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Feedback zu einer Präsentation geben - Präsentieren Deutsch

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Feedback zu einer Präsentation geben - Präsentieren Deutsch




Feedback zu einer Präsentation geben - Präsentieren Deutsch


Einleitung

Nach einer Präsentation ist ein gutes Feedback sehr hilfreich. Es zeigt, was schon gut gelungen ist. Es zeigt auch, was beim nächsten Mal besser werden kann.

Gutes Feedback ist freundlich, genau und nützlich. Es bewertet nicht die Person. Es beschreibt die Präsentation.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Feedback respektvoll geben.
  2. Beobachtungen genau beschreiben.
  3. Wirkung und Wunsch unterscheiden.
  4. eine Präsentation nach klaren Kriterien einschätzen.
  5. Rückmeldungen ruhig annehmen.
  6. hilfreiche Sätze für ein Feedback nutzen.


Was ist Präsentationsfeedback?

Präsentationsfeedback ist eine Rückmeldung zu einem Vortrag. Eine Person präsentiert. Andere hören zu und beobachten.

Danach sagen sie:

  1. Was war gut?
  2. Was war verständlich?
  3. Was kann noch verbessert werden?

Feedback ist Teil von Kommunikation. Eine Nachricht geht von einer Person zu einer anderen. Die Antwort darauf ist die Rückmeldung.


Das Ziel von gutem Feedback

Gutes Feedback soll helfen. Es soll nicht verletzen.

Ein hilfreiches Feedback ist:

  1. konkret: Es nennt ein genaues Beispiel.
  2. respektvoll: Es bleibt freundlich.
  3. verständlich: Es nutzt einfache Sätze.
  4. begründet: Es erklärt die Wirkung.
  5. zukunftsbezogen: Es gibt einen machbaren Tipp.


Die WWW-Regel

Eine einfache Methode ist die WWW-Regel:

Schritt Leitfrage Satzanfang
Wahrnehmung Was habe ich gesehen oder gehört? Mir ist aufgefallen, dass ...
Wirkung Wie wirkte das auf mich? Dadurch konnte ich ...
Wunsch Was wäre beim nächsten Mal hilfreich? Ich wünsche mir, dass ...


Wahrnehmung statt Urteil

Eine Wahrnehmung beschreibt etwas Beobachtbares.

Gut: „Du hast oft auf Deine Karten geschaut.“

Ungünstig: „Du warst schlecht vorbereitet.“

Der erste Satz beschreibt ein Verhalten. Der zweite Satz urteilt über die Person.


Wirkung erklären

Die Wirkung sagt, was eine Beobachtung beim Publikum auslöst.

Beispiel: „Du hast sehr leise gesprochen. Deshalb konnte ich einige Sätze nicht verstehen.“

Die Wirkung kann bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein. Nutze deshalb eine Ich-Botschaft.


Einen Wunsch nennen

Ein Wunsch zeigt eine mögliche Verbesserung.

Beispiel: „Sprich beim nächsten Mal etwas lauter und mache kurze Pausen.“

Ein guter Wunsch ist realistisch. Er bezieht sich auf die nächste Präsentation.


Kriterien für das Feedback

Nutze wenige und klare Kriterien. Beobachte nicht alles gleichzeitig.


Inhalt und Aufbau

Achte auf:

  1. eine klare Einleitung.
  2. einen erkennbaren roten Faden.
  3. verständliche Erklärungen.
  4. passende Beispiele.
  5. einen klaren Schluss.

Satzstarter: „Ich konnte dem Aufbau gut folgen, weil ...“


Sprache und Stimme

Achte auf:

  1. deutliche Aussprache.
  2. passende Lautstärke.
  3. ruhiges Sprechtempo.
  4. sinnvolle Pausen.
  5. wenige Füllwörter.

Satzstarter: „Deine Stimme war gut verständlich, als ...“


Körpersprache

Achte auf:

  1. eine offene Haltung.
  2. passenden Blickkontakt.
  3. ruhige Bewegungen.
  4. unterstützende Gestik.
  5. eine passende Mimik.

Satzstarter: „Dein Blickkontakt half mir, weil ...“


Medien und Folien

Achte auf:

  1. gut lesbare Schrift.
  2. wenig Text.
  3. passende Bilder.
  4. klare Überschriften.
  5. ruhige Gestaltung.

Satzstarter: „Die Folie war übersichtlich, weil ...“


Kontakt zum Publikum

Achte darauf, ob die präsentierende Person:

  1. das Publikum ansieht.
  2. Fragen aufgreift.
  3. verständlich erklärt.
  4. Interesse weckt.
  5. auf Reaktionen achtet.


So gibst Du Feedback

Ein kurzes Feedback kann aus vier Sätzen bestehen:

  1. Nenne zuerst eine Stärke.
  2. Beschreibe eine genaue Beobachtung.
  3. Erkläre die Wirkung.
  4. Nenne einen Wunsch.

Beispiel:

„Dein Einstieg mit der Frage war spannend. Mir ist aufgefallen, dass Du danach sehr schnell gesprochen hast. Dadurch konnte ich nicht alle Informationen aufnehmen. Ich wünsche mir beim nächsten Mal mehr Pausen.“


Hilfreiche Satzanfänge

Zweck Satzanfang
Stärke nennen Besonders gut fand ich ...
Beobachtung nennen Mir ist aufgefallen, dass ...
Wirkung erklären Dadurch konnte ich ...
Wunsch äußern Beim nächsten Mal könntest Du ...
Frage stellen Was war Dein Ziel bei ...?


Ungeeignete Rückmeldungen verbessern

Ungeeignet Hilfreicher
Das war langweilig. Der Mittelteil war für mich lang. Ein Beispiel könnte ihn lebendiger machen.
Du redest komisch. Einige Wörter waren sehr leise. Sprich sie bitte deutlicher.
Deine Folien sind schlecht. Auf zwei Folien war die Schrift klein. Größere Schrift wäre leichter lesbar.
Alles war super. Dein Einstieg war klar und Dein Beispiel hat das Thema verständlich gemacht.


Feedback annehmen

Auch das Annehmen von Feedback ist eine Kompetenz.

  1. Höre zuerst zu.
  2. Unterbrich nicht.
  3. Frage nach einem Beispiel.
  4. Entscheide später, welchen Tipp Du nutzen möchtest.
  5. Bedanke Dich für hilfreiche Hinweise.

Du musst nicht jeder Rückmeldung zustimmen. Prüfe sie ruhig.


Kurze Checkliste

Prüffrage Ja Noch nicht
Habe ich eine Stärke genannt?
Habe ich ein Beispiel beschrieben?
Habe ich in Ich-Form gesprochen?
Habe ich einen machbaren Wunsch genannt?
Bin ich respektvoll geblieben?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel von gutem Präsentationsfeedback? (Es soll beim Lernen und Verbessern helfen) (!Es soll die präsentierende Person bloßstellen) (!Es soll nur Fehler aufzählen) (!Es soll möglichst streng klingen)




Was gehört bei der WWW-Regel an die erste Stelle? (Wahrnehmung) (!Wertung) (!Warnung) (!Wiederholung)




Welcher Satz beschreibt eine Beobachtung? (Du hast auf drei Folien sehr kleine Schrift genutzt) (!Du kannst keine guten Folien gestalten) (!Deine Präsentation war schlecht) (!Du bist unordentlich)




Welcher Satz ist eine Ich-Botschaft? (Ich konnte den letzten Satz nicht verstehen) (!Niemand konnte Dich verstehen) (!Du sprichst immer falsch) (!Alle fanden Deine Stimme schlecht)




Welches Feedback ist besonders konkret? (Dein Beispiel zur Mülltrennung hat den Begriff gut erklärt) (!Es war ganz okay) (!Du warst irgendwie gut) (!Die Präsentation war halt schön)




Worauf bezieht sich Feedback zur Stimme? (Auf Lautstärke Tempo und Aussprache) (!Auf die Farbe der Folien) (!Auf die Länge des Quellenverzeichnisses) (!Auf die Sitzordnung im Raum)




Was ist ein hilfreicher Wunsch? (Mache nach wichtigen Aussagen eine kurze Pause) (!Sei einfach besser) (!Mach nie wieder Fehler) (!Ändere Deine ganze Persönlichkeit)




Wie solltest Du Feedback annehmen? (Zuhören und bei Bedarf nach einem Beispiel fragen) (!Sofort widersprechen) (!Die Rückmeldung unterbrechen) (!Jede Rückmeldung ohne Prüfung übernehmen)




Welches Kriterium gehört zur Körpersprache? (Blickkontakt) (!Quellenangabe) (!Foliennummer) (!Rechtschreibprogramm)




Welche Rückmeldung ist respektvoll? (Dein Schluss war klar und eine kurze Zusammenfassung würde ihn noch stärken) (!Dein Schluss war peinlich) (!Du hast keine Ahnung) (!Das war die schlechteste Präsentation)





Memory

Wahrnehmung Beobachtbares genau beschreiben
Wirkung Reaktion beim Publikum erklären
Wunsch Verbesserung für das nächste Mal nennen
Blickkontakt Publikum beim Sprechen ansehen
Sprechtempo Nicht zu schnell und nicht zu langsam sprechen
Roter Faden Gedanken klar ordnen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Blickkontakt Körpersprache
Lautstärke Stimme
Roter Faden Aufbau
Schriftgröße Folien
Beispiel Inhalt






Kreuzworträtsel

Feedback Wie heißt eine hilfreiche Rückmeldung?
Beobachtung Was beschreibt ein sichtbares oder hörbares Verhalten?
Wirkung Was erklärt die Reaktion beim Publikum?
Wunsch Was nennt eine mögliche Verbesserung?
Respekt Welche Haltung schützt die andere Person vor Verletzungen?
Blickkontakt Wie heißt das bewusste Ansehen des Publikums?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Gutes Feedback soll beim

helfen.
Eine genaue Beschreibung heißt

.
Die Reaktion des Publikums nennt man

.
Ein Verbesserungsvorschlag kann als

formuliert werden.
Eine persönliche Rückmeldung beginnt oft mit

.
Die Stimme sollte laut und

sein.
Der Kontakt mit den Augen heißt

.
Eine klare Reihenfolge bildet den roten

.
Feedback soll konkret und

sein.
Beim Annehmen einer Rückmeldung solltest Du zuerst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stärkenkarte: Schreibe drei freundliche Satzanfänge für eine positive Rückmeldung.
  2. Beobachtung: Sieh Dir eine kurze Präsentation an und notiere zwei sichtbare oder hörbare Beobachtungen.
  3. Satzwerkstatt: Formuliere den Satz „Das war langweilig“ als hilfreiches Feedback neu.
  4. Feedback-Ampel: Ordne fünf Rückmeldungen den Farben hilfreich, unklar oder verletzend zu und begründe kurz.


Standard

  1. WWW-Regel: Formuliere zu einer Beispielpräsentation je einen Satz zu Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch.
  2. Kriterienraster: Erstelle ein einfaches Raster mit den Bereichen Inhalt, Stimme, Körpersprache und Medien.
  3. Partnerfeedback: Halte einen einminütigen Vortrag und tausche danach mit einer Partnerperson ein konkretes Feedback aus.
  4. Audioanalyse: Nimm Deine Stimme auf und untersuche Lautstärke, Tempo, Pausen und Aussprache.


Schwer

  1. Feedbackkonferenz: Leite in einer Gruppe eine kurze Feedbackrunde mit klaren Gesprächsregeln.
  2. Videoanalyse: Filme eine Präsentation mit Erlaubnis und markiere drei gelungene und drei verbesserbare Stellen.
  3. Feedbackvergleich: Vergleiche zwei verschiedene Rückmeldungen und erkläre, welche stärker zum Lernen beiträgt.
  4. Transferaufgabe: Entwickle einen Leitfaden für Feedback zu Präsentationen, Podcasts und Erklärvideos.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Eine Person liest fast nur von den Folien ab. Formuliere ein Feedback nach der WWW-Regel, ohne die Person abzuwerten.
  2. Kriterienwahl: Wähle für einen zweiminütigen Vortrag drei passende Feedbackkriterien aus und begründe Deine Auswahl.
  3. Perspektivwechsel: Erkläre, warum dieselbe Sprechgeschwindigkeit auf zwei Zuhörende unterschiedlich wirken kann.
  4. Überarbeitung: Verbessere eine ungenaue Rückmeldung so, dass Beobachtung, Wirkung und Wunsch erkennbar werden.
  5. Konfliktlösung: Beschreibe, wie Du reagieren kannst, wenn eine präsentierende Person Dein Feedback ablehnt.
  6. Transfer: Übertrage die Regeln für Präsentationsfeedback auf ein Bewerbungsgespräch oder eine Gruppendiskussion.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. eine Präsentation nach passenden Kriterien beobachten kannst.
  2. zwischen Beobachtung und Bewertung unterscheiden kannst.
  3. die WWW-Regel sicher anwendest.
  4. konkrete Ich-Botschaften formulierst.
  5. einen realistischen Verbesserungswunsch nennst.
  6. Feedback respektvoll gibst und ruhig annimmst.
  7. Deine Rückmeldung mit einem Beispiel begründest.
  8. einen Tipp aus Feedback in einer neuen Präsentation umsetzt.




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