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Gesprächsregeln bei Streit und Konflikten anwenden

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Gesprächsregeln bei Streit und Konflikten anwenden



Einleitung

Gesprächsregeln bei Streit und Konflikten anwenden bedeutet, in schwierigen Situationen so zu sprechen und zuzuhören, dass ein Konflikt nicht weiter eskaliert, sondern verständlicher, fairer und lösbarer wird. Streit gehört zum Zusammenleben dazu: in der Schule, in der Familie, im Freundeskreis, im Verein, in der Ausbildung und später im Beruf. Entscheidend ist nicht, dass Du nie streitest, sondern wie Du mit Streit umgehst.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Gesprächsregeln, Ich-Botschaften, Aktives Zuhören, Empathie, Deeskalation, Gewaltfreie Kommunikation und einfache Formen der Mediation anwendest. Du übst, Vorwürfe in klare Anliegen umzuwandeln, Gefühle und Bedürfnisse zu benennen, faire Bitten zu formulieren und Konfliktgespräche so zu führen, dass alle Beteiligten gehört werden.

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Was ist ein Konflikt?

Ein Konflikt entsteht, wenn unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse, Ziele, Wahrnehmungen oder Werte aufeinandertreffen. Ein Konflikt ist zunächst nicht automatisch schlecht. Er zeigt, dass etwas geklärt werden muss. Problematisch wird ein Konflikt, wenn Menschen sich gegenseitig abwerten, beschuldigen, anschreien, ausgrenzen oder verletzen.

Ein Streit kann sichtbar sein, etwa wenn zwei Personen laut miteinander reden. Er kann aber auch verdeckt sein, wenn jemand schweigt, sich zurückzieht, ironische Bemerkungen macht oder absichtlich nicht mehr mitarbeitet. Gute Gesprächsregeln helfen, sowohl offene als auch verdeckte Konflikte anzusprechen.


Typische Ursachen von Streit

  1. Missverständnisse: Eine Aussage wird anders verstanden, als sie gemeint war.
  2. Unterschiedliche Bedürfnisse: Eine Person braucht Ruhe, eine andere möchte reden oder spielen.
  3. Gefühlte Ungerechtigkeit: Jemand glaubt, unfair behandelt worden zu sein.
  4. Grenzverletzungen: Persönliche Grenzen werden nicht respektiert.
  5. Stress: Müdigkeit, Zeitdruck oder Leistungsdruck erhöhen die Reizbarkeit.
  6. Vorurteile: Menschen werden vorschnell bewertet, ohne genau hinzuschauen.
  7. Ungenaue Kommunikation: Aussagen bleiben unklar oder klingen wie Angriffe.


Eskalation und Deeskalation

Eskalation bedeutet, dass ein Konflikt schärfer, lauter oder verletzender wird. Menschen hören dann oft weniger zu, greifen eher an und verteidigen sich stärker. Deeskalation bedeutet, Spannung herauszunehmen. Das gelingt zum Beispiel durch ruhiges Sprechen, Nachfragen, Pausen, Ich-Botschaften und den Versuch, die Sichtweise der anderen Person zu verstehen.

Eine hilfreiche Grundfrage lautet: Will ich gewinnen oder will ich klären? Wer nur gewinnen möchte, sammelt Argumente gegen die andere Person. Wer klären möchte, sucht nach Verständnis, Verantwortung und einer Lösung.


Grundhaltung für faire Konfliktgespräche

Gesprächsregeln wirken nur dann gut, wenn sie nicht als Trick benutzt werden. Eine Regel wie „Ich lasse Dich ausreden“ hilft wenig, wenn Du innerlich schon das nächste Gegenargument vorbereitest. Die wichtigste Grundlage ist eine respektvolle Haltung: Jede Person hat Würde, Gefühle, Bedürfnisse und eine eigene Perspektive.


Respekt

Respekt bedeutet nicht, dass Du alles richtig findest, was die andere Person sagt oder tut. Respekt bedeutet, dass Du sie nicht beleidigst, demütigst oder lächerlich machst. Du kannst klar widersprechen und trotzdem wertschätzend bleiben.


Verantwortung

In einem Streit ist es leicht, die ganze Schuld der anderen Person zu geben. Verantwortung heißt, den eigenen Anteil zu prüfen: Was habe ich gesagt? Was habe ich getan? Was habe ich unterlassen? Wie könnte ich anders reagieren? Verantwortung bedeutet nicht, alles auf sich zu nehmen. Sie bedeutet, den eigenen Handlungsspielraum zu nutzen.


Fairness

Fairness heißt, dass beide Seiten sprechen dürfen, dass niemand absichtlich bloßgestellt wird und dass Regeln für alle gelten. Ein faires Konfliktgespräch braucht Zeit, Ruhe und die Bereitschaft, sich gegenseitig ernst zu nehmen.


Wichtige Gesprächsregeln bei Streit

Gesprächsregeln geben einem Konfliktgespräch Struktur. Sie ersetzen keine ehrliche Auseinandersetzung, aber sie verhindern, dass ein Streit chaotisch oder verletzend wird.


Ausreden lassen

Lass die andere Person ihren Gedanken beenden. Unterbrechen wirkt oft wie ein Angriff und signalisiert: „Was Du sagst, ist mir nicht wichtig.“ Ausreden lassen bedeutet nicht, dass Du zustimmst. Es bedeutet, dass Du zuerst verstehen willst.


Aktiv zuhören

Beim aktiven Zuhören zeigst Du, dass Du die andere Person wirklich verstehen möchtest. Dazu gehören Blickkontakt, zugewandte Körperhaltung, kurze Rückmeldungen und klärende Fragen. Besonders hilfreich ist das Spiegeln: Du gibst mit eigenen Worten wieder, was Du verstanden hast.

Beispiel: „Ich habe verstanden, dass Du Dich ausgeschlossen gefühlt hast, weil wir ohne Dich angefangen haben. Stimmt das so?“


Ich-Botschaften verwenden

Eine Ich-Botschaft beschreibt Deine eigene Wahrnehmung, Dein Gefühl, Dein Bedürfnis und gegebenenfalls Deine Bitte. Sie greift die andere Person weniger an als eine Du-Botschaft.

Du-Botschaft: „Du bist immer so gemein und lässt mich nie mitmachen.“

Ich-Botschaft: „Ich war traurig, als ich nicht gefragt wurde, ob ich mitmachen möchte. Mir ist Zugehörigkeit wichtig. Kannst Du mich beim nächsten Mal bitte fragen?“

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Keine Beleidigungen und keine Abwertungen

Beleidigungen verschieben den Streit vom Sachproblem auf die persönliche Ebene. Dann geht es nicht mehr um die Lösung, sondern um Kränkung, Verteidigung und Gegenschlag. Verzichte deshalb auf Schimpfwörter, Spott, Drohungen, Beschämung und abwertende Gesten.


Beim Thema bleiben

In Konflikten werden oft alte Vorwürfe hervorgeholt. Das macht die Situation schwerer lösbar. Bleibe möglichst bei einer konkreten Situation. Statt „Du machst immer alles kaputt“ ist hilfreicher: „Heute in der Gruppenarbeit hast Du meine Idee sofort abgelehnt, ohne sie anzuhören.“


Gefühle benennen

Gefühle wie Ärger, Traurigkeit, Enttäuschung, Angst oder Scham zeigen, dass Dir etwas wichtig ist. Wer Gefühle benennt, kann besser erklären, worum es wirklich geht. Wichtig ist: Gefühle sind keine Vorwürfe. „Ich bin enttäuscht“ ist etwas anderes als „Du bist schuld, dass ich enttäuscht bin.“


Bedürfnisse erkennen

Hinter vielen Konflikten stehen Bedürfnisse: Sicherheit, Anerkennung, Ruhe, Zugehörigkeit, Freiheit, Verlässlichkeit, Gerechtigkeit oder Mitbestimmung. Wenn Bedürfnisse sichtbar werden, entstehen eher Lösungen. Zwei Menschen können unterschiedliche Strategien haben, aber ähnliche Bedürfnisse teilen.


Konkrete Bitten formulieren

Eine gute Bitte ist konkret, machbar und respektvoll. „Sei netter“ ist zu ungenau. Besser ist: „Kannst Du bitte warten, bis ich ausgesprochen habe?“ oder „Kannst Du mir morgen vor der Präsentation sagen, welchen Teil Du übernimmst?“


Pausen erlauben

Manchmal ist ein Streit zu emotional, um sofort weiterzureden. Eine Pause kann helfen, wieder klarer zu denken. Wichtig ist, die Pause nicht als Flucht zu benutzen. Vereinbare, wann das Gespräch fortgesetzt wird.


Gewaltfreie Kommunikation als Hilfsmodell

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg ist ein Ansatz, der helfen kann, Konflikte verständnisvoller zu klären. Dabei geht es nicht darum, immer ruhig oder perfekt zu sprechen. Es geht darum, Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten zu unterscheiden.


Die vier Schritte

  1. Beobachtung: Beschreibe möglichst genau, was passiert ist, ohne zu bewerten.
  2. Gefühl: Benenne, was Du fühlst.
  3. Bedürfnis: Erkläre, welches Bedürfnis berührt ist.
  4. Bitte: Formuliere eine konkrete, erfüllbare Bitte.


Beispiel aus der Schule

Situation: In einer Gruppenarbeit redet eine Person ständig über Deine Vorschläge hinweg.

Unhilfreich: „Du bist total rücksichtslos und willst immer bestimmen.“

Hilfreich: „Als ich meine Idee erklären wollte und Du zweimal dazwischen gesprochen hast, war ich frustriert. Mir ist wichtig, dass alle in der Gruppe gehört werden. Kannst Du bitte warten, bis ich meinen Satz beendet habe?“


Beispiel aus dem Chat

Konflikte entstehen nicht nur im direkten Gespräch, sondern auch in Chats, sozialen Medien und Klassengruppen. Schriftliche Nachrichten können schnell schärfer wirken, weil Tonfall, Mimik und Gestik fehlen.

Unhilfreich: „Was soll der Quatsch? Du checkst gar nichts.“

Hilfreich: „Ich bin gerade irritiert, weil ich Deine Nachricht anders verstanden habe. Kannst Du kurz erklären, was Du gemeint hast?“


Mediation und Streitschlichtung

Mediation ist ein Verfahren, bei dem eine neutrale dritte Person hilft, einen Konflikt zu klären. In Schulen gibt es oft Streitschlichterinnen und Streitschlichter. Sie entscheiden nicht, wer recht hat, sondern unterstützen die Beteiligten dabei, ihre Sichtweisen, Gefühle, Bedürfnisse und Lösungsideen auszutauschen.


Rolle der vermittelnden Person

Eine vermittelnde Person achtet auf Gesprächsregeln, stellt Fragen, fasst zusammen und sorgt dafür, dass beide Seiten sprechen können. Sie bleibt neutral, vertraulich und lösungsorientiert. Sie macht keine Partei lächerlich und zwingt niemandem eine Lösung auf.


Ablauf einer einfachen Streitschlichtung

  1. Gesprächsrahmen: Regeln klären, Ruhe herstellen, Vertraulichkeit vereinbaren.
  2. Sichtweise: Jede Person erzählt, was passiert ist.
  3. Verstehen: Gefühle und Bedürfnisse werden herausgearbeitet.
  4. Lösung: Beide Seiten sammeln faire Lösungsmöglichkeiten.
  5. Vereinbarung: Eine konkrete Abmachung wird festgehalten und später überprüft.

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Körpersprache und Stimme

Konfliktgespräche bestehen nicht nur aus Worten. Körpersprache, Mimik, Gestik, Abstand, Lautstärke und Sprechtempo beeinflussen, wie eine Botschaft ankommt. Ein ruhiger Ton kann deeskalieren. Verschränkte Arme, Augenrollen oder ein spöttisches Lachen können dagegen verletzend wirken.


Deeskalierende Körpersprache

  1. Blickkontakt: Schau zugewandt, aber nicht starr.
  2. Abstand: Halte einen Abstand, der nicht bedrohlich wirkt.
  3. Stimme: Sprich ruhig und verständlich.
  4. Körperhaltung: Wende Dich der Person zu, ohne sie zu bedrängen.
  5. Pause: Atme bewusst, bevor Du antwortest.


Digitale Gesprächsregeln

In digitalen Konflikten gelten dieselben Grundwerte wie im direkten Gespräch: Respekt, Klarheit und Verantwortung. Zusätzlich ist wichtig, dass Du nicht impulsiv sendest. Lies eine Nachricht noch einmal, bevor Du sie abschickst. Frage nach, bevor Du eine böse Absicht unterstellst. Kläre ernste Konflikte möglichst nicht nur per Chat, sondern in einem Gespräch mit Stimme oder persönlich.


Netiquette bei Konflikten

  1. Netiquette: Schreibe so, wie Du auch angesprochen werden möchtest.
  2. Missverständnis: Frage nach, wenn eine Nachricht unklar ist.
  3. Privatsphäre: Teile keine Screenshots, um andere bloßzustellen.
  4. Zeit: Antworte nicht sofort, wenn Du sehr wütend bist.
  5. Verantwortung: Lösche oder entschuldige Dich für verletzende Nachrichten.


Notfallgrenzen: Wann Hilfe nötig ist

Gesprächsregeln helfen nicht in jeder Situation allein. Wenn Gewalt, Drohungen, Mobbing, Erpressung, sexualisierte Grenzverletzungen oder starke Angst im Spiel sind, brauchst Du Unterstützung. Wende Dich an eine vertraute erwachsene Person, eine Lehrkraft, die Schulsozialarbeit, Beratungsstellen oder andere zuständige Hilfeangebote. Fair streiten heißt nicht, gefährliche Situationen auszuhalten.


Schritt-für-Schritt-Methode für ein Konfliktgespräch

Eine einfache Methode für den Alltag ist die STOPP-KLÄREN-LÖSEN-Methode.


STOPP

Halte kurz inne. Atme. Unterbrich nicht mit einem Gegenvorwurf. Prüfe: Bin ich gerade gesprächsfähig? Ist die andere Person gesprächsfähig? Brauchen wir eine Pause?


KLÄREN

Beschreibe die Situation konkret. Höre aktiv zu. Frage nach. Benenne Gefühle und Bedürfnisse. Unterscheide zwischen dem, was passiert ist, und dem, was Du darüber denkst.


LÖSEN

Sammelt Lösungsideen. Prüft, ob die Lösung für beide Seiten fair ist. Macht eine konkrete Vereinbarung: Wer macht was bis wann? Wie überprüfen wir, ob es funktioniert?


Formulierungshilfen

  1. Ich-Botschaft: „Ich habe wahrgenommen, dass ...“
  2. Gefühl: „Ich fühle mich ..., weil mir ... wichtig ist.“
  3. Bitte: „Kannst Du bitte ...?“
  4. Aktives Zuhören: „Habe ich richtig verstanden, dass ...?“
  5. Nachfrage: „Was brauchst Du, damit es besser wird?“
  6. Grenze: „Ich möchte weiterreden, aber nicht, wenn ich beleidigt werde.“
  7. Entschuldigung: „Es tut mir leid, dass ich ... gesagt habe. Ich möchte es anders versuchen.“
  8. Vereinbarung: „Wir halten fest, dass ...“


Beispiel-Dialog

Situation: Zwei Lernende streiten, weil eine Person den gemeinsamen Vortrag nicht vorbereitet hat.

Person A: „Als Du heute ohne Deinen Teil gekommen bist, war ich gestresst und enttäuscht. Mir ist Verlässlichkeit wichtig, weil wir morgen präsentieren. Kannst Du mir sagen, was Du bis heute Abend noch schaffen kannst?“

Person B: „Ich verstehe, dass Du enttäuscht bist. Ich hatte zu Hause viel Stress, aber ich hätte früher Bescheid sagen müssen. Ich kann bis 18 Uhr die Folie zu den Ursachen fertig machen.“

Person A: „Danke. Ich brauche außerdem, dass Du morgen Deinen Teil sicher vortragen kannst. Wollen wir heute um 19 Uhr kurz online üben?“

Person B: „Ja, das geht. Ich schicke Dir bis 18 Uhr die Folie und wir üben um 19 Uhr.“

In diesem Dialog werden keine Beleidigungen benutzt. Beide Personen sprechen konkret, übernehmen Verantwortung und vereinbaren eine überprüfbare Lösung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Gesprächsregel hilft besonders dabei, einen Vorwurf zu vermeiden? (Eine Ich-Botschaft formulieren) (!Die andere Person unterbrechen) (!Lauter sprechen) (!Alte Vorwürfe sammeln)




Was bedeutet aktives Zuhören? (Die Aussage der anderen Person aufmerksam aufnehmen und klärend zurückmelden) (!Nur warten, bis man selbst wieder sprechen darf) (!Jede Aussage sofort bewerten) (!Das Gespräch schnell beenden)




Welche Formulierung ist eine Ich-Botschaft? (Ich war enttäuscht, als ich nicht gefragt wurde) (!Du bist immer unfair) (!Du machst alles falsch) (!Nie denkst du an mich)




Was ist ein Ziel von Deeskalation? (Die Spannung im Konflikt verringern) (!Den Streit absichtlich verschärfen) (!Die andere Person bloßstellen) (!Eine Seite zum Schweigen bringen)




Welche Aussage beschreibt eine konkrete Bitte? (Kannst du bitte warten, bis ich ausgesprochen habe) (!Sei endlich normal) (!Mach nie wieder so etwas) (!Du musst dich ändern)




Welche vier Schritte gehören zur Gewaltfreien Kommunikation? (Beobachtung Gefühl Bedürfnis Bitte) (!Angriff Verteidigung Sieg Strafe) (!Schweigen Drohen Weggehen Lachen) (!Vorwurf Ausrede Urteil Befehl)




Wann ist eine Pause im Konfliktgespräch sinnvoll? (Wenn die Beteiligten zu wütend sind, um fair weiterzureden) (!Wenn man die andere Person bestrafen will) (!Wenn man nie wieder reden möchte) (!Wenn man die Lösung vermeiden will)




Was ist die Aufgabe einer vermittelnden Person in der Mediation? (Sie unterstützt beide Seiten neutral beim Klären) (!Sie entscheidet sofort, wer schuld ist) (!Sie stellt eine Person bloß) (!Sie spricht nur mit der lauteren Person)




Warum können Chats Konflikte verschärfen? (Weil Tonfall Mimik und Gestik fehlen) (!Weil alle Nachrichten automatisch freundlich wirken) (!Weil Missverständnisse dort unmöglich sind) (!Weil man online keine Verantwortung trägt)




Welche Reaktion ist bei Beleidigungen im Gespräch angemessen? (Eine Grenze setzen und respektvolles Sprechen einfordern) (!Zurückbeleidigen) (!Sofort drohen) (!Andere heimlich auslachen)





Memory

Ich-Botschaft Eigene Wahrnehmung und Gefühle ausdrücken
Aktives Zuhören Mit eigenen Worten zurückmelden
Deeskalation Spannung im Streit verringern
Bedürfnis Das wichtige Anliegen hinter einem Gefühl
Mediation Neutrale Vermittlung im Konflikt
Bitte Konkreter Wunsch nach einer Handlung
Respekt Würde der anderen Person achten
Vereinbarung Abgesprochene Lösung festhalten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wahrnehmen Beobachtung
Spüren Gefühl
Erkennen Bedürfnis
Formulieren Bitte
Überprüfen Vereinbarung
Beruhigen Deeskalation






Kreuzworträtsel

Empathie Wie nennt man die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen?
Respekt Was zeigt man, wenn man die Würde einer Person achtet?
Mediation Wie heißt eine neutrale Vermittlung im Konflikt?
Bitte Wie nennt man einen konkreten Wunsch nach einer Handlung?
Zuhören Was sollte man aktiv tun, bevor man antwortet?
Deeskalation Wie nennt man das Verringern von Spannung im Streit?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

In einem Streit hilft zuerst eine kurze

, damit Du nicht impulsiv reagierst. Eine faire Gesprächsregel ist, die andere Person

zu lassen. Beim aktiven Zuhören gibst Du mit eigenen Worten wieder, was Du

hast. Eine Ich-Botschaft beschreibt die eigene Wahrnehmung und vermeidet einen direkten

. In der Gewaltfreien Kommunikation unterscheidest Du Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und

. Eine konkrete Bitte ist leichter erfüllbar als eine unklare

. Wenn ein Konflikt sehr festgefahren ist, kann eine neutrale Person durch

helfen. In digitalen Konflikten solltest Du vor dem Absenden prüfen, ob Deine Nachricht

formuliert ist.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gesprächsregel-Plakat: Gestalte ein Plakat mit fünf wichtigen Gesprächsregeln für Deine Klasse oder Lerngruppe.
  2. Ich-Botschaft üben: Formuliere drei typische Du-Botschaften aus dem Alltag in Ich-Botschaften um.
  3. Gefühlswortschatz: Sammle mindestens zwanzig Gefühlswörter und ordne sie nach angenehm, unangenehm und gemischt.
  4. Streit-Szene: Schreibe eine kurze Alltagsszene, in der ein Streit entsteht, aber noch nicht gelöst wird.


Standard

  1. Rollenspiel Konfliktgespräch: Spielt zu zweit ein Konfliktgespräch und achtet darauf, Ausredenlassen, Ich-Botschaften und aktives Zuhören einzusetzen.
  2. Chat-Konflikt analysieren: Erfinde einen kurzen Chatverlauf mit Missverständnis und schreibe ihn anschließend respektvoll um.
  3. Mediationsablauf: Entwickle einen Ablaufplan für eine Streitschlichtung in fünf Schritten und teste ihn in einer Übungssituation.
  4. Beobachtung und Bewertung: Sammle zehn bewertende Sätze und formuliere sie in beobachtbare, konkrete Aussagen um.


Schwer

  1. Konfliktanalyse: Analysiere einen realistischen Konflikt aus Schule, Verein oder Familie nach Auslöser, Gefühlen, Bedürfnissen, Eskalationsrisiken und Lösungsmöglichkeiten.
  2. Podcast Gesprächsregeln: Produziere einen kurzen Audio-Beitrag, in dem Du erklärst, warum Gesprächsregeln bei Streit wichtig sind.
  3. Interview Streitschlichtung: Führe ein Interview mit einer Lehrkraft, Schulsozialarbeiterin, einem Streitschlichter oder einer Beratungsfachkraft über Konfliktgespräche.
  4. Klassenvereinbarung: Entwickle mit einer Gruppe eine verbindliche Gesprächsvereinbarung für Konflikte in Eurer Klasse und präsentiert sie mit Begründungen.



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Lernkontrolle

  1. Transfer Konfliktgespräch: Du beobachtest, wie zwei Mitschülerinnen sich wegen einer Gruppenarbeit anschreien. Entwickle einen Gesprächseinstieg, der deeskalierend wirkt und beide Seiten einbezieht.
  2. Perspektivwechsel: Beschreibe einen Konflikt aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und zeige, wie sich die Bewertung der Situation dadurch verändert.
  3. Ich-Botschaft anwenden: Verwandle einen harten Vorwurf in eine vollständige Ich-Botschaft mit Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte.
  4. Digitale Kommunikation: Erkläre, warum ein Streit im Klassenchat schneller eskalieren kann als ein persönliches Gespräch, und entwickle drei Schutzregeln.
  5. Mediation planen: Entwirf eine kurze Streitschlichtung für zwei Personen, die beide glauben, im Recht zu sein.
  6. Grenzen erkennen: Beurteile eine Konfliktsituation, in der Gesprächsregeln allein nicht ausreichen, und begründe, welche Hilfe nötig wäre.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln auswendig kennst, sondern sie in konkreten Situationen anwenden kannst. Du solltest zeigen, dass Du einen Konflikt sachlich beschreiben, Gefühle und Bedürfnisse erkennen, Ich-Botschaften formulieren, aktiv zuhören, respektvolle Bitten äußern und einfache Lösungsvereinbarungen entwickeln kannst.

  1. Fachbegriffe: Du erklärst Begriffe wie Konflikt, Deeskalation, Ich-Botschaft, aktives Zuhören, Bedürfnis, Bitte und Mediation.
  2. Anwendung: Du wendest Gesprächsregeln in einem Rollenspiel oder einer Fallanalyse nachvollziehbar an.
  3. Reflexion: Du beschreibst, welche Gesprächsstrategien Dir leichtfallen und woran Du weiterarbeiten möchtest.
  4. Produkt: Du erstellst ein Lernprodukt wie Plakat, Erklärvideo, Podcast, Leitfaden oder Dialogkarte.
  5. Feedback: Du gibst und erhältst Rückmeldung zu Gesprächsverhalten, ohne die Person abzuwerten.
  6. Transfer: Du überträgst die Regeln auf digitale Kommunikation, Gruppenarbeit oder Alltagssituationen.




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