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Liedtexte unter Noten setzen

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Version vom 5. Juli 2026, 15:11 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
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Liedtexte unter Noten setzen




Einleitung

Liedtexte unter Noten setzen bedeutet, dass Sprache, Melodie und Rhythmus so verbunden werden, dass jede gesungene Silbe an der richtigen Stelle steht. Du lernst in diesem aiMOOC, wie Du Liedtext, Notenwert, Takt, Tonhöhe und Aussprache gemeinsam denkst. Das ist besonders hilfreich im Musikunterricht, beim Chorsingen, in der Stimmbildung, beim Instrumentalunterricht und beim Erstellen eigener freier Lernmaterialien.

Ein guter Liedsatz ist mehr als „Text unter Noten“. Er macht sichtbar, wann ein Wort beginnt, wie lange eine Silbe klingt, wo ein Wort getrennt wird und warum bestimmte Textstellen musikalisch betont werden. Wenn Du solche Notenbilder selbst gestaltest, übst Du gleichzeitig Notenschrift, Leseflüssigkeit, Sprachbewusstsein, Rhythmusgefühl und musikalische Gestaltung.

Datei:Music notation.png


Ziel des aiMOOCs

Nach diesem aiMOOC kannst Du ein kurzes Lied so vorbereiten, dass der Liedtext übersichtlich unter der Melodie steht. Du erkennst, wie Wörter in Silben zerlegt werden, wie Bindestriche zwischen Silben erscheinen, wie ein gehaltener Vokal über mehrere Noten verlängert wird und wie mehrere Strophen unter derselben Melodie stehen können. Außerdem entwirfst Du eigene musikalische Mini-Projekte für die Schule.


Grundidee: Eine Silbe gehört zu einer Note

Beim Singen werden Wörter nicht einfach gesprochen, sondern in Tonhöhen und Notenwerte eingepasst. Häufig gilt: Eine gesungene Silbe steht unter der Note, auf der sie erklingt. Mehrsilbige Wörter werden getrennt. Bei dem Wort „Sonne“ wird zum Beispiel „Son -- ne“ notiert. Der Trennstrich zeigt: Beide Silben gehören zum selben Wort, aber zu unterschiedlichen Noten.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Eine Silbe pro Note"
  subtitle = "Kurzes Übungsbeispiel"
}
\score {
  <<
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 d e f | g2 g | a4 g f e | d1 \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      Son -- ne lacht, der Tag er -- wacht, wir sin -- gen hell.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 92 }
}

In diesem Beispiel kannst Du sehen: Das Wort „Sonne“ wird in zwei Silben zerlegt. Das Wort „erwacht“ wird ebenfalls gesungen getrennt. So entsteht eine sichtbare Verbindung zwischen Sprachrhythmus und Melodieverlauf.


Silbentrennung und Aussprache

Beim Setzen von Liedtexten ist die Silbentrennung nicht nur eine Rechtschreibfrage. Entscheidend ist, wie das Wort gesungen wird. Manchmal unterscheidet sich die gesungene Aufteilung leicht vom normalen Sprechen, weil ein Vokal länger gehalten, eine Konsonantenverbindung deutlicher artikuliert oder eine Phrase musikalisch geformt wird.


Beispiel: Mehrsilbige Wörter sichtbar machen


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Silben bewusst setzen"
}
\score {
  <<
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key g \major
      \time 3/4
      g4 a b | c2 b4 | a4 g a | b2. | g4 a b | d2 c4 | b4 a g | g2. \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      Mor -- gen -- stim -- men klin -- gen hell, Kin -- der sin -- gen im -- mer mit.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 84 }
}

Achte darauf, dass „Morgenstimmen“ nicht als ein langer Block erscheint. Durch die sichtbare Silbenteilung kannst Du beim Üben genau erkennen, auf welchen Ton „Mor“, „gen“, „stim“ und „men“ fallen. Diese Genauigkeit hilft besonders beim gemeinsamen Singen in einer Klasse oder einem Chor.


Gehaltene Silben über mehrere Noten

Nicht jede Silbe endet sofort nach einer Note. In vielen Melodien wird ein Vokal über mehrere Töne oder über einen längeren Notenwert gezogen. Dann spricht man im musikalischen Zusammenhang oft von einem Melisma. In der Notendarstellung wird eine Verlängerung sichtbar gemacht, damit Du erkennst: Die Silbe wird weitergesungen.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Eine Silbe klingt weiter"
}
\score {
  <<
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key f \major
      \time 4/4
      f4 g a( bes) | c2 a | g4 f g a | f1 \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      Licht __ zieht weit, Klang __ wird Raum.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}

Beim Üben kannst Du zuerst den Rhythmus klatschen, dann den Liedtext sprechen und erst danach singen. So merkst Du, ob die verlängerte Silbe wirklich über den ganzen musikalischen Bogen getragen wird.


Pausen und Atemstellen

Pausen sind für Sängerinnen und Sänger genauso wichtig wie Noten. Eine Pause kann eine Atemstelle, einen Einschnitt in der Phrase oder einen Ausdrucksmoment markieren. Wenn Du Liedtexte unter Noten setzt, solltest Du Pausen bewusst einplanen und nicht mit Text überfüllen.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Singen mit Pause"
}
\score {
  <<
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 d e r | e4 f g r | g4 a g f | e1 \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      At -- me ein, sing dann frei, hal -- te Dei -- nen Ton.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 88 }
}

Im Beispiel stehen nach kurzen melodischen Gesten Pausen. Beim Singen kannst Du dort bewusst Luft holen. Notiere solche Stellen in eigenen Entwürfen nicht zufällig, sondern als Teil der Interpretation.


Mehrere Strophen unter derselben Melodie

Viele Volkslieder, Kinderlieder, Hymnen und Kirchenlieder bestehen aus mehreren Strophen. Die Melodie bleibt gleich, der Liedtext ändert sich. Damit Lernende nicht für jede Strophe eine neue Melodie lesen müssen, stehen mehrere Textzeilen unter demselben Notensystem.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Zwei Strophen zu einer Melodie"
}
\score {
  <<
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key g \major
      \time 3/4
      g4 a b | c2 b4 | a4 g a | b2. \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      \set stanza = "1."
      Mor -- gen -- licht, klin -- ge hell, sing mit mir.
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      \set stanza = "2."
      A -- bend -- wind, tra -- ge Ruh, horch ganz leis.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 80 }
}

Vergleiche beide Strophen: Die Silbenzahl sollte zur Melodie passen. Wenn eine Strophe deutlich mehr oder weniger Silben hat, musst Du die Textfassung überarbeiten oder die Melodie rhythmisch anpassen.


Liedtext, Akkorde und Melodie verbinden

Im Musikunterricht ist es oft sinnvoll, zusätzlich zum Liedtext auch Akkorde zu zeigen. Dadurch können Lernende die Melodie singen und gleichzeitig mit Gitarre, Klavier, Ukulele oder Orff-Instrumentarium begleiten.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Melodie mit Akkordsymbolen"
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      c1 | f | g | c
    }
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 c d e | f2 e | d4 e f g | c,1 \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      Wir fin -- den den Ton, wir blei -- ben im Takt.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 96 }
}

Die Akkordsymbole stehen über dem Notensystem. Der Liedtext steht darunter. So kannst Du beim gemeinsamen Musizieren drei Ebenen gleichzeitig lesen: Harmonie, Melodie und Sprache.


Rhythmisches Sprechen als Vorstufe zum Singen

Bevor eine Klasse eine Melodie singt, kann sie den Sprachrhythmus sprechen oder klatschen. Besonders bei neuen Liedern, Rap-Formen, Sprechgesang oder Bodypercussion ist das hilfreich. Die folgende Darstellung zeigt eine rhythmische Übung ohne bestimmte Tonhöhen.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Sprech- und Klatschrhythmus"
}
\score {
  <<
    \new RhythmicStaff <<
      \new Voice = "rhythmus" {
        \time 4/4
        c4 c8 c c4 r | c8 c c c c4 r | c4 c c c | c1 \bar "|."
      }
    >>
    \new Lyrics \lyricsto "rhythmus" {
      Kla -- tsche laut und lei -- se, sprich im Rhyth -- mus, bleib im Puls.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 104 }
}

Wenn Du den Text zuerst rhythmisch sicher beherrschst, fällt das anschließende Singen leichter. Du kannst diese Methode für Gedichte, Rap-Texte oder selbst geschriebene Klassenlieder verwenden.


Call and Response

Bei Call and Response singt oder spricht eine Person eine musikalische Frage, die Gruppe antwortet. Diese Form ist in vielen musikalischen Traditionen wichtig und eignet sich gut für Klassen, weil sie Aufmerksamkeit, Hören, Nachahmung und eigene Gestaltung verbindet.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Frage und Antwort"
}
\score {
  <<
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key d \minor
      \time 4/4
      d4 f g r | a4 g f r | f4 g a bes | a1 \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      Fra -- ge: Wie klingt Dein Ton? Ant -- wort: klar und schoen.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 90 }
}

Du kannst die Rollen wechseln: Eine Gruppe erfindet die Frage, eine andere Gruppe erfindet die Antwort. Wichtig ist, dass Textverständlichkeit, Rhythmus und Melodie zusammenpassen.


Zweistimmigkeit und gemeinsamer Text

Bei Mehrstimmigkeit müssen alle Stimmen den Liedtext verständlich aussprechen. Manchmal singen zwei Stimmen denselben Text rhythmisch gleich. Manchmal beginnt eine Stimme später oder bewegt sich anders. Für Lernende ist es hilfreich, die Stimmen klar zu sehen und die Textzuordnung genau zu prüfen.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Zwei Stimmen mit Text"
}
\score {
  <<
    \new Staff <<
      \new Voice = "oben" \relative c' {
        \voiceOne
        \clef treble
        \key c \major
        \time 4/4
        c4 d e f | g2 g | a4 g f e | d1 \bar "|."
      }
      \new Voice = "unten" \relative c' {
        \voiceTwo
        r2 c4 d | e4 f g2 | f4 e d c | b1
      }
    >>
    \new Lyrics \lyricsto "oben" {
      Stim -- me eins geht vor -- aus, hell und klar.
    }
    \new Lyrics \lyricsto "unten" {
      Stim -- me zwei setzt spaet -- er ein, weich.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 82 }
}

Beim Proben kannst Du zuerst jede Stimme einzeln singen. Danach singt Ihr beide Stimmen zusammen und achtet darauf, ob der Text noch verständlich bleibt. So wird Ensemblesingen zu einer bewussten Hör- und Gestaltungsaufgabe.


Didaktischer Baukasten für den Unterricht

Für die Arbeit mit Liedtexten unter Noten hat sich ein klarer Ablauf bewährt. Zuerst wird der Text verstanden, dann rhythmisch gesprochen, anschließend in Silben gegliedert und zuletzt mit der Melodie verbunden.

  1. Textverständnis: Kläre, worum es im Lied geht und welche Wörter wichtig sind.
  2. Silben: Sprich den Text langsam und markiere die gesungenen Silben.
  3. Rhythmus: Klatsche den Sprachrhythmus und vergleiche ihn mit den Notenwerten.
  4. Melodie: Singe die Melodie zunächst auf einer neutralen Silbe wie „la“.
  5. Aussprache: Verbinde Text und Melodie langsam und achte auf Endkonsonanten.
  6. Gestaltung: Entscheide, wo Phrasen, Atemstellen und Betonungen liegen.


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Ein häufiger Fehler ist, den Liedtext nur optisch unter das Notensystem zu setzen, ohne auf den gesungenen Rhythmus zu achten. Dann stehen Silben an falschen Stellen oder wichtige Wörter werden unnatürlich betont. Ein zweiter Fehler entsteht, wenn alle Silben gleich lang gedacht werden. In der Musik kann eine kurze Silbe aber auf einer langen Note liegen und eine lange gesprochene Silbe musikalisch kurz sein. Ein dritter Fehler betrifft Urheberrecht und Lizenz: Verwende für eigene Veröffentlichungen selbst geschriebene Texte, gemeinfreie Lieder oder ausdrücklich frei lizenzierte Materialien.


Vergleich: fertiger Liedsatz und eigener Entwurf

Datei:Hänschen Klein.svg

Ein fertiger Liedsatz zeigt Dir, wie Text, Noten und musikalische Form angeordnet werden können. Für Deinen eigenen Entwurf musst Du aber nicht einfach kopieren. Nutze Beispiele als Anregung und entwickle danach eigene Melodien, eigene Strophen oder eigene rhythmische Übungen.


Video: Notenlesen als Grundlage

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=Oq4Z3g3uB4E |500|center}}

Das Video kann Dir helfen, Grundlagen der Notenschrift zu wiederholen. Wenn Du Notenwerte, Linien, Zwischenräume und Takt sicher erkennst, kannst Du Liedtexte genauer unter Noten setzen.


Mini-Werkstatt: Vom Text zum singbaren Notenbild

Nimm als Beispiel den Satz: Wir singen gemeinsam im hellen Morgen. Sprich ihn zuerst natürlich. Danach gliederst Du ihn in Silben: Wir / sin-gen / ge-mein-sam / im / hel-len / Mor-gen. Nun überlegst Du, welche Wörter betont werden sollen. Vielleicht sind „singen“, „gemeinsam“ und „Morgen“ besonders wichtig. Diese Wörter können musikalisch auf höheren Tönen, längeren Noten oder an Taktanfängen stehen.


\version "2.24.0"
\header {
  title = "Eigener kurzer Text"
}
\score {
  <<
    \new Voice = "melodie" \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 e g g | a4 g f e | d4 e f g | c,1 \bar "|."
    }
    \new Lyrics \lyricsto "melodie" {
      Wir sin -- gen ge -- mein -- sam im hel -- len Mor -- gen.
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 88 }
}

Prüfe Deinen Entwurf, indem Du ihn wirklich singst. Wenn ein Wort schwer verständlich ist, ändere nicht sofort den Text. Probiere zuerst ein anderes Tempo, eine andere Atemstelle oder eine rhythmische Verschiebung. Erst danach entscheidest Du, ob die Melodie oder der Liedtext geändert werden soll.


Differenzierung für verschiedene Lernniveaus

Für jüngere Lernende genügt es oft, Silben zu klatschen, Textbausteine unter Noten zu legen und einfache Melodien nachzusingen. Fortgeschrittene Lernende können mehrstimmige Beispiele, eigene Strophen, Begleitakkorde oder rhythmische Varianten gestalten. Im Studium oder in der Ausbildung kann der Fokus auf Arrangement, Chorsatz, Musikpädagogik, Barrierefreiheit und offenen Bildungsmaterialien liegen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet es, Liedtext unter Noten zu setzen? (Jede gesungene Silbe wird passend zur Melodie angeordnet) (!Der gesamte Text wird ohne Rhythmus unter das Blatt geschrieben) (!Nur die Überschrift eines Liedes wird notiert) (!Die Noten werden durch Wörter ersetzt)




Warum werden mehrsilbige Wörter in Liedern getrennt? (Damit jede gesungene Silbe der passenden Note zugeordnet wird) (!Damit der Text schwerer zu lesen ist) (!Damit alle Wörter gleich lang aussehen) (!Damit keine Pausen mehr nötig sind)




Welche musikalische Information zeigt ein Notenwert? (Die Dauer eines Tons) (!Die Lautstärke eines Wortes) (!Die Sprache des Liedtextes) (!Die Anzahl der Strophen)




Was zeigt eine Pause im Liedsatz häufig an? (Eine Stelle ohne gesungenen Ton) (!Eine zusätzliche Silbe) (!Eine falsche Note) (!Einen neuen Liedtitel)




Warum ist Silbenklatschen vor dem Singen sinnvoll? (Es macht den Sprachrhythmus bewusst) (!Es ersetzt die Melodie vollständig) (!Es verhindert jede Betonung) (!Es macht den Liedtext unsichtbar)




Was ist beim Singen einer gehaltenen Silbe wichtig? (Der Vokal wird über die vorgesehene Dauer getragen) (!Der Text wird sofort abgebrochen) (!Die Silbe wird gar nicht ausgesprochen) (!Alle Töne werden gesprochen statt gesungen)




Wozu dienen mehrere Textzeilen unter derselben Melodie? (Sie zeigen verschiedene Strophen zur gleichen Melodie) (!Sie ersetzen die Taktart) (!Sie machen die Tonhöhe bedeutungslos) (!Sie zeigen nur Instrumentennamen)




Welche Ebene steht bei Akkordsymbolen meistens über dem Notensystem? (Die harmonische Begleitung) (!Der vollständige Liedtext) (!Die Atemtechnik) (!Die Seitenzahl)




Was prüfst Du, wenn Du einen eigenen Liedsatz singend ausprobierst? (Ob Text, Rhythmus und Melodie zusammenpassen) (!Ob alle Wörter gleich viele Buchstaben haben) (!Ob die Notenlinien verschwinden) (!Ob keine Betonung mehr hörbar ist)




Welche Texte eignen sich besonders für eigene veröffentlichte Lernmaterialien? (Selbst geschriebene oder frei nutzbare Texte) (!Beliebige aktuelle Songtexte ohne Erlaubnis) (!Texte, deren Herkunft unbekannt ist) (!Texte, die nur mündlich weitergegeben wurden)





Memory

Silbe gesungener Textbaustein
Takt geordneter musikalischer Abschnitt
Pause Stelle ohne gesungenen Ton
Strophe Textabschnitt mit gleicher Melodie
Melodie Folge von Tonhöhen
Akkord gleichzeitiger Zusammenklang





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Text verstehen Inhalt und Aussage klären
Silben klatschen Sprachrhythmus spürbar machen
Melodie singen Tonhöhen sicher treffen
Pausen beachten Atemstellen bewusst nutzen
Entwurf prüfen Liedsatz praktisch ausprobieren





Kreuzworträtsel

Silbe Wie heißt ein gesungener Textbaustein?
Takt Wie heißt ein geordneter musikalischer Abschnitt?
Melodie Wie heißt eine Folge von Tonhöhen?
Rhythmus Wie heißt die zeitliche Ordnung von Klängen?
Strophe Wie heißt ein Textabschnitt, der oft dieselbe Melodie nutzt?
Notenwert Was zeigt die Dauer eines Tons?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Setzen von Liedtexten unter Noten wird jede gesungene

einer passenden Note zugeordnet. Mehrsilbige Wörter werden so getrennt, dass der

sichtbar wird. Eine Pause kann eine wichtige

markieren. Wenn eine Silbe über mehrere Töne klingt, wird der gesungene

länger getragen. Mehrere Textzeilen unter derselben Melodie zeigen häufig verschiedene

. Akkordsymbole helfen, eine Melodie harmonisch zu

. Beim Prüfen eines eigenen Liedsatzes solltest Du ihn wirklich

. Für veröffentlichte Lernmaterialien eignen sich besonders selbst geschriebene oder frei nutzbare

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Silben klatschen: Wähle einen kurzen selbst geschriebenen Satz und klatsche seine Silben im gleichmäßigen Puls.
  2. Text unterlegen: Schreibe zu einer einfachen Vierton-Melodie einen eigenen Liedtext mit höchstens acht Silben.
  3. Atemstellen finden: Markiere in einem bekannten gemeinfreien Lied, wo Du sinnvoll atmen würdest.
  4. Hörvergleich: Singe eine Zeile einmal gesprochen-rhythmisch und einmal melodisch und beschreibe den Unterschied.


Standard

  1. Strophen gestalten: Schreibe zwei neue Strophen zu einer einfachen Melodie und achte darauf, dass die Silbenzahl zur Melodie passt.
  2. Melodie entwerfen: Erfinde eine achttaktige Melodie und setze einen eigenen Liedtext darunter.
  3. Akkorde ergänzen: Wähle drei einfache Akkorde und begleite damit eine kurze selbst geschriebene Melodie.
  4. Klassenlied: Entwickle mit einer Gruppe einen Refrain für ein Klassenlied und dokumentiere die Silbenverteilung.


Schwer

  1. Mehrstimmigkeit: Erstelle ein zweistimmiges Beispiel, bei dem beide Stimmen denselben Text rhythmisch verständlich singen.
  2. Arrangement: Gestalte ein kurzes Lied mit Melodie, Text, Akkordsymbolen und rhythmischer Begleitung.
  3. Musikpädagogik: Entwickle eine Unterrichtsphase, in der jüngere Lernende Liedtext, Rhythmus und Melodie schrittweise verbinden.
  4. OER-Projekt: Erstelle ein frei nutzbares Mini-Liederblatt mit eigener Melodie, eigenem Text, Lizenzhinweis und kurzer Übeanleitung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Analyse: Vergleiche zwei Liedzeilen mit unterschiedlicher Silbenzahl und erkläre, welche musikalischen Anpassungen nötig wären.
  2. Transfer: Übertrage einen kurzen Gedichtvers in einen singbaren Rhythmus und begründe Deine Entscheidungen.
  3. Gestaltung: Entwickle eine Melodie, bei der ein wichtiges Wort durch Tonhöhe, Länge oder Taktposition hervorgehoben wird.
  4. Reflexion: Erkläre, warum ein formal korrekt gesetzter Liedtext trotzdem schwer singbar sein kann.
  5. Anwendung: Plane eine Probe für eine Klasse, in der zuerst Textverständnis, dann Rhythmus und zuletzt Melodie geübt werden.
  6. Bewertung: Beurteile ein eigenes Notenbeispiel nach Lesbarkeit, Textverständlichkeit, Atemführung und musikalischer Wirkung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Liedtext, Silbe, Rhythmus und Melodie bewusst verbinden kannst. Wichtig ist ein eigenes kurzes Notenbeispiel mit Textunterlegung, eine Erklärung Deiner Silbenentscheidungen, ein praktischer Singtest, eine kurze Reflexion über Lesbarkeit und Verständlichkeit sowie ein Hinweis darauf, dass die verwendeten Texte und Melodien selbst erstellt, gemeinfrei oder frei lizenziert sind.

  1. Eigenes Notenbeispiel: Eine kurze Melodie mit eindeutig zugeordnetem Liedtext.
  2. Begründung: Eine Erklärung, warum die Silben an diesen Stellen stehen.
  3. Praxisprüfung: Ein gesungener oder vorgespielter Test des Entwurfs.
  4. Überarbeitung: Eine verbesserte Fassung nach Rückmeldung.
  5. Lizenzbewusstsein: Eine Angabe zur Herkunft und Nutzbarkeit von Text und Melodie.




OERs zum Thema



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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

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  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
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Hamburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

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Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
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Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

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