Zum Inhalt springen

Geschichte des Handwerks - Handwerk

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 26. Juli 2026, 00:11 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Geschichte des Handwerks - Handwerk



Geschichte des Handwerks - Handwerk


Einleitung

Handwerk verbindet Wissen, Werkzeug, Material und Erfahrung. Handwerkerinnen und Handwerker stellen Produkte her, bauen, reparieren, warten und beraten. Dabei hat sich vieles verändert: Werkzeuge wurden zu Maschinen, Werkstätten zu digital vernetzten Betrieben und aus der alten Lehre entstand die duale Ausbildung.

Dieser aiMOOC richtet sich an Dich in der Ausbildung im Handwerk. Du lernst die wichtigsten Entwicklungsschritte kennen und überträgst sie auf Deinen eigenen Beruf.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du die Entwicklung des Handwerks zeitlich ordnen, Zünfte und Handwerkskammern unterscheiden, die Entstehung der dualen Ausbildung erklären und historische Veränderungen auf Deinen Ausbildungsbetrieb übertragen.


Was ist Handwerk?

Handwerk ist qualifizierte Arbeit für konkrete Kundenaufträge und Dienstleistungen. Es nutzt heute selbstverständlich Maschinen, Software und digitale Messgeräte. Die Grenze zur Industrie ist deshalb nicht einfach „Handarbeit gegen Maschine“. Wichtiger sind Betriebsorganisation, Fertigungstiefe, Stückzahl, Kundennähe und individuelle Problemlösung.

Merksatz: Handwerk verändert seine Technik, aber sein Kern bleibt die verantwortliche Verbindung von Fachwissen und praktischem Können.


Entwicklung im Überblick

Zeitabschnitt Veränderung Bedeutung für die Ausbildung
Frühe Gesellschaften Spezialisierte Herstellung von Werkzeugen, Gefäßen, Textilien und Bauten Lernen durch Beobachten, Üben und Weitergeben
Antike und frühes Mittelalter Werkstätten, Bauhandwerk und regionale Arbeitsteilung Wissen bleibt häufig in Familien und Werkstattgemeinschaften
Hoch- und Spätmittelalter Zünfte ordnen viele städtische Gewerbe Lehrling, Geselle und Meister werden prägende Stufen
Frühe Neuzeit Verlagssystem und Manufaktur verstärken Arbeitsteilung Einzelne Arbeitsschritte werden stärker getrennt
19. Jahrhundert Gewerbefreiheit, Industrialisierung und Fabrikproduktion Technisches Zeichnen, Messen und Maschinenkenntnis gewinnen an Bedeutung
Um 1900 Handwerkskammern und moderne Selbstverwaltung entstehen Ausbildung und Prüfungen werden institutionell geordnet
20. Jahrhundert Berufsbildungsrecht, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildung entwickeln sich Betrieb und Schule werden verbindliche Lernorte
Gegenwart Digitalisierung, neue Werkstoffe, Energie- und Ressourceneffizienz Fortlaufendes Lernen wird Teil des Berufs


Frühe Handwerke

Schon lange vor schriftlichen Berufsordnungen spezialisierten sich Menschen auf anspruchsvolle Tätigkeiten. Dazu gehörten Steinbearbeitung, Keramik, Holzbau, Metallverarbeitung und Textilherstellung. Ein moderner Ausbildungsberuf war das noch nicht. Dennoch entstanden drei Grundlagen des Handwerks: Materialkenntnis, Werkzeugbeherrschung und Weitergabe von Erfahrung.


Werkstattwissen in Antike und frühem Mittelalter

Bauwerke, Geräte, Kleidung und Transportmittel erforderten spezialisierte Kenntnisse. Gelernt wurde überwiegend in Familien, Werkstätten und Arbeitsgemeinschaften. Schriftliche Anleitungen waren selten; Vormachen, Nachmachen und wiederholtes Üben waren zentral.


Handwerk im Mittelalter

Die Nürnberger Hausbücher zeigen Handwerker bei der Arbeit. Das Bild stellt einen Weber an seinem Arbeitsgerät dar. Solche Darstellungen sind wertvolle Quellen, zeigen aber nur einen Ausschnitt der damaligen Wirklichkeit.

Ein Schreiner bearbeitet Holz. Viele Werkzeuge und Grundprinzipien sind bis heute erkennbar, auch wenn Arbeitsschutz, Genauigkeit und Antriebstechnik grundlegend verändert wurden.

Ein Dachdecker arbeitet am Gebäude. Das Beispiel macht deutlich: Handwerk war nicht nur Werkstattarbeit, sondern auch Arbeit auf Baustellen und beim Kunden.


Zünfte: Ordnung, Schutz und Begrenzung

In vielen mittelalterlichen Städten schlossen sich Handwerker zu Zünften zusammen. Die Regeln unterschieden sich nach Ort, Zeit und Gewerk. Zünfte konnten Ausbildung, Arbeitsweisen, Produktqualität, Marktzugang und soziale Unterstützung regeln. Sie schützten Mitglieder, begrenzten aber zugleich Konkurrenz und Zugang.

Für Deine Ausbildung wichtig: Qualitätssicherung und geregelte Qualifikation sind geblieben. Zunftzwang und ständische Privilegien gehören dagegen nicht zur modernen Berufsausbildung.


Lehrling, Geselle und Meister

Der typische Weg im zünftigen Handwerk führte vom Lehrling über den Gesellen zum Meister. Lehrlinge lebten häufig im Haushalt der Meisterfamilie und waren wirtschaftlich stark abhängig. Nach der Lehrzeit folgten Freisprechung und Gesellenarbeit. Für den Meisterstatus konnten Berufserfahrung, Gebühren, ein Meisterstück und die Zustimmung der Zunft verlangt werden.

Frauen arbeiteten in vielen Gewerben mit, führten teilweise Betriebe weiter oder waren selbständig tätig. Zunftregeln und historische Quellen machten ihre Arbeit jedoch oft weniger sichtbar oder schränkten den Zugang ein.


Walz und Erfahrungsaustausch

Die Walz ermöglichte Gesellen, andere Betriebe, Techniken und Regionen kennenzulernen. Sie war regional und zeitlich unterschiedlich geregelt. Heute wird sie freiwillig von Teilen des Handwerks gepflegt.

Transfer: Betriebswechsel, Lehrgänge, Auslandsaufenthalte und überbetriebliche Unterweisung erfüllen heute teilweise eine ähnliche Funktion: Du lernst Lösungen kennen, die Dein eigener Betrieb nicht täglich einsetzt.


Frühe Neuzeit: Verlag und Manufaktur

Mit wachsendem Handel entstanden neue Produktionsformen. Im Verlagssystem lieferten Auftraggeber Material und ließen einzelne Arbeitsschritte in verschiedenen Haushalten ausführen. In der Manufaktur arbeiteten viele Menschen arbeitsteilig zusammen. Die Produktion wurde schneller, doch Beschäftigte beherrschten oft nur noch einen Teil des Gesamtprozesses.

Das Beispiel des Glockengießens zeigt, wie Materialwissen, Formenbau, Berechnung und Erfahrung über Generationen verbunden wurden.


Industrialisierung und Gewerbefreiheit

Im 19. Jahrhundert veränderten Dampfmaschine, Werkzeugmaschine, Fabrik und Eisenbahn Produktion und Absatz. Industriebetriebe konnten große Stückzahlen herstellen. Manche Handwerke gerieten unter Druck, andere spezialisierten sich auf Montage, Reparatur, Einzelanfertigung und Service.

Die Gewerbefreiheit wurde in den deutschen Staaten schrittweise eingeführt. In Preußen erfolgte ein wichtiger Schritt 1810, für den Norddeutschen Bund 1869. Zunftprivilegien verloren damit ihre rechtliche Grundlage.

Das Arbeitszeugnis eines Büchsenmachers von 1822 zeigt eine Übergangszeit: Wanderschaft, lokale Bürgerrechte, Fachgeschick und beginnende Industrialisierung bestanden nebeneinander.


Vom Handwerker zur Fachkraft an der Maschine

Maschinen ersetzten nicht einfach alle Handarbeit. Sie veränderten Anforderungen. Genaues Messen, technisches Zeichnen, Instandhaltung und das Einrichten von Maschinen wurden wichtiger. Handwerkliche Fachkräfte wechselten auch in Fabriken und prägten dort die Rolle des Werk- und Industriemeisters.


Moderne Organisation des Handwerks

Das Handwerkergesetz von 1897 schuf die Grundlage für Handwerkskammern. Ab 1900 entstanden im Deutschen Reich zahlreiche Kammern. Sie übernahmen Aufgaben der Selbstverwaltung, Berufsbildung und Interessenvertretung.

Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden Handwerksorganisationen gleichgeschaltet. Jüdische Handwerkerinnen, Handwerker und Betriebsinhaber wurden entrechtet, verfolgt und aus dem Wirtschaftsleben verdrängt. 1935 wurde der große Befähigungsnachweis eingeführt. Diese Entwicklung darf nicht als unpolitische Fortsetzung älterer Traditionen verstanden werden.

Nach 1945 entwickelten sich Handwerk und Organisation in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich. In der Bundesrepublik wurden Kammern und Selbstverwaltung wieder aufgebaut. In der DDR arbeitete das Handwerk unter den Bedingungen der Planwirtschaft. Mit der deutschen Einheit wurden 1990 gemeinsame Strukturen hergestellt.


Von der Lehre zur dualen Ausbildung

Die historische Lehre fand fast vollständig im Meisterbetrieb und häufig im Meisterhaushalt statt. Heute beruht die Ausbildung auf Vertrag, Ausbildungsordnung, Prüfungen und mehreren Lernorten.

Historische Lehre Duale Ausbildung heute
Lernen vor allem durch Mitarbeit im Meisterbetrieb Lernen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule
Regeln der örtlichen Zunft Bundesweit geregelte Ausbildungsordnung und schulischer Rahmenlehrplan
Starke persönliche Abhängigkeit vom Meisterhaushalt Vertraglich geregelte Rechte und Pflichten
Zugang oft durch Herkunft, Geschlecht und Zunftrecht begrenzt Zugang nach geltendem Berufsbildungs- und Arbeitsrecht
Prüfung durch Zunft oder lokale Körperschaft Prüfung durch zuständige Stelle, im Handwerk meist die Handwerkskammer

Das Berufsbildungsgesetz von 1969 verankerte zentrale Regeln der beruflichen Bildung bundesweit. Für das Handwerk ist zusätzlich die Handwerksordnung wichtig.


Lernorte Deiner Ausbildung

  1. Ausbildungsbetrieb: Du bearbeitest reale Aufträge, lernst Arbeitsabläufe und übernimmst schrittweise Verantwortung.
  2. Berufsschule: Du erarbeitest fachtheoretische, wirtschaftliche und allgemeinbildende Zusammenhänge.
  3. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung: Du trainierst Inhalte, die nicht jeder Betrieb vollständig anbieten kann.


Handwerk in der Gegenwart

CAD, CNC, digitale Aufmaße, Diagnosesoftware, vernetzte Geräte und neue Werkstoffe verändern viele Gewerke. Gleichzeitig bleiben Tätigkeiten wichtig, die Situationserkennung, Verantwortungsübernahme, Kundenkontakt und Arbeiten vor Ort verlangen.


Tradition und Innovation gehören zusammen

Tradition bedeutet nicht, alte Verfahren unverändert zu wiederholen. Sie bedeutet, bewährtes Wissen zu prüfen und weiterzugeben. Innovation bedeutet nicht, Erfahrung zu ersetzen. Sie erweitert die Möglichkeiten des Betriebs.


Bedeutung für Deine Ausbildung

Historische Erfahrung Aufgabe heute
Qualität wurde durch Regeln und Meisterwissen gesichert Du prüfst Maße, Funktion, Oberfläche und Dokumentation
Wissen wurde durch Vormachen und Üben weitergegeben Du verbindest Anleitung, eigenes Training und Reflexion
Neue Technik veränderte Berufe Du lernst Maschinen, Software und neue Werkstoffe sicher einzusetzen
Wanderschaft verbreitete Verfahren Du nutzt Lehrgänge, Austausch und Lernortkooperation
Kundenaufträge verlangten individuelle Lösungen Du planst fachgerecht, wirtschaftlich und kundenorientiert

Praxisfrage: Welche Tätigkeit Deines Gewerks hat sich technisch stark verändert, und welche handwerkliche Grundkompetenz ist trotzdem gleich geblieben?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe hatten Zünfte in vielen mittelalterlichen Städten? (Sie regelten unter anderem Ausbildung und Qualität) (!Sie ersetzten alle Stadtverwaltungen) (!Sie betrieben ausschließlich Landwirtschaft) (!Sie schafften jede Form von Wettbewerb ab)




Welche Reihenfolge prägte die zünftige Ausbildung? (Lehrling Geselle Meister) (!Meister Lehrling Geselle) (!Geselle Meister Lehrling) (!Lehrling Meister Geselle)




Welchem Zweck diente die Walz besonders? (Dem Kennenlernen anderer Betriebe und Techniken) (!Der dauerhaften Befreiung von jeder Arbeit) (!Der Abschaffung der Gesellenprüfung) (!Der ausschließlichen Werbung für einen Betrieb)




Was veränderte die Industrialisierung im Handwerk? (Maschinen und Fabriken erhöhten den Anpassungsdruck) (!Handwerkliche Berufe verschwanden vollständig) (!Jede Werkstatt wurde sofort verstaatlicht) (!Kundenaufträge spielten keine Rolle mehr)




Was bedeutet Gewerbefreiheit im historischen Zusammenhang? (Das Recht ein Gewerbe ohne Zunftprivileg auszuüben) (!Die Pflicht jeder Zunft beizutreten) (!Das Verbot selbständiger Betriebe) (!Die Abschaffung beruflicher Qualifikation)




Welche Institution entstand auf Grundlage des Handwerkergesetzes von 1897? (Die Handwerkskammer) (!Die mittelalterliche Zunft) (!Die römische Bauhütte) (!Die landwirtschaftliche Genossenschaft)




Welche zwei Lernorte kennzeichnen die duale Ausbildung? (Ausbildungsbetrieb und Berufsschule) (!Universität und Museum) (!Zunfthaus und Kloster) (!Rathaus und Bibliothek)




Welche Fähigkeit blieb trotz technischer Veränderungen zentral? (Die fachgerechte Lösung konkreter Aufgaben) (!Das Arbeiten ohne Messmittel) (!Der Verzicht auf Dokumentation) (!Die Ablehnung neuer Werkstoffe)




Warum sind historische Handwerkerbilder kritisch zu betrachten? (Sie zeigen nur einen ausgewählten Ausschnitt) (!Sie enthalten grundsätzlich keine Werkzeuge) (!Sie wurden immer fotografiert) (!Sie bilden jede Berufsgruppe vollständig ab)




Was verlangt Digitalisierung von Auszubildenden besonders? (Die Verbindung digitaler Werkzeuge mit Fachwissen) (!Den vollständigen Verzicht auf praktische Arbeit) (!Die Abschaffung von Qualitätskontrollen) (!Das Arbeiten ohne Datenschutz und Sicherheit)





Memory

Zunft Berufsverband mit historischen Regeln
Lehrling Beginn der handwerklichen Ausbildung
Geselle Qualifizierte Fachkraft nach der Lehrzeit
Meisterstück Nachweis besonderer beruflicher Befähigung
Walz Wanderschaft zum Erfahrungsaustausch
Manufaktur Arbeitsteilige Produktion vor der Fabrik
Handwerkskammer Selbstverwaltung des Handwerks
Berufsschule Schulischer Lernort der dualen Ausbildung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Frühe Gesellschaften Spezialisierte Werkzeugherstellung
Mittelalter Zunftordnung und Meisterlehre
Frühe Neuzeit Verlagssystem und Manufaktur
Industriezeitalter Maschinenkonkurrenz und Fabrikarbeit
Gegenwart Digitalisierung und Energiewende




Vergleiche anschließend jede Epoche mit einem Arbeitsprozess aus Deinem Ausbildungsberuf.


Kreuzworträtsel

Zunft Welche historische Organisation regelte viele städtische Gewerbe?
Geselle Wie heißt die qualifizierte Stufe nach der Lehrzeit?
Meister Wer durfte in der Zunft häufig einen eigenen Betrieb führen und ausbilden?
Werkstatt Wie heißt ein typischer handwerklicher Arbeitsort?
Manufaktur Welche Produktionsform arbeitete vor der Fabrik bereits arbeitsteilig?
Kammer Welcher Kurzbegriff bezeichnet die moderne Selbstverwaltung des Handwerks?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

In vielen mittelalterlichen Städten ordneten

das gewerbliche Leben.
Der typische Ausbildungsweg führte vom Lehrling zum

.
Die höchste traditionelle Qualifikationsstufe war der

.
Auf der Walz sammelten Gesellen berufliche

.
Die Industrialisierung verstärkte den Einsatz von

.
Die Gewerbefreiheit schwächte die alten

.
Seit dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts übernehmen Handwerkskammern Aufgaben der

.
Die heutige Ausbildung verbindet Betrieb und

.
Ausbildungsordnungen beschreiben verbindliche berufliche

.
Digitalisierung verlangt die Verbindung neuer Technik mit handwerklichem

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeuggeschichte: Wähle ein Werkzeug aus Deinem Gewerk und stelle seine Entwicklung in fünf Stationen dar.
  2. Bildanalyse: Untersuche eines der mittelalterlichen Handwerkerbilder nach Werkzeug, Material, Körperhaltung und Arbeitssicherheit.
  3. Zunftzeichen: Entwirf ein modernes Zeichen für Deinen Ausbildungsberuf und erkläre jedes Symbol.
  4. Betriebsrundgang: Fotografiere oder skizziere drei Arbeitsplätze und ordne ihnen historische Vorläufer zu.


Standard

  1. Zeitzeugeninterview: Befrage eine erfahrene Fachkraft zu technischen Veränderungen im Betrieb und fasse die Aussagen sachlich zusammen.
  2. Arbeitsprozessvergleich: Vergleiche einen historischen und einen heutigen Herstellungs- oder Reparaturprozess.
  3. Lernorte: Erstelle eine Übersicht, welche Kompetenz Du im Betrieb, in der Berufsschule und in der überbetrieblichen Unterweisung lernst.
  4. Quellenkritik: Prüfe ein historisches Arbeitszeugnis oder Handwerkerbild auf Aussagekraft, Perspektive und fehlende Informationen.


Schwer

  1. Digitale Ausstellung: Gestalte eine Ausstellung mit fünf Exponaten zur Geschichte Deines Gewerks und verfasse kurze Objekttexte.
  2. Technikfolgenabschätzung: Bewerte eine neue Maschine oder Software nach Qualität, Qualifikation, Sicherheit, Kosten und Beschäftigung.
  3. Betriebsgeschichte: Rekonstruiere die Geschichte Deines Ausbildungsbetriebs mithilfe von Interviews, Fotos und Dokumenten.
  4. Zukunftswerkstatt: Entwickle ein Szenario für Deinen Beruf im Jahr 2040 und begründe, welche traditionellen Kompetenzen bleiben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zunft und Kammer: Vergleiche beide Institutionen nach Mitgliedschaft, Macht, Ausbildungsfunktion und gesellschaftlichem Umfeld.
  2. Ausbildung im Wandel: Erkläre an einem Fall, warum der historische Meisterhaushalt nicht mit einem heutigen Ausbildungsbetrieb gleichgesetzt werden kann.
  3. Industrialisierung: Beurteile, ob eine neue Maschine Handwerk verdrängt oder weiterentwickelt. Nutze mindestens drei Kriterien.
  4. Quellenbewertung: Analysiere ein Handwerkerbild und trenne Beobachtung, Deutung und offene Frage.
  5. Berufstransfer: Zeige an Deinem Gewerk zwei Kontinuitäten und zwei grundlegende Veränderungen.
  6. Betriebsentscheidung: Entwickle eine begründete Empfehlung, wie ein kleiner Betrieb Tradition, Digitalisierung und Weiterbildung verbinden kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die wichtigsten Epochen in eine sinnvolle Reihenfolge bringst,
  2. Zunft, Innung und Handwerkskammer voneinander unterscheiden kannst,
  3. den Weg von Lehrling, Geselle und Meister historisch einordnest,
  4. Industrialisierung und Gewerbefreiheit als zusammenhängende Veränderungen erklärst,
  5. die Lernorte der dualen Ausbildung beschreibst,
  6. eine historische Quelle kritisch auswertest,
  7. Entwicklungen auf Deinen Ausbildungsberuf überträgst,
  8. Tradition und Innovation anhand eines Praxisbeispiels abwägst.

Als Lernprodukt eignen sich eine Präsentation, ein Fachgespräch, eine Quellenauswertung, ein Interviewbericht oder eine kleine Ausstellung.




OERs zum Thema


Quellen und Vertiefung

  1. ZDH: Handwerksgeschichte und Wissenschaft
  2. BIBB: Qualität der betrieblichen Berufsausbildung
  3. Wikipedia: Zunft
  4. Wikipedia: Wanderjahre
  5. Wikimedia Commons: Nürnberger Handwerkerbilder



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen