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Ein eigenes Gedicht schreiben - Gedichte

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Ein eigenes Gedicht schreiben - Gedichte




Ein eigenes Gedicht schreiben - Gedichte


Einleitung

Ein eigenes Gedicht zu schreiben bedeutet, Gedanken, Gefühle, Beobachtungen und Erfahrungen in eine besondere sprachliche Form zu bringen. Anders als ein Sachtext erklärt ein Gedicht nicht nur, sondern es verdichtet. Es arbeitet mit Bildsprache, Klang, Rhythmus, Vers, Strophe, Reim, Wiederholung, Überraschung und Leerstellen. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du aus einer Idee Schritt für Schritt ein eigenes Gedicht entwickelst, überarbeitest und präsentierst.

Ein Gedicht kann sehr kurz oder sehr lang sein. Es kann sich reimen oder ganz ohne Reim auskommen. Es kann streng gebaut sein oder als freier Vers wirken. Wichtig ist, dass die sprachliche Gestaltung zur Aussage passt. Ein trauriges Gedicht kann langsam, ruhig und schlicht wirken. Ein wütendes Gedicht kann harte Laute, kurze Verse und starke Wiederholungen nutzen. Ein Naturgedicht kann mit Farben, Geräuschen, Gerüchen und Bewegungen arbeiten. Ein politisches Gedicht kann Fragen stellen, Widersprüche sichtbar machen und zum Nachdenken anregen.

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Was ist ein Gedicht?

Ein Gedicht gehört zur literarischen Gattung der Lyrik. Lyrische Texte sind meist in Versen geschrieben. Mehrere Verse können eine Strophe bilden. Gedichte nutzen häufig eine besonders dichte Sprache. Das bedeutet: Wenige Wörter können viel ausdrücken. Ein einzelnes Bild, ein Klang oder eine ungewöhnliche Formulierung kann eine ganze Stimmung erzeugen.


Wichtige Merkmale von Gedichten

  1. Vers: Eine einzelne Zeile eines Gedichts.
  2. Strophe: Ein Abschnitt aus mehreren Versen.
  3. Reim: Gleich oder ähnlich klingende Wortenden, zum Beispiel Haus und Maus.
  4. Metrum: Ein regelmäßiger Wechsel von betonten und unbetonten Silben.
  5. Rhythmus: Der hörbare Sprachfluss eines Gedichts.
  6. Bildsprache: Sprachliche Bilder, die Vorstellungen im Kopf entstehen lassen.
  7. Metapher: Ein bildlicher Ausdruck, bei dem ein Wort in übertragener Bedeutung verwendet wird.
  8. Vergleich: Eine Verbindung mit wie oder als, zum Beispiel still wie Schnee.
  9. Personifikation: Dinge, Tiere oder Naturerscheinungen handeln wie Menschen.
  10. Freier Vers: Gedichtform ohne festes Reimschema und ohne streng regelmäßiges Metrum.


Warum schreibt man Gedichte?

Menschen schreiben Gedichte, um Erlebnisse zu verarbeiten, Gefühle auszudrücken, Kritik zu üben, Schönheit festzuhalten oder Sprache spielerisch zu erproben. Gedichte können privat, politisch, witzig, ernst, experimentell oder erzählend sein. Sie können für Dich selbst entstehen, für eine Lesung, für die Schule, für ein Poetry-Slam-Projekt, für ein Lied oder für eine Veröffentlichung.

Ein eigenes Gedicht ist nicht einfach ein Text mit kurzen Zeilen. Es ist eine bewusste Gestaltung von Sprache. Du entscheidest, was gesagt wird, was offen bleibt, wie der Text klingt, wie er aussieht und welche Wirkung er beim Lesen oder Hören entfalten soll.


Von der Idee zum Gedicht

Datei:Poem) (manuscript (IA poemmanuscript00west).pdf


Schritt 1: Ein Thema finden

Am Anfang steht ein Thema. Das kann ein großes Thema sein, zum Beispiel Liebe, Freundschaft, Natur, Krieg, Klimawandel, Erinnerung, Angst, Hoffnung oder Identität. Es kann aber auch ein kleiner Alltagsmoment sein: ein verpasster Bus, ein nasser Schulhof, ein leerer Teller, eine Nachricht auf dem Handy oder ein Licht im Fenster.

Ein gutes Gedichtthema ist nicht unbedingt groß. Oft wirkt ein Gedicht besonders stark, wenn es etwas Kleines genau beobachtet. Aus einem einzelnen Bild kann ein ganzer Text entstehen.


Schritt 2: Wörter sammeln

Bevor Du schreibst, kannst Du ein Cluster, eine Mindmap oder eine Wortliste anlegen. Sammle Wörter, die zu Deinem Thema passen. Achte dabei auf Sinneseindrücke.

  1. Sehen: Farben, Formen, Licht, Schatten, Bewegung.
  2. Hören: Geräusche, Stimmen, Stille, Musik, Knacken, Rauschen.
  3. Riechen: Regen, Erde, Rauch, Essen, Parfüm, Staub.
  4. Fühlen: Kälte, Wärme, Druck, Weichheit, Schmerz, Leichtigkeit.
  5. Schmecken: Süße, Bitterkeit, Salz, Metall, Frische.

Beispiel zum Thema Regen: grau, Tropfen, Fenster, Pfütze, nasse Schuhe, Asphalt, Wolken, Rinnen, Trommeln, kalte Finger, Geruch nach Erde, leere Straße, Spiegel.


Schritt 3: Eine Perspektive wählen

Ein Gedicht braucht eine Perspektive. Du kannst aus der Ich-Perspektive schreiben, eine Figur sprechen lassen oder eine Sache selbst zur Stimme machen. Ein alter Baum, ein kaputter Regenschirm oder ein leerer Stuhl können in einem Gedicht sprechen. So entsteht oft eine überraschende Wirkung.

Frage Dich: Wer spricht im Gedicht? Ein Ich? Ein Wir? Eine beobachtende Stimme? Ein Gegenstand? Eine Erinnerung? Die Perspektive beeinflusst den Ton des Gedichts.


Schritt 4: Die Form entscheiden

Die Form eines Gedichts unterstützt den Inhalt. Ein ruhiges Gedicht kann lange, gleichmäßig gebaute Verse haben. Ein hektisches Gedicht kann kurze, abgebrochene Verse nutzen. Ein humorvolles Gedicht kann Reime und überraschende Wortspiele einsetzen. Ein ernstes Gedicht kann auf Reime verzichten, wenn sie zu verspielt wirken würden.


Gedichtformen


Freies Gedicht

Ein freies Gedicht hat kein festes Reimschema und kein zwingendes regelmäßiges Metrum. Trotzdem ist es nicht beliebig. Auch freie Gedichte arbeiten mit Klang, Zeilenumbrüchen, Bildern, Wiederholungen und Pausen. Gerade die Entscheidung, wo ein Vers endet, ist wichtig. Ein Zeilenumbruch kann Spannung erzeugen, ein Wort betonen oder eine überraschende Wendung vorbereiten.


Reimgedicht

Ein Reimgedicht nutzt Reime, um Klang und Struktur zu erzeugen. Häufige Reimschemata sind:

  1. Paarreim: aabb, zum Beispiel Haus - Maus - Licht - Gesicht.
  2. Kreuzreim: abab, zum Beispiel Nacht - Wind - Macht - Kind.
  3. Umarmender Reim: abba, zum Beispiel Stein - Licht - Gesicht - Wein.
  4. Schweifreim: aabccb, häufig in erzählenden Gedichten.

Reime können schön wirken, aber sie dürfen den Sinn nicht zerstören. Wenn ein Reim nur gewählt wird, weil er sich reimt, klingt das Gedicht schnell gekünstelt. Der Inhalt bleibt wichtiger als der Reim.


Elfchen

Ein Elfchen besteht aus elf Wörtern in fünf Zeilen. Es eignet sich gut für den Einstieg, weil die Form überschaubar ist.

  1. Erste Zeile: ein Wort.
  2. Zweite Zeile: zwei Wörter.
  3. Dritte Zeile: drei Wörter.
  4. Vierte Zeile: vier Wörter.
  5. Fünfte Zeile: ein Schlusswort.

Beispiel: Regen graue Tropfen tanzen am Fenster ich höre die Straße wach


Haiku

Das Haiku ist eine kurze Gedichtform aus der japanischen Tradition. Es wird im Deutschen häufig mit drei Zeilen und einer Silbenstruktur von 5-7-5 geübt. Inhaltlich geht es oft um Natur, Augenblick und Wahrnehmung. Für den Unterricht ist wichtig: Die Silbenzählung kann helfen, genau zu formulieren, aber die starke Beobachtung ist wichtiger als bloßes Zählen.


Akrostichon

Beim Akrostichon ergeben die Anfangsbuchstaben der Verse ein Wort. Diese Form eignet sich gut, wenn Du ein Thema sichtbar in den Aufbau einbauen möchtest. Aus dem Wort MUT könnten zum Beispiel drei Verse entstehen, die jeweils mit M, U und T beginnen.


Sprache gestalten


Bildsprache nutzen

Gute Gedichte zeigen mehr, als sie erklären. Statt zu schreiben Ich bin traurig, kannst Du ein Bild finden: Der Stuhl gegenüber bleibt hell vom Staub. Solche Bilder laden Leserinnen und Leser ein, selbst zu fühlen und zu deuten.

Wichtige sprachliche Mittel sind:

  1. Metapher: Die Stadt ist ein schlafendes Tier.
  2. Vergleich: Die Wolken hängen wie nasse Tücher.
  3. Personifikation: Der Wind zerrt an den Türen.
  4. Alliteration: Leise laufen Lichter los.
  5. Anapher: Wiederholung am Satz- oder Versanfang.
  6. Enjambement: Ein Satz läuft über das Versende hinaus.
  7. Onomatopoesie: Lautmalerei, zum Beispiel klirr, rauschen, zischen.


Klang und Rhythmus prüfen

Ein Gedicht sollte laut gelesen werden. Erst beim Sprechen hörst Du, ob ein Vers zu lang ist, ob ein Wort stört oder ob ein Rhythmus entsteht. Markiere beim Vorlesen Stellen, an denen Du stockst. Diese Stellen sind oft Hinweise für die Überarbeitung.

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Zeilenumbrüche bewusst setzen

Zeilenumbrüche sind ein wichtiges Werkzeug. Sie entscheiden, welche Wörter am Ende eines Verses stehen und dadurch besonders auffallen. Ein Zeilenumbruch kann eine Pause erzeugen, eine Erwartung aufbauen oder eine neue Bedeutung eröffnen.

Beispiel: Ich stelle den Morgen auf die Fensterbank

Hier wirkt der Morgen wie ein Gegenstand. Der Zeilenumbruch betont das Bild und macht es überraschender.


Ein Gedicht überarbeiten

Ein erster Entwurf muss nicht perfekt sein. Viele Gedichte entstehen durch Überarbeitung. Dabei prüfst Du, welche Wörter wirklich gebraucht werden und welche nur erklären, was das Gedicht schon zeigt.


Überarbeitungsfragen

  1. Aussage: Was soll mein Gedicht ausdrücken?
  2. Stimmung: Welche Stimmung entsteht beim Lesen?
  3. Bilder: Welche Bilder sind stark, welche sind zu allgemein?
  4. Klang: Welche Wörter klingen passend?
  5. Form: Unterstützen Verse, Strophen und Zeilenumbrüche den Inhalt?
  6. Reim: Wirken die Reime natürlich oder gezwungen?
  7. Titel: Öffnet der Titel eine Deutung oder erklärt er zu viel?
  8. Schluss: Bleibt am Ende ein Gedanke, ein Bild oder eine Frage hängen?


Vorher und Nachher

Erster Entwurf: Ich bin traurig, weil mein Freund weg ist. Ich sitze allein in meinem Zimmer. Alles fühlt sich leer an.

Überarbeitete Fassung: Auf dem zweiten Stuhl liegt noch Dein Lachen

im Zimmer geht der Abend barfuß

Die überarbeitete Fassung nennt das Gefühl nicht direkt. Sie zeigt es durch Bilder. Dadurch können Leserinnen und Leser selbst entdecken, was gemeint ist.


Gedichte präsentieren

Ein Gedicht wird anders erlebt, wenn es gesprochen wird. Beim Vortrag sind Pausen, Betonung, Tempo, Lautstärke und Blickkontakt wichtig. Auch eine einfache Gestaltung auf Papier oder digital kann die Wirkung verstärken. Du kannst Dein Gedicht als Plakat, Audioaufnahme, Video, Slam-Text, Lyrikheft oder digitale Galerie präsentieren.


Feedback geben und annehmen

Gutes Feedback beschreibt die Wirkung des Gedichts und gibt konkrete Hinweise. Statt Das ist gut zu sagen, kannst Du genauer formulieren: Das Bild mit dem leeren Stuhl bleibt mir im Kopf. Statt Das ist langweilig zu sagen, hilft: In der zweiten Strophe könntest Du ein konkreteres Bild verwenden.

Eine hilfreiche Feedback-Regel lautet: zuerst Wirkung beschreiben, dann Fragen stellen, dann Vorschläge machen.


Schreibwerkstatt: Dein eigenes Gedicht


Methode 1: Bildimpuls

Wähle ein Foto, ein Gemälde oder eine Szene in Deiner Umgebung. Schreibe fünf Dinge auf, die Du siehst, drei Geräusche, zwei Gefühle und eine Frage. Verwandle daraus ein Gedicht mit mindestens acht Versen.


Methode 2: Wortmaterial

Sammle zehn Wörter zu einem Thema. Streiche drei zu offensichtliche Wörter. Ergänze drei überraschende Wörter aus einem ganz anderen Bereich. Schreibe dann ein Gedicht, in dem mindestens fünf dieser Wörter vorkommen.


Methode 3: Perspektivwechsel

Lass einen Gegenstand sprechen. Das kann ein Schuh, ein Schlüssel, ein altes Handy, eine Schultasche oder ein Fenster sein. Schreibe aus der Sicht dieses Gegenstands und zeige, was er erlebt.


Methode 4: Klanggedicht

Wähle einen Laut, zum Beispiel s, k, l oder r. Schreibe ein kurzes Gedicht, in dem dieser Laut besonders oft vorkommt. Achte darauf, dass der Klang zur Stimmung passt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Vers in einem Gedicht? (Eine einzelne Gedichtzeile) (!Eine Sammlung mehrerer Gedichte) (!Eine Erklärung am Rand) (!Eine Überschrift im Sachtext)




Was bezeichnet eine Strophe? (Einen Abschnitt aus mehreren Versen) (!Ein einzelnes Reimwort) (!Die Autorin eines Gedichts) (!Eine Fußnote unter dem Text)




Was ist ein Paarreim? (Zwei aufeinanderfolgende Verse reimen sich) (!Der erste und dritte Vers reimen sich) (!Alle Verse bleiben ohne Reim) (!Nur der Titel reimt sich)




Was ist eine Metapher? (Ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung) (!Eine wörtliche Inhaltsangabe) (!Eine Rechtschreibregel) (!Eine Liste aller Figuren)




Wozu dient ein Zeilenumbruch im Gedicht besonders? (Er kann Wörter betonen und Pausen erzeugen) (!Er ersetzt immer den Titel) (!Er verhindert jede Deutung) (!Er macht ein Gedicht automatisch länger)




Was ist ein freier Vers? (Ein Vers ohne zwingendes festes Reimschema und regelmäßiges Metrum) (!Ein Vers, der immer genau fünf Silben hat) (!Ein Vers, der nur aus Reimwörtern besteht) (!Ein Vers, der keine Bedeutung haben darf)




Welche Form besteht aus elf Wörtern in fünf Zeilen? (Elfchen) (!Sonett) (!Ballade) (!Roman)




Was bewirkt eine Personifikation? (Dinge oder Naturerscheinungen handeln wie Menschen) (!Alle Wörter werden alphabetisch sortiert) (!Ein Gedicht wird in Prosa umgeschrieben) (!Der Reim wird vollständig entfernt)




Warum sollte man ein Gedicht laut lesen? (Man hört Klang, Rhythmus und störende Stellen besser) (!Man muss es dann nicht mehr überarbeiten) (!Man erkennt dadurch automatisch die Biografie des Autors) (!Man ersetzt dadurch alle Bilder durch Erklärungen)




Was ist beim Überarbeiten eines Gedichts besonders wichtig? (Starke Wörter, passende Bilder und klare Wirkung prüfen) (!Möglichst viele Fremdwörter einfügen) (!Alle Verse gleich lang machen) (!Jeden Satz vollständig erklären)





Memory

Vers Gedichtzeile
Strophe Textabschnitt
Metapher Sprachbild
Paarreim AABB
Haiku Augenblick
Elfchen Elf Wörter
Rhythmus Sprachfluss
Titel Deutungsimpuls





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Idee sammeln Anfang des Schreibprozesses
Wörter auswählen sprachliches Material
Verse formen Aufbau des Gedichts
Laut vorlesen Klangprüfung
Überarbeiten Verbesserung der Wirkung






Kreuzworträtsel

Metapher Wie nennt man ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung?
Strophe Wie heißt ein Abschnitt aus mehreren Versen?
Rhythmus Wie nennt man den hörbaren Sprachfluss eines Gedichts?
Reim Wie heißt der Gleichklang am Ende von Versen?
Haiku Welche kurze japanische Gedichtform arbeitet oft mit Naturbeobachtung?
Elfchen Welche Gedichtform besteht aus elf Wörtern?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Gedicht gehört zur literarischen Gattung der

. Eine einzelne Zeile in einem Gedicht nennt man

. Mehrere Verse können gemeinsam eine

bilden. Ein Gleichklang am Ende von Versen heißt

. Der hörbare Sprachfluss eines Gedichts wird als

bezeichnet. Ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung nennt man

. Wenn Dinge wie Menschen handeln, spricht man von

. Ein Gedicht ohne festes Reimschema kann als

gestaltet sein. Beim Überarbeiten prüfst Du besonders die Wirkung von

. Durch lautes Lesen erkennst Du den

Deines Gedichts besser.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wortsammlung: Sammle zu einem selbst gewählten Thema mindestens zwanzig Wörter und ordne sie nach Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken.
  2. Elfchen: Schreibe ein Elfchen über einen Gegenstand aus Deinem Schulalltag und markiere anschließend die wichtigste Zeile.
  3. Bildgedicht: Wähle ein Bild aus und schreibe ein kurzes Gedicht, das eine Stimmung des Bildes ausdrückt.
  4. Vorlesen: Lies ein eigenes Gedicht einer Partnerin oder einem Partner vor und notiere, welche Zeile besonders stark gewirkt hat.


Standard

  1. Freier Vers: Schreibe ein freies Gedicht über einen Moment, in dem sich eine Stimmung verändert.
  2. Reimgedicht: Verfasse ein Gedicht mit mindestens zwei Strophen und einem erkennbaren Reimschema.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe ein Gedicht aus der Sicht eines Gegenstands, der etwas Wichtiges beobachtet.
  4. Überarbeitung: Überarbeite einen ersten Gedichtentwurf in zwei Fassungen und erkläre, welche Wörter Du verändert hast.


Schwer

  1. Poetry Slam: Entwickle einen performativen Gedichttext zu einem gesellschaftlichen Thema und plane Betonung, Tempo und Pausen.
  2. Gedichtanalyse und Produktion: Analysiere ein bekanntes Gedicht hinsichtlich Bildsprache, Form und Klang und schreibe anschließend ein eigenes Gegengedicht.
  3. Lyrikprojekt: Gestalte mit einer Gruppe ein digitales Lyrikheft mit eigenen Gedichten, kurzen Kommentaren und passenden Bildern.
  4. Schreibwerkstatt: Führe eine kleine Schreibwerkstatt durch, in der Du anderen eine Methode zum Gedichteschreiben erklärst und Feedback moderierst.



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Lernkontrolle

  1. Gedichtwirkung: Erkläre an einem eigenen Gedicht, wie Form, Zeilenumbrüche und Wortwahl zusammenwirken.
  2. Bildsprache übertragen: Verwandle einen sachlichen Satz wie Ich bin nervös in drei unterschiedliche poetische Bilder und vergleiche die Wirkung.
  3. Reim und Inhalt: Untersuche, wann ein Reim ein Gedicht unterstützt und wann er gekünstelt wirkt. Belege Deine Einschätzung mit Beispielen.
  4. Perspektive: Schreibe zwei kurze Gedichtfassungen zum selben Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und erkläre die veränderte Wirkung.
  5. Überarbeitungskompetenz: Wähle eine schwache Gedichtzeile aus Deinem Entwurf und entwickle drei verbesserte Alternativen mit Begründung.
  6. Präsentation: Plane einen Vortrag Deines Gedichts und begründe, welche Pausen, Betonungen und Lautstärken zur Aussage passen.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein Gedicht abgibst, sondern Deinen Schreibprozess sichtbar machst. Dazu gehören eine Ideensammlung, ein erster Entwurf, mindestens eine überarbeitete Fassung und eine kurze Reflexion. In der Reflexion erklärst Du, welches Thema Du gewählt hast, welche Bilder und sprachlichen Mittel Du genutzt hast, warum Du eine bestimmte Form gewählt hast und wie Feedback Deine Überarbeitung beeinflusst hat. Außerdem solltest Du Dein Gedicht angemessen präsentieren können, zum Beispiel durch einen Vortrag, eine gestaltete Textseite oder eine Audioaufnahme.




Bewertungskriterien

  1. Inhalt: Das Gedicht zeigt ein erkennbares Thema, eine Stimmung oder einen Gedanken.
  2. Sprache: Die Wortwahl ist bewusst gestaltet und enthält passende Bilder.
  3. Form: Verse, Strophen, Reime oder freie Formen unterstützen die Aussage.
  4. Klang: Rhythmus, Wiederholung, Lautung und Pausen werden sinnvoll eingesetzt.
  5. Überarbeitung: Der Text wurde sichtbar verbessert und nicht nur abgeschrieben.
  6. Reflexion: Die eigenen Entscheidungen werden nachvollziehbar erklärt.
  7. Präsentation: Das Gedicht wird lesbar, hörbar oder visuell passend vorgestellt.


OERs zum Thema



Links


Weiterführende Ideen

  1. Naturgedicht: Beobachte eine Landschaft oder einen Ort und beschreibe ihn mit allen Sinnen.
  2. Stadtgedicht: Schreibe über Geräusche, Bewegungen und Begegnungen in einer Stadt.
  3. Erinnerungsgedicht: Verdichte eine persönliche Erinnerung in wenigen Bildern.
  4. Klanggedicht: Experimentiere mit Lauten, Wiederholungen und Wortmusik.
  5. Politisches Gedicht: Formuliere eine Haltung zu einem aktuellen Thema in poetischer Sprache.


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