Harmonische Molltonleitern kennenlernen


Harmonische Molltonleitern kennenlernen
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du die harmonische Molltonleiter als besondere Form von Moll kennen. Du erfährst, wie sie aus der natürlichen Molltonleiter entsteht, warum die siebte Stufe erhöht wird, welche Intervalle ihren Klang prägen und wie Du sie singend, spielend, hörend und schreibend anwenden kannst. Der Schwerpunkt liegt auf Tonleitern, Intervallen, Leittonwirkung, Dominante und Kadenzen in Moll.

Die harmonische Molltonleiter ist in der Musiktheorie wichtig, weil sie in der traditionellen Dur-Moll-Tonalität eine starke Schlusswirkung in Moll ermöglicht. In a-Moll lautet sie: A - H - C - D - E - F - Gis - A. Gegenüber der natürlichen a-Moll-Tonleiter A - H - C - D - E - F - G - A wird also nur die siebte Stufe erhöht: Aus G wird Gis. Dadurch entsteht ein Leitton, der sich im Halbtonschritt nach oben zum Grundton A auflösen möchte.
Vorwissen: Tonleitern und Intervalle
Eine Tonleiter ist eine geordnete Folge von Tönen innerhalb einer Oktave. In vielen europäischen Tonleitern werden sieben verschiedene Tonstufen verwendet, bevor der Grundton in der Oktave wiederkehrt. Die Abstände zwischen benachbarten Tonstufen heißen Intervalle. Für die harmonische Molltonleiter brauchst Du besonders diese Begriffe: Ganzton, Halbton, übermäßige Sekunde, kleine Terz, kleine Sexte und große Septime.
Die natürlichen Mollschritte
Die natürliche Molltonleiter besitzt in a-Moll nur Stammtöne: A - H - C - D - E - F - G - A. Ihre Halbtonschritte liegen zwischen der zweiten und dritten Stufe sowie zwischen der fünften und sechsten Stufe. Als Schrittfolge ergibt sich: Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton.

Die harmonische Mollschrittfolge
Die harmonische Molltonleiter entsteht, indem Du in natürlichem Moll die siebte Stufe um einen Halbton erhöhst. In a-Moll wird aus G der Ton Gis. Dadurch ändert sich die Schrittfolge zu: Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Halbton - übermäßige Sekunde - Halbton. In Halbtonzahlen entspricht das: 2 - 1 - 2 - 2 - 1 - 3 - 1.


Aufbau der harmonischen Molltonleiter
Die harmonische Molltonleiter kann auf zwei Arten verstanden werden. Vom natürlichen Moll aus gesehen wird die siebte Stufe erhöht. Von der gleichnamigen Durtonleiter aus gesehen hat harmonisches Moll eine kleine Terz und eine kleine Sexte, aber eine große Septime.
Formel
Die Stufenformel lautet:
| Stufe | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abstand zum Grundton | Grundton | große Sekunde | kleine Terz | reine Quarte | reine Quinte | kleine Sexte | große Septime | Oktave |
| Kurzform | 1 | 2 | ♭3 | 4 | 5 | ♭6 | 7 | 8 |

Beispiele in mehreren Tonarten
Um eine harmonische Molltonleiter sicher zu bilden, gehst Du immer vom natürlichen Moll aus und erhöhst die siebte Stufe. Die folgende Tabelle zeigt typische Beispiele. Beachte: Der internationale Ton B heißt im Deutschen H; der erniedrigte Ton B flat heißt im Deutschen B.
| Tonart | Natürliche Molltonleiter | Harmonische Molltonleiter | Erhöhter Leitton |
|---|---|---|---|
| a-Moll | A - H - C - D - E - F - G - A | A - H - C - D - E - F - Gis - A | Gis |
| e-Moll | E - Fis - G - A - H - C - D - E | E - Fis - G - A - H - C - Dis - E | Dis |
| d-Moll | D - E - F - G - A - B - C - D | D - E - F - G - A - B - Cis - D | Cis |
| c-Moll | C - D - Es - F - G - As - B - C | C - D - Es - F - G - As - H - C | H |
| g-Moll | G - A - B - C - D - Es - F - G | G - A - B - C - D - Es - Fis - G | Fis |

Warum heißt sie harmonisch?
Der Name verweist auf die harmonische Funktion der erhöhten siebten Stufe. In natürlichem a-Moll lautet der Dreiklang auf der fünften Stufe E - G - H. Das ist ein Moll-Dreiklang. In vielen Kadenzen soll die fünfte Stufe aber als starke Dominante zur Tonika zurückführen. Erhöht man G zu Gis, entsteht E - Gis - H, also ein Dur-Dreiklang auf der fünften Stufe. Mit zusätzlichem D wird daraus der Dominantseptakkord E - Gis - H - D. Dieser Akkord zieht deutlich zur Tonika A - C - E.

Leittonwirkung
Ein Leitton liegt einen Halbton unter dem Zielton. In a-Moll ist Gis der Leitton zu A. Dieser Ton wirkt spannungsvoll, weil er nach oben strebt. Wenn Du Gis - A singst, hörst Du die starke Auflösung sofort. Diese Wirkung ist ein Grund, warum harmonisches Moll für Schlusswendungen, Kadenzen und viele Begleitmuster wichtig ist.

Das besondere Intervall: die übermäßige Sekunde
Zwischen der sechsten und siebten Stufe entsteht in harmonischem Moll eine übermäßige Sekunde. In a-Moll ist das der Abstand F - Gis. Dieser Abstand umfasst drei Halbtonschritte. Er ist größer als eine große Sekunde und kleiner als eine kleine Terz, wird aber als Sekunde geschrieben, weil die Tonnamen benachbarte Stufen der Tonleiter bezeichnen: F ist die sechste Stufe, Gis die siebte Stufe.

Hörvergleich: natürliches und harmonisches Moll
Der Unterschied zwischen natürlichem und harmonischem Moll ist klein im Notenbild, aber groß im Klang. Im folgenden Beispiel hörst und siehst Du zuerst natürliches a-Moll mit G, danach harmonisches a-Moll mit Gis.

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Harmonisch, natürlich und melodisch Moll unterscheiden
In der Schule begegnen Dir häufig drei Mollformen. Sie sind Modelle, die helfen, musikalische Zusammenhänge zu erklären. In echten Musikstücken können die Töne flexibel auftreten, weil Melodie, Harmonie, Stil und Epoche zusammenwirken.
| Mollform | Kennzeichen | Beispiel in a-Moll aufwärts | Typische Wirkung |
|---|---|---|---|
| natürliches Moll | keine veränderte siebte Stufe | A - H - C - D - E - F - G - A | ruhig, modal, weniger starker Leitton |
| harmonisches Moll | erhöhte siebte Stufe | A - H - C - D - E - F - Gis - A | starke Dominante, deutlicher Leitton |
| melodisches Moll | aufwärts häufig erhöhte sechste und siebte Stufe | A - H - C - D - E - Fis - Gis - A | glattere Melodieführung zwischen sechster und siebter Stufe |

Tonleitern praktisch bilden
So bildest Du jede harmonische Molltonleiter sicher:
- Grundton: Lege zuerst den Grundton fest.
- Natürliches Moll: Schreibe die natürliche Molltonleiter mit den richtigen Vorzeichen.
- Siebte Stufe: Finde die siebte Stufe direkt unter der Oktave.
- Erhöhung: Erhöhe diese Stufe um einen Halbton.
- Leitton: Prüfe, ob der neue Ton einen Halbton unter dem Grundton liegt.
- Intervallkontrolle: Kontrolliere die Schrittfolge 2 - 1 - 2 - 2 - 1 - 3 - 1.
Beispiel: d-Moll zu harmonisch d-Moll
Natürliches d-Moll lautet D - E - F - G - A - B - C - D. Die siebte Stufe ist C. Erhöhst Du sie um einen Halbton, erhältst Du Cis. Harmonisches d-Moll lautet also: D - E - F - G - A - B - Cis - D.

Beispiel: c-Moll zu harmonisch c-Moll
Natürliches c-Moll lautet C - D - Es - F - G - As - B - C. Die siebte Stufe ist B. Erhöhst Du sie um einen Halbton, erhältst Du im deutschen Tonsystem H. Harmonisches c-Moll lautet: C - D - Es - F - G - As - H - C.

Üben mit Stimme, Instrument und Gehör
Harmonisches Moll wird leichter, wenn Du es nicht nur erklärst, sondern hörst, singst und spielst. Achte beim Üben besonders auf die Stelle zwischen sechster und siebter Stufe. Dort liegt die übermäßige Sekunde. Danach folgt der Halbtonschritt des Leittons zur Oktave.
Singübung in a-Moll
Singe zuerst langsam auf einer Silbe, zum Beispiel la. Halte die sechste Stufe bewusst aus, springe dann zur erhöhten siebten Stufe und löse zum Grundton auf. Danach singst Du rückwärts und achtest darauf, dass das Gis auch abwärts erhalten bleibt, wenn Du die harmonische Molltonleiter als Skalenmodell übst.

Spielübung mit Dreiklängen
Spiele die Tonleiter und anschließend die wichtigsten Dreiklänge: Tonika a-Moll, Subdominante d-Moll und Dominante E-Dur. Der Ton Gis ist im E-Dur-Dreiklang enthalten und erklärt die harmonische Wirkung.

Kleine Begleitfigur
Die folgende Begleitfigur verwendet die Kadenz a-Moll - d-Moll - E7 - a-Moll. Spiele sie auf dem Klavier, Keyboard, einer Gitarre oder einem anderen Instrument. Höre, wie die Dominante mit Gis zur Tonika zurückführt.
![X:1
T:Kadenz in a-Moll
M:4/4
L:1/4
K:Am
"Am" A, E A c | "Dm" D A d f | "E7" E B d ^g | "Am" A, E A c |]](/images/lilypond/a/4/a4a4u6noy51fokw5bfi388nw4bxbdzm/a4a4u6no.png)
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Typische Fehler und wie Du sie vermeidest
Beim Lernen harmonischer Molltonleitern passieren oft ähnliche Fehler. Wenn Du sie kennst, kannst Du sie gezielt vermeiden.
- Siebte Stufe: Erhöhe nur die siebte Stufe, nicht automatisch die sechste.
- Vorzeichen: Schreibe den Leitton korrekt, zum Beispiel in c-Moll H und nicht Ces.
- Intervall: Verwechsle die übermäßige Sekunde nicht mit einer kleinen Terz, auch wenn beide drei Halbtonschritte umfassen können.
- Melodisches Moll: Unterscheide harmonisches Moll von melodischem Moll, bei dem aufwärts häufig auch die sechste Stufe erhöht wird.
- Kadenz: Höre den Leitton nicht isoliert, sondern im Zusammenhang von Dominante und Tonika.
Anwendung in Musikstücken
Harmonisches Moll ist kein starres Gesetz für jede Mollmelodie. Es beschreibt ein Tonmaterial, das besonders häufig entsteht, wenn in Moll eine starke Dominante gebraucht wird. In Klassik, Filmmusik, Jazz, Popmusik, Metal und vielen weiteren Stilen kann die Skala als Klangfarbe, als Übematerial oder als Grundlage für Improvisation verwendet werden. Wichtig ist, die Skala nicht nur mechanisch zu spielen, sondern ihren Zweck zu hören: Spannung aufbauen, Leitton spüren, Auflösung gestalten.

Mini-Komposition mit harmonischem Moll
Das folgende Beispiel verbindet Tonleiter, Leitton und Kadenz. Du kannst es als Vorlage nutzen, um eine eigene viertaktige Melodie zu schreiben.

Zusammenfassung
Die harmonische Molltonleiter entsteht aus natürlichem Moll durch die Erhöhung der siebten Stufe. In a-Moll wird G zu Gis. Dadurch entsteht ein Leitton zur Tonika und eine starke Dominante auf der fünften Stufe. Ihre Schrittfolge lautet Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Halbton - übermäßige Sekunde - Halbton. Besonders wichtig sind die übermäßige Sekunde zwischen sechster und siebter Stufe sowie der Halbtonschritt vom Leitton zur Oktave. Wer harmonisches Moll sicher beherrscht, versteht viele Schlusswendungen, Begleitungen, Melodien und Improvisationsideen in Moll besser.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Veränderung erzeugt die harmonische Molltonleiter aus natürlichem Moll? (Die siebte Stufe wird erhöht) (!Die zweite Stufe wird erniedrigt) (!Die vierte Stufe wird erhöht) (!Die sechste Stufe wird entfernt)
Wie lautet harmonisches a-Moll? (A H C D E F Gis A) (!A H C D E F G A) (!A H C D E Fis Gis A) (!A B C D E F Gis A)
Welches Intervall entsteht in harmonischem Moll zwischen der sechsten und siebten Stufe? (Übermäßige Sekunde) (!Reine Quarte) (!Kleine Sekunde) (!Große Sexte)
Welche Funktion erhält die erhöhte siebte Stufe besonders deutlich? (Leitton zur Tonika) (!Grundton der Subdominante) (!Ruheton der Tonart) (!Oktave der Dominante)
Warum ist harmonisches Moll für Kadenzen in Moll wichtig? (Es ermöglicht eine starke Dominante) (!Es vermeidet alle Halbtonschritte) (!Es macht jeden Akkord zu Moll) (!Es ersetzt die Tonika durch die Subdominante)
Welche Schrittfolge passt zu harmonischem Moll? (Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton übermäßige Sekunde Halbton) (!Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Ganzton Halbton) (!Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton) (!Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton)
Welche Stufe wird in c-Moll harmonisch erhöht? (B zu H) (!Es zu E) (!As zu A) (!G zu Gis)
Welcher Akkord ist in a-Moll die typische Dominante mit Leitton? (E Dur) (!E Moll) (!D Dur) (!C Dur)
Wodurch unterscheidet sich melodisches Moll aufwärts häufig von harmonischem Moll? (Die sechste Stufe wird ebenfalls erhöht) (!Die dritte Stufe wird erhöht) (!Die fünfte Stufe wird erniedrigt) (!Die Oktave wird ausgelassen)
Was solltest Du beim Schreiben einer harmonischen Molltonleiter zuerst sicher bestimmen? (Die natürliche Molltonleiter) (!Die schnellste Spielfingerfolge) (!Die Lautstärke der Tonleiter) (!Die Taktart des Stücks)
Memory
| Harmonisches a-Moll | A H C D E F Gis A |
| Leitton | erhöhte siebte Stufe |
| Übermäßige Sekunde | drei Halbtonschritte als Sekunde |
| Dominante in a-Moll | E Dur oder E7 |
| Natürliches a-Moll | A H C D E F G A |
| Tonika in a-Moll | a-Moll |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| A H C D E F G A | Natürliches a-Moll |
| A H C D E F Gis A | Harmonisches a-Moll |
| Gis nach A | Leittonauflösung |
| F nach Gis | Übermäßige Sekunde |
| E Gis H D | Dominantseptakkord in a-Moll |
Kreuzworträtsel
| Leitton | Wie nennt man einen Ton, der im Halbtonschritt zum Grundton strebt? |
| Sekunde | Welches Intervall liegt zwischen zwei benachbarten Tonstufen? |
| Dominante | Welche Funktion steht häufig auf der fünften Stufe? |
| Tonika | Wie heißt der Ruhepunkt einer Tonart? |
| Halbton | Wie heißt der kleinste übliche Schritt im europäischen Tonsystem? |
| Oktave | Welches Intervall verbindet ersten und achten Ton einer Tonleiter? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Tonleiter hören: Höre natürliches und harmonisches a-Moll nacheinander und beschreibe den Unterschied in eigenen Worten.
- Tonleiter schreiben: Schreibe harmonisches a-Moll, d-Moll und e-Moll in Notennamen auf und markiere jeweils den Leitton.
- Singen: Singe die Töne sechste Stufe, siebte Stufe und Oktave in harmonischem Moll langsam und achte auf Spannung und Auflösung.
- Instrument üben: Spiele harmonisches a-Moll auf einem Instrument aufwärts und abwärts und nenne beim Spielen jeden Ton laut.
Standard
- Intervallanalyse: Untersuche drei harmonische Molltonleitern und bestimme alle Halbtonschritte sowie die übermäßige Sekunde.
- Kadenz gestalten: Spiele oder schreibe eine Kadenz in Moll mit Tonika, Subdominante, Dominante und Tonika.
- Hörprotokoll: Nimm Dich beim Spielen von natürlichem und harmonischem Moll auf und erkläre, wo Du den Leitton hörst.
- Lernplakat: Gestalte ein übersichtliches Plakat zur Formel 1 2 ♭3 4 5 ♭6 7 8 mit einem eigenen Tonleiterbeispiel.
Schwer
- Komposition: Schreibe eine achttaktige Melodie in harmonischem Moll, in der die übermäßige Sekunde bewusst vorkommt.
- Analyse: Suche in einem Musikstück in Moll nach einem Dominantakkord mit Leitton und erkläre seine Wirkung auf die Tonika.
- Improvisation: Improvisiere über die Akkorde a-Moll, d-Moll, E7 und a-Moll und verwende den Leitton gezielt als Spannungston.
- Vergleich: Vergleiche natürliches, harmonisches und melodisches Moll in einer kurzen Präsentation mit Notenbeispielen und Hörbeispielen.


Lernkontrolle
- Transfer in neue Tonarten: Erkläre an einem selbst gewählten Grundton, wie Du die harmonische Molltonleiter bildest, und begründe jeden Schritt.
- Harmonische Funktion: Zeige an einer Mollkadenz, warum die erhöhte siebte Stufe die Dominante stärkt.
- Intervallbegründung: Begründe, warum der Abstand zwischen sechster und siebter Stufe trotz drei Halbtonschritten als übermäßige Sekunde und nicht einfach als kleine Terz notiert wird.
- Fehlerdiagnose: Korrigiere eine falsch notierte harmonische Molltonleiter und erkläre, welcher Denkfehler vorlag.
- Höranalyse: Beschreibe an einem Hörbeispiel, woran Du harmonisches Moll erkennen kannst, ohne nur die Tonnamen zu nennen.
- Kreative Anwendung: Entwickle eine kurze Melodie, in der Leitton, Dominante und Tonika hörbar aufeinander bezogen sind.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu harmonischen Molltonleitern ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben, sondern Tonleitern sicher bilden, hören, notieren und musikalisch anwenden kannst.
- Begriffe: Du erklärst Grundton, Tonika, Dominante, Leitton, Halbton, Ganzton und übermäßige Sekunde korrekt.
- Tonleiterbildung: Du bildest harmonische Molltonleitern in mehreren Tonarten fehlerfrei.
- Notation: Du schreibst Vorzeichen und Leittöne sinnvoll und enharmonisch korrekt.
- Hören: Du erkennst den Unterschied zwischen natürlichem und harmonischem Moll.
- Analyse: Du erklärst die Rolle des Leittons in einer Mollkadenz.
- Praxis: Du spielst, singst oder komponierst ein kurzes Beispiel in harmonischem Moll.
- Reflexion: Du beschreibst, wie sich die übermäßige Sekunde und die Leittonauflösung klanglich auswirken.
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