Klimawandel am Ulmer Münster


Klimawandel am Ulmer Münster
Einleitung
Klimawandel am Ulmer Münster bedeutet, dass Du ein berühmtes Kulturdenkmal als Beispiel dafür untersuchst, wie Klimawandel, Wetterextreme, Bauphysik, Naturstein, Innenraumklima und Denkmalpflege zusammenhängen. Das Ulmer Münster ist ein besonders geeigneter Lernort, weil seine sehr hohe, fein gegliederte gotische Architektur, seine Sandsteinflächen, seine Backsteinmauern, seine Kunstwerke und sein großer Innenraum empfindlich auf Feuchtigkeit, Temperatur, Starkregen, Frost-Tau-Wechsel und biologischen Bewuchs reagieren können. Der Klimawandel ersetzt dabei nicht die normale Alterung eines Bauwerks, er verändert aber die Bedingungen, unter denen Alterungs- und Schadensprozesse ablaufen.

In diesem aiMOOC lernst Du, warum das Münster nicht nur ein Wahrzeichen von Ulm, sondern auch ein Forschungs- und Lernort für Klimaanpassung ist. Du erfährst, wie Münsterbauhütte, Restaurierung, Monitoring, Sensorik und Künstliche Intelligenz dabei helfen können, Schäden frühzeitig zu erkennen und das Bauwerk verantwortungsvoll zu erhalten. Du arbeitest dabei nicht nur mit Fakten, sondern entwickelst eigene Beobachtungen, Messideen, Erklärungen und Schutzkonzepte.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie Klimawandel historische Bauwerke beeinflusst. Du kannst typische Risiken für Sandstein, Putz, Holz, Malerei und Orgel benennen, Messdaten zum Innenraumklima deuten und begründete Vorschläge für eine denkmalverträgliche Klimaanpassung entwickeln.
- Klimafolgen: Du beschreibst, wie sich Hitze, Starkregen, Luftfeuchtigkeit, Trockenheit und Sturm auf ein historisches Gebäude auswirken können.
- Materialkunde: Du erklärst, warum Sandstein, Kalkstein, Backstein, Mörtel, Holz und Putz unterschiedlich auf Wasser und Temperatur reagieren.
- Denkmalpflege: Du unterscheidest zwischen Reparatur, Restaurierung, Konservierung und präventiver Konservierung.
- Datenkompetenz: Du planst eine einfache Untersuchung mit Sensoren oder Beobachtungsdaten und leitest daraus vorsichtige Schlussfolgerungen ab.
- Urteilskompetenz: Du bewertest Maßnahmen zwischen Denkmalschutz, Klimaschutz, Nutzung, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
Das Ulmer Münster als Lernort
Das Ulmer Münster wurde ab 1377 errichtet und 1890 vollendet. Es ist eine evangelische Kirche, ein bedeutender Sakralbau der Gotik und ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung. Sein Hauptturm ist 161,53 Meter hoch; damit war er bis 2025 der höchste Kirchturm der Welt und ist weiterhin ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Ulm. Das Bauwerk ist nicht nur wegen seiner Höhe empfindlich, sondern auch wegen seiner vielen filigranen Bauteile: Maßwerk, Fialen, Wasserspeier, Strebewerk, Skulpturen, Fugen, Dächer und Innenausstattung bilden ein komplexes System.

| Aspekt | Bedeutung für das Thema Klimawandel |
|---|---|
| Höhe | Der Turm ist Wind, Regen, Temperaturwechseln und Sonneneinstrahlung besonders ausgesetzt. |
| Gotische Bauform | Feine Steinprofile und offene Strukturen bieten große Angriffsflächen für Wasser, Frost und Bewuchs. |
| Sandstein | Der poröse Naturstein kann Wasser aufnehmen; Salze, Frost und Feuchtewechsel können ihn schädigen. |
| Innenraum | Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftbewegung beeinflussen Putz, Holz, Gemälde, Fresken und Orgel. |
| Nutzung | Gottesdienste, Konzerte, Tourismus und Veranstaltungen verändern zeitweise das Raumklima. |
| Münsterbauhütte | Traditionelles Handwerk und moderne Messmethoden arbeiten zusammen, um das Bauwerk zu erhalten. |
Baugeschichte und Verantwortung
Das Münster wurde als Bürgerkirche begonnen. Es zeigt, wie eine Stadtgemeinschaft über Jahrhunderte ein Bauwerk finanziert, verändert, nutzt und pflegt. Die lange Bauzeit macht deutlich, dass Architektur nie nur ein fertiges Objekt ist. Ein solches Denkmal bleibt eine Aufgabe für jede Generation. Auch heute ist das Münster eine Art „Dauerbaustelle“, aber in einem positiven Sinn: Beobachtung, Pflege und Restaurierung verhindern, dass kleine Schäden zu großen Verlusten werden.

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Die Münsterbauhütte spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine Bauhütte ist eine Werkstatt und Wissensgemeinschaft, in der Steinmetzinnen und Steinmetze, Restauratorinnen und Restauratoren, Planende und Forschende zusammenarbeiten. Das traditionelle Wissen über Steinbearbeitung wird mit Bauforschung, Fotodokumentation, Schadenskartierung, 3D-Modellen und Klimadaten verbunden.
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Klimawandel: Was verändert sich für ein Denkmal?
Der Klimawandel führt in Deutschland nicht überall zu denselben Folgen. Für ein Gebäude wie das Ulmer Münster sind vor allem Veränderungen wichtig, die den Wasser- und Wärmehaushalt beeinflussen. Dazu gehören häufigere oder intensivere Hitzeperioden, veränderte Niederschlagsmuster, Starkregen, längere feuchte Phasen, milde Winter, einzelne Frostereignisse, Trockenstress für Stadtgrün und eine veränderte Belastung durch Mikroorganismen. Entscheidend ist nicht nur der Durchschnittswert eines Jahres, sondern die Abfolge: warm und feucht, dann kalt; trocken und heiß, dann Starkregen; milder Winter, dann Frost.
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Für das Münster ist besonders wichtig, dass Außenklima und Innenklima zusammenhängen. Wenn warme, feuchte Luft in einen kühleren Innenraum gelangt, kann sich Feuchtigkeit an kalten Oberflächen niederschlagen. Wenn Wasser in feine Poren von Sandstein oder Mörtel eindringt und später gefriert, entsteht Druck. Wenn Feuchte länger stehen bleibt, können Schimmel, Algen, Moos oder Salzbildung begünstigt werden. Dadurch entstehen nicht sofort sichtbare Katastrophen, sondern oft langsame, wiederkehrende Schäden.
Materialien am Münster und ihre Risiken
Sandstein und Kalkstein
Viele Kanten, Türme und reich gestaltete Teile des Münsters bestehen aus Sandstein, in jüngeren Bereichen teilweise auch aus Kalkstein. Sandstein ist ein natürlicher Werkstoff mit Poren. Diese Poren sind nicht grundsätzlich ein Problem, denn sie gehören zum Material. Problematisch wird es, wenn Wasser, Salze, Frost, Luftschadstoffe oder biologische Besiedlung über lange Zeit ungünstig zusammenwirken. Dann kann es zu Absanden, Schalenbildung, Rissen, Krusten, Abplatzungen oder Verlust feiner Formen kommen.
Backstein, Mörtel und Fugen
Das Münster besitzt auch große Backsteinanteile. Mauerwerk funktioniert nur dauerhaft, wenn Steine, Mörtel, Fugen und Wasserableitung zusammenpassen. Risse, offene Fugen oder beschädigte Anschlüsse können Wasserwege öffnen. Beim Starkregen ist nicht nur die Regenmenge wichtig, sondern auch die Richtung des Windes, die Dauer des Regens und die Frage, ob Rinnen, Speier und Anschlüsse das Wasser zuverlässig vom Bauwerk wegführen.
Holz, Putz, Bilder und Orgel
Im Innenraum reagieren Holz, Putz, Malerei, Fassung, Leim, Textil und Orgel empfindlich auf Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Zu hohe Feuchte kann Schimmel fördern; zu starke Wechsel können Spannungen erzeugen. Deshalb ist das Innenraumklima kein Nebenthema, sondern Teil des Denkmalschutzes.

Klimarisiken am Ulmer Münster
Hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum
Messungen im Münster zeigen, dass Luftfeuchtigkeit ein zentrales Thema ist. In kritischen Jahreszeiten können sehr hohe Werte auftreten. Solche Werte sind nicht einfach nur unangenehm, sondern konservatorisch relevant: Feuchte Luft kann auf kühlen Flächen kondensieren, Schimmel auf Holz oder Bildern fördern und Putz schwächen. Wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass nicht jede kurzzeitige Nutzung automatisch die Hauptursache ist. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Außenwetter, Baukörper, Lüftung, Nutzung und Speicherverhalten der Materialien.
Wasser, Starkregen und Wasserableitung
Starkregen kann Fugen, Dächer, Rinnen, Wasserspeier und Sockelbereiche stark belasten. Historische Bauwerke wurden zwar für Regen gebaut, aber nicht immer für heutige Niederschlagsintensitäten, heutige Versiegelung im Umfeld oder heutige Nutzungsanforderungen. Eine gute Wasserableitung ist daher eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen. Sie wirkt unspektakulär, ist aber oft wirksamer als eine spätere Reparatur.
Frost-Tau-Wechsel
Beim Frost-Tau-Wechsel dringt Wasser in Poren ein, gefriert, dehnt sich aus und taut wieder. Wiederholt sich dieser Prozess oft, kann er Naturstein und Mörtel belasten. Milder werdende Winter bedeuten nicht automatisch weniger Risiko, denn entscheidend ist, ob feuchte Bauteile immer wieder um den Gefrierpunkt schwanken.
Hitze, Trockenheit und Temperaturspannung
Hitze und starke Sonneneinstrahlung können Oberflächen erwärmen. Wenn verschiedene Materialien sich unterschiedlich ausdehnen, entstehen Spannungen. Trockenheit kann außerdem das Stadtklima verändern, Pflanzen stressen und Staubbelastung erhöhen. Für Kunstwerke und Holzbauteile sind starke Wechsel zwischen trocken und feucht besonders problematisch.
Biologischer Bewuchs
Moose, Algen, Flechten oder andere Organismen sind nicht nur „Schmutz“. Sie zeigen, dass Feuchte, Nährstoffe und Oberflächenbedingungen für Bewuchs günstig sind. Bewuchs kann Wasser länger festhalten und die Trocknung verlangsamen. Gleichzeitig darf man ihn nicht beliebig aggressiv entfernen, weil auch die Reinigung den historischen Stein schädigen kann. Denkmalpflege sucht deshalb nach schonenden, wiederholbaren und begründeten Verfahren.
Klimadaten, Sensoren und Künstliche Intelligenz
Am Ulmer Münster werden Klimadaten genutzt, um das Gebäude besser zu verstehen. Sensoren können Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Licht, Luftbewegung oder andere Werte erfassen. Solche Daten sind besonders wertvoll, wenn sie über lange Zeiträume an mehreren Stellen gesammelt werden: im Chor, im Hauptschiff, in der Nähe von Holz, Putz, Kunstwerken, Fenstern, Türen, Gewölben oder Kellerräumen.

Künstliche Intelligenz kann Muster in großen Datenmengen erkennen. Sie ersetzt aber keine Fachleute. Sie hilft, Fragen zu stellen: Wie schnell reagiert der Innenraum auf Außenwetter? Welche Bereiche bleiben besonders lange feucht? Welche Wetterlage ist kritisch? Welche Lüftungsstrategie könnte helfen? Gute Datenanalyse ist deshalb immer verbunden mit Bauphysik, Erfahrung der Münsterbauhütte und konservatorischer Vorsicht.
Schutzstrategien für das Münster
Präventive Konservierung
Präventive Konservierung bedeutet, Schäden möglichst zu vermeiden, bevor sie groß werden. Dazu gehören regelmäßige Kontrolle, Reinigung, Wartung der Wasserableitung, Beobachtung von Rissen, Messung des Raumklimas und rechtzeitige kleine Reparaturen. Für ein Bauwerk wie das Münster ist diese Strategie besonders wichtig, weil spätere Großreparaturen teurer, riskanter und substanzverlustreicher sein können.
Denkmalverträgliche Anpassung
Nicht jede technische Lösung passt zu einem Denkmal. Eine Maßnahme muss wirksam, möglichst schonend, reversibel und ästhetisch verträglich sein. Fenster und Türen können Luftströme beeinflussen, doch falsches Lüften kann Feuchteprobleme verstärken. Heizungen können Komfort erhöhen, aber auch das Raumklima verändern. Wasserabweisende Behandlungen können helfen, aber auch Feuchte im Stein einschließen. Deshalb braucht es Tests, Dokumentation und fachliche Abwägung.
Traditionelles Handwerk und moderne Forschung
Das Münster zeigt, dass Klimaanpassung keine reine Hightech-Aufgabe ist. Steinmetzarbeit, Materialkenntnis, historische Baupläne, Handwerkstechniken und Erfahrung bleiben unverzichtbar. Moderne Forschung ergänzt dieses Wissen durch Messdaten, Modelle, Schadenskartierung und Prognosen. Gerade die Verbindung beider Bereiche ist eine Stärke der Denkmalpflege.
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Methodische Idee für den Unterricht
Du kannst das Thema im Unterricht wie eine kleine Forschungswerkstatt bearbeiten. Dabei geht es nicht darum, am Münster selbst unkontrolliert zu messen oder Bauteile zu berühren. Wichtig ist eine respektvolle, sichere und denkmalgerechte Beobachtung. Du kannst Fotos aus öffentlich zugänglichen Bereichen auswerten, Wetterdaten vergleichen, Karten nutzen, Fachtexte lesen oder ein Modell entwickeln.
- Beobachtung: Welche Bereiche wirken besonders witterungsexponiert?
- Hypothese: Welche Klimafaktoren könnten dort eine Rolle spielen?
- Datensammlung: Welche Messwerte wären nötig, um die Hypothese zu prüfen?
- Auswertung: Welche Zusammenhänge sind plausibel, welche bleiben unsicher?
- Handlungsvorschlag: Welche Maßnahme wäre denkmalverträglich und warum?
Beispiel: Ursache-Wirkungs-Kette
Eine Ursache-Wirkungs-Kette hilft Dir, komplexe Zusammenhänge geordnet zu erklären. Beispiel: Klimawandel kann zu häufigeren feucht-warmen Wetterlagen beitragen. Feuchte Außenluft gelangt in den Innenraum. Trifft sie dort auf kühlere Oberflächen, steigt das Risiko von Kondensation. Kondensation erhöht die Materialfeuchte. Materialfeuchte kann Schimmel oder Putzschäden begünstigen. Daraus folgt nicht automatisch, dass jedes Problem dieselbe Ursache hat; aber die Kette zeigt, welche Punkte gemessen und geprüft werden müssen.
Merksätze
- Denkmalpflege ist vorausschauend: Kleine Wartung kann große Schäden vermeiden.
- Klimawandel wirkt an Gebäuden oft indirekt über Wasser, Wärme, Feuchte und Extremereignisse.
- Sandstein ist nicht „schwach“, aber empfindlich gegenüber ungünstigen Feuchte- und Salzprozessen.
- Sensorik liefert Daten, doch Daten brauchen fachkundige Interpretation.
- Klimaanpassung am Denkmal ist immer eine Abwägung zwischen Schutz, Nutzung, Ästhetik, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Warum ist das Ulmer Münster ein geeigneter Lernort für Klimaanpassung? (Es verbindet historisches Kulturerbe mit heutigen Klimarisiken) (!Es wurde nur aus modernen Baustoffen gebaut) (!Es steht seit seiner Fertigstellung unverändert ohne Wartung) (!Es ist vom Wetter vollständig abgeschirmt)
Welches Material ist für viele Kanten und Turmteile des Münsters besonders wichtig? (Sandstein) (!Kunststoff) (!Stahlbeton) (!Aluminium)
Welche Bedingung kann im Innenraum Schimmel begünstigen? (Hohe Luftfeuchtigkeit) (!Dauerhaft völlige Trockenheit) (!Gleichbleibend niedrige Besucherzahl) (!Vollständige Dunkelheit allein)
Was messen Klimasensoren im Münster besonders häufig? (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) (!Kirchturmhöhe und Baujahr) (!Eintrittspreise und Wegzeiten) (!Steinfarbe und Glockennamen)
Warum kann Starkregen für ein historisches Bauwerk problematisch sein? (Er kann Wasser schnell in Fugen und Bauteile bringen) (!Er macht Sandstein sofort wasserdicht) (!Er verhindert jede Form von Bewuchs) (!Er stoppt alle Alterungsprozesse)
Was beschreibt ein Frost-Tau-Wechsel? (Wasser gefriert und taut wieder in Materialporen) (!Stein wird durch Sonne zu Metall) (!Holz verwandelt sich in Sandstein) (!Wind ersetzt eine Restaurierung)
Welche Aufgabe hat die Münsterbauhütte? (Sie pflegt restauriert und dokumentiert das Bauwerk) (!Sie ersetzt alle historischen Teile durch Plastik) (!Sie beendet jede Nutzung des Münsters) (!Sie misst ausschließlich Besucherzahlen)
Was bedeutet präventive Konservierung? (Schäden werden möglichst verhindert bevor sie groß werden) (!Schäden werden erst nach Einsturz betrachtet) (!Alle alten Materialien werden entfernt) (!Jede Messung wird vermieden)
Wie kann Künstliche Intelligenz beim Klimamonitoring helfen? (Sie kann Muster in Klima und Gebäudereaktion erkennen) (!Sie macht handwerkliche Erfahrung überflüssig) (!Sie repariert Sandstein automatisch) (!Sie verhindert jedes Wetterereignis)
Welche Aussage passt am besten zum Umgang mit Klimarisiken am Denkmal? (Maßnahmen müssen wirksam schonend und begründet sein) (!Schnelle Eingriffe sind immer besser als Prüfung) (!Historische Materialien sind grundsätzlich wertlos) (!Daten spielen für Denkmalpflege keine Rolle)
Memory
| Ulmer Münster | Gotischer Sakralbau |
| Klimawandel | Veränderung von Klima und Wetterrisiken |
| Sandstein | Poröser Naturstein |
| Luftfeuchtigkeit | Risiko für Schimmel |
| Frost-Tau-Wechsel | Gefrierendes Wasser in Poren |
| Münsterbauhütte | Werkstatt für Erhaltung |
| Sensorik | Messung des Raumklimas |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Hohe Luftfeuchtigkeit | Innenraum |
| Starkregen | Wasserableitung |
| Hitzeperiode | Temperaturstress |
| Moosbewuchs | Außenflächen |
| Sensorendaten | Klimamonitoring |
Kreuzworträtsel
| Sandstein | Welcher poröse Naturstein ist am Münster besonders wichtig? |
| Feuchte | Welcher Klimafaktor wird im Innenraum besonders beobachtet? |
| Schimmel | Was kann bei hoher Luftfeuchtigkeit auf Holz und Bildern entstehen? |
| Sensoren | Welche Messgeräte erfassen Klima im Gebäude? |
| Gotik | Welcher Baustil prägt das Ulmer Münster? |
| Bauhuette | Wie nennt man die Werkstatt für traditionelles Bauwissen und Erhaltung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Fotostrecke: Erstelle eine kleine Fotostrecke mit frei nutzbaren Bildern des Ulmer Münsters und markiere Stellen, die besonders wetterexponiert wirken.
- Begriffsnetz: Gestalte ein Begriffsnetz zu Klimawandel, Feuchtigkeit, Sandstein, Schimmel, Sensorik und Denkmalpflege.
- Wettertagebuch: Führe eine Woche lang ein Wettertagebuch für Ulm und notiere, welche Wetterlagen für ein großes historisches Bauwerk relevant sein könnten.
- Materialvergleich: Vergleiche Sandstein, Backstein und Holz in einer Tabelle und erkläre, warum jedes Material anders auf Feuchte reagiert.
Standard
- Messplan: Entwickle einen Plan, wo im Münster Sensoren sinnvoll platziert werden könnten, und begründe jeden Messort.
- Interview: Formuliere zehn Interviewfragen an eine Person aus Restaurierung, Architektur, Kirchengemeinde oder Denkmalpflege.
- Ursache-Wirkungskette: Zeichne eine Kette von Starkregen bis zu einem möglichen Schaden an Mauerwerk oder Putz.
- Erklärvideo: Plane ein dreiminütiges Erklärvideo zum Thema „Warum ist Luftfeuchtigkeit für ein Denkmal wichtig?“.
Schwer
- Klimarisikoanalyse: Entwickle eine Risikoanalyse für drei Bereiche des Münsters: Turm, Dach und Innenraum.
- Restaurierungskonzept: Entwirf ein denkmalverträgliches Maßnahmenpaket gegen zu hohe Feuchte und begründe Nutzen und mögliche Risiken.
- Datenmodell: Skizziere ein einfaches Modell, das Außenwetter, Innenraumklima und Schadensrisiko miteinander verknüpft.
- Ausstellungskonzept: Gestalte ein Konzept für eine kleine Ausstellung am Lernort Ulm mit Stationen zu Gotik, Klimawandel, Sensorik und Münsterbauhütte.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Übertrage die Klimarisiken des Ulmer Münsters auf ein anderes historisches Gebäude in Deiner Region und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Dateninterpretation: Du erhältst eine Kurve mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Erkläre, in welchen Phasen ein erhöhtes Schimmelrisiko plausibel wäre und welche Zusatzinformationen Du bräuchtest.
- Maßnahmenbewertung: Vergleiche zwei Maßnahmen gegen Feuchte: häufigeres Lüften und technische Entfeuchtung. Bewerte sie aus Sicht von Denkmalschutz, Energie, Kosten und Wirksamkeit.
- Konfliktanalyse: Erkläre, warum Besucherkomfort, Gottesdienstnutzung, Konzerte und konservatorische Anforderungen manchmal in Spannung geraten können.
- Ursache-Wirkung: Entwickle eine begründete Kette vom Klimawandel über Starkregen oder Luftfeuchtigkeit bis zu einem möglichen Materialschaden.
- Urteilsbildung: Beurteile die Aussage „Künstliche Intelligenz kann das Münster retten“ differenziert und nenne Chancen und Grenzen.
- Nachhaltigkeit: Erkläre, warum die Erhaltung eines bestehenden Denkmals auch ein Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sein kann.
- Zukunftsszenario: Entwirf ein realistisches Szenario für das Münster im Jahr 2050 und beschreibe, welche Entscheidungen heute dafür wichtig sind.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Klimawandel am Ulmer Münster solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten wiedergibst, sondern Zusammenhänge verstehst und anwenden kannst.
- Fachwissen: Du erklärst zentrale Begriffe wie Klimawandel, Innenraumklima, Sandstein, Frost-Tau-Wechsel, Schimmel, Konservierung und Denkmalpflege korrekt.
- Analyse: Du beschreibst mindestens zwei konkrete Ursache-Wirkungs-Ketten zwischen Klimafaktoren und möglichen Schäden.
- Datenbezug: Du nutzt Beobachtungen, Messideen, Diagramme oder recherchierte Daten und erläuterst ihre Aussagekraft und Grenzen.
- Abwägung: Du bewertest Schutzmaßnahmen aus mehreren Perspektiven, zum Beispiel Wirksamkeit, Reversibilität, Kosten, Ästhetik, Nutzung und Nachhaltigkeit.
- Eigenleistung: Du entwickelst ein eigenes Produkt, etwa Poster, Erklärvideo, Podcast, Modell, Interview, Messplan, Ausstellung oder schriftliche Analyse.
- Quellenarbeit: Du gibst verwendete Quellen nachvollziehbar an und unterscheidest zwischen gesicherten Fakten, begründeten Vermutungen und offenen Fragen.
- Reflexion: Du formulierst, was Dich am Zusammenspiel von Kulturgeschichte und Klimaanpassung überrascht hat und welche Verantwortung heutige Generationen tragen.
Quellen und Recherchehinweise
- Ulmer Münster: Wikipedia-Artikel zum Ulmer Münster
- Stadt Ulm: Daten und Fakten zum Ulmer Münster
- Münsterbauhütte: Geschichte und Aufgaben der Bauhütte
- Klimadaten: Bericht zur Klimadatenerhebung am Ulmer Münster
- Innenraumklima: Bericht zur Luftfeuchtigkeit im Ulmer Münster
- Denkmalpflege im Klimawandel: ICOMOS-Publikation zu Anpassungsstrategien für Denkmale
- Klimafolgen: Umweltbundesamt zu Klimafolgen und Anpassung
- Klimawandel: Deutscher Wetterdienst zum Klimawandel
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