Bob Dylan - Everything Is Broken


Bob Dylan - Everything Is Broken
Einleitung
Bob Dylan – Everything Is Broken ist ein Song aus dem Album Oh Mercy von 1989. Er eignet sich besonders gut für einen aiMOOC, weil er Musik, Sprache, Gesellschaftskritik, Blues, Rockmusik und Medienkompetenz miteinander verbindet. In diesem Kurs untersuchst Du, wie ein kurzer, energischer Song den Eindruck einer beschädigten Welt erzeugt, ohne dass hier der urheberrechtlich geschützte vollständige Liedtext wiedergegeben wird. Du arbeitest stattdessen mit Hören, Analyse, Kontextwissen, Interpretation und eigenen Formulierungen.

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Im Mittelpunkt steht nicht nur die Frage, was der Song aussagt, sondern vor allem, wie er diese Wirkung erzeugt: durch Reihung, Wiederholung, Rhythmus, Klangfarbe, Stimme, Instrumentierung und eine bildhafte Sprache, die viele Erscheinungen des Alltags als beschädigt, gestört oder aus dem Gleichgewicht geraten darstellt. Der Song kann im Musikunterricht, im Englischunterricht, in Deutsch, in Ethik, in Politische Bildung oder in einer fächerübergreifenden Projektarbeit verwendet werden.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du den Song Everything Is Broken in seinem musikalischen und kulturellen Zusammenhang einordnen. Du lernst, einen Song zu analysieren, ohne lange Textstellen zu zitieren. Du erkennst typische Mittel wie Leitmotiv, Katalog, Metapher, Anapher, Kontrast, Groove und Klangraum. Außerdem übst Du, wie man aus einem musikalischen Werk eigene Deutungen entwickelt und diese begründet.
- Songanalyse: Du beschreibst musikalische und sprachliche Gestaltungsmittel.
- Kontextualisierung: Du ordnest den Song in das Album Oh Mercy, die späten 1980er Jahre und Bob Dylans Werk ein.
- Hörkompetenz: Du erkennst Instrumente, Tempo, Stimmung und Klangwirkung.
- Interpretation: Du erklärst, wie der Song eine Krisenwahrnehmung gestaltet.
- Medienkompetenz: Du gehst verantwortungsvoll mit offiziellen Quellen, YouTube, Wikimedia Commons und Urheberrecht um.
Grundinformationen zum Song
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Künstler | Bob Dylan |
| Songtitel | Everything Is Broken |
| Album | Oh Mercy |
| Erscheinungsjahr des Albums | 1989 |
| Position auf dem Album | Dritter Titel |
| Songwriter | Bob Dylan |
| Produzent | Daniel Lanois |
| Stilistische Nähe | Rockmusik, Blues, Folk-Rock |
| Zentrales Analysefeld | Darstellung von Krise, Zerfall, Störung und Weltwahrnehmung |
Everything Is Broken steht auf einem Album, das häufig als wichtiger Einschnitt in Dylans Werk der späten 1980er Jahre betrachtet wird. Oh Mercy verbindet Dylans Stimme und seine Songwriting-Tradition mit einem atmosphärischen, räumlichen Klangbild. Der Produzent Daniel Lanois ist dafür bekannt, musikalische Räume zu schaffen, in denen Hall, dunkle Farben, Gitarrenklänge und sparsame Arrangements eine besondere Spannung erzeugen.

Bob Dylan als Songwriter
Bob Dylan gehört zu den einflussreichsten Singer-Songwritern der Pop- und Rockgeschichte. Seine Lieder verbinden oft Poesie, Erzählung, Blues, Folk, Rockmusik, Bibel-Anspielungen, Alltagssprache und politische oder moralische Fragen. Er arbeitet häufig mit offenen Bildern, vieldeutigen Sprechhaltungen und einer Stimme, die nicht einfach erklärt, sondern beobachtet, anklagt, spottet oder rätselt.
Für die Analyse ist wichtig: Dylan schreibt selten einfache Botschaftslieder. Selbst wenn ein Song klar und direkt wirkt, entstehen die Bedeutungen meist aus dem Zusammenspiel von Text, Performance, Rhythmus, Ironie, Tradition und Klang. In Everything Is Broken entsteht die Wirkung besonders durch die ständige Wiederkehr eines Grundgedankens: Die Welt erscheint nicht als geordnetes System, sondern als Ansammlung von Defekten, Rissen und Störungen.
Historischer Kontext: Oh Mercy und die späten 1980er Jahre
Oh Mercy erschien 1989, also in einer Zeit großer politischer, kultureller und medialer Umbrüche. Der Kalte Krieg ging seinem Ende entgegen, Konsumkultur und Massenmedien prägten den Alltag, und viele Menschen erlebten Beschleunigung, Unsicherheit und Wandel. Der Song muss nicht als direkter Kommentar zu einem einzelnen Ereignis gelesen werden. Er wirkt eher wie eine verdichtete Krisendiagnose: Viele kleine Beobachtungen ergeben zusammen ein Bild der beschädigten Gegenwart.

Das Album wurde mit Daniel Lanois produziert. Lanois' Klangästhetik kann man als atmosphärisch, erdig und zugleich räumlich beschreiben. Besonders die Nähe zu Blues, Gospel, Folk und Rockmusik macht Oh Mercy zu einem passenden Rahmen für einen Song, der zwischen lakonischer Bestandsaufnahme und energiegeladener Anklage steht. Die Beteiligung von Instrumenten wie Gitarre, Harmonika, Dobro, Bass, Schlagzeug und Perkussion unterstützt die rohe, vorwärtsdrängende Wirkung.
Musikalische Analyse
Tempo, Groove und Energie
Everything Is Broken ist ein eher schneller, treibender Song. Die Musik wirkt nicht klagend im Sinne einer langsamen Ballade, sondern angespannt, vorwärtsgerichtet und fast unruhig. Diese Bewegung ist entscheidend: Die Darstellung einer beschädigten Welt wird nicht ruhig betrachtet, sondern in schneller Folge vorgetragen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Störungen überall zugleich auftreten.
Der Groove verbindet Elemente aus Rockmusik und Blues. Die rhythmische Stabilität erzeugt einen starken Kontrast zum Inhalt: Während die Welt im Text brüchig wirkt, hält die Musik einen festen Puls. Dieser Gegensatz kann so gedeutet werden, dass der Song selbst eine Ordnung gegen das Chaos setzt. Das Hören wird dadurch körperlich: Du spürst den Beat, während die Bilder der Störung an Dir vorbeiziehen.
Klangfarbe und Instrumentierung
Die Instrumentierung ist erdig und direkt. Dylans Stimme steht im Vordergrund, aber sie ist von Gitarren, Bass, Schlagzeug und perkussiven Akzenten umgeben. Der Einsatz von Harmonika und Dobro verweist auf amerikanische Musiktraditionen wie Blues, Folk und Country. Diese Bezüge sind nicht bloße Dekoration. Sie geben dem Song eine historische Tiefe: Die Klage über eine beschädigte Welt steht in einer langen Tradition von Musik, die Leid, Arbeit, Ungerechtigkeit, Enttäuschung und Widerstand ausdrückt.
Ein Dobro beziehungsweise eine Resonatorgitarre besitzt einen metallischen, durchsetzungsfähigen Klang. In einem Song wie Everything Is Broken kann dieser Klang wie ein akustisches Zeichen für Härte, Reibung und Bruch wirken. Die Musik klingt nicht glatt. Gerade diese Rauheit macht die Aussage glaubwürdig.
Stimme und Sprechhaltung
Dylans Vortrag wirkt knapp, direkt und manchmal fast trocken. Die Sprechhaltung ist nicht sentimental. Sie erinnert eher an jemanden, der eine Liste von Defekten vorträgt und dabei immer sicherer wird, dass sich die Einzelbeispiele zu einem größeren Muster verbinden. Die Stimme vermittelt Distanz und Dringlichkeit zugleich. Sie sagt nicht: „Ich bin traurig“, sondern erzeugt eine Welt, in der das Beschädigte überall sichtbar wird.
Für Deine Analyse kannst Du auf folgende Fragen achten: Klingt die Stimme klagend, spöttisch, warnend oder nüchtern? Wo entsteht Druck? Wie verändert sich die Wirkung, wenn Du nur auf die Stimme hörst und die Instrumente ausblendest? Welche Rolle spielt die Wiederholung des Titels als musikalischer und gedanklicher Fixpunkt?
Sprachliche Analyse
Der Song als Listenlied
Ein zentrales Merkmal ist die Form des Listenliedes. Viele einzelne Beobachtungen werden aneinandergereiht. Aus dieser Reihung entsteht eine Überfülle: Nicht nur ein Gegenstand oder ein Gefühl ist beschädigt, sondern scheinbar die gesamte Erfahrungswelt. Dieses Verfahren erinnert an Katalog-Techniken in der Lyrik, aber auch an mündliche Formen wie Predigt, Anklage, Spottlied oder Blues-Strophe.
Die Reihung hat mehrere Wirkungen. Sie erzeugt Tempo, weil immer neue Beispiele folgen. Sie erzeugt Komik, weil manche Bilder überraschend oder übertrieben wirken können. Sie erzeugt Ernst, weil die Wiederholung aus vielen Einzelbildern eine umfassende Diagnose macht. Sie erzeugt außerdem Offenheit, weil Du nicht nur eine einzige Deutung finden musst. Der Song kann gesellschaftlich, psychologisch, ökologisch, politisch oder existenziell gelesen werden.
Leitmotiv und Wiederholung
Das Leitmotiv des Gebrochenseins bündelt die Beobachtungen. Ein Leitmotiv ist ein wiederkehrendes Element, das Bedeutung stiftet. In diesem Song funktioniert es wie ein Magnet: Viele einzelne Bilder werden auf eine gemeinsame Wahrnehmung bezogen. Die Wiederholung verstärkt die Aussage, aber sie kann auch ironisch wirken, weil sie so konsequent ist, dass sie fast überzeichnet erscheint.
Wichtig ist: Eine Wiederholung ist nicht automatisch simpel. In der Popmusik und im Blues kann Wiederholung eine tiefere Wirkung entfalten, weil sie Hörerinnen und Hörer in einen Zustand hineinzieht. Der Gedanke wird nicht nur verstanden, sondern körperlich erfahren. Du hörst ihn, erwartest ihn und beginnst, die Welt des Songs nach diesem Muster wahrzunehmen.
Metaphern und Weltbilder
Der Song arbeitet mit metaphorischen Vorstellungen von Bruch, Defekt und Störung. Eine Metapher überträgt Bedeutung von einem Bereich auf einen anderen. Wenn etwas als beschädigt erscheint, kann damit ein Gegenstand gemeint sein, aber auch ein Verhältnis, ein Gefühl, eine Gesellschaft, eine Hoffnung oder eine Wahrnehmung. Dadurch bleibt der Song offen.
Diese Offenheit macht ihn für den Unterricht wertvoll. Du kannst untersuchen, ob die Bilder eher eine äußere Wirklichkeit beschreiben oder eine innere Stimmung. Vielleicht zeigt der Song beides zugleich: Eine Welt voller realer Probleme und eine Person, deren Blick so geprägt ist, dass sie überall Brüche sieht. Gute Interpretation hält solche Mehrdeutigkeit aus und begründet, welche Lesart am überzeugendsten ist.
Deutung: Was ist eigentlich „broken“?
In einer engen Lesart beschreibt der Song eine Reihe von Dingen, die nicht funktionieren. In einer weiteren Lesart geht es um eine beschädigte Gesellschaft, in der Beziehungen, Versprechen, Werte und Gewissheiten Risse bekommen haben. In einer existenziellen Lesart zeigt der Song eine Grundstimmung: Die Welt fühlt sich unzuverlässig an. In einer medienkritischen Lesart kann man ihn als Kommentar auf eine Kultur verstehen, die ständig Defekte meldet, Krisen sichtbar macht und Menschen mit Störungen überflutet.
Diese Deutungen schließen sich nicht aus. Gerade die Stärke des Songs liegt darin, dass konkrete Bilder und abstrakte Bedeutung ineinandergreifen. Ein kaputter Gegenstand kann für eine kaputte Ordnung stehen. Ein gestörter Alltag kann ein Symbol für eine erschütterte Welt sein. Ein schneller Rocksong kann eine Form der Krisenkommunikation werden.
Vergleich mit Blues und Rocktradition
Everything Is Broken steht in der Nähe des Blues, ohne einfach ein traditioneller Blues zu sein. Der Blues arbeitet häufig mit Wiederholung, Klage, lakonischem Humor, Alltagssprache und musikalischer Spannung. Auch Rockmusik lebt oft von Energie, Direktheit und dem Gefühl, dass Musik gegen gesellschaftliche Erstarrung anläuft. Dylan verbindet diese Traditionen mit seiner eigenen poetischen Sprache.
Ein Vergleich lohnt sich mit anderen Dylan-Songs, die Weltzustände in knappen Bildern beschreiben. Auch Songs wie A Hard Rain's a-Gonna Fall, Subterranean Homesick Blues oder Political World arbeiten mit Verdichtung, Tempo und Beobachtung. Everything Is Broken ist jedoch besonders konzentriert: Der Titelgedanke wirkt wie ein Brennglas, durch das alle Beobachtungen gesehen werden.
Urheberrecht und Arbeit mit Songtexten
Da der vollständige Liedtext urheberrechtlich geschützt ist, wird er in diesem aiMOOC nicht abgedruckt. Für Deine Analyse bedeutet das: Du kannst den Song legal über offizielle Quellen anhören, eigene Notizen machen und kurze Begriffe oder Motive beschreiben, ohne längere Textpassagen zu kopieren. Das ist eine wichtige Kompetenz im Umgang mit Musik, Internet, Schule und OER.
Für Unterricht und Präsentationen gilt: Nutze möglichst offizielle Audio- oder Videoquellen, zitiere nur sehr kurze Ausschnitte, wenn es pädagogisch notwendig ist, und formuliere Deine Deutung in eigenen Worten. So lernst Du, kreativ und wissenschaftsnah zu arbeiten, ohne Rechte anderer zu verletzen.
Analysewerkzeug: So gehst Du vor
- Erstes Hören: Höre den Song einmal vollständig und notiere nur Stimmung, Tempo und erste Eindrücke.
- Zweites Hören: Achte auf Stimme, Schlagzeug, Gitarre, Bass, Harmonika und Klangraum.
- Struktur erkennen: Markiere, wann sich Reihung, Wiederholung und musikalische Spannung verdichten.
- Bildsprache deuten: Beschreibe in eigenen Worten, welche Welt der Song entwirft.
- Kontext prüfen: Beziehe Album, Entstehungszeit, Produzent und musikalische Tradition ein.
- Eigene These: Formuliere eine klare Deutung, die Du mit Beobachtungen am Song begründest.
Unterrichtsideen
Der Song kann als Ausgangspunkt für eine Unterrichtseinheit zur Songanalyse genutzt werden. Im Englischunterricht steht die Arbeit mit englischer Sprache, Sprachbildern und kulturellem Kontext im Vordergrund. Im Musikunterricht geht es stärker um Rhythmus, Instrumente, Arrangement und Performance. In Deutsch oder Ethik können die Lernenden über moderne Krisenerfahrungen, Medienbilder, Alltagssprache und Symbole sprechen. In Politische Bildung lässt sich diskutieren, wie Popmusik gesellschaftliche Stimmungen ausdrückt, ohne ein politisches Programm zu formulieren.
Eine starke Aufgabe besteht darin, den Song mit heutigen Krisendiskursen zu vergleichen: Klimawandel, digitale Überforderung, soziale Spaltung, Krieg, Konsum, psychische Belastung oder Vertrauensverlust. Dabei geht es nicht darum, den Song auf ein einziges Thema festzulegen, sondern seine Offenheit produktiv zu nutzen.
Fachbegriffe
| Begriff | Erklärung | Anwendung auf den Song |
|---|---|---|
| Leitmotiv | Ein wiederkehrendes Bedeutungselement | Der Gedanke des Gebrochenseins verbindet viele Beobachtungen. |
| Reihung | Aneinanderfügen ähnlicher Elemente | Viele Beispiele erzeugen den Eindruck einer umfassenden Krise. |
| Metapher | Sprachliches Bild durch Bedeutungsübertragung | Bruch und Defekt können für gesellschaftliche oder innere Zustände stehen. |
| Groove | Körperlich spürbares rhythmisches Grundgefühl | Der treibende Puls verstärkt Energie und Dringlichkeit. |
| Klangfarbe | Charakter eines Tons oder Instrumentenklangs | Rauhe Gitarren und Stimme unterstützen die Krisenstimmung. |
| Kontextualisierung | Einordnung in historische und kulturelle Zusammenhänge | Album, Jahr, Produzent und Musiktradition erweitern die Deutung. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Auf welchem Album erschien der Song Everything Is Broken? (Oh Mercy) (!Blonde on Blonde) (!Highway 61 Revisited) (!Time Out of Mind)
Wer schrieb Everything Is Broken? (Bob Dylan) (!Daniel Lanois) (!Malcolm Burn) (!Tony Hall)
Welcher Produzent prägte den Klang des Albums Oh Mercy? (Daniel Lanois) (!George Martin) (!Quincy Jones) (!Rick Rubin)
Welche musikalische Tradition ist für die Deutung des Songs besonders wichtig? (Blues) (!Operette) (!Barockfuge) (!Techno-Minimalismus)
Welches sprachliche Verfahren prägt den Song besonders stark? (Reihung) (!Dialogform) (!Sonettform) (!Erzählperspektive eines Romans)
Warum wird der vollständige Liedtext in diesem aiMOOC nicht abgedruckt? (Weil der Liedtext urheberrechtlich geschützt ist) (!Weil der Song keinen Text besitzt) (!Weil Songtexte im Unterricht grundsätzlich verboten sind) (!Weil Musik nur instrumental analysiert werden darf)
Was meint ein Leitmotiv in der Songanalyse? (Ein wiederkehrendes Bedeutungselement) (!Ein zufälliger Aufnahmefehler) (!Ein einzelner Akkord ohne Bedeutung) (!Eine Liste aller beteiligten Musiker)
Welche Wirkung hat die schnelle Reihung vieler Bilder im Song? (Sie erzeugt den Eindruck einer umfassenden Störung) (!Sie macht den Song zu einer reinen Liebesballade) (!Sie verhindert jede Interpretation) (!Sie ersetzt alle musikalischen Elemente)
Welche Aussage passt am besten zur Stimme Bob Dylans in diesem Song? (Sie wirkt direkt, rau und dringlich) (!Sie klingt wie ein klassischer Opernsopran) (!Sie ist vollständig ohne Rhythmus gesprochen) (!Sie wird durchgehend von einem Kinderchor ersetzt)
Was ist eine gute Vorgehensweise bei der Analyse eines urheberrechtlich geschützten Songs? (Eigene Beobachtungen formulieren und nur sehr kurze Ausschnitte verwenden) (!Den gesamten Liedtext kopieren) (!Nur fremde Deutungen abschreiben) (!Die Musik ohne Hören beurteilen)
Memory
| Bob Dylan | Songwriter |
| Oh Mercy | Album |
| Daniel Lanois | Produzent |
| New Orleans | Aufnahmeumfeld |
| Bluesrock | Stilnähe |
| Listenlied | Reihung |
| Dobro | Resonatorgitarre |
| Leitmotiv | Wiederholung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Albumkontext | Oh Mercy |
| Klanggestaltung | Daniel Lanois |
| Musiktradition | Blues |
| Sprachform | Listenlied |
| Zentralmotiv | Gebrochensein |
| Analysehaltung | Eigene Deutung |
...
Kreuzworträtsel
| Dylan | Wie heißt der Songwriter mit Nachnamen? |
| Lanois | Wie heißt der Produzent mit Nachnamen? |
| Mercy | Welches Wort steht im Albumtitel nach Oh? |
| Blues | Welche Musiktradition arbeitet oft mit Klage und Wiederholung? |
| Metapher | Wie nennt man ein sprachliches Bild? |
| Groove | Wie nennt man das rhythmische Grundgefühl eines Songs? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre den Song über eine offizielle Quelle und notiere in fünf Sätzen, welche Stimmung, welches Tempo und welche Instrumente Dir auffallen.
- Wortfeld: Erstelle ein Wortfeld zu den Begriffen Bruch, Defekt, Störung und Krise, ohne den Liedtext zu kopieren.
- Bildvergleich: Suche ein lizenzfreies Bild auf Wikimedia Commons, das für Dich eine beschädigte Welt symbolisiert, und begründe Deine Auswahl.
- Kurzdeutung: Formuliere eine These in einem Satz, worum es im Song aus Deiner Sicht geht.
Standard
- Songanalyse: Schreibe eine Analyse von 400 bis 600 Wörtern, in der Du Stimme, Rhythmus, Reihung und Leitmotiv untersuchst.
- Kontextrecherche: Recherchiere zu Oh Mercy und erkläre, warum das Album für Bob Dylans Werk der späten 1980er Jahre wichtig ist.
- Vergleich: Vergleiche Everything Is Broken mit einem anderen Song, der gesellschaftliche Krisen oder Unsicherheit thematisiert.
- Präsentation: Gestalte eine fünfminütige Präsentation, in der Du erklärst, wie Musik eine Krisenstimmung erzeugen kann.
Schwer
- Interpretationsaufsatz: Entwickle eine mehrdeutige Interpretation, die eine gesellschaftliche, eine psychologische und eine medienkritische Lesart miteinander vergleicht.
- Eigenproduktion: Erstelle einen eigenen kurzen Songtext oder Spoken-Word-Text über Störungen der Gegenwart, ohne Dylan zu imitieren oder Textstellen zu übernehmen.
- Musikproduktion: Produziere mit einfachen Mitteln einen 60-sekündigen Klangteppich, der Bruch, Reibung und Dringlichkeit ausdrückt.
- Debatte: Organisiere eine Diskussion darüber, ob Popmusik gesellschaftliche Zustände besser sichtbar machen kann als Nachrichten, Statistiken oder politische Reden.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre, wie ein Song ohne direkte politische Parole trotzdem gesellschaftskritisch wirken kann.
- Methodenreflexion: Begründe, warum man einen Song auch ohne vollständigen Abdruck des Liedtexts sinnvoll analysieren kann.
- Kontextvergleich: Übertrage die Grundidee des Gebrochenseins auf ein heutiges gesellschaftliches Problem und beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Hörargumentation: Wähle zwei musikalische Merkmale des Songs aus und erkläre, wie sie die inhaltliche Wirkung unterstützen.
- Mehrdeutigkeit: Zeige an einem selbst formulierten Beispiel, wie ein kaputter Gegenstand als Metapher für einen inneren oder gesellschaftlichen Zustand dienen kann.
- Medienkritik: Diskutiere, ob die permanente Sichtbarkeit von Krisen in digitalen Medien das Gefühl verstärkt, dass vieles beschädigt ist.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten sammelst, sondern Zusammenhänge erklärst. Dein Lernnachweis kann als schriftliche Analyse, Präsentation, Podcast, Lernvideo, Portfolio oder kreative Produktion gestaltet werden.
- Sachkenntnis: Du nennst Künstler, Album, Entstehungszeit und Produzent korrekt.
- Analysefähigkeit: Du beschreibst musikalische und sprachliche Mittel präzise.
- Deutungskompetenz: Du entwickelst eine eigene These und begründest sie mit Beobachtungen.
- Kontextwissen: Du beziehst Blues, Rockmusik, Oh Mercy und die späten 1980er Jahre sinnvoll ein.
- Urheberrecht: Du gehst verantwortungsvoll mit dem geschützten Songtext um.
- Medienkompetenz: Du verwendest offizielle Quellen und freie Medien nachvollziehbar.
- Reflexion: Du zeigst, was der Song über Wahrnehmung, Krise und Gesellschaft aussagen kann.
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