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Internetrecherche, Quellen, Mediengefahren und Medienreflexion

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Internetrecherche, Quellen, Mediengefahren und Medienreflexion



Internetrecherche, Quellen, Mediengefahren und Medienreflexion


Einleitung

Internetrecherche, Quellenkritik, Medienkompetenz und Medienreflexion gehören zu den wichtigsten Fähigkeiten in einer digitalen Informationsgesellschaft. Du suchst täglich Informationen: für Hausaufgaben, Präsentationen, Nachrichten, Freizeit, Gesundheit, Politik, Ausbildung oder Studium. Dabei ist nicht nur wichtig, etwas zu finden. Entscheidend ist, ob Du einschätzen kannst, wie verlässlich eine Information ist, welche Interessen dahinterstehen, welche Mediengefahren auftreten können und wie Du selbst verantwortungsvoll mit Medien handelst.

Dieser aiMOOC hilft Dir, Recherchen systematisch zu planen, Quellen zu bewerten, Desinformation zu erkennen, Datenschutz zu beachten, Cybermobbing und Hate Speech einzuordnen und Dein eigenes Medienverhalten kritisch zu reflektieren. Dabei geht es nicht darum, allem im Internet zu misstrauen. Es geht darum, eine prüfende Haltung zu entwickeln: neugierig, genau, fair und verantwortungsbewusst.

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Was ist Internetrecherche?

Internetrecherche ist die zielgerichtete Suche nach Informationen im Internet. Sie beginnt nicht erst bei einer Suchmaschine, sondern schon mit einer klaren Frage: Was willst Du wissen? Für wen recherchierst Du? Wie genau muss das Ergebnis sein? Eine gute Recherche unterscheidet sich vom schnellen Scrollen, weil sie planvoll, nachvollziehbar und überprüfbar ist.


Vom Suchbegriff zur Suchstrategie

Eine gute Suchstrategie hilft Dir, nicht in der Menge an Treffern unterzugehen. Beginne mit einer präzisen Fragestellung. Zerlege sie in wichtige Begriffe, Synonyme und verwandte Themen. Prüfe anschließend, ob Deine Treffer wirklich zur Frage passen. Suchmaschinen ordnen Ergebnisse nicht nur nach Qualität, sondern auch nach Relevanz, Standort, Sprache, Aktualität, Popularität, Werbung und technischen Kriterien. Deshalb ist der erste Treffer nicht automatisch der beste Treffer.

  1. Suchfrage: Formuliere Dein Thema als genaue Frage, zum Beispiel: Welche Risiken entstehen durch Deepfakes für die politische Meinungsbildung?
  2. Suchbegriffe: Sammle Hauptbegriffe, Synonyme und Oberbegriffe, zum Beispiel Deepfake, KI-Fälschung, Bildmanipulation, Desinformation.
  3. Suchoperator: Nutze Anführungszeichen für exakte Wortgruppen, ein Minuszeichen zum Ausschließen von Begriffen oder site: für bestimmte Websites.
  4. Quellenvergleich: Vergleiche mehrere voneinander unabhängige Quellen, statt nur eine Seite zu übernehmen.
  5. Dokumentation: Notiere Fundstellen, Datum des Abrufs, Autorenschaft und zentrale Aussagen.


Recherche ist ein Kreislauf

Recherche ist selten nach einer Suche abgeschlossen. Häufig findest Du neue Begriffe, erkennst Lücken, stößt auf widersprüchliche Aussagen oder merkst, dass Deine Frage zu breit ist. Dann passt Du Deine Suchstrategie an. Professionelle Recherche folgt deshalb einem Kreislauf: Frage klären, suchen, auswählen, prüfen, vergleichen, auswerten, dokumentieren und die Frage bei Bedarf verbessern.


Quellen verstehen

Quellen sind Ursprünge von Informationen. Eine Quelle kann ein Buch, eine Studie, ein Zeitungsartikel, ein Interview, ein Foto, ein Video, eine Website, ein Social-Media-Beitrag, ein Datensatz, eine Statistik oder eine persönliche Aussage sein. Bei jeder Quelle musst Du fragen: Wer sagt was? Woher stammt die Information? Wofür wird sie genutzt? Welche Belege gibt es?


Arten von Quellen

  1. Primärquelle: Eine Quelle aus erster Hand, zum Beispiel ein Gesetzestext, ein Originalinterview, ein historisches Dokument, ein Messdatensatz oder ein offizieller Bericht.
  2. Sekundärquelle: Eine Quelle, die Primärquellen auswertet, erklärt oder einordnet, zum Beispiel ein Fachartikel, ein Schulbuch oder ein journalistischer Hintergrundbericht.
  3. Tertiärquelle: Eine Quelle, die Wissen zusammenfasst oder erschließt, zum Beispiel ein Lexikon, eine Enzyklopädie oder ein Nachschlagewerk.
  4. Erfahrungsquelle: Eine persönliche Beobachtung oder Erzählung, die wertvoll sein kann, aber besonders sorgfältig eingeordnet werden muss.
  5. KI-generierter Inhalt: Text, Bild, Ton oder Video, das mit Künstlicher Intelligenz erzeugt wurde und immer überprüft werden muss.


Quellenkritik: Wer, was, wann, warum?

Quellenkritik bedeutet, Informationen nicht ungeprüft zu übernehmen. Du untersuchst die Herkunft, Absicht, Qualität und Belege einer Aussage. Dabei helfen Prüffragen.

  1. Autorenschaft: Ist erkennbar, wer den Text, das Bild oder das Video erstellt hat?
  2. Institution: Handelt es sich um eine Schule, Universität, Behörde, Redaktion, Firma, Privatperson, Partei oder Interessengruppe?
  3. Aktualität: Ist die Information noch gültig oder hat sich der Sachstand verändert?
  4. Beleg: Werden überprüfbare Quellen, Daten, Studien oder Originaldokumente genannt?
  5. Transparenz: Gibt es Impressum, Kontakt, Finanzierung, Korrekturhinweise und klare Trennung von Meinung, Werbung und Nachricht?
  6. Sprache: Arbeitet die Quelle sachlich oder vor allem emotionalisierend, abwertend, sensationell oder manipulativ?
  7. Perspektive: Welche Sichtweisen fehlen? Wer könnte ein Interesse an dieser Darstellung haben?


Das Zwei-Quellen-Prinzip

Das Zwei-Quellen-Prinzip bedeutet: Eine wichtige Aussage sollte durch mindestens zwei voneinander unabhängige, glaubwürdige Quellen gestützt werden. Unabhängig heißt, dass eine Quelle nicht einfach die andere abgeschrieben oder zitiert hat. Besonders bei aktuellen Nachrichten, Zahlen, Bildern und Videos ist der Gegencheck wichtig. Prüfe, ob mehrere seriöse Stellen dieselbe Kernaussage bestätigen, ob sie unterschiedliche Belege nennen und ob sie transparent mit Unsicherheiten umgehen.


Quellenangaben und Zitieren

Eine Quellenangabe macht Deine Arbeit nachvollziehbar. Andere sollen überprüfen können, woher Deine Informationen stammen. Bei schulischen Arbeiten gehören meistens Autor oder Institution, Titel, Veröffentlichungsdatum, URL und Abrufdatum dazu. Bei Bildern und Videos brauchst Du zusätzlich Angaben zu Urheberrecht, Lizenz und Fundort.


Warum Quellenangaben fair sind

Quellenangaben sind nicht nur eine Formalität. Sie zeigen, dass Du geistige Arbeit anderer respektierst. Sie schützen Dich vor Plagiaten, helfen beim Wiederfinden der Information und machen sichtbar, ob Deine Aussagen gut belegt sind. Eine gute Quellenangabe ist wie ein Wegweiser: Sie führt zurück zum Ursprung der Information.


Quellen in Präsentationen und Medienprodukten

Wenn Du eine Präsentation, ein Lernvideo, einen Podcast oder ein Plakat erstellst, solltest Du Quellen nicht verstecken. Nutze eine letzte Folie oder eine Quellenliste. Bei Bildern aus Wikimedia Commons achtest Du auf die Lizenz. Bei Creative-Commons-Lizenzen musst Du je nach Lizenz Urheber, Titel, Lizenz und Link angeben. Verwende nicht einfach Bilder aus der Bildersuche, ohne Rechte und Herkunft zu prüfen.


Faktencheck und Bildprüfung

Ein Faktencheck prüft, ob eine Behauptung mit verlässlichen Belegen übereinstimmt. Dabei unterscheidest Du zwischen Meinung und überprüfbarer Aussage. Eine Meinung kann man vertreten. Eine Tatsachenbehauptung muss überprüfbar sein. Wenn jemand schreibt: "Ich finde diese Maßnahme falsch", ist das eine Meinung. Wenn jemand schreibt: "Diese Maßnahme wurde gestern beschlossen", ist das eine überprüfbare Aussage.

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Schritte beim Faktencheck

  1. Behauptung: Formuliere genau, was überprüft werden soll.
  2. Ursprung: Suche die älteste auffindbare Quelle der Behauptung.
  3. Kontext: Prüfe, ob Aussage, Bild oder Zahl aus dem Zusammenhang gerissen wurde.
  4. Gegencheck: Vergleiche seriöse Quellen, Faktencheck-Portale und Originaldokumente.
  5. Bildrückwärtssuche: Prüfe, ob ein Bild schon früher in einem anderen Zusammenhang verwendet wurde.
  6. Unsicherheit: Kennzeichne, was sicher, wahrscheinlich, unklar oder falsch ist.


Bilder, Videos und Deepfakes prüfen

Bilder und Videos wirken oft besonders überzeugend, weil sie scheinbar zeigen, was passiert ist. Gerade deshalb werden sie für Manipulation genutzt. Prüfe bei visuellen Medien: Passt das Bild zum behaupteten Ort und Datum? Gibt es frühere Versionen? Sind Schatten, Perspektiven, Hände, Schrift, Ton, Lippenbewegungen oder Übergänge auffällig? Gibt es Bestätigungen durch seriöse Quellen? Bei Deepfakes werden Bild-, Ton- oder Videoinhalte mit KI so erzeugt oder verändert, dass sie echt wirken können. Das bedeutet nicht, dass jedes ungewöhnliche Video falsch ist. Es bedeutet, dass Du bei starken Behauptungen besonders sorgfältig prüfen musst.


Mediengefahren

Mediengefahren sind Risiken, die beim Nutzen, Teilen oder Produzieren digitaler Medien entstehen können. Dazu gehören nicht nur technische Gefahren, sondern auch soziale, politische, psychologische, rechtliche und ethische Risiken. Mediengefahren betreffen nicht nur Kinder und Jugendliche. Sie können alle Menschen beeinflussen, besonders wenn Informationen schnell, emotional oder massenhaft verbreitet werden.


Desinformation, Misinformation und Fake News

Misinformation bezeichnet falsche oder irreführende Informationen, die ohne Täuschungsabsicht verbreitet werden können. Desinformation meint falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich eingesetzt werden, um Menschen zu täuschen, zu manipulieren oder Debatten zu beeinflussen. Der Ausdruck Fake News ist bekannt, aber unscharf, weil er manchmal auch als politischer Kampfbegriff benutzt wird. Genauer ist es oft, von Falschinformation, Desinformation oder manipulativem Inhalt zu sprechen.


Typische Warnsignale für zweifelhafte Inhalte

  1. Sensationssprache: Überschriften wirken extrem, empörend oder übertrieben.
  2. Feindbild: Ganze Gruppen werden pauschal abgewertet oder beschuldigt.
  3. Anonymität: Autor, Betreiber oder Finanzierung sind unklar.
  4. Scheinbeleg: Es gibt viele Behauptungen, aber keine überprüfbaren Quellen.
  5. Zeitdruck: Du sollst sofort teilen, bevor Du nachdenken kannst.
  6. Bildmanipulation: Bild, Video oder Ton passen nicht eindeutig zum behaupteten Ereignis.
  7. Einseitigkeit: Gegenargumente und Unsicherheiten werden verschwiegen.


Cybermobbing, Hate Speech und digitale Gewalt

Cybermobbing ist wiederholtes Beleidigen, Bloßstellen, Bedrohen oder Ausgrenzen mit digitalen Mitteln. Hate Speech richtet sich oft gegen Menschen wegen Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, politischer Haltung oder anderer Merkmale. Digitale Gewalt ist ernst zu nehmen, auch wenn sie "nur online" geschieht. Betroffene brauchen Unterstützung, Beweise sollten gesichert werden, Inhalte können gemeldet werden und in schweren Fällen sind Schule, Eltern, Beratungsstellen oder Polizei einzubeziehen.

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Datenschutz, Tracking und Privatsphäre

Datenschutz schützt personenbezogene Daten wie Name, Adresse, Standort, Fotos, Kontakte, Suchverlauf oder Interessen. Viele digitale Dienste sammeln Daten, um Funktionen bereitzustellen, Werbung zu personalisieren, Verhalten zu analysieren oder Inhalte zu empfehlen. Du solltest deshalb prüfen, welche Daten Du preisgibst, welche Privatsphäre-Einstellungen Du nutzt und welche Folgen ein Post auch später haben kann. Besonders vorsichtig solltest Du bei Standortdaten, privaten Fotos, Passwörtern, Kontodaten und persönlichen Problemen sein.


Algorithmen, Filterblasen und Aufmerksamkeit

Algorithmen sortieren Inhalte, empfehlen Videos, zeigen Suchtreffer und entscheiden mit, welche Beiträge Du siehst. Sie können hilfreich sein, weil sie Informationen ordnen. Sie können aber auch dazu führen, dass Du vor allem Inhalte siehst, die zu Deinem bisherigen Verhalten passen. Dadurch können Filterblasen, Echokammern und ein verzerrtes Weltbild entstehen. Medienreflexion bedeutet deshalb auch: Frage Dich, warum Dir ein Inhalt angezeigt wird und welche Perspektiven Du gerade nicht siehst.


Werbung, Influencer und versteckte Interessen

Digitale Medien enthalten Werbung, Sponsoring, Produktplatzierung, Affiliate-Links und Influencer-Marketing. Nicht immer ist klar, ob jemand unabhängig informiert oder für Aufmerksamkeit, Geld, politische Ziele oder Reichweite handelt. Achte auf Kennzeichnungen wie Werbung, Anzeige, bezahlte Partnerschaft oder Rabattcode. Auch scheinbar persönliche Empfehlungen können Teil einer Werbestrategie sein.


KI-Recherche und Halluzinationen

KI-Systeme können beim Strukturieren, Formulieren und Finden von Suchbegriffen helfen. Sie können aber auch falsche Fakten, erfundene Quellen oder ungenaue Zusammenfassungen ausgeben. Dieses Risiko wird oft Halluzination genannt. Nutze KI deshalb nicht als alleinige Quelle. Prüfe zentrale Aussagen an Originalquellen, seriösen Fachquellen oder anerkannten Faktencheck-Angeboten. Frage bei KI-Antworten immer: Woher stammt diese Aussage? Lässt sie sich unabhängig belegen?

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Medienreflexion

Medienreflexion bedeutet, über die eigene Mediennutzung nachzudenken. Du beobachtest nicht nur, was Medien mit Dir machen, sondern auch, was Du selbst mit Medien machst. Dabei geht es um Verantwortung, Selbststeuerung, Fairness, Demokratie, Identität, Aufmerksamkeit und Gefühle.


Fragen zur Selbstreflexion

  1. Aufmerksamkeit: Welche Inhalte fesseln mich und warum?
  2. Emotion: Welche Beiträge machen mich wütend, ängstlich, neidisch oder übermäßig begeistert?
  3. Bestätigungsfehler: Suche ich nur Informationen, die meine Meinung bestätigen?
  4. Teilen: Prüfe ich eine Information, bevor ich sie weiterleite?
  5. Respekt: Würde ich meinen Kommentar auch sagen, wenn die Person vor mir stünde?
  6. Zeitmanagement: Bestimme ich meine Medienzeit oder bestimmt die App meine Aufmerksamkeit?
  7. Verantwortung: Welche Folgen kann mein Post für andere Menschen haben?


Medienmündigkeit als Ziel

Medienmündigkeit bedeutet, Medien selbstbestimmt, kritisch, kreativ und sozial verantwortlich zu nutzen. Dazu gehört, Informationen zu finden, Quellen zu bewerten, eigene Medienprodukte zu erstellen, sich vor Gefahren zu schützen und digitale Räume fair mitzugestalten. Medienmündigkeit ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann behält. Sie entwickelt sich weiter, weil Medien, Technologien und gesellschaftliche Debatten sich ständig verändern.


Methode: Die 6-P-Regel für gute Recherche

Die 6-P-Regel fasst wichtige Schritte zusammen. Sie kann Dir bei Präsentationen, Hausarbeiten, Projekten und Prüfungen helfen.

  1. Problemfrage: Kläre, was Du wirklich wissen willst.
  2. Planung: Lege Suchbegriffe, Quellenarten und Zeitrahmen fest.
  3. Prüfung: Bewerte Autorenschaft, Aktualität, Belege und Absicht.
  4. Perspektivenvergleich: Suche unterschiedliche, seriöse Sichtweisen.
  5. Produktion: Erstelle ein eigenes Ergebnis mit korrekten Quellenangaben.
  6. Persönliche Reflexion: Beurteile, was Du gelernt hast und was offen bleibt.


Beispiel: Eine Nachricht prüfen

Stell Dir vor, Du findest in einem sozialen Netzwerk ein dramatisches Video mit der Behauptung, es zeige ein aktuelles Ereignis an Deiner Schule oder in Deiner Stadt. Eine reflektierte Reaktion wäre: nicht sofort teilen, Quelle prüfen, Datum und Ort klären, Bildrückwärtssuche oder Videoframes prüfen, offizielle Stellen oder seriöse Lokalmedien vergleichen, emotionale Sprache erkennen, Betroffene schützen und erst dann entscheiden, ob und wie Du darüber sprichst. Besonders wichtig: Wenn Personen bloßgestellt werden, darfst Du nicht zur weiteren Verbreitung beitragen.


Quellen und weiterführende Materialien

  1. Wikipedia: Medienkompetenz: Überblick zu Begriff, Dimensionen und medienpädagogischen Ansätzen.
  2. Wikipedia: Informationskompetenz: Überblick zum verantwortlichen und zielgerichteten Umgang mit Informationen.
  3. BR so geht MEDIEN: Recherche – So klappt der Faktencheck: Unterrichtsmaterial zu Recherche, Quellenbewertung und Faktencheck.
  4. klicksafe: Fake News: Informationen zu Desinformation, Quellenkritik und Faktencheck-Angeboten.
  5. klicksafe: Datenschutz und Privatsphäre: Informationen und Materialien zu Datenschutz im Internet.
  6. jugendschutz.net: Was sind Deepfakes?: Einführung in KI-manipulierte Bild-, Ton- und Videoinhalte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel einer guten Internetrecherche? (Verlässliche Informationen gezielt finden und prüfen) (!Möglichst viele Treffer ungeordnet sammeln) (!Nur den ersten Treffer übernehmen) (!Alle Informationen aus sozialen Netzwerken vermeiden)




Was bedeutet Quellenkritik? (Herkunft, Absicht und Qualität einer Information prüfen) (!Eine Quelle grundsätzlich ablehnen) (!Nur nach Bildern suchen) (!Informationen ohne Prüfung zusammenfassen)




Welche Angabe gehört besonders zu einer nachvollziehbaren Online-Quelle? (URL und Abrufdatum) (!Lieblingsfarbe der Autorin) (!Anzahl der Kommentare) (!Design der Website)




Was beschreibt das Zwei-Quellen-Prinzip? (Eine wichtige Aussage durch unabhängige Quellen absichern) (!Immer zwei Suchmaschinen gleichzeitig öffnen) (!Zwei Bilder in eine Präsentation einfügen) (!Eine Quelle zweimal lesen)




Was ist ein Warnsignal für Desinformation? (Starker Teilungsdruck ohne überprüfbare Belege) (!Klare Quellenangaben) (!Sachliche Sprache) (!Transparente Korrekturhinweise)




Was ist ein Deepfake? (Ein mit KI erzeugter oder manipulierter Bild Ton oder Videoinhalt) (!Ein besonders tiefer Link in einem Menü) (!Ein sicheres Passwort) (!Eine wissenschaftliche Datenbank)




Warum sind Algorithmen für Medienreflexion wichtig? (Sie beeinflussen welche Inhalte sichtbar werden) (!Sie ersetzen jede Quellenangabe) (!Sie beweisen automatisch Wahrheit) (!Sie verhindern jede Werbung)




Was solltest Du tun bevor Du eine empörende Nachricht weiterleitest? (Quelle und Behauptung prüfen) (!Sofort teilen) (!Nur die Überschrift lesen) (!Kommentare als Beweise verwenden)




Was schützt Datenschutz besonders? (Personenbezogene Daten) (!Die Anzahl der Suchtreffer) (!Den Akku des Smartphones) (!Die Länge eines Textes)




Was gehört zu verantwortungsvoller Medienreflexion? (Eigene Gefühle und mögliche Wirkungen eines Posts bedenken) (!Nur Beiträge mit vielen Likes glauben) (!Kritik grundsätzlich ignorieren) (!Unklare Bilder schneller verbreiten)





Memory

Quellenkritik Herkunft und Absicht prüfen
Primärquelle Information aus erster Hand
Faktencheck Behauptung mit Belegen vergleichen
Datenschutz Persönliche Daten schützen
Deepfake KI manipuliertes Medium
Algorithmus Inhalte sortieren und empfehlen
Medienreflexion Eigenes Medienhandeln hinterfragen
Impressum Verantwortliche Stelle erkennen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Suchfrage klären Start der Recherche
Suchbegriffe testen Suche durchführen
Autorenschaft prüfen Quelle bewerten
Gegenquelle suchen Aussage absichern
Quellenangabe notieren Ergebnis dokumentieren
Eigene Wirkung bedenken Medienreflexion






Kreuzworträtsel

Impressum Wo findest Du oft Angaben zur verantwortlichen Person oder Institution einer Website?
Quelle Wie heißt der Ursprung einer Information?
Beleg Was stützt eine überprüfbare Behauptung?
Deepfake Wie nennt man ein täuschend echt wirkendes KI manipuliertes Medium?
Datenschutz Was schützt personenbezogene Informationen?
Algorithmus Was sortiert Treffer oder empfiehlt Inhalte nach bestimmten Regeln?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine gute Internetrecherche beginnt mit einer klaren

und passenden Suchbegriffen. Eine Quelle ist verlässlicher, wenn Autorenschaft, Datum, Belege und

erkennbar sind. Beim Zwei-Quellen-Prinzip wird eine wichtige Aussage durch voneinander unabhängige

abgesichert. Desinformation meint falsche oder irreführende Inhalte, die gezielt zur

verbreitet werden. Bilder und Videos sollten geprüft werden, weil sie aus dem Zusammenhang gerissen oder als

verändert sein können. Datenschutz schützt personenbezogene

und hilft, die eigene Privatsphäre zu bewahren. Medienreflexion bedeutet, das eigene Nutzungs-, Teilungs- und Kommunikationsverhalten kritisch zu

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Suchbegriffe sammeln: Wähle ein aktuelles Thema aus Deinem Alltag und notiere zehn passende Suchbegriffe, Synonyme und Oberbegriffe.
  2. Quelle prüfen: Suche eine Website zu einem Schulthema und bewerte sie mit den Fragen Wer, Was, Wann, Warum und Womit belegt.
  3. Medientagebuch: Führe drei Tage lang ein Medientagebuch und notiere, welche Apps oder Websites Deine Aufmerksamkeit besonders binden.
  4. Quellenliste erstellen: Erstelle für ein Mini-Referat eine Quellenliste mit mindestens drei unterschiedlichen Quellenarten.


Standard

  1. Faktencheck durchführen: Prüfe eine konkrete Behauptung aus einem Online-Beitrag und dokumentiere Deine Prüfschritte nachvollziehbar.
  2. Bildkontext prüfen: Suche ein verbreitetes Bild aus einem Nachrichtenkontext und untersuche, ob Ort, Datum und Zusammenhang plausibel sind.
  3. Mediengefahren erklären: Erstelle ein Lernplakat zu drei Mediengefahren und ergänze jeweils Schutzstrategien für Jugendliche.
  4. Algorithmus beobachten: Vergleiche Suchergebnisse oder Videovorschläge zu einem Thema auf zwei Geräten oder in zwei Browserprofilen und werte Unterschiede aus.


Schwer

  1. Rechercheprojekt planen: Entwickle zu einer gesellschaftlichen Streitfrage eine Recherchemappe mit Fragestellung, Suchstrategie, Quellenbewertung, Gegenpositionen und Fazit.
  2. Interview zur Mediennutzung: Führe ein Interview mit zwei Personen unterschiedlicher Altersgruppen über Nachrichtenquellen, Vertrauen und Medienrisiken und vergleiche die Ergebnisse.
  3. Podcast Faktencheck: Produziere einen kurzen Podcast, in dem Du erklärst, wie man eine zweifelhafte Online-Behauptung überprüft.
  4. Medienethik Debatte: Organisiere eine Debatte zur Frage, ob Plattformen stärker gegen Desinformation eingreifen sollten, und bewerte Chancen und Risiken.



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Lernkontrolle

  1. Transfer Rechercheentscheidung: Du findest drei widersprüchliche Quellen zu einem Thema. Entwickle eine begründete Strategie, wie Du entscheidest, welche Aussagen Du verwenden kannst.
  2. Fallanalyse Desinformation: Analysiere einen fiktiven Social-Media-Post mit reißerischer Behauptung. Beschreibe Warnsignale, Prüfschritte und eine verantwortliche Reaktion.
  3. Quellenvergleich Präsentation: Vergleiche eine wissenschaftsnahe Quelle, einen Blogbeitrag und einen Social-Media-Post zu demselben Thema. Beurteile, welche Quelle für eine Präsentation geeignet ist und warum.
  4. Medienethische Entscheidung: Ein peinliches Video einer Mitschülerin wird geteilt. Erkläre, welche Handlungen schaden, welche helfen und welche Verantwortung Zuschauende haben.
  5. Algorithmische Perspektive: Erkläre an einem Beispiel, wie Empfehlungsalgorithmen Deine Wahrnehmung eines Themas beeinflussen können und wie Du einseitige Sichtweisen ausgleichst.
  6. KI als Recherchehilfe: Beurteile, wann ein KI-Tool bei der Recherche hilfreich sein kann und welche zusätzlichen Prüfungen notwendig sind.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Recherche, Quellenbewertung und Reflexion anwenden kannst.

  1. Rechercheprotokoll: Du dokumentierst Fragestellung, Suchbegriffe, Suchwege, Treffer und Veränderungen Deiner Suchstrategie.
  2. Quellenbewertung: Du bewertest mindestens drei Quellen mit transparenten Kriterien wie Autorenschaft, Aktualität, Belegen, Absicht und Perspektive.
  3. Faktencheck: Du überprüfst eine konkrete Behauptung und erklärst, welche Aussage sicher, unsicher oder falsch ist.
  4. Quellenangaben: Du gibst verwendete Texte, Bilder, Videos und Daten nachvollziehbar an.
  5. Medienreflexion: Du reflektierst Dein eigenes Medienhandeln, mögliche Vorurteile, Gefühle und Wirkungen Deiner Veröffentlichung.
  6. Produkt: Du präsentierst ein eigenes Ergebnis, zum Beispiel Vortrag, Podcast, Lernplakat, Video, Wiki-Beitrag oder Portfolio.
  7. Feedback: Du nimmst Rückmeldungen auf und überarbeitest Dein Ergebnis begründet.




OERs zum Thema



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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
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