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Unterschiede in den Lebensweisen verschiedener Epochen und Kulturen benennen

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Unterschiede in den Lebensweisen verschiedener Epochen und Kulturen benennen




Einleitung

Lebensweisen verschiedener Epochen und Kulturen zu benennen bedeutet: Du kannst beschreiben, wie Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten gewohnt, gearbeitet, gegessen, gelernt, gefeiert, geglaubt, kommuniziert und zusammengelebt haben. Dabei geht es nicht darum, eine Kultur als „besser“ oder „schlechter“ zu bewerten. Es geht darum, Unterschiede und Gemeinsamkeiten sachlich zu erkennen, zu begründen und mit Quellen zu belegen.

Dieser aiMOOC hilft Dir, Alltagsgeschichte, Kulturgeschichte und Menschheitsgeschichte zu verbinden. Du lernst Vergleichskriterien kennen, untersuchst Beispiele aus Steinzeit, Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Industrialisierung und Gegenwart und übst, eigene Vergleiche vorsichtig und respektvoll zu formulieren. Besonders wichtig ist: Epochen sind Ordnungshilfen. Sie gelten nicht überall auf der Welt gleich und sie beginnen oder enden nicht für alle Menschen zur gleichen Zeit.

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Grundbegriffe


Lebensweise

Eine Lebensweise beschreibt, wie Menschen ihren Alltag gestalten. Dazu gehören Wohnen, Ernährung, Arbeit, Familie, Bildung, Religion, Freizeit, Kleidung, Technik, Mobilität, Kommunikation, Herrschaft, Recht, Wirtschaft und der Umgang mit Natur und Umwelt. Lebensweisen verändern sich, weil Menschen neue Techniken entwickeln, mit anderen Gruppen handeln, Kriege erleben, neue Ideen übernehmen, auf Klima und Landschaft reagieren oder andere Formen des Zusammenlebens schaffen.


Epoche

Eine Epoche ist ein größerer Zeitabschnitt der Geschichte. Epochen helfen, historische Entwicklungen zu ordnen. Beispiele sind Steinzeit, Antike, Mittelalter, Neuzeit, Industrialisierung und Zeitgeschichte. Solche Einteilungen sind nützlich, aber auch vereinfacht. Die europäische Einteilung in Antike, Mittelalter und Neuzeit passt nicht automatisch auf alle Regionen der Welt. Während in einer Region bereits Städte, Schrift und große Reiche entstanden, lebten andere Gruppen weiterhin nomadisch oder in kleineren Gemeinschaften. Beides kann gleichzeitig bestehen.


Kultur

Kultur umfasst gemeinsam gelernte und weitergegebene Formen des Lebens: Sprache, Werte, Normen, Religion, Rituale, Kunst, Musik, Essen, Kleidung, Handwerk, Wissen, Erziehung und Vorstellungen davon, was als richtig, schön, heilig, höflich oder wichtig gilt. Kulturen sind nicht starr. Menschen übernehmen Ideen voneinander, verändern Traditionen und passen sie an neue Situationen an. Deshalb ist es fairer, von kultureller Vielfalt und kulturellem Wandel zu sprechen als von festen Schubladen.


Alltagsgeschichte und Quellen

Die Alltagsgeschichte fragt: Wie erlebten gewöhnliche Menschen ihre Zeit? Sie nutzt nicht nur Herrscherlisten oder Kriegsberichte, sondern auch Tagebücher, Briefe, Fotos, Gemälde, Werkzeuge, Gebäude, Kleidung, Rechnungen, Schulhefte, Grabbeigaben, archäologische Funde und mündliche Erinnerungen. Weil jede Quelle aus einer bestimmten Perspektive entstanden ist, musst Du fragen: Wer hat die Quelle gemacht? Für wen? Wann? Mit welchem Zweck? Was zeigt sie, und was verschweigt sie?


Vergleichskriterien für Lebensweisen

Wenn Du Lebensweisen vergleichst, helfen feste Kriterien. So vermeidest Du ungeordnete Eindrücke und kannst Deine Beobachtungen klar benennen.

  1. Wohnen: Lebten Menschen in Höhlen, Zelten, Pfahlbauten, Dörfern, Städten, Burgen, Mietskasernen oder Hochhäusern?
  2. Ernährung: Wurden Lebensmittel gesammelt, gejagt, angebaut, gehandelt, gelagert, industriell hergestellt oder global transportiert?
  3. Arbeit: Gab es Jagd, Ackerbau, Handwerk, Handel, Hausarbeit, Fabrikarbeit, Dienstleistung, digitale Arbeit oder unbezahlte Sorgearbeit?
  4. Technik: Welche Werkzeuge, Maschinen, Verkehrsmittel, Medien und Energiequellen prägten den Alltag?
  5. Gemeinschaft: Wie waren Familie, Dorf, Stadt, Stamm, Stand, Klasse, Staat oder Netzwerk organisiert?
  6. Bildung: Wer durfte lernen? Wo wurde gelernt? Welche Rolle spielten Schule, Lehre, Kloster, Universität, Familie oder Internet?
  7. Glaube: Welche Bedeutung hatten Religion, Rituale, Feste, Ahnen, Tempel, Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Weltanschauungen?
  8. Rechte: Wer durfte entscheiden, wählen, Besitz haben, reisen, arbeiten, heiraten oder vor Gericht sprechen?
  9. Mobilität: Bewegten sich Menschen zu Fuß, mit Tieren, Schiffen, Wagen, Eisenbahn, Auto, Flugzeug oder digital über Medien?
  10. Umwelt: Wie nutzten Menschen Wasser, Boden, Wald, Tiere, Energie und Rohstoffe?


Lebensweisen im Wandel der Epochen


Steinzeit: Sammeln, Jagen, Herstellen, Weiterziehen

In der Altsteinzeit lebten viele Menschen als Jäger und Sammler. Sie folgten Tierherden, Jahreszeiten und Nahrungsangeboten. Ihre Unterkünfte waren oft beweglich oder nur zeitweise genutzt. Werkzeuge aus Stein, Knochen, Holz und Leder waren überlebenswichtig. Wissen wurde mündlich weitergegeben: Welche Pflanzen essbar sind, wie Feuer entsteht, wo Wasser zu finden ist und wie Tiere gelesen werden können. Kunstwerke wie Höhlenmalereien zeigen, dass Menschen schon früh symbolisch dachten, erzählten und gestalteten.

Mit der Jungsteinzeit änderte sich in vielen Regionen der Alltag grundlegend. Ackerbau, Viehzucht, Vorratshaltung und feste Siedlungen wurden wichtiger. Diese Veränderung wird oft Neolithische Revolution genannt. Sie war jedoch kein plötzlicher Schritt überall auf der Welt, sondern ein langer Prozess mit regionalen Unterschieden. Sesshaftigkeit brachte neue Möglichkeiten, aber auch neue Probleme: Besitz musste geregelt, Felder mussten verteidigt, Vorräte geschützt und Krankheiten in größeren Siedlungen bewältigt werden.

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Frühe Hochkulturen und Antike: Stadt, Schrift und Verwaltung

In Mesopotamien, Ägypten, im Indusraum, in China und später in anderen Regionen entstanden frühe Hochkulturen. Flüsse wie Nil, Euphrat, Tigris, Indus oder Huang He ermöglichten Bewässerung, Handel und größere Siedlungen. Schrift half, Abgaben, Vorräte, Gesetze, Verträge und religiöse Texte festzuhalten. Der Alltag war stark von Landwirtschaft, Handwerk, Religion, Herrschaft und sozialer Ordnung geprägt.

In der europäischen Antike prägten griechische Poleis und das Römische Reich viele Lebensbereiche. Städte boten Märkte, Bäder, Theater, Tempel, Straßen und Verwaltung. Gleichzeitig lebte ein großer Teil der Bevölkerung weiterhin auf dem Land. Rechte waren ungleich verteilt: Freie Bürger, Frauen, Fremde und versklavte Menschen hatten sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Deshalb darf man nicht sagen: „Die Menschen in der Antike lebten so.“ Besser ist: „Manche Menschen in antiken Städten lebten anders als Bauern, Händlerinnen, Soldaten oder versklavte Menschen.“

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Mittelalter: Dorf, Stadt, Stand und Religion

Das Mittelalter war in Europa eine lange und vielfältige Epoche. Viele Menschen lebten auf dem Land und arbeiteten in der Landwirtschaft. Der Jahreslauf bestimmte Arbeit, Nahrung und Feste. Grundherrschaft, Lehnswesen, Ständeordnung und Kirche beeinflussten Rechte und Pflichten. Städte wuchsen besonders im Hoch- und Spätmittelalter. Dort prägten Handwerk, Zünfte, Handel, Märkte, Stadtrecht und Gilden den Alltag.

Auch im Mittelalter gab es große kulturelle Vielfalt. Während in Europa Klöster Wissen bewahrten und Universitäten entstanden, entwickelten sich im islamisch geprägten Raum bedeutende Zentren von Wissenschaft, Medizin, Mathematik, Astronomie, Philosophie und Handel. In China prägten Beamtenprüfungen, Städte, Papiergeld, Porzellan und technische Erfindungen den Alltag vieler Menschen. In Amerika bestanden Kulturen wie Maya, Azteken und Inka mit eigenen Stadtformen, Handelswegen, Religionen und Wissenssystemen. Der Vergleich zeigt: Ein Epochenbegriff wie „Mittelalter“ beschreibt nicht automatisch die ganze Welt.

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Frühe Neuzeit: Weltkontakte, Handel und neue Ordnungen

In der Frühen Neuzeit veränderten Buchdruck, Reformation, Renaissance, Kolonialismus, Fernhandel und neue wissenschaftliche Methoden viele Lebensweisen. Mehr Menschen kamen indirekt oder direkt mit Waren, Ideen, Krankheiten, Gewalt und Wissen aus anderen Weltregionen in Berührung. Gewürze, Zucker, Kaffee, Tee, Baumwolle und Tabak wurden Teil globaler Handelsnetze. Diese Vernetzung brachte nicht nur Austausch, sondern auch Ausbeutung, Versklavung, Missionierung und Zerstörung bestehender Lebensweisen.

Das Gemälde einer bäuerlichen Hochzeit zeigt, dass Feiern, Essen, Kleidung und soziale Rollen wichtige Quellen für Alltagsgeschichte sein können. Es zeigt aber nicht „das ganze Leben“ einer Epoche. Ein Bild ist immer Auswahl, Blickwinkel und Gestaltung. Deshalb vergleichst Du Bilder am besten mit weiteren Quellen wie Inventaren, Gerichtsakten, Reiseberichten, Funden oder schriftlichen Regeln.


Industrialisierung: Maschine, Fabrik und soziale Frage

Die Industrialisierung veränderte den Alltag vieler Menschen tiefgreifend. Maschinen, Dampfmaschine, Fabrik, Eisenbahn, Kohle, Textilindustrie und später Elektrizität führten zu neuen Arbeitsorten und neuen Zeitordnungen. Menschen zogen in wachsende Städte, arbeiteten nach Fabrikuhren und lebten häufig in engen Wohnungen. Kinderarbeit, niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten und schlechte Wohnverhältnisse wurden Teil der Sozialen Frage. Zugleich entstanden Arbeiterbewegung, Gewerkschaften, Sozialgesetzgebung, neue Konsumformen und schnellere Mobilität.

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Gegenwart: Globalisierung, Migration und digitale Lebenswelten

In der Gegenwart sind Lebensweisen weltweit stärker vernetzt als früher. Globalisierung, Migration, Internet, Smartphone, Soziale Medien, Klimawandel, Urbanisierung und globale Lieferketten prägen den Alltag. Viele Menschen kaufen Produkte aus verschiedenen Ländern, kommunizieren in Sekunden über Kontinente hinweg und begegnen unterschiedlichen Sprachen, Religionen und Gewohnheiten. Gleichzeitig bestehen große Unterschiede: Nicht alle Menschen haben Zugang zu sauberem Wasser, Bildung, Internet, medizinischer Versorgung, politischer Mitbestimmung oder sicherer Arbeit.

Die Gegenwart ist nicht überall gleich modern und die Vergangenheit war nicht überall rückständig. Ein wichtiger Grundsatz lautet: Lebensweisen entstehen aus Bedingungen, Möglichkeiten, Werten und Machtverhältnissen. Wer fair vergleicht, fragt nach Gründen und Folgen, nicht nach schnellen Urteilen.


Kulturen vergleichen ohne Vorurteile


Vorsicht vor Vereinfachungen

Beim Vergleichen verschiedener Kulturen entstehen leicht Stereotype. Ein Stereotyp verallgemeinert und behauptet, alle Menschen einer Gruppe seien gleich. Das ist falsch und unfair. Innerhalb jeder Kultur gibt es Unterschiede nach Alter, Geschlecht, Beruf, Reichtum, Bildung, Religion, Region, Stadt und Land. Außerdem verändern Menschen ihre Lebensweise ständig. Formuliere deshalb vorsichtig: nicht „Die Ägypter waren ...“, sondern „In bestimmten Quellen aus dem Alten Ägypten sieht man ...“ oder „Viele Bauern am Nil waren abhängig von ...“.


Gemeinsamkeiten erkennen

Trotz vieler Unterschiede gibt es auch Gemeinsamkeiten. Menschen müssen Nahrung gewinnen, Schutz suchen, Kinder versorgen, Konflikte regeln, Wissen weitergeben, Sinn stiften und mit Tod, Krankheit, Arbeit, Liebe und Gemeinschaft umgehen. Die Formen sind verschieden, die Grundfragen des Lebens aber oft vergleichbar. Dadurch kannst Du Epochen und Kulturen miteinander in Beziehung setzen.


Beispielhafte Vergleichssätze

  1. Steinzeit und Industrialisierung unterscheiden sich stark in der Technik, weil Steinwerkzeuge und Maschinen unterschiedliche Arbeitsweisen ermöglichen.
  2. Antike Städte und heutige Städte haben gemeinsam, dass sie Handel, Verwaltung, Verkehr und kulturelle Begegnungen bündeln.
  3. Das Mittelalter in Europa lässt sich nicht einfach mit dem Mittelalter in China oder Amerika gleichsetzen, weil Epochenbegriffe regional geprägt sind.
  4. Lebensweisen von reichen und armen Menschen unterscheiden sich oft innerhalb derselben Epoche stärker als zwischen zwei Epochen.
  5. Kulturkontakte können Austausch fördern, aber auch Gewalt, Unterdrückung und ungleiche Machtverhältnisse hervorbringen.


Merksatz

Lebensweisen verschiedener Epochen und Kulturen benennst Du sicher, wenn Du konkrete Merkmale nennst, Quellen beachtest, Unterschiede und Gemeinsamkeiten erklärst und keine ganze Gruppe vorschnell verallgemeinerst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt der Begriff Lebensweise am besten? (Wie Menschen wohnen arbeiten essen lernen und zusammenleben) (!Nur die Kleidung einer bestimmten Gruppe) (!Nur die Herrschaft eines Königs) (!Nur die Jahreszahlen einer Epoche)




Warum sind Epochen hilfreiche Ordnungshilfen? (Sie gliedern lange historische Entwicklungen in größere Zeitabschnitte) (!Sie beweisen dass überall auf der Welt alles gleich verlief) (!Sie ersetzen alle historischen Quellen) (!Sie zeigen nur die Geschichte von Königen)




Was ist beim Kulturvergleich besonders wichtig? (Man vermeidet Vorurteile und beachtet Unterschiede innerhalb einer Gruppe) (!Man bewertet eine Kultur immer als besser) (!Man betrachtet nur die eigene Gegenwart) (!Man benutzt keine Quellen)




Welche Veränderung ist typisch für die Jungsteinzeit in vielen Regionen? (Ackerbau Viehzucht Vorratshaltung und Sesshaftigkeit wurden wichtiger) (!Fabriken und Eisenbahnen entstanden) (!Smartphones verbreiteten sich) (!Ritterorden regierten alle Städte)




Wozu diente Schrift in frühen Hochkulturen häufig? (Zur Verwaltung von Vorräten Abgaben Regeln und religiösen Texten) (!Zum Betrieb von Dampfmaschinen) (!Zum Drucken von Tageszeitungen in Millionenauflage) (!Zum Versenden digitaler Nachrichten)




Welche Aussage zum Mittelalter ist besonders sachlich? (Das Mittelalter war je nach Region Stand und Lebensort sehr unterschiedlich) (!Im Mittelalter lebten alle Menschen genau gleich) (!Das Mittelalter beschreibt automatisch die ganze Welt) (!Im Mittelalter gab es keine Städte)




Was veränderte die Industrialisierung besonders stark? (Arbeit Wohnen Mobilität und Zeitordnung vieler Menschen) (!Die Entstehung der ersten Steinwerkzeuge) (!Die Erfindung der Höhlenmalerei) (!Den Bau der ersten Pyramiden)




Was ist eine historische Quelle? (Ein Gegenstand Text Bild oder Bericht der Hinweise auf die Vergangenheit gibt) (!Eine reine Vermutung ohne Beleg) (!Ein modernes Vorurteil über andere Menschen) (!Eine beliebige erfundene Geschichte)




Warum ist die Aussage die Menschen früher waren rückständig problematisch? (Sie bewertet pauschal und ignoriert Bedingungen Wissen und Perspektiven) (!Sie beschreibt präzise alle Kulturen) (!Sie ist immer wissenschaftlich bewiesen) (!Sie vermeidet alle Vorurteile)




Welche Gemeinsamkeit kann man in vielen Kulturen finden? (Menschen regeln Zusammenleben Arbeit Wissen Feste und Konflikte) (!Alle Menschen essen dieselben Speisen) (!Alle Menschen haben dieselbe Religion) (!Alle Menschen wohnen in denselben Häusern)





Memory

Jäger und Sammler Mobile Lebensweise
Jungsteinzeit Sesshaftigkeit
Antike Stadt Verwaltung und Handel
Mittelalterliche Zunft Handwerksordnung
Frühe Neuzeit Weltweite Handelskontakte
Industrialisierung Fabrikarbeit
Gegenwart Digitale Vernetzung
Quellenkritik Perspektive prüfen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Mobile Jagdgruppen Altsteinzeit
Ackerbau und Vorräte Jungsteinzeit
Stadt und Schrift Frühe Hochkulturen
Zunft und Stadtrecht Mittelalter
Fabrik und Eisenbahn Industrialisierung
Internet und globale Lieferketten Gegenwart






Kreuzworträtsel

Epoche Wie nennt man einen größeren geschichtlichen Zeitabschnitt?
Kultur Welcher Begriff beschreibt geteilte Werte Bräuche Sprache und Lebensformen?
Quelle Woraus gewinnen Forschende Hinweise auf vergangene Lebensweisen?
Nomaden Wie nennt man Gruppen ohne dauerhaft festen Wohnort?
Ackerbau Welche Wirtschaftsform machte Vorräte und Sesshaftigkeit stärker möglich?
Fabrik Welcher Arbeitsort wurde in der Industrialisierung besonders wichtig?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Lebensweisen beschreiben, wie Menschen wohnen, arbeiten, essen, lernen und miteinander

.
Eine Epoche ist ein größerer

der Geschichte.
Kulturen unterscheiden sich durch Sprache, Werte, Religion, Technik und

.
In Jäger-und-Sammler-Gesellschaften war Mobilität für die Nahrungssuche besonders

.
Die Jungsteinzeit brachte in vielen Regionen Ackerbau, Viehzucht und

.
In antiken Hochkulturen entstanden Städte, Schrift, Verwaltung und soziale

.
Im Mittelalter prägten Stand, Dorf, Stadt, Zunft und Religion viele Bereiche des

.
Die Industrialisierung veränderte Arbeit durch Maschinen, Fabriken und neue Formen der

.
Im digitalen Zeitalter verändern Medien, Migration und globale Märkte den kulturellen

.
Ein fairer Vergleich vermeidet Vorurteile und achtet auf Quellen, Region und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Alltagsvergleich: Erstelle eine Tabelle mit den Bereichen Wohnen, Essen, Arbeit, Bildung und Freizeit. Vergleiche Dein heutiges Leben mit einer selbst gewählten Epoche.
  2. Bildquelle untersuchen: Suche ein historisches Bild und beschreibe fünf Dinge, die Du über die Lebensweise der dargestellten Menschen erkennen kannst.
  3. Zeitreise-Tagebuch: Schreibe einen kurzen Tagebucheintrag aus der Sicht eines Kindes in der Jungsteinzeit, in einer antiken Stadt oder in einer mittelalterlichen Stadt.
  4. Begriffskarten: Gestalte Lernkarten zu Epoche, Kultur, Quelle, Alltag, Technik und Handel mit jeweils einer eigenen Erklärung.


Standard

  1. Quellenvergleich: Vergleiche ein Gemälde, ein Foto und einen Sachtext zu einer Epoche. Erkläre, welche Informationen jede Quelle liefert und welche Fragen offen bleiben.
  2. Kulturkontakt: Untersuche ein Beispiel für kulturellen Austausch, etwa Gewürzhandel, Seidenstraße, Buchdruck, Migration oder digitale Medien. Beschreibe Chancen und Probleme.
  3. Stadt und Land: Vergleiche die Lebensweise von Stadtbewohnern und Landbewohnerinnen in einer Epoche Deiner Wahl. Achte auf Arbeit, Rechte, Bildung und Ernährung.
  4. Interviewprojekt: Befrage eine ältere Person zu Veränderungen im Alltag. Frage nach Schule, Arbeit, Medien, Essen, Kleidung und Freizeit und vergleiche die Antworten mit Deinem Alltag.


Schwer

  1. Multiperspektivität: Beschreibe dieselbe Epoche aus drei Perspektiven, zum Beispiel Kind, Handwerkerin, Händler, Bauer, Herrscherin oder versklavter Mensch. Zeige Unterschiede im Alltag.
  2. Epochenkritik: Erkläre, warum die Einteilung in Antike, Mittelalter und Neuzeit nicht für alle Weltregionen gleich sinnvoll ist. Finde zwei Beispiele.
  3. Museumsprojekt: Entwickle ein kleines Ausstellungsplakat zum Thema Lebensweisen im Wandel. Nutze mindestens drei Quellenarten und schreibe kurze Erklärungstexte.
  4. Transferaufgabe: Vergleiche eine heutige globale Veränderung, etwa Digitalisierung oder Klimawandel, mit einer früheren Veränderung wie Sesshaftigkeit oder Industrialisierung.



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Lernkontrolle

  1. Vergleich begründen: Wähle zwei Epochen und erkläre an drei Kriterien, warum sich die Lebensweisen unterschieden. Nenne jeweils eine mögliche Ursache.
  2. Quellenkritik anwenden: Du findest ein Bild einer mittelalterlichen Stadt. Erkläre, welche Informationen es geben kann und warum Du trotzdem weitere Quellen brauchst.
  3. Perspektivenwechsel: Beschreibe, wie dieselbe technische Erfindung für verschiedene Gruppen unterschiedliche Folgen haben konnte, zum Beispiel Eisenbahn, Buchdruck oder Smartphone.
  4. Kulturkontakt beurteilen: Zeige an einem Beispiel, dass kultureller Austausch gleichzeitig bereichernd und konfliktbeladen sein kann.
  5. Gegenwartsbezug herstellen: Erkläre, welche Spuren früherer Lebensweisen Du heute noch in Sprache, Gebäuden, Festen, Essen, Technik oder Regeln findest.
  6. Stereotype erkennen: Formuliere eine pauschale Aussage über eine Epoche so um, dass sie genauer, fairer und quellennäher wird.
  7. Zusammenhang erklären: Zeige, wie Umwelt, Technik, Wirtschaft und soziale Ordnung zusammenwirken und eine Lebensweise prägen.




Lernnachweis

  1. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Epoche, Kultur, Lebensweise, Quelle, Alltagsgeschichte und Perspektive korrekt.
  2. Vergleichskriterien: Du vergleichst Lebensweisen nach klaren Kriterien wie Wohnen, Ernährung, Arbeit, Bildung, Technik, Religion, Rechte und Mobilität.
  3. Quellenarbeit: Du nutzt mindestens zwei unterschiedliche Quellenarten und erklärst deren Aussagekraft und Grenzen.
  4. Sachlichkeit: Du vermeidest Vorurteile, Pauschalurteile und abwertende Formulierungen.
  5. Multiperspektivität: Du zeigst, dass Menschen innerhalb derselben Epoche je nach Stand, Geschlecht, Beruf, Region und Besitz unterschiedlich lebten.
  6. Transfer: Du stellst begründete Bezüge zwischen historischen Lebensweisen und der Gegenwart her.
  7. Präsentation: Du stellst Deine Ergebnisse verständlich, geordnet und mit passenden Beispielen dar.




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