Zum Inhalt springen

Mobiles Lernen mit KI - Pädagogik und Schulpraxis

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 25. Juni 2026, 22:04 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)



Mobiles Lernen mit KI - Pädagogik und Schulpraxis



Einleitung

Mobiles Lernen mit KI: Pädagogik und Schulpraxis / KI in der Schule ist ein aiMOOC für eine kompakte, praxisnahe Lehrerfortbildung im Format eines Fortbildungssnacks. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie KI auf Smartphones, Tablets, Notebooks und anderen mobilen Geräten so eingesetzt werden kann, dass sie Lernprozesse verbessert, Lehrkräfte entlastet und gleichzeitig Datenschutz, Bildungsgerechtigkeit, Prüfungskultur und Medienkompetenz ernst nimmt. Du lernst, wie Du KI nicht als bloßes Werkzeug zur schnellen Texterzeugung verstehst, sondern als Anlass für eine neue Didaktik: Lernende sollen KI-Ergebnisse prüfen, begründen, verbessern, reflektieren und verantwortungsvoll dokumentieren.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=rX8lvbIoSV8 |500|center}}

Das Video behandelt Mobiles Lernen mit KI: Pädagogik und Schulpraxis / KI in der Schule als Lehrerfortbildungssnack. Es eignet sich als Einstieg, weil es den Blick auf konkrete schulische Einsatzmöglichkeiten richtet: kurze Lernimpulse, mobile Geräte, KI-gestützte Unterstützung, professionelle Unterrichtsplanung und reflektierte Praxis. Der aiMOOC erweitert diesen Impuls zu einem vollständigen Lernkurs mit Hintergrundwissen, Unterrichtsszenarien, Qualitätskriterien, interaktiven Übungen und Transferaufgaben.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was mobiles Lernen im schulischen Kontext bedeutet, wie generative KI Lernprozesse unterstützen kann und warum Pädagogik vor Technik kommt. Du kannst einfache KI-Lernszenarien planen, geeignete Prompts formulieren, KI-Ausgaben fachlich prüfen und Kriterien für verantwortliche Nutzung entwickeln. Außerdem kannst Du einschätzen, welche Fragen zu Datenschutz, Urheberrecht, Barrierefreiheit, Leistungsbewertung und Chancengleichheit vor einem KI-Einsatz geklärt werden müssen.


Grundbegriffe


Mobiles Lernen

Mobiles Lernen bezeichnet Lernprozesse, die durch tragbare digitale Geräte unterstützt werden und nicht ausschließlich an einen festen Computerraum gebunden sind. In der Schule meint mobiles Lernen nicht einfach „Unterricht mit Geräten“, sondern einen flexiblen Zugang zu Informationen, Werkzeugen, Kommunikation und Produktion. Lernende können recherchieren, fotografieren, messen, aufnehmen, kommentieren, kollaborieren, reflektieren und Ergebnisse dokumentieren. Entscheidend ist, dass mobile Geräte in eine klare Unterrichtsplanung eingebettet werden.

Mobiles Lernen kann im Klassenraum, auf dem Schulhof, in der Bibliothek, im Makerspace, bei einer Exkursion, im Projektunterricht oder zu Hause stattfinden. Es ermöglicht situatives Lernen: Ein Gegenstand, ein Ort, ein Gespräch oder ein Experiment wird unmittelbar mit digitalen Materialien verbunden. KI erweitert dieses Konzept, weil Lernende mit einem Assistenzsystem interagieren können, das Fragen beantwortet, Vorschläge macht, Texte umformuliert, Lernwege anbietet oder Feedback simuliert.


Künstliche Intelligenz in der Schule

Künstliche Intelligenz ist ein Sammelbegriff für Computersysteme, die Aufgaben bearbeiten, die traditionell mit menschlicher Intelligenz verbunden werden: Muster erkennen, Sprache verarbeiten, Bilder analysieren, Empfehlungen erzeugen oder Inhalte generieren. Besonders relevant für Schule und Fortbildung sind Sprachmodelle, Chatbots, Bildgeneratoren, Spracherkennung, Übersetzungssysteme, adaptive Lernsysteme und KI-gestützte Feedbackwerkzeuge.

Die Begriffe Maschinelles Lernen, Deep Learning und Neuronales Netz werden oft gemeinsam genannt. Maschinelles Lernen beschreibt Verfahren, bei denen Systeme aus Daten Muster ableiten. Deep Learning ist ein Teilbereich des maschinellen Lernens, der mit mehrschichtigen künstlichen neuronalen Netzen arbeitet. Für die Schule ist wichtig: KI „versteht“ Inhalte nicht wie ein Mensch. Sie berechnet wahrscheinliche Ausgaben auf Grundlage von Trainingsdaten, Modellarchitektur und Eingabe. Deshalb können KI-Ausgaben plausibel wirken und trotzdem falsch, einseitig oder unvollständig sein.


KI-Literacy

KI-Literacy bedeutet, KI-Systeme sachgerecht, kritisch, kreativ und verantwortungsvoll nutzen zu können. Dazu gehören technisches Grundverständnis, ethische Reflexion, Datenschutzbewusstsein, fachliche Prüfung, transparente Dokumentation und die Fähigkeit, Lernprozesse mit KI zu gestalten. Für Lehrkräfte bedeutet KI-Literacy auch, Unterricht so zu planen, dass Lernende nicht nur KI benutzen, sondern über KI nachdenken, KI-Ergebnisse bewerten und eigene Urteile entwickeln.


Pädagogischer Kern: Lernziel vor Tool

Der wichtigste Grundsatz lautet: Erst das Lernziel, dann das KI-Werkzeug. KI darf nicht eingesetzt werden, nur weil sie verfügbar ist. Eine sinnvolle Unterrichtsentscheidung beginnt mit der Frage, was Lernende am Ende besser verstehen, anwenden oder reflektieren sollen. Danach wird geprüft, ob ein KI-Werkzeug dieses Ziel unterstützt. Ein guter KI-Einsatz macht Lernprozesse sichtbar, stärkt Selbstständigkeit, fördert Feedback und eröffnet neue Zugänge. Ein schlechter KI-Einsatz ersetzt Denken durch Kopieren.


Das 4-Felder-Modell für schulische KI-Praxis

  1. Lernziel: Was sollen die Lernenden fachlich, methodisch oder sozial lernen?
  2. Lernaktivität: Welche Tätigkeit führt wirklich zum Lernen, zum Beispiel Vergleichen, Prüfen, Erklären, Gestalten oder Argumentieren?
  3. KI-Rolle: Soll KI als Ideengeber, Tutor, Feedbackpartner, Übersetzer, Simulationspartner, Differenzierungswerkzeug oder Reflexionsanlass dienen?
  4. Verantwortung: Wer prüft die Qualität, schützt Daten, dokumentiert Nutzung und trifft die pädagogische Entscheidung?

Dieses Modell hilft, KI nicht als Ersatz für Unterricht zu betrachten. Die Lehrkraft bleibt verantwortlich für Ziel, Aufgabe, Rahmen, Gesprächskultur, Bewertung und Schutz der Lernenden. KI kann unterstützen, aber sie übernimmt keine pädagogische Verantwortung.


Typische KI-Rollen im mobilen Lernen

  1. Ideengeber: KI liefert erste Vorschläge, Fragen, Beispiele oder Strukturideen, die Lernende kritisch weiterentwickeln.
  2. Tutor: KI erklärt Begriffe in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und stellt Rückfragen.
  3. Feedbackpartner: KI gibt Hinweise zu Verständlichkeit, Struktur, Argumentation oder Sprache, ohne die Endbewertung zu ersetzen.
  4. Simulationspartner: KI übernimmt eine Rolle in einem Dialog, etwa als historische Figur, Interviewpartnerin, Kundin oder Diskussionsgegner.
  5. Differenzierungswerkzeug: KI passt Texte sprachlich an, schlägt Hilfen vor oder erzeugt Zusatzaufgaben.
  6. Reflexionsspiegel: KI-Ausgaben werden analysiert, verglichen und verbessert, damit Lernende Grenzen und Bias erkennen.


Fortbildungssnack: Kompakter Ablauf für Lehrkräfte

Ein Fortbildungssnack ist eine kurze, fokussierte Fortbildungseinheit. Für „Mobiles Lernen mit KI“ eignet sich ein Format von etwa 30 bis 45 Minuten. Es verbindet Aktivierung, Erprobung, Reflexion und Transfer.

  1. Einstieg: Eine konkrete Unterrichtssituation wird gezeigt, zum Beispiel „Eine Lerngruppe soll mit Tablets eine Exkursion dokumentieren und KI für Reflexionsfragen nutzen.“
  2. Impuls: Die Teilnehmenden sehen das Video oder einen kurzen Ausschnitt daraus und notieren Chancen, Risiken und offene Fragen.
  3. Erprobung: Lehrkräfte testen einen vorbereiteten Prompt auf einem mobilen Gerät.
  4. Qualitätsprüfung: Die KI-Ausgabe wird fachlich, sprachlich, ethisch und datenschutzbezogen überprüft.
  5. Transfer: Jede Lehrkraft formuliert eine eigene Mini-Aktivität für den nächsten Unterricht.
  6. Reflexion: Die Gruppe einigt sich auf gemeinsame Regeln für KI-Nutzung, Dokumentation und Feedback.


Beispiel für einen 35-Minuten-Ablauf

  1. Ankommen: Drei-Minuten-Abfrage: „Wo begegnet Dir KI im Unterricht bereits?“
  2. Videoimpuls: Fünf Minuten mit dem eingebetteten Lehrerfortbildungssnack.
  3. Partnerarbeit: Acht Minuten Prompt-Test zu einer Unterrichtsaufgabe.
  4. Auswertung: Zehn Minuten Qualitätscheck mit Kriterienkarte.
  5. Transfer: Fünf Minuten Planung einer eigenen mobilen KI-Aktivität.
  6. Exit Ticket: Vier Minuten: „Eine Chance, ein Risiko, ein nächster Schritt.“


Unterrichtsszenarien für mobiles Lernen mit KI


Szenario 1: KI als Lesecoach

In einem sprachsensiblen Unterricht erhalten Lernende einen Fachtext auf dem Tablet. Sie markieren schwierige Begriffe, formulieren Fragen und lassen sich von einem zugelassenen KI-Werkzeug Erklärungen in einfacher Sprache vorschlagen. Danach prüfen sie, ob die Erklärung fachlich korrekt ist, ergänzen Beispiele und erstellen eine eigene Lernkarte. Die Aufgabe lautet nicht: „Lass Dir alles erklären“, sondern: „Verbessere eine KI-Erklärung so, dass sie fachlich stimmt und für Deine Lerngruppe verständlich ist.“


Szenario 2: Exkursion mit KI-gestütztem Forschertagebuch

Bei einer Exkursion dokumentieren Lernende Beobachtungen mit Fotos, Audionotizen oder kurzen Texten. Später verwenden sie KI, um aus ihren eigenen Notizen Forschungsfragen zu entwickeln. Wichtig ist: Personenbezogene Daten, Gesichter, Namen und sensible Standortinformationen werden nicht in offene KI-Systeme eingegeben. Die Lernenden unterscheiden zwischen eigener Beobachtung, KI-Vorschlag und fachlicher Überprüfung. So entsteht ein reflektiertes Portfolio.


Szenario 3: Feedbackschleife im Schreibunterricht

Lernende schreiben einen eigenen Text und lassen sich zu einem klar begrenzten Kriterium Feedback geben, zum Beispiel zu Aufbau, rotem Faden oder Verständlichkeit. Anschließend vergleichen sie KI-Feedback mit Peer-Feedback. Die Endfassung enthält eine kurze Reflexion: Welche Hinweise waren hilfreich? Welche waren falsch oder zu allgemein? Was wurde übernommen, verändert oder verworfen? Diese Reflexion macht den Lernprozess sichtbar und verhindert, dass KI nur als Abkürzung genutzt wird.


Szenario 4: Mathematische Erklärvideos planen

In Mathematik können Lernende mit dem Tablet eine Aufgabe lösen und danach KI nutzen, um ein Drehbuch für ein kurzes Erklärvideo zu entwerfen. Sie müssen alle Rechenschritte selbst prüfen, Fachsprache ergänzen und Fehler korrigieren. Die KI dient als Strukturhilfe, nicht als Lösungsautomat. Bewertet werden Verständnis, Darstellung, Begründung und Korrekturkompetenz.


Szenario 5: Fremdsprachenlernen mit Dialogrollen

Im Fremdsprachenunterricht kann KI eine Dialogrolle übernehmen, zum Beispiel Tourist, Ärztin, Interviewpartner oder Bewerberin. Lernende üben mündliche oder schriftliche Kommunikation und reflektieren anschließend Wortschatz, Höflichkeit, Grammatik und kulturelle Angemessenheit. Mobile Geräte ermöglichen kurze Übungsphasen, Audioaufnahmen und individuelle Wiederholung.


Szenario 6: Naturwissenschaftliche Hypothesen prüfen

In Biologie, Chemie oder Physik formulieren Lernende eine Hypothese, führen ein Experiment durch und nutzen KI zur Strukturierung des Protokolls. Die Messdaten selbst müssen korrekt erhoben, dokumentiert und interpretiert werden. KI darf keine Daten erfinden. Eine gute Aufgabe verlangt den Vergleich zwischen realer Beobachtung, KI-Vorschlag und Fachmodell.


Gute Promptpraxis

Ein Prompt ist die Eingabe, mit der Du ein KI-System steuerst. Gute Prompts sind klar, kontextbezogen und überprüfbar. Für die Schule ist besonders wichtig, dass keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten eingegeben werden. Ein Prompt sollte außerdem deutlich machen, welche Rolle die KI übernehmen soll und welche Grenzen gelten.


Prompt-Bausteine

  1. Rolle: „Du bist ein fachlich genauer Lerncoach für Klasse 8.“
  2. Ziel: „Hilf mir, eine Aufgabe zu verstehen, ohne die Lösung direkt zu verraten.“
  3. Kontext: „Es geht um lineare Funktionen und die Bedeutung von Steigung.“
  4. Kriterien: „Verwende einfache Sprache, stelle zwei Rückfragen und gib ein Beispiel.“
  5. Format: „Antworte in drei kurzen Abschnitten.“
  6. Grenze: „Erfinde keine Quellen und kennzeichne Unsicherheiten.“


Beispielprompt für Lehrkräfte

Prompt: „Erstelle eine 15-minütige mobile Lernaktivität für eine Klasse 9 zum Thema Fake News. Die Lernenden sollen mit Tablets arbeiten, KI-Ausgaben kritisch prüfen und am Ende drei Kriterien für glaubwürdige Informationen formulieren. Berücksichtige Datenschutz, Partnerarbeit und eine kurze Reflexion. Gib keine fertigen Schülerlösungen, sondern eine Aufgabenstruktur.“


Beispielprompt für Lernende

Prompt: „Ich lerne das Thema Photosynthese. Stelle mir drei Verständnisfragen, warte nach jeder Frage auf meine Antwort und gib nur Hinweise, keine vollständige Lösung. Erkläre Fachbegriffe einfach, aber fachlich korrekt. Wenn Du unsicher bist, sage das.“


Qualität prüfen: KI-Ausgaben beurteilen

KI-Ausgaben müssen überprüft werden. Eine überzeugende Antwort kann falsche Fakten, erfundene Quellen, einseitige Perspektiven oder unpassende Vereinfachungen enthalten. In der Schule sollte deshalb eine feste Prüfroutine verwendet werden.


Die 5-Punkte-Prüfung

  1. Fachlichkeit: Stimmt die Aussage mit gesichertem Fachwissen überein?
  2. Begründung: Werden Behauptungen erklärt, belegt oder nachvollziehbar hergeleitet?
  3. Perspektive: Gibt es Auslassungen, Verzerrungen oder einseitige Sichtweisen?
  4. Datenschutz: Wurden keine personenbezogenen, vertraulichen oder sensiblen Daten verwendet?
  5. Lernwert: Hilft die Ausgabe wirklich beim Verstehen oder ersetzt sie nur eigene Arbeit?


Umgang mit Fehlern und Halluzinationen

Halluzinationen sind KI-Ausgaben, die plausibel klingen, aber sachlich falsch oder erfunden sind. Im Unterricht können sie produktiv genutzt werden, wenn Lernende lernen, sie zu erkennen. Eine sinnvolle Aufgabe lautet: „Finde drei Aussagen, die Du überprüfen musst, und beschreibe, wie Du sie prüfen würdest.“ So wird aus einem Risiko ein Lernanlass für Informationskompetenz.


Datenschutz, Recht und Verantwortung

Der Einsatz von KI in der Schule berührt Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Jugendschutz, Barrierefreiheit und schulische Zuständigkeiten. Konkrete Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland, Schulträger, Dienstvereinbarung und eingesetztem System. Deshalb gilt: Nutze nur Werkzeuge, die in Deiner Schule oder Deinem Bundesland freigegeben sind, und kläre Zuständigkeiten vor dem Einsatz.


Datenschutzprinzipien für die Praxis

  1. Datenminimierung: Gib nur ein, was wirklich nötig ist.
  2. Anonymisierung: Verwende keine Namen, Gesichter, Adressen, Leistungsdaten oder Gesundheitsdaten von Lernenden in offenen KI-Systemen.
  3. Transparenz: Mache sichtbar, wann und wofür KI genutzt wurde.
  4. Zweckbindung: Nutze Daten nur für den vereinbarten schulischen Zweck.
  5. Aufsicht: Lass Lernende nicht unbegleitet mit ungeprüften KI-Systemen arbeiten.
  6. Dokumentation: Halte fest, welches Tool, welche Aufgabe und welche Regeln verwendet wurden.


Orientierung durch Bildungs- und Rechtsrahmen

Die KMK hat 2024 den Umgang mit KI in schulischen Bildungsprozessen aufgegriffen und dabei Lernen, Didaktik, Prüfungskultur, Professionalisierung von Lehrkräften sowie rechtliche Rahmenbedingungen als zentrale Themen benannt. Der EU AI Act stärkt den Gedanken der KI-Kompetenz, weil Anbieter und Betreiber von KI-Systemen Maßnahmen für ausreichende KI-Literacy der beteiligten Personen treffen sollen. Die Datenschutzkonferenz hat Orientierungshilfen veröffentlicht, die datenschutzrechtliche Kriterien für Auswahl und Einsatz von KI-Anwendungen beschreiben. Für die Schulpraxis heißt das: KI-Nutzung braucht pädagogische Ziele, rechtliche Prüfung, technische Sicherheit und Fortbildung.


Prüfungskultur und Leistungsbewertung

KI verändert Leistungsbewertung, weil reine Ergebnisprodukte schwerer einer einzelnen Person zugeordnet werden können. Deshalb sollte Bewertung stärker den Prozess einbeziehen: Planung, Entwurf, Quellenarbeit, Promptverlauf, Überarbeitung, Reflexion, mündliche Erläuterung und Transfer. Eine gute Prüfungskultur fragt nicht nur: „Ist das Endprodukt richtig?“, sondern auch: „Wie bist Du vorgegangen? Was hast Du geprüft? Welche Entscheidungen hast Du begründet?“


Bewertbare Lernprodukte mit KI

  1. KI-Nutzungsprotokoll: Lernende dokumentieren, wann KI verwendet wurde und wofür.
  2. Promptportfolio: Lernende sammeln Prompts, KI-Antworten, Korrekturen und Reflexionen.
  3. Mündliche Prüfung: Lernende erläutern ihr Produkt und begründen Entscheidungen.
  4. Transferaufgabe: Lernende wenden ihr Ergebnis auf eine neue Situation an.
  5. Fehleranalyse: Lernende identifizieren und korrigieren problematische KI-Ausgaben.
  6. Peer-Review: Lernende prüfen Ergebnisse gegenseitig mit klaren Kriterien.


KI-Kennzeichnung im Unterricht

Eine schulische KI-Kennzeichnung kann einfach gehalten werden. Lernende notieren zum Beispiel: „KI wurde genutzt für Ideensammlung, Strukturvorschlag und Sprachfeedback. Fachliche Aussagen wurden mit Schulbuch und Unterrichtsmaterial geprüft. Übernommen wurden nur Formulierungen, die ich verstanden und angepasst habe.“ Eine solche Kennzeichnung fördert Metakognition und Integrität.


Inklusion und Bildungsgerechtigkeit

KI kann Inklusion unterstützen, wenn sie Lernenden verschiedene Zugänge eröffnet: Vorlesen, Übersetzen, Vereinfachen, Strukturieren, Wiederholen, Visualisieren oder individuelles Üben. Gleichzeitig kann KI Ungleichheiten verstärken, wenn leistungsfähige Geräte, stabile Internetzugänge, bezahlte Tools oder sprachliche Vorerfahrungen ungleich verteilt sind. Eine gerechte Schulpraxis achtet deshalb auf niedrigschwellige Zugänge, klare Regeln, gemeinsame Geräte, alternative Aufgabenwege und barrierearme Materialien.


Barrierearme KI-Aufgaben

  1. Mehrkanaliges Lernen: Kombiniere Text, Audio, Bild und mündliche Erklärung.
  2. Sprachsensibler Unterricht: Biete Begriffslisten, Satzstarter und Beispiele an.
  3. Kognitive Entlastung: Zerlege komplexe Aufgaben in überschaubare Schritte.
  4. Wahlmöglichkeiten: Erlaube unterschiedliche Produktformen, zum Beispiel Lernkarte, Audio, Poster oder Video.
  5. Reflexion: Frage nicht nur nach dem Ergebnis, sondern nach dem gewählten Lernweg.


Schulentwicklung: Von Einzelversuchen zu gemeinsamen Regeln

Einzelne motivierte Lehrkräfte können viel erproben, aber nachhaltige KI-Nutzung braucht Schulentwicklung. Schulen sollten gemeinsame Leitlinien entwickeln: Welche Tools sind erlaubt? Welche Daten dürfen nicht verwendet werden? Wie wird KI-Nutzung gekennzeichnet? Wie verändern sich Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Projekte? Welche Fortbildungen brauchen Lehrkräfte? Wie werden Eltern und Lernende einbezogen?


Bausteine einer schulischen KI-Leitlinie

  1. Zielbild: Warum nutzt die Schule KI und welche pädagogischen Werte gelten?
  2. Toolauswahl: Welche Systeme sind geprüft, freigegeben und altersangemessen?
  3. Datenschutz: Welche Daten dürfen verarbeitet werden und welche nicht?
  4. Unterricht: Welche Lernaktivitäten werden empfohlen?
  5. Leistungsbewertung: Wie werden KI-Anteile dokumentiert und bewertet?
  6. Fortbildung: Welche Kompetenzen erwerben Lehrkräfte systematisch?
  7. Evaluation: Wie prüft die Schule Wirkung, Risiken und Weiterentwicklungsbedarf?


Praxischeckliste für Deinen nächsten Unterricht

  1. Lernziel: Ich kann klar sagen, welches Lernziel durch KI unterstützt wird.
  2. Toolfreigabe: Das verwendete KI-Werkzeug ist schulisch erlaubt oder geprüft.
  3. Datenschutz: Die Aufgabe funktioniert ohne personenbezogene Daten.
  4. Aufgabenformat: Die Lernenden müssen prüfen, begründen, gestalten oder reflektieren.
  5. Hilfen: Es gibt Promptstarter, Kriterien und Alternativen.
  6. Dokumentation: KI-Nutzung wird transparent festgehalten.
  7. Bewertung: Prozess, Reflexion und Transfer werden berücksichtigt.
  8. Nachbesprechung: Chancen, Fehler und Grenzen werden gemeinsam ausgewertet.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist der wichtigste Grundsatz beim Einsatz von KI im Unterricht? (Erst das Lernziel, dann das KI-Werkzeug) (!Erst das Gerät, dann der Unterricht) (!Erst die KI-Antwort, dann die Aufgabe) (!Erst die App, dann die Schule)




Was bedeutet mobiles Lernen im schulischen Kontext am treffendsten? (Lernen mit tragbaren digitalen Geräten in flexiblen Lernumgebungen) (!Lernen ausschließlich im Computerraum) (!Lernen ohne Lehrkraft) (!Lernen nur mit Smartphones zu Hause)




Welche Rolle kann KI sinnvoll im Schreibunterricht übernehmen? (Feedback zu klar festgelegten Kriterien geben) (!Die gesamte Bewertung der Lehrkraft ersetzen) (!Verbindliche Noten automatisch festlegen) (!Persönliche Daten der Lernenden speichern)




Was ist ein Prompt? (Eine Eingabe, mit der ein KI-System gesteuert wird) (!Ein Passwort für das Schulnetz) (!Ein digitales Klassenbuch) (!Ein automatischer Notenschlüssel)




Warum müssen KI-Ausgaben geprüft werden? (Weil sie plausibel wirken und trotzdem falsch sein können) (!Weil KI-Ausgaben immer absichtlich täuschen) (!Weil nur gedruckte Bücher Wissen enthalten) (!Weil mobile Geräte keine Lernprozesse unterstützen)




Welche Information sollte nicht in ein offenes KI-System eingegeben werden? (Ein vollständiger Name mit Leistungsdaten einer Schülerin) (!Ein anonymisiertes Beispielthema) (!Eine allgemeine Fachfrage) (!Ein selbst erfundener Beispielsatz)




Was fördert eine transparente KI-Nutzung? (Ein KI-Nutzungsprotokoll mit Zweck und Reflexion) (!Eine heimliche Nutzung ohne Erklärung) (!Eine automatische Übernahme aller Antworten) (!Ein Verbot jeder Rückfrage)




Welche Kompetenz gehört zur KI-Literacy? (KI-Ergebnisse kritisch beurteilen und verantwortungsvoll nutzen) (!KI-Ausgaben ungeprüft kopieren) (!Alle Aufgaben vollständig automatisieren) (!Fachwissen durch Toolwissen ersetzen)




Wie verändert KI die Prüfungskultur sinnvoll? (Prozess, Reflexion und Transfer werden stärker berücksichtigt) (!Nur Endprodukte werden ohne Gespräch bewertet) (!Hausaufgaben werden grundsätzlich abgeschafft) (!Mündliche Begründungen werden unnötig)




Was ist eine Halluzination bei KI-Systemen? (Eine plausible, aber falsche oder erfundene Ausgabe) (!Eine sichere Quellenangabe) (!Ein Datenschutzvertrag) (!Eine geprüfte Musterlösung)





Memory

KI-Literacy KI sachgerecht, kritisch und verantwortlich nutzen
Prompt Steuernde Eingabe für ein KI-System
Halluzination Plausible, aber falsche KI-Ausgabe
Mobiles Lernen Lernen mit tragbaren digitalen Geräten
Feedbackschleife Entwurf prüfen, verbessern und reflektieren
Datenminimierung Nur notwendige Daten verwenden
Promptportfolio KI-Nutzung und Überarbeitung dokumentieren
Lernziel Ausgangspunkt jeder Toolentscheidung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Lernziel klären Pädagogischer Startpunkt
Tool prüfen Zulässigkeit und Datenschutz
Prompt formulieren KI gezielt steuern
Ausgabe bewerten Fachlichkeit und Bias prüfen
Ergebnis überarbeiten Lernprodukt verbessern
Nutzung reflektieren Lernweg transparent machen




...


Kreuzworträtsel

Prompt Wie heißt die Eingabe, mit der ein KI-System gesteuert wird?
Didaktik Welcher Fachbegriff bezeichnet die Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens?
Feedback Welche Rückmeldung hilft beim Verbessern eines Lernprodukts?
Datenschutz Welcher Bereich schützt personenbezogene Informationen?
Reflexion Wie nennt man das bewusste Nachdenken über den eigenen Lernweg?
Bias Wie heißt eine systematische Verzerrung in Daten oder Ergebnissen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim mobilen Lernen werden tragbare digitale Geräte wie Tablets oder Smartphones für flexible

eingesetzt. Eine sinnvolle KI-Nutzung beginnt immer mit einem klaren

. Ein Prompt ist die

, mit der ein KI-System gesteuert wird. KI-Ausgaben müssen geprüft werden, weil sie plausibel wirken und trotzdem

sein können. Personenbezogene Daten von Lernenden gehören nicht in offene

. Eine gute Prüfungskultur berücksichtigt neben dem Produkt auch den

. KI-Literacy bedeutet, KI sachgerecht und

zu nutzen. In der Schule bleibt die pädagogische Verantwortung bei der

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Erstelle eine einseitige Begriffskarte zu KI-Literacy mit Definition, Beispiel und einem Risiko.
  2. Promptstarter: Formuliere drei einfache Prompts, die Lernenden helfen, ein Thema zu verstehen, ohne die Lösung direkt zu erhalten.
  3. Videoimpuls: Schaue Dir den eingebetteten Fortbildungssnack an und notiere drei Chancen und drei Grenzen mobiler KI-Nutzung.
  4. Datenschutzampel: Entwickle eine Ampel mit grünen, gelben und roten Beispielen für Daten, die in schulischen KI-Aufgaben verwendet oder vermieden werden sollten.


Standard

  1. Unterrichtsminiatur: Plane eine 20-minütige mobile KI-Aktivität für Dein Fach mit Lernziel, Sozialform, Prompt und Reflexionsfrage.
  2. Fehleranalyse: Erzeuge oder nutze eine KI-Erklärung zu einem Fachthema und markiere mindestens fünf Stellen, die geprüft, verbessert oder belegt werden müssen.
  3. Feedbackvergleich: Vergleiche KI-Feedback mit Peer-Feedback zu einem kurzen Schülertext und bewerte, welches Feedback hilfreicher ist.
  4. Promptportfolio: Dokumentiere drei Promptversionen zu derselben Aufgabe und erkläre, wie sich die Qualität der KI-Antwort verändert hat.


Schwer

  1. KI-Leitlinie: Entwirf einen Vorschlag für eine schulische KI-Leitlinie mit Regeln zu Datenschutz, Transparenz, Bewertung und Toolauswahl.
  2. Prüfungskultur: Entwickle eine Leistungsaufgabe, bei der KI erlaubt ist, aber Prozess, Reflexion und Transfer so bewertet werden, dass eigenständiges Lernen sichtbar bleibt.
  3. Inklusionskonzept: Plane ein mobiles KI-Lernszenario, das unterschiedliche Sprachstände, Unterstützungsbedarfe und Gerätezugänge berücksichtigt.
  4. Fortbildungssnack: Konzipiere selbst einen 35-minütigen Fortbildungssnack für Kolleginnen und Kollegen mit Einstieg, Erprobung, Qualitätscheck und Transfer.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Unterrichtsplanung: Erkläre an einem eigenen Fachbeispiel, warum die Entscheidung für ein KI-Tool erst nach der Formulierung des Lernziels getroffen werden sollte.
  2. Qualitätsprüfung: Analysiere eine KI-Antwort zu einem Unterrichtsthema und entwickle ein Prüfverfahren, mit dem Lernende Fachlichkeit, Perspektive und Quellenlage bewerten können.
  3. Datenschutzentscheidung: Beurteile ein Szenario, in dem Lernende personenbezogene Daten in ein KI-System eingeben sollen, und formuliere eine datensparsame Alternative.
  4. Prüfungskultur: Vergleiche eine klassische Hausaufgabe mit einer KI-offenen Projektaufgabe und erkläre, wie sich Bewertungskriterien verändern müssen.
  5. Schulentwicklung: Entwickle drei Maßnahmen, mit denen eine Schule von Einzelversuchen zu einer gemeinsamen, verantwortlichen KI-Praxis gelangen kann.
  6. Bildungsgerechtigkeit: Diskutiere, wie mobile KI-Nutzung Lernchancen erweitern, aber auch Ungleichheiten verstärken kann, und leite konkrete Gegenmaßnahmen ab.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Mobiles Lernen mit KI ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben kannst, sondern einen verantwortlichen KI-Einsatz begründest. Geeignet ist ein Portfolio aus Unterrichtsplanung, Promptbeispielen, Qualitätsprüfung, Datenschutzreflexion und Transfer. Der Lernnachweis sollte zeigen, dass Du ein Lernziel formulierst, eine passende mobile Aktivität planst, KI-Ausgaben kritisch prüfst, personenbezogene Daten schützt, KI-Nutzung transparent dokumentierst und Konsequenzen für Leistungsbewertung erklärst. Besonders überzeugend ist ein eigenes Unterrichtsszenario mit kurzer Erprobung, Auswertung und Verbesserung.




OERs zum Thema

Weiterführende offene und institutionelle Materialien:

  1. KMK: Bildung in der digitalen Welt und Handlungsempfehlung zu KI
  2. Europäische Kommission: AI Literacy Fragen und Antworten
  3. UNESCO: Guidance for generative AI in education and research
  4. UNESCO: AI competency framework for teachers
  5. Datenschutzkonferenz: Orientierungshilfen zu Künstlicher Intelligenz und Datenschutz



Links


Zusammenfassung

Mobiles Lernen mit KI verbindet tragbare digitale Geräte mit KI-gestützten Lernprozessen. Pädagogisch sinnvoll ist der Einsatz dann, wenn er von klaren Lernzielen ausgeht, Lernende aktiviert und Reflexion ermöglicht. KI kann erklären, strukturieren, übersetzen, Feedback geben, Dialoge simulieren und Differenzierung unterstützen. Gleichzeitig müssen Fehler, Halluzinationen, Bias, Datenschutzrisiken, unklare Urheberschaft und ungleiche Zugänge beachtet werden. Für die Schulpraxis sind gemeinsame Regeln, geprüfte Tools, transparente Dokumentation und eine angepasste Prüfungskultur entscheidend. Die Lehrkraft bleibt verantwortlich für Lernziele, Aufgabenqualität, pädagogische Begleitung und Bewertung.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>