Bob Dylan und John Wesley Harding


Bob Dylan und John Wesley Harding
Einleitung
Bob Dylan und John Wesley Harding verbindet Musikgeschichte, Literatur, Popkultur, Religionsgeschichte, Western-Mythos und Songanalyse. Das Album John Wesley Harding erschien 1967 und markiert einen wichtigen Wendepunkt im Werk von Bob Dylan: Nach den elektrischen, oft surreal wirkenden Rock-Alben der Mitte der 1960er-Jahre kehrte Dylan zu einem knapperen, ruhigeren und stärker erzählerischen Klang zurück. Gleichzeitig greift der Titel des Albums eine historische Figur auf: den US-amerikanischen Outlaw John Wesley Hardin, dessen Name im Albumtitel als Harding erscheint.

In diesem aiMOOC untersuchst Du, wie Dylan Geschichte, Legende, Bibelbilder, moralische Fragen und musikalische Reduktion miteinander verbindet. Du lernst, ein Album nicht nur als Sammlung einzelner Songs zu hören, sondern als kulturellen Text: als Werk, das auf Folk, Country, Blues, Rockmusik, Ballade, Parabel und Mythos zurückgreift. Dabei geht es nicht darum, eine einzig richtige Deutung zu finden. Entscheidend ist, dass Du Deine Beobachtungen am Klang, an der Erzählweise, an historischen Informationen und an kulturellen Bezügen begründen kannst.
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Lernziele
- Albumanalyse: Du kannst zentrale Informationen zu John Wesley Harding nennen und in Dylans Werk einordnen.
- Songanalyse: Du untersuchst Klang, Erzählerstimme, Motive und Symbolik ausgewählter Songs.
- Intertextualität: Du erkennst Bezüge zu Bibel, Western, Folk-Ballade und amerikanischer Erzähltradition.
- Musikgeschichte: Du erklärst, warum das Album 1967 als bewusster Gegenentwurf zur psychedelischen Rock-Ästhetik gelesen werden kann.
- Medienkompetenz: Du unterscheidest zwischen historischer Figur, künstlerischer Verfremdung, Mythos und Rezeption.
- Transferleistung: Du entwickelst eigene Deutungen, Vergleiche, Hörprotokolle, Präsentationen oder kreative Beiträge.
Grundwissen: Bob Dylan im Jahr 1967
Bob Dylan wurde 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota geboren und wuchs in Hibbing auf. In den frühen 1960er-Jahren wurde er im Umfeld der Folk-Musik von Greenwich Village bekannt. Songs wie Blowin’ in the Wind und The Times They Are a-Changin’ machten ihn zu einer prägenden Stimme der Bürgerrechtsbewegung und der Protestmusik. Mitte der 1960er-Jahre veränderte Dylan seinen Stil stark: Mit elektrischer Band, dichter Bildsprache und Rock-Energie prägte er den Folk-Rock.
Nach einem Motorradunfall im Juli 1966 zog sich Dylan zeitweise aus der Öffentlichkeit zurück. Statt großer Tourneen und ständiger medialer Aufmerksamkeit standen nun Familie, private Arbeit und musikalische Neuorientierung im Vordergrund. In der Nähe von Woodstock entstanden mit Musikern von The Band die später berühmt gewordenen Basement Tapes. Kurz darauf nahm Dylan in Nashville John Wesley Harding auf. Dieses Album wirkt im Vergleich zu Highway 61 Revisited und Blonde on Blonde erstaunlich knapp, ruhig und konzentriert.
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Die spätere Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Dylan im Jahr 2016 zeigt, dass seine Songs nicht nur als Popmusik, sondern auch als literarische Formen wahrgenommen werden. Für die Analyse von John Wesley Harding ist das besonders wichtig: Die Texte arbeiten mit Andeutungen, Rollen, Masken, Bildern und mehrdeutigen Geschichten.
Das Album John Wesley Harding
Steckbrief
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Künstler | Bob Dylan |
| Albumtitel | John Wesley Harding |
| Veröffentlichung | 27. Dezember 1967 |
| Albumtyp | achtes Studioalbum |
| Label | Columbia Records |
| Produzent | Bob Johnston |
| Aufnahmeort | Columbia Music Row Studios in Nashville, Tennessee |
| Aufnahmezeit | Oktober und November 1967 |
| Anzahl der Titel | 12 |
| Stilrichtungen | Folk-Rock, Country-Rock, Roots Rock |
| Wichtige Musiker | Bob Dylan: Gesang, Gitarre, Mundharmonika, Piano; Charlie McCoy: Bass; Kenny Buttrey: Schlagzeug; Pete Drake: Steel Guitar |

Entstehung in Nashville
Die Aufnahmen zu John Wesley Harding entstanden in wenigen Sessions in Nashville, einem Zentrum der US-amerikanischen Country-Musik. Dylan hatte bereits bei Blonde on Blonde mit Nashville-Musikern gearbeitet. Für John Wesley Harding reduzierte er die Begleitung jedoch stark. Statt großem Band-Sound hört man häufig eine sparsame Kombination aus akustischer Gitarre, Mundharmonika, Bass, Schlagzeug und gelegentlicher Steel Guitar.
Diese Reduktion ist kein Mangel, sondern Teil des künstlerischen Konzepts. Die Musik lässt den Texten viel Raum. Sie wirkt trocken, konzentriert und erzählerisch. Dadurch treten die Figuren, Bilder und moralischen Fragen der Songs deutlicher hervor. Während viele Rockproduktionen des Jahres 1967 auf Klangfülle, Studioeffekte und psychedelische Farben setzten, wirkt John Wesley Harding wie ein bewusst einfach gehaltenes Gegenmodell.
Klangbild
Das Klangbild des Albums ist sparsam, erdig und rhythmisch zurückhaltend. Die Instrumente begleiten, ohne die Stimme zu überdecken. Die Songs sind meist kurz. Viele Stücke wirken wie moderne Balladen: Sie erzählen von Begegnungen, Fluchten, Warnungen, Schuld, Versuchung, Gerechtigkeit oder Erlösung. Der Gesang ist weniger ausgreifend als in manchen früheren Dylan-Aufnahmen. Gerade dadurch entsteht eine besondere Spannung zwischen ruhiger Oberfläche und rätselhaften Texten.
Typisch sind folgende Merkmale:
- Minimalismus: Wenige Instrumente, klare Begleitung, wenig Ausschmückung.
- Erzählhaltung: Viele Songs wirken wie kurze Geschichten mit Figuren und Situationen.
- Ambivalenz: Die Texte lassen offen, wer moralisch richtig handelt.
- Biblische Symbolik: Mehrere Songs erinnern an prophetische, apokalyptische oder parabelhafte Sprache.
- Country-Einfluss: Besonders am Ende des Albums wird der Übergang zu Nashville Skyline hörbar.
Titelliste als Deutungsraum
| Titel | Möglicher Lernfokus |
|---|---|
| John Wesley Harding | Outlaw-Mythos, Ballade, Legende und historische Verfremdung |
| As I Went Out One Morning | Begegnungsszene, Freiheit, Bedrohung und symbolische Figuren |
| I Dreamed I Saw St. Augustine | Traum, Schuld, Heiligenfigur und spirituelle Selbstbefragung |
| All Along the Watchtower | Warnung, Krise, Rollenrede, apokalyptische Stimmung |
| The Ballad of Frankie Lee and Judas Priest | Moralische Erzählung, Versuchung, Namenssymbolik und Parabelstruktur |
| Drifter’s Escape | Flucht, Gericht, Zufall und Gerechtigkeit |
| Dear Landlord | Machtverhältnis, Bitte, Abhängigkeit und Verantwortung |
| I Am a Lonesome Hobo | Außenseiterfigur, Schuld und Lebensrückblick |
| I Pity the Poor Immigrant | Mitgefühl, Kritik, Fremdheit und moralische Perspektive |
| The Wicked Messenger | Botenmotiv, Wahrheit, Sprache und prophetische Rolle |
| Down Along the Cove | Leichterer Country-Ton, Bewegung und Entspannung |
| I’ll Be Your Baby Tonight | Liebeslied, Country-Atmosphäre und Ausblick auf Dylans nächsten Stilwechsel |
John Wesley Hardin und der Mythos des Outlaws
Der Albumtitel spielt auf John Wesley Hardin an, einen historischen Revolverhelden und Outlaw des amerikanischen Westens. Hardin lebte von 1853 bis 1895 und gehört zu den umstrittenen Figuren der US-amerikanischen Frontier-Geschichte. In populären Erzählungen des Wilden Westens werden solche Personen oft zugleich gefürchtet, romantisiert, moralisch verurteilt und mythisch überhöht.

Dylans Album ist jedoch keine historische Biografie über Hardin. Der Name dient als Ausgangspunkt für eine Kunstfigur und für einen größeren Fragenkomplex: Wie entstehen Legenden? Warum werden gewalttätige Figuren in Liedern und Geschichten manchmal zu Helden gemacht? Wie unterscheidet man zwischen Geschichtsschreibung, Folklore, Mythos und künstlerischer Erfindung? Gerade diese Spannung macht den Titel didaktisch interessant.
Im Song John Wesley Harding erscheint die Titelfigur nicht einfach als realistischer Verbrecher. Sie wird in balladenhafter Form gezeichnet. Damit erinnert Dylan an eine lange Tradition der Folk-Ballade, in der Außenseiter, Räuber, Wanderer, Heilige, Sünder oder Gesetzlose als Spiegel gesellschaftlicher Konflikte auftreten. Für die Analyse bedeutet das: Du solltest nicht nur fragen, wer John Wesley Harding ist, sondern auch, warum eine solche Figur im Lied auftaucht und welche Funktion sie für die Deutung erfüllt.
Motive, Symbole und Erzählweise
Biblische und prophetische Sprache
Viele Songs auf John Wesley Harding erinnern an biblische Erzählweisen. Sie verwenden keine einfache religiöse Botschaft, sondern greifen Formen auf, die an Prophetie, Parabel, Gericht, Schuld, Erlösung oder Apokalypse erinnern. Das kann man besonders an den Rollenfiguren, an knappen Warnungen und an Bildern von Flucht, Wachturm, Boten, Traum oder Gericht erkennen.
Wichtig ist: Eine biblische Anspielung bedeutet nicht automatisch, dass ein Song eindeutig religiös gemeint ist. Dylan arbeitet häufig mit Mehrdeutigkeit. Ein Bild kann gleichzeitig spirituell, politisch, psychologisch und poetisch wirken. Deshalb ist es sinnvoll, bei jeder Deutung zwischen Beobachtung und Interpretation zu unterscheiden.
Moralische Ambivalenz
Auf dem Album gibt es selten eindeutige Helden und Bösewichte. Figuren geraten in Situationen, in denen Schuld, Verantwortung und Macht unklar verteilt sind. Ein Erzähler kann mitleidig wirken und zugleich distanziert bleiben. Eine Warnung kann ernst gemeint sein oder wie ein Rätsel erscheinen. Eine Flucht kann Befreiung oder Vermeidung von Verantwortung bedeuten.
Diese Ambivalenz ist ein zentrales Qualitätsmerkmal des Albums. Sie fordert Dich als Hörerin oder Hörer heraus, genau zu begründen: Welche Hinweise gibt der Text? Welche Rolle spielt die Musik? Welche Erwartungen bringst Du selbst mit? Wie verändert sich Deine Deutung, wenn Du den historischen Kontext kennst?
Stimmen, Masken und Rollen
Dylan singt nicht einfach als private Person. Viele Songs arbeiten mit Rollenlyrik: Es gibt Sprecher, Figuren, Boten, Wanderer, Richter, Außenseiter oder Adressaten. Die Stimme des Songs ist daher nicht automatisch mit Bob Dylan als Autor gleichzusetzen. Diese Unterscheidung ist für jede anspruchsvolle Literaturanalyse entscheidend.
Eine produktive Frage lautet: Wer spricht im Song, zu wem, in welcher Situation und mit welchem Interesse? Schon diese vier Teilfragen können eine Deutung stark verändern.
Minimalismus als Gegenentwurf
Das Jahr 1967 steht in der Rockgeschichte oft für Psychedelic Rock, experimentelle Studioarbeit und farbige Klangwelten. John Wesley Harding klingt dagegen fast asketisch. Der musikalische Minimalismus lenkt den Blick auf Stimme, Rhythmus und Text. Die Reduktion kann als künstlerische Antwort auf Überreizung, Starkult und Erwartungsdruck verstanden werden.
Gerade im Unterricht bietet sich hier ein Vergleich an: Während manche Alben der Zeit Klangräume erweitern, verkleinert Dylan den Raum und macht ihn dadurch dichter. Die Songs wirken wie Holzschnitte: wenige Linien, starke Kontraste, offene Bedeutungen.
Intertextualität
Intertextualität bedeutet, dass ein Text auf andere Texte, Gattungen oder kulturelle Muster verweist. John Wesley Harding arbeitet mit vielen solchen Bezügen: Western, Folk-Ballade, Country, Bibel, amerikanische Literatur, Gerichtsrede, Predigt und Traumvision. Diese Bezüge werden selten erklärt. Sie erscheinen als Spuren, die Du beim Hören und Lesen entdecken kannst.
Beispielanalyse: All Along the Watchtower
All Along the Watchtower ist einer der bekanntesten Songs des Albums. Er ist kurz, dicht und rätselhaft. Der Song zeigt eine Gesprächssituation zwischen zwei Figuren und erzeugt eine Atmosphäre von Gefahr, Unruhe und Erwartung. Der Wachturm kann als Ort der Beobachtung, der Warnung, der Macht oder der Isolation verstanden werden. Die Bildwelt erinnert an Krisensituationen, ohne eine eindeutige historische Szene zu benennen.
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Besonders bekannt wurde der Song durch die Fassung von Jimi Hendrix aus dem Jahr 1968. Diese Version veränderte die Wahrnehmung des Stücks stark, weil sie die knappe Vorlage in eine elektrische, spannungsgeladene Rock-Interpretation verwandelte. Für den Unterricht ist der Vergleich besonders ergiebig: Bei Dylan steht die erzählerische Verdichtung im Vordergrund; bei Hendrix wird die Bedrohung musikalisch dramatisiert. Beide Fassungen zeigen, dass eine Coverversion nicht nur Wiederholung, sondern Deutung sein kann.
Wirkung und Bedeutung
John Wesley Harding wurde kommerziell erfolgreich und erreichte hohe Chartplatzierungen. Besonders wichtig ist jedoch die ästhetische Wirkung: Das Album zeigte, dass Bob Dylan nicht dem Zwang folgen musste, nach jedem Erfolg noch lauter, komplexer oder spektakulärer zu werden. Stattdessen entschied er sich für Reduktion, Konzentration und erzählerische Strenge.
Das Album beeinflusste die Wahrnehmung von Roots Music, Country-Rock und Singer-Songwriter-Kunst. Es bereitete Dylans stärkere Hinwendung zu Country-Klängen auf Nashville Skyline vor. Zugleich blieb es wegen seiner Symbolik und seiner offenen Erzählweise ein wichtiges Werk für literarische Deutungen. Aus dem Titel The Ballad of Frankie Lee and Judas Priest entlehnte die britische Band Judas Priest ihren Namen.
Analysewerkzeuge für Deinen Unterricht
| Analysefrage | Worauf Du achten solltest |
|---|---|
| Was höre ich? | Stimme, Tempo, Instrumente, Klangdichte, Pausen und Wiederholungen |
| Wer spricht? | Erzähler, Rollenfigur, Adressat, Perspektivwechsel und Distanz |
| Welche Bilder tauchen auf? | Orte, Figuren, religiöse Motive, Naturbilder und Gefahrensignale |
| Welche Geschichte wird angedeutet? | Handlung, Konflikt, Anfang, Wendepunkt und offenes Ende |
| Welche kulturellen Bezüge gibt es? | Western, Bibel, Folk, Country, Ballade und Mythos |
| Welche Wirkung entsteht? | Spannung, Ruhe, Rätselhaftigkeit, moralische Unsicherheit oder Trost |
| Wie begründe ich meine Deutung? | Mit konkreten Beobachtungen an Klang, Titel, Struktur und Kontext |
Fachbegriffe
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Ballade | Erzählendes Lied oder Gedicht, häufig mit dramatischer Handlung und prägnanten Figuren. |
| Parabel | Kurze beispielhafte Erzählung, die eine moralische oder erkenntnisbezogene Deutung anregt. |
| Outlaw | Person außerhalb der gesetzlichen Ordnung; in Mythen oft zugleich gefürchtet und romantisiert. |
| Intertextualität | Beziehung eines Textes zu anderen Texten, Gattungen, Motiven oder kulturellen Mustern. |
| Rollenlyrik | Textform, bei der eine Sprecherrolle nicht einfach mit der Autorin oder dem Autor gleichgesetzt werden darf. |
| Minimalismus | Gestaltungsweise, die mit wenigen Mitteln arbeitet und dadurch Konzentration erzeugt. |
| Country-Rock | Verbindung von Elementen der Country-Musik mit Rock-Instrumentierung und Popstrukturen. |
| Mythos | Erzählmuster, das historische oder erfundene Figuren symbolisch überhöht. |
| Coverversion | Neue Interpretation eines bereits vorhandenen Songs. |
| Rezeption | Aufnahme, Deutung und Wirkung eines Werkes durch Publikum, Kritik und spätere Künstlerinnen und Künstler. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Jahr wurde das Album John Wesley Harding veröffentlicht? (1967) (!1965) (!1969) (!1975)
In welcher Stadt nahm Bob Dylan das Album auf? (Nashville) (!New York) (!London) (!Los Angeles)
Wer produzierte John Wesley Harding? (Bob Johnston) (!Albert Grossman) (!Jimi Hendrix) (!Robbie Robertson)
Auf welche historische Figur spielt der Albumtitel an? (John Wesley Hardin) (!Jesse James) (!Billy the Kid) (!Wyatt Earp)
Welcher Song wurde durch eine Fassung von Jimi Hendrix besonders berühmt? (All Along the Watchtower) (!Dear Landlord) (!Down Along the Cove) (!Drifters Escape)
Was prägt den Klang des Albums besonders? (Sparsame akustische Begleitung) (!Große Orchesterbesetzung) (!Elektronische Tanzrhythmen) (!Lange Synthesizerflächen)
Welche Musikrichtung klingt auf dem Album deutlich an? (Country) (!Disco) (!Techno) (!Heavy Metal)
Wie viele Titel umfasst das Album? (Zwölf) (!Acht) (!Vierzehn) (!Zwanzig)
Welches Instrument spielte Pete Drake auf dem Album? (Steel Guitar) (!Saxofon) (!Orgel) (!Violine)
Welche Auszeichnung erhielt Bob Dylan 2016? (Nobelpreis für Literatur) (!Oscar für Regie) (!Pulitzerpreis für Fotografie) (!Grammy für Klassik)
Memory
| Bob Dylan | Singer-Songwriter |
| John Wesley Harding | Studioalbum von 1967 |
| John Wesley Hardin | Historischer Outlaw |
| Nashville | Aufnahmeort |
| Bob Johnston | Produzent |
| Charlie McCoy | Bass |
| All Along the Watchtower | Schlüsselsong |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Woodstock-Rückzug | Neuorientierung nach 1966 |
| Nashville-Aufnahmen | Studioarbeit im Herbst 1967 |
| Schlanker Sound | Akustische Reduktion |
| Biblische Bilder | Symbolische Deutung |
| Hendrix-Version | Rock-Rezeption |
Kreuzworträtsel
| Dylan | Wer schrieb alle Songs des Albums? |
| Nashville | In welcher Stadt entstanden die Albumaufnahmen? |
| Hardin | Wie lautet der historische Nachname ohne g? |
| Johnston | Welcher Produzent betreute die Aufnahmen? |
| Watchtower | Welches englische Wort bezeichnet den Wachturm im bekannten Songtitel? |
| Country | Welche Musikrichtung klingt am Albumende besonders deutlich an? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre den Titelsong John Wesley Harding und beschreibe in eigenen Worten, welche Stimmung durch Stimme, Tempo und Instrumente entsteht.
- Steckbrief: Erstelle einen übersichtlichen Steckbrief zum Album mit Erscheinungsjahr, Aufnahmeort, Musikerinnen und Musikern, Stil und wichtigen Songs.
- Bildanalyse: Betrachte ein frei verfügbares Bild von Bob Dylan aus den 1960er-Jahren und erkläre, welche Wirkung Kleidung, Blick und Schwarz-Weiß-Ästhetik erzeugen.
- Begriffsklärung: Erkläre die Begriffe Ballade, Outlaw, Mythos und Coverversion mit eigenen Beispielen.
Standard
- Songvergleich: Vergleiche Dylans Version von All Along the Watchtower mit einer bekannten Coverversion und beschreibe, wie sich Klang, Tempo und Wirkung unterscheiden.
- Kontextanalyse: Recherchiere, welche musikalischen Strömungen 1967 populär waren, und erkläre, warum John Wesley Harding als Gegenentwurf verstanden werden kann.
- Figurenanalyse: Wähle einen Song des Albums und untersuche, welche Figuren auftreten, welche Konflikte angedeutet werden und welche Fragen offen bleiben.
- Präsentation: Gestalte eine kurze Präsentation über Nashville als Aufnahmeort und erkläre, warum die Stadt für Country und populäre Musik wichtig ist.
Schwer
- Interpretationsaufsatz: Schreibe eine Deutung zu einem Song des Albums und belege Deine Aussagen durch Beobachtungen zu Klang, Erzählerstimme, Symbolen und historischem Kontext.
- Mythenkritik: Untersuche, wie der Wilde Westen in Musik, Film oder Literatur romantisiert wird, und vergleiche diese Darstellung mit der historischen Figur John Wesley Hardin.
- Albumkonzept: Prüfe, ob John Wesley Harding als zusammenhängendes Konzeptalbum gelesen werden kann, und formuliere eine begründete Position.
- Kreativprojekt: Entwickle eine eigene moderne Ballade über eine ambivalente Figur der Gegenwart und reflektiere anschließend, welche Mittel Du von Dylan übernommen oder bewusst vermieden hast.

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Lernkontrolle
- Deutung begründen: Erkläre an einem selbst gewählten Song, wie Musik und Text gemeinsam eine bestimmte Wirkung erzeugen.
- Historischer Transfer: Zeige, wie aus einer historischen Person eine mythische Figur werden kann, und beziehe Dich dabei auf John Wesley Hardin und den Albumtitel.
- Vergleichskompetenz: Vergleiche die reduzierte Ästhetik von John Wesley Harding mit einem musikalisch aufwendig produzierten Album oder Song der 1960er-Jahre.
- Ambivalenz analysieren: Wähle eine Figur aus einem Song des Albums und erläutere, warum sie nicht eindeutig gut oder böse erscheint.
- Intertextualität erkennen: Erkläre, wie biblische, westernhafte oder balladenhafte Muster die Deutung eines Songs verändern können.
- Rezeption bewerten: Beurteile, ob eine Coverversion die Bedeutung eines Songs erweitern kann, und verwende All Along the Watchtower als Beispiel.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Bob Dylan und John Wesley Harding solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben, sondern Zusammenhänge herstellen kannst.
- Sachwissen: Du kennst grundlegende Informationen zu Bob Dylan, zum Album, zum Aufnahmeort und zur historischen Figur John Wesley Hardin.
- Höranalyse: Du kannst musikalische Merkmale wie Instrumentierung, Reduktion, Tempo und Gesangswirkung beschreiben.
- Textanalyse: Du kannst Erzählerstimme, Figuren, Symbole und offene Bedeutungen untersuchen.
- Kontextwissen: Du kannst das Album in die Musik- und Kulturgeschichte der späten 1960er-Jahre einordnen.
- Urteilskompetenz: Du kannst begründet erklären, warum das Album als wichtiges Werk der Song- und Literaturgeschichte gilt.
- Gestaltungskompetenz: Du kannst eigene kreative oder mediale Beiträge entwickeln, die zentrale Merkmale des Albums reflektieren.
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