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Altäre und Kunstwerke im Ulmer Münster

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Altäre und Kunstwerke im Ulmer Münster




Einleitung

Das Ulmer Münster gehört zu den bedeutendsten gotischen Kirchenbauten in Süddeutschland. Besonders spannend ist sein Innenraum: Dort begegnen Dir Altäre, Retabel, Skulpturen, Glasmalereien, Chorgestühle, Fresken, Kanzeln, Taufsteine und viele Spuren der Reformation. Der Raum ist deshalb nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein außergewöhnliches Lernfeld für Kunstgeschichte, Religionsgeschichte, Stadtgeschichte und Denkmalpflege.

Dieser aiMOOC führt Dich durch die wichtigsten Altäre und Kunstwerke im Ulmer Münster. Du lernst, wie Spätgotik und Renaissance ineinandergreifen, wie Stifterfamilien ihre Frömmigkeit und ihr Selbstverständnis sichtbar machten, welche Rolle Kunst vor und nach der Reformation spielte und warum manche Werke erhalten, verändert oder zerstört wurden. Dabei geht es nicht nur um Fakten, sondern auch um die Frage: Wie erzählen Kunstwerke im Kirchenraum Geschichten?

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Überblick: Kunst im Ulmer Münster

Das Ulmer Münster wurde ab 1377 als große Bürgerkirche der damaligen Reichsstadt Ulm errichtet. Im Mittelalter war der Innenraum reich mit Altären, Bildern und Stiftungen ausgestattet. Viele Kunstwerke dienten dem Gebet, dem Gedenken an Verstorbene, der Darstellung biblischer Geschichten und der sichtbaren Ordnung des Kirchenraums. Nach der Einführung der Reformation in Ulm veränderte sich die Nutzung des Münsters stark: Die Predigt gewann zentrale Bedeutung, die Kanzel rückte stärker in den Mittelpunkt, und zahlreiche vorreformatorische Bildwerke wurden entfernt, zurückgegeben oder beschädigt.

Trotz dieser Veränderungen besitzt das Münster bis heute eine außergewöhnliche Vielfalt an Kunstwerken. Besonders wichtig sind der Hutzaltar, das Chorgestühl von Jörg Syrlin dem Älteren und Michel Erhart, das Sakramentshaus, die Kanzel, der Taufstein, die Glasfenster der Bessererkapelle, das große Fresko des Jüngsten Gerichts über dem Chorbogen sowie mehrere Altäre und Altartafeln in den Kapellen.


Leitfragen für Deinen Rundgang

  1. Bildbetrachtung: Welche Personen, Gesten, Farben und Symbole erkennst Du in einem Kunstwerk?
  2. Ikonografie: Welche biblische oder heilige Geschichte wird dargestellt?
  3. Stifterwesen: Wer gab ein Kunstwerk in Auftrag und warum?
  4. Stilgeschichte: Woran erkennst Du Spätgotik und Renaissance?
  5. Reformation: Wie veränderte der Glaubenswandel die Funktion der Kunstwerke?
  6. Denkmalpflege: Warum müssen historische Kunstwerke erhalten, restauriert und erklärt werden?


Der Hutzaltar: Choraltar und Heilige Sippe

Datei:Ulm-Muenster-HochAltar-061104.jpg

Der wichtigste Altar im heutigen Chorraum ist der sogenannte Hutzaltar. Er wird auch Heilige-Sippen-Altar genannt, weil er die Verwandtschaft Jesu als große Familiengemeinschaft zeigt. Der Altar entstand 1521. Die Gemälde stammen von Martin Schaffner, einem bedeutenden Maler der Ulmer Schule. Die geschnitzten Figuren werden mit der Werkstatt von Niklaus Weckmann verbunden. Damit verbindet der Altar zwei Kunstformen: Tafelmalerei und Schnitzkunst.

Der Hutzaltar ist ein Flügelaltar. Seine Flügelbilder zeigen Figuren in architektonisch gestalteten Räumen, die bereits den Einfluss der Renaissance erkennen lassen. Der goldene Schrein mit den Figuren bleibt dagegen stark der Spätgotik verbunden. Gerade diese Mischung macht den Altar kunsthistorisch besonders interessant: Du kannst daran sehen, wie sich um 1500 traditionelle religiöse Bildformen und neue Raumauffassungen begegneten.


Thema und Aufbau des Hutzaltars

Im Zentrum steht die Heilige Sippe, also die erweiterte Familie Marias und Jesu. Im Schrein erscheinen Maria, das Jesuskind, Anna, Josef und weitere Angehörige. Die Figuren bilden ein dichtes Beziehungsnetz aus Blicken, Gesten und Körperhaltungen. Der Altar zeigt damit nicht nur einzelne Heilige, sondern eine Familienstruktur. Für die Lernenden ist daran gut erkennbar, wie Theologie, Familienbilder und Stifterinteressen im Mittelalter miteinander verbunden wurden.

Die Predella, der untere Teil des Altars, zeigt das Abendmahl Jesu. Diese Darstellung erinnert in ihrer Komposition an Leonardos berühmtes Abendmahlsfresko in Mailand. Martin Schaffner kannte dieses Vorbild vermutlich über Druckgrafiken. So zeigt der Hutzaltar, wie künstlerische Ideen schon vor modernen Medien über Bilder, Kopien und Werkstattkontakte verbreitet wurden.


Stiftung und Erinnerung

Der Name des Altars erinnert an den Stifter Laux Hutz, einen wohlhabenden Ulmer Bürger. Der Altar war ursprünglich nicht der mittelalterliche Hochaltar des Münsters, sondern mit der Familie Hutz verbunden. Später gelangte er an seinen heutigen Standort im Chorraum. Durch die Stiftung sollte nicht nur ein religiöser Zweck erfüllt werden. Der Altar bewahrte auch Erinnerung, Status und Frömmigkeit einer städtischen Familie.

Für die Deutung ist wichtig: In der vorreformatorischen Frömmigkeit waren Altäre Orte der Liturgie, des Gebets und des Gedenkens. Nach der Reformation verloren viele Altäre ihre ursprüngliche liturgische Funktion. Heute begegnen wir ihnen zugleich als religiösen Zeugnissen, historischen Quellen und Kunstwerken.


Weitere Altäre und Altartafeln

Datei:Hans Leonhard Schäufelein - Abendmahl.jpg

Neben dem Hutzaltar sind im Münster weitere Altäre, Altartafeln und Altarreste wichtig. Sie zeigen, wie reich der Innenraum vor der Reformation ausgestattet war.


Kreuz- und Seelenaltar

Unterhalb des Chorbogens befindet sich der Kreuz- und Seelenaltar. Er ist mit einer Darstellung des Abendmahls verbunden, die Hans Schäufelein, ein Schüler Albrecht Dürers, 1515 schuf. Dieses Werk ist ein gutes Beispiel für die Verbindungen zwischen Ulmer Kunst, Nürnberger Kunst und der europäischen Bildtradition um 1500.


Schongau-Altärchen in der Konrad-Sam-Kapelle

Die Konrad-Sam-Kapelle war ursprünglich die Sakristei. Sie wurde später nach Konrad Sam, dem ersten reformatorischen Prediger am Münster, benannt. In dieser Kapelle befindet sich das sogenannte Schongau-Altärchen aus der Zeit um 1480. Der Name verweist auf den Einfluss der Kunst Martin Schongauers, dessen Druckgrafiken im späten 15. Jahrhundert weit verbreitet waren.


Altäre in der Neithartkapelle

Die Neithartkapelle enthält mehrere Zeugnisse spätmittelalterlicher Altar- und Tafelkunst. Dazu gehören unter anderem ein Sebastians-Altar um 1500, ein Barbara-Altar um 1520, ein Marienaltar von 1491 sowie eine Predella unter dem Ostfenster. Solche Werke zeigen, wie einzelne Familienkapellen im Münster mit bestimmten Heiligen, Stiftungen und Bildprogrammen verbunden waren.

Datei:Ulm-Muenster-NeithartKapelleAltarOstseite-061209.jpg


Die Kargnische: Rest eines Wandaltars

Am Ende des südlichen Seitenschiffs befindet sich die Kargnische. Sie ist der erhaltene Hintergrund eines 1433 von Hans Multscher geschaffenen Wandaltars für die Familie Karg. Die Figuren der Verkündigung wurden im Zusammenhang mit dem reformatorischen Bildersturm zerstört. Die Nische ist deshalb ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Kunstgeschichte auch Verlustgeschichte ist. Was fehlt, erzählt manchmal ebenso viel wie das, was erhalten blieb.


Das Chorgestühl: Holzkunst, Humanismus und Glauben

Datei:Chorgestuehl Ulmer Muenster-1.jpg

Das Chorgestühl des Ulmer Münsters entstand zwischen 1469 und 1474. Die Schreinerarbeiten werden Jörg Syrlin dem Älteren zugeschrieben; die lebensgroßen Büsten und Figuren stehen besonders mit Michel Erhart in Verbindung. Das Gestühl gehört zu den bedeutendsten gotischen Chorgestühlen in Deutschland.

Im Mittelalter war ein Chorgestühl nicht einfach eine Sitzbank. Es ordnete den Raum, strukturierte das Stundengebet der Geistlichen und präsentierte zugleich ein umfangreiches Bildprogramm. Im Ulmer Münster begegnen sich biblische Gestalten, Heilige, Sibyllen, Philosophen und antike Autoren. Dadurch wird sichtbar, wie im späten Mittelalter religiöse Bildung und frühhumanistische Interessen zusammenwirkten.


Figurenprogramm des Chorgestühls

Auf der einen Seite findest Du weise Frauen der Antike, die Sibyllen. Ihnen gegenüber stehen männliche Gelehrte, Dichter und Philosophen wie Pythagoras, Cicero, Seneca, Ptolemäus oder Vergil. Dieses Programm ist ungewöhnlich, weil es antikes Wissen in einen christlichen Kirchenraum integriert. Es zeigt, dass die Kunst um 1500 nicht nur religiöse Bilder hervorbrachte, sondern auch Bildung, Gelehrsamkeit und städtisches Selbstbewusstsein sichtbar machte.

Die Schnitzereien beeindrucken durch die Vielfalt der Gesichter, Haare, Gewänder, Baldachine und Inschriften. An vielen Stellen kannst Du erkennen, wie genau die Künstler Naturbeobachtung, Ornament und symbolische Bedeutung miteinander verbanden. Ein besonderes Detail ist die Verwendung einer Gotico-Antiqua, einer Schriftform zwischen gotischer und humanistischer Schrift.


Das Sakramentshaus: Stein gewordene Theologie

Links am Chorbogen erhebt sich das Sakramentshaus. Es ist ein turmartiges, reich gegliedertes Werk der Spätgotik und rund 26 Meter hoch. Vor der Reformation wurden dort die geweihten Hostien aufbewahrt. Seine Form wirkt wie eine Architektur im Kleinen: Fialen, Maßwerk, Figuren und vertikale Linien führen den Blick nach oben.

Das Sakramentshaus ist ein gutes Beispiel dafür, wie Architektur und Theologie zusammenwirken. Es macht die Bedeutung der Eucharistie sichtbar und steigert sie durch Höhe, Feinheit und Lichthaftigkeit. Nach der Reformation änderte sich die liturgische Bedeutung solcher Werke, doch als Kunstwerk und Zeugnis vorreformatorischer Frömmigkeit blieb es wichtig.


Kanzel und Predigtkultur

Seit der Reformation ist der Gottesdienst im Ulmer Münster stärker auf die Predigt ausgerichtet. Die Kanzel wurde damit zu einem zentralen Ort der Wortverkündigung. Der geschnitzte Schalldeckel stammt von Jörg Syrlin dem Jüngeren aus dem Jahr 1510. Die Steinreliefs an der Brüstung wurden 1937 vom Ulmer Künstler Martin Scheible erneuert, nachdem ältere Reliefs im Bildersturm zerstört worden waren.

Die Kanzel zeigt Dir, dass Kunstwerke nicht nur betrachtet, sondern auch benutzt wurden. Sie dienten der Akustik, der Sichtbarkeit des Predigers und der symbolischen Ordnung des Raums. Gerade hier wird der Unterschied zwischen vorreformatorischer Bilderfrömmigkeit und reformatorischer Predigtfrömmigkeit anschaulich.


Der Taufstein: Symbol, Form und Gemeinschaft

Der Taufstein des Ulmer Münsters stammt aus dem Jahr 1474. Er ist achteckig gestaltet und steht unter einem Baldachin. Am Sockel erscheinen unter anderem Wappen der Kurfürsten und des Reiches. Die Form des Taufsteins ist symbolisch bedeutsam: Die Taufe markiert den Eintritt in die christliche Gemeinschaft. Die achteckige Form kann auf den „achten Tag“ als Zeichen der neuen Schöpfung und des neuen Lebens verweisen.

Die Verbindung von religiösem Symbol, politischem Wappenprogramm und kunstvoller Steinmetzarbeit macht den Taufstein zu einem Schlüsselwerk. Er zeigt, dass auch ein liturgisches Objekt gesellschaftliche und politische Bedeutung tragen kann.


Glasmalerei in den Kapellen

Die Bessererkapelle wurde von der Ulmer Familie Besserer gestiftet. Ihre mittelalterlichen Glasfenster erzählen die Heilsgeschichte von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht. Die Fenster gehören zu den bedeutenden Werken mittelalterlicher Glasmalerei im süddeutschen Raum. Um 1430 arbeiteten daran Ulmer Glasmaler wie Hans Acker und Jos Mathis.

Glasmalerei funktioniert anders als Tafelmalerei oder Skulptur. Sie arbeitet mit Licht. Wenn Sonnenlicht durch farbiges Glas fällt, verändert sich der Raum. Die biblische Geschichte wird nicht nur gezeigt, sondern leuchtet. Für die mittelalterliche Wahrnehmung war das besonders wirksam: Farbe, Licht und Erzählung verbanden sich zu einer religiösen Erfahrung.


Fresken, Figuren und weitere Kunstwerke

Über dem Chorbogen befindet sich ein großes Fresko des Jüngsten Gerichts aus dem Jahr 1471. Es umfasst eine große Fläche und gehört zu den bedeutenden Wandmalereien dieser Art nördlich der Alpen. Das Thema erinnert daran, dass mittelalterliche Kirchenräume auch als Lehr- und Erinnerungsräume gedacht waren: Die Gläubigen sollten über Leben, Tod, Gericht und Erlösung nachdenken.

Weitere wichtige Kunstwerke sind die Propheten- und Apostelfiguren an den Pfeilern, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert von Carl Federlin geschaffen wurden, die historischen Toten- und Wappenschilde, die Konsolen mit fantasievollen Steinmetzarbeiten, das Weihwasserbecken von 1507 und moderne Glasfenster des 20. und 21. Jahrhunderts. So zeigt das Münster nicht nur mittelalterliche Kunst, sondern eine lange Geschichte der Ergänzung, Zerstörung, Restaurierung und Neudeutung.


Kunstwerke im Spannungsfeld der Reformation

Die Reformation veränderte den Umgang mit Bildern tiefgreifend. In Ulm setzte sich das evangelische Bekenntnis im 16. Jahrhundert durch. Zahlreiche Altäre und Figuren verloren ihre ursprüngliche Funktion. Manche Kunstwerke wurden entfernt, manche zerstört, manche später wieder anders bewertet. Der Bildersturm von 1531 ist dabei ein Schlüsselereignis.

Für die heutige Betrachtung ist wichtig: Kunstwerke im Ulmer Münster sind nicht einfach „schön“. Sie sind historische Quellen. Sie erzählen von Glauben, Stadtgesellschaft, Handwerk, Bildung, Konflikten und Erinnerung. Wer sie betrachtet, lernt, wie eng Religion, Politik, Wirtschaft, Kunst und Alltag im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verbunden waren.


Methoden: So analysierst Du ein Kunstwerk im Münster

  1. Erster Eindruck: Beschreibe zunächst, was Du siehst, ohne sofort zu deuten.
  2. Bildaufbau: Achte auf Zentrum, Blickrichtung, Größenverhältnisse, Licht und Bewegung.
  3. Materialanalyse: Unterscheide Holz, Stein, Glas, Farbe, Gold und Metall.
  4. Ikonografie: Suche nach Attributen, Heiligen, Bibelszenen und Symbolen.
  5. Kontextanalyse: Frage nach Auftraggebern, Funktion, Standort und Entstehungszeit.
  6. Vergleich: Vergleiche das Werk mit anderen Kunstwerken der Spätgotik und Renaissance.
  7. Urteil: Formuliere, warum das Werk für Religion, Stadtgeschichte und Kunstgeschichte wichtig ist.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Altar steht heute als bedeutender Choraltar im Ulmer Münster? (Hutzaltar) (!Isenheimer Altar) (!Pergamonaltar) (!Krakauer Hochaltar)




Wer malte die Flügel- und Predellabilder des Hutzaltars? (Martin Schaffner) (!Albrecht Dürer) (!Hans Holbein der Jüngere) (!Matthias Grünewald)




Welche Werkstatt wird mit den Figuren des Hutzaltars verbunden? (Werkstatt Niklaus Weckmann) (!Werkstatt Tilman Riemenschneider) (!Werkstatt Lucas Cranach) (!Werkstatt Veit Stoß)




Welches Thema zeigt der Hutzaltar im Zentrum? (Heilige Sippe) (!Turmbau zu Babel) (!Kreuzigung des Petrus) (!Erschaffung Adams)




Wer schuf die Schreinerarbeiten des Chorgestühls? (Jörg Syrlin der Ältere) (!Carl Federlin) (!Martin Scheible) (!Hans Multscher)




Welche Figuren begegnen im Chorgestühl neben biblischen Gestalten besonders auffällig? (Sibyllen und antike Gelehrte) (!Römische Kaiser und Gladiatoren) (!Märchenfiguren und Fabelwesen) (!Moderne Politiker und Schriftsteller)




Wozu diente das Sakramentshaus vor der Reformation? (Aufbewahrung geweihter Hostien) (!Aufbewahrung von Stadturkunden) (!Sitzplatz des Bürgermeisters) (!Lagerung von Glocken)




Welches Kunstwerk wurde seit der Reformation für die Predigt besonders wichtig? (Kanzel) (!Wasserspeier) (!Turmspitze) (!Dachstuhl)




Aus welchem Jahr stammt der Taufstein des Ulmer Münsters? (1474) (!1377) (!1531) (!1890)




Welche Kapelle ist besonders für mittelalterliche Glasmalereien zur Heilsgeschichte bekannt? (Bessererkapelle) (!Sixtinische Kapelle) (!Lutherkapelle in Wittenberg) (!Karlskapelle in Aachen)





Memory

Hutzaltar Heilige Sippe
Martin Schaffner Tafelmalerei
Niklaus Weckmann Schnitzfiguren
Chorgestühl Sibyllen und Gelehrte
Sakramentshaus Hostienaufbewahrung
Kanzel Predigt
Bessererkapelle Glasmalerei





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Hutzaltar Heilige Sippe und Stiftung
Chorgestühl Holzschnitzkunst und Humanismus
Sakramentshaus Eucharistie und spätgotische Architektur
Kanzel Predigtkultur nach der Reformation
Taufstein Taufe und christliche Gemeinschaft
Bessererkapelle Heilsgeschichte in Glas






Kreuzworträtsel

Hutzaltar Welcher Altar zeigt die Heilige Sippe?
Schaffner Welcher Maler schuf die Bilder des Hutzaltars?
Syrlin Welcher Name gehört zum berühmten Chorgestühl?
Erhart Welcher Bildschnitzer wird mit Figuren des Chorgestühls verbunden?
Sakramentshaus Welches turmartige Kunstwerk diente der Hostienaufbewahrung?
Taufstein Welches Werk von 1474 steht für den Eintritt in die christliche Gemeinschaft?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Der wichtigste Choraltar im heutigen Ulmer Münster ist der

. Seine Gemälde stammen von

. Die geschnitzten Figuren werden mit der Werkstatt von

verbunden. Das zentrale Thema des Altars ist die

. Das berühmte Chorgestühl entstand im späten

. Seine Schreinerarbeiten werden mit

verbunden. Die Büsten und Figuren des Chorgestühls stehen besonders mit

in Verbindung. Das hohe Sakramentshaus diente vor der Reformation der Aufbewahrung geweihter

. Nach der Reformation wurde die

für die Predigt besonders wichtig. Die Bessererkapelle ist berühmt für ihre mittelalterliche

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Wähle ein Bild des Hutzaltars aus und beschreibe in zehn Sätzen, welche Personen, Farben und Gesten Du erkennst.
  2. Skizze: Zeichne eine einfache Grundskizze des Chorraums und markiere Hutzaltar, Chorgestühl, Sakramentshaus und Kanzel.
  3. Symbolsuche: Sammle fünf Symbole aus den Kunstwerken des Münsters und erkläre, was sie bedeuten könnten.
  4. Wortschatz: Erstelle ein kleines Glossar mit zehn Fachbegriffen wie Retabel, Predella, Maßwerk, Baldachin und Ikonografie.


Standard

  1. Kunstvergleich: Vergleiche den Hutzaltar mit dem Chorgestühl und arbeite heraus, wie Malerei und Holzschnitzerei unterschiedlich erzählen.
  2. Stifteranalyse: Recherchiere, welche Rolle Stifterfamilien im mittelalterlichen Ulm spielten, und erkläre dies am Beispiel des Hutzaltars oder der Bessererkapelle.
  3. Reformationsgeschichte: Erstelle eine Präsentation darüber, wie sich die Funktion von Altären, Kanzel und Bildern nach der Reformation veränderte.
  4. Museumsführer: Schreibe einen kurzen Audioguide-Text für eine Station im Ulmer Münster, der Besucherinnen und Besucher verständlich durch ein Kunstwerk führt.


Schwer

  1. Ikonografische Analyse: Analysiere den Hutzaltar als Bildprogramm der Heiligen Sippe und deute, wie Familie, Frömmigkeit und Stiftergedenken zusammenhängen.
  2. Forschungskontroverse: Untersuche, warum Zuschreibungen an Werkstätten wie die von Niklaus Weckmann oder Michel Erhart kunsthistorisch schwierig sein können.
  3. Denkmalpflegeprojekt: Entwickle ein Konzept, wie man ein empfindliches Kunstwerk im Münster für Jugendliche digital vermitteln könnte, ohne es zu beschädigen.
  4. Transferaufgabe: Vergleiche die Rolle von Kirchenkunst im Ulmer Münster mit einem modernen Erinnerungsort in Deiner Umgebung und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.



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Lernkontrolle

  1. Raum und Funktion: Erkläre, wie der Standort eines Kunstwerks im Münster seine Bedeutung beeinflusst. Nutze mindestens zwei Beispiele.
  2. Stilwandel: Zeige am Hutzaltar, wie sich spätgotische und renaissancehafte Elemente verbinden.
  3. Reformation und Kunst: Beurteile, warum die Reformation für die Altäre und Bilder im Ulmer Münster eine Zäsur bedeutete.
  4. Bildprogramm: Erkläre, warum das Chorgestühl mit Sibyllen und antiken Gelehrten mehr zeigt als nur religiöse Figuren.
  5. Material und Wirkung: Vergleiche die Wirkung von Glas, Holz, Stein und Farbe an drei Kunstwerken des Münsters.
  6. Gegenwartsbezug: Entwickle eine begründete Position dazu, warum historische Kirchenkunst heute auch für nichtreligiöse Besucherinnen und Besucher wichtig sein kann.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis zum Thema Altäre und Kunstwerke im Ulmer Münster solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Namen und Jahreszahlen kennst, sondern Kunstwerke deuten und einordnen kannst.

  1. Sachkenntnis: Du benennst zentrale Kunstwerke wie Hutzaltar, Chorgestühl, Sakramentshaus, Kanzel, Taufstein und Bessererkapelle.
  2. Kontextwissen: Du erklärst die Bedeutung von Stiftung, Liturgie, Reformation und Stadtgeschichte.
  3. Bildanalyse: Du beschreibst Aufbau, Figuren, Material, Symbole und Wirkung eines Kunstwerks nachvollziehbar.
  4. Vergleichskompetenz: Du vergleichst verschiedene Kunstformen wie Malerei, Schnitzkunst, Steinmetzarbeit und Glasmalerei.
  5. Transferleistung: Du überträgst Deine Erkenntnisse auf andere Kirchenräume, Museen oder Erinnerungsorte.
  6. Reflexion: Du formulierst eine eigene begründete Einschätzung zum Wert historischer Kunstwerke.




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