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Subjekt Objekt Prädikat

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Subjekt Objekt Prädikat



Einleitung

Subjekt, Prädikat und Objekt gehören zu den zentralen Begriffen der Grammatik, wenn Du Satzglieder in deutschen Sätzen untersuchst. Wer diese drei Funktionen sicher erkennt, versteht besser, wie Sätze aufgebaut sind, warum die Wortstellung im Deutschen manchmal verändert werden kann und wie klare Texte entstehen. In der Schulgrammatik werden Subjekt, Prädikat und Objekt oft gemeinsam behandelt, weil sie den Kern vieler einfacher Aussagesätze bilden: Jemand oder etwas handelt, etwas geschieht, und häufig ist noch jemand oder etwas von der Handlung betroffen.

Ein einfacher Beispielsatz lautet: Die Schülerin liest ein Buch. Das Subjekt ist Die Schülerin, denn es beantwortet die Frage Wer oder was liest? Das Prädikat ist liest, denn es sagt aus, was geschieht oder was getan wird. Das Objekt ist ein Buch, denn es ergänzt das Verb und beantwortet hier die Frage Wen oder was liest die Schülerin?

Dieser aiMOOC hilft Dir, die drei Satzfunktionen nicht nur auswendig zu lernen, sondern in eigenen Sätzen zu erkennen, zu begründen und bewusst einzusetzen. Du lernst Frageprobe, Umstellprobe, Ersatzprobe, Kasus und typische Fehlerquellen kennen. So kannst Du Sätze genauer analysieren, eigene Texte verbessern und in Klassenarbeiten sicherer argumentieren.

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Grundwissen: Satzglieder erkennen

Ein Satzglied ist eine Wortgruppe, die im Satz eine gemeinsame grammatische Funktion erfüllt. Ein Satzglied kann aus einem einzelnen Wort bestehen, zum Beispiel Er in Er lacht. Es kann aber auch aus mehreren Wörtern bestehen, zum Beispiel die neugierige Katze unserer Nachbarin in Die neugierige Katze unserer Nachbarin schläft auf dem Sofa.

Ein wichtiges Kennzeichen von Satzgliedern ist, dass sie bei der Umstellprobe meistens gemeinsam verschoben werden können. Wenn eine Wortgruppe zusammen an den Satzanfang gestellt werden kann, ist sie häufig ein Satzglied. Beispiel: Der Hund jagt im Garten einen Ball. Daraus kann werden: Im Garten jagt der Hund einen Ball. Die Wortgruppe im Garten wurde als Ganzes verschoben.


Satzglied und Wortart unterscheiden

Wortarten und Satzglieder sind nicht dasselbe. Eine Wortart beschreibt, zu welcher Art ein einzelnes Wort gehört, zum Beispiel Nomen, Verb, Adjektiv, Pronomen, Artikel oder Präposition. Ein Satzglied beschreibt dagegen die Aufgabe einer Wortgruppe im Satz. Das Wort Hund ist eine Wortart, nämlich ein Nomen. In verschiedenen Sätzen kann es aber verschiedene Satzgliedfunktionen haben.

Beispiele:

  1. Subjekt: Der Hund bellt laut.
  2. Akkusativobjekt: Das Kind streichelt den Hund.
  3. Dativobjekt: Die Trainerin hilft dem Hund.
  4. Präpositionalobjekt: Wir warten auf den Hund.

Daran erkennst Du: Die gleiche Sache kann je nach Satz unterschiedlich eingebaut sein. Deshalb reicht es nicht, nur einzelne Wörter zu betrachten. Du musst immer die Funktion im ganzen Satz prüfen.


Der Satzkern

Viele Sätze haben einen Satzkern. Dazu gehören vor allem das Prädikat und oft ein Subjekt. Das Prädikat ist besonders wichtig, weil es die Handlung, den Vorgang oder den Zustand im Satz organisiert. Viele Verben verlangen außerdem bestimmte Ergänzungen. Solche Ergänzungen können Objekte sein. Beispiel: Das Verb geben verlangt häufig ein Subjekt, ein Dativobjekt und ein Akkusativobjekt: Die Lehrerin gibt dem Schüler ein Heft.


Das Subjekt

Das Subjekt ist der Satzteil, über den im Satz etwas ausgesagt wird. In vielen Schulsätzen ist es die Person oder Sache, die etwas tut. Diese Erklärung ist als Einstieg hilfreich, aber nicht immer ausreichend. In Sätzen wie Der Ball liegt im Gras tut der Ball nichts im engeren Sinn; trotzdem ist Der Ball das Subjekt, weil über ihn etwas ausgesagt wird und weil das finite Verb mit ihm übereinstimmt.

Das Subjekt steht im Deutschen im Nominativ. Du fragst danach meist mit Wer oder was?.

Beispiele:

  1. Der Junge schreibt einen Brief. Frage: Wer schreibt einen Brief?
  2. Das Fahrrad steht im Keller. Frage: Was steht im Keller?
  3. Meine Freunde besuchen mich morgen. Frage: Wer besucht mich morgen?


Subjektprobe: Wer oder was?

Die wichtigste Frageprobe für das Subjekt lautet: Wer oder was? Dabei setzt Du das Prädikat und die übrigen Satzteile in die Frage ein.

Beispiel: Die Kinder bauen eine Sandburg. Frage: Wer oder was baut eine Sandburg? Antwort: Die Kinder. Also ist Die Kinder das Subjekt.

Bei unbelebten Dingen kann die Frage Was? manchmal mehrdeutig sein. Deshalb solltest Du zusätzlich prüfen, ob das Subjekt im Nominativ steht und ob es mit dem finiten Verb zusammenpasst.


Subjekt und Verbform

Das Subjekt bestimmt häufig die Form des finiten Verbs. Man spricht von Kongruenz, wenn Subjekt und Verb in Person und Numerus zusammenpassen.

Beispiele:

  1. Der Hund bellt. Einzahl: bellt
  2. Die Hunde bellen. Mehrzahl: bellen
  3. Ich lese. Erste Person Einzahl: lese
  4. Wir lesen. Erste Person Mehrzahl: lesen

Wenn Du unsicher bist, kannst Du das Subjekt von Einzahl in Mehrzahl setzen. Ändert sich die finite Verbform passend mit, hast Du ein starkes Indiz für das Subjekt.


Das Prädikat

Das Prädikat ist die Satzaussage. Es sagt, was geschieht, was jemand tut oder in welchem Zustand etwas ist. In der deutschen Schulgrammatik besteht das Prädikat meist aus einem Verb oder aus mehreren Verbteilen. Das finite Verb ist dabei besonders wichtig, weil es nach Person, Numerus, Tempus und Modus verändert werden kann.

Beispiele:

  1. Die Katze schläft.
  2. Der Bus kommt zu spät.
  3. Wir haben den Text gelesen.
  4. Du wirst morgen eine Präsentation halten.
  5. Sie hat den Schlüssel aufgehoben.

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Einteiliges und mehrteiliges Prädikat

Ein einteiliges Prädikat besteht aus einem einzigen Verbteil. Beispiel: Lina malt. Das Prädikat ist malt.

Ein mehrteiliges Prädikat besteht aus mehreren Verbteilen. Das passiert zum Beispiel bei Perfekt, Futur, Modalverben oder trennbaren Verben.

Beispiele:

  1. Perfekt: Wir haben den Film gesehen.
  2. Futur: Ich werde morgen lernen.
  3. Modalverb: Du musst die Aufgabe lösen.
  4. Trennbares Verb: Der Zug kommt pünktlich an.
  5. Passiv: Der Text wird sorgfältig überarbeitet.

Im deutschen Hauptsatz können die Teile des Prädikats getrennt stehen. Deshalb musst Du beim Bestimmen immer den ganzen Satz ansehen. In Der Zug kommt um acht Uhr an gehören kommt und an zusammen.


Prädikat erfragen

Das Prädikat kannst Du häufig mit Fragen wie Was tut jemand?, Was geschieht? oder Was wird ausgesagt? finden.

Beispiel: Mira öffnet das Fenster. Frage: Was tut Mira? Antwort: öffnet. Also ist öffnet das Prädikat.

Bei Zuständen passt die Frage Was tut? nicht immer gut. Beispiel: Die Tür ist offen. Hier lautet die bessere Frage: Was wird über die Tür ausgesagt? Das finite Verb ist trägt die Prädikatsfunktion; offen wird je nach Unterrichtsmodell als Teil der Satzaussage oder als Prädikativum erklärt. Das zeigt: Das Prädikat beschreibt nicht nur Handlungen, sondern organisiert auch Zustände, Vorgänge und Eigenschaften im Satz.


Das Objekt

Ein Objekt ist eine Ergänzung, die vom Verb verlangt oder stark nahegelegt wird. Viele Verben brauchen ein Objekt, damit der Satz vollständig oder inhaltlich klar wird. Das Objekt steht nicht im Nominativ, sondern in einem anderen Kasus oder wird mit einer Präposition angeschlossen.

Beispiele:

  1. Ich sehe den Vogel.
  2. Die Lehrerin hilft dem Kind.
  3. Wir gedenken der Opfer.
  4. Sie wartet auf den Bus.

Objekte sind wichtig, weil sie zeigen, worauf sich eine Handlung richtet, wem etwas geschieht oder mit wem beziehungsweise worauf ein Verb verbunden ist.


Akkusativobjekt

Das Akkusativobjekt steht im Akkusativ. Du fragst danach mit Wen oder was?

Beispiele:

  1. Der Koch schneidet die Zwiebel. Frage: Wen oder was schneidet der Koch?
  2. Ich lese einen Roman. Frage: Wen oder was lese ich?
  3. Die Klasse besucht das Museum. Frage: Wen oder was besucht die Klasse?

Viele Verben bilden ein Akkusativobjekt, zum Beispiel sehen, lesen, kaufen, bauen, finden, öffnen oder besuchen.


Dativobjekt

Das Dativobjekt steht im Dativ. Du fragst danach mit Wem?

Beispiele:

  1. Die Ärztin hilft dem Patienten. Frage: Wem hilft die Ärztin?
  2. Ich danke meiner Freundin. Frage: Wem danke ich?
  3. Der Trainer erklärt den Kindern die Übung. Frage: Wem erklärt der Trainer die Übung?

Typische Verben mit Dativobjekt sind zum Beispiel helfen, danken, antworten, folgen, glauben und gefallen.


Genitivobjekt

Das Genitivobjekt steht im Genitiv. Du fragst danach mit Wessen? Es kommt im heutigen Deutsch seltener vor als Akkusativ- und Dativobjekte, ist aber in gehobener Sprache, in festen Wendungen und bei bestimmten Verben weiterhin wichtig.

Beispiele:

  1. Wir gedenken der Verstorbenen.
  2. Der Angeklagte wurde des Diebstahls beschuldigt.
  3. Sie bedurfte großer Geduld.

Typische Verben mit Genitivobjekt sind zum Beispiel gedenken, bedürfen, sich erinnern in gehobener Verwendung und sich schämen in bestimmten Konstruktionen.


Präpositionalobjekt

Das Präpositionalobjekt wird durch eine feste Präposition eingeleitet, die zum Verb gehört. Die Präposition ist nicht frei austauschbar, ohne die Bedeutung oder Grammatik zu verändern.

Beispiele:

  1. Wir warten auf den Bus.
  2. Er denkt an seine Familie.
  3. Sie freut sich über das Geschenk.
  4. Die Gruppe spricht über den Ausflug.

Du fragst beim Präpositionalobjekt mit einer Verbindung aus Präposition und Fragewort: Worauf warten wir? Antwort: auf den Bus. Woran denkt er? Antwort: an seine Familie.


Subjekt, Prädikat und Objekt im Zusammenspiel

Viele einfache Sätze folgen einem Muster, das man als Subjekt-Prädikat-Objekt beschreiben kann. Beispiel: Die Schülerin liest den Text. Dabei ist Die Schülerin das Subjekt, liest das Prädikat und den Text das Akkusativobjekt.

Aber Deutsch ist keine Sprache, in der Satzglieder immer an derselben Stelle stehen müssen. Durch die Umstellprobe kannst Du Satzglieder verschieben, ohne dass sie ihre Funktion verlieren.

Beispiel:

  1. Die Schülerin liest den Text aufmerksam.
  2. Den Text liest die Schülerin aufmerksam.
  3. Aufmerksam liest die Schülerin den Text.

In allen drei Sätzen bleibt die Schülerin Subjekt und den Text Akkusativobjekt. Die Stellung verändert die Betonung, aber nicht automatisch die Satzgliedfunktion.


Die Satzklammer im Deutschen

Im Deutschen kann das Prädikat eine Satzklammer bilden. Das bedeutet, dass ein Teil des Prädikats weit vorne steht und ein anderer Teil weit hinten.

Beispiele:

  1. Ich habe gestern meine Tasche gesucht.
  2. Wir werden morgen früh abreisen.
  3. Der Bus kommt um acht Uhr an.
  4. Du sollst die Aufgabe sorgfältig bearbeiten.

Die Satzklammer ist eine häufige Fehlerquelle. Wer nur nach einem einzelnen Verb sucht, übersieht leicht den zweiten Prädikatsteil. Deshalb gilt: Suche zuerst das finite Verb, prüfe dann, ob weitere Verbteile oder abgetrennte Bestandteile zum Prädikat gehören.


Valenz: Was ein Verb verlangt

Die Valenz eines Verbs beschreibt, welche Ergänzungen ein Verb braucht oder typischerweise mit sich bringt. Das Verb schlafen braucht normalerweise kein Objekt: Das Baby schläft. Das Verb geben braucht dagegen meist mehrere Ergänzungen: Die Mutter gibt dem Kind die Flasche.

Beispiele:

  1. schlafen: jemand schläft
  2. sehen: jemand sieht etwas
  3. helfen: jemand hilft jemandem
  4. geben: jemand gibt jemandem etwas
  5. warten: jemand wartet auf etwas oder jemanden

Wenn Du die Valenz eines Verbs verstehst, kannst Du Objekte leichter erkennen. Du fragst dann nicht nur mechanisch, sondern überlegst: Welche Ergänzung verlangt dieses Verb?

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Methoden zum Bestimmen

Zum sicheren Bestimmen von Subjekt, Prädikat und Objekt kombinierst Du mehrere Proben. Keine Probe ist allein in jedem Satz perfekt. Besonders zuverlässig wirst Du, wenn Du Frageprobe, Umstellprobe, Ersatzprobe und Kasusprüfung gemeinsam nutzt.


Die Frageprobe

Bei der Frageprobe stellst Du passende Fragen nach dem Satzglied.

  1. Subjekt: Wer oder was?
  2. Prädikat: Was tut jemand? Was geschieht? Was wird ausgesagt?
  3. Akkusativobjekt: Wen oder was?
  4. Dativobjekt: Wem?
  5. Genitivobjekt: Wessen?
  6. Präpositionalobjekt: Präposition plus Fragewort, zum Beispiel worauf, woran, womit, worüber.

Beispiel: Der Schüler zeigt der Klasse ein Plakat.

  1. Wer oder was zeigt der Klasse ein Plakat? Der Schüler ist Subjekt.
  2. Was tut der Schüler? zeigt ist Prädikat.
  3. Wem zeigt der Schüler ein Plakat? der Klasse ist Dativobjekt.
  4. Wen oder was zeigt der Schüler der Klasse? ein Plakat ist Akkusativobjekt.


Die Umstellprobe

Bei der Umstellprobe verschiebst Du Wortgruppen im Satz. Was sinnvoll zusammen verschoben werden kann, ist oft ein Satzglied.

Beispiel: Am Morgen liest die Klasse im Raum einen Text.

  1. Die Klasse liest am Morgen im Raum einen Text.
  2. Am Morgen liest die Klasse im Raum einen Text.
  3. Im Raum liest die Klasse am Morgen einen Text.
  4. Einen Text liest die Klasse am Morgen im Raum.

Die Umstellprobe zeigt, dass die Klasse, am Morgen, im Raum und einen Text jeweils zusammenhängende Satzglieder sein können. Das Prädikat liest bleibt im Aussagesatz an der zweiten Stelle.


Die Ersatzprobe

Bei der Ersatzprobe ersetzt Du eine Wortgruppe durch ein kürzeres Wort, oft durch ein Pronomen oder Adverb. Wenn der Satz weiterhin grammatisch ist und die Funktion gleich bleibt, hast Du ein Satzglied gefunden.

Beispiele:

  1. Die freundliche Verkäuferin berät den Kunden. → Sie berät den Kunden.
  2. Der Hund findet den roten Ball im Garten. → Der Hund findet ihn.
  3. Wir treffen uns nach der Schule. → Wir treffen uns dann.

Die Ersatzprobe hilft besonders, lange Satzglieder nicht in einzelne Wörter zu zerlegen.


Die Kasusprobe

Bei der Kasusprobe bestimmst Du den Fall einer Wortgruppe. Das ist besonders bei Objekten wichtig.

Beispiele:

  1. Nominativ: der Hund → Subjekt möglich
  2. Akkusativ: den Hund → Akkusativobjekt möglich
  3. Dativ: dem Hund → Dativobjekt möglich
  4. Genitiv: des Hundes → Genitivobjekt möglich

Die Kasusprobe allein reicht nicht immer aus, weil auch andere Satzglieder im Akkusativ, Dativ oder Genitiv auftreten können. Sie ist aber ein wichtiges zusätzliches Werkzeug.


Typische Fehler und Strategien

Beim Bestimmen von Satzgliedern entstehen viele Fehler, weil Lernende Wortarten und Satzglieder vermischen oder nur auf die Wortstellung achten. Mit den folgenden Strategien kannst Du solche Fehler vermeiden.


Fehler: Prädikat mit jedem Verb verwechseln

Das Verb ist eine Wortart, das Prädikat ist eine Satzfunktion. Häufig besteht das Prädikat aus einem Verb, aber bei mehrteiligen Verbformen gehören mehrere Teile zusammen. In Wir haben die Aufgabe gelöst ist nicht nur haben das Prädikat und nicht nur gelöst. Das vollständige Prädikat lautet haben gelöst.


Fehler: Das erste Satzglied immer als Subjekt ansehen

Im Deutschen steht das Subjekt häufig am Anfang, aber nicht immer. Beispiel: Den Ball wirft der Spieler ins Tor. Das erste Satzglied Den Ball ist kein Subjekt, sondern Akkusativobjekt. Das Subjekt ist der Spieler, denn die Frage lautet: Wer wirft den Ball ins Tor?


Fehler: Lange Satzglieder zerschneiden

Ein Satzglied kann aus vielen Wörtern bestehen. In Der alte Baum vor unserem Haus verliert seine Blätter ist Der alte Baum vor unserem Haus das Subjekt. Die Wörter vor unserem Haus beschreiben den Baum näher und gehören hier zum Subjekt. Mit der Ersatzprobe kannst Du das prüfen: Er verliert seine Blätter.


Strategie: Schrittfolge für die Analyse

Eine zuverlässige Schrittfolge ist:

  1. Prädikat suchen: Welche Verbteile bilden die Satzaussage?
  2. Subjekt suchen: Wer oder was passt zum finiten Verb?
  3. Objekte suchen: Welche Ergänzungen verlangt das Verb?
  4. Kasus prüfen: Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv oder Präposition?
  5. Umstellprobe nutzen: Welche Wortgruppen lassen sich gemeinsam verschieben?
  6. Ergebnis begründen: Welche Probe zeigt Deine Entscheidung?


Beispiele mit vollständiger Analyse


Beispiel 1: Einfacher Satz

Der Hund jagt den Ball.

  1. Der Hund: Subjekt, Frage: Wer oder was jagt den Ball?
  2. jagt: Prädikat, Frage: Was tut der Hund?
  3. den Ball: Akkusativobjekt, Frage: Wen oder was jagt der Hund?


Beispiel 2: Satz mit Dativ- und Akkusativobjekt

Die Lehrerin erklärt den Kindern die Aufgabe.

  1. Die Lehrerin: Subjekt
  2. erklärt: Prädikat
  3. den Kindern: Dativobjekt, Frage: Wem erklärt die Lehrerin die Aufgabe?
  4. die Aufgabe: Akkusativobjekt, Frage: Wen oder was erklärt die Lehrerin den Kindern?


Beispiel 3: Mehrteiliges Prädikat

Am Abend hat der Schüler seinem Bruder eine Geschichte vorgelesen.

  1. hat vorgelesen: mehrteiliges Prädikat
  2. der Schüler: Subjekt
  3. seinem Bruder: Dativobjekt
  4. eine Geschichte: Akkusativobjekt
  5. Am Abend: adverbiale Bestimmung der Zeit


Beispiel 4: Andere Wortstellung

Einen spannenden Film sehen wir heute im Kino.

  1. sehen: Prädikat
  2. wir: Subjekt
  3. Einen spannenden Film: Akkusativobjekt
  4. heute: adverbiale Bestimmung der Zeit
  5. im Kino: adverbiale Bestimmung des Ortes

Dieses Beispiel zeigt: Das Akkusativobjekt kann im Deutschen am Satzanfang stehen. Die Funktion erkennst Du nicht allein an der Position, sondern an Frage, Kasus und Satzbedeutung.


Bedeutung für Schreiben und Lesen

Wenn Du Subjekt, Prädikat und Objekt sicher erkennst, kannst Du Texte besser verstehen und überarbeiten. Du siehst schneller, wer handelt, was geschieht und worauf sich die Handlung bezieht. Das hilft beim Lesen, beim Schreiben, bei der Rechtschreibung, bei der Kommasetzung und beim Lernen von Fremdsprachen.

Beim Schreiben kannst Du Satzglieder bewusst umstellen, um Abwechslung und Betonung zu erzeugen. Statt immer mit dem Subjekt zu beginnen, kannst Du andere Satzglieder nach vorn stellen: Am nächsten Morgen öffnete die Klasse die Zeitkapsel. Dadurch wird der Zeitpunkt betont. Die grammatische Analyse zeigt Dir, dass sich die Funktion der Satzglieder dabei nicht automatisch ändert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Frage hilft meistens dabei, das Subjekt zu finden? (Wer oder was) (!Wen oder was) (!Wem) (!Wessen)




Was ist das Prädikat im Satz Die Katze schläft auf dem Sofa? (schläft) (!Die Katze) (!auf dem Sofa) (!dem Sofa)




Welches Satzglied steht im Deutschen im Nominativ? (Subjekt) (!Akkusativobjekt) (!Dativobjekt) (!Präpositionalobjekt)




Was ist das Akkusativobjekt im Satz Der Junge liest den Comic? (den Comic) (!Der Junge) (!liest) (!Junge)




Welche Frage passt zum Dativobjekt? (Wem) (!Wer oder was) (!Wen oder was) (!Was tut)




Was ist ein mehrteiliges Prädikat? (Ein Prädikat aus mehreren zusammengehörenden Verbteilen) (!Ein Subjekt aus mehreren Nomen) (!Ein Objekt mit zwei Artikeln) (!Ein Satz ohne Verb)




Welches Objekt wird mit Wen oder was erfragt? (Akkusativobjekt) (!Dativobjekt) (!Genitivobjekt) (!Subjekt)




Was zeigt die Umstellprobe? (Welche Wortgruppen gemeinsam verschoben werden können) (!Welche Wörter großgeschrieben werden) (!Welche Silben betont werden) (!Welche Buchstaben verdoppelt werden)




Was ist das Subjekt im Satz Dem Kind gefällt das Lied? (das Lied) (!Dem Kind) (!gefällt) (!Kind)




Welche Aussage ist richtig? (Ein Objekt wird oft vom Verb verlangt) (!Ein Objekt steht immer im Nominativ) (!Ein Prädikat ist immer ein Nomen) (!Ein Subjekt steht immer am Satzende)





Memory

Subjekt Wer oder was
Prädikat Satzaussage
Akkusativobjekt Wen oder was
Dativobjekt Wem
Genitivobjekt Wessen
Präpositionalobjekt Präposition mit Fragewort
Umstellprobe Verschieben von Wortgruppen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Satzglied oder Methode
Wer oder was Subjekt
Was geschieht Prädikat
Wen oder was Akkusativobjekt
Wem Dativobjekt
Wessen Genitivobjekt
Gemeinsam verschieben Umstellprobe






Kreuzworträtsel

Subjekt Satzglied im Nominativ
Objekt Ergänzung des Verbs
Praedikat Satzaussage mit Verbteilen
Nominativ Fall des Subjekts
Dativ Fall mit der Frage wem
Akkusativ Fall mit der Frage wenoderwas





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das

ist der Satzteil, über den im Satz etwas ausgesagt wird. Es steht im Deutschen normalerweise im

und kann oft mit Wer oder was erfragt werden. Das

bildet die Satzaussage und besteht häufig aus einem Verb oder mehreren Verbteilen. Ein

ergänzt das Verb und steht nicht im Nominativ. Das Akkusativobjekt erfragst Du mit

, das Dativobjekt mit

und das Genitivobjekt mit

. Bei einem Präpositionalobjekt gehört eine feste

zum Verb. Mit der

prüfst Du, welche Wortgruppen gemeinsam verschoben werden können.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Satzglieder markieren: Markiere in zehn einfachen Sätzen das Subjekt blau, das Prädikat rot und das Objekt grün. Schreibe zu jedem Satz eine passende Frageprobe auf.
  2. Eigene Beispielsätze: Erfinde fünf Sätze nach dem Muster Subjekt, Prädikat, Akkusativobjekt. Tausche anschließend mit einer Partnerin oder einem Partner und kontrolliert gegenseitig.
  3. Fragekarten gestalten: Erstelle Lernkarten mit den Fragen Wer oder was, Was geschieht, Wen oder was, Wem und Wessen. Schreibe auf die Rückseite je zwei Beispielsätze.
  4. Satzbau-Plakat: Gestalte ein Plakat, das Subjekt, Prädikat und Objekt mit einfachen Beispielen erklärt.


Standard

  1. Umstellprobe anwenden: Wähle acht Sätze aus einem Jugendbuch oder Sachtext und führe bei jedem Satz mindestens zwei Umstellungen durch. Erkläre, welche Satzglieder zusammenbleiben.
  2. Objektarten vergleichen: Sammle je fünf Beispiele für Akkusativobjekt, Dativobjekt und Präpositionalobjekt. Beschreibe, wie Du sie erkannt hast.
  3. Fehleranalyse: Erstelle fünf absichtlich falsch bestimmte Sätze und lass eine andere Person die Fehler finden. Schreibe danach eine Musterlösung mit Begründung.
  4. Mini-Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video oder eine Bildschirmpräsentation, in der Du den Unterschied zwischen Wortart und Satzglied erklärst.


Schwer

  1. Satzanalyse im Text: Analysiere einen längeren Absatz aus einem Sachtext. Bestimme Subjekt, Prädikat und Objekte und untersuche, welche Satzstellung der Text besonders häufig nutzt.
  2. Stilwirkung untersuchen: Schreibe einen kurzen Bericht einmal mit vielen Subjekten am Satzanfang und einmal mit abwechslungsreichen Umstellungen. Vergleiche die Wirkung.
  3. Grammatik-Interview: Befrage Mitschülerinnen, Mitschüler oder Erwachsene, welche Strategien sie beim Bestimmen von Satzgliedern nutzen. Werte die Antworten aus und entwickle daraus eine Lernhilfe.
  4. Komplexe Sätze zerlegen: Zerlege fünf lange Sätze mit Nebensätzen in Hauptsatz, Nebensatz, Prädikat, Subjekt und Objekte. Erkläre, warum manche Proben schwieriger werden.



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Lernkontrolle

  1. Analyse begründen: Bestimme in drei selbst gewählten Sätzen Subjekt, Prädikat und Objekt. Begründe jede Entscheidung mit mindestens zwei Proben.
  2. Transfer auf fremde Texte: Untersuche einen Zeitungsabschnitt oder einen Sachbuchtext und erkläre, wie die Satzstellung die Verständlichkeit beeinflusst.
  3. Fehler korrigieren: Du erhältst eine fehlerhafte Satzgliedanalyse. Finde die Fehler, verbessere sie und erkläre, welche Regel oder Probe weiterhilft.
  4. Satzwirkung verändern: Forme fünf Sätze so um, dass ein anderes Satzglied am Anfang steht. Beschreibe, wie sich die Betonung verändert.
  5. Objektarten erklären: Vergleiche Akkusativobjekt, Dativobjekt und Präpositionalobjekt anhand eigener Beispiele und erkläre, woran man sie erkennt.
  6. Mehrteiliges Prädikat untersuchen: Suche Sätze mit Perfekt, Futur, Modalverb und trennbarem Verb. Zeige, welche Teile zusammen das Prädikat bilden.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Subjekt, Objekt und Prädikat solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern Sätze begründet analysieren kannst.

  1. Begriffe sicher verwenden: Du erklärst Subjekt, Prädikat, Objekt, Akkusativobjekt, Dativobjekt, Genitivobjekt und Präpositionalobjekt verständlich.
  2. Proben anwenden: Du nutzt Frageprobe, Umstellprobe, Ersatzprobe und Kasusprobe passend und erklärst ihre Grenzen.
  3. Satzanalysen erstellen: Du bestimmst Satzglieder in einfachen und komplexeren Sätzen korrekt.
  4. Fehler begründen: Du erkennst typische Fehler, zum Beispiel die Verwechslung von Wortart und Satzglied.
  5. Transfer leisten: Du zeigst, wie Satzglieder beim Schreiben, Überarbeiten und Verstehen von Texten helfen.
  6. Eigene Beispiele entwickeln: Du formulierst eigene Beispielsätze und erklärst ihre Struktur.




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  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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