Zum Inhalt springen

Krieg und Frieden

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 20. Juli 2026, 14:20 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Krieg und Frieden




Krieg und Frieden


Einleitung

Krieg und Frieden sind nicht nur politische Zustände, sondern zentrale Probleme der Philosophie. Der Kurs fragt: Wann ist Gewalt moralisch zu rechtfertigen? Ist dauerhafter Frieden möglich? Welche Rolle spielen Gerechtigkeit, Menschenrechte, Staat, Völkerrecht und Gewaltfreiheit?

Du vergleichst Positionen von Thomas Hobbes, Immanuel Kant, Mahatma Gandhi, der Theorie des gerechten Krieges und der modernen Friedens- und Konfliktforschung. Ziel ist ein begründetes eigenes Urteil.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du zentrale Friedensbegriffe unterscheiden, philosophische Positionen vergleichen, moralische Konflikte analysieren und begründete Handlungsoptionen entwickeln. Du lernst außerdem, zwischen rechtlicher Zulässigkeit, politischer Zweckmäßigkeit und moralischer Rechtfertigung zu unterscheiden.


Grundbegriffe

Krieg bezeichnet organisierte, anhaltende bewaffnete Gewalt zwischen politischen Akteuren. Eine bloße Abwesenheit offener Gewalt wird als negativer Frieden bezeichnet. Positiver Frieden verlangt darüber hinaus gerechte, stabile und gewaltarme soziale Verhältnisse.

Johan Galtung prägte die Unterscheidung zwischen direkter, struktureller und kultureller Gewalt. Damit wird sichtbar, dass auch Armut, Entrechtung oder diskriminierende Institutionen friedliche Gesellschaften gefährden können.

Begriff Leitfrage Philosophischer Schwerpunkt
Negativer Frieden Schweigen die Waffen? Verhinderung direkter Gewalt
Positiver Frieden Sind die Beziehungen gerecht? Teilhabe, Recht und soziale Sicherheit
Sicherheit Wer schützt vor Angriffen? Staat, Bündnisse und Abschreckung
Gerechtigkeit Welche Ordnung ist legitim? Rechte, Pflichten und faire Institutionen


Menschenbild, Staat und Gewalt


Thomas Hobbes: Frieden durch Ordnung

Für Thomas Hobbes entsteht im hypothetischen Naturzustand Unsicherheit, weil keine gemeinsame Gewalt verbindliche Regeln durchsetzt. Menschen übertragen deshalb Macht auf einen Souverän, der Sicherheit garantiert. Frieden beruht hier vor allem auf einem wirksamen Gewaltmonopol.

Die Stärke dieser Position liegt im Schutz vor privater Gewalt. Ihr Problem ist die Frage, wie staatliche Macht begrenzt und legitimiert werden kann.


Das Sicherheitsdilemma

Auch Staaten können einander misstrauen. Wenn ein Staat zu seiner Verteidigung aufrüstet, fühlen sich andere bedroht und rüsten ebenfalls auf. Dieses Sicherheitsdilemma zeigt, dass Maßnahmen für die eigene Sicherheit gemeinsam zu größerer Unsicherheit führen können.


Immanuel Kant: Frieden durch Recht

In Zum ewigen Frieden entwickelt Immanuel Kant ein Programm, das Krieg nicht nur unterbrechen, sondern dauerhaft überwinden soll. Zentrale Elemente sind republikanische Verfassungen, ein Bund freier Staaten und ein begrenztes Weltbürgerrecht.

Kant setzt nicht allein auf gute Absichten. Frieden braucht öffentliche Gesetze, verbindliche Institutionen und politische Ordnungen, in denen diejenigen, die die Lasten eines Krieges tragen, an Entscheidungen beteiligt sind.


Der gerechte Krieg

Die Tradition des gerechten Krieges fragt, ob militärische Gewalt unter strengen Bedingungen moralisch erlaubt sein kann. Sie ist keine einfache Erlaubnis zum Krieg, sondern ein Prüfrahmen zur Begrenzung von Gewalt.

Bereich Kernfrage Typische Kriterien
Jus ad bellum Darf ein Krieg begonnen werden? Gerechter Grund, legitime Autorität, letztes Mittel, Erfolgsaussicht, Verhältnismäßigkeit
Jus in bello Wie darf Krieg geführt werden? Unterscheidung zwischen Kämpfenden und Zivilpersonen, Verhältnismäßigkeit, Verbot unnötigen Leids
Jus post bellum Wie soll ein Krieg beendet werden? Gerechter Frieden, Wiederaufbau, Verantwortung und Versöhnung

Ein Streitpunkt lautet, ob die Kriterien wirklich Gewalt begrenzen oder nachträglich legitimieren. Außerdem können moralische, rechtliche und politische Bewertungen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.


Pazifismus und aktive Gewaltfreiheit

Pazifismus lehnt Krieg grundsätzlich oder unter fast allen Bedingungen ab. Ein absoluter Pazifismus verwirft jede tödliche Gewalt. Bedingte Formen prüfen, ob Gewaltfreiheit trotz extremer Bedrohung verantwortbar bleibt.

Mahatma Gandhi verstand Gewaltfreiheit nicht als Passivität. Satyagraha verbindet Wahrhaftigkeit, Selbstdisziplin, zivilen Widerstand und die Weigerung, den Gegner zu entmenschlichen. Auch Martin Luther King knüpfte politische Veränderung an aktive Gewaltfreiheit.


Frieden, Recht und Institutionen

Das Völkerrecht soll Gewalt zwischen Staaten begrenzen. Die Charta der Vereinten Nationen enthält ein allgemeines Gewaltverbot. Sie erkennt zugleich das Recht auf Selbstverteidigung an und überträgt dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen besondere Verantwortung für den Weltfrieden.

Institutionen lösen Konflikte nicht automatisch. Sie schaffen jedoch Verfahren für Diplomatie, Sanktionen, Vermittlung, Rechtsprechung und kollektive Sicherheit. Philosophisch bleibt zu prüfen, ob ihre Entscheidungen legitim, wirksam und gerecht sind.


Atomare Abschreckung und moralisches Risiko

Die Theorie der Abschreckung behauptet, dass die glaubhafte Androhung schwerer Vergeltung Angriffe verhindern kann. Bei Kernwaffen entsteht ein moralisches Paradox: Frieden soll durch die Bereitschaft gesichert werden, katastrophale Gewalt einzusetzen.

Kritiker verweisen auf Fehlalarme, Eskalation, Unfälle, ungleiche Macht und die mögliche Unvereinbarkeit massenhafter Zerstörung mit Menschenwürde und Verhältnismäßigkeit. Befürworter betonen das Risiko, das durch einseitige Abrüstung entstehen könnte.


Frieden als gerechte Praxis

Dauerhafter Frieden verlangt mehr als Verträge. Er benötigt Vertrauen, politische Teilhabe, Schutz von Minderheiten, faire Ressourcenverteilung und Möglichkeiten zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Mediation, Wahrheitskommission, Versöhnung und Übergangsjustiz können nach Gewalterfahrungen wichtige Rollen übernehmen.

Frieden ist deshalb kein statischer Endzustand. Er ist eine Praxis, in der Konflikte anerkannt, Regeln ausgehandelt und Machtverhältnisse kritisiert werden.


Philosophische Perspektiven im Vergleich

Perspektive Grundannahme Friedensweg Hauptrisiko
Politischer Realismus Staaten sichern zuerst ihr Überleben Machtgleichgewicht und Abschreckung Wettrüsten und Misstrauen
Liberalismus Kooperation kann Interessen verbinden Recht, Handel und Institutionen Ungleiche Macht in Institutionen
Pazifismus Gewalt erzeugt neues Unrecht Gewaltfreiheit und Widerstand Schutz vor aggressiven Akteuren
Kritische Theorie Herrschaft kann in Strukturen verborgen sein Emanzipation und gerechte Teilhabe Unklare politische Umsetzung
Feministische Ethik Krieg und Sicherheit sind geschlechtlich geprägt Fürsorge, Teilhabe und Schutz vor struktureller Gewalt Ausblendung anderer Konfliktursachen


Ethische Urteilsbildung

Bei einem Konflikt solltest Du mindestens fünf Ebenen prüfen: die Faktenlage, die betroffenen Rechte, die Folgen verschiedener Handlungen, die Verteilung von Risiken und die Möglichkeit weniger gewaltsamer Alternativen. Ein gutes Urteil benennt Unsicherheiten und prüft Gegenargumente.

Hilfreiche Leitfragen sind: Wer entscheidet? Wer trägt die Kosten? Welche Gruppen werden übersehen? Welche Regel soll auch in vergleichbaren Fällen gelten? Welche Friedensordnung bleibt nach der Entscheidung möglich?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet negativer Frieden? (Die Abwesenheit direkter Gewalt) (!Die vollständige soziale Gleichheit) (!Die Abschaffung aller Konflikte) (!Die Herrschaft eines Weltstaates)




Wodurch soll bei Hobbes Frieden vor allem gesichert werden? (Durch eine gemeinsame durchsetzungsfähige Staatsgewalt) (!Durch den Verzicht auf jede politische Ordnung) (!Durch spontane Harmonie ohne Regeln) (!Durch die Auflösung aller Verträge)




Welches Element gehört zu Kants Friedensentwurf? (Ein Bund freier Staaten) (!Ein unbegrenzter Weltmonarch) (!Ein dauerhaftes Söldnerheer) (!Die Abschaffung öffentlicher Gesetze)




Worauf bezieht sich Jus in bello? (Auf die moralischen Regeln der Kriegsführung) (!Auf die wirtschaftlichen Ursachen eines Krieges) (!Auf die Entstehung eines Staates) (!Auf die Abschaffung diplomatischer Beziehungen)




Was verlangt das Prinzip der Verhältnismäßigkeit? (Dass erwartbarer Nutzen und verursachter Schaden abgewogen werden) (!Dass jede militärische Handlung erlaubt ist) (!Dass nur die stärkere Seite entscheidet) (!Dass Folgen grundsätzlich unbeachtet bleiben)




Was kennzeichnet aktive Gewaltfreiheit? (Widerstand ohne Entmenschlichung des Gegners) (!Politische Gleichgültigkeit) (!Verzicht auf jede öffentliche Handlung) (!Geheime militärische Abschreckung)




Was ist ein Beispiel für strukturelle Gewalt? (Dauerhafte Benachteiligung durch ungerechte Institutionen) (!Eine faire Gerichtsverhandlung) (!Eine freiwillige Diskussion) (!Eine gleichberechtigte Wahl)




Was beschreibt das Sicherheitsdilemma? (Defensive Aufrüstung kann andere Staaten bedrohen) (!Abrüstung führt immer zum Krieg) (!Verträge beseitigen automatisch jedes Misstrauen) (!Staaten besitzen niemals Sicherheitsinteressen)




Welche Aufgabe hat das Völkerrecht im Zusammenhang mit Krieg? (Es begrenzt die Anwendung und Führung bewaffneter Gewalt) (!Es schreibt jedem Staat dieselbe Regierungsform vor) (!Es ersetzt jede moralische Urteilsbildung) (!Es erlaubt unbegrenzte Gewalt gegen Zivilpersonen)




Was gehört zu einem positiven Friedensbegriff? (Gerechte und tragfähige gesellschaftliche Beziehungen) (!Nur die Pause zwischen zwei Kämpfen) (!Die Vermeidung jeder Meinungsverschiedenheit) (!Die Herrschaft durch Angst)





Memory

Negativer Frieden Abwesenheit direkter Gewalt
Positiver Frieden Gerechte und tragfähige Beziehungen
Jus ad bellum Recht zum Krieg
Jus in bello Recht im Krieg
Pazifismus Grundsätzliche Ablehnung militärischer Gewalt
Sicherheitsdilemma Aufrüstung erzeugt wechselseitige Unsicherheit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Philosophische Position
Hobbes Schutz durch staatliches Gewaltmonopol
Kant Friedensbund freier Staaten
Galtung Unterscheidung von negativem und positivem Frieden
Gandhi Aktive Gewaltfreiheit
Walzer Moderne Theorie des gerechten Krieges






Kreuzworträtsel

Leviathan Welches Werk von Hobbes begründet Frieden durch eine souveräne Staatsgewalt?
Pazifismus Wie heißt die grundsätzliche Ablehnung des Krieges?
Foederalismus Welches politische Ordnungsprinzip verbindet eigenständige Staaten in einem Bund?
Gewaltfreiheit Wie nennt man Widerstand ohne gewaltsame Schädigung des Gegners?
Abschreckung Wie heißt die Strategie, Angriffe durch angedrohte Gegenmaßnahmen zu verhindern?
Versoehnung Welcher Prozess soll nach Gewalt neue Beziehungen ermöglichen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Negativer Frieden bezeichnet die Abwesenheit

. Positiver Frieden bezieht zusätzlich gerechte

ein. Hobbes erklärt politische Ordnung durch einen gemeinsamen

. Kant verbindet dauerhaften Frieden mit Recht und einem

. Die Lehre vom gerechten Krieg unterscheidet Jus ad bellum und

. Gewaltfreiheit ist bei Gandhi eine Form des aktiven

. Das Sicherheitsdilemma kann durch wechselseitige

entstehen. Abschreckung versucht Angriffe durch angedrohte

zu verhindern. Friedensprozesse benötigen neben Verträgen oft auch

. Ein begründetes Urteil muss Alternativen und mögliche

prüfen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz Frieden: Gestalte ein Begriffsnetz zu negativem Frieden, positivem Frieden, Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit.
  2. Bildanalyse Leviathan: Untersuche das Frontispiz des Leviathan und erkläre, welches Verhältnis zwischen Individuum, Staat und Macht dargestellt wird.
  3. Friedenssymbol: Entwirf ein eigenes Friedenssymbol und begründe Form, Farbe und Aussage philosophisch.
  4. Positionskarte: Ordne Hobbes, Kant, Gandhi und Galtung auf einer selbst gewählten Achse an und erläutere Deine Kriterien.


Standard

  1. Fallanalyse gerechter Krieg: Entwickle einen fiktiven Konflikt und prüfe ihn anhand von Jus ad bellum, Jus in bello und Jus post bellum.
  2. Debatte Abschreckung: Führe eine strukturierte Pro-und-Contra-Debatte über atomare Abschreckung und dokumentiere die stärksten Argumente beider Seiten.
  3. Interview Friedenspraxis: Befrage eine Person aus Schule, Kommune, Mediation oder Sozialarbeit dazu, wie Konflikte ohne Gewalt bearbeitet werden.
  4. Kant heute: Übertrage drei Gedanken aus Kants Friedensentwurf auf eine heutige internationale Institution und zeige Grenzen der Übertragung.


Schwer

  1. Philosophischer Essay: Erörtere, ob ein moralisch gerechter Krieg praktisch möglich ist oder ob jeder Krieg zentrale moralische Grenzen zerstört.
  2. Konfliktsimulation: Entwickle eine mehrstufige Verhandlung zwischen Konfliktparteien mit Interessen, roten Linien, Vermittlung und Friedensvertrag.
  3. Forschungsprojekt strukturelle Gewalt: Untersuche an einem lokalen oder historischen Beispiel, wie institutionelle Benachteiligung offene Gewalt begünstigen kann.
  4. Policy Brief Frieden: Verfasse eine Handlungsempfehlung für eine internationale Organisation, die Sicherheit, Menschenrechte und langfristige Gerechtigkeit verbindet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Humanitäre Intervention: Ein Staat verletzt massiv die Rechte seiner Bevölkerung. Vergleiche eine militärische Intervention, Sanktionen, Verhandlungen und Schutzkorridore. Entwickle ein begründetes Urteil unter Unsicherheit.
  2. Sicherheitsdilemma: Zwei Nachbarstaaten erklären ihre Aufrüstung jeweils als defensiv. Zeige, wie Misstrauen entsteht, und entwirf Schritte zur glaubwürdigen Deeskalation.
  3. Atomare Abschreckung: Prüfe, ob eine Drohung moralisch zulässig sein kann, wenn ihre tatsächliche Ausführung moralisch unzulässig wäre.
  4. Friedensvertrag und Gerechtigkeit: Ein Abkommen beendet Kämpfe, lässt aber Vertreibung und extreme Ungleichheit bestehen. Beurteile, ob bereits Frieden erreicht ist.
  5. Gewaltfreier Widerstand: Analysiere, unter welchen politischen und sozialen Bedingungen ziviler Widerstand wirksam und verantwortbar sein kann.
  6. Kollision von Pflichten: Eine Regierung muss zwischen dem Schutz eigener Bürgerinnen und Bürger und dem Schutz gefährdeter Menschen in einem anderen Staat abwägen. Formuliere Entscheidungskriterien und prüfe Gegenargumente.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Begriffsverständnis: Du unterscheidest Krieg, negativen Frieden, positiven Frieden, direkte Gewalt und strukturelle Gewalt.
  2. Positionsvergleich: Du vergleichst mindestens drei philosophische Ansätze anhand gemeinsamer Kriterien.
  3. Argumentationskompetenz: Du formulierst eine klare These, begründest sie und behandelst ein starkes Gegenargument fair.
  4. Fallurteil: Du wendest philosophische Begriffe auf einen konkreten Konflikt an, ohne Fakten, Recht und Moral zu vermischen.
  5. Transfer: Du entwickelst eine realistische Friedensoption und benennst Risiken, Betroffene und unbeabsichtigte Folgen.
  6. Reflexion: Du machst Voraussetzungen und Grenzen Deines eigenen Urteils sichtbar.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen