Zum Inhalt springen

Sprachliche Bilder in Gedichten untersuchen

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 1. Juli 2026, 17:24 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)



Sprachliche Bilder in Gedichten untersuchen



Einleitung

Sprachliche Bilder in Gedichten untersuchen bedeutet: Du schaust genau hin, wie ein Gedicht durch Metaphern, Vergleiche, Personifikationen, Symbole und andere sprachliche Mittel innere Bilder erzeugt. Gedichte sagen oft mehr, als sie wörtlich ausdrücken. Ein kurzer Vers kann eine Stimmung, eine Erfahrung oder einen Konflikt verdichten. Wenn Du sprachliche Bilder erkennst und deutest, verstehst Du besser, wie Lyrik wirkt.

In diesem aiMOOC lernst Du, sprachliche Bilder nicht nur zu benennen, sondern ihre Bedeutung, ihre Wirkung und ihren Zusammenhang mit Thema, Stimmung, lyrischem Ich und Aussage eines Gedichts zu erklären. Besonders wichtig ist: Eine gute Gedichtanalyse bleibt nicht beim Finden eines Stilmittels stehen. Sie zeigt, warum dieses Bild an genau dieser Stelle steht und was es für das Gesamtverständnis bedeutet.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=zmHaLX2FcP0 |500|center}}


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du sprachliche Bilder in Gedichten erkennen, unterscheiden und deuten. Du lernst, Textstellen genau zu untersuchen, passende Fachbegriffe zu verwenden und Deine Beobachtungen in einem begründeten Deutungssatz zu formulieren.

  1. Sprachliches Bild: Du erklärst, warum ein Ausdruck nicht wörtlich gemeint ist.
  2. Metapher: Du erkennst eine Bedeutungsübertragung ohne Vergleichswort.
  3. Vergleich: Du erkennst Bilder mit Vergleichswörtern wie wie, als oder so wie.
  4. Personifikation: Du erkennst, wenn Dinge, Tiere, Natur oder abstrakte Begriffe menschliche Eigenschaften erhalten.
  5. Symbol: Du deutest Gegenstände oder Erscheinungen, die über ihre konkrete Bedeutung hinausweisen.
  6. Interpretation: Du verbindest sprachliche Beobachtungen mit Thema, Stimmung und Aussage des Gedichts.


Grundlagen


Was sind sprachliche Bilder?

Ein sprachliches Bild ist ein Ausdruck, der im Kopf der Lesenden eine Vorstellung entstehen lässt. Es wird meist nicht wörtlich verstanden, sondern im übertragenen Sinn. Wenn in einem Gedicht steht: Die Stadt schläft, schläft die Stadt nicht wirklich. Gemeint ist, dass es still ist, dass kaum Bewegung herrscht oder dass die Umgebung ruhig und verlassen wirkt. Das Bild verdichtet viele Eindrücke in wenigen Worten.

Sprachliche Bilder sind für Gedichte besonders wichtig, weil Lyrik häufig kurz, konzentriert und vieldeutig ist. Ein Bild kann Gefühle, Gedanken und Sinneseindrücke verbinden. Es kann eine Stimmung verstärken, Gegensätze sichtbar machen oder eine innere Erfahrung anschaulich werden lassen.


Warum Gedichte besonders bildhaft sind

Ein Gedicht besteht oft aus Versen, Strophen, Klang, Rhythmus und verdichteter Sprache. In Gedichten wird selten nur sachlich berichtet. Stattdessen werden Wörter so angeordnet, dass sie mehrere Bedeutungsebenen öffnen. Sprachliche Bilder helfen dabei, das Sichtbare mit dem Unsichtbaren zu verbinden: Natur kann für Gefühle stehen, Dunkelheit kann Angst ausdrücken, Licht kann Hoffnung bedeuten, ein Weg kann eine Lebensentscheidung darstellen.

Ein Beispiel ist die Ballade Erlkönig von Johann Wolfgang von Goethe. Schon die Vorstellung von Nacht, Wind, Ritt und Angst erzeugt starke innere Bilder. Bei der Untersuchung fragst Du nicht nur: Welches Bild erkenne ich?, sondern auch: Welche Stimmung entsteht dadurch? Welche Perspektive wird gestärkt? Welche Aussage über die Situation wird möglich?


Wichtige Formen sprachlicher Bilder


Metapher

Eine Metapher ist eine Bedeutungsübertragung. Ein Wort oder Ausdruck wird aus seinem üblichen Zusammenhang in einen neuen übertragen. Anders als beim Vergleich steht meist kein Vergleichswort wie wie oder als. Bei ein Meer aus Tränen ist nicht wirklich ein Meer gemeint. Das Bild macht deutlich, dass sehr viel geweint wird oder dass Trauer überwältigend wirkt.

Eine Metapher kann etwas Abstraktes anschaulich machen. Sie kann Gefühle verdichten, etwas vergrößern, verschärfen oder geheimnisvoll erscheinen lassen. In Gedichten sind Metaphern oft besonders wirksam, weil sie mehrere Deutungen zulassen.

Beispiel: Mein Herz ist ein verschlossener Garten. Dieses Bild kann bedeuten, dass ein Mensch seine Gefühle schützt, nicht alles zeigt oder schwer zugänglich ist.


Vergleich

Ein Vergleich verbindet zwei Bereiche ausdrücklich miteinander. Häufig erkennst Du ihn an Wörtern wie wie, als oder so wie. Bei Die Wolken ziehen wie Schiffe wird eine Bewegung in der Natur mit einer Bewegung auf dem Wasser verglichen. Der Vergleich macht die Szene anschaulich und kann Ruhe, Weite oder Fernweh erzeugen.

Ein Vergleich ist meist leichter zu erkennen als eine Metapher, weil die Vergleichsbeziehung sichtbar genannt wird. Trotzdem musst Du auch hier deuten: Was genau wird verglichen? Welche gemeinsame Eigenschaft steht im Mittelpunkt? Welche Wirkung entsteht?

Beispiel: Ihre Stimme klang wie warmer Regen. Die Stimme wird nicht nur beschrieben, sondern mit Sanftheit, Wärme und Beruhigung verbunden.


Personifikation

Eine Personifikation liegt vor, wenn etwas Nichtmenschliches menschliche Eigenschaften, Handlungen oder Gefühle erhält. Wenn ein Gedicht sagt: Der Morgen lächelt, dann bekommt der Morgen eine menschliche Geste. Dadurch wirkt die Natur lebendig und nah.

Personifikationen können Natur, Dinge oder abstrakte Begriffe lebendig machen. Sie helfen, eine Stimmung zu erzeugen. Ein lächelnder Morgen wirkt freundlich, ein drohender Himmel wirkt gefährlich, eine schweigende Straße wirkt verlassen.

Beispiel: Der Wind flüstert durch die Gassen. Der Wind wird wie eine Person dargestellt, die leise spricht. Das kann Geheimnis, Unruhe oder Nähe erzeugen.


Symbol

Ein Symbol ist ein konkretes Zeichen, das über sich hinausweist. Eine Rose kann für Liebe stehen, eine Taube für Frieden, eine Nacht für Angst oder Ungewissheit, ein Licht für Hoffnung. Symbole sind nicht immer eindeutig. Ihre Bedeutung hängt vom Gedicht, vom kulturellen Wissen und vom Zusammenhang ab.

Beim Symbol ist wichtig: Du darfst nicht automatisch eine feste Bedeutung einsetzen. Du musst prüfen, wie das Symbol im Gedicht verwendet wird. Eine Rose kann Liebe bedeuten, aber auch Vergänglichkeit, Schönheit, Verletzlichkeit oder Erinnerung.

Beispiel: Am Fenster brennt ein kleines Licht. Das Licht kann für Hoffnung, Orientierung, Zuhause oder Sehnsucht stehen.


Allegorie

Eine Allegorie ist ein ausgeführtes Bild, bei dem mehrere Elemente zusammen eine abstrakte Bedeutung darstellen. Oft wird ein Gedanke, ein Wert oder ein Zustand als Figur oder Szene gestaltet. In der Kunst wird zum Beispiel Gerechtigkeit häufig als Frau mit Waage dargestellt. In einem Gedicht kann ein Weg, ein Reisender, ein Ziel und ein Hindernis gemeinsam für den Lebensweg stehen.

Bei einer Allegorie deutest Du nicht nur ein einzelnes Wort, sondern ein ganzes Bildsystem. Du fragst: Welche Bestandteile gehören zusammen? Welche abstrakte Idee wird durch sie veranschaulicht?


Synästhesie

Eine Synästhesie verbindet verschiedene Sinnesbereiche miteinander. Zum Beispiel kann eine Stimme warm, eine Farbe laut oder eine Stille schwer wirken. Solche Formulierungen passen wörtlich nicht zusammen, erzeugen aber eine intensive Wahrnehmung.

Beispiel: Ein heller Klang tropfte in die Dunkelheit. Hier verbinden sich Hören, Sehen und Bewegung. Dadurch wirkt der Eindruck dichter und poetischer.


Bildfeld

Ein Bildfeld entsteht, wenn mehrere sprachliche Bilder aus demselben Bedeutungsbereich stammen. Wenn ein Gedicht Wörter wie Welle, Flut, Ufer, Strömung und Ertrinken verwendet, entsteht ein Bildfeld des Wassers. Es kann für Gefühle, Gefahr, Bewegung oder Überforderung stehen.

Bildfelder sind wichtig, weil sie zeigen, dass ein Gedicht nicht nur einzelne Bilder nutzt, sondern ein zusammenhängendes Netz von Bedeutungen aufbaut. Eine gute Untersuchung achtet deshalb auf Wiederholungen, Häufungen und Entwicklungen von Bildern.


Sprachliche Bilder untersuchen


Schritt 1: Textstelle genau sichern

Beginne immer am Text. Schreibe die auffällige Formulierung ab oder markiere sie. Achte darauf, ob das Bild in einer bestimmten Strophe, an einem Wendepunkt oder am Ende des Gedichts steht. Die Stelle im Gedicht ist oft wichtig für die Deutung.

Frage: Welche Wörter erzeugen ein Bild im Kopf?


Schritt 2: Bildart bestimmen

Überlege, ob es sich um eine Metapher, einen Vergleich, eine Personifikation, ein Symbol, eine Allegorie, eine Synästhesie oder ein Bildfeld handelt. Manchmal sind mehrere Deutungen möglich. Dann ist es besser, vorsichtig zu formulieren: Die Formulierung wirkt wie eine Metapher, weil ...

Frage: Welcher Fachbegriff passt am besten?


Schritt 3: Wörtliche und übertragene Bedeutung unterscheiden

Kläre zuerst, was die Formulierung wörtlich bedeuten würde. Danach erklärst Du, was sie im Gedicht übertragen meint. Dieser Schritt verhindert, dass Du nur Fachbegriffe sammelst, ohne zu verstehen.

Beispiel: Ein Herz aus Stein meint nicht ein echtes Steinherz. Übertragen kann es Gefühllosigkeit, Härte oder Unzugänglichkeit ausdrücken.


Schritt 4: Wirkung beschreiben

Beschreibe, welche Wirkung das Bild erzeugt. Wirkt es freundlich, bedrohlich, traurig, geheimnisvoll, hoffnungsvoll, ironisch, kritisch oder beruhigend? Achte auch auf Klang, Wortwahl und Zusammenhang mit anderen Bildern.

Frage: Welche Stimmung entsteht durch das Bild?


Schritt 5: Mit dem Gedichtganzen verbinden

Eine starke Deutung zeigt, wie das sprachliche Bild zum Thema des Gedichts passt. Es reicht nicht zu schreiben: Hier liegt eine Metapher vor. Besser ist: Die Metapher verdeutlicht die Einsamkeit des lyrischen Ichs, weil ...

Merksatz: Benennen ist nur der Anfang. Untersuchen bedeutet, Bedeutung und Wirkung im Zusammenhang zu erklären.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=48e6OEYjWKE |500|center}}


Beispielanalyse


Beispielvers

Beispiel: Die Nacht legt ihre schwarzen Hände auf die Dächer.

In diesem Vers findest Du eine Personifikation, weil die Nacht wie ein Mensch dargestellt wird, der Hände hat und etwas auf die Dächer legt. Gleichzeitig entsteht eine düstere Metapher, denn die schwarzen Hände stehen für Dunkelheit, Bedrohung oder Schwere. Das Bild macht die Nacht nicht nur sichtbar, sondern spürbar. Sie wirkt aktiv, mächtig und bedrängend. Wenn das Gedicht von Angst oder Einsamkeit handelt, kann dieses Bild die innere Lage des lyrischen Ichs verstärken.


Muster für einen Deutungssatz

Ein guter Deutungssatz verbindet Fachbegriff, Textbeobachtung, Bedeutung und Wirkung.

Muster: Die Formulierung ... ist eine Metapher, weil .... Sie bedeutet im übertragenen Sinn .... Dadurch wirkt die Situation .... und unterstützt das Thema des Gedichts, nämlich ....

Ausformuliertes Beispiel: Die Formulierung schwarze Hände der Nacht wirkt wie eine Personifikation und Metapher, weil die Nacht menschlich und bedrohlich dargestellt wird. Im übertragenen Sinn zeigt das Bild, dass die Dunkelheit als bedrückende Macht empfunden wird. Dadurch entsteht eine unheimliche Stimmung, die die Angst des lyrischen Ichs verstärkt.


Häufige Fehler und bessere Lösungen


Nur benennen statt deuten

Ungenau: Das ist eine Metapher.

Besser: Die Metapher macht die Trauer anschaulich, indem sie als schwere Last dargestellt wird.


Zu wörtlich verstehen

Ungenau: Die Stadt schläft, also schlafen alle Menschen.

Besser: Die Personifikation zeigt die Stadt als ruhig und leblos; dadurch entsteht eine stille, vielleicht einsame Atmosphäre.


Automatische Symboldeutung

Ungenau: Die Rose bedeutet immer Liebe.

Besser: Die Rose kann hier für Liebe stehen, wirkt aber durch das Verwelken zugleich als Symbol für Vergänglichkeit.


Wirkung vergessen

Ungenau: Der Wind wird personifiziert.

Besser: Die Personifikation des Windes als flüsternde Stimme erzeugt eine geheimnisvolle Stimmung und lässt die Natur lebendig erscheinen.


Formulierungshilfen

  1. Deutung: Die Formulierung ... lässt sich als ... verstehen, weil ...
  2. Wirkung: Das Bild erzeugt eine ... Stimmung, da ...
  3. Kontext: Im Zusammenhang der Strophe zeigt das Bild, dass ...
  4. Lyrisches Ich: Für das lyrische Ich wirkt ... wie ...
  5. Thema: Das sprachliche Bild unterstützt das Thema ..., indem ...
  6. Vergleich: Durch den Vergleich mit ... wird besonders deutlich, dass ...
  7. Symbol: Das Symbol kann hier für ... stehen, weil ...
  8. Bildfeld: Die wiederholten Bilder aus dem Bereich ... verweisen auf ...

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=7dm-DLWQtNg |500|center}}


Unterrichtsidee: Gedichte gemeinsam untersuchen

Eine hilfreiche Methode ist die Bildspur. Dabei markierst Du alle Wörter und Formulierungen, die innere Bilder erzeugen. Danach ordnest Du sie nach Bildarten. Anschließend formulierst Du zu jedem Bild eine kurze Deutung und prüfst, ob mehrere Bilder zusammengehören. So erkennst Du, ob ein Gedicht zum Beispiel ein Bildfeld der Natur, des Wassers, der Dunkelheit, des Lichts, des Weges oder des Kampfes aufbaut.

Für die Arbeit in der Klasse eignet sich ein dreischrittiges Verfahren: Erst liest Du das Gedicht laut, dann markierst Du auffällige Bilder, anschließend erklärst Du ihre Wirkung. Beim lauten Lesen achtest Du auch auf Pausen, Betonung und Klang. Oft werden sprachliche Bilder durch Alliteration, Assonanz, Reim oder Rhythmus verstärkt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein sprachliches Bild in einem Gedicht? (Ein Ausdruck, der im übertragenen Sinn ein inneres Bild erzeugt) (!Eine zufällige Rechtschreibbesonderheit) (!Eine wörtliche Sachinformation ohne Deutung) (!Eine Überschrift ohne Bezug zum Text)




Woran erkennst Du häufig einen Vergleich? (An Wörtern wie wie, als oder so wie) (!An jedem Reim am Zeilenende) (!An einer besonders langen Strophe) (!An der Anzahl der Silben)




Was ist typisch für eine Metapher? (Eine Bedeutungsübertragung ohne ausdrückliches Vergleichswort) (!Eine Inhaltsangabe des gesamten Gedichts) (!Ein Satzzeichen am Ende eines Verses) (!Ein Wort, das immer nur wörtlich gemeint ist)




Welche Bildart liegt in der Formulierung Der Wind flüstert vor? (Personifikation) (!Aufzählung) (!Ellipse) (!Enjambement)




Welche Aussage beschreibt ein Symbol am besten? (Ein konkretes Zeichen verweist auf eine tiefere Bedeutung) (!Ein Gedicht verzichtet vollständig auf Bilder) (!Ein Reim wiederholt denselben Vokal) (!Ein Satz wird grammatisch unvollständig gelassen)




Warum reicht es nicht, nur den Fachbegriff Metapher zu nennen? (Weil Bedeutung und Wirkung im Zusammenhang erklärt werden müssen) (!Weil Fachbegriffe in Gedichten verboten sind) (!Weil Metaphern nur in Sachtexten vorkommen) (!Weil jedes sprachliche Bild immer eindeutig ist)




Was bedeutet es, ein sprachliches Bild nicht wörtlich zu verstehen? (Man sucht die übertragene Bedeutung im Zusammenhang des Gedichts) (!Man ignoriert die Textstelle vollständig) (!Man ersetzt alle Wörter durch Fremdwörter) (!Man liest nur die Überschrift)




Was ist ein Bildfeld? (Mehrere zusammenhängende Bilder aus demselben Bedeutungsbereich) (!Eine Liste der Reimwörter) (!Ein einzelnes Satzzeichen) (!Der Name des Autors)




Welche Wirkung kann ein sprachliches Bild haben? (Es kann Stimmung, Gefühl und Aussage verdichten) (!Es verhindert jede Interpretation) (!Es macht Gedichte automatisch sachlich) (!Es ersetzt den Titel eines Gedichts)




Welche Frage hilft besonders bei der Deutung eines sprachlichen Bildes? (Was zeigt das Bild über Thema, Stimmung oder lyrisches Ich) (!Wie viele Buchstaben hat das längste Wort) (!Welche Farbe hat das Arbeitsblatt) (!Wie schnell wurde das Gedicht geschrieben)





Memory

Metapher Übertragung ohne Vergleichswort
Vergleich Bild mit wie oder als
Personifikation Menschliche Eigenschaft für Nichtmenschliches
Symbol Zeichen mit tieferer Bedeutung
Allegorie Ausgeführtes Bildsystem
Synästhesie Verbindung verschiedener Sinneseindrücke
Bildfeld Zusammenhängende Bildgruppe
Deutungssatz Erklärung von Bedeutung und Wirkung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Metapher Übertragung ohne Vergleichswort
Vergleich Bild mit Vergleichswort
Personifikation Vermenschlichung von Dingen oder Natur
Symbol Konkretes Zeichen mit weiterer Bedeutung
Synästhesie Mischung verschiedener Sinneseindrücke
Bildfeld Mehrere Bilder aus einem Bedeutungsbereich






Kreuzworträtsel

Metapher Wie heißt eine Bedeutungsübertragung ohne ausdrückliches Vergleichswort?
Vergleich Welche Bildart nutzt oft Wörter wie wie oder als?
Symbol Wie heißt ein konkretes Zeichen mit tieferer Bedeutung?
Strophe Wie nennt man einen Abschnitt aus mehreren Versen im Gedicht?
Wirkung Was musst Du neben der Bedeutung eines Bildes erklären?
Deutung Wie nennt man die begründete Erklärung eines sprachlichen Bildes?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein sprachliches Bild wird nicht nur

verstanden. Eine Metapher überträgt eine Bedeutung in einen neuen

. Ein Vergleich ist häufig an dem Wort

zu erkennen. Eine Personifikation gibt Dingen oder Natur menschliche

. Ein Symbol verweist über seine konkrete Form hinaus auf eine weitere

. Bei der Untersuchung eines Gedichts musst Du zuerst die passende

sichern. Danach erklärst Du die übertragene Bedeutung und die

. Mehrere zusammenhängende Bilder bilden ein

. Eine gute Deutung verbindet das sprachliche Bild mit dem

des Gedichts. Besonders überzeugend wird Deine Analyse, wenn Du Fachbegriff, Beleg und Erklärung in einem

verbindest.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildersuche: Suche in einem kurzen Gedicht drei Formulierungen, die in Deinem Kopf ein Bild erzeugen, und markiere sie farbig.
  2. Vergleich: Schreibe fünf eigene Vergleiche zu Gefühlen wie Freude, Angst, Wut, Hoffnung oder Einsamkeit.
  3. Personifikation: Formuliere zehn Sätze, in denen Naturerscheinungen menschliche Handlungen ausführen.
  4. Metapher: Ersetze sachliche Aussagen wie Ich bin traurig durch bildhafte Formulierungen und erkläre die Wirkung.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Untersuche in einem Gedicht drei sprachliche Bilder und schreibe zu jedem Bild einen Deutungssatz.
  2. Bildfeld: Markiere alle Bilder aus einem gemeinsamen Bedeutungsbereich und erkläre, wie sie die Stimmung des Gedichts prägen.
  3. Symbol: Wähle ein wiederkehrendes Symbol aus einem Gedicht und untersuche, welche Bedeutungen im Text möglich sind.
  4. Vortrag: Erkläre Deiner Lerngruppe an einem selbst gewählten Gedicht den Unterschied zwischen Metapher, Vergleich und Personifikation.


Schwer

  1. Interpretation: Schreibe eine zusammenhängende Interpretation, in der Du zeigst, wie sprachliche Bilder die Aussage eines Gedichts tragen.
  2. Kreatives Schreiben: Verfasse ein eigenes Gedicht mit mindestens fünf sprachlichen Bildern und kommentiere anschließend Deine Bildwahl.
  3. Medienprojekt: Gestalte ein Erklärvideo oder eine digitale Präsentation, die ein Bildfeld in einem Gedicht sichtbar macht.
  4. Vergleichende Analyse: Vergleiche zwei Gedichte zum gleichen Thema und untersuche, wie unterschiedliche Bilder verschiedene Wirkungen erzeugen.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Du erhältst ein unbekanntes Gedicht. Markiere drei sprachliche Bilder, ordne sie Fachbegriffen zu und erkläre, wie sie zur Stimmung beitragen.
  2. Deutung: Erkläre an einer selbst gewählten Textstelle, warum das sprachliche Bild nicht wörtlich verstanden werden kann und welche übertragene Bedeutung sinnvoll ist.
  3. Vergleichende Interpretation: Vergleiche zwei Bilder aus demselben Gedicht und entscheide, ob sie ein gemeinsames Bildfeld bilden.
  4. Perspektive: Untersuche, was ein sprachliches Bild über das lyrische Ich verrät, und belege Deine Aussage am Text.
  5. Wirkungsanalyse: Beschreibe, wie sich die Wirkung eines Gedichts verändern würde, wenn ein bildhafter Ausdruck durch eine sachliche Formulierung ersetzt würde.
  6. Eigenproduktion: Schreibe eine kurze Strophe zu einem Gefühl und erkläre anschließend, welche sprachlichen Bilder Du verwendet hast und warum.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Sprachliche Bilder in Gedichten untersuchen solltest Du zeigen, dass Du sprachliche Bilder erkennst, sinnvoll benennst und in den Zusammenhang des Gedichts einordnest. Wichtig ist nicht nur die richtige Fachsprache, sondern auch die begründete Deutung.

  1. Textbeleg: Du zitierst oder benennst genaue Textstellen.
  2. Fachbegriff: Du verwendest Begriffe wie Metapher, Vergleich, Personifikation, Symbol, Allegorie, Synästhesie und Bildfeld korrekt.
  3. Bedeutung: Du erklärst die übertragene Bedeutung des sprachlichen Bildes.
  4. Wirkung: Du beschreibst die Stimmung und Wirkung auf die Lesenden.
  5. Zusammenhang: Du verbindest die Bilddeutung mit Thema, lyrischem Ich, Aufbau und Aussage des Gedichts.
  6. Reflexion: Du erklärst, warum unterschiedliche Deutungen möglich sein können, solange sie am Text begründet werden.
  7. Eigenständigkeit: Du zeigst an einem unbekannten Gedicht, dass Du die Methode selbstständig anwenden kannst.




OERs zum Thema



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>