Forschungsinstitute in Baden-Württemberg (Außeruniversitäre Forschung und Karrierewege; Studium lebenslanges Lernen; Wis

Forschungsinstitute in Baden-Württemberg (Außeruniversitäre Forschung und Karrierewege; Studium lebenslanges Lernen; Wis
Einleitung
Baden-Württemberg gehört zu den dichtesten Forschungsregionen Deutschlands. Neben Universitäten und Hochschulen gibt es viele außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Sie forschen also organisatorisch außerhalb einer Hochschule, arbeiten aber häufig eng mit Hochschulen, Unternehmen, Kliniken, Behörden und internationalen Partnern zusammen.
Für Dich ist diese Forschungslandschaft aus zwei Gründen interessant: Erstens zeigt sie, wie vielfältig moderne Wissenschaft ist. Zweitens eröffnet sie viele Berufswege – nicht nur für promovierte Forschende, sondern auch für Studierende, Auszubildende, technische Fachkräfte, Informatikerinnen und Informatiker, Laborpersonal, Wissenschaftsmanagerinnen und Wissenschaftsmanager sowie Fachleute für Kommunikation, Verwaltung oder Transfer.
Nach Angaben des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gehören zur aktuellen außeruniversitären Forschungslandschaft unter anderem zwölf Max-Planck-Institute, 20 Fraunhofer-Standorte, zwei Helmholtz-Zentren, drei Standorte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie mehrere Leibniz- und weitere Forschungseinrichtungen.[1]

Du lernst in diesem aiMOOC nicht nur Namen von Instituten kennen. Du untersuchst auch, warum unterschiedliche Forschungsorganisationen unterschiedliche Aufgaben haben, wie wissenschaftliche Karrierewege aussehen und warum Lebenslanges Lernen in Forschung und Technologie besonders wichtig ist.
Was bedeutet außeruniversitäre Forschung?
Eine Forschungseinrichtung untersucht wissenschaftliche Fragen systematisch. Dazu gehören zum Beispiel Experimente, Messungen, Modellierungen, Befragungen, Datenanalysen, Quellenarbeit oder die Entwicklung neuer Technologien.
Außeruniversitär bedeutet nicht, dass diese Einrichtungen von Hochschulen getrennt arbeiten. Im Gegenteil: Viele Institute kooperieren eng mit Universitäten. Forschende betreuen gemeinsam Abschlussarbeiten, lehren teilweise an Hochschulen oder arbeiten in gemeinsamen Projekten und Graduiertenprogrammen.
Ein wichtiger Unterschied liegt im Auftrag der Einrichtungen. Manche Institute konzentrieren sich stark auf Grundlagenforschung. Andere entwickeln Technologien mit direktem Bezug zu Wirtschaft und Gesellschaft. Wieder andere verbinden Forschung mit großen Infrastrukturen, Forschungsdaten, Beratung oder Wissenstransfer.
Wissenschaft als Prozess
Wissenschaft besteht nicht nur aus fertigem Wissen. Sie ist ein Prozess. Forschende formulieren Fragen, entwickeln überprüfbare Annahmen, wählen Methoden, sammeln Daten, werten Ergebnisse aus und diskutieren Unsicherheiten. Ergebnisse werden veröffentlicht, kritisiert und weiterentwickelt.
Zu guter wissenschaftlicher Praxis gehören unter anderem nachvollziehbare Methoden, ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten, die Kennzeichnung von Unsicherheiten und die Bereitschaft, Ergebnisse überprüfen zu lassen. Themen wie Open Science, Forschungsdatenmanagement, wissenschaftliche Integrität und reproduzierbare Forschung gewinnen deshalb in vielen Instituten an Bedeutung.
Forschungslandschaft in Baden-Württemberg
Die Forschungslandschaft ist regional verteilt. Besonders viele Einrichtungen findest Du in und um Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim, Freiburg, Tübingen und Ulm. Aber auch Orte wie Oberwolfach, Reutlingen, Denkendorf, Villingen-Schwenningen oder Radolfzell sind wichtige Forschungsstandorte.
Die Landesübersicht nennt mehrere große Forschungsorganisationen und weitere landesnahe oder unabhängige Institute.[2]
Max-Planck-Gesellschaft: Grundlagen verstehen
Die Max-Planck-Gesellschaft steht vor allem für anwendungsoffene Grundlagenforschung. In Baden-Württemberg befinden sich Institute mit sehr unterschiedlichen Themen, zum Beispiel Astronomie, Kernphysik, intelligente Systeme, Festkörperforschung, medizinische Forschung, Biologie, Verhaltensforschung, Recht und Kriminalitätsforschung.[3]
Beispiele sind das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart und Tübingen, das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg oder das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg.

Grundlagenforschung fragt häufig nach grundlegenden Mechanismen: Wie lernen intelligente Systeme? Welche Eigenschaften haben neue Materialien? Wie entstehen biologische Prozesse? Solche Arbeiten müssen nicht sofort zu einem Produkt führen. Sie können aber langfristig die Basis für neue Technologien und gesellschaftliche Lösungen bilden.
Fraunhofer-Gesellschaft: Forschung für Anwendungen
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist besonders stark auf anwendungsorientierte Forschung und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft ausgerichtet. In Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Fraunhofer-Standorte. Bekannte Beispiele sind das Fraunhofer ISE in Freiburg für Solare Energiesysteme, das Fraunhofer IPA und IAO in Stuttgart oder das Fraunhofer IOSB in Karlsruhe.

Am Fraunhofer ISE wird unter anderem zu Photovoltaik, Energiesystemen, Wasserstoff und Wärmetechnologien geforscht. Hier wird deutlich, wie Forschung von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Prototypen und Tests bis zu industriellen Anwendungen führen kann.

Auch die Karrierewege sind breit: Fraunhofer nennt Praktika, Ausbildung, duales Studium, Tätigkeiten für Studierende, Promotion, Direkteinstieg und Möglichkeiten für Berufserfahrene.[4]
Helmholtz und DKFZ: große gesellschaftliche Herausforderungen
Die Helmholtz-Gemeinschaft bearbeitet langfristige und große Forschungsfragen. In Baden-Württemberg haben mit dem Karlsruher Institut für Technologie im Großforschungsbereich und dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg zwei Helmholtz-Zentren ihren Sitz. Das KIT ist dabei eine Besonderheit: Es ist zugleich Universität und nationales Großforschungszentrum.
Das DKFZ untersucht die Entstehung und Entwicklung von Krebs und arbeitet an Prävention, Diagnose und Therapie. Solche Forschung verbindet Grundlagenwissen, Datenwissenschaft, Laborarbeit, medizinische Kooperation und Technologietransfer.
DLR: Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und mit mehreren Standorten beziehungsweise Instituten in Baden-Württemberg vertreten. Forschung am DLR verbindet Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Informatik und große technische Versuchsanlagen.
Mögliche Berufsfelder reichen von Aerodynamik, Energiesystemen und Materialforschung über Softwareentwicklung bis zu Projektmanagement und technischer Infrastruktur. Für viele Tätigkeiten ist Teamarbeit zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen entscheidend.
Leibniz-Gemeinschaft: Vielfalt von Sprache bis Wirtschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet Forschungsinstitute mit sehr unterschiedlichen Themen. In Baden-Württemberg gehören dazu beispielsweise das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, das Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen, das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach und das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim.[5]

Am ZEW stehen wirtschaftswissenschaftliche Fragen im Mittelpunkt. Am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache wird die deutsche Sprache empirisch erforscht. Das IWM in Tübingen untersucht Lernen, Wissen und digitale Medien. Dadurch wird deutlich: Außeruniversitäre Forschung umfasst weit mehr als Laborwissenschaften.


Innovationsallianz Baden-Württemberg und weitere Institute
Neben den großen bundesweiten Forschungsorganisationen gibt es landesnahe und wirtschaftsorientierte Institute. In der Innovationsallianz Baden-Württemberg, kurz innBW, arbeiten beispielsweise die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf, das Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie, das Forschungszentrum Informatik, Hahn-Schickard, das NMI Reutlingen und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg zusammen.[6]

Diese Einrichtungen sind stark auf anwendungsorientierte Vorlaufforschung, Technologietransfer und Zusammenarbeit mit Unternehmen ausgerichtet. Gerade für den baden-württembergischen Mittelstand können solche Institute wichtige Entwicklungspartner sein.
Zur Forschungslandschaft gehören außerdem weitere Einrichtungen wie das European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg, das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim oder die Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Forschungsschwerpunkte im Vergleich
Die Grenzen zwischen Grundlagenforschung und Anwendung sind nicht starr. Ein Forschungsprojekt kann mit einer theoretischen Frage beginnen und später zu einem Sensor, Medikament, Algorithmus oder neuen Produktionsverfahren beitragen.
- Künstliche Intelligenz: Tübingen und Stuttgart verbinden Grundlagenforschung, maschinelles Lernen, Robotik und industrielle Anwendungen.
- Energieforschung: Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Ulm sind wichtige Orte für Photovoltaik, Wasserstoff, Batterien und Energiesysteme.
- Gesundheitsforschung: Heidelberg, Mannheim, Tübingen, Freiburg und Reutlingen verbinden Biomedizin, Datenanalyse, Diagnostik und Medizintechnik.
- Materialwissenschaft: Stuttgart, Karlsruhe und andere Standorte erforschen neue Werkstoffe, Festkörper, Oberflächen und Produktionsverfahren.
- Sozialwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft: Mannheim ist mit GESIS und ZEW ein bedeutender Standort für Daten, Gesellschaft und Wirtschaft.
- Sprachwissenschaft und Lernen: Mannheim und Tübingen zeigen, dass auch Sprache, Wissen und Medien zentrale Forschungsfelder sind.
Karrierewege in Forschungsinstituten
Eine wissenschaftliche Karriere ist nicht nur ein Weg von Studium zu Professur. Außeruniversitäre Institute beschäftigen Menschen mit sehr unterschiedlichen Qualifikationen.
Einstieg während Schule und Ausbildung
Manche Institute bieten Schülerpraktika, Ausbildungsplätze oder duale Studiengänge. Gesucht werden zum Beispiel Fachkräfte in Laboren, Werkstätten, Elektronik, IT, Verwaltung oder Medien. Gerade technische Ausbildungsberufe können unmittelbar an Forschungsprojekten beteiligt sein.
Das Video zeigt beispielhaft, dass Grundlagenforschung nicht nur von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern getragen wird. Präzise gefertigte Bauteile, sichere IT, funktionierende Labore und professionelle Verwaltung sind ebenfalls Voraussetzungen für Forschung.
Studium und erste Forschungserfahrung
Während eines Bachelor- oder Masterstudiums kannst Du häufig als studentische Hilfskraft arbeiten, ein Praktikum absolvieren oder Deine Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Forschungsinstitut schreiben. Dadurch lernst Du wissenschaftliche Arbeitsweisen und ein mögliches Berufsfeld früh kennen.
Ein passender Studiengang hängt vom Institut ab. Neben Physik, Chemie, Biologie, Medizin, Informatik und Ingenieurwissenschaften sind auch Psychologie, Wirtschaft, Sozialwissenschaften, Sprachwissenschaft, Mathematik, Rechtswissenschaft und viele weitere Fächer gefragt.
Promotion
Nach einem Masterabschluss kann eine Promotion folgen. Wichtig ist: Ein außeruniversitäres Institut verleiht den Doktorgrad normalerweise nicht selbst. Die Promotion wird in Kooperation mit einer Universität durchgeführt, die das Promotionsrecht besitzt.
Bei Max Planck existieren unter anderem International Max Planck Research Schools. Die Max-Planck-Gesellschaft beschreibt Promotionen ausdrücklich als Kooperation mit Universitäten.[7] Auch Fraunhofer verbindet Promotionsprojekte häufig mit anwendungsorientierten Forschungsprojekten.[8]
Postdoc, Gruppenleitung und wissenschaftliche Leitung
Nach der Promotion kann eine Postdoc-Phase folgen. Forschende vertiefen ihr Profil, bauen Kooperationen auf, veröffentlichen Ergebnisse, beantragen Projekte und übernehmen zunehmend Verantwortung. Später können Gruppenleitung, Institutsleitung oder andere wissenschaftliche Leitungsfunktionen folgen.
Diese Laufbahn ist anspruchsvoll und nicht automatisch planbar. Deshalb ist es sinnvoll, früh auch alternative Karrierewege zu betrachten.
Karrierewege neben der klassischen Forschung
Forschungsinstitute brauchen viele weitere Kompetenzen. Dazu gehören Wissenschaftsmanagement, Forschungsdatenmanagement, Softwareentwicklung, Technologietransfer, Patente, Personal, Finanzen, Bibliotheken, wissenschaftliche Kommunikation, Pressearbeit, Veranstaltungsorganisation, Werkstätten, Labormanagement und technische Infrastruktur.
Ein Wechsel zwischen Forschung, Wirtschaft, Verwaltung, Beratung, Start-ups oder Wissenschaftskommunikation ist möglich. Die während einer Forschungstätigkeit erworbenen Kompetenzen – etwa Datenanalyse, Projektarbeit, Schreiben, Präsentieren und Problemlösen – sind auch außerhalb des Wissenschaftssystems wertvoll.
Studium und lebenslanges Lernen
Forschung verändert sich schnell. Neue Messgeräte, Programmiersprachen, KI-Verfahren, Vorschriften, Datenstandards und Methoden entstehen laufend. Deshalb endet Lernen nicht mit einem Abschluss.
Lebenslanges Lernen kann formell oder informell stattfinden. Du kannst Zertifikatskurse, Weiterbildungsstudiengänge, interne Schulungen, Workshops, Sommerschulen, Onlinekurse oder Fachkonferenzen nutzen. Besonders wichtig sind Weiterbildungen in Statistik, Programmierung, KI, Forschungsdaten, wissenschaftlichem Schreiben, Projektmanagement, Fremdsprachen, Führung und guter wissenschaftlicher Praxis.
Nicht jedes Forschungsinstitut bietet eigene öffentliche Studiengänge an. Viele Institute kooperieren jedoch mit Hochschulen, Graduiertenschulen und Weiterbildungsanbietern. Für Deine Karriere bedeutet das: Du kombinierst häufig einen formalen Abschluss mit fortlaufender fachlicher und überfachlicher Weiterbildung.
So findest Du einen passenden Forschungsweg
Wenn Du Dich für eine Karriere interessierst, solltest Du nicht nur nach bekannten Institutsnamen suchen. Entscheidend ist die Verbindung zwischen Deinen Interessen, Kompetenzen und dem konkreten Forschungsfeld.
- Interessenanalyse: Welche Fragen möchtest Du wirklich verstehen oder lösen?
- Studienorientierung: Welche Studiengänge oder Ausbildungswege vermitteln passende Grundlagen?
- Praxiserfahrung: Suche nach Praktika, Hilfskraftstellen, Abschlussarbeiten oder offenen Labortagen.
- Stellenanalyse: Vergleiche mehrere Ausschreibungen und notiere wiederkehrende Kompetenzen.
- Netzwerk: Sprich mit Forschenden, technischen Mitarbeitenden, Alumni oder Personalverantwortlichen.
- Weiterbildung: Plane bewusst Kompetenzen ein, die über Dein Fach hinausgehen.
Chancen und Herausforderungen
Außeruniversitäre Forschung bietet Zugang zu spezialisierten Teams, moderner Infrastruktur und oft internationalen Projekten. Gleichzeitig können wissenschaftliche Karrierephasen von Wettbewerb, befristeten Qualifikationsstellen und unsicheren Übergängen geprägt sein. Deshalb ist Karriereplanung kein Zeichen gegen Wissenschaft, sondern Teil professioneller Entwicklung.
Für eine gute Entscheidung solltest Du nicht nur auf das Forschungsthema achten. Informiere Dich auch über Betreuung, Vertragsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitskultur, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie Möglichkeiten zum Wechsel in andere Berufsfelder.
Quellenkritik: Warum Zahlen unterschiedlich sein können
Bei der Recherche kann Dir auffallen, dass Landesministerien, Forschungsorganisationen und Verbünde manchmal unterschiedliche Zahlen nennen. Das muss nicht automatisch ein Fehler sein. Eine Quelle kann Institute zählen, eine andere Standorte, Außenstellen oder rechtlich selbstständige Einrichtungen.
Ein gutes wissenschaftliches Vorgehen lautet deshalb: Prüfe Datum, Definition und Zählweise einer Quelle. Für aktuelle Bewerbungen solltest Du immer die jeweilige Instituts- oder Trägerseite kontrollieren.
Ein Beispiel ist die Innovationsallianz Baden-Württemberg: Die eigene aktuelle Seite beschreibt neun Forschungseinrichtungen mit insgesamt elf Instituten, während Landesübersichten teilweise noch andere Zählungen ausweisen.[9] Gerade solche Unterschiede eignen sich gut, um Quellenkritik praktisch zu üben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was kennzeichnet außeruniversitäre Forschung am besten? (Sie findet organisatorisch außerhalb von Hochschulen statt und kooperiert häufig mit ihnen) (!Sie darf keine Studierenden beschäftigen) (!Sie wird ausschließlich von Unternehmen finanziert) (!Sie beschäftigt nur promovierte Personen)
Welche Forschungsorganisation ist besonders für anwendungsorientierte Forschung bekannt? (Fraunhofer-Gesellschaft) (!Max-Planck-Gesellschaft) (!Deutsche Forschungsgemeinschaft) (!Bundeszentrale für politische Bildung)
Welche Organisation steht besonders für anwendungsoffene Grundlagenforschung? (Max-Planck-Gesellschaft) (!Fraunhofer-Gesellschaft) (!Industrie- und Handelskammer) (!Volkshochschule)
Welches Helmholtz-Zentrum befindet sich in Heidelberg? (Deutsches Krebsforschungszentrum) (!Deutsches Museum) (!Leibniz-Institut für Deutsche Sprache) (!Fraunhofer ISE)
Welcher Forschungsstandort ist besonders mit dem Fraunhofer ISE verbunden? (Freiburg) (!Mannheim) (!Oberwolfach) (!Radolfzell)
Wer verleiht bei einer Promotion in Kooperation mit einem außeruniversitären Institut normalerweise den Doktorgrad? (Eine promotionsberechtigte Universität) (!Das Forschungsinstitut allein) (!Ein Unternehmen) (!Eine Berufsschule)
Welche Tätigkeit kann ebenfalls ein Karriereweg an einem Forschungsinstitut sein? (Wissenschaftsmanagement) (!Nur Hochschullehre) (!Nur Laborforschung) (!Nur Schulleitung)
Warum ist lebenslanges Lernen in der Forschung besonders wichtig? (Methoden und Technologien verändern sich fortlaufend) (!Weil Studienabschlüsse nach einem Jahr ungültig werden) (!Weil Forschende keine Fachkenntnisse im Studium erwerben) (!Weil Forschung ohne Weiterbildung gesetzlich verboten ist)
Was solltest Du bei unterschiedlichen Zahlen zu Forschungsinstituten prüfen? (Datum Definition und Zählweise der Quelle) (!Nur die Länge des Textes) (!Nur das Logo der Website) (!Nur die Anzahl der Bilder)
Welche Kompetenz ist in vielen Forschungsberufen wichtig? (Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams) (!Vermeidung jeder Kommunikation) (!Ausschließliche Arbeit ohne Daten) (!Verzicht auf Weiterbildung)
Memory
| Max-Planck-Gesellschaft | Grundlagenforschung |
| Fraunhofer-Gesellschaft | Anwendungsforschung |
| Helmholtz-Gemeinschaft | Großforschung |
| Leibniz-Gemeinschaft | Themenvielfalt |
| innBW | Mittelstandstransfer |
| Promotion | Doktorgrad |
| Postdoc | Qualifikationsphase |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Grundlagenorientierung | Max-Planck-Institut |
| Anwendungsorientierung | Fraunhofer-Institut |
| Krebsforschung | DKFZ |
| Wirtschaftsforschung | ZEW |
| Solarenergieforschung | Fraunhofer ISE |
...
Kreuzworträtsel
| Fraunhofer | Welche Forschungsorganisation ist besonders für angewandte Forschung bekannt? |
| Helmholtz | Welche Gemeinschaft betreibt große Forschungszentren zu gesellschaftlichen Herausforderungen? |
| Leibniz | Welche Forschungsorganisation verbindet Institute aus sehr unterschiedlichen Fachrichtungen? |
| Promotion | Wie heißt die wissenschaftliche Qualifikation mit einer Dissertation? |
| Transfer | Wie nennt man die Überführung von Forschungsergebnissen in Anwendung und Gesellschaft? |
| Postdoc | Wie heißt die Karrierephase nach der Promotion? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Forschungsstandort: Wähle Heidelberg, Mannheim, Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen oder Ulm und erstelle ein Kurzporträt von zwei außeruniversitären Einrichtungen.
- Berufsfeld: Suche drei unterschiedliche Berufe an einem Forschungsinstitut und erkläre, welche Qualifikationen dafür nötig sind.
- Medienanalyse: Wähle eines der eingebetteten Videos und notiere fünf Informationen über Forschung oder Karrierewege.
- Interessenprofil: Erstelle eine kleine Mindmap mit Deinen Interessen und ordne passende Forschungsfelder aus Baden-Württemberg zu.
Standard
- Stellenanzeige: Vergleiche zwei aktuelle Stellenausschreibungen verschiedener Forschungsorganisationen hinsichtlich Aufgaben, Qualifikation und Weiterbildung.
- Interview: Führe ein kurzes Interview mit einer Person aus Wissenschaft, Technik, Verwaltung oder Forschungskommunikation über ihren Berufsweg.
- Institutsvergleich: Vergleiche ein Max-Planck-Institut und ein Fraunhofer-Institut und erkläre Unterschiede bei Forschungsauftrag und Transfer.
- Quellenkritik: Untersuche zwei aktuelle Quellen zur Zahl der Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg und erkläre mögliche Unterschiede.
Schwer
- Karriereplan: Entwirf einen realistischen Weg vom Schulabschluss oder einer Ausbildung bis zu einer Tätigkeit an einem Forschungsinstitut und integriere Weiterbildungsphasen.
- Forschungsprojekt: Entwickle eine eigene Forschungsfrage zu Energie, KI, Gesundheit, Sprache oder Gesellschaft und beschreibe geeignete Methoden.
- Exkursion: Plane einen Besuch bei einer Forschungseinrichtung mit Leitfragen, Interviewpartnern und einer Form der Dokumentation.
- Wissenschaftskommunikation: Produziere ein Erklärvideo oder einen Podcast, der Jugendlichen einen außeruniversitären Forschungsberuf verständlich vorstellt.


Lernkontrolle
- Forschungsorganisationen vergleichen: Erkläre an zwei Beispielen, warum Grundlagenforschung und angewandte Forschung keine Gegensätze sein müssen.
- Karriereentscheidung: Eine Schülerin interessiert sich für Informatik, möchte aber nicht ausschließlich programmieren. Entwickle drei mögliche Karrierewege in der Forschungslandschaft Baden-Württembergs.
- Transfer analysieren: Beschreibe einen möglichen Weg von einer wissenschaftlichen Entdeckung bis zu einem Produkt oder einer gesellschaftlichen Anwendung.
- Quellen bewerten: Zwei seriöse Webseiten nennen unterschiedliche Institutszahlen. Entwickle ein Prüfverfahren, mit dem Du die Abweichung untersuchst.
- Lebenslanges Lernen planen: Entwirf für eine Person in der Energieforschung einen Weiterbildungsplan für die nächsten fünf Jahre.
- Wissenschaft reflektieren: Begründe, warum technische, administrative und kommunikative Berufe für erfolgreiche Forschung ebenso wichtig sein können wie wissenschaftliche Stellen.
Lernnachweis
Für einen guten Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Institutsnamen kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst.
- Außeruniversitäre Forschung: Begriff erklären und Kooperationen mit Hochschulen einordnen.
- Forschungsorganisation: Max Planck, Fraunhofer, Helmholtz und Leibniz in ihren typischen Schwerpunkten unterscheiden.
- Baden-Württemberg: wichtige Forschungsstandorte und beispielhafte Institute zuordnen.
- Karriereweg: Ausbildung, Studium, Promotion, Postdoc und alternative Berufsfelder beschreiben.
- Lebenslanges Lernen: Bedeutung fortlaufender Weiterbildung für Wissenschaft und Technologie erläutern.
- Wissenschaftliche Arbeitsweise: Forschung als überprüfbaren Prozess mit Methoden, Daten und Quellenkritik darstellen.
- Transfer: Verbindung zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft an einem Beispiel erklären.
- Quellenkritik: aktuelle Angaben nach Datum, Definition und Zählweise bewerten.
OERs zum Thema
Quellen und weiterführende Informationen
- Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: Außeruniversitäre Forschung
- Max-Planck-Gesellschaft: Institute in den Bundesländern
- Fraunhofer-Gesellschaft: Institute und Einrichtungen
- Helmholtz-Gemeinschaft
- Leibniz-Gemeinschaft: Institute nach Bundesland
- Innovationsallianz Baden-Württemberg
- ↑ Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: Außeruniversitäre Forschung, abgerufen im August 2026.
- ↑ Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: Kerndaten, abgerufen im August 2026.
- ↑ Max-Planck-Gesellschaft: Institute in den Bundesländern, abgerufen im August 2026.
- ↑ Fraunhofer-Gesellschaft: Jobs und Karriere, abgerufen im August 2026.
- ↑ Leibniz-Gemeinschaft: Leibniz-Institute nach Bundesland, abgerufen im August 2026.
- ↑ Innovationsallianz Baden-Württemberg: Unsere Institute, abgerufen im August 2026.
- ↑ Max-Planck-Gesellschaft: So geht's zur Promotion, abgerufen im August 2026.
- ↑ Fraunhofer-Gesellschaft: Promovieren mit Fraunhofer, abgerufen im August 2026.
- ↑ Innovationsallianz Baden-Württemberg, abgerufen im August 2026.
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