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Vorgehensweisen vergleichen - EKM

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Vorgehensweisen vergleichen - EKM



Einleitung

Vorgehensweisen vergleichen bedeutet, verschiedene Lösungswege, Methoden oder Strategien nicht nur nach ihrem Ergebnis, sondern auch nach ihrer Begründung, Effizienz, Nachvollziehbarkeit, Fehleranfälligkeit und Übertragbarkeit zu untersuchen. Im Kontext eines EKM wird das Kürzel hier als Erweiterter Kompetenznachweis Mathematik verstanden: Du zeigst nicht nur, dass Du eine Aufgabe lösen kannst, sondern auch, dass Du Dein Vorgehen bewusst auswählst, erklärst, vergleichst und bewertest.

Beim Vergleichen von Vorgehensweisen geht es um eine zentrale Kompetenz: Du lernst, nicht vorschnell die erstbeste Lösung zu akzeptieren, sondern mehrere Wege zu betrachten. Dadurch erkennst Du, warum eine Tabelle, eine Skizze, eine Gleichung, ein Algorithmus, eine Schätzung, eine Nutzwertanalyse oder ein erklärender Text in einer bestimmten Situation sinnvoll sein kann. Besonders in offenen Aufgaben, Projekten und EKM-Aufgaben ist das wichtig, weil es dort oft nicht nur eine einzige richtige Vorgehensweise gibt.


Ziel des aiMOOCs

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Vorgehensweisen systematisch vergleichst. Du übst, Kriterien festzulegen, Lösungswege zu dokumentieren, Vor- und Nachteile abzuwägen und eine eigene Entscheidung begründet zu vertreten. Der Kurs eignet sich besonders für Mathematik, Projektarbeit, Methodenlernen, Berufsorientierung, Wirtschaft, Naturwissenschaften und alle Situationen, in denen Du begründet zwischen mehreren Lösungswegen wählen musst.


Kompetenzen

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Problemstellungen genau erfassen und passende Ziele formulieren.
  2. Unterschiedliche Vorgehensweisen entwickeln, beschreiben und anwenden.
  3. Vergleichskriterien wie Genauigkeit, Zeitaufwand, Kosten, Verständlichkeit, Datenqualität und Fehlerrisiko sinnvoll auswählen.
  4. Ergebnisse nicht nur berechnen, sondern auch argumentativ beurteilen.
  5. Eine eigene Entscheidung transparent begründen und kritisch reflektieren.
  6. Vorgehensweisen auf neue Anwendungssituationen übertragen.


Grundidee: Was wird verglichen?

Beim Vergleich von Vorgehensweisen untersuchst Du nicht Menschen, sondern Methoden. Eine Methode ist ein geordneter Weg, um ein Ziel zu erreichen. Im EKM ist es wichtig, dass Du Deinen Weg sichtbar machst. Eine bloße Endlösung reicht nicht aus, wenn unklar bleibt, wie Du dorthin gekommen bist.


Beispiel aus dem Alltag

Stell Dir vor, Du möchtest entscheiden, welches Fahrrad Du kaufen sollst. Du könntest:

  1. Preise vergleichen: Du wählst das günstigste Fahrrad.
  2. Eine Nutzwertanalyse erstellen: Du bewertest Preis, Gewicht, Bremsen, Ausstattung und Alltagstauglichkeit.
  3. Probefahrten machen: Du entscheidest nach Erfahrung und Fahrgefühl.
  4. Testberichte recherchieren: Du nutzt Informationen anderer Personen.
  5. Mehrere Wege kombinieren: Du nutzt Daten, Erfahrung und eigene Prioritäten.

Alle Vorgehensweisen können sinnvoll sein. Entscheidend ist, welche Methode zur Fragestellung, zur Datenlage und zum Ziel passt.


Beispiel aus der Mathematik

Eine Aufgabe lautet: Welcher Handytarif ist für eine Person am günstigsten, die etwa 8 GB Datenvolumen pro Monat benötigt und häufig telefoniert? Du kannst unterschiedlich vorgehen:

  1. Tabellarischer Vergleich: Du sammelst Preise, Datenvolumen und Vertragsbedingungen.
  2. Gleichungen: Du modellierst Kosten in Abhängigkeit von Monaten oder Verbrauch.
  3. Diagramme: Du stellst Kostenverläufe grafisch dar.
  4. Schätzungen: Du prüfst zuerst grob, welche Tarife ausscheiden.
  5. Nutzwertanalyse: Du berücksichtigst auch Netzqualität, Flexibilität und Laufzeit.

Der mathematische Kern liegt nicht nur im Rechnen, sondern im begründeten Vergleich: Welche Methode macht Unterschiede sichtbar? Welche Methode ist fair? Welche Methode berücksichtigt die wichtigsten Bedingungen?


Vorgehensweisen im EKM

Ein guter EKM-Beitrag zeigt, dass Du fachlich und methodisch denkst. Du beschreibst nicht nur, was Du getan hast, sondern warum Du es getan hast. Dabei helfen Dir Leitfragen.


Leitfragen für den Vergleich

  1. Zielklarheit: Welches Ziel soll erreicht werden?
  2. Ausgangslage: Welche Informationen liegen vor?
  3. Annahmen: Welche Annahmen wurden getroffen?
  4. Methode: Welche Vorgehensweise wurde gewählt?
  5. Begründung: Warum passt diese Vorgehensweise?
  6. Vergleichskriterien: Woran wird die Methode gemessen?
  7. Ergebnis: Was kommt heraus?
  8. Reflexion: Welche Stärken und Grenzen hat der Weg?
  9. Transfer: Für welche anderen Situationen wäre der Weg geeignet?


Der Unterschied zwischen Ergebnis und Vorgehensweise

Ein Ergebnis ist die Antwort auf eine Frage. Eine Vorgehensweise ist der Weg dorthin. Zwei Lernende können dasselbe Ergebnis erhalten, aber sehr unterschiedliche Wege nutzen. Einer kann zum Beispiel mit einer Tabelle arbeiten, eine andere Person mit einer Formel. Beim Vergleich fragst Du: Welcher Weg war übersichtlich? Welcher war schneller? Welcher war genauer? Welcher lässt sich besser erklären? Welcher hilft bei ähnlichen Aufgaben?


Systematisch vergleichen

Ein systematischer Vergleich folgt einer klaren Struktur. Dadurch vermeidest Du, dass Du nur nach Gefühl entscheidest. Gefühle und Erfahrungen dürfen eine Rolle spielen, müssen aber durch nachvollziehbare Kriterien ergänzt werden.


Schritt 1: Problem verstehen

Bevor Du Vorgehensweisen vergleichst, musst Du die Aufgabe verstehen. Markiere wichtige Informationen, kläre Fachbegriffe und formuliere das Ziel in eigenen Worten. Frage Dich: Was genau soll entschieden, berechnet, erklärt oder bewertet werden?


Schritt 2: Mögliche Vorgehensweisen sammeln

Sammle mehrere Wege. Im EKM reichen oft zwei gut begründete Vorgehensweisen, manchmal sind drei oder vier sinnvoll. Wichtig ist, dass die Wege wirklich unterschiedlich sind. Eine Tabelle und ein Diagramm können zum Beispiel verschiedene Darstellungen derselben Daten sein; eine Gleichung kann dagegen ein anderes Modell darstellen.


Schritt 3: Kriterien festlegen

Ohne Kriterien ist ein Vergleich ungenau. Kriterien sind Maßstäbe, an denen Du die Vorgehensweisen prüfst. Typische Kriterien sind:

  1. Genauigkeit: Wie präzise ist das Ergebnis?
  2. Zeitaufwand: Wie lange dauert die Methode?
  3. Verständlichkeit: Kann jemand anderes den Weg nachvollziehen?
  4. Fehlersicherheit: Wie leicht entstehen Fehler?
  5. Datenbedarf: Welche Informationen werden benötigt?
  6. Übertragbarkeit: Lässt sich die Methode auf ähnliche Aufgaben anwenden?
  7. Begründbarkeit: Kannst Du die Entscheidung überzeugend erklären?
  8. Fairness: Werden alle Alternativen nach denselben Maßstäben beurteilt?


Schritt 4: Kriterien gewichten

Nicht jedes Kriterium ist gleich wichtig. Bei einer schnellen Alltagsschätzung zählt der Zeitaufwand stärker. Bei einer EKM-Präsentation können Genauigkeit, Transparenz und Begründung wichtiger sein. Eine Gewichtung zeigt, welche Kriterien besonders zählen. Du kannst zum Beispiel mit Punkten von 1 bis 5 arbeiten.


Schritt 5: Vorgehensweisen anwenden und dokumentieren

Wende die Methoden möglichst sauber an. Schreibe Zwischenschritte auf, notiere Annahmen und dokumentiere Rechnungen. Eine Vorgehensweise kann nur fair verglichen werden, wenn sie verständlich dargestellt ist.


Schritt 6: Auswerten und begründen

Am Ende formulierst Du ein begründetes Urteil. Ein gutes Urteil klingt nicht wie: Methode A ist besser. Besser ist: Für diese Aufgabe ist Methode A geeigneter, weil sie die Kostenentwicklung über mehrere Monate transparenter zeigt. Methode B ist zwar schneller, übersieht aber qualitative Kriterien wie Vertragslaufzeit und Netzabdeckung.


Kriterienraster

Ein Kriterienraster hilft Dir, Vorgehensweisen übersichtlich zu vergleichen. Es ist besonders nützlich, wenn Du mehrere Kriterien gleichzeitig beachten musst.

Kriterium Leitfrage Beispielbewertung
Genauigkeit Wie genau ist das Ergebnis? Die Gleichung liefert exakte Werte, die Schätzung nur Näherungen.
Verständlichkeit Ist der Weg gut erklärbar? Die Tabelle ist für viele Lernende leichter nachvollziehbar als eine lange Formel.
Zeitaufwand Wie schnell ist die Methode? Eine Überschlagsrechnung geht schneller als eine vollständige Nutzwertanalyse.
Datenqualität Sind die verwendeten Daten zuverlässig? Aktuelle Tarifdaten sind besser als veraltete Werbeangaben.
Übertragbarkeit Kann die Methode auf ähnliche Aufgaben angewendet werden? Ein Modell mit Variablen kann für andere Verbrauchswerte angepasst werden.
Fehlerrisiko Wo können Fehler entstehen? Viele Einzelrechnungen erhöhen das Risiko von Rechenfehlern.


Darstellungsformen

Beim Vergleichen von Vorgehensweisen spielen Darstellungsformen eine große Rolle. Sie beeinflussen, wie gut andere Deinen Gedankengang verstehen.


Tabelle

Eine Tabelle eignet sich, wenn Du Daten geordnet gegenüberstellen willst. Sie macht Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar. Tabellen sind besonders hilfreich bei Preisen, Messwerten, Eigenschaften oder Kriterien.


Diagramm

Ein Diagramm eignet sich, wenn Entwicklungen, Größenverhältnisse oder Schnittpunkte sichtbar werden sollen. Bei Tarifen, Wachstumsprozessen oder Messwertreihen kann ein Diagramm schneller Einsichten liefern als eine Tabelle.


Gleichung und Term

Eine Gleichung oder ein Term eignet sich, wenn Zusammenhänge allgemein beschrieben werden sollen. Damit kannst Du nicht nur einzelne Werte berechnen, sondern auch fragen: Was passiert, wenn sich eine Größe verändert?


Flussdiagramm

Ein Flussdiagramm zeigt Entscheidungen und Handlungsschritte. Es eignet sich, wenn eine Vorgehensweise aus mehreren Ja-Nein-Entscheidungen oder wiederholten Schritten besteht.


Textliche Begründung

Eine textliche Begründung verbindet Ergebnisse mit Argumenten. Sie erklärt, warum eine Methode passend ist. Im EKM ist sie besonders wichtig, weil sie Deine mathematische und methodische Kompetenz sichtbar macht.


Der PDCA-Zyklus als Denkmodell

Der PDCA-Zyklus beschreibt einen wiederholbaren Verbesserungsprozess: Planen, Durchführen, Prüfen und Verbessern. Für das Vergleichen von Vorgehensweisen kann er als Denkmodell genutzt werden.

  1. Plan: Du legst Ziel, Kriterien und Vorgehensweisen fest.
  2. Do: Du wendest die Vorgehensweisen an.
  3. Check: Du vergleichst Ergebnisse, Stärken und Schwächen.
  4. Act: Du optimierst Dein Vorgehen oder wählst begründet eine Methode aus.


Nutzwertanalyse als Vergleichsmethode

Eine Nutzwertanalyse ist eine strukturierte Methode, um mehrere Alternativen anhand mehrerer Kriterien zu bewerten. Sie ist besonders sinnvoll, wenn nicht nur Zahlen, sondern auch qualitative Aspekte eine Rolle spielen. Dabei vergibst Du Punkte, gewichtest Kriterien und berechnest eine Gesamtbewertung. Wichtig ist: Eine Nutzwertanalyse wirkt sehr objektiv, enthält aber subjektive Entscheidungen, zum Beispiel bei der Auswahl und Gewichtung der Kriterien. Deshalb musst Du diese Entscheidungen offen begründen.


Einfaches Beispiel einer Nutzwertanalyse

Du vergleichst drei Lernstrategien für eine Klassenarbeit: Karteikarten, Übungsaufgaben und Lernvideo. Deine Kriterien sind Verständnis, Zeitaufwand und Nachhaltigkeit. Du gewichtest Verständnis hoch, weil Du nicht nur auswendig lernen möchtest. Danach bewertest Du jede Strategie. Am Ende erhältst Du eine Rangfolge, aber Du prüfst zusätzlich, ob die Rangfolge inhaltlich sinnvoll ist.

Vorgehensweise Stärke Grenze Geeignet, wenn ...
Karteikarten Begriffe lassen sich schnell wiederholen. Zusammenhänge werden manchmal verkürzt. viele Fachbegriffe gelernt werden müssen.
Übungsaufgaben Anwendung und Rechenwege werden trainiert. Lösungen müssen kontrolliert werden. mathematische Verfahren sicher beherrscht werden sollen.
Lernvideo Erklärungen können anschaulich sein. Passives Anschauen reicht oft nicht aus. ein Einstieg oder eine Wiederholung gebraucht wird.


Paarweiser Vergleich

Beim paarweisen Vergleich vergleichst Du immer zwei Kriterien oder Alternativen miteinander. Diese Methode kann helfen, Prioritäten zu klären. Wenn Du zum Beispiel die Kriterien Preis, Qualität, Zeit und Nachhaltigkeit hast, vergleichst Du jeweils zwei Kriterien: Ist Preis wichtiger als Qualität? Ist Zeit wichtiger als Nachhaltigkeit? So entsteht eine Rangfolge.

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Vorgehensweisen in Projekten vergleichen

In Projekten müssen Vorgehensweisen oft vor Beginn der Arbeit verglichen werden. Du entscheidest zum Beispiel, ob Du ein Interview, eine Umfrage, eine Messreihe, eine Recherche oder ein Experiment durchführst. Jede Methode liefert andere Daten. Ein Interview liefert ausführliche Einzelperspektiven, eine Umfrage liefert breitere Ergebnisse, ein Experiment prüft gezielt Zusammenhänge.


Beispiel Projektplanung

Eine Lerngruppe möchte herausfinden, wie klimafreundlich der Schulweg der Klasse ist. Mögliche Vorgehensweisen sind:

  1. Umfrage: Viele Daten können schnell gesammelt werden.
  2. Interview: Einzelne Gründe und Einstellungen werden genauer sichtbar.
  3. Messung: Entfernungen oder Zeiten können objektiver erfasst werden.
  4. Recherche: Vergleichswerte und Hintergrundinformationen werden ergänzt.
  5. Mathematische Modellierung: CO₂-Werte können geschätzt und verglichen werden.

Ein guter EKM-Beitrag würde nicht nur Ergebnisse präsentieren, sondern erklären, warum die gewählte Kombination der Methoden geeignet ist.


Typische Fehler beim Vergleichen

Viele Vergleiche wirken auf den ersten Blick überzeugend, sind aber methodisch schwach. Achte besonders auf folgende Fehler:

  1. Scheinkriterien: Ein Kriterium klingt wichtig, hat aber mit der Aufgabe wenig zu tun.
  2. Unfaire Gewichtung: Ein Kriterium wird so stark gewichtet, dass das Ergebnis vorher feststeht.
  3. Unvollständige Daten: Eine Methode wird besser bewertet, obwohl wichtige Informationen fehlen.
  4. Ergebnisfixierung: Nur das Endergebnis zählt, der Lösungsweg wird nicht geprüft.
  5. Bestätigungsfehler: Du suchst nur Argumente, die Deine erste Meinung stützen.
  6. Unklare Begriffe: Begriffe wie gut, schnell oder einfach werden nicht erklärt.
  7. Nicht vergleichbare Alternativen: Die Methoden werden unter unterschiedlichen Bedingungen getestet.


Sprache des Vergleichens

Eine gute Vergleichssprache ist präzise. Sie zeigt Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Bewertungen.


Hilfreiche Satzbausteine

  1. Gemeinsamkeit: Beide Vorgehensweisen führen zu einem nachvollziehbaren Ergebnis, unterscheiden sich aber in der Darstellung.
  2. Unterschied: Während Methode A besonders übersichtlich ist, liefert Methode B genauere Werte.
  3. Vorteil: Ein Vorteil der Tabelle besteht darin, dass mehrere Alternativen gleichzeitig sichtbar werden.
  4. Nachteil: Ein Nachteil der Schätzung ist, dass kleine Unterschiede leicht übersehen werden.
  5. Einschränkung: Diese Bewertung gilt nur unter der Annahme, dass die Daten aktuell und vollständig sind.
  6. Urteil: Für die vorliegende Fragestellung ist Methode B geeigneter, weil sie die wichtigsten Kriterien transparenter abbildet.


Bewertung im EKM

Beim EKM kann die Bewertung verschiedene Bereiche umfassen. Entscheidend ist, dass Du fachliche Genauigkeit und methodische Reflexion verbindest.


Mögliche Bewertungskriterien

  1. Aufgabenverständnis: Die Problemstellung wird richtig verstanden.
  2. Methodenwahl: Die gewählten Vorgehensweisen passen zur Aufgabe.
  3. Dokumentation: Rechenwege, Quellen, Annahmen und Zwischenschritte sind nachvollziehbar.
  4. Vergleich: Die Methoden werden anhand klarer Kriterien gegenübergestellt.
  5. Begründung: Die Entscheidung wird sachlich erklärt.
  6. Reflexion: Grenzen, Fehlerquellen und Verbesserungsmöglichkeiten werden benannt.
  7. Präsentation: Ergebnisse werden verständlich und adressatengerecht dargestellt.

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Beispiel: Zwei Vorgehensweisen vergleichen


Aufgabe

Du möchtest herausfinden, welche von zwei Sparplänen nach drei Jahren günstiger ist. Sparplan A hat eine feste monatliche Einzahlung. Sparplan B startet niedriger, steigt aber jedes Jahr. Du vergleichst zwei Vorgehensweisen.


Vorgehensweise 1: Tabelle

Du trägst für jeden Monat oder jedes Jahr die Einzahlungen ein und summierst sie. Diese Methode ist übersichtlich und leicht kontrollierbar. Sie eignet sich besonders, wenn konkrete Einzelwerte gefragt sind.


Vorgehensweise 2: Term oder Formel

Du beschreibst die Einzahlungen mit einem Term. Diese Methode ist abstrakter, aber stärker übertragbar. Sie eignet sich besonders, wenn Du verschiedene Laufzeiten berechnen oder allgemeine Aussagen treffen willst.


Vergleichsurteil

Für eine einmalige Entscheidung nach drei Jahren reicht eine Tabelle oft aus. Wenn aber mehrere Laufzeiten untersucht werden sollen, ist ein Term geeigneter, weil er flexibler ist. Im EKM wäre eine starke Lösung, beide Methoden zu verwenden: Die Tabelle macht das Ergebnis anschaulich, der Term zeigt die mathematische Struktur.


Checkliste für Deinen EKM-Vergleich

  1. Fragestellung: Ich habe die Aufgabe in eigenen Worten formuliert.
  2. Alternativen: Ich habe mindestens zwei unterschiedliche Vorgehensweisen beschrieben.
  3. Kriterien: Ich habe passende Vergleichskriterien festgelegt.
  4. Dokumentation: Ich habe Rechenwege, Tabellen, Skizzen oder Modelle nachvollziehbar dargestellt.
  5. Bewertung: Ich habe Stärken und Grenzen jeder Vorgehensweise benannt.
  6. Entscheidung: Ich habe begründet, welche Vorgehensweise für die Aufgabe am besten passt.
  7. Reflexion: Ich habe Fehlerquellen, Annahmen und Verbesserungsmöglichkeiten geprüft.
  8. Transfer: Ich habe erklärt, wann die Vorgehensweise auch in anderen Aufgaben sinnvoll wäre.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet es, Vorgehensweisen zu vergleichen? (Mehrere Lösungswege anhand klarer Kriterien zu untersuchen) (!Nur das schnellste Ergebnis auszuwählen) (!Alle Rechnungen ohne Begründung aufzuschreiben) (!Eine Methode zufällig zu wählen)




Welches Kriterium prüft, ob andere Deinen Lösungsweg verstehen können? (Verständlichkeit) (!Geschwindigkeit) (!Zufall) (!Lautstärke)




Warum sind Kriterien beim Vergleich wichtig? (Sie machen die Bewertung nachvollziehbar) (!Sie ersetzen jede Rechnung) (!Sie verhindern, dass man Alternativen betrachtet) (!Sie sorgen dafür, dass immer die erste Methode gewinnt)




Welche Darstellungsform eignet sich besonders zum geordneten Gegenüberstellen von Daten? (Tabelle) (!Gedicht) (!Rätsel) (!Karikatur)




Was ist eine Stärke einer Gleichung oder eines Terms? (Sie können Zusammenhänge allgemein beschreiben) (!Sie vermeiden jede Begründung) (!Sie sind immer einfacher als Tabellen) (!Sie liefern ohne Daten automatisch richtige Ergebnisse)




Was ist eine Nutzwertanalyse? (Eine Methode zur Bewertung mehrerer Alternativen anhand mehrerer Kriterien) (!Eine Methode zum Auswendiglernen von Formeln) (!Ein Verfahren zum Vermeiden von Entscheidungen) (!Eine reine Schätzung ohne Begründung)




Was gehört zu einer guten Reflexion im EKM? (Grenzen und Fehlerquellen des eigenen Vorgehens benennen) (!Nur das Endergebnis wiederholen) (!Andere Methoden grundsätzlich ablehnen) (!Alle Annahmen verschweigen)




Welche Aussage ist ein begründetes Vergleichsurteil? (Für diese Aufgabe ist Methode A geeigneter, weil sie die Kostenentwicklung transparenter zeigt) (!Methode A ist besser, weil ich sie mag) (!Methode B ist falsch, weil sie länger dauert) (!Ich nehme irgendeine Methode)




Was bedeutet Gewichtung von Kriterien? (Man legt fest, welche Kriterien stärker zählen) (!Man löscht unwichtige Ergebnisse) (!Man verändert Daten ohne Begründung) (!Man bewertet alle Kriterien heimlich)




Warum kann es sinnvoll sein, zwei Methoden zu kombinieren? (Weil sich Anschaulichkeit und Genauigkeit ergänzen können) (!Weil man dann keine Entscheidung begründen muss) (!Weil eine Methode immer falsch sein muss) (!Weil Tabellen und Formeln nie zusammenpassen)





Memory

Kriterium Maßstab für den Vergleich
Tabelle Geordnete Gegenüberstellung
Diagramm Grafische Darstellung
Term Allgemeiner mathematischer Ausdruck
Reflexion Kritische Rückschau
Nutzwertanalyse Bewertung mit gewichteten Kriterien
Annahme Voraussetzung einer Lösung
Transfer Anwendung auf neue Situationen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Zielklarheit Was soll erreicht werden?
Datenlage Welche Informationen stehen zur Verfügung?
Kriterienwahl Woran werden die Vorgehensweisen gemessen?
Dokumentation Wie wird der Lösungsweg nachvollziehbar dargestellt?
Reflexion Welche Grenzen und Verbesserungsmöglichkeiten gibt es?
Transfer Wo kann die Methode erneut angewendet werden?





Kreuzworträtsel

Kriterien Maßstäbe, mit denen Vorgehensweisen beurteilt werden
Tabelle Darstellungsform mit Zeilen und Spalten
Diagramm Grafische Darstellung von Daten
Methode Geordneter Weg zum Ziel
Reflexion Kritische Rückschau auf das eigene Vorgehen
Transfer Übertragung auf eine neue Situation





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Vergleichen von Vorgehensweisen prüfst Du nicht nur das Ergebnis, sondern auch den

. Ein guter Vergleich braucht klare

. Eine Tabelle eignet sich besonders, wenn Daten übersichtlich

werden sollen. Ein Term ist hilfreich, wenn ein Zusammenhang allgemein

werden soll. In einer Nutzwertanalyse werden Kriterien häufig unterschiedlich

. Eine starke EKM-Lösung erklärt, warum eine Methode zur

passt. Zur Reflexion gehört es, mögliche

zu benennen. Durch Transfer zeigst Du, dass Du eine Vorgehensweise auf neue Situationen

kannst.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Methodenliste: Sammle zu einer einfachen Alltagsentscheidung drei mögliche Vorgehensweisen und beschreibe jede in zwei Sätzen.
  2. Kriterienkarte: Erstelle eine Karte mit fünf Kriterien, die beim Vergleich von Lösungswegen wichtig sein können.
  3. Tabellenvergleich: Vergleiche zwei Lernmethoden in einer Tabelle mit den Kriterien Zeitaufwand, Verständlichkeit und Nutzen.
  4. Satzbausteine: Formuliere fünf Vergleichssätze mit während, dagegen, geeigneter, weniger passend und unter der Annahme.


Standard

  1. EKM-Beispielaufgabe: Wähle eine mathematische Sachaufgabe und löse sie mit zwei unterschiedlichen Vorgehensweisen.
  2. Kriterienraster: Entwickle ein Kriterienraster für den Vergleich von Tabelle, Diagramm und Gleichung.
  3. Nutzwertanalyse: Führe eine einfache Nutzwertanalyse zu einer Entscheidung aus Deinem Alltag durch und begründe Deine Gewichtung.
  4. Fehleranalyse: Vergleiche zwei fehlerhafte Lösungswege und erkläre, welcher Fehler jeweils entstanden ist.


Schwer

  1. Methodenkritik: Untersuche eine komplexe Entscheidung, bei der quantitative und qualitative Kriterien eine Rolle spielen, und bewerte mindestens drei Vorgehensweisen.
  2. Transferaufgabe: Übertrage eine Vorgehensweise aus der Mathematik auf ein Problem aus Wirtschaft, Umwelt oder Berufsorientierung.
  3. Präsentation: Erstelle eine kurze EKM-Präsentation, in der Du Deine Methodenwahl, Deinen Vergleich und Dein Urteil verteidigst.
  4. Reflexionsbericht: Schreibe einen Bericht darüber, wie sich Deine Entscheidung verändert hätte, wenn Du andere Kriterien stärker gewichtet hättest.



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Lernkontrolle

  1. Vergleichsurteil: Du erhältst zwei verschiedene Lösungen zu derselben Sachaufgabe. Beurteile, welche Vorgehensweise für eine Präsentation besser geeignet ist, und begründe mit mindestens drei Kriterien.
  2. Methodenwahl: Entwickle für eine offene EKM-Aufgabe zwei verschiedene Lösungswege und erkläre, welche Informationen Du jeweils brauchst.
  3. Kriterienkritik: Prüfe ein vorgegebenes Kriterienraster darauf, ob es fair, vollständig und zur Aufgabe passend ist.
  4. Transferleistung: Übertrage die Methode der Nutzwertanalyse auf eine Entscheidung in der Berufsorientierung und reflektiere ihre Grenzen.
  5. Fehlerquellenanalyse: Beschreibe, welche Fehler entstehen können, wenn man Vorgehensweisen nur nach dem Endergebnis beurteilt.
  6. Argumentation: Formuliere ein begründetes Urteil, in dem Du eine schnelle Schätzung und eine genaue Berechnung gegeneinander abwägst.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Vorgehensweisen vergleichen - EKM solltest Du zeigen, dass Du eine Problemstellung eigenständig bearbeitest und Deine Methodenwahl begründest. Wichtig sind:

  1. Problemverständnis: Du formulierst die Aufgabe, das Ziel und die Rahmenbedingungen klar.
  2. Methodenvielfalt: Du stellst mindestens zwei unterschiedliche Vorgehensweisen dar.
  3. Fachliche Richtigkeit: Rechnungen, Daten, Begriffe und Darstellungen sind korrekt.
  4. Kriterienorientierung: Du vergleichst die Vorgehensweisen anhand passender Kriterien.
  5. Transparenz: Deine Annahmen, Zwischenschritte und Entscheidungen sind nachvollziehbar.
  6. Begründetes Urteil: Du erklärst, welche Vorgehensweise für die konkrete Aufgabe am geeignetsten ist.
  7. Reflexion: Du benennst Grenzen, Fehlerquellen und mögliche Verbesserungen.
  8. Transfer: Du zeigst, wie sich eine Methode auf andere Aufgaben übertragen lässt.
  9. Präsentationskompetenz: Du stellst Ergebnisse verständlich, strukturiert und adressatengerecht dar.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Beim Vergleichen von Vorgehensweisen untersuchst Du, welcher Lösungsweg in einer bestimmten Situation besonders passend ist. Dazu brauchst Du klare Kriterien, eine nachvollziehbare Dokumentation und eine begründete Bewertung. Im EKM ist diese Kompetenz besonders wichtig, weil Du nicht nur Ergebnisse präsentieren sollst, sondern zeigen musst, dass Du mathematische und methodische Entscheidungen bewusst treffen kannst. Ein starker Vergleich ist transparent, fair, kritisch und übertragbar.

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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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