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Aussagen am Text belegen - Lesen und Sachtexte

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Aussagen am Text belegen - Lesen und Sachtexte



Einleitung

Aussagen am Text belegen bedeutet: Du formulierst eine Behauptung, Antwort oder Deutung nicht nur aus dem Bauch heraus, sondern weist sie mit einer passenden Textstelle nach. Besonders beim Lesen von Sachtexten ist das wichtig, weil Sachtexte Informationen, Erklärungen, Argumente, Beispiele, Daten oder Meinungen enthalten können. Wer eine Aussage am Text belegt, zeigt: Ich habe genau gelesen, ich kann wichtige Informationen finden und ich kann erklären, warum eine Textstelle meine Aussage stützt.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Sachtexte gezielt liest, zentrale Aussagen erkennst, passende Belege auswählst und diese sprachlich korrekt in Deine Antwort einbaust. Das Thema gehört zu den grundlegenden Kompetenzen im Fach Deutsch, ist aber auch für Geschichte, Politische Bildung, Biologie, Geographie, Ethik und viele andere Fächer wichtig. Immer wenn Du eine Frage zu einem Text beantwortest, eine Analyse schreibst, eine Zusammenfassung vorbereitest oder eine Meinung prüfst, brauchst Du die Fähigkeit, Aussagen am Text zu belegen.

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Was bedeutet Aussagen am Text belegen?

Eine Aussage ist ein Satz, der etwas über den Text behauptet. Ein Beleg ist eine konkrete Stelle im Text, die zeigt, dass diese Aussage stimmt oder gut begründet ist. Ein Beleg kann ein direktes Zitat, ein indirekter Verweis auf eine Textstelle, eine genaue Zeilenangabe, ein Beispiel aus dem Text oder eine kurze Wiedergabe mit eigenen Worten sein.

Belegen heißt also nicht nur: eine Zeile nennen. Du musst auch zeigen, wie die Textstelle zu Deiner Aussage passt. Deshalb besteht eine gute Antwort oft aus drei Teilen: Aussage, Beleg und Erklärung. Diese Struktur nennt man hier die A-B-E-Methode.

  1. Aussage: Du beantwortest die Frage oder formulierst eine Behauptung zum Text.
  2. Beleg: Du nennst eine passende Textstelle, ein kurzes Zitat oder einen genauen Verweis.
  3. Erklärung: Du erklärst, warum der Beleg Deine Aussage unterstützt.

Beispiel: Die Aussage „Der Text warnt vor unkritischem Umgang mit Informationen im Internet“ ist nur dann überzeugend, wenn Du eine Textstelle findest, in der genau diese Warnung deutlich wird. Ein guter Beleg könnte lauten: Im Text wird erklärt, dass nicht jede Nachricht in sozialen Netzwerken überprüft ist und dass Leserinnen und Leser Quellen vergleichen sollen. Danach erklärst Du, dass diese Stelle eine Warnung enthält, weil sie auf ein Risiko hinweist und ein vorsichtiges Verhalten empfiehlt.


Warum ist das Belegen wichtig?

Beim Textverstehen reicht es nicht, nur ungefähr zu wissen, worum es geht. In der Schule, in Prüfungen und im Studium musst Du zeigen können, wie Du zu einer Antwort kommst. Ein Beleg macht Deine Antwort überprüfbar. Wer Deine Lösung liest, kann im Text nachsehen, ob Deine Aussage wirklich stimmt. Dadurch wird Deine Antwort sachlicher, genauer und überzeugender.

Besonders bei Sachtexten ist das Belegen wichtig, weil diese Texte häufig Informationen vermitteln, Zusammenhänge erklären oder Leserinnen und Leser überzeugen wollen. Du musst deshalb unterscheiden können, was wirklich im Text steht und was Du selbst vermutest. Eine unbelegte Vermutung kann interessant sein, aber sie ist keine gesicherte Textaussage. Eine belegte Aussage zeigt dagegen, dass Du Dich auf den Text stützt.


Sachtexte lesen

Ein Sachtext ist ein Text, der sich mit einem Thema aus der Wirklichkeit beschäftigt. Er kann informieren, erklären, beschreiben, berichten, argumentieren, kommentieren oder zu einem bestimmten Verhalten auffordern. Beispiele sind Zeitungsartikel, Berichte, Kommentare, Interviews, Lexikonartikel, Gebrauchsanweisungen, Reden, wissenschaftliche Texte, Diagramme mit Erläuterung oder Blogbeiträge zu Sachthemen.

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Beim Lesen eines Sachtextes solltest Du nicht sofort jedes Detail auswendig lernen wollen. Wichtig ist zunächst die Orientierung. Frage Dich: Welches Thema hat der Text? Welche Überschrift und Zwischenüberschriften gibt es? Wer hat den Text geschrieben? Wo wurde er veröffentlicht? Welche Absicht könnte der Text haben? Welche Informationen, Beispiele oder Argumente fallen besonders auf?


Merkmale von Sachtexten

Sachtexte sind oft klar gegliedert. Sie enthalten Absätze, Zwischenüberschriften, Fachbegriffe, Beispiele, Zahlen, Quellenangaben oder grafische Elemente. Manche Sachtexte sind neutral und erklärend, andere bewerten ein Thema oder wollen Leserinnen und Leser überzeugen. Deshalb ist es wichtig, beim Lesen nicht nur Informationen zu sammeln, sondern auch auf die Textfunktion zu achten.

  1. Information: Der Text vermittelt Wissen über ein Thema.
  2. Erklärung: Der Text macht Zusammenhänge verständlich.
  3. Argumentation: Der Text begründet eine Meinung oder Position.
  4. Appell: Der Text fordert zu einem Verhalten oder einer Haltung auf.
  5. Kommentar: Der Text bewertet ein Thema aus einer bestimmten Perspektive.


Lesestrategien für Sachtexte

Lesestrategien helfen Dir, einen Text bewusst und zielgerichtet zu erschließen. Du liest dann nicht einfach Zeile für Zeile, sondern arbeitest mit einer klaren Methode. Eine bewährte Vorgehensweise ist die Fünf-Schritt-Methode.

  1. Überfliegen: Lies Überschrift, Zwischenüberschriften, Einleitung, Schluss und auffällige Wörter, um das Thema zu erkennen.
  2. Fragen stellen: Überlege, was Du über den Text herausfinden sollst und welche Aufgabenstellung vorliegt.
  3. Genau lesen: Lies den Text gründlich und markiere Schlüsselbegriffe, zentrale Aussagen und unklare Wörter.
  4. Gliedern: Teile den Text in Sinnabschnitte und notiere zu jedem Abschnitt eine kurze Kernaussage.
  5. Belegen: Suche Textstellen, die Deine Antwort oder Deutung eindeutig stützen.


Aussagen erkennen

Eine zentrale Aussage ist mehr als ein einzelnes interessantes Detail. Sie beschreibt einen wichtigen Gedanken des Textes. In Sachtexten findest Du zentrale Aussagen häufig in Überschriften, Einleitungen, Schlusssätzen, Zusammenfassungen, wiederholten Begriffen oder in Absätzen, die eine Erklärung oder ein Argument enthalten.

Um Aussagen zu erkennen, kannst Du nach diesen Fragen vorgehen: Was will der Text erklären? Welche Information ist für das Thema besonders wichtig? Welche Meinung wird vertreten? Welche Ursache, Folge oder Lösung wird genannt? Welche Begriffe tauchen mehrfach auf? Welche Beispiele unterstützen einen größeren Gedanken?

Wichtig: Eine Aussage muss zum Text passen. Sie darf nicht zu allgemein, zu ungenau oder zu weit vom Text entfernt sein. Wenn ein Text zum Beispiel nur über die Nutzung von Smartphones in der Schule spricht, solltest Du daraus nicht automatisch eine Aussage über alle digitalen Medien der Welt machen.


Belege finden

Ein guter Beleg ist genau, passend und knapp. Er stützt Deine Aussage unmittelbar. Nicht jede interessante Textstelle ist ein guter Beleg. Eine Textstelle ist dann passend, wenn sie wirklich das zeigt, was Du behauptest.

Gehe beim Suchen nach Belegen so vor: Markiere zuerst die Wörter aus der Aufgabenstellung. Suche dann im Text nach ähnlichen Begriffen, Beispielen oder Aussagen. Lies die Stelle davor und danach, damit Du den Zusammenhang verstehst. Entscheide anschließend, ob die Textstelle Deine Aussage wirklich beweist oder nur ungefähr zum Thema passt.


Direkte und indirekte Belege

Ein direkter Beleg ist ein wörtliches Zitat. Du übernimmst eine kurze Textstelle exakt und setzt sie in Anführungszeichen. Ein direktes Zitat eignet sich, wenn die Formulierung besonders wichtig ist oder wenn Du einen Begriff, eine Wertung oder eine genaue Aussage nachweisen möchtest.

Ein indirekter Beleg gibt eine Textstelle mit eigenen Worten wieder. Du nutzt ihn, wenn die genaue Formulierung nicht entscheidend ist, der Inhalt aber wichtig ist. Bei indirekten Belegen verwendest Du häufig Formulierungen wie „Der Text erklärt, dass ...“, „Im zweiten Abschnitt wird deutlich, dass ...“ oder „Die Autorin verweist darauf, dass ...“.


Zeilenangaben nutzen

In Schultexten sind die Zeilen oft nummeriert. Dann kannst Du Deine Belege mit Zeilenangaben versehen. Übliche Formen sind „Z. 5“, „Z. 5–7“ oder „vgl. Z. 5–7“. Wenn es keine Zeilen gibt, kannst Du auf Absatz, Abschnitt, Seite oder Überschrift verweisen. Wichtig ist, dass die Lesenden die Stelle schnell wiederfinden können.

Beispiele für Belegformeln: „Dies wird in den Zeilen 12 bis 14 deutlich.“ „Der Text nennt als Beispiel die steigende Nutzung digitaler Nachrichtenangebote.“ „Die Aussage wird durch den Hinweis auf die Folgen für Jugendliche gestützt.“ „Im dritten Absatz erklärt der Autor, dass ...“


Aussagen, Belege und Erklärungen verbinden

Eine gute Antwort besteht nicht aus einer losen Sammlung von Zitaten. Du musst die Textstelle mit Deiner Aussage verbinden. Dabei hilft Dir die A-B-E-Methode.

  1. Aussage: „Der Autor zeigt, dass Plastikmüll ein weltweites Problem ist.“
  2. Beleg: „Er verweist darauf, dass Kunststoffabfälle in Meeren verschiedener Regionen gefunden werden.“
  3. Erklärung: „Diese Textstelle stützt die Aussage, weil sie zeigt, dass das Problem nicht nur an einem einzelnen Ort auftritt.“

Die Erklärung ist besonders wichtig. Ohne Erklärung bleibt unklar, warum Du gerade diese Textstelle ausgewählt hast. Ein Zitat ersetzt also nicht Dein Denken. Es unterstützt Deine eigene Antwort.


Sprachbausteine für belegende Antworten

Diese Formulierungen helfen Dir beim Schreiben:

  1. Aussage formulieren: „Der Text macht deutlich, dass ...“
  2. Beleg einleiten: „Dies zeigt sich an der Stelle, an der ...“
  3. Direktes Zitat: „Der Autor schreibt: „...““
  4. Indirekter Beleg: „Im Text wird erklärt, dass ...“
  5. Zeilenangabe: „vgl. Z. ...“
  6. Erklärung: „Daran erkennt man, dass ...“
  7. Zusammenhang: „Der Beleg passt zur Aussage, weil ...“
  8. Abgrenzung: „Diese Stelle belegt jedoch nicht ..., sondern ...“


Häufige Fehler vermeiden

Beim Belegen treten typische Fehler auf. Viele Antworten nennen zwar eine Zeile, erklären aber nicht, was diese Zeile beweist. Andere Antworten enthalten ein langes Zitat, das nicht genau zur Aussage passt. Manchmal wird auch eine eigene Meinung als Textaussage ausgegeben, obwohl sie im Text nicht vorkommt.

  1. Zu allgemein: „Der Text handelt von Umwelt.“ Besser: „Der Text erklärt, dass Verkehrslärm die Gesundheit beeinträchtigen kann.“
  2. Ohne Beleg: „Die Autorin findet das schlecht.“ Besser: „Die Autorin bewertet die Entwicklung kritisch, weil sie die Folgen als problematisch beschreibt.“
  3. Zu langes Zitat: Ein ganzer Absatz wird abgeschrieben. Besser: Nur die entscheidende Formulierung oder ein kurzer indirekter Beleg wird genutzt.
  4. Falscher Zusammenhang: Eine Textstelle wird aus dem Zusammenhang gerissen. Besser: Die Sätze davor und danach werden mitgelesen.
  5. Keine Erklärung: Der Beleg steht allein. Besser: Nach dem Beleg wird erläutert, warum er die Aussage stützt.


Beispielanalyse an einem kurzen Sachtext

Übungstext: Viele Jugendliche informieren sich heute über soziale Netzwerke. Das hat Vorteile, weil Nachrichten schnell verbreitet werden und viele Menschen Zugang zu aktuellen Themen erhalten. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass ungeprüfte Meldungen geteilt werden. Deshalb ist es wichtig, Quellen zu vergleichen und auf Hinweise wie Autor, Datum und Herkunft der Information zu achten. Wer Nachrichten kritisch prüft, kann besser einschätzen, ob eine Information zuverlässig ist.

Aufgabe: Belege die Aussage: Der Text sieht soziale Netzwerke nicht nur positiv.

Mögliche Antwort: Der Text bewertet soziale Netzwerke nicht nur positiv, weil er neben den Vorteilen auch auf Risiken hinweist. Als Beleg wird genannt, dass „ungeprüfte Meldungen geteilt werden“ können. Diese Stelle zeigt die kritische Seite sozialer Netzwerke, denn sie macht deutlich, dass schnelle Verbreitung auch zur Weitergabe unsicherer Informationen führen kann.

In dieser Antwort findest Du alle drei Teile: Die erste Satzhälfte enthält die Aussage. Das kurze Zitat ist der Beleg. Der letzte Satz erklärt, warum dieser Beleg passt.


Vom Markieren zur Antwort

Gutes Markieren ist keine bunte Dekoration. Markieren soll Dir helfen, später eine genaue Antwort zu schreiben. Markiere deshalb nicht ganze Absätze, sondern Schlüsselbegriffe, zentrale Aussagen, Beispiele und Signalwörter. Signalwörter zeigen Zusammenhänge an, zum Beispiel Ursache, Folge, Gegensatz, Beispiel oder Schlussfolgerung.

  1. Ursache: weil, da, aufgrund, durch
  2. Folge: deshalb, daher, folglich, führt zu
  3. Gegensatz: aber, jedoch, dagegen, während
  4. Beispiel: zum Beispiel, etwa, unter anderem
  5. Schlussfolgerung: also, somit, daraus ergibt sich


Checkliste für belegende Antworten

Nutze diese Checkliste, bevor Du Deine Antwort abgibst:

  1. Aufgabe verstanden: Habe ich genau gelesen, was gefragt ist?
  2. Aussage klar: Ist meine Aussage eindeutig und nicht zu allgemein?
  3. Passender Beleg: Stützt die Textstelle wirklich meine Aussage?
  4. Genauer Verweis: Habe ich Zeile, Absatz oder Abschnitt angegeben?
  5. Eigene Erklärung: Habe ich erklärt, warum der Beleg passt?
  6. Sachliche Sprache: Habe ich neutral und textnah formuliert?
  7. Keine Abschrift: Habe ich nur so viel zitiert, wie nötig ist?


Mini-Methode: A-B-E in drei Sätzen

Wenn Du unsicher bist, kannst Du zunächst mit drei Sätzen arbeiten.

  1. Satz 1: Aussage: „Der Text zeigt, dass ...“
  2. Satz 2: Beleg: „Dies wird deutlich, als ...“
  3. Satz 3: Erklärung: „Die Textstelle belegt die Aussage, weil ...“

Diese Methode eignet sich besonders für kurze Aufgaben, mündliche Antworten, Lernkontrollen und die Vorbereitung auf Klassenarbeiten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet es, eine Aussage am Text zu belegen? (Eine Behauptung mit einer passenden Textstelle nachzuweisen) (!Eine eigene Meinung ohne Textbezug aufzuschreiben) (!Den gesamten Text auswendig zu lernen) (!Nur die Überschrift abzuschreiben)




Welche drei Teile gehören zur A-B-E-Methode? (Aussage Beleg Erklärung) (!Autor Bewertung Ende) (!Absatz Beispiel Einleitung) (!Anfang Begriff Ergebnis)




Wann ist ein Beleg besonders geeignet? (Wenn er genau zur Aussage passt) (!Wenn er möglichst lang ist) (!Wenn er aus dem ersten Satz stammt) (!Wenn er besonders schwer klingt)




Was ist ein direktes Zitat? (Eine wörtlich übernommene Textstelle) (!Eine frei erfundene Zusammenfassung) (!Eine persönliche Vermutung) (!Eine Überschrift ohne Zusammenhang)




Warum sind Zeilenangaben hilfreich? (Sie machen die Textstelle schnell auffindbar) (!Sie ersetzen die Erklärung) (!Sie machen jede Aussage automatisch richtig) (!Sie verhindern das Lesen des Textes)




Was solltest Du nach einem Beleg immer tun? (Erklären warum der Beleg zur Aussage passt) (!Den ganzen Text abschreiben) (!Eine neue Überschrift erfinden) (!Die Aufgabe ignorieren)




Was ist ein typisches Merkmal von Sachtexten? (Sie informieren erklären oder argumentieren zu Sachthemen) (!Sie bestehen immer aus Reimen) (!Sie erzählen immer von erfundenen Figuren) (!Sie haben nie eine erkennbare Absicht)




Welche Frage hilft beim Finden zentraler Aussagen? (Was will der Text über das Thema deutlich machen) (!Welche Wörter klingen am schönsten) (!Welche Zeile ist am längsten) (!Welche Schriftart wurde verwendet)




Was ist beim Markieren eines Sachtextes sinnvoll? (Schlüsselbegriffe und zentrale Aussagen markieren) (!Alle Wörter gleich stark markieren) (!Nur unbekannte Satzzeichen markieren) (!Den Text ohne Ziel bunt gestalten)




Welche Formulierung eignet sich für einen indirekten Beleg? (Im Text wird erklärt dass) (!Ich finde einfach dass) (!Vielleicht könnte man glauben dass) (!Ohne den Text zu lesen weiß ich dass)





Memory

Aussage Behauptung zum Text
Beleg Nachweis durch Textstelle
Erklärung Verbindung zwischen Aussage und Beleg
Sachtext Text über ein Thema der Wirklichkeit
Zeilenangabe Fundstelle im Text
Zitat Wörtlich übernommene Stelle
Schlüsselbegriff Wichtiges Wort für das Thema





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Aussage Was wird über den Text behauptet
Beleg Welche Textstelle stützt die Aussage
Erklärung Warum passt die Textstelle zur Aussage
Zeilenangabe Wo findet man die Textstelle
Sachtext Welche Textsorte informiert erklärt oder argumentiert
Lesestrategie Welche Methode hilft beim Erschließen des Textes




...


Kreuzworträtsel

Aussage Wie nennt man eine Behauptung oder Antwort zum Text?
Beleg Wie nennt man den Nachweis durch eine Textstelle?
Zitat Wie nennt man eine wörtlich übernommene Textstelle?
Sachtext Wie nennt man einen Text der über Themen der Wirklichkeit informiert?
Markieren Was tust Du mit wichtigen Schlüsselstellen im Text?
Lesen Welche Grundkompetenz brauchst Du zum Verstehen von Texten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine belegte Antwort beginnt mit einer klaren

. Danach suchst Du im Text eine passende

. Diese kann als direktes

oder als indirekter Verweis eingebaut werden. Eine genaue

hilft dabei, den Fundort wiederzufinden. Besonders wichtig ist die

, denn sie zeigt, warum der Beleg zur Aussage passt. Beim Lesen von

solltest Du Schlüsselbegriffe markieren und Sinnabschnitte erkennen. Eine gute

hilft Dir, Informationen gezielt zu finden und nicht nur oberflächlich zu lesen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Textstellen markieren: Lies einen kurzen Sachtext aus Deinem Schulbuch und markiere drei Stellen, die besonders wichtige Informationen enthalten. Schreibe zu jeder Markierung eine kurze Begründung.
  2. Aussage finden: Formuliere zu einem Abschnitt eines Sachtextes eine passende Aussage in einem vollständigen Satz.
  3. Belege sammeln: Suche zu einer vorgegebenen Aussage zwei Textstellen, die als Beleg geeignet sind, und notiere die Zeilenangaben.
  4. Beleg erklären: Wähle einen Beleg aus und erkläre in zwei Sätzen, warum er zur Aussage passt.


Standard

  1. A-B-E-Methode anwenden: Schreibe zu einer Aufgabe eine vollständige Antwort mit Aussage, Beleg und Erklärung.
  2. Direkte und indirekte Belege vergleichen: Formuliere zu derselben Textstelle einmal ein direktes Zitat und einmal einen indirekten Beleg.
  3. Sachtext gliedern: Teile einen Sachtext in Sinnabschnitte ein und gib jedem Abschnitt eine passende Zwischenüberschrift.
  4. Fehler verbessern: Überarbeite eine Antwort, die zwar ein Zitat enthält, aber keine Erklärung liefert. Ergänze die fehlende Begründung.


Schwer

  1. Textanalyse vorbereiten: Untersuche einen längeren Sachtext und erstelle eine Tabelle mit zentralen Aussagen, passenden Belegen und kurzen Erklärungen.
  2. Position prüfen: Entscheide, ob eine vorgegebene Deutung durch den Text wirklich gestützt wird. Begründe Deine Entscheidung mit mindestens zwei Belegen.
  3. Argumentation untersuchen: Analysiere einen kommentierenden Sachtext und zeige, welche Argumente durch Beispiele, Fakten oder Bewertungen gestützt werden.
  4. Lernvideo gestalten: Erstelle ein kurzes Erklärvideo oder eine digitale Präsentation zur A-B-E-Methode. Nutze ein eigenes Beispiel und zeige Schritt für Schritt, wie eine belegende Antwort entsteht.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Sachtext: Lies einen unbekannten Sachtext und formuliere die wichtigste Aussage des Textes. Belege sie mit einer passenden Textstelle und erkläre den Zusammenhang.
  2. Belegqualität beurteilen: Vergleiche drei mögliche Belege zu einer Aussage und entscheide, welcher Beleg am überzeugendsten ist. Begründe Deine Entscheidung.
  3. Fehlende Erklärung ergänzen: Du erhältst eine Antwort mit Aussage und Zitat. Ergänze eine Erklärung, die deutlich macht, warum das Zitat die Aussage stützt.
  4. Sachtextfunktion erkennen: Untersuche, ob ein Text eher informiert, erklärt, kommentiert oder appelliert. Belege Deine Einschätzung mit Textstellen.
  5. Eigene Antwort überarbeiten: Schreibe zunächst eine kurze unbelegte Antwort zu einer Textfrage. Überarbeite sie anschließend so, dass Aussage, Beleg, Zeilenangabe und Erklärung enthalten sind.
  6. Textnah argumentieren: Nimm Stellung zu einer Aussage über den Text und zeige mit mindestens zwei Belegen, ob diese Aussage zutrifft, teilweise zutrifft oder nicht zutrifft.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du einen unbekannten Sachtext selbstständig lesen und erschließen kannst. Du solltest zeigen, dass Du zentrale Aussagen erkennst, passende Textstellen auswählst, direkte und indirekte Belege unterscheiden kannst und Deine Belege nicht nur nennst, sondern erklärst. Bewertet werden vor allem Textnähe, Genauigkeit, Verständlichkeit und die Fähigkeit, Aussage, Beleg und Erklärung sinnvoll zu verbinden.

  1. Textverständnis: Du erkennst Thema, zentrale Aussagen und wichtige Zusammenhänge eines Sachtextes.
  2. Belegkompetenz: Du findest passende Textstellen und gibst sie genau an.
  3. Zitiertechnik: Du kannst kurze direkte Zitate korrekt einsetzen und indirekte Belege mit eigenen Worten formulieren.
  4. Erklärungskompetenz: Du erklärst, warum ein Beleg Deine Aussage stützt.
  5. Sprachliche Genauigkeit: Du formulierst sachlich, klar und verständlich.
  6. Überarbeitung: Du kannst eigene Antworten prüfen und verbessern.




OERs zum Thema

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Weiterführende Übungsimpulse

  1. Drei-Farben-Methode: Markiere Aussagen, Belege und Erklärungen in drei verschiedenen Farben und prüfe, ob Deine Antwort alle drei Teile enthält.
  2. Belegdetektiv: Tausche Deine Antwort mit einer Partnerin oder einem Partner und lasse prüfen, ob der Beleg wirklich zur Aussage passt.
  3. Zeilenjagd: Suche zu fünf Aussagen möglichst schnell die passende Textstelle und kontrolliere anschließend die Genauigkeit der Zeilenangabe.
  4. Zitatwerkstatt: Kürze zu lange Zitate so, dass nur die entscheidende Formulierung übrig bleibt.
  5. Erklärungstraining: Schreibe zu einem Beleg drei verschiedene Erklärungssätze und wähle den überzeugendsten aus.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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