Maggie's Farm - Bob Dylan Song Analysis


Maggie's Farm - Bob Dylan Song Analysis
Einleitung
Maggie’s Farm ist ein Folk-Rock-Song von Bob Dylan, der 1965 auf dem Album Bringing It All Back Home erschien. Der Song ist für eine Songanalyse besonders spannend, weil er mehrere Ebenen verbindet: eine scheinbar einfache Szene auf einer Farm, einen wiederholten Akt der Verweigerung, eine elektrisch verstärkte Blues-Form und einen historischen Moment, in dem Dylan die Erwartungen der Folk-Szene herausforderte.
In diesem aiMOOC analysierst Du Text, Musik, Kontext und Wirkung von Maggie’s Farm. Du lernst, wie ein Song gleichzeitig als persönliche Befreiungserklärung, als Kritik an Konformität, als Bild für Machtverhältnisse und als Wendepunkt in der Popmusikgeschichte gedeutet werden kann. Dabei ist wichtig: Eine gute Interpretation behauptet nicht einfach, was ein Lied „wirklich bedeutet“, sondern begründet ihre Deutung mit genauen Beobachtungen.

Das folgende Video dient als Einstieg in die Analyse von Maggie’s Farm und greift zentrale Stichworte wie Bob Dylan, Bringing It All Back Home, Newport Folk Festival 1965, Songinterpretation und Dylans künstlerische Entwicklung auf.
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Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du Maggie’s Farm als Lied, poetischen Text, Blues-Stück und kulturelles Ereignis untersuchen. Du kannst den Song historisch einordnen, zentrale Symbole erklären, mehrere Interpretationsansätze vergleichen und eine eigene begründete Deutungsthese formulieren.
- Hörverstehen: Du beschreibst Klang, Tempo, Stimme, Instrumentierung und Wirkung des Songs.
- Textanalyse: Du untersuchst Sprecherrolle, Wiederholung, Bildsprache und Figurenkonstellation.
- Kontextanalyse: Du ordnest den Song in Dylans Entwicklung, die Folk-Szene der 1960er Jahre und das Newport Folk Festival ein.
- Interpretationskompetenz: Du vergleichst verschiedene Deutungen und entwickelst eine eigene begründete Aussage.
- Medienkompetenz: Du nutzt Video, Audio und Bildquellen kritisch und unterscheidest Fakten, Deutungen und Legenden.
Basisdaten zum Song
Maggie’s Farm wurde von Bob Dylan geschrieben und im Januar 1965 aufgenommen. Im März 1965 erschien der Song auf seinem fünften Studioalbum Bringing It All Back Home. Das Album markiert eine wichtige Phase in Dylans Laufbahn, weil es akustische Folk-Traditionen mit elektrisch verstärkten Rock- und Blues-Elementen verbindet. Maggie’s Farm wurde später auch als Single veröffentlicht und erreichte in Großbritannien die Charts.
Musikalisch wird der Song oft als elektrisch verstärkter Blues oder als Folk-Rock beschrieben. Die Form arbeitet mit Wiederholung und Variation: Eine wiederkehrende Absage an die Arbeit auf der titelgebenden Farm wird in mehreren Strophen auf unterschiedliche Figuren bezogen. Dadurch entsteht eine klare Struktur, die zugleich offen für mehrere Deutungen bleibt.
Historischer Kontext
Bob Dylan vor 1965
Bob Dylan wurde Anfang der 1960er Jahre zu einer zentralen Figur der amerikanischen Folk- und Protestsong-Szene. Viele Hörerinnen und Hörer verbanden ihn mit akustischer Gitarre, Mundharmonika und gesellschaftskritischen Liedern. Songs wie Blowin’ in the Wind und The Times They Are a-Changin’ wurden mit Bürgerrechtsbewegung, Friedensbewegung und politischem Aufbruch verbunden.
Gerade dieser Erfolg führte aber auch zu Erwartungen: Dylan sollte für viele Menschen eine klare Stimme des Protests bleiben. Maggie’s Farm kann deshalb als Lied über das Problem gelesen werden, auf eine bestimmte Rolle festgelegt zu werden. Der Song sagt nicht einfach „Ich bin gegen etwas“, sondern zeigt eine Figur, die sich weigert, weiterhin in einem fremdbestimmten System mitzuspielen.
Das Album Bringing It All Back Home
Bringing It All Back Home erschien 1965 und gilt als ein Schlüsselalbum in Dylans Entwicklung. Auf der einen Seite steht die Tradition des Folk mit erzählerischen Texten, sprachlichen Bildern und politischem Hintergrund. Auf der anderen Seite treten elektrische Instrumente, Rock ’n’ Roll, rhythmischer Druck und ein stärkerer Bandsound hervor.
Maggie’s Farm gehört zu den Stücken, die diesen Übergang besonders deutlich machen. Der Song klingt rauer und direkter als viele ältere akustische Protestsongs. Er nutzt die Energie des Blues und des frühen Rock, um eine Haltung der Abgrenzung hörbar zu machen.
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Newport Folk Festival 1965
Beim Newport Folk Festival 1965 trat Dylan mit elektrisch verstärkter Band auf. Dieser Auftritt wurde zu einem der bekanntesten Streitpunkte der Musikgeschichte. Viele Darstellungen betonen, dass Teile des Publikums irritiert oder ablehnend reagierten. Dabei ging es nicht nur um Lautstärke oder Technik, sondern auch um Erwartungen: Sollte ein Folk-Künstler akustisch bleiben? Durfte Protestmusik mit elektrischem Rock verbunden werden? Wem „gehört“ eine musikalische Tradition?

Für die Analyse von Maggie’s Farm ist Newport wichtig, weil der Song dort als Zeichen einer künstlerischen Grenzüberschreitung wahrgenommen wurde. Dylan brach mit dem Bild des reinen akustischen Folk-Sängers. Dadurch wurde der Song zu einem Symbol für künstlerische Freiheit, Stilwandel und die Spannung zwischen Publikumserwartung und Selbstbestimmung.
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Textanalyse
Sprecherrolle und lyrisches Ich
Im Zentrum steht ein lyrisches Ich, das wiederholt seine Verweigerung ausdrückt. Diese Stimme wirkt entschlossen, ironisch und zugleich erschöpft. Sie beschreibt eine Welt, in der verschiedene Figuren Macht ausüben, Regeln setzen, Arbeit kontrollieren oder Anpassung verlangen. Der Song entfaltet dadurch keine lineare Geschichte mit klassischer Handlung, sondern eine Reihe von Szenen, in denen Herrschaft, Ausbeutung und Bevormundung sichtbar werden.
Das lyrische Ich ist nicht einfach eine Privatperson, die eine Arbeitsstelle verlässt. Es kann als Stimme gelesen werden, die gegen jede Form von Fremdbestimmung protestiert. Genau darin liegt die Stärke des Songs: Der konkrete Ort „Farm“ bleibt verständlich, wird aber zugleich zum Symbol.
Die Farm als Symbolraum
Die Farm im Titel ist mehr als ein landwirtschaftlicher Ort. Sie kann als Bild für ein System verstanden werden, in dem Menschen funktionieren sollen. Auf der Farm gibt es Arbeit, Kontrolle, soziale Hierarchie und Figuren, die Macht ausüben. Diese Figuren können als Mitglieder einer Familie gelesen werden, aber auch als Rollen in einem größeren gesellschaftlichen System: Chef, Autorität, Ideologin, Aufpasser, Besitzende oder Erwartungsgemeinschaft.
In einer allegorischen Lesart steht die Farm für Strukturen, die Menschen festlegen. In einer biografischen Lesart steht sie für den Druck, den Dylan durch die Folk- und Protestsong-Szene empfand. In einer gesellschaftskritischen Lesart kann sie für Arbeitsausbeutung, Rassismus, Anpassungsdruck oder autoritäre Ordnungen stehen. Eine gute Analyse hält diese Möglichkeiten offen und prüft, welche Text- und Klangbeobachtungen sie stützen.
Figuren und Machtverhältnisse
Die genannten Figuren bilden ein Netzwerk von Machtverhältnissen. Sie stehen nicht nur für einzelne Personen, sondern für verschiedene Formen der Kontrolle. Manche kontrollieren Arbeit, andere kontrollieren Moral, Geld, Regeln oder Identität. Das lyrische Ich reagiert darauf nicht mit einem politischen Programm, sondern mit einer klaren Absage.
Damit unterscheidet sich Maggie’s Farm von einem klassischen Protestsong, der eine Forderung, ein Ziel oder eine gemeinsame Bewegung formuliert. Der Song zeigt eher eine individuelle Verweigerung: Das Ich entzieht sich. Diese Verweigerung ist persönlich, politisch und künstlerisch zugleich.
Wiederholung und Variation
Die wiederkehrende Struktur ist ein zentrales Mittel. Jede Strophe verändert den Blick auf die Farm, aber die Grundhaltung bleibt gleich: Das Ich verweigert die Fortsetzung der alten Rolle. Diese Wiederholung erzeugt Nachdruck. Gleichzeitig entsteht durch Variation Bewegung, denn jede Strophe zeigt einen neuen Aspekt des Systems.
Für Deine Analyse kannst Du daher fragen: Was bleibt gleich? Was verändert sich? Welche Figuren werden genannt? Welche Formen von Zwang oder Anpassung treten auf? Wie verändert sich Deine Wahrnehmung des lyrischen Ichs von Strophe zu Strophe?
Musikalische Analyse
Electric Blues und Folk-Rock
Musikalisch verbindet Maggie’s Farm Elemente des Blues mit einem elektrisch verstärkten Bandsound. Der Song lebt von einem treibenden Groove, einer rauen Stimme und einer direkten Energie. Während ältere Folk-Protestsongs häufig durch akustische Klarheit und erzählerische Ruhe geprägt sind, wirkt Maggie’s Farm körperlicher, aggressiver und stärker auf Rhythmus zugespitzt.
Diese musikalische Energie unterstützt die Aussage des Textes. Die Verweigerung wird nicht nur ausgesprochen, sondern auch hörbar: durch Druck, Tempo, Wiederholung und den elektrischen Klang. Das ist ein wichtiger Punkt für jede Musikanalyse: Text und Musik dürfen nicht getrennt betrachtet werden, denn der Sinn entsteht aus ihrem Zusammenspiel.
Stimme und Haltung
Dylans Stimme ist kein glatter Schönklang im klassischen Sinn. Gerade dadurch wirkt sie ausdrucksstark. Sie kann spöttisch, trotzig, gelangweilt, wütend oder distanziert erscheinen. Diese Mehrdeutigkeit passt zum Text: Das lyrische Ich wirkt nicht wie eine Heldengestalt, sondern wie jemand, der genug hat und sich dem System entzieht.
Achte beim Hören auf Betonungen, Pausen, Tempo und Stimmfarbe. Frage Dich, ob die Stimme eher klagt, angreift, verspottet oder abbricht. Eine überzeugende Analyse beschreibt solche Höreindrücke genau und verbindet sie mit der Bedeutung.
Klang als Protestform
Der elektrische Klang war 1965 nicht nur eine technische Entscheidung. Er hatte eine kulturelle Bedeutung. Für viele Folk-Fans stand akustische Musik für Authentizität, Gemeinschaft und politische Ernsthaftigkeit. Elektrische Rockmusik wurde dagegen oft mit Kommerz, Lautstärke und Jugendkultur verbunden. Dylan stellte diese Trennung infrage.
In Maggie’s Farm wird der Klang selbst zu einer Form von Protest. Der Song verweigert nicht nur im Text alte Rollen, sondern verweigert auch musikalisch die Erwartung, wie ein „richtiger“ Folk-Protestsong zu klingen habe.
Interpretationsansätze
Künstlerische Selbstbefreiung
Eine häufige Deutung liest Maggie’s Farm als Dylans Abgrenzung von den Erwartungen seiner eigenen Anhängerschaft. Die Farm wäre dann ein Bild für die Folk-Szene, die von ihm weiterhin eindeutige Protestsongs erwartete. Das lyrische Ich sagt sinngemäß: Ich werde nicht länger eine Rolle erfüllen, die andere mir zuschreiben.
Diese Deutung passt besonders gut zum historischen Kontext von 1965. Dylan veränderte seinen Stil, arbeitete mit elektrischer Band und schrieb Texte, die stärker surreal, spielerisch und vieldeutig wurden. Maggie’s Farm wird so zu einem Lied über Autonomie in der Kunst.
Gesellschaftskritik und Arbeit
Eine zweite Deutung betrachtet den Song als Kritik an Arbeitsverhältnissen, Ausbeutung und Macht. Die Farm steht dann für eine Ordnung, in der Menschen schuften, kontrolliert und klein gehalten werden. Das lyrische Ich erkennt diese Ordnung und bricht mit ihr.
Diese Lesart lässt sich gut mit heutigen Fragen verbinden: Wo erleben Menschen Anpassungsdruck? Wie funktioniert Kontrolle in Schule, Arbeit, Medien oder Familie? Wann ist Verweigerung verantwortungsvoll, wann problematisch? Der Song fordert Dich dazu auf, über Freiheit und Abhängigkeit nachzudenken.
Konformität und Identität
Eine dritte Deutung betont das Thema Identität. Das lyrische Ich will nicht sein, was andere aus ihm machen wollen. Es widersetzt sich der Forderung, sich anzupassen. Dadurch wird der Song zu einer Reflexion über Konformität: Gesellschaften erwarten oft, dass Menschen Rollen übernehmen, Normen erfüllen und sich einordnen.
In dieser Perspektive ist Maggie’s Farm ein Song über Selbstbehauptung. Er fragt: Wie bleibe ich ich selbst, wenn andere mich vereinnahmen wollen? Diese Frage ist für Jugendliche, Künstlerinnen und Künstler, politische Bewegungen und Arbeitswelten bis heute relevant.
Vorsicht vor der einen richtigen Deutung
Maggie’s Farm ist vieldeutig. Genau deshalb eignet sich der Song für anspruchsvolle Analyse. Eine Interpretation kann überzeugend sein, wenn sie Beobachtungen am Text, am Klang und am historischen Kontext verbindet. Sie wird schwächer, wenn sie behauptet, der Song bedeute nur eine einzige Sache.
Für Deine eigene Deutung gilt: Formuliere eine klare These, prüfe Gegenargumente und zeige, warum Deine Lesart plausibel ist. Gute Interpretation bedeutet nicht, Mehrdeutigkeit zu beseitigen, sondern sie begründet zu ordnen.
Videoanalyse
Nutze das eingebettete Analysevideo als Medienquelle, aber übernimm seine Aussagen nicht ungeprüft. Ein Video kann eine gute Deutung anbieten, ersetzt jedoch nicht Deine eigene Analyse. Notiere beim Anschauen drei Arten von Aussagen: Fakten zum Song, Beobachtungen zur Musik und interpretierende Deutungen.
Stelle anschließend kritische Fragen: Welche Belege nennt das Video? Welche historischen Informationen werden vorausgesetzt? Wird zwischen Fakt und Meinung unterschieden? Welche Aspekte fehlen? Dadurch trainierst Du Medienkritik und Argumentationsfähigkeit.
Analyseleitfaden
- Erster Höreindruck: Höre den Song ohne Notizen und beschreibe spontan Stimmung, Tempo und Wirkung.
- Formanalyse: Untersuche Wiederholung, Strophenstruktur und Variation.
- Sprecheranalyse: Beschreibe das lyrische Ich und seine Haltung.
- Symbolanalyse: Erkläre, wofür die Farm stehen kann.
- Musikanalyse: Verbinde Rhythmus, Instrumentierung, Stimme und Klang mit der Aussage.
- Kontextanalyse: Beziehe Album, Jahr 1965 und Newport ein.
- Deutungsthese: Formuliere einen Satz, der Deine Interpretation zusammenfasst.
- Belegtechnik: Begründe Deine These mit paraphrasierten Textbeobachtungen und Höreindrücken.
- Vergleich: Vergleiche Studiofassung, Livefassung oder Coverversionen.
- Reflexion: Übertrage die zentrale Frage nach Anpassung und Freiheit auf heutige Situationen.
Urheberrecht und wissenschaftliches Arbeiten
Der vollständige Songtext von Maggie’s Farm ist urheberrechtlich geschützt. Für eine schulische oder wissenschaftliche Analyse solltest Du daher nicht den vollständigen Text übernehmen. Arbeite stattdessen mit kurzen Beobachtungen, Paraphrasen, eigenen Formulierungen und genauen Verweisen auf Struktur, Klang und Motive. So zeigst Du Analysekompetenz und respektierst zugleich Urheberrecht und angemessene Zitierpraxis.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wer schrieb den Song Maggie’s Farm? (Bob Dylan) (!Pete Seeger) (!Joan Baez) (!Paul McCartney)
Auf welchem Album erschien Maggie’s Farm zuerst? (Bringing It All Back Home) (!Highway 61 Revisited) (!Blonde on Blonde) (!Nashville Skyline)
In welchem Jahr erschien Maggie’s Farm auf dem Album? (1965) (!1962) (!1969) (!1975)
Welche musikalische Beschreibung passt besonders gut zu Maggie’s Farm? (Elektrisch verstärkter Blues und Folk-Rock) (!Reines Streichquartett) (!Barocke Opernarie) (!Elektronischer Techno)
Was drückt die wiederkehrende Absage des lyrischen Ichs vor allem aus? (Verweigerung gegenüber Fremdbestimmung) (!Freude an landwirtschaftlicher Arbeit) (!Sehnsucht nach höfischem Leben) (!Beschreibung einer Urlaubsreise)
Warum ist das Newport Folk Festival 1965 für den Songkontext wichtig? (Dylan trat dort elektrisch verstärkt auf und löste Kontroversen aus) (!Dylan gewann dort einen Filmpreis) (!Dylan veröffentlichte dort sein erstes Buch) (!Dylan beendete dort seine Karriere)
Wofür kann die Farm in vielen Interpretationen stehen? (Für ein System aus Arbeit Kontrolle und Anpassungsdruck) (!Für einen neutralen Landschaftsbericht) (!Für eine Anleitung zum Gemüseanbau) (!Für eine rein romantische Idylle)
Welche Vorgehensweise ist für eine überzeugende Songanalyse besonders wichtig? (Text Musik und Kontext miteinander verbinden) (!Nur die Chartplatzierung auswendig lernen) (!Nur die Länge des Songs messen) (!Nur den Titel übersetzen)
Warum gibt es zu Maggie’s Farm mehrere plausible Deutungen? (Der Song arbeitet mit offenen Symbolen und vieldeutigen Bildern) (!Der Song hat keinen Text) (!Der Song besteht nur aus Instrumentalmusik) (!Der Song nennt eine eindeutige Lösung für alle Fragen)
Welche Entwicklung in Dylans Karriere wird durch Maggie’s Farm besonders sichtbar? (Die Abkehr von festen Erwartungen an den akustischen Protestsänger) (!Der Wechsel zur klassischen Oper) (!Der Beginn einer Sportkarriere) (!Der Rückzug aus jeder öffentlichen Musik)
Memory
| Bob Dylan | Songautor |
| Maggie’s Farm | Symbolischer Arbeitsort |
| Bluesform | Wiederholung und Variation |
| Newport 1965 | Elektrische Kontroverse |
| Lyrisches Ich | Verweigernde Stimme |
| Bringing It All Back Home | Album von 1965 |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Songautor | Bob Dylan |
| Album | Bringing It All Back Home |
| Musikalische Form | Electric Blues |
| Festivalkontext | Newport Folk Festival |
| Hauptmotiv | Verweigerung |
Kreuzworträtsel
| Dylan | Wer schrieb den Song Maggie’s Farm? |
| Blues | Welche Musiktradition prägt die Form des Songs stark? |
| Farm | Welcher Ort steht im Titel als Symbolraum? |
| Newport | Welches Festival wurde 1965 zum Streitpunkt? |
| Refrain | Wie nennt man eine wiederkehrende Liedpassage? |
| Metapher | Wie nennt man ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Höreindruck: Höre den Song einmal vollständig und notiere fünf Adjektive, die Klang, Stimme und Wirkung beschreiben.
- Symbolsammlung: Sammle Begriffe aus den Bereichen Farm, Arbeit, Familie und Kontrolle und erkläre, welche davon symbolisch wirken.
- Kontextkarte: Erstelle eine einfache Mindmap zu Bob Dylan, Folk, Blues, Rock und Newport 1965.
- Videoimpuls: Sieh Dir das eingebettete Analysevideo an und notiere drei Aussagen, die Dir beim Verstehen des Songs helfen.
Standard
- Strophenanalyse: Untersuche, wie sich die Machtverhältnisse von Strophe zu Strophe verändern und formuliere dazu eine Deutungsthese.
- Musikanalyse: Beschreibe Rhythmus, Stimme und elektrische Instrumentierung und erkläre, wie sie die Verweigerung des lyrischen Ichs verstärken.
- Vergleich: Vergleiche die Studiofassung mit einer Livefassung aus dem Newport-Kontext und arbeite Unterschiede in Tempo, Energie und Wirkung heraus.
- Debatte: Führt eine Pro-Contra-Diskussion zur Frage, ob ein Künstler die Erwartungen seines Publikums erfüllen muss.
Schwer
- Interpretationsessay: Schreibe einen zusammenhängenden Essay zur These, dass Maggie’s Farm zugleich persönlicher Befreiungssong und Gesellschaftskritik ist.
- Historische Recherche: Recherchiere zur amerikanischen Folk-Revival-Szene der frühen 1960er Jahre und erkläre, warum Dylans elektrische Wende provozierte.
- Kreativtransfer: Gestalte ein eigenes Lied, Gedicht, Video oder Plakat zum Thema Anpassungsdruck und Selbstbestimmung, ohne Dylans Text zu kopieren.
- Medienkritik: Untersuche zwei Darstellungen des Newport-Auftritts und prüfe, ob sie eher Fakten, Legenden oder Bewertungen präsentieren.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre, warum die Verweigerung im Song mehr sein kann als die Kündigung eines Arbeitsplatzes.
- Perspektivwechsel: Beschreibe den Konflikt um Dylans elektrische Musik aus Sicht eines Folk-Fans, eines Rock-Musikers und Dylans selbst.
- Symboldeutung: Entwickle eine eigene Deutung der Farm als Symbol für eine heutige Institution, zum Beispiel Schule, Betrieb, Social Media oder Familie.
- Vergleichende Analyse: Vergleiche Maggie’s Farm mit einem aktuellen Song über Arbeit, Anpassung, Widerstand oder Identität und arbeite Gemeinsamkeiten heraus.
- Argumentation: Beurteile, ob musikalischer Stil selbst politisch wirken kann, und begründe Deine Antwort mit Beispielen aus dem Song.
- Reflexion: Formuliere eine Situation, in der Verweigerung notwendig sein kann, und eine Situation, in der Zusammenarbeit wichtiger ist.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Maggie’s Farm solltest Du zeigen, dass Du den Song nicht nur nacherzählst, sondern analysierst, deutest und in größere Zusammenhänge einordnest.
- Analysekompetenz: Du beschreibst Aufbau, Sprecherrolle, Wiederholung, Symbolik und Klang präzise.
- Kontextwissen: Du erklärst die Bedeutung von 1965, Bringing It All Back Home und dem Newport Folk Festival.
- Deutungskompetenz: Du formulierst eine eigene These und begründest sie mit Text-, Klang- und Kontextbeobachtungen.
- Urteilskompetenz: Du vergleichst mehrere Interpretationen und bewertest ihre Plausibilität.
- Medienkompetenz: Du nutzt Videos, Bilder und Sekundärinformationen kritisch und unterscheidest Fakten von Bewertungen.
- Gestaltungskompetenz: Du präsentierst Deine Ergebnisse verständlich, kreativ und urheberrechtsbewusst.
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