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Andere Meinungen respektieren

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Version vom 1. Juli 2026, 11:57 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
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Andere Meinungen respektieren




Einleitung

Andere Meinungen respektieren bedeutet: Du erkennst an, dass Menschen unterschiedliche Erfahrungen, Werte, Informationen, Interessen und Gefühle haben können. Du musst einer anderen Meinung nicht zustimmen, um sie respektvoll zu behandeln. Entscheidend ist, dass Du zwischen der Person und der Aussage unterscheidest: Eine Person hat Würde, auch wenn Du ihre Aussage kritisch siehst. Eine Aussage darfst Du prüfen, hinterfragen und begründet ablehnen.

In einer Demokratie ist es normal, dass Menschen verschieden denken. Meinungsfreiheit schützt die Möglichkeit, eigene Ansichten zu äußern und sich aus unterschiedlichen Quellen zu informieren. Gleichzeitig hat Meinungsfreiheit Grenzen: Niemand darf andere bedrohen, beleidigen, entwürdigen oder gezielt falsche Informationen verbreiten, ohne Widerspruch erwarten zu müssen. Respektvolle Streitkultur hilft, Konflikte so auszutragen, dass Menschen lernen, Lösungen finden und zusammenleben können.

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Dieser aiMOOC hilft Dir, andere Meinungen besser zu verstehen, eigene Standpunkte klar und fair auszudrücken, Gesprächsregeln anzuwenden und schwierige Diskussionen konstruktiv zu gestalten. Er eignet sich für Ethik, Politische Bildung, Deutsch, Sozialkunde, Klassenrat, Mediation und Demokratiebildung.


Grundbegriffe


Meinung

Eine Meinung ist eine persönliche Einschätzung, Bewertung oder Haltung zu einem Thema. Meinungen können sich auf Fakten, Erfahrungen, Werte oder Gefühle stützen. Sie sind nicht automatisch richtig oder falsch wie eine Rechenaufgabe. Trotzdem können Meinungen besser oder schlechter begründet sein. Eine starke Meinung sollte begründet werden können, zum Beispiel mit Argumenten, Beispielen, Erfahrungen oder überprüfbaren Informationen.


Respekt

Respekt bedeutet, die Würde anderer Menschen ernst zu nehmen. Respekt heißt nicht, alles gutzuheißen. Du kannst sagen: Ich widerspreche Dir, aber ich höre Dir zu und greife Dich nicht persönlich an. Respekt zeigt sich in Sprache, Körpersprache, Aufmerksamkeit, Geduld und der Bereitschaft, andere nicht absichtlich bloßzustellen.


Toleranz

Toleranz bedeutet, andere Einstellungen auszuhalten, auch wenn sie nicht Deiner eigenen Überzeugung entsprechen. Toleranz ist wichtig, wenn Menschen mit verschiedenen Religionen, Kulturen, Lebensweisen, politischen Einstellungen oder Interessen zusammenleben. Toleranz hat aber Grenzen, wenn Menschenrechte verletzt, Gruppen abgewertet oder Gewalt gerechtfertigt wird.


Meinungsfreiheit und Verantwortung

Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Grundrecht. In Deutschland schützt Artikel 5 des Grundgesetzes das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten. Gleichzeitig nennt das Grundgesetz Grenzen, etwa allgemeine Gesetze, den Schutz der Jugend und das Recht der persönlichen Ehre. Deshalb gehört zur Meinungsfreiheit auch Verantwortung: Wer spricht, sollte die Wirkung der eigenen Worte bedenken.


Kinderrechte und Beteiligung

Auch Kinder und Jugendliche haben das Recht, ihre Meinung zu äußern. In der UN-Kinderrechtskonvention ist festgehalten, dass Kinder in Angelegenheiten, die sie betreffen, gehört werden sollen. Das bedeutet nicht, dass jede Idee sofort umgesetzt wird. Es bedeutet aber, dass Erwachsene und Mitschülerinnen und Mitschüler Deine Sichtweise ernst nehmen sollen.


Warum andere Meinungen wichtig sind

Andere Meinungen können anstrengend sein. Sie können Dich verunsichern, ärgern oder herausfordern. Gleichzeitig sind sie eine große Lernchance. Wenn Du nur Menschen zuhörst, die immer dasselbe denken wie Du, entsteht leicht eine Filterblase. Dann wirkt die eigene Meinung selbstverständlich, obwohl es vielleicht wichtige Gegenargumente gibt.

Andere Meinungen helfen Dir, ein Thema aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Du kannst dadurch eigene Denkfehler entdecken, neue Informationen gewinnen und fairere Entscheidungen treffen. In einer guten Diskussion geht es nicht nur darum, zu gewinnen. Es geht darum, gemeinsam klüger zu werden.


Respekt bedeutet nicht Zustimmung

Ein häufiger Irrtum lautet: Wenn ich eine Meinung respektiere, muss ich ihr zustimmen. Das stimmt nicht. Respekt bedeutet zunächst, die Person nicht abzuwerten. Du darfst eine Meinung ablehnen, kritisieren oder als schlecht begründet bezeichnen. Wichtig ist, wie Du das tust.

Ein respektvoller Widerspruch richtet sich gegen die Aussage, nicht gegen die Person. Statt Du hast keine Ahnung kannst Du sagen: Ich sehe das anders, weil mir ein wichtiger Punkt fehlt. Statt Das ist total dumm kannst Du sagen: Ich halte dieses Argument nicht für überzeugend, weil es nicht belegt ist. So bleibt ein Gespräch möglich, auch wenn die Standpunkte weit auseinanderliegen.


Gesprächsregeln für respektvolle Diskussionen


Zuhören vor Antworten

Aktives Zuhören bedeutet, dass Du nicht nur auf Deine eigene Antwort wartest. Du versuchst zuerst zu verstehen, was die andere Person meint. Dazu gehören Blickkontakt, Nachfragen und kurze Zusammenfassungen. Du kannst sagen: Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du meinst, ...? Dadurch merkt die andere Person, dass Du sie ernst nimmst.


Ich-Botschaften verwenden

Eine Ich-Botschaft beschreibt Deine eigene Wahrnehmung, ohne die andere Person anzugreifen. Statt Du bist respektlos kannst Du sagen: Ich fühle mich nicht ernst genommen, wenn ich unterbrochen werde. Ich-Botschaften senken die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gespräch eskaliert.


Fragen stellen

Gute Fragen öffnen ein Gespräch. Sie helfen, Hintergründe zu verstehen. Beispiele sind: Welche Erfahrung hat Dich zu dieser Meinung gebracht? oder Welche Information wäre für Dich wichtig, um Deine Meinung zu überdenken? Fragen sollten ehrlich gemeint sein und nicht wie versteckte Vorwürfe klingen.


Fakten und Bewertungen trennen

In Diskussionen werden Fakten und Bewertungen oft vermischt. Ein Fakt ist überprüfbar. Eine Bewertung zeigt, wie jemand diesen Fakt einordnet. Wenn Ihr diese Ebenen trennt, wird das Gespräch klarer. Ihr könnt zuerst klären, welche Informationen stimmen, und danach darüber sprechen, welche Schlussfolgerungen Ihr daraus zieht.


Grenzen setzen

Respektvoll zu sein heißt nicht, Beleidigungen, Diskriminierung, Hassrede oder Drohungen hinzunehmen. Wenn ein Gespräch verletzend wird, darfst Du eine Grenze setzen: So möchte ich nicht angesprochen werden. Lass uns sachlich bleiben. In der Schule können Lehrkräfte, Klassensprecherinnen und Klassensprecher, Schulsozialarbeit oder Streitschlichtung helfen.


Typische Stolpersteine


Schnell urteilen

Menschen neigen dazu, eine fremde Meinung sofort zu bewerten. Manchmal hören sie nur die ersten Worte und bilden sich ein Urteil. Das kann dazu führen, dass Missverständnisse entstehen. Besser ist es, erst nachzufragen und die andere Position vollständig zu verstehen.


Menschen in Schubladen stecken

Wenn Du jemanden nur als die Gegnerin, der Streber, die Konservative oder der Klimaaktivist siehst, wird ein echtes Gespräch schwer. Vorurteile verhindern, dass Du die Person in ihrer Vielschichtigkeit wahrnimmst. Eine Person kann in einem Punkt falsch liegen und in einem anderen Punkt etwas Wichtiges sagen.


Lautstärke mit Stärke verwechseln

Wer laut ist, hat nicht automatisch die besseren Argumente. Gute Argumentation zeigt sich durch Begründungen, Beispiele, Belege und Fairness. In respektvollen Diskussionen bekommen auch leise Stimmen Raum.


Online enthemmt reagieren

In sozialen Medien schreiben Menschen manchmal härter, als sie im direkten Gespräch sprechen würden. Kurze Kommentare, Emojis und fehlende Mimik können Missverständnisse verstärken. Vor dem Absenden hilft eine einfache Frage: Würde ich das der Person auch ins Gesicht sagen?


Strategien bei schwierigen Gesprächen


Die 3-Schritt-Methode

  1. Zuhören: Wiederhole zuerst, was Du verstanden hast, ohne zu bewerten.
  2. Nachfragen: Bitte um ein Beispiel, eine Begründung oder eine Quelle.
  3. Antworten: Formuliere Deine eigene Sicht sachlich, knapp und begründet.


Die Ampel des Gesprächs

  1. Grün: Das Gespräch ist ruhig. Ihr hört zu, fragt nach und begründet Eure Meinungen.
  2. Gelb: Das Gespräch wird angespannt. Ihr unterbrecht Euch, werdet ironisch oder wiederholt Euch nur noch.
  3. Rot: Das Gespräch ist verletzend. Es gibt Beleidigungen, Drohungen oder Abwertung. Jetzt braucht es eine Pause, eine Regel oder Unterstützung.


Der Perspektivwechsel

Ein Perspektivwechsel bedeutet, dass Du Dich fragst: Wie sieht die andere Person die Situation? Das heißt nicht, dass Du ihre Meinung übernimmst. Es bedeutet, dass Du ihre Gründe, Sorgen oder Erfahrungen nachvollziehst. Perspektivwechsel stärkt Empathie und macht Lösungen wahrscheinlicher.


Beispiele aus Schule und Alltag


Beispiel 1: Gruppenarbeit

In einer Gruppenarbeit will eine Person sofort mit dem Plakat beginnen. Eine andere möchte erst recherchieren. Ein Streit entsteht. Respektvoll wäre: Beide erklären kurz ihre Gründe. Danach einigt sich die Gruppe auf einen Plan: zehn Minuten Recherche, dann Aufgabenverteilung, dann Gestaltung. So wird aus einem Gegensatz ein gemeinsamer Arbeitsprozess.


Beispiel 2: Klassendiskussion

In einer Klassendiskussion sagt jemand etwas, das viele ablehnen. Statt zu lachen oder die Person zu beschimpfen, kann die Klasse nach Begründungen fragen. Danach können Gegenargumente gesammelt werden. Die Lehrkraft achtet darauf, dass niemand bloßgestellt wird und dass diskriminierende Aussagen klar eingeordnet werden.


Beispiel 3: Chatgruppe

In einer Chatgruppe wird ein Kommentar missverstanden. Mehrere reagieren wütend. Hilfreich ist eine kurze Klärung: Ich glaube, das kam anders an, als ich es meinte. Ich formuliere es neu. Auch andere können deeskalieren: Lasst uns erst fragen, wie es gemeint war.


Respektvolle Sprache

Sprache kann Brücken bauen oder Mauern errichten. Respektvolle Sprache ist konkret, sachlich und menschenwürdig. Sie vermeidet persönliche Angriffe. Sie benennt Probleme, ohne Menschen pauschal abzuwerten.

Weniger hilfreich Respektvoller
Du bist falsch. Ich sehe diesen Punkt anders.
Das ist dumm. Dieses Argument überzeugt mich nicht.
Du hörst nie zu. Ich wünsche mir, dass ich ausreden kann.
Alle, die das denken, sind ... Manche begründen diese Position so; ich widerspreche aus folgendem Grund.
Halt einfach den Mund. Ich brauche eine Pause, damit wir sachlich bleiben können.


Respekt und digitale Kommunikation

Im Internet treffen viele Meinungen schnell aufeinander. Algorithmen können Inhalte verstärken, die besonders emotional machen. Deshalb ist digitale Medienkompetenz wichtig. Prüfe Quellen, unterscheide Nachricht und Kommentar, achte auf manipulierte Bilder und teile keine Behauptungen, die Du nicht überprüft hast. Respekt online bedeutet auch, keine Screenshots zu verbreiten, um andere bloßzustellen, und private Informationen zu schützen.


Grenzen des Respekts

Manche Aussagen verletzen die Würde anderer Menschen. Dazu gehören menschenfeindliche Beleidigungen, Gewaltaufrufe, gezielte Falschbehauptungen und diskriminierende Abwertung. Du kannst solchen Aussagen klar widersprechen und trotzdem respektvoll bleiben. Eine mögliche Formulierung ist: Ich akzeptiere, dass Du eine Meinung hast. Diese Aussage werte ich aber als verletzend und problematisch, weil sie Menschen abwertet.


Mini-Leitfaden für Deine nächste Diskussion

  1. Ruhe bewahren: Atme kurz durch, bevor Du antwortest.
  2. Verstehen: Fasse die andere Meinung fair zusammen.
  3. Begründen: Erkläre Deine Sicht mit Argumenten und Beispielen.
  4. Nachfragen: Bitte um Belege oder Erfahrungen.
  5. Grenzen setzen: Stoppe Beleidigungen und Abwertung.
  6. Lernen: Überlege nach dem Gespräch, ob sich Deine Sicht verändert hat.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet es, eine andere Meinung zu respektieren? (Die Person ernst nehmen, auch wenn man der Aussage widerspricht) (!Jeder Aussage zustimmen) (!Keine eigene Meinung mehr haben) (!Diskussionen immer vermeiden)




Was ist eine Meinung? (Eine persönliche Einschätzung oder Bewertung) (!Eine immer beweisbare Rechenregel) (!Eine gesetzliche Pflicht) (!Ein automatisch richtiger Fakt)




Welche Formulierung ist in einer Diskussion besonders respektvoll? (Ich sehe das anders, weil) (!Du hast keine Ahnung) (!Das ist völlig dumm) (!Sei still)




Warum ist Zuhören in Diskussionen wichtig? (Weil man die andere Position erst verstehen sollte) (!Weil man dann nie antworten muss) (!Weil die lauteste Person gewinnt) (!Weil Fakten dadurch unwichtig werden)




Was beschreibt eine Ich-Botschaft? (Die eigene Wahrnehmung ohne persönlichen Angriff) (!Eine Beleidigung in höflicher Form) (!Eine fremde Meinung als Tatsache) (!Einen Befehl an die Gruppe)




Was gehört zu einer guten Streitkultur? (Sachlicher Widerspruch mit fairen Regeln) (!Persönliche Angriffe) (!Absichtliches Unterbrechen) (!Bloßstellen vor der Klasse)




Wann darf man in einem Gespräch Grenzen setzen? (Wenn Menschen beleidigt, bedroht oder abgewertet werden) (!Wenn jemand eine andere Lieblingsfarbe hat) (!Wenn eine Meinung gut begründet wird) (!Wenn jemand ruhig nachfragt)




Was hilft gegen Missverständnisse in Chatgruppen? (Nachfragen, wie eine Aussage gemeint war) (!Sofort zurückbeleidigen) (!Screenshots zum Bloßstellen teilen) (!Alle Nachrichten ungeprüft weiterleiten)




Warum sind andere Meinungen für eine Demokratie wichtig? (Sie ermöglichen Austausch, Prüfung und gemeinsame Lösungen) (!Sie verhindern jede Entscheidung) (!Sie machen Regeln überflüssig) (!Sie ersetzen Fakten vollständig)




Was ist ein Perspektivwechsel? (Der Versuch, eine Situation aus Sicht einer anderen Person zu betrachten) (!Das heimliche Übernehmen jeder Meinung) (!Das Abbrechen jedes Gesprächs) (!Das Sammeln von Beleidigungen)





Memory

Respekt Würde anderer ernst nehmen
Meinung Persönliche Einschätzung
Toleranz Unterschiede aushalten
Dialog Gespräch mit Austausch
Empathie Gefühle nachvollziehen
Argument Begründete Aussage
Perspektivwechsel Andere Sicht einnehmen
Ich-Botschaft Eigene Wahrnehmung ausdrücken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Zuhören Erst verstehen, bevor man antwortet
Nachfragen Unklare Aussagen klären
Begründen Die eigene Sicht mit Argumenten erklären
Widersprechen Eine Aussage sachlich ablehnen
Grenzen setzen Beleidigungen und Abwertung stoppen






Kreuzworträtsel

Respekt Wie nennt man die Haltung, die die Würde anderer ernst nimmt?
Toleranz Wie nennt man das Aushalten anderer Ansichten?
Dialog Wie nennt man ein Gespräch, in dem Menschen sich austauschen?
Empathie Welche Fähigkeit hilft, Gefühle und Sichtweisen anderer nachzuvollziehen?
Argument Wie nennt man eine begründete Aussage für oder gegen eine Position?
Kompromiss Wie nennt man eine Einigung, bei der beide Seiten Zugeständnisse machen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein respektvolles Gespräch beginnt mit

. Eine persönliche Einschätzung nennt man

. Wer andere Menschen in ihrer Würde ernst nimmt, zeigt

. Das Aushalten anderer Ansichten heißt

. Ein begründeter Widerspruch braucht ein gutes

. Eine Ich-Botschaft beschreibt die eigene

. Wer eine Situation aus der Sicht einer anderen Person betrachtet, macht einen

. In einer Demokratie sind unterschiedliche Meinungen Teil des

. Beleidigungen und Drohungen verletzen die Grenzen der

. Ziel eines fairen Gesprächs ist nicht der Sieg, sondern

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gesprächsregel: Formuliere fünf Regeln für eine respektvolle Diskussion in Deiner Klasse und erkläre zu jeder Regel, warum sie wichtig ist.
  2. Ich-Botschaft: Schreibe drei verletzende Sätze aus dem Alltag in respektvolle Ich-Botschaften um.
  3. Zuhören: Führe mit einer Partnerin oder einem Partner ein zweiminütiges Gespräch, in dem Du nur nachfragst und zusammenfasst.
  4. Meinung: Wähle ein einfaches Thema aus dem Schulalltag und schreibe Deine Meinung mit zwei Begründungen auf.


Standard

  1. Perspektivwechsel: Beschreibe zu einem Streitfall zwei unterschiedliche Sichtweisen und formuliere für beide Seiten jeweils ein nachvollziehbares Argument.
  2. Klassendiskussion: Entwickle eine kurze Moderationskarte für eine Diskussion, die Gesprächsregeln, Redezeit und Umgang mit Störungen enthält.
  3. Faktencheck: Suche zu einem kontroversen Thema zwei seriöse Informationen und erkläre, wie Du ihre Zuverlässigkeit geprüft hast.
  4. Konfliktlösung: Erstelle ein Rollenspiel, in dem ein Streit durch Zuhören, Nachfragen und Kompromiss gelöst wird.


Schwer

  1. Streitkultur: Analysiere eine öffentliche Debatte aus Nachrichten, Podcast oder Talkshow und bewerte, ob dort respektvoll diskutiert wurde.
  2. Demokratie: Erkläre in einem Essay, warum eine Demokratie Widerspruch braucht und warum Widerspruch trotzdem Regeln benötigt.
  3. Mediation: Plane ein Verfahren für einen Klassenkonflikt, bei dem beide Seiten gehört werden und am Ende eine faire Vereinbarung entsteht.
  4. Digitale Kommunikation: Entwirf einen Leitfaden gegen respektlose Kommentare in einer Chatgruppe und begründe jede Maßnahme.



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Lernkontrolle

  1. Transfer: Eine Mitschülerin äußert eine Meinung, die Du falsch findest. Beschreibe, wie Du in drei Schritten respektvoll widersprechen kannst.
  2. Analyse: Vergleiche zwei Sätze: Du bist peinlich und Ich kann Deinem Argument nicht folgen, weil mir ein Beleg fehlt. Erkläre die Wirkung auf das Gespräch.
  3. Anwendung: Entwickle für eine hitzige Klassendiskussion drei Regeln, die sowohl Meinungsfreiheit als auch Schutz vor Abwertung berücksichtigen.
  4. Urteil: Beurteile, ob Respekt immer Zustimmung bedeutet. Begründe Deine Antwort mit einem Beispiel.
  5. Problemlösung: In einer Chatgruppe eskaliert ein Streit. Entwirf eine Nachricht, die deeskaliert und gleichzeitig eine klare Grenze setzt.
  6. Perspektive: Erkläre, warum ein Perspektivwechsel nicht bedeutet, die eigene Meinung aufzugeben.
  7. Demokratiekompetenz: Zeige an einem selbstgewählten Beispiel, wie unterschiedliche Meinungen zu einer besseren Entscheidung führen können.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern respektvolles Verhalten anwenden kannst.

  1. Begriffsverständnis: Du erklärst Meinung, Respekt, Toleranz, Dialog, Argument und Perspektivwechsel mit eigenen Worten.
  2. Gesprächskompetenz: Du führst ein Gespräch, in dem Du zuhörst, nachfragst und fair widersprichst.
  3. Schreibkompetenz: Du formulierst eine begründete Meinung und mindestens ein respektvolles Gegenargument.
  4. Konfliktkompetenz: Du erkennst Beleidigungen, Abwertungen und Eskalation und schlägst passende Grenzen oder Lösungen vor.
  5. Medienkompetenz: Du unterscheidest Fakten, Meinungen und Behauptungen in digitalen Diskussionen.
  6. Reflexion: Du beschreibst, was Dir beim Respektieren anderer Meinungen leichtfällt und woran Du weiterarbeiten möchtest.




OERs zum Thema


Quellenhinweise

  1. Grundgesetz Artikel 5 zur Meinungsfreiheit: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html
  2. UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12 zur Beteiligung und Meinung von Kindern: https://www.unicef.de/informieren/ueber-uns/fuer-kinderrechte/un-kinderrechtskonvention
  3. Bundeszentrale für politische Bildung zur Bedeutung von Streitkompetenz und Meinungsbildung: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/306448/streitkompetenz-als-demokratische-qualitaet/
  4. Wikimedia Commons Kategorie zu Diskussionen und Gesprächssymbolen: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Discussions
  5. Wikimedia Commons Datei zum Thema Debatte und Diskussion: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Debate,_discussion.jpg


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Schulfach+

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Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

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Bayern

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

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Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

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Rheinland-Pfalz

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