Artikulation in Noten erkennen - Musiktheorie anwenden


Artikulation in Noten erkennen - Musiktheorie anwenden
Einleitung
Artikulation ist in der Musik die Art, wie ein einzelner Ton gebildet wird und wie aufeinanderfolgende Töne miteinander verbunden oder voneinander getrennt werden. Wenn Du Noten liest, erkennst Du Artikulation vor allem an kleinen Zeichen über oder unter den Notenköpfen: Punkt, Strich, Keil, Akzentzeichen oder Bogen. Diese Zeichen verändern nicht die notierte Tonhöhe, aber sie verändern die Klangwirkung: Ein Ton kann kurz, weich gebunden, deutlich gehalten, betont, markiert oder besonders getrennt gespielt werden.
Dieser aiMOOC hilft Dir dabei, Artikulationszeichen in Noten sicher zu erkennen und sie musiktheoretisch richtig anzuwenden. Du lernst, Zeichen wie Staccato, Legato, Tenuto, Portato, Akzent, Marcato und Staccatissimo zu unterscheiden. Gleichzeitig übst Du, wie diese Zeichen in praktisches Musizieren übertragen werden: auf Klavier, Streichinstrument, Blasinstrument, Gesang oder andere Instrumente. Ziel ist nicht nur das Wiedererkennen von Symbolen, sondern ein bewusstes musikalisches Hören, Lesen und Gestalten.

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Was bedeutet Artikulation in der Musik?
Artikulation gehört zu den wichtigsten Mitteln der musikalischen Gestaltung. Sie bestimmt, ob ein Ton weich an den nächsten anschließt, ob zwischen Tönen kleine Lücken entstehen, ob ein Ton mit besonderem Nachdruck beginnt oder ob eine melodische Linie deutlich gegliedert wird. Man kann Artikulation mit der Aussprache in der Sprache vergleichen: Auch beim Sprechen macht es einen Unterschied, ob Wörter gebunden, abgesetzt, betont oder besonders deutlich ausgesprochen werden.
In der Musik wirkt Artikulation immer zusammen mit Rhythmus, Tempo, Dynamik, Phrasierung, Melodie und Metrum. Ein Staccato-Punkt sagt zum Beispiel, dass der Ton getrennt und meist kürzer gespielt werden soll. Wie kurz er tatsächlich klingt, hängt aber vom Tempo, vom Musikstil, vom Instrument und vom musikalischen Zusammenhang ab. Darum ist Artikulation nie nur ein mechanisches Zeichenlesen, sondern immer auch eine Aufgabe des musikalischen Verstehens.
Artikulation und Klangvorstellung
Wenn Du ein Artikulationszeichen erkennst, solltest Du Dir sofort eine Klangvorstellung bilden. Ein Bogen über mehreren Tönen kann eine fließende Bewegung anzeigen. Punkte an einzelnen Noten lassen eine federnde, abgesetzte Spielweise erwarten. Ein Akzentzeichen fordert einen deutlich hervorgehobenen Tonanfang. Ein Tenuto-Strich erinnert daran, den Ton bewusst zu tragen und nicht zu früh zu verkürzen.
Die wichtigste Frage lautet daher nicht nur: Wie heißt dieses Zeichen? Die wichtigere musikalische Frage lautet: Wie soll es klingen? Wer Artikulation versteht, kann aus Noten eine lebendige musikalische Aussage machen.
Artikulation, Phrasierung und Dynamik unterscheiden
Phrasierung beschreibt, wie musikalische Gedanken gegliedert werden: Wo beginnt ein Motiv? Wo endet eine musikalische Phrase? Wo entsteht Spannung oder Entspannung? Artikulation hilft dabei, diese Gliederung hörbar zu machen. Trotzdem sind Artikulation und Phrasierung nicht identisch. Ein Bindebogen kann zum Beispiel eine Legato-Verbindung anzeigen, aber in manchen Zusammenhängen auch eine größere Phrase markieren.
Dynamik betrifft vor allem Lautstärkegrade wie piano, forte, Crescendo oder Decrescendo. Ein Akzent berührt zwar die Lautstärke, gehört aber im Notenbild zu den Zeichen, die den Tonansatz und die Gewichtung einer einzelnen Note beeinflussen. In der Praxis musst Du deshalb immer mehrere Informationen gleichzeitig lesen: Notenwert, Tempo, Dynamik, Artikulation und musikalischer Zusammenhang.
Grundlegende Artikulationszeichen erkennen
Legato: gebunden spielen
Legato bedeutet gebunden. Mehrere Töne sollen möglichst fließend miteinander verbunden werden. Im Notenbild erkennst Du Legato oft an einem Bogen über oder unter mehreren Noten. Beim Singen werden die Töne in einer zusammenhängenden Linie geführt. Auf einem Blasinstrument werden sie oft ohne neue Zungenartikulation verbunden. Auf einem Streichinstrument können sie in einem Bogenstrich liegen. Auf dem Klavier bedeutet Legato, dass ein Ton erst losgelassen wird, wenn der nächste Ton angeschlagen wird.

Achte beim Lesen darauf, ob der Bogen verschiedene Tonhöhen verbindet. Dann ist meist ein Bindebogen im Sinne einer gebundenen Artikulation gemeint. Verbindet der Bogen zwei gleiche Tonhöhen, kann es ein Haltebogen sein. Der Haltebogen verlängert die Dauer eines Tons, während der Bindebogen die Verbindung zwischen verschiedenen Tönen gestaltet.
Staccato: kurz und getrennt spielen
Staccato bedeutet getrennt oder abgesetzt. Ein Staccato-Zeichen sieht meist wie ein kleiner Punkt über oder unter der Note aus. Die Note wird kürzer gespielt, als ihr Notenwert allein vermuten lässt, und sie wird von der folgenden Note deutlich getrennt. Wichtig ist: Staccato heißt nicht automatisch, dass der Ton extrem kurz sein muss. Ein langsames, leichtes Staccato klingt anders als ein schnelles, spitzes Staccato.

Beim Erkennen von Staccato achtest Du auf den Punkt direkt an der Note. Verwechsle ihn nicht mit einem Punkt rechts neben einer Note. Ein Punkt rechts neben der Note ist ein Punktierungszeichen und verlängert den Notenwert. Ein Staccato-Punkt steht über oder unter der Note und verändert die Artikulation.
Tenuto: gehalten und bewusst tragen
Tenuto bedeutet gehalten. Das Zeichen ist ein kurzer waagerechter Strich über oder unter der Note. Der Ton soll bewusst ausgehalten, getragen oder mit etwas Gewicht gespielt werden. Tenuto bedeutet nicht automatisch laut. Es bedeutet eher: Der Ton bekommt seine volle Bedeutung, wird nicht achtlos verkürzt und steht klanglich stabil.

Im Unterricht ist Tenuto besonders wichtig, weil es zwischen reinem Legato und deutlich getrenntem Spiel vermitteln kann. Je nach Stück, Stil und Instrument kann Tenuto verbunden, leicht getrennt oder als tragender Ton innerhalb einer Phrase ausgeführt werden.
Portato: getragen, aber leicht getrennt
Portato liegt klanglich zwischen Legato und Staccato. Die Töne wirken getragen, aber nicht völlig verschmolzen. Im Notenbild kann Portato durch einen Bogen über Tönen mit Punkten oder Strichen angezeigt werden. Die Töne gehören zu einer gemeinsamen Linie, bleiben aber einzeln spürbar.

Portato ist ein gutes Beispiel dafür, dass Artikulation nicht nur aus einzelnen Symbolen besteht. Du musst die Kombination der Zeichen lesen: Ein Bogen zeigt Zusammengehörigkeit, Punkte oder Striche zeigen eine leichte Trennung oder Gewichtung. Dadurch entsteht eine differenzierte Klangform.
Akzent und Marcato: betont und markiert spielen
Ein Akzent fordert einen hervorgehobenen Tonanfang. Im Notenbild ist er oft als Zeichen ähnlich einem kleinen Größer-als-Zeichen zu sehen. Der Ton beginnt deutlicher als seine Umgebung. Marcato bedeutet markiert. Das Zeichen sieht häufig wie ein kleines Dach über oder unter der Note aus und wirkt stärker als ein einfacher Akzent.

Ein Akzent betrifft vor allem die Gewichtung des Tonanfangs. Er ist nicht einfach dasselbe wie ein dauerhaft lauter Ton. Ein markierter Ton kann kurz, lang, weich oder hart wirken, je nachdem, welche weiteren Zeichen und musikalischen Bedingungen dazukommen.
Staccatissimo: sehr kurz und stark getrennt
Staccatissimo bezeichnet eine besonders kurze und stark getrennte Spielweise. Im Notenbild wird es häufig mit einem Keil oder einem kleinen senkrechten Zeichen dargestellt. Die Ausführung kann je nach Instrument sehr unterschiedlich sein. Auf dem Klavier entsteht ein sehr kurzer Anschlag, auf Streichinstrumenten kann eine sehr federnde Bogenbewegung entstehen, bei Blasinstrumenten eine sehr klare Zungenartikulation.

Auch hier gilt: Je schneller das Tempo ist, desto genauer musst Du entscheiden, wie kurz die Töne wirklich spielbar und musikalisch sinnvoll sind.
Notenbeispiele vergleichen
Die folgenden Notenzeilen zeigen, wie eine ähnliche Tonfolge durch verschiedene Artikulationszeichen einen anderen Charakter bekommt. Spiele, singe oder klatsche die Beispiele nacheinander und beschreibe anschließend den Unterschied mit eigenen Worten.
Beispiel 1: fließend gebunden

Dieses Beispiel wirkt zusammenhängend. Die Töne sollen wie eine Linie gehört werden. Du kannst Dir vorstellen, dass die Melodie in einem Atemzug gesungen wird.
Beispiel 2: leicht und abgesetzt

Dieses Beispiel wirkt federnder und beweglicher. Zwischen den Tönen entstehen kleine Abstände. Die Melodie klingt dadurch weniger gesungen und stärker rhythmisch gegliedert.
Beispiel 3: betont und markiert

Dieses Beispiel wirkt entschiedener. Einzelne Töne treten hervor. Dadurch entstehen Akzente im musikalischen Verlauf, die eine Bewegung antreiben oder einen Höhepunkt markieren können.
Beispiel 4: Zeichen gemischt erkennen

In diesem Beispiel kommen mehrere Zeichen vor. Lies zuerst jedes Zeichen einzeln: Punkt, Strich, Akzent, Dach, Bogen und Keil. Danach überlegst Du, wie sie zusammen einen musikalischen Verlauf formen.
Schrittweise Methode zum Erkennen
Eine sichere Lesestrategie hilft Dir, Artikulationszeichen schnell und richtig zu deuten.
- Notenwert prüfen: Erkenne zuerst, wie lange die Note grundsätzlich dauern soll.
- Artikulationszeichen finden: Suche Zeichen direkt über oder unter der Note oder über einer Notengruppe.
- Position beachten: Ein Zeichen kann je nach Halsrichtung über oder unter der Note stehen, bedeutet aber dasselbe.
- Zusammenhang lesen: Frage Dich, ob das Zeichen nur eine Note, mehrere Töne oder eine ganze Phrase betrifft.
- Klangvorstellung bilden: Übersetze das Zeichen in eine hörbare Spielweise.
- Instrument berücksichtigen: Entscheide, wie die Spielweise auf Deinem Instrument sinnvoll umgesetzt wird.
Diese Methode verhindert typische Fehler: Ein Staccato-Punkt wird nicht mit einer Punktierung verwechselt, ein Haltebogen nicht mit einem Bindebogen, ein Akzent nicht mit einem Dauer-forte und ein Tenuto-Strich nicht mit einer Pause.
Typische Verwechslungen
Staccato-Punkt und Punktierung
Der Staccato-Punkt steht über oder unter einer Note und macht die Artikulation kurz und getrennt. Die Punktierung steht rechts neben dem Notenkopf und verlängert den Notenwert. Diese Unterscheidung ist grundlegend, weil sonst Rhythmus und Artikulation durcheinandergeraten.
Bindebogen und Haltebogen
Ein Bindebogen verbindet meist verschiedene Tonhöhen und zeigt eine gebundene Ausführung oder eine musikalische Zusammengehörigkeit an. Ein Haltebogen verbindet gleiche Tonhöhen und verlängert den Ton über mehrere Notenwerte hinweg. Beim Haltebogen wird der zweite Ton nicht neu angeschlagen oder neu angestoßen.

In diesem Beispiel verbindet der erste Bogen verschiedene Töne, während das Zeichen zwischen den beiden g-Tönen eine Verlängerung derselben Tonhöhe zeigt.
Tenuto und Akzent
Tenuto und Akzent können beide einem Ton Gewicht geben, aber sie meinen nicht dasselbe. Tenuto betont eher das Halten und Tragen eines Tons. Der Akzent hebt stärker den Beginn eines Tons hervor. Wenn beide Zeichen in einem Stück vorkommen, musst Du entscheiden, ob ein Ton vor allem länger getragen oder stärker angestoßen werden soll.
Artikulation praktisch anwenden
Auf dem Klavier
Beim Klavier entsteht Artikulation durch Anschlag, Loslassen und Pedalgebrauch. Legato verlangt eine sorgfältige Verbindung der Finger. Staccato entsteht durch kurzes Anschlagen und schnelles Loslassen. Tenuto verlangt einen bewussten, getragenen Anschlag. Das Pedal darf nicht automatisch jedes Legato ersetzen, weil es Töne zwar verbinden kann, aber auch die Klarheit verschleiert.
Auf Streichinstrumenten
Bei Streichinstrumenten hängt Artikulation eng mit der Bogenführung zusammen. Legato kann durch mehrere Töne in einem Bogenstrich entstehen. Staccato, Portato oder Marcato hängen von Bogengeschwindigkeit, Bogendruck, Kontaktstelle und Richtungswechsel ab. Deshalb ist derselbe Notentext auf Geige, Bratsche, Cello oder Kontrabass immer auch eine technische Aufgabe.
Auf Blasinstrumenten
Bei Blasinstrumenten wird Artikulation stark durch Zunge, Luftführung und Atem gestaltet. Legato kann bedeuten, dass mehrere Töne mit einem Luftstrom verbunden werden. Staccato verlangt klare, kurze Tonanfänge. Tenuto braucht einen stabilen Luftfluss. Akzente entstehen nicht nur durch Zunge, sondern auch durch Luftdruck und musikalische Gewichtung.
Im Gesang
Im Gesang verbindet sich musikalische Artikulation mit sprachlicher Deutlichkeit. Vokale tragen den Klang, Konsonanten gliedern den Text. Legato verlangt eine fließende Vokalführung, während Staccato und Akzente die Textverständlichkeit und den Ausdruck schärfen können. Sängerinnen und Sänger müssen daher Musikzeichen und Textverständlichkeit gemeinsam beachten.
Artikulation als Interpretation
Nicht jedes Stück gibt alle Artikulationen vollständig vor. Besonders in älterer Musik kann die Notation knapper sein als in späteren Epochen. Dann müssen Interpretinnen und Interpreten Entscheidungen treffen, die zum Stil, zum Tempo und zur musikalischen Struktur passen. In Barockmusik, Klassik, Romantik, Jazz oder Popmusik können ähnliche Zeichen unterschiedlich wirken.
Ein guter Umgang mit Artikulation bedeutet deshalb: Du liest die Zeichen genau, aber Du hörst auch den Stil des Stücks. Du fragst nach der Funktion eines Zeichens: Soll es eine Melodie gliedern? Soll es einen Rhythmus betonen? Soll es eine Begleitung leichter machen? Soll es eine Spannung erzeugen? So wird aus Notenlesen musikalische Interpretation.
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Merksätze
- Artikulation beschreibt, wie Töne gebildet, verbunden oder getrennt werden.
- Legato erkennst Du häufig an einem Bogen über verschiedenen Tönen.
- Staccato erkennst Du häufig an einem Punkt über oder unter der Note.
- Tenuto erkennst Du an einem kurzen Strich und setzt den Ton bewusst getragen um.
- Akzente heben den Tonanfang oder die Gewichtung eines Tons hervor.
- Marcato markiert einen Ton stärker als ein einfacher Akzent.
- Portato verbindet eine Linie mit leichter Trennung der Einzeltöne.
- Haltebogen und Bindebogen sehen ähnlich aus, haben aber unterschiedliche Aufgaben.
- Phrasierung und Artikulation arbeiten zusammen, sind aber nicht dasselbe.
- Die genaue Ausführung hängt von Instrument, Tempo, Musikstil und musikalischem Zusammenhang ab.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt Artikulation in der Musik? (Die Art der Tonbildung und Tonverbindung) (!Die absolute Tonhöhe eines Stücks) (!Die Anzahl der Notenlinien) (!Die Reihenfolge der Vorzeichen)
Welches Zeichen steht meist für Staccato? (Ein Punkt über oder unter der Note) (!Ein Punkt rechts neben der Note) (!Ein Violinschlüssel am Anfang) (!Ein Taktstrich nach jeder Note)
Was bedeutet Legato? (Gebunden spielen) (!Abgehackt spielen) (!Immer lauter werden) (!Eine Pause verlängern)
Woran erkennst Du Tenuto häufig? (An einem kurzen waagerechten Strich an der Note) (!An einem Kreuz vor der Note) (!An einem Wiederholungszeichen) (!An zwei Taktstrichen)
Was ist der Unterschied zwischen Staccato-Punkt und Punktierung? (Der Staccato-Punkt verändert die Artikulation) (!Die Punktierung macht den Ton kürzer) (!Beide Zeichen bedeuten dasselbe) (!Der Staccato-Punkt steht immer rechts neben der Note)
Was macht ein Haltebogen? (Er verlängert gleiche Tonhöhen über mehrere Notenwerte) (!Er zeigt immer eine neue Phrase an) (!Er verkürzt die zweite Note) (!Er macht jede Note automatisch staccato)
Was bedeutet ein Akzentzeichen in der Regel? (Ein Ton wird hervorgehoben) (!Ein Ton wird ausgelassen) (!Eine Note wird eine Oktave tiefer gespielt) (!Das Tempo wird halbiert)
Was beschreibt Portato am besten? (Getragen mit leichter Trennung) (!So schnell wie möglich) (!Ohne jeden Tonanfang) (!Nur leise und ohne Rhythmus)
Warum hängt Artikulation vom Instrument ab? (Weil Tonerzeugung und Spieltechnik unterschiedlich sind) (!Weil alle Instrumente dieselben Tasten haben) (!Weil Notenwerte auf jedem Instrument anders gezählt werden) (!Weil Artikulation nur beim Singen vorkommt)
Welche Lesestrategie ist sinnvoll? (Zeichen erkennen und daraus eine Klangvorstellung bilden) (!Zeichen ignorieren und nur Tonhöhen spielen) (!Alle Artikulationszeichen gleich ausführen) (!Nur die Taktart beachten)
Memory
| Staccato | Kurz und getrennt |
| Legato | Gebunden und fließend |
| Tenuto | Gehalten und getragen |
| Akzent | Hervorgehobener Tonanfang |
| Marcato | Stark markiert |
| Portato | Getragen mit leichter Trennung |
| Haltebogen | Verlängert gleiche Tonhöhen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Staccato | Punkt an der Note |
| Legato | Bogen über verschiedenen Tönen |
| Tenuto | Waagerechter Strich an der Note |
| Akzent | Hervorgehobener Tonanfang |
| Marcato | Dachförmiges Zeichen an der Note |
| Haltebogen | Verbindung gleicher Tonhöhen |
Kreuzworträtsel
| Legato | Wie heißt die gebundene Spielweise? |
| Tenuto | Welches Zeichen fordert ein gehaltenes Tragen? |
| Staccato | Welche Artikulation wird meist mit einem Punkt angezeigt? |
| Akzent | Welches Zeichen hebt einen Ton besonders hervor? |
| Portato | Welche Spielweise liegt zwischen gebunden und abgesetzt? |
| Marcato | Welche Artikulation bedeutet markiert? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Artikulationszeichen sammeln: Suche in einem einfachen Notenblatt fünf Artikulationszeichen und benenne sie in eigenen Worten.
- Staccato und Legato hören: Spiele oder singe dieselbe kleine Melodie einmal staccato und einmal legato und beschreibe den Unterschied.
- Symbolkarte erstellen: Gestalte Lernkarten zu Staccato, Legato, Tenuto und Akzent mit Zeichen, Bedeutung und Klangbeispiel.
- Noten markieren: Markiere in einer Kopie eines Notenbeispiels alle Bögen, Punkte, Striche und Akzente farbig und erkläre ihre Wirkung.
Standard
- Klangvergleich aufnehmen: Nimm eine kurze Melodie in drei Artikulationen auf und vergleiche, wie sich Charakter und Ausdruck verändern.
- Bindebogen und Haltebogen erklären: Erstelle eine kurze Erklärung mit zwei eigenen Notenbeispielen, die den Unterschied verständlich zeigt.
- Instrumentenvergleich: Befrage zwei Musikerinnen oder Musiker, wie sie Staccato, Legato und Akzent auf ihren Instrumenten umsetzen.
- Artikulationsanalyse: Analysiere einen Ausschnitt aus einem Stück und beschreibe, wie Artikulation die Phrasierung unterstützt.
Schwer
- Interpretationsentscheidung: Wähle eine Melodie ohne Artikulationszeichen und entwickle zwei unterschiedliche Artikulationsfassungen mit Begründung.
- Stilunterschiede untersuchen: Vergleiche Artikulation in einem klassischen Stück und einem Jazz- oder Popstück und erkläre stilistische Unterschiede.
- Unterrichtsminiatur planen: Entwickle eine fünfminütige Übung, mit der eine Lerngruppe Staccato, Legato, Tenuto und Akzent praktisch lernen kann.
- Eigenes Notenbeispiel komponieren: Komponiere acht Takte, in denen mindestens sechs verschiedene Artikulationszeichen sinnvoll eingesetzt werden, und erläutere Deine Entscheidungen.


Lernkontrolle
- Analyse statt Auswendiglernen: Du erhältst eine Melodie mit Staccato-Punkten, Legatobögen und Akzenten. Erkläre, wie sich der Charakter verändern würde, wenn alle Zeichen entfernt würden.
- Transfer auf ein Instrument: Beschreibe, wie dieselbe Artikulation auf Klavier, Geige und Flöte unterschiedlich umgesetzt werden kann.
- Fehlerdiagnose: Eine Schülerin spielt alle Noten gleich lang und gleich stark. Erkläre anhand eines Notenausschnitts, welche Artikulationszeichen sie beachten müsste.
- Gestaltungsentscheidung: Begründe, wann Du in einer langsamen Melodie eher Tenuto statt Staccato einsetzen würdest.
- Vergleichende Interpretation: Entwickle zwei verschiedene Artikulationsfassungen für dieselbe Melodie und erkläre, welche Wirkung sie jeweils haben.
- Kontext beurteilen: Untersuche, wie Tempo, Raumakustik und Musikstil die Ausführung eines Staccato-Zeichens verändern können.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zum Thema Artikulation in Noten erkennen solltest Du zeigen, dass Du Zeichen nicht nur benennen, sondern in musikalische Entscheidungen übertragen kannst.
- Zeichenerkennung: Du erkennst Staccato, Legato, Tenuto, Portato, Akzent, Marcato, Staccatissimo, Bindebogen und Haltebogen im Notenbild.
- Begriffssicherheit: Du kannst die wichtigsten Artikulationsbegriffe verständlich erklären.
- Klangvorstellung: Du kannst beschreiben oder vormachen, wie ein Zeichen klingen soll.
- Notenanalyse: Du kannst in einem Notenausschnitt erklären, wie Artikulation die musikalische Struktur unterstützt.
- Praktische Anwendung: Du kannst eine kurze Melodie mit passenden Artikulationszeichen ausführen oder gestalten.
- Reflexion: Du kannst begründen, warum die Ausführung je nach Instrument, Tempo und Stil unterschiedlich ausfallen kann.
- Eigenproduktion: Du kannst ein eigenes kurzes Notenbeispiel mit Artikulationszeichen erstellen und Deine Entscheidungen erläutern.
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