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NotebookLM im Unterricht KI in der Schule Lehrerfortbildungssnack

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NotebookLM im Unterricht KI in der Schule Lehrerfortbildungssnack



Einleitung

NotebookLM im Unterricht / KI in der Schule ist ein kompakter, praxisorientierter Lehrerfortbildungssnack für Lehrkräfte, die KI professionell, kritisch und didaktisch sinnvoll in der Schule nutzen möchten. Im Mittelpunkt steht NotebookLM, ein KI-gestütztes Werkzeug, das mit ausgewählten Quellen arbeitet und daraus Zusammenfassungen, Lernhilfen, Fragen, Mindmaps, Audio-Überblicke oder andere Arbeitsmaterialien erzeugen kann. Für den Unterricht ist besonders wichtig: Nicht die KI entscheidet, was gelernt wird, sondern Du als Lehrkraft wählst die Materialien, prüfst die Ergebnisse und gestaltest daraus ein verantwortungsvolles Lernsetting.

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Dieser aiMOOC zeigt Dir, wie Du NotebookLM als Methode, als Lernhilfe, als Werkzeug zur Binnendifferenzierung, als Unterstützung für Quellenarbeit und als Anlass für Medienkritik einsetzen kannst. Gleichzeitig geht es um Grenzen: Datenschutz, Urheberrecht, KI-Halluzinationen, Bias, Transparenz, Leistungsbewertung und die Frage, wie Lernende weiterhin selbst denken, schreiben, prüfen und begründen.


Zielgruppe und Einsatzidee

Dieser aiMOOC richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, Referendarinnen und Referendare, Schulleitungen, Medienbeauftragte und Fortbildende. Der Kurs eignet sich für einen 20- bis 45-minütigen Einstieg in eine schulinterne Fortbildung, für eine Fachkonferenz, für ein Barcamp, für eine Mikrofortbildungsformat oder für individuelles Selbstlernen.

Der Begriff Lehrerfortbildungssnack meint ein kurzes, gut verdauliches Lernformat: Du bekommst einen klaren Überblick, probierst ein konkretes Szenario aus und nimmst direkt eine umsetzbare Idee für Deinen Unterricht mit. Das Ziel ist nicht, möglichst viele Funktionen zu kennen, sondern ein professionelles Handlungsmuster zu entwickeln: Ziel klären, Quellen auswählen, KI-Ergebnis prüfen, didaktisch anpassen, transparent machen und gemeinsam reflektieren.


Was ist NotebookLM?

NotebookLM ist ein digitales Notizbuch- und Recherchewerkzeug von Google, das mit generativer KI arbeitet. Ein einzelnes Notebook besteht aus einer Sammlung von Materialien, zum Beispiel PDF, Webseiten, Google Docs, Präsentationen, Audio, öffentlichen YouTube-Videos oder kopiertem Text. Auf dieser Grundlage kann die KI Fragen beantworten, Zusammenfassungen erstellen oder Lernprodukte vorschlagen. Der entscheidende Unterschied zu einem allgemeinen Chatbot besteht darin, dass die Arbeit stärker auf die von Dir ausgewählten Quellen bezogen ist.

Im Unterricht kann NotebookLM deshalb als quellenbasiertes Denk- und Strukturierungswerkzeug verstanden werden. Es ersetzt weder Deine pädagogische Verantwortung noch die fachliche Prüfung. Es kann aber helfen, komplexe Materialien zugänglicher zu machen, verschiedene Lernwege anzubieten und Lernende gezielt zur Quellenprüfung anzuleiten.


Warum ist das für Schule relevant?

Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Lebenswelt vieler Lernender. Schule hat deshalb zwei Aufgaben: Sie muss Lernende befähigen, KI kompetent, kritisch und kreativ zu nutzen, und sie muss Lehrkräfte dabei unterstützen, KI nicht nur als Abkürzung, sondern als Gegenstand von Bildung zu behandeln. NotebookLM eignet sich dafür besonders, weil Lernende und Lehrkräfte die verwendeten Quellen in den Mittelpunkt stellen können. Dadurch entsteht ein sinnvoller Einstieg in Informationskompetenz, Prompting, Quellenkritik, Wissenschaftspropädeutik und Medienbildung.

Ein professioneller Einsatz bedeutet: Du nutzt NotebookLM nicht, um Denken auszulagern, sondern um Denkprozesse sichtbar zu machen. Die Lernenden sollen vergleichen, nachfragen, Belege suchen, Fehler erkennen, Perspektiven unterscheiden und eigene Produkte verbessern. Genau darin liegt der didaktische Mehrwert.


Grundprinzip: Quellen statt Bauchgefühl

Bei vielen KI-Anwendungen entsteht die Gefahr, dass Lernende eine flüssig formulierte Antwort mit einer verlässlichen Antwort verwechseln. NotebookLM bietet einen guten Anlass, diesen Unterschied zu thematisieren. Die zentrale Frage lautet nicht: Klingt die Antwort gut? Sondern: Auf welche Quelle stützt sich die Antwort, und passt die Aussage wirklich zu dieser Quelle?

Für den Unterricht ergibt sich daraus eine einfache Arbeitsregel: Jede KI-Antwort wird als Zwischenprodukt behandelt. Sie wird gelesen, mit den Quellen abgeglichen, fachlich geprüft, sprachlich angepasst und anschließend reflektiert. So wird KI-Kompetenz zu einer Verbindung aus Lesekompetenz, Urteilskompetenz, Fachkompetenz und Medienkompetenz.


Zentrale Begriffe

  1. NotebookLM: Ein KI-gestütztes Notizbuch, in dem ausgewählte Quellen analysiert, befragt und in Lernprodukte umgewandelt werden können.
  2. Quelle: Ein Text, Video, Dokument, Bild, Datensatz oder anderes Material, auf das sich eine Aussage stützt.
  3. Generative KI: KI-Systeme, die neue Texte, Bilder, Audios, Videos, Tabellen oder andere Inhalte erzeugen können.
  4. RAG: Ein technischer Ansatz, bei dem ein Sprachmodell mit abgerufenen Informationen aus Quellen arbeitet.
  5. Prompt: Eine Anweisung oder Frage an ein KI-System.
  6. Halluzination: Eine scheinbar plausible, aber falsche oder unbelegte KI-Ausgabe.
  7. Bias: Eine Verzerrung in Daten, Modellen oder Ergebnissen.
  8. Datenschutz: Schutz personenbezogener Daten, insbesondere bei Lernenden, Leistungsdaten und schulischen Dokumenten.
  9. Urheberrecht: Rechtliche Regeln zur Nutzung, Bearbeitung und Weitergabe geschützter Inhalte.
  10. Transparenz: Offenlegung, wann und wie KI verwendet wurde.


Didaktische Chancen

NotebookLM kann Lehrkräfte und Lernende in mehreren Bereichen unterstützen. Es kann lange Texte strukturieren, zentrale Begriffe erklären, Verständnisfragen erzeugen, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vorbereiten, kontroverse Positionen gegenüberstellen oder Lernende beim Wiederholen unterstützen. Besonders hilfreich ist die Arbeit mit eigenen Unterrichtsmaterialien, weil der Fokus auf dem konkreten Lerngegenstand bleibt.

Eine gute Unterrichtsidee entsteht aber nicht automatisch aus einer KI-Ausgabe. Die Qualität hängt davon ab, welche Quellen Du auswählst, welche Aufgaben Du stellst und wie Du die KI-Ergebnisse in eine sinnvolle Lernumgebung einbettest. NotebookLM ist daher kein fertiger Unterricht, sondern ein Werkzeug für die Gestaltung von Unterricht.


Typische Einsatzszenarien im Unterricht

  1. Texterschließung: Lernende lassen sich einen komplexen Fachtext zusammenfassen, markieren anschließend Stellen im Original und prüfen, ob die Zusammenfassung korrekt ist.
  2. Binnendifferenzierung: Du erstellst aus demselben Quellentext Aufgaben auf verschiedenen Niveaustufen und passt sie fachlich an.
  3. Lernvorbereitung: Lernende erzeugen Verständnisfragen zu einem Kapitel und wählen die fünf wichtigsten Fragen für eine Wiederholungsphase aus.
  4. Quellenkritik: Lernende vergleichen KI-Aussagen mit den Originalquellen und dokumentieren Treffer, Auslassungen und mögliche Verzerrungen.
  5. Projektarbeit: Gruppen sammeln Quellen zu einem Thema, entwickeln daraus eine Forschungsfrage und nutzen NotebookLM zur Strukturierung ihrer Recherche.
  6. Sprachbildung: Fachbegriffe werden erklärt, in einfachen Sätzen umformuliert und anschließend in korrekter Fachsprache wieder eingesetzt.
  7. Feedback: Lernende lassen sich Hinweise zu einem Entwurf geben und entscheiden begründet, welche Hinweise sie übernehmen.
  8. Inklusion: Lernende erhalten zusätzliche Erklärungen, Glossare, Audio-Überblicke oder strukturierte Lernhilfen, ohne dass der fachliche Anspruch aufgegeben wird.


Lehrerfortbildungssnack: Ablauf in 30 Minuten

Ein kurzer Fortbildungssnack kann so aussehen:

  1. Einstieg: Zeige das Video und sammle erste Fragen: Wo könnte NotebookLM entlasten, wo könnte es problematisch werden?
  2. Mini-Input: Erkläre den Unterschied zwischen allgemeinem Chatbot und quellenbasiertem KI-Werkzeug.
  3. Praxisphase: Die Teilnehmenden legen ein Beispiel-Notebook an oder analysieren ein vorbereitetes Szenario.
  4. Promptphase: Jede Person formuliert drei Prompts: einen zum Verstehen, einen zum Prüfen und einen zum Weiterdenken.
  5. Reflexion: Die Gruppe bespricht, welche Ergebnisse brauchbar waren, welche geprüft werden mussten und welche Regeln für die Schule gelten sollten.
  6. Transfer: Jede Lehrkraft formuliert eine Unterrichtsidee für die nächste Woche.


Schritt-für-Schritt: Ein Unterrichtsnotebook planen

  1. Lernziel klären: Überlege zuerst, was die Lernenden nach der Stunde besser können sollen.
  2. Quellenauswahl treffen: Verwende fachlich geprüfte, altersangemessene und rechtlich nutzbare Materialien.
  3. Datenschutz prüfen: Lade keine personenbezogenen Daten, Leistungsstände, Klassenlisten, Gesundheitsdaten oder sensiblen Dokumente hoch.
  4. Notebook anlegen: Bündele die Materialien zu genau einem Thema oder einer Unterrichtseinheit.
  5. Prompts vorbereiten: Formuliere klare Arbeitsaufträge, die Verstehen, Prüfen und Anwenden fördern.
  6. KI-Ausgaben prüfen: Kontrolliere fachliche Korrektheit, Quellenbezug, Sprache, Niveau und mögliche Verzerrungen.
  7. Aufgaben gestalten: Mache aus KI-Ausgaben Lernaufgaben, nicht nur Kopiervorlagen.
  8. Transparenz sichern: Lege offen, wann KI verwendet wurde und welche Rolle sie im Lernprozess spielt.
  9. Reflexion einplanen: Frage Lernende, was hilfreich war, was problematisch war und wie sie selbst geprüft haben.
  10. Evaluation durchführen: Sammle Rückmeldungen und passe das Vorgehen für die nächste Einheit an.


Beispiel: NotebookLM für eine Unterrichtsstunde nutzen

Stell Dir vor, Du unterrichtest Geschichte und möchtest eine Stunde zur Industrialisierung vorbereiten. Du legst ein Notebook mit einem Schulbuchauszug, einer Statistik, einem Bild einer Fabrik und einem kurzen historischen Text an. Dann fragst Du NotebookLM nach zentralen Begriffen, möglichen Verständnisfragen und einer Gegenüberstellung von Chancen und Problemen der Industrialisierung. Die Ausgabe ist ein Ausgangspunkt. Du prüfst die Aussagen an den Quellen, ergänzt fehlende Aspekte und entwickelst daraus eine Aufgabe: Lernende sollen die KI-Zusammenfassung mit dem Original vergleichen und anschließend eine eigene, belegte These formulieren.

In Biologie könnte ein Notebook aus einem Lehrbuchtext, einem Diagramm und einem kurzen Erklärvideo bestehen. Die Lernenden nutzen NotebookLM, um Fragen zum Verständnis zu sammeln. Anschließend wählen sie selbst die wichtigsten Fragen aus und beantworten sie mit Quellenbelegen. In Deutsch kann NotebookLM zur Strukturierung einer Textanalyse dienen, aber die Deutung muss durch eigene Textstellen begründet werden. In Politischer Bildung kann ein Notebook verschiedene Positionen zu einem aktuellen Thema enthalten, wobei Lernende prüfen, ob die KI alle Positionen fair darstellt.


Gute Prompts für Lehrkräfte

Gute Prompts sind präzise, fachlich gerahmt und enthalten ein klares Ziel. Sie fordern nicht nur ein Ergebnis, sondern auch eine Begründung und einen Bezug zu den Quellen. Beispiele:

  1. Verständnisfrage: Erkläre die drei wichtigsten Aussagen der Quellen in einfacher Sprache und nenne jeweils, auf welche Quelle sich die Aussage stützt.
  2. Quellenprüfung: Welche Aussagen in Deiner Zusammenfassung sollten besonders sorgfältig am Original geprüft werden?
  3. Differenzierung: Erstelle drei Aufgaben zum Text: eine einfache Verständnisaufgabe, eine Transferaufgabe und eine anspruchsvolle Urteilsaufgabe.
  4. Sprachbildung: Erstelle ein Glossar mit zehn Fachbegriffen aus den Quellen und formuliere zu jedem Begriff einen Beispielsatz.
  5. Unterrichtsplanung: Schlage einen 45-minütigen Unterrichtsablauf vor, bei dem die Lernenden selbst Quellen prüfen und nicht nur KI-Ergebnisse übernehmen.
  6. Fehleranalyse: Suche mögliche Auslassungen, Vereinfachungen oder einseitige Darstellungen in Deiner Antwort.
  7. Reflexion: Formuliere drei Fragen, mit denen Lernende ihre eigene KI-Nutzung kritisch reflektieren können.


Gute Prompts für Lernende

Lernende sollten Prompts nutzen, die eigenes Denken unterstützen. Ein Prompt darf nicht nur lauten: Mach die Aufgabe für mich. Besser sind Prompts, die Verständnis, Struktur und Selbstkontrolle fördern.

  1. Lernhilfe: Erkläre mir diesen Abschnitt so, dass ich ihn danach mit eigenen Worten wiedergeben kann.
  2. Selbstprüfung: Stelle mir fünf Fragen zu den Quellen und gib mir erst nach meiner Antwort Hinweise.
  3. Belegsuche: Welche Textstellen aus den Quellen passen zu meiner These?
  4. Vergleich: Welche Unterschiede gibt es zwischen Quelle A und Quelle B?
  5. Feedback: Lies meinen Entwurf und gib mir Hinweise, wie ich meine Begründung klarer und belegter machen kann.
  6. Metakognition: Welche Teile meiner Antwort sind gut begründet und welche müsste ich noch genauer prüfen?


Unterrichtsregel: KI-Ergebnis ist Entwurf, nicht Endprodukt

Eine zentrale Regel für den Unterricht lautet: Jede KI-Ausgabe ist ein Entwurf. Lernende sollen lernen, KI-Texte nicht einfach zu übernehmen. Sie sollen markieren, prüfen, korrigieren, ergänzen und begründen. Dadurch wird deutlich: Lernen bedeutet nicht, ein fertiges Ergebnis zu besitzen, sondern einen Denkweg nachvollziehbar zu gestalten.

Diese Regel kann im Klassenraum sichtbar gemacht werden:

  1. Prüfen: Stimmt die Aussage mit der Quelle überein?
  2. Belegen: Wo steht das im Material?
  3. Erklären: Kann ich es mit eigenen Worten sagen?
  4. Bewerten: Ist die Aussage vollständig, einseitig oder zu ungenau?
  5. Weiterdenken: Welche Frage bleibt offen?


Datenschutz und Verantwortung

Datenschutz ist beim Einsatz von KI in der Schule besonders wichtig. Du solltest keine personenbezogenen Daten von Lernenden, keine Notenlisten, keine Förderpläne, keine Krankheitsinformationen, keine privaten Nachrichten und keine sensiblen schulischen Dokumente in externe KI-Systeme hochladen. Prüfe immer die Vorgaben Deines Bundeslandes, Deines Schulträgers, Deiner Schule und der zuständigen Datenschutzbeauftragten.

Auch wenn ein Werkzeug hilfreiche Funktionen bietet, bleibt die Verantwortung bei der Lehrkraft und bei der Schule. Der Einsatz muss pädagogisch begründet, transparent und altersangemessen sein. Wenn Lernende eigene Konten nutzen sollen, müssen Zugangsbedingungen, Alter, Einwilligungen und schulische Vorgaben beachtet werden. In vielen Fällen ist es sinnvoller, dass die Lehrkraft ein vorbereitetes, geprüftes Material bereitstellt, statt Lernende unbegleitet mit einem Tool arbeiten zu lassen.


Urheberrecht und Quellenbewusstsein

Beim Hochladen von Materialien musst Du das Urheberrecht beachten. Nicht jedes Schulbuchkapitel, jeder Zeitungsartikel oder jede Präsentation darf beliebig in digitale Werkzeuge übertragen, verarbeitet oder geteilt werden. Nutze bevorzugt OER, eigene Materialien, gemeinfreie Texte oder Inhalte, für die Deine Schule Nutzungsrechte besitzt. Wenn KI-Ergebnisse weitergegeben werden, sollte deutlich sein, auf welchen Quellen sie beruhen und welche Teile von Dir überarbeitet wurden.

Für Lernende ist das ein wichtiger Lernanlass: Sie erfahren, dass digitale Inhalte nicht automatisch frei nutzbar sind. Sie lernen, Quellen anzugeben, Lizenzen zu beachten und fremde Leistungen zu respektieren.


KI-Kompetenz als Bildungsziel

KI-Kompetenz umfasst mehr als das Bedienen eines Tools. Sie verbindet technisches Grundverständnis, kritische Urteilskraft, ethische Reflexion und produktive Anwendung. Lernende sollten wissen, dass KI-Systeme Muster aus Daten nutzen, Ergebnisse plausibel formulieren und dennoch falsch liegen können. Sie sollten verstehen, dass KI Antworten nicht wie ein Mensch versteht, sondern auf Basis statistischer und technischer Verfahren erzeugt.

Für Schule bedeutet das: KI-Kompetenz gehört nicht nur in den Informatikunterricht. Sie ist auch Teil von Deutschunterricht, Fremdsprachenunterricht, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Kunstunterricht, Berufsorientierung und Studienorientierung. NotebookLM kann als konkretes Werkzeug dienen, um diese Kompetenz praktisch zu entwickeln.


Chancen für Lehrkräfte

Lehrkräfte können NotebookLM nutzen, um Unterrichtsmaterialien schneller zu sichten, Texte zu strukturieren, Leitfragen vorzubereiten, Varianten für unterschiedliche Lernniveaus zu entwerfen oder Fortbildungsinhalte zusammenzufassen. Das kann entlasten, wenn die Ergebnisse nicht ungeprüft übernommen werden. Besonders hilfreich ist die Arbeit mit fachlich geprüften Quellen, weil die KI-Ausgaben näher am Unterrichtsgegenstand bleiben.

Die professionelle Frage lautet nicht: Kann NotebookLM mir Arbeit abnehmen? Die bessere Frage lautet: Welche Arbeit soll NotebookLM vorbereiten, damit ich mehr Zeit für pädagogische Entscheidungen, individuelle Unterstützung und fachliche Vertiefung habe?


Chancen für Lernende

Lernende können mit NotebookLM eigenständiger arbeiten, wenn sie geeignete Aufgaben bekommen. Sie können schwierige Texte schrittweise erschließen, sich Begriffe erklären lassen, Übungsfragen erzeugen, Hypothesen prüfen oder ein Lernprodukt vorbereiten. Besonders wirksam wird der Einsatz, wenn Lernende ihre Prompts, KI-Ausgaben, Korrekturen und Entscheidungen dokumentieren.

So wird sichtbar, wie Lernen entsteht. Lernende zeigen nicht nur ein Endprodukt, sondern ihren Prozess: Welche Quelle wurde genutzt? Welche KI-Antwort war hilfreich? Wo gab es Fehler? Welche Verbesserung wurde selbst vorgenommen? Diese Prozessorientierung ist für Leistungsbewertung und Feedbackkultur besonders wertvoll.


Grenzen und Risiken

NotebookLM kann trotz Quellenbezug ungenau, unvollständig oder irreführend antworten. Quellen können falsch verstanden, verkürzt oder einseitig gewichtet werden. Audio- oder Video-Zusammenfassungen können sehr überzeugend wirken, obwohl Details fehlen oder vereinfacht werden. Auch gute Formulierungen sind kein Beweis für Wahrheit.

Weitere Risiken sind Abhängigkeit von KI-Hilfen, unkritisches Kopieren, ungleicher Zugang zu digitalen Werkzeugen, Datenschutzprobleme, Urheberrechtsfragen und Verzerrungen in Ergebnissen. Deshalb braucht der Einsatz klare Regeln, transparente Dokumentation und Aufgaben, die Eigenleistung sichtbar machen.


Praxisprinzipien für sicheren Einsatz

  1. Zweckbindung: Setze NotebookLM nur ein, wenn es ein klares Lernziel unterstützt.
  2. Datensparsamkeit: Nutze nur Materialien, die für die Aufgabe nötig und rechtlich geeignet sind.
  3. Quellenprüfung: Verlange, dass zentrale Aussagen mit Quellen abgeglichen werden.
  4. Transparenz: Lass Lernende KI-Nutzung offenlegen und reflektieren.
  5. Eigenleistung: Bewerte Denkwege, Begründungen, Quellenarbeit und Überarbeitung.
  6. Menschliche Aufsicht: Fachliche und pädagogische Entscheidungen bleiben bei der Lehrkraft.
  7. Barrierefreiheit: Achte auf Zugänglichkeit, Alternativen und faire Teilhabe.
  8. Fehlerkultur: Nutze falsche KI-Ausgaben als Lernchance für kritisches Denken.


Beispiel für eine transparente KI-Nutzungsdokumentation

Eine einfache Dokumentation kann so aussehen:

  1. Tool: Welches KI-Werkzeug wurde genutzt?
  2. Zweck: Wofür wurde es genutzt?
  3. Quellen: Welche Materialien lagen zugrunde?
  4. Prompt: Welche Anweisung wurde eingegeben?
  5. Ergebnisprüfung: Was wurde überprüft?
  6. Überarbeitung: Was wurde selbst verändert?
  7. Reflexion: Was war hilfreich, problematisch oder überraschend?

Diese Dokumentation ist keine Bürokratie, sondern Teil des Lernens. Sie macht sichtbar, ob Lernende KI als Denkstütze oder als Ersatz für eigene Arbeit verwenden.


Unterrichtsbeispiel: Quellenkritik mit NotebookLM

Ein besonders geeignetes Szenario ist die Quellenkritik. Du gibst den Lernenden zwei oder drei Quellen zu einem Thema und lässt NotebookLM eine Zusammenfassung erstellen. Danach erhalten die Lernenden die Aufgabe, jede zentrale Aussage der Zusammenfassung im Original zu markieren. Sie prüfen, ob die Aussage korrekt, unvollständig oder überinterpretiert ist. Anschließend schreiben sie eine verbesserte Zusammenfassung mit eigenen Belegen.

Diese Aufgabe verbindet Lesekompetenz, Fachwissen, Medienkompetenz und Urteilskompetenz. Die KI-Ausgabe ist nicht die Lösung, sondern das Material, an dem gelernt wird.


Unterrichtsbeispiel: Lernfragen und Wiederholung

Für eine Wiederholungsstunde kann NotebookLM aus bereitgestellten Quellen Lernfragen, Flashcards oder Quizfragen vorschlagen. Die Lernenden bearbeiten diese nicht nur, sondern bewerten sie: Welche Frage prüft nur Fakten? Welche Frage verlangt Verständnis? Welche Frage ist unklar? Welche Frage müsste verbessert werden?

Dadurch entsteht ein höheres Lernniveau. Lernende werden nicht nur beantwortende, sondern prüfende und gestaltende Personen. Sie erkennen, was eine gute Lernfrage ausmacht.


Unterrichtsbeispiel: Audio-Überblick kritisch nutzen

Audio-Überblicke können Lernenden helfen, einen ersten Zugang zu einem Thema zu bekommen. Sie eignen sich besonders für Wiederholung, Vorentlastung oder Flipped Classroom. Trotzdem sollten sie nicht als Ersatz für Quellenarbeit verwendet werden. Eine gute Aufgabe lautet: Höre den Audio-Überblick, notiere drei zentrale Aussagen und belege jede Aussage anschließend im Originalmaterial. Wenn Du keinen Beleg findest, markiere die Aussage als prüfbedürftig.

So wird ein attraktives KI-Produkt in eine reflektierte Lernhandlung eingebunden.


Unterrichtsbeispiel: Differenzierte Materialien erstellen

Lehrkräfte können NotebookLM nutzen, um aus einem Fachtext mehrere Zugänge zu entwickeln: eine vereinfachte Erklärung, ein Fachglossar, Leitfragen, eine Transferaufgabe und eine anspruchsvolle Diskussionsfrage. Wichtig ist, dass Du die Ergebnisse fachlich und sprachlich prüfst. Differenzierung bedeutet nicht, Lernende dauerhaft auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus festzulegen, sondern ihnen passende Zugänge zum gemeinsamen Lerngegenstand zu eröffnen.


Bewertung und Leistungsnachweis

Beim Einsatz von KI müssen Bewertungsformen angepasst werden. Reine Produktbewertung wird schwieriger, wenn KI Texte, Gliederungen oder Lernhilfen erzeugen kann. Deshalb sollten Lernnachweise stärker auf Prozess, Quellenbezug, Begründung, mündliche Erläuterung, Reflexion und Überarbeitung achten.

Geeignete Bewertungsbestandteile sind zum Beispiel ein Lernjournal, eine Quellenmatrix, ein Prompt-Protokoll, eine Fehleranalyse, eine eigene Begründung, eine Präsentation mit Rückfragen oder ein Vergleich zwischen KI-Entwurf und eigener Endfassung. Entscheidend ist: Die Lernenden zeigen, was sie verstanden, geprüft und selbst weiterentwickelt haben.


Checkliste für die erste eigene Unterrichtsidee

  1. Thema: Ist das Thema klar eingegrenzt?
  2. Lernziel: Welche Kompetenz soll wachsen?
  3. Material: Sind die Quellen fachlich geeignet und rechtlich nutzbar?
  4. Auftrag: Müssen Lernende prüfen, vergleichen oder begründen?
  5. Datenschutz: Werden keine sensiblen Daten genutzt?
  6. Transparenz: Wird die KI-Nutzung dokumentiert?
  7. Eigenleistung: Ist sichtbar, was Lernende selbst leisten?
  8. Reflexion: Gibt es eine Phase zur kritischen Auswertung?
  9. Feedback: Gibt es Rückmeldung zu Inhalt und Arbeitsprozess?
  10. Transfer: Können Lernende das Vorgehen auf andere Themen übertragen?


Mini-Unterrichtsentwurf für 45 Minuten

  1. Einstieg: Zeige eine kurze KI-Zusammenfassung zu einem bekannten Unterrichtsmaterial und frage: Was wirkt überzeugend, was muss geprüft werden?
  2. Erarbeitung: Lernende vergleichen die KI-Zusammenfassung mit den Quellen und markieren Belege.
  3. Sicherung: Die Klasse sammelt Kriterien für gute KI-Nutzung an der Tafel.
  4. Anwendung: Gruppen formulieren eigene Prompts, erzeugen Lernfragen und prüfen sie am Material.
  5. Reflexion: Jede Gruppe nennt eine hilfreiche KI-Funktion, einen Fehler und eine Regel für den verantwortungsvollen Einsatz.


Fortbildungsergebnis

Am Ende dieses Lehrerfortbildungssnacks solltest Du drei Dinge mitnehmen:

  1. Orientierung: Du kannst erklären, warum NotebookLM für quellenbasierte Unterrichtsszenarien interessant ist.
  2. Handlungssicherheit: Du kennst Regeln zu Datenschutz, Urheberrecht, Transparenz und Eigenleistung.
  3. Praxisidee: Du hast ein konkretes Unterrichtsszenario, in dem KI-Ausgaben geprüft und didaktisch genutzt werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt NotebookLM im Unterricht am besten? (Quellenbasiertes KI-Werkzeug zur Strukturierung und Prüfung von Materialien) (!Automatisches Notenprogramm ohne Lehrkraft) (!Suchmaschine ohne Quellenbezug) (!Reines Zeichenprogramm für digitale Tafeln)




Welche Regel ist beim schulischen Einsatz von NotebookLM besonders wichtig? (KI-Ausgaben müssen fachlich und quellenbezogen geprüft werden) (!KI-Ausgaben gelten immer als richtige Musterlösung) (!Alle personenbezogenen Daten dürfen hochgeladen werden) (!Quellen müssen nach der KI-Nutzung nicht mehr gelesen werden)




Was ist ein Prompt? (Eine Anweisung oder Frage an ein KI-System) (!Ein digitales Zeugnis) (!Ein Urheberrechtsvermerk) (!Ein Netzwerkanschluss im Computerraum)




Warum ist Quellenarbeit bei NotebookLM zentral? (Weil die Qualität der Ergebnisse stark von den ausgewählten Materialien abhängt) (!Weil Quellen nur zur Dekoration dienen) (!Weil NotebookLM ohne Quellen immer bessere Ergebnisse liefert) (!Weil Quellenangaben im Unterricht grundsätzlich unwichtig sind)




Welche Information sollte nicht in ein externes KI-Werkzeug hochgeladen werden? (Personenbezogene Daten von Lernenden) (!Ein gemeinfreier Sachtext) (!Ein selbst erstelltes Arbeitsblatt ohne Namen) (!Eine öffentlich lizenzierte OER-Quelle)




Was bedeutet Transparenz bei KI-Nutzung im Unterricht? (Offenlegen, wann und wie KI verwendet wurde) (!KI-Ergebnisse geheim halten) (!Nur die beste Antwort zeigen) (!Quellen nachträglich löschen)




Welche Aufgabe fördert besonders kritisches Denken? (Eine KI-Zusammenfassung mit den Originalquellen vergleichen) (!Eine KI-Antwort ungeprüft abschreiben) (!Den längsten KI-Text abgeben) (!Nur die Überschrift eines Textes lesen)




Was ist eine KI-Halluzination? (Eine plausible, aber falsche oder unbelegte KI-Ausgabe) (!Eine besonders kreative Schulstunde) (!Eine sichere Quellenangabe) (!Ein Datenschutzformular)




Wofür eignet sich NotebookLM besonders gut? (Zum Erstellen von Lernfragen, Zusammenfassungen und Strukturhilfen aus Quellen) (!Zum Ersetzen aller Lehrkräfte) (!Zum automatischen Bestehen von Prüfungen) (!Zum Löschen von Urheberrechten)




Was sollte bei der Leistungsbewertung mit KI stärker berücksichtigt werden? (Der Lernprozess mit Quellenprüfung, Begründung und Reflexion) (!Nur die Länge des Endtextes) (!Die Anzahl der verwendeten KI-Wörter) (!Das Vermeiden aller Quellen)





Memory

Notebook Sammlung ausgewählter Quellen
Prompt Frage oder Arbeitsauftrag
Quellenprüfung Abgleich mit Originalmaterial
Halluzination Falsche plausible Ausgabe
Datenschutz Schutz personenbezogener Informationen
Transparenz Offenlegung der KI-Nutzung
Lernjournal Reflexion des Arbeitsprozesses
OER Frei nutzbares Bildungsmaterial





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Unterrichtsphase
Quellen auswählen Vorbereitung
Prompts formulieren Auftrag klären
KI-Ausgabe vergleichen Erarbeitung
Belege markieren Quellenprüfung
Nutzung reflektieren Sicherung




...


Kreuzworträtsel

Quellen Worauf sollte sich NotebookLM im Unterricht besonders stützen?
Prompt Wie nennt man eine Frage oder Anweisung an ein KI-System?
Datenschutz Was schützt personenbezogene Informationen von Lernenden?
Beleg Was zeigt, wo eine Aussage im Material nachprüfbar ist?
Reflexion Wie nennt man das bewusste Nachdenken über die eigene KI-Nutzung?
Bias Wie nennt man eine Verzerrung in Daten oder Ergebnissen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

NotebookLM ist für den Unterricht besonders interessant, weil es Antworten aus ausgewählten

ableitet. Eine KI-Ausgabe ist im Lernprozess immer nur ein

. Lehrkräfte müssen prüfen, ob die Ergebnisse fachlich richtig und didaktisch

sind. Beim Einsatz in der Schule dürfen keine sensiblen personenbezogenen

hochgeladen werden. Gute Prompts enthalten ein klares Ziel und eine präzise

. Lernende sollen KI-Antworten mit dem Originalmaterial

. Eine plausible, aber falsche KI-Aussage nennt man

. Transparente KI-Nutzung bedeutet, den Einsatz des Werkzeugs offen zu

. Für die Bewertung sind Quellenbezug, Begründung und

besonders wichtig. NotebookLM ersetzt nicht das eigene Denken, sondern kann es gezielt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Erste Orientierung: Schau Dir das Fortbildungsvideo an und notiere fünf Begriffe, die für den Einsatz von NotebookLM im Unterricht wichtig sind.
  2. Quellencheck: Wähle einen kurzen Sachtext aus Deinem Fach und formuliere drei Fragen, die Lernende mit Hilfe des Textes beantworten könnten.
  3. Prompt-Sammlung: Schreibe fünf Prompts, die Lernende beim Verstehen eines schwierigen Textes unterstützen, ohne ihnen die ganze Aufgabe abzunehmen.
  4. KI-Regeln: Entwirf ein Plakat mit fünf einfachen Klassenregeln für die verantwortungsvolle Nutzung von KI.


Standard

  1. Unterrichtsidee: Plane eine 45-minütige Unterrichtsstunde, in der Lernende eine KI-Zusammenfassung mit dem Originaltext vergleichen.
  2. Differenzierung: Erstelle zu einem Fachtext drei Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaustufen und prüfe, ob alle Aufgaben dasselbe Lernziel unterstützen.
  3. Quellenmatrix: Entwickle eine Tabelle, in der Lernende Aussage, Quelle, Belegstelle und eigene Bewertung dokumentieren.
  4. Reflexionsbogen: Gestalte einen kurzen Reflexionsbogen, mit dem Lernende ihre KI-Nutzung nach einer Aufgabe auswerten.


Schwer

  1. Fortbildungskonzept: Entwickle einen 30-minütigen Lehrerfortbildungssnack für Dein Kollegium mit Einstieg, Praxisphase, Reflexion und Transfer.
  2. Bewertungsraster: Erstelle ein Raster zur Bewertung eines Lernprodukts, bei dem KI genutzt wurde, und berücksichtige Prozess, Quellenprüfung und Eigenleistung.
  3. Schulregelung: Formuliere einen Entwurf für schulinterne Leitlinien zur Nutzung von NotebookLM und ähnlichen KI-Werkzeugen.
  4. Forschungsvorhaben: Führe eine kleine Befragung im Kollegium durch, welche Chancen und Sorgen beim Einsatz von KI in der Schule bestehen, und werte die Ergebnisse aus.



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Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Unterrichtsplanung: Entwickle ein Unterrichtsszenario, in dem NotebookLM nicht die Lösung liefert, sondern die Lernenden zur Prüfung von Quellen anregt.
  2. Fallanalyse Datenschutz: Beurteile einen Fall, in dem eine Lehrkraft Schülertexte mit Namen in ein KI-Werkzeug hochlädt, und formuliere sichere Alternativen.
  3. Prompt-Überarbeitung: Verbessere einen ungenauen Prompt so, dass er ein klares Lernziel, Quellenbezug und eine Prüfperspektive enthält.
  4. Fehlerdiagnose: Analysiere eine KI-Zusammenfassung, markiere mögliche Fehler oder Auslassungen und begründe Deine Einschätzung anhand der Quellen.
  5. Bewertungskonzept: Entwirf Kriterien für einen Lernnachweis, bei dem KI erlaubt ist, aber Eigenleistung sichtbar bleiben muss.
  6. Fortbildungsreflexion: Erkläre, welche drei Regeln Du nach diesem aiMOOC an Deiner Schule zur Diskussion stellen würdest.
  7. Fachtransfer: Übertrage das Prinzip quellenbasierter KI-Nutzung auf ein konkretes Thema aus Deinem Unterrichtsfach.
  8. Ethikdiskussion: Entwickle eine Diskussionsfrage, mit der Lernende Chancen und Risiken von KI im Lernen abwägen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu NotebookLM im Unterricht / KI in der Schule ist wichtig, dass Du nicht nur Funktionen aufzählst, sondern einen verantwortungsvollen Einsatz begründen kannst. Der Lernnachweis sollte zeigen, dass Du Lernziele formulierst, passende Quellen auswählst, Datenschutz und Urheberrecht beachtest, Prompts zielgerichtet einsetzt, KI-Ausgaben prüfst und Lernende zur Reflexion anleitest.

  1. Unterrichtsentwurf: Ein kurzer Entwurf mit Thema, Lernziel, Quellen, KI-Einsatz, Prüfphase und Reflexion.
  2. Quellenmatrix: Eine Dokumentation, welche Aussagen aus welchen Quellen stammen und wie sie geprüft wurden.
  3. Prompt-Protokoll: Eine Sammlung verwendeter Prompts mit kurzer Bewertung ihrer Wirkung.
  4. Fehleranalyse: Ein Beispiel, bei dem eine KI-Ausgabe korrigiert oder verbessert wurde.
  5. Reflexion: Eine persönliche Einschätzung zu Chancen, Grenzen und schulischen Regeln.
  6. Transfer: Eine konkrete Idee, wie das Gelernte im eigenen Fach oder Kollegium eingesetzt wird.




OERs zum Thema





Freie Medien und Materialien

  1. OER: Nutze freie Materialien, wenn Du Inhalte in NotebookLM oder ähnliche Werkzeuge einbindest.
  2. Wikimedia Commons: Suche nach Bildern, Grafiken und Videos mit geeigneten Lizenzen.
  3. Wikipedia: Verwende Artikel als Einstieg, aber prüfe wichtige Aussagen mit weiteren Quellen.
  4. KI-Campus: Nutze offene Lernangebote, um Grundlagen zu KI und Bildung zu vertiefen.
  5. Medienkompetenz: Verbinde Toolnutzung immer mit Quellenkritik, Datenschutz und Reflexion.


Links


Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

  1. Professionelle KI-Nutzung: NotebookLM kann Unterricht unterstützen, wenn Quellen, Lernziele und Prüfprozesse klar sind.
  2. Quellenorientierung: Die Stärke des Werkzeugs liegt in der Arbeit mit ausgewählten Materialien.
  3. Kritisches Denken: Lernende sollen KI-Ausgaben prüfen, vergleichen, belegen und verbessern.
  4. Datenschutz: Personenbezogene und sensible Daten gehören nicht in ungeprüfte externe KI-Systeme.
  5. Urheberrecht: Materialien müssen rechtlich nutzbar sein, besonders beim Hochladen und Teilen.
  6. Transparenz: KI-Nutzung sollte dokumentiert und reflektiert werden.
  7. Eigenleistung: Bewertung sollte stärker Prozess, Begründung, Quellenarbeit und Reflexion einbeziehen.
  8. Fortbildung: Ein kurzer Lehrerfortbildungssnack kann Kollegien handlungsfähig machen.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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