscheidungen begründen kannst.

  1. Du kannst Regionalität und Saisonalität erklären und voneinander unterscheiden.
  2. Du kannst erläutern, warum regionale Herkunft allein keine vollständige Nachhaltigkeitsbewertung ermöglicht.
  3. Du kannst einen Saisonkalender zur Planung von Mahlzeiten nutzen.
  4. Du kennst typische Ursachen von Lebensmittelverschwendung in Haushalten und Gemeinschaftsverpflegung.
  5. Du kannst Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum sicher unterscheiden.
  6. Du kannst Maßnahmen für Einkauf, Lagerung, Resteverwertung und Abfallvermeidung entwickeln.
  7. Du kannst Beispiele aus Baden-Württemberg in größere Zusammenhänge von Landwirtschaft, Klima, Wirtschaft und Gesellschaft einordnen.
  8. Du kannst Zielkonflikte erkennen und Deine eigene Entscheidung sachlich begründen.




OERs zum Thema

Vertiefende Informationen findest Du unter anderem in frei zugänglichen Angeboten des Bundeszentrums für Ernährung, des Landes Baden-Württemberg und der Verbraucherzentralen.


Quellen und weiterführende Informationen

  1. Bundeszentrum für Ernährung: Saisonkalender
  2. Bundeszentrum für Ernährung: Regional einkaufen
  3. Bundeszentrum für Ernährung: Reste verwerten
  4. Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg: Lebensmittelverschwendung vermeiden
  5. Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg: Lebensmittelretter
  6. Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Saisonkalender


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