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Steinzeit in Deutschland

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Steinzeit in Deutschland




Einleitung

Die Steinzeit ist der älteste und längste Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Ihren Namen trägt sie, weil viele erhaltene Werkzeuge aus Stein hergestellt wurden. Das bedeutet aber nicht, dass die Menschen nur Stein benutzten. Auch Holz, Knochen, Geweih, Pflanzenfasern, Leder und andere Materialien waren wichtig. Viele davon verrotten jedoch leichter und bleiben deshalb viel seltener erhalten.

Wenn wir von der Steinzeit in Deutschland sprechen, meinen wir das Gebiet des heutigen Deutschlands. Einen Staat Deutschland gab es damals noch nicht. Menschen lebten hier über einen sehr langen Zeitraum unter ganz unterschiedlichen Bedingungen: während eiszeitlicher Kälte, in nacheiszeitlichen Wäldern und später in ersten bäuerlichen Siedlungen.

Für den Unterricht ist besonders wichtig, drei große Abschnitte zu unterscheiden: Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit. Der Übergang von einer Lebensweise als Jäger und Sammler zu Ackerbau, Viehhaltung und stärkerer Sesshaftigkeit war eine der größten Veränderungen der Menschheitsgeschichte.

Die Holzfunde von Schöningen zeigen, dass Holz in der Altsteinzeit ein wichtiger Werkstoff war. Solche Funde sind selten, weil Holz meist verrottet.


Orientierung in der Zeit

Die Grenzen zwischen den Abschnitten der Steinzeit sind nicht überall gleich. Veränderungen geschahen regional zu verschiedenen Zeiten. Deshalb sind die folgenden Zeitangaben grobe Orientierungen.

Abschnitt Ungefährer Zeitraum im Gebiet des heutigen Deutschlands Typische Merkmale
Altsteinzeit bis etwa 9700 v. Chr.; sehr frühe menschliche Spuren reichen viele hunderttausend Jahre zurück Jagen, Sammeln, mobile Gruppen, Stein- und Holzwerkzeuge, Leben während verschiedener Kalt- und Warmzeiten
Mittelsteinzeit etwa ab 9700 v. Chr.; regional unterschiedlich bis zur Ausbreitung der Landwirtschaft Leben in nacheiszeitlichen Wäldern, Jagd auf Waldtiere, Fischfang, Sammeln, kleine Feuersteinwerkzeuge
Jungsteinzeit in großen Teilen Mittel- und Süddeutschlands ab etwa 5500 v. Chr.; in Norddeutschland später Ackerbau, Viehhaltung, Dörfer, Langhäuser, Keramik, Vorratshaltung


Die Altsteinzeit: Jagen und Sammeln

In der Altsteinzeit lebten Menschen über lange Zeiträume als Jäger und Sammler. Sie nutzten das, was ihre Umwelt bot. Dazu gehörten Tiere, essbare Pflanzen, Früchte, Wurzeln, Nüsse und andere natürliche Rohstoffe.

Die Gruppen waren meist nicht dauerhaft an einen einzigen Ort gebunden. Sie zogen innerhalb größerer Gebiete weiter und suchten Plätze auf, an denen Wasser, Nahrung, Brennmaterial und geeignete Rohstoffe verfügbar waren. Das bedeutet nicht, dass sie ohne Planung umherwanderten. Jagd, Werkzeugherstellung, das Nutzen von Feuer und die Wahl geeigneter Lagerplätze verlangten Wissen und Zusammenarbeit.

Ein bedeutender Fundort liegt bei Schöningen in Niedersachsen. Dort wurden außergewöhnlich gut erhaltene hölzerne Jagdwaffen und weitere Holzgeräte entdeckt. Die berühmten Schöninger Speere sind ungefähr 300.000 Jahre alt. Sie zeigen, dass Menschen schon sehr früh Holz gezielt bearbeiteten und bei der Jagd planvoll vorgingen.


Stein, Holz, Knochen und Feuer

Steinwerkzeuge sind für die Archäologie besonders wichtig, weil sie sich über sehr lange Zeit erhalten. Aus Feuerstein und anderen geeigneten Gesteinen konnten scharfe Klingen, Schaber oder Spitzen hergestellt werden. Holz eignete sich für Speere, Stäbe und viele Gegenstände, die heute meist nicht mehr erhalten sind. Knochen und Geweih konnten ebenfalls zu Werkzeugen verarbeitet werden.

Feuer war eine wichtige Hilfe im Alltag. Es spendete Wärme und Licht, konnte Nahrung verändern und machte Lagerplätze sicherer. Die Nutzung von Feuer erforderte Erfahrung: Brennmaterial musste gesammelt, die Glut bewahrt und das Feuer kontrolliert werden.


Kunst und Musik in der Eiszeit

Aus Höhlen der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg stammen einige der ältesten bekannten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente der Welt. Besonders bekannt ist der Hohle Fels bei Schelklingen.

Die kleine Figur aus Mammutelfenbein, die als Venus vom Hohle Fels bekannt ist, stammt aus der Altsteinzeit. Solche Funde zeigen, dass Menschen nicht nur Werkzeuge herstellten, sondern auch Schmuck, Kunst und Gegenstände mit möglicherweise symbolischer Bedeutung.

Auch eine Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers wurde am Hohle Fels gefunden. Sie gehört zu den ältesten bekannten Musikinstrumenten.


Die Mittelsteinzeit: Leben in einer neuen Umwelt

Vor ungefähr 11.700 Jahren endete die letzte große Kaltzeit. Das Klima wurde wärmer und große Teile Mitteleuropas bewaldeten sich. Für die Menschen änderten sich damit Tiere, Pflanzen und Landschaften.

In der Mittelsteinzeit jagten Menschen häufiger Tiere des Waldes. Fischfang gewann in vielen Regionen an Bedeutung. Weiterhin wurden Pflanzen, Nüsse, Beeren und andere Nahrungsmittel gesammelt. Typisch sind sehr kleine, sorgfältig bearbeitete Feuersteinklingen, sogenannte Mikrolithen. Sie konnten zum Beispiel als Bestandteile von Pfeilen oder anderen zusammengesetzten Werkzeugen dienen.

Die Menschen blieben überwiegend Jäger, Sammler und Fischer. Manche Lagerplätze wurden regelmäßig wieder aufgesucht. Die Lebensweise war also beweglich, konnte aber gleichzeitig feste Routen, vertraute Plätze und genaue Kenntnisse der Landschaft umfassen.

Wichtig: Aus archäologischen Funden lässt sich nicht einfach ablesen, dass bestimmte Arbeiten immer nur von Männern oder immer nur von Frauen erledigt wurden. Solche festen Rollenbilder sollten nicht ohne Belege auf die Steinzeit übertragen werden.


Die Jungsteinzeit: Die ersten Bauern

Ab etwa 5600/5500 v. Chr. breitete sich in großen Teilen Mitteleuropas eine bäuerliche Lebensweise aus. Im heutigen Mittel- und Süddeutschland ist besonders die Linearbandkeramische Kultur wichtig. Sie wird nach typischen Linienmustern auf Tongefäßen benannt.

Die Menschen bauten unter anderem Getreide an und hielten Haustiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Sie legten Felder an, lagerten Vorräte und lebten häufiger dauerhaft in Siedlungen.

Keramikgefäße waren eine wichtige Neuerung. In ihnen konnten Lebensmittel aufbewahrt, verarbeitet oder transportiert werden. Für die Archäologie sind Form und Verzierung von Keramik außerdem wichtige Hinweise auf Zeitstellung und kulturelle Zusammenhänge.


Langhäuser und Dörfer

Frühe bäuerliche Gemeinschaften errichteten große Holzbauten. Besonders typisch für die Linearbandkeramische Kultur waren Langhäuser. Pfosten trugen das Dach, Wände konnten aus einem Geflecht von Zweigen bestehen, das mit Lehm bestrichen wurde.

Heute rekonstruieren archäologische Freilichtmuseen solche Gebäude. Rekonstruktionen sind keine Originale, sondern wissenschaftlich begründete Modelle. Sie helfen dabei, sich Bauweise und Größe vorzustellen.


Neue Werkzeuge für eine neue Lebensweise

Für Waldrodung, Hausbau und Landwirtschaft wurden Werkzeuge weiterentwickelt. Geschliffene Steinbeile und Dechseln eigneten sich zur Holzbearbeitung. Klingen aus Feuerstein konnten Bestandteile von Sicheln sein. Mahlsteine halfen dabei, Getreide zu verarbeiten.

Die Bezeichnung Steinzeit darf deshalb nicht täuschen: Die Menschen nutzten viele Materialien. Stein ist nur besonders häufig erhalten geblieben.


Vom Sammeln zum Anbauen: Warum änderte sich das Leben?

Der Übergang zur Landwirtschaft wird oft als Neolithische Revolution bezeichnet. Das Wort Revolution klingt nach einer schnellen Veränderung. Tatsächlich verlief der Wandel in Mitteleuropa über viele Generationen und nicht überall gleichzeitig.

Bäuerliche Gruppen kamen aus Südosteuropa nach Mitteleuropa und brachten Kenntnisse über Ackerbau und Viehhaltung mit. Gleichzeitig lebten in vielen Gebieten weiterhin einheimische Jäger- und Sammlergruppen. Es gab Begegnungen, Austausch und regional unterschiedliche Entwicklungen.


Was änderte sich durch Landwirtschaft?

Bereich Jäger und Sammler Frühe Bauern
Nahrung Jagd, Fischfang und Sammeln wild wachsender Pflanzen zusätzlich selbst angebautes Getreide und gehaltene Tiere
Bewegung häufige oder jahreszeitliche Ortswechsel häufiger dauerhaftes Wohnen an einem Ort
Wohnen Lagerplätze und unterschiedlich gebaute Unterkünfte Dörfer und große Holzhäuser
Vorräte abhängig von Saison und Landschaft stärkere Vorratshaltung von Ernten und anderen Lebensmitteln
Landschaft Nutzung natürlicher Lebensräume Felder, Weiden und Rodungen veränderten die Umgebung stärker

Landwirtschaft brachte neue Möglichkeiten, aber auch neue Risiken. Eine schlechte Ernte konnte für eine Siedlung schwerwiegende Folgen haben. Felder mussten vorbereitet und gepflegt werden. Gleichzeitig konnten Vorräte angelegt und an einem Ort viele Dinge gelagert werden.


Norddeutschland: Landwirtschaft kam später

Die neue bäuerliche Lebensweise breitete sich nicht überall zur gleichen Zeit aus. Im Norden des heutigen Deutschlands hielten sich Jäger- und Sammlergemeinschaften länger. Erst später setzte sich dort Landwirtschaft stärker durch.

Eine wichtige jungsteinzeitliche Kultur Norddeutschlands ist die Trichterbecherkultur. Zu ihr gehören auch zahlreiche Großsteingräber. Solche Anlagen wurden aus großen Steinen errichtet und dienten als Bestattungsplätze.

Die Gretescher Steine bei Osnabrück sind ein Beispiel für ein jungsteinzeitliches Großsteingrab im heutigen Deutschland.


Woher wissen wir das alles?

Aus der Steinzeit gibt es in Mitteleuropa keine schriftlichen Berichte der damaligen Menschen. Unser Wissen stammt deshalb vor allem aus archäologischen Untersuchungen.

Archäologinnen und Archäologen untersuchen Werkzeuge, Keramik, Tierknochen, Pflanzenreste, Feuerstellen, Gräber, Pfostenlöcher ehemaliger Häuser und viele weitere Spuren. Auch Pollen in alten Boden- und Sedimentschichten können zeigen, wie sich die Vegetation veränderte.

Besonders wichtig ist der Fundzusammenhang. Ein einzelner Gegenstand verrät oft weniger als seine genaue Lage zusammen mit anderen Spuren. Deshalb werden Ausgrabungen sorgfältig dokumentiert.

Naturwissenschaftliche Methoden helfen beim Datieren. Trotzdem können neue Untersuchungen ältere Vorstellungen verändern. Geschichte der Steinzeit ist deshalb nicht einfach eine Sammlung fertiger Antworten, sondern beruht auf der Auswertung von Belegen.


Bedeutende Fundorte im heutigen Deutschland

Fundort oder Region Bedeutung
Schöningen außergewöhnlich erhaltene hölzerne Jagdwaffen aus der Altsteinzeit
Hohle Fels und weitere Höhlen der Schwäbischen Alb eiszeitliche Kunst, Schmuck und Musikinstrumente
Fundplätze der Linearbandkeramik Spuren früher bäuerlicher Siedlungen, Häuser und Keramik
Norddeutsche Großsteingräber sichtbare Zeugnisse jungsteinzeitlicher Gemeinschaften und Bestattungssitten


Das Wichtigste in Kürze

Die Steinzeit im Gebiet des heutigen Deutschlands war keine einheitliche Epoche mit nur einer Lebensweise. Über sehr lange Zeit lebten Menschen als Jäger und Sammler. Nach dem Ende der letzten Kaltzeit passten sie sich an eine stärker bewaldete Umwelt an. Ab etwa 5500 v. Chr. breitete sich in Mittel- und Süddeutschland die Landwirtschaft aus, im Norden später.

Mit Ackerbau, Viehhaltung, Dörfern, Langhäusern, Keramik und Vorratshaltung veränderte sich das Leben tiefgreifend. Der Übergang war jedoch kein plötzlicher Wechsel an einem einzigen Tag. Unterschiedliche Lebensweisen bestanden zeitweise nebeneinander.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist mit Steinzeit in Deutschland in diesem aiMOOC gemeint? (Die Steinzeit im Gebiet des heutigen Deutschlands) (!Die Geschichte des deutschen Staates in der Steinzeit) (!Nur die Steinzeit in Berlin) (!Nur die Zeit nach der Erfindung der Schrift)




Welche Lebensweise war für die Altsteinzeit besonders typisch? (Jagen und Sammeln) (!Industriearbeit) (!Ackerbau mit Traktoren) (!Handel mit Münzgeld)




Warum sind Steinwerkzeuge besonders häufig erhalten? (Stein überdauert meist länger als Holz oder Pflanzenfasern) (!Stein wurde nur als Schmuck benutzt) (!Holz war in der Steinzeit unbekannt) (!Alle Steinwerkzeuge wurden in Häusern gelagert)




Wofür sind die Funde von Schöningen besonders bekannt? (Für sehr alte hölzerne Jagdwaffen) (!Für römische Münzen) (!Für mittelalterliche Burgen) (!Für gedruckte Bücher)




Was änderte sich zu Beginn der Mittelsteinzeit stark? (Das Klima wurde wärmer und Wälder breiteten sich aus) (!Deutschland wurde ein Staat) (!Die Eisenbahn wurde erfunden) (!Die Menschen hörten vollständig mit der Jagd auf)




Was gehört zur jungsteinzeitlichen Lebensweise? (Ackerbau und Viehhaltung) (!Dampfmaschinen und Fabriken) (!Römische Legionen) (!Buchdruck und Universitäten)




Wodurch ist die Linearbandkeramik benannt? (Durch typische Linienmuster auf Keramik) (!Durch bemalte Metallhelme) (!Durch Schriftzeichen auf Papier) (!Durch Glasfenster in Häusern)




Was war ein Langhaus? (Ein großes jungsteinzeitliches Gebäude aus Holz und anderen Naturmaterialien) (!Ein römisches Kriegsschiff) (!Ein mittelalterlicher Kirchturm) (!Eine natürliche Höhle)




Warum ist der Ausdruck Neolithische Revolution vereinfacht? (Weil der Wandel zur Landwirtschaft über viele Generationen und regional unterschiedlich verlief) (!Weil es in der Jungsteinzeit keine Veränderungen gab) (!Weil Landwirtschaft erst in der Neuzeit entstand) (!Weil alle Menschen gleichzeitig an einem einzigen Ort Bauern wurden)




Womit erforscht die Archäologie die Steinzeit? (Mit materiellen Spuren wie Werkzeugen, Knochen, Keramik und Siedlungsresten) (!Nur mit Zeitungsartikeln) (!Nur mit Fotografien aus der Steinzeit) (!Nur mit schriftlichen Tagebüchern der Steinzeitmenschen)





Memory

Altsteinzeit Jagen und Sammeln
Mittelsteinzeit nacheiszeitliche Wälder
Jungsteinzeit Ackerbau und Viehhaltung
Schöningen Holzspeere
Hohle Fels eiszeitliche Kunst und Musik
Linearbandkeramik verzierte Tongefäße
Langhaus bäuerliches Wohngebäude
Archäologie Untersuchung materieller Spuren





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Altsteinzeit Jagen und Sammeln
Mittelsteinzeit Anpassung an nacheiszeitliche Wälder
Jungsteinzeit Ackerbau und Viehhaltung
Schöningen hölzerne Jagdwaffen
Langhaus dauerhaftes bäuerliches Gebäude
Keramik Gefäße aus gebranntem Ton






Kreuzworträtsel

Schöningen An welchem Fundort wurden sehr alte hölzerne Jagdwaffen entdeckt?
Langhaus Wie heißt ein typisches großes Gebäude früher Bauern?
Keramik Wie nennt man Gefäße aus gebranntem Ton?
Archäologie Welche Wissenschaft untersucht materielle Spuren vergangener Zeiten?
Ackerbau Wie heißt das gezielte Bestellen von Feldern?
Getreide Welche Pflanzengruppe wurde von frühen Bauern angebaut?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wenn von der Steinzeit in Deutschland gesprochen wird, ist das Gebiet des

gemeint. In der Altsteinzeit lebten Menschen überwiegend als

. Die Funde von Schöningen zeigen, dass auch

ein wichtiger Werkstoff war. Nach dem Ende der letzten Kaltzeit breiteten sich in Mitteleuropa zunehmend

aus. Dieser nacheiszeitliche Abschnitt wird als

bezeichnet. Ab etwa 5500 v. Chr. breitete sich in großen Teilen Mittel- und Süddeutschlands eine bäuerliche Lebensweise mit

aus. Zu den gehaltenen Tieren gehörten beispielsweise Rinder, Schweine, Schafe und

. Frühe Bauern lebten häufiger dauerhaft in

. Ein typischer Gebäudetyp der Linearbandkeramik war das

. Gefäße aus gebranntem Ton werden als

bezeichnet. Der Wandel zur Landwirtschaft verlief nicht überall gleichzeitig, sondern war ein längerer

. Unser Wissen über diese Zeit entsteht vor allem durch die Untersuchung materieller Spuren in der

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Steinzeit-Zeitleiste: Gestalte eine Zeitleiste mit Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit. Ergänze zu jedem Abschnitt ein typisches Merkmal.
  2. Steinzeitwerkzeug: Zeichne ein Werkzeug aus Stein, Holz oder Knochen und erkläre, wofür es verwendet worden sein könnte.
  3. Langhaus: Fertige eine beschriftete Skizze eines jungsteinzeitlichen Langhauses an und markiere mögliche Baumaterialien.
  4. Jäger und Sammler: Erstelle eine kleine Bildcollage zu Nahrung, Werkzeugen und Landschaft einer Jäger-und-Sammler-Gruppe.


Standard

  1. Schöninger Speere: Recherchiere, warum die Erhaltung von Holzfunden ungewöhnlich ist, und erkläre den Wert der Schöninger Funde in eigenen Worten.
  2. Hohle Fels: Wähle einen Fund aus der Schwäbischen Alb und gestalte eine Museumskarte mit Bild, Material, Alter und Bedeutung.
  3. Neolithische Revolution: Erstelle eine Gegenüberstellung von mobiler Lebensweise und bäuerlicher Sesshaftigkeit. Nenne jeweils Chancen und Schwierigkeiten.
  4. Archäologie: Baue mit ungefährlichen Alltagsmaterialien eine kleine Modell-Ausgrabung und entwickle Regeln dafür, wie Funde dokumentiert werden sollten.


Schwer

  1. Quellenkritik: Vergleiche zwei Darstellungen des Lebens in der Steinzeit. Prüfe, welche Aussagen durch archäologische Funde belegt sind und welche eher Vermutungen darstellen.
  2. Neolithisierung: Erkläre anhand einer selbst gestalteten Karte, warum sich Landwirtschaft im Gebiet des heutigen Deutschlands regional zu unterschiedlichen Zeiten ausbreitete.
  3. Experimentelle Archäologie: Plane ein ungefährliches Experiment, mit dem Du eine steinzeitliche Technik untersuchen könntest, zum Beispiel Mahlen von Getreide mit zwei Steinen. Formuliere Fragestellung, Ablauf und Beobachtungskriterien.
  4. Museumskonzept: Entwirf eine kleine Ausstellung mit dem Titel „Vom Jagen und Sammeln zum Bauernhof“. Wähle fünf Exponate oder Rekonstruktionen und begründe ihre Reihenfolge.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Lebensweise und Umwelt: Erkläre, wie die Erwärmung nach der letzten Kaltzeit die Lebensweise von Jägern und Sammlern beeinflussen konnte.
  2. Schöningen als Quelle: Begründe, warum hölzerne Funde unser Bild der Altsteinzeit verändern können, obwohl Steinwerkzeuge häufiger erhalten sind.
  3. Sesshaftigkeit: Erkläre zwei Vorteile und zwei mögliche Nachteile des dauerhaften Lebens in einer bäuerlichen Siedlung.
  4. Neolithische Revolution: Beurteile die Aussage „Ab 5500 v. Chr. wurden in Deutschland plötzlich alle Menschen Bauern“. Nutze Dein Wissen über regionale Unterschiede.
  5. Archäologische Rekonstruktion: Erkläre, warum ein rekonstruiertes Langhaus kein direktes Foto der Vergangenheit ist und trotzdem als Lernmittel sinnvoll sein kann.
  6. Historische Urteile: Nimm Stellung zur Frage, ob die Erfindung der Landwirtschaft nur als Fortschritt bezeichnet werden sollte. Begründe Deine Antwort mit mehreren Folgen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Begriffe kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst.

  1. Du kannst Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit in der richtigen Reihenfolge einordnen.
  2. Du kannst Merkmale der Lebensweise von Jägern und Sammlern beschreiben.
  3. Du kannst erklären, wie Klima und Landschaft das Leben in der Mittelsteinzeit beeinflussten.
  4. Du kannst die Bedeutung von Ackerbau, Viehhaltung, Sesshaftigkeit, Keramik und Vorratshaltung erläutern.
  5. Du kannst begründen, warum die Neolithische Revolution als längerer und regional unterschiedlicher Prozess verstanden werden sollte.
  6. Du kannst wichtige Fundorte wie Schöningen und Hohle Fels mit passenden archäologischen Funden verbinden.
  7. Du kannst erklären, wie Archäologie aus materiellen Spuren Wissen über eine Zeit ohne schriftliche Berichte gewinnt.
  8. Du kannst zwischen archäologischem Beleg, Rekonstruktion und Vermutung unterscheiden.




OERs zum Thema

  1. Wikimedia Commons: Schöninger Speere
  2. Wikimedia Commons: Venus vom Hohle Fels
  3. Wikimedia Commons: Häuser der Linearbandkeramik


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