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Problemstellungen selbstständig lösen - EKM

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Problemstellungen selbstständig lösen - EKM




Problemstellungen selbstständig lösen - EKM


Einleitung

Problemstellungen selbstständig lösen bedeutet, dass Du eine unklare, neue oder anspruchsvolle Situation so bearbeitest, dass Du den Kern des Problems erkennst, passende Strategien auswählst, Informationen gezielt nutzt, Entscheidungen begründest, Ergebnisse prüfst und Deinen Lösungsweg reflektierst. Der Zusatz EKM wird in diesem aiMOOC als Kurs- oder Modulkürzel übernommen. Im Mittelpunkt steht die Kompetenz, Problemstellungen eigenständig, methodisch und verantwortungsvoll zu bearbeiten.

Eine Problemstellung unterscheidet sich von einer Routineaufgabe. Bei einer Routineaufgabe kennst Du den Lösungsweg meistens schon. Bei einer Problemstellung ist der Weg nicht sofort klar. Du musst also selbst klären, welche Informationen wichtig sind, welche Annahmen Du triffst, welche Ziele erreicht werden sollen und woran Du erkennst, ob Deine Lösung tragfähig ist.

Dieser aiMOOC unterstützt Dich dabei, eine professionelle Problemlösehaltung zu entwickeln. Du lernst, wie Du Aufgaben analysierst, Lösungswege planst, mit Unsicherheit umgehst, Fehler produktiv nutzt und Ergebnisse überzeugend präsentierst. Die Inhalte eignen sich für Schule, Ausbildung, Studium, Projektunterricht, Berufsorientierung und alle Situationen, in denen selbstständiges Denken gefragt ist.

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Was ist eine Problemstellung?

Eine Problemstellung beschreibt eine Situation, in der ein gewünschter Zielzustand noch nicht erreicht ist und der Weg dorthin nicht vollständig vorgegeben ist. Du stehst also vor einer Lücke zwischen dem, was ist, und dem, was sein soll. Diese Lücke kann fachlich, praktisch, sozial, organisatorisch oder kreativ sein.

Ein Beispiel aus der Schule: Eine Klasse soll den Energieverbrauch im Schulgebäude senken. Die Lösung ist nicht sofort sichtbar. Es müssen Daten gesammelt, Ursachen untersucht, Beteiligte befragt, Ideen entwickelt, Kosten eingeschätzt und Maßnahmen erprobt werden. Genau hier beginnt echtes Problemlösen.

Eine gute Problemstellung ist weder zu eng noch zu unklar. Sie ist so formuliert, dass Du handeln kannst. Statt „Unsere Gruppe arbeitet schlecht“ wäre eine bessere Problemstellung: „Wie können wir die Aufgabenverteilung in unserer Projektgruppe so verbessern, dass alle Mitglieder verlässlich beitragen und Zwischenergebnisse rechtzeitig vorliegen?“


Warum selbstständiges Problemlösen wichtig ist

Selbstständiges Problemlösen ist eine zentrale Schlüsselkompetenz. Es hilft Dir, nicht nur bekanntes Wissen wiederzugeben, sondern Wissen in neuen Situationen anzuwenden. Dadurch trainierst Du Analyse, Kreativität, Urteilsfähigkeit, Kommunikation, Selbstorganisation und Verantwortung.

In vielen Lern- und Berufssituationen gibt es keine fertige Musterlösung. Du musst selbst erkennen, welche Informationen fehlen, welche Quellen zuverlässig sind, welche Lösungswege realistisch sind und wie Du mit Rückschlägen umgehst. Wer Problemstellungen selbstständig lösen kann, bleibt auch dann handlungsfähig, wenn eine Aufgabe neu, komplex oder mehrdeutig ist.

Selbstständigkeit bedeutet dabei nicht, alles allein zu machen. Du darfst und sollst Unterstützung suchen, Quellen nutzen, Rückfragen stellen und mit anderen zusammenarbeiten. Selbstständigkeit bedeutet, dass Du den Prozess bewusst steuerst: Du wartest nicht nur auf Anweisungen, sondern übernimmst Verantwortung für den nächsten sinnvollen Schritt.


Der Problemlöseprozess als Kreislauf

Viele Problemstellungen lassen sich als Prozess verstehen. Der Prozess beginnt mit der Klärung der Ausgangslage und endet nicht automatisch mit der ersten Lösung. Häufig musst Du Deine Lösung testen, bewerten, verbessern und erneut anpassen. Deshalb ist Problemlösen ein Kreislauf.

  1. Problemdefinition: Kläre, worum es genau geht, wer betroffen ist und welches Ziel erreicht werden soll.
  2. Informationsbeschaffung: Sammle relevante Daten, Beobachtungen, Fachwissen, Erfahrungen und Perspektiven.
  3. Analyse: Unterscheide Ursachen, Symptome, Rahmenbedingungen, Interessen und mögliche Risiken.
  4. Ideenfindung: Entwickle mehrere Lösungsansätze, bevor Du Dich entscheidest.
  5. Entscheidung: Wähle eine Lösung begründet aus und plane konkrete Schritte.
  6. Umsetzung: Führe Deinen Plan aus und dokumentiere wichtige Beobachtungen.
  7. Evaluation: Prüfe, ob die Lösung wirkt, und verbessere sie bei Bedarf.

Dieser Kreislauf passt zu vielen Bereichen: zu Mathematik, Naturwissenschaft, Technik, Wirtschaft, Sozialkunde, Deutsch, Kunst, Informatik, Projektarbeit und persönlichen Herausforderungen.


Schritt 1: Problem verstehen

Bevor Du eine Lösung suchst, musst Du das Problem verstehen. Viele schwache Lösungen entstehen, weil zu früh gehandelt wird. Eine gute Analyse spart später Zeit, weil sie verhindert, dass Du am eigentlichen Problem vorbeiarbeitest.

Hilfreiche Leitfragen sind: Was genau ist passiert? Was soll anders werden? Wer ist betroffen? Welche Bedingungen sind vorgegeben? Welche Informationen fehlen? Was ist nur eine Vermutung? Was wäre ein gutes Ergebnis?

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Symptom und Ursache. Wenn eine Projektgruppe Termine nicht einhält, ist das verspätete Abgeben ein Symptom. Ursachen können unklare Rollen, fehlende Zeitplanung, mangelnde Kommunikation oder unrealistische Ziele sein. Eine gute Lösung setzt möglichst an Ursachen an.


Schritt 2: Ziele und Kriterien festlegen

Ein Problem lässt sich nur sinnvoll lösen, wenn Du weißt, woran Du Erfolg erkennst. Dazu brauchst Du klare Ziele und Kriterien. Ein Ziel beschreibt, was erreicht werden soll. Ein Kriterium beschreibt, woran Du messen oder begründen kannst, ob die Lösung gut ist.

Beispiel: „Wir wollen weniger Müll in der Schule“ ist ein Ziel. Besser wird es, wenn Kriterien hinzukommen: „Die Restmüllmenge in den Klassenräumen soll innerhalb von vier Wochen sichtbar sinken, ohne dass zusätzlicher Reinigungsaufwand entsteht.“ Jetzt kann die Lösung überprüft werden.

Kriterien können fachlich, zeitlich, finanziell, sozial, ökologisch oder ethisch sein. Bei komplexen Problemstellungen stehen Kriterien manchmal im Konflikt. Eine schnelle Lösung ist nicht immer nachhaltig. Eine günstige Lösung ist nicht immer fair. Eine technisch perfekte Lösung ist nicht immer verständlich. Deshalb musst Du begründen, welche Kriterien besonders wichtig sind.


Schritt 3: Informationen gezielt beschaffen

Gute Lösungen brauchen gute Informationen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Material zu sammeln, sondern die richtigen Informationen zu finden und zu bewerten. Du solltest zwischen Fakten, Meinungen, Vermutungen und Interessen unterscheiden.

Nutze verschiedene Quellen: Fachtexte, Messdaten, Befragungen, Beobachtungen, Experimente, Statistiken, Interviews, eigene Erfahrungen und Rückmeldungen von Expertinnen und Experten. Prüfe immer, ob eine Quelle aktuell, nachvollziehbar und für Deine Fragestellung geeignet ist.

Bei digitalen Quellen ist Medienkompetenz wichtig. Achte auf Autorenschaft, Veröffentlichungsdatum, Belege, Perspektive und mögliche Absichten. Wenn zwei Quellen widersprüchliche Aussagen machen, ist das kein Hindernis, sondern ein Anlass zur genaueren Prüfung.


Schritt 4: Lösungen entwickeln

Beim Entwickeln von Lösungen hilft es, zunächst mehrere Möglichkeiten zu sammeln. Wenn Du Dich zu früh auf eine Idee festlegst, übersiehst Du vielleicht bessere Alternativen. Kreative Methoden wie Brainstorming, Mindmap, Perspektivwechsel, Skizze, Modell, Prototyp oder Experiment unterstützen Dich dabei.

Eine starke Lösungsidee ist nicht nur originell, sondern passt zur Problemstellung. Sie berücksichtigt Ziele, Kriterien, Ressourcen, Risiken und die beteiligten Menschen. Manchmal ist eine einfache Lösung besser als eine komplizierte, wenn sie zuverlässig funktioniert und verständlich umgesetzt werden kann.

Beim Entwickeln von Lösungen solltest Du auch Gegenargumente suchen. Frage Dich: Was könnte schiefgehen? Wer könnte Einwände haben? Welche Nebenwirkungen entstehen? Welche Annahme muss stimmen, damit die Lösung funktioniert?


Schritt 5: Entscheidung begründen

Eine Entscheidung ist stark, wenn sie nachvollziehbar begründet ist. Du solltest zeigen können, warum Du eine Lösung auswählst und andere verwirfst. Dafür kannst Du eine Entscheidungsmatrix nutzen. In einer Entscheidungsmatrix vergleichst Du mehrere Lösungsansätze anhand vorher festgelegter Kriterien.

Beispiel: Du vergleichst drei Ideen zur Verbesserung der Pausenhofsituation. Kriterien könnten Sicherheit, Kosten, Umsetzbarkeit, Akzeptanz und Nachhaltigkeit sein. Jede Idee wird anhand dieser Kriterien eingeschätzt. Dadurch wird sichtbar, welche Lösung unter den gegebenen Bedingungen am besten passt.

Eine gute Begründung nennt nicht nur Vorteile, sondern auch Grenzen. Professionell ist es, wenn Du sagen kannst: „Diese Lösung ist nicht perfekt, aber sie erfüllt die wichtigsten Kriterien und die Risiken können durch folgende Maßnahmen reduziert werden.“


Schritt 6: Lösung umsetzen und testen

Erst in der Umsetzung zeigt sich, ob eine Idee trägt. Plane deshalb konkrete Schritte: Wer macht was bis wann? Welche Materialien werden benötigt? Welche Informationen müssen weitergegeben werden? Welche Zwischenergebnisse werden geprüft?

Ein Test kann klein beginnen. Ein Prototyp, eine Probephase, ein Experiment oder eine Simulation helfen, Risiken zu senken. So kannst Du früh erkennen, ob Deine Lösung verständlich, wirksam und realistisch ist.

Während der Umsetzung solltest Du dokumentieren. Notiere Entscheidungen, Beobachtungen, Schwierigkeiten, Änderungen und Ergebnisse. Eine gute Dokumentation hilft Dir, Deinen Lernweg zu erklären und spätere Verbesserungen zu begründen.


Schritt 7: Ergebnisse prüfen und verbessern

Eine Lösung ist nicht automatisch gut, nur weil sie umgesetzt wurde. Prüfe sie anhand Deiner Kriterien. Hat sie das Ziel erreicht? Welche Daten oder Beobachtungen zeigen das? Was hat gut funktioniert? Was muss verändert werden?

Feedback ist dabei besonders wertvoll. Rückmeldungen von anderen zeigen Dir, wie Deine Lösung wirkt. Wichtig ist, Feedback nicht als Angriff zu verstehen, sondern als Information zur Verbesserung. Auch Fehler sind Lernquellen. Ein Fehler zeigt, welche Annahme, welcher Schritt oder welches Kriterium noch einmal geprüft werden muss.

Selbstständiges Problemlösen endet mit Reflexion. Du fragst Dich: Was habe ich gelernt? Welche Strategie war hilfreich? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Welche Kompetenz habe ich entwickelt?


Selbstreguliertes Lernen beim Problemlösen

Wer Problemstellungen selbstständig löst, steuert auch das eigene Lernen. Das nennt man Selbstreguliertes Lernen oder Selbstgesteuertes Lernen. Du setzt Ziele, planst Schritte, überwachst Deinen Fortschritt, motivierst Dich, passt Strategien an und bewertest Dein Ergebnis.

Dazu gehören Metakognition und Selbstreflexion. Metakognition bedeutet, über das eigene Denken nachzudenken. Du beobachtest also nicht nur die Aufgabe, sondern auch Deine Vorgehensweise. Du erkennst zum Beispiel, dass Du zu schnell urteilst, zu wenig überprüfst oder noch eine weitere Perspektive brauchst.

Hilfreiche Selbststeuerungsfragen sind: Was ist mein nächster sinnvoller Schritt? Habe ich das Problem wirklich verstanden? Welche Strategie passt? Was tue ich, wenn ich nicht weiterkomme? Wie erkenne ich Fortschritt? Welche Hilfe darf ich nutzen, ohne die Verantwortung abzugeben?


Umgang mit komplexen Problemstellungen

Ein komplexes Problem hat mehrere Einflussfaktoren, Beteiligte und mögliche Folgen. Es kann vernetzt, unübersichtlich, dynamisch und widersprüchlich sein. Solche Problemstellungen findest Du etwa beim Klimaschutz, in der Stadtplanung, in der Gesundheit, in der Digitalisierung, in sozialen Konflikten oder in größeren Projekten.

Bei komplexen Problemen helfen einfache Patentrezepte selten. Du brauchst ein systematisches Vorgehen, aber auch Offenheit für neue Informationen. Eine Lösung kann an einer Stelle helfen und an anderer Stelle neue Schwierigkeiten erzeugen. Deshalb solltest Du Zusammenhänge sichtbar machen, zum Beispiel mit einer Mindmap, einem Ursache-Wirkungs-Diagramm oder einem Systemmodell.

Komplexität bedeutet nicht, dass Du hilflos bist. Du kannst ein großes Problem in Teilprobleme zerlegen, Prioritäten setzen, Hypothesen prüfen und schrittweise handeln. Entscheidend ist, dass Du Veränderungen beobachtest und Deinen Plan anpasst.


Kommunikation und Zusammenarbeit

Auch selbstständige Problemlöserinnen und Problemlöser arbeiten oft mit anderen zusammen. Gute Kommunikation verbessert die Qualität einer Lösung, weil unterschiedliche Sichtweisen sichtbar werden. Wichtig sind klare Absprachen, aktives Zuhören, sachliche Kritik und faire Aufgabenverteilung.

In Gruppen solltest Du zwischen Person und Sache unterscheiden. Kritik an einer Idee ist nicht Kritik an einer Person. Formuliere Beobachtungen konkret und vermeide pauschale Vorwürfe. Statt „Du machst nie etwas“ ist besser: „Der Rechercheteil war gestern nicht fertig. Was brauchst Du, damit wir den Zeitplan einhalten können?“

Zusammenarbeit wird selbstständiger, wenn Rollen geklärt sind. Mögliche Rollen sind Moderation, Dokumentation, Recherche, Zeitmanagement, Präsentation, Qualitätsprüfung und Feedbackkoordination. Rollen können wechseln, damit alle verschiedene Kompetenzen trainieren.


Beispiel: Eine Problemstellung bearbeiten

Ausgangslage: In einer Klasse werden Gruppenarbeiten häufig ungleich verteilt. Einige Lernende übernehmen fast alles, andere beteiligen sich kaum. Die Lehrkraft gibt die Problemstellung: „Entwickelt ein Verfahren, mit dem Gruppenarbeiten fairer, transparenter und zuverlässiger organisiert werden können.“

Problemdefinition: Das Problem ist nicht nur mangelnde Motivation. Es geht auch um Rollenklärung, Zeitplanung, Sichtbarkeit von Beiträgen und verbindliche Kommunikation.

Ziele: Alle Gruppenmitglieder sollen erkennbare Beiträge leisten. Aufgaben sollen transparent verteilt werden. Zwischenergebnisse sollen rechtzeitig überprüft werden. Die Lösung soll ohne großen Zusatzaufwand im Unterricht nutzbar sein.

Lösungsideen: Eine Gruppe entwickelt ein Aufgabenboard mit Rollen, Terminen und kurzen Statusmeldungen. Eine andere Gruppe schlägt Reflexionskarten vor. Eine dritte Gruppe testet ein Punktesystem. Nach einer Entscheidungsmatrix wird eine Kombination aus Aufgabenboard und kurzer Abschlussreflexion gewählt.

Evaluation: Nach zwei Wochen wird überprüft, ob Abgaben pünktlicher sind und ob sich die Lernenden fairer beteiligt fühlen. Die Gruppe verbessert die Rollenbeschreibungen, weil einige Aufgaben vorher zu ungenau formuliert waren.

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Checkliste für Deine eigene Problemlösung

  1. Problem klären: Kannst Du in einem Satz sagen, was wirklich gelöst werden soll?
  2. Ziel bestimmen: Weißt Du, woran Du eine gute Lösung erkennst?
  3. Informationen prüfen: Sind Deine wichtigsten Informationen zuverlässig und relevant?
  4. Ursachen analysieren: Bearbeitest Du Ursachen statt nur Symptome?
  5. Alternativen entwickeln: Hast Du mehr als eine Lösungsidee geprüft?
  6. Entscheidung begründen: Kannst Du erklären, warum Deine Lösung geeignet ist?
  7. Umsetzung planen: Sind Aufgaben, Zeiten, Materialien und Zuständigkeiten klar?
  8. Ergebnis bewerten: Prüfst Du Deine Lösung anhand vorher festgelegter Kriterien?
  9. Reflexion: Kannst Du erklären, was Du gelernt hast und was Du verbessern würdest?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was unterscheidet eine Problemstellung besonders von einer Routineaufgabe? (Der Lösungsweg ist nicht sofort klar) (!Es gibt immer nur eine richtige Rechnung) (!Die Antwort steht immer direkt im Text) (!Sie kann ohne Nachdenken erledigt werden)




Was ist der erste sinnvolle Schritt beim selbstständigen Problemlösen? (Das Problem genau verstehen) (!Sofort die erstbeste Lösung umsetzen) (!Nur andere nach der Antwort fragen) (!Die Dokumentation erst am Ende beginnen)




Wozu dienen Kriterien in einem Problemlöseprozess? (Sie helfen zu beurteilen, ob eine Lösung gut ist) (!Sie ersetzen die Analyse vollständig) (!Sie machen jede Entscheidung automatisch richtig) (!Sie verhindern jede Form von Feedback)




Welche Aussage beschreibt Selbstständigkeit beim Problemlösen am besten? (Verantwortung für den eigenen Lösungsprozess übernehmen) (!Nie Hilfe annehmen) (!Immer allein arbeiten) (!Nur bekannte Aufgaben bearbeiten)




Warum ist eine Entscheidungsmatrix hilfreich? (Sie macht den Vergleich mehrerer Lösungen nachvollziehbar) (!Sie löst jedes Problem ohne weitere Prüfung) (!Sie ersetzt alle Informationen durch Zufall) (!Sie verhindert, dass Kriterien genutzt werden)




Was bedeutet Reflexion im Problemlöseprozess? (Den eigenen Weg und das Ergebnis bewusst auswerten) (!Eine Aufgabe ungeprüft abgeben) (!Nur Fehler anderer Personen suchen) (!Alle Notizen löschen)




Was ist ein Symptom in einer Problemstellung? (Ein sichtbares Anzeichen für ein tiefer liegendes Problem) (!Immer die eigentliche Ursache) (!Eine fertige Lösung) (!Ein Beweis ohne Überprüfung)




Welche Methode hilft besonders bei der Entwicklung mehrerer Lösungsideen? (Brainstorming) (!Abschreiben) (!Auswendiglernen) (!Ignorieren)




Warum sind kleine Tests oder Prototypen nützlich? (Sie zeigen früh, ob eine Lösung funktionieren kann) (!Sie verhindern jede Änderung) (!Sie machen Planung überflüssig) (!Sie ersetzen alle Ziele)




Was ist bei komplexen Problemstellungen besonders wichtig? (Zusammenhänge und Wechselwirkungen beachten) (!Nur eine Ursache betrachten) (!Alle Beteiligten ignorieren) (!Ohne Kriterien entscheiden)





Memory

Problemdefinition Was ist wirklich zu lösen?
Zielkriterium Woran wird Erfolg erkannt?
Analyse Ursachen und Zusammenhänge untersuchen
Prototyp Lösung im Kleinen testen
Evaluation Ergebnis systematisch bewerten
Reflexion Aus dem Lösungsweg lernen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aufgabe im Problemlöseprozess
Problem klären Ausgangslage und Ziel verstehen
Informationen sammeln Relevante Quellen und Daten nutzen
Lösungen entwickeln Mehrere passende Ideen finden
Entscheidung begründen Kriterien anwenden und Auswahl erklären
Ergebnis prüfen Wirkung bewerten und Verbesserungen ableiten






Kreuzworträtsel

Analyse Wie heißt die Untersuchung von Ursachen und Zusammenhängen?
Strategie Wie nennt man einen bewusst gewählten Plan zum Vorgehen?
Feedback Wie nennt man eine Rückmeldung zur Verbesserung?
Reflexion Wie heißt das Nachdenken über den eigenen Lernweg?
Prototyp Wie nennt man eine einfache Testversion einer Lösung?
Kriterium Wie heißt ein Maßstab zur Beurteilung einer Lösung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Problemstellung ist mehr als eine Aufgabe mit bekanntem Lösungsweg. Sie verlangt, dass Du den

klärst und einen passenden

beschreibst. Beim selbstständigen Problemlösen sammelst Du gezielt

und untersuchst mögliche

. Gute Lösungen entstehen, wenn Du mehrere

entwickelst und sie anhand klarer

vergleichst. Nach der Umsetzung prüfst Du das Ergebnis durch

und verbesserst Deine Strategie durch

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Problemtagebuch: Notiere drei kleine Probleme aus Deinem Alltag oder Unterricht und formuliere jeweils eine klare Problemstellung in einem Satz.
  2. Zielklärung: Wähle eine Problemstellung und schreibe drei Kriterien auf, an denen Du eine gute Lösung erkennen würdest.
  3. Ursachen finden: Erstelle zu einem Problem eine einfache Ursache-Wirkungs-Skizze und markiere, welche Ursache Du zuerst bearbeiten würdest.
  4. Feedback nutzen: Bitte eine andere Person um Rückmeldung zu Deiner Problemformulierung und überarbeite sie anschließend.


Standard

  1. Entscheidungsmatrix: Entwickle zu einer schulischen oder beruflichen Problemstellung drei Lösungsansätze und vergleiche sie anhand von mindestens vier Kriterien.
  2. Rechercheauftrag: Sammle Informationen aus mindestens drei unterschiedlichen Quellen und bewerte deren Zuverlässigkeit für Deine Problemstellung.
  3. Prototyp entwickeln: Entwirf eine kleine Testversion Deiner Lösung, zum Beispiel eine Vorlage, ein Plakat, ein Modell, einen Ablaufplan oder eine digitale Skizze.
  4. Gruppenprozess: Beobachte eine Gruppenarbeit und analysiere, welche Absprachen das Problemlösen erleichtert oder erschwert haben.


Schwer

  1. Komplexes Problem: Untersuche ein größeres Problem aus Schule, Gemeinde, Betrieb oder Gesellschaft und stelle die wichtigsten Wechselwirkungen in einem Systembild dar.
  2. Projektlösung: Plane ein eigenes Mini-Projekt zur Lösung einer realen Problemstellung und dokumentiere Ziele, Kriterien, Rollen, Zeitplan, Umsetzung und Evaluation.
  3. Konfliktanalyse: Analysiere einen Konflikt als Problemstellung, unterscheide Interessen, Positionen und Bedürfnisse und entwickle einen fairen Lösungsvorschlag.
  4. Lernportfolio: Erstelle ein Portfolio über Deinen gesamten Problemlöseprozess und reflektiere, welche Strategien Dir geholfen haben und welche Du verbessern willst.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Du bekommst eine neue Problemstellung ohne vorgegebenen Lösungsweg. Entwickle einen strukturierten Arbeitsplan und begründe, warum Deine Schritte sinnvoll aufeinander folgen.
  2. Fallanalyse: Analysiere eine gescheiterte Lösung und erkläre, ob das Problem falsch verstanden, unpassend bewertet, schlecht umgesetzt oder unzureichend überprüft wurde.
  3. Strategievergleich: Vergleiche zwei unterschiedliche Lösungswege zu derselben Problemstellung und bewerte sie anhand selbst gewählter Kriterien.
  4. Perspektivwechsel: Bearbeite eine Problemstellung aus der Sicht von mindestens drei Beteiligten und zeige, wie sich dadurch die Lösung verändert.
  5. Qualitätsprüfung: Entwickle Prüffragen, mit denen Du feststellen kannst, ob eine Lösung fachlich richtig, umsetzbar, fair und nachhaltig ist.
  6. Reflexionsleistung: Beschreibe an einem eigenen Beispiel, wie ein Fehler im Problemlöseprozess zu einer besseren Lösung geführt hat.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur eine Lösung präsentierst, sondern Deinen gesamten Denk- und Arbeitsprozess sichtbar machst.

  1. Problemformulierung: Du formulierst die Problemstellung klar, verständlich und bearbeitbar.
  2. Ziel und Kriterien: Du legst fest, woran eine gute Lösung erkannt werden kann.
  3. Analyse und Recherche: Du zeigst, welche Informationen Du genutzt und wie Du Ursachen untersucht hast.
  4. Lösungsentwicklung: Du entwickelst mehrere Möglichkeiten und begründest Deine Auswahl.
  5. Umsetzung: Du planst konkrete Schritte und dokumentierst wichtige Entscheidungen.
  6. Evaluation: Du prüfst die Wirkung Deiner Lösung anhand der Kriterien.
  7. Reflexion: Du erklärst, was Du gelernt hast und wie Du Deinen Problemlöseprozess verbessern würdest.
  8. Präsentation: Du stellst Ergebnis und Vorgehen verständlich, sachlich und adressatengerecht dar.




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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

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  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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