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Märchen im Deutschunterricht 1

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Märchen im Deutschunterricht 1




Einleitung

Märchen gehören zu den bekanntesten Textsorten im Deutschunterricht. Sie erzählen von wundersamen Begebenheiten, von mutigen Heldinnen und Helden, gefährlichen Gegenspielern, hilfreichen Tieren, magischen Gegenständen und schwierigen Prüfungen. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Märchen aufgebaut sind, welche Merkmale sie besitzen, wie Du sie untersuchst und wie Du selbst ein wirkungsvolles Märchen schreiben kannst.

Märchen sind mehr als einfache Kindergeschichten. Sie bewahren alte Erzähltraditionen, zeigen Wünsche und Ängste von Menschen und nutzen oft klare Gegensätze wie gut und böse, arm und reich, schwach und mächtig. Gerade deshalb eignen sie sich sehr gut, um im Deutschunterricht über Sprache, Erzählstruktur, Symbole, Figurengestaltung, Moral und Medienbildung zu arbeiten.

Dieser aiMOOC ist für den Deutschunterricht ab der Klasse 5/6 geeignet und kann auch in höheren Klassen zur vertieften Literaturanalyse, zur Schreibwerkstatt oder zur kritischen Auseinandersetzung mit traditionellen Erzählmustern genutzt werden.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was ein Märchen ist. Du erkennst typische Märchenmerkmale und kannst sie an Textstellen belegen. Du unterscheidest Volksmärchen und Kunstmärchen. Du beschreibst den Aufbau eines Märchens mit Ausgangssituation, Konflikt, Prüfung, Wendung und Lösung. Du untersuchst Figuren, Symbole und Erzählweise. Außerdem planst, schreibst und überarbeitest Du ein eigenes Märchen.


Was ist ein Märchen?

Ein Märchen ist ein meist kurzer Prosatext, der von wunderbaren, frei erfundenen Ereignissen erzählt. Viele Märchen wurden lange Zeit mündlich weitergegeben, bevor sie aufgeschrieben wurden. Deshalb findest Du in ihnen häufig einfache Satzstrukturen, Wiederholungen, feste Erzählformeln und gut einprägsame Motive.

Das Wort Märchen hängt sprachgeschichtlich mit dem mittelhochdeutschen Wort mære zusammen, das etwa Nachricht, Kunde oder Bericht bedeutet. Die Verkleinerungsform deutet an, dass es sich ursprünglich um eine kleine Erzählung handelt. Heute meint Märchen im literarischen Sinn aber keine unwichtige Geschichte, sondern eine traditionsreiche Erzählform.

Typisch für Märchen ist, dass die Handlung meistens nicht an einen bestimmten historischen Zeitpunkt oder einen genau benennbaren Ort gebunden ist. Ein Märchen beginnt häufig mit Formeln wie Es war einmal oder Vor langer, langer Zeit. Dadurch wird deutlich: Die Geschichte spielt in einer unbestimmten Märchenwelt, in der Zauber, sprechende Tiere, Verwandlungen und wundersame Rettungen möglich sind.


Volksmärchen und Kunstmärchen

Im Deutschunterricht ist die Unterscheidung zwischen Volksmärchen und Kunstmärchen besonders wichtig.

Begriff Erklärung Beispielhafte Merkmale
Volksmärchen Ein Volksmärchen wurde über längere Zeit mündlich überliefert. Die ursprüngliche Autorin oder der ursprüngliche Autor ist meist unbekannt. einfache Sprache, feste Formeln, klare Gegensätze, wiederkehrende Motive, häufig glücklicher Ausgang
Kunstmärchen Ein Kunstmärchen wurde bewusst von einer bekannten Autorin oder einem bekannten Autor geschrieben. persönlicher Stil, kunstvolle Sprache, manchmal offenes oder nachdenkliches Ende, häufig stärker ausgestaltete Figuren

Die berühmten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm sind eine Sammlung von Märchen, die Jacob Grimm und Wilhelm Grimm im 19. Jahrhundert veröffentlichten und mehrfach überarbeiteten. Im Unterricht werden sie oft als Beispiele für deutschsprachige Volksmärchen gelesen. Wichtig ist dabei: Auch gesammelte Volksmärchen wurden beim Aufschreiben sprachlich gestaltet, geordnet und teilweise verändert.


Märchen und mündliche Überlieferung

Bevor viele Märchen gedruckt wurden, erzählten Menschen sie mündlich weiter: in Familien, in Dorfgemeinschaften, auf Reisen, bei der Arbeit oder an langen Abenden. Beim mündlichen Erzählen verändern sich Geschichten leicht. Einzelne Szenen werden kürzer oder länger, Figuren wechseln Namen, Orte werden angepasst und besonders spannende Stellen werden ausgeschmückt. Darum gibt es von vielen Märchen unterschiedliche Varianten.

Mündliches Erzählen lebt von Stimme, Rhythmus, Pausen, Gestik und Mimik. Wenn Du ein Märchen laut vorliest oder frei erzählst, merkst Du schnell, warum Wiederholungen und klare Strukturen so wichtig sind: Sie helfen dem Publikum, der Handlung zu folgen.

Datei:Brüder Grimm - Rotkäppchen.ogg


Typische Märchenmerkmale

Nicht jedes Märchen besitzt alle Merkmale, aber viele Märchen nutzen eine ähnliche Kombination. Für eine gute Textanalyse reicht es nicht, nur Merkmale aufzuzählen. Du solltest immer zeigen, an welcher Textstelle Du ein Merkmal erkennst und welche Wirkung es hat.

Merkmal Erklärung Wirkung im Text
Erzählformel Märchen beginnen oder enden häufig mit festen Wendungen. Die Erzählung wirkt zeitlos und vertraut.
Unbestimmtheit Ort und Zeit bleiben oft ungenau. Die Geschichte kann überall und jederzeit gelten.
Wunder Zauber, Verwandlungen oder unmögliche Ereignisse werden selbstverständlich erzählt. Die Märchenwelt folgt eigenen Regeln.
Gegensatz Gut und Böse, Arm und Reich oder Klein und Groß stehen einander deutlich gegenüber. Konflikte werden leicht verständlich.
Prüfung Die Hauptfigur muss Aufgaben, Gefahren oder Versuchungen bestehen. Die Entwicklung der Figur wird sichtbar.
Helferfigur Tiere, alte Frauen, Zauberwesen oder Gegenstände unterstützen die Hauptfigur. Die Handlung bekommt überraschende Wendungen.
Zahlenmotiv Zahlen wie drei, sieben oder zwölf kommen häufig vor. Wiederholung und Ordnung prägen die Erzählung.
Belohnung und Bestrafung Gute Figuren werden oft belohnt, böse Figuren bestraft. Die Geschichte vermittelt ein klares Gerechtigkeitsmodell.
Schlussformel Viele Märchen enden mit einer festen Formel oder einem glücklichen Ausgang. Das Ende wirkt abgeschlossen und einprägsam.

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Aufbau eines Märchens

Viele Märchen folgen einem klaren Handlungsaufbau. Dieser Aufbau hilft Dir beim Verstehen, Nacherzählen und Schreiben.

Abschnitt Typische Funktion Leitfrage
Ausgangssituation Die Hauptfigur, ihre Lebenslage und oft ein Mangel werden vorgestellt. Wer lebt wie und was fehlt?
Konflikt Ein Problem entsteht, eine Aufgabe wird gestellt oder eine Gefahr erscheint. Was bringt die Handlung in Bewegung?
Aufbruch Die Hauptfigur verlässt den vertrauten Bereich oder muss handeln. Warum muss die Figur etwas wagen?
Prüfung Die Figur begegnet Hindernissen, Verboten, Rätseln oder Gegnern. Woran zeigt sich Mut, Klugheit oder Treue?
Hilfe Magische Helfer, gute Ratschläge oder besondere Gegenstände unterstützen die Figur. Wer oder was hilft weiter?
Wendung Die entscheidende Veränderung tritt ein. Wann kippt die Situation zum Guten oder Schlechten?
Lösung Der Konflikt wird beendet. Wie wird die Ordnung wiederhergestellt?
Schluss Das Märchen schließt häufig mit Belohnung, Hochzeit, Heimkehr oder Gerechtigkeit. Welche Bedeutung hat das Ende?

Wenn Du selbst ein Märchen schreibst, kannst Du diesen Aufbau als Schreibplan nutzen. Ein gutes Märchen braucht nicht viele Nebenschauplätze, sondern eine klare Handlung, starke Motive und eine deutliche Entwicklung.


Figuren im Märchen

Märchenfiguren sind häufig weniger psychologisch ausgearbeitet als Figuren in modernen Romanen. Sie werden oft über ihre Rolle in der Handlung beschrieben: eine mutige Tochter, ein armer Junge, eine böse Stiefmutter, ein kluger Zwerg, ein gefährlicher Wolf oder eine helfende Alte. Dadurch wirken sie einfach, aber nicht langweilig. Ihre Klarheit macht die Grundkonflikte sichtbar.

Figurenrolle Aufgabe im Märchen Mögliche Beispiele
Heldin oder Held trägt die Haupthandlung und muss eine Prüfung bestehen jüngstes Kind, arme Waise, mutige Schwester
Gegenspieler bedroht, täuscht oder behindert die Hauptfigur Wolf, Hexe, böser König, neidische Geschwister
Helferfigur gibt Rat, Zauberhilfe oder einen wichtigen Gegenstand Tier, Fee, alte Frau, Zwerg
Auftraggeber stellt eine Aufgabe oder löst den Aufbruch aus König, Vater, Mutter, geheimnisvolle Stimme
Nebenfigur verstärkt Konflikte oder zeigt Gegensätze Geschwister, Diener, Dorfbewohner

Achte bei der Analyse darauf, dass Figuren in Märchen oft typisiert sind. Sie stehen nicht nur für eine einzelne Person, sondern auch für Eigenschaften wie Mut, Neid, Treue, Gier, Klugheit oder Hilfsbereitschaft.


Sprache und Erzählweise

Die Sprache vieler Märchen ist klar, bildhaft und gut verständlich. Häufig gibt es kurze Sätze, direkte Rede, Wiederholungen und feste Formeln. Dadurch eignen sich Märchen besonders gut zum Vorlesen, Nacherzählen und freien Erzählen.

Typische sprachliche Mittel sind Wiederholung, Steigerung, Vergleich, Symbol, Kontrast und Parallelismus. Wenn eine Aufgabe dreimal wiederholt wird, steigt die Spannung. Wenn eine Figur immer wieder denselben Satz sagt, bleibt er im Gedächtnis. Wenn der Wald dunkel und tief beschrieben wird, entsteht eine Atmosphäre von Gefahr und Ungewissheit.


Märchenmotive und Symbole

Ein Motiv ist ein wiederkehrendes Element in Geschichten. Im Märchen begegnen Dir viele Motive, zum Beispiel der dunkle Wald, das verbotene Zimmer, der goldene Schlüssel, die sprechenden Tiere, die hilfreiche Alte, die drei Aufgaben, die Verwandlung oder die Reise in eine unbekannte Welt.

Ein Symbol ist ein Zeichen, das mehr bedeutet, als es auf den ersten Blick zeigt. Der Wald kann zum Beispiel für Gefahr, Prüfung oder das Unbekannte stehen. Ein Schlüssel kann Zugang zu Wissen, Geheimnis oder Veränderung bedeuten. Gold kann Reichtum, Glück oder Versuchung symbolisieren. Bei der Deutung solltest Du vorsichtig sein: Ein Symbol hat nicht immer nur eine einzige Bedeutung. Entscheidend ist der Zusammenhang im Text.


Beispiel: Rotkäppchen als Märchen untersuchen

Rotkäppchen ist ein bekanntes Märchen, an dem Du viele Märchenmerkmale erkennen kannst. Die Handlung beginnt mit einer scheinbar einfachen Aufgabe: Ein Mädchen soll der Großmutter etwas bringen. Der Weg durch den Wald führt jedoch in eine Gefahrensituation. Der Wolf tritt als Gegenspieler auf, täuscht die Hauptfigur und nutzt ihre Unvorsichtigkeit aus.

Für die Analyse kannst Du fragen: Welche Rolle spielt der Wald? Warum ist der Wolf gefährlich? Welche Warnung wird ausgesprochen? Wie entsteht Spannung? Welche Bedeutung hat die Rettung am Ende? So erkennst Du, dass ein Märchen nicht nur eine Handlung erzählt, sondern auch über Vertrauen, Gefahr, Regeln, Mut und Rettung nachdenken lässt.


Märchen von anderen Textsorten unterscheiden

Märchen stehen in Beziehung zu anderen Erzähltexten. Im Unterricht ist es hilfreich, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen.

Textsorte Kennzeichen Unterschied zum Märchen
Sage knüpft oft an konkrete Orte, Personen oder historische Ereignisse an Märchen bleiben meist zeitlich und räumlich unbestimmt
Legende erzählt häufig von religiös verehrten Personen oder Wundern Märchen sind nicht an einen religiösen Wahrheitsanspruch gebunden
Fabel Tiere handeln wie Menschen und vermitteln meist eine klare Lehre Märchen sind erzählerisch breiter und nicht immer auf eine einzige Moral reduziert
Fantasy erschafft oft umfangreiche Welten mit eigenen Regeln und langen Handlungsbögen Märchen sind meist kürzer, formelhafter und stärker auf Grundmotive konzentriert
Kurzgeschichte zeigt häufig einen Ausschnitt aus dem Alltag mit offenem Ende Märchen nutzen stärker Wunderbares, Formeln und klare Gegensätze


Märchen kritisch lesen

Märchen stammen aus früheren Zeiten und spiegeln deshalb auch ältere Vorstellungen von Familie, Macht, Geschlecht, Gehorsam, Strafe oder sozialem Aufstieg. Im modernen Deutschunterricht geht es nicht darum, alles unkritisch zu übernehmen. Du kannst Märchen genießen und zugleich fragen: Welche Rollen bekommen Mädchen und Jungen? Wer hat Macht? Wer wird belohnt? Wie wird Gewalt dargestellt? Welche Werte wirken heute noch überzeugend? Welche Vorstellungen sollten wir hinterfragen?

Eine kritische Märchenlektüre bedeutet, genau hinzusehen. Manchmal zeigen Märchen Mut, Solidarität und Hoffnung. Manchmal enthalten sie aber auch stereotype Rollenbilder oder harte Strafen. Beides kann im Unterricht besprochen werden. So lernst Du, literarische Texte nicht nur nachzuerzählen, sondern begründet zu beurteilen.


Märchen im Deutschunterricht

Märchen fördern viele Bereiche des Deutschunterrichts: Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Sprechen und Zuhören, Textanalyse, Medienkompetenz und Kreativität. Du kannst Märchen lesen, hören, erzählen, spielen, verfilmen, umschreiben, vergleichen oder in eine moderne Umgebung übertragen.

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Besonders wichtig ist das Belegen. Wenn Du behauptest, dass eine Figur mutig ist, solltest Du zeigen, an welcher Stelle sie mutig handelt. Wenn Du sagst, dass ein Märchen typische Merkmale besitzt, solltest Du diese Merkmale mit Beispielen aus dem Text verbinden. Gute Antworten im Deutschunterricht bestehen deshalb aus Behauptung, Beleg und Erklärung.


Schreibwerkstatt: Dein eigenes Märchen

Ein eigenes Märchen zu schreiben ist eine gute Übung, um Erzählstruktur, Spannungsaufbau und Sprache bewusst einzusetzen. Plane zuerst die Grundidee: Wer ist die Hauptfigur? Was fehlt ihr? Welche Aufgabe muss sie lösen? Welche Gefahr tritt auf? Welche Hilfe erhält sie? Wie endet die Geschichte?

  1. Hauptfigur: Erfinde eine Figur mit einem klaren Wunsch oder Problem.
  2. Märchenwelt: Wähle eine unbestimmte, geheimnisvolle Umgebung wie Wald, Schloss, Mühle, Dorf, Berg oder See.
  3. Konflikt: Entwickle eine Aufgabe, ein Verbot, eine Gefahr oder ein Rätsel.
  4. Märchenmotiv: Nutze ein Motiv wie Zaubergegenstand, sprechendes Tier, dreifache Prüfung oder Verwandlung.
  5. Sprache: Verwende passende Formeln, Wiederholungen und anschauliche Verben.
  6. Schluss: Sorge für eine stimmige Lösung, die zur Aussage Deines Märchens passt.

Überarbeite Dein Märchen anschließend. Prüfe, ob die Handlung verständlich ist, ob typische Märchenmerkmale vorkommen, ob direkte Rede sinnvoll eingesetzt wird und ob das Ende überzeugend wirkt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Volksmärchen? (Eine anonym überlieferte Erzählung aus mündlicher Tradition) (!Ein Zeitungsbericht über ein historisches Ereignis) (!Ein Gedicht mit festem Reimschema) (!Eine wissenschaftliche Erklärung eines Naturphänomens)




Welche Anfangsformel ist typisch für viele Märchen? (Es war einmal) (!Heute Morgen in Berlin) (!Laut einer Studie) (!Im folgenden Diagramm)




Was ist für die Zeit und den Ort vieler Märchen typisch? (Sie bleiben oft unbestimmt) (!Sie werden immer exakt datiert) (!Sie stehen immer in einer Fußnote) (!Sie müssen historisch nachweisbar sein)




Was unterscheidet ein Kunstmärchen besonders deutlich von einem Volksmärchen? (Es hat einen bekannten Autor) (!Es darf keine Fantasie enthalten) (!Es besteht nur aus Dialogen) (!Es muss immer gereimt sein)




Welche Funktion hat eine Prüfung in vielen Märchen? (Sie zeigt, ob die Hauptfigur eine Aufgabe bewältigt) (!Sie ersetzt die gesamte Handlung) (!Sie erklärt ausschließlich die Grammatik) (!Sie macht den Text zu einem Sachtext)




Welche Figur hilft der Hauptfigur häufig weiter? (Eine Helferfigur) (!Eine Quellenangabe) (!Ein Erzähldiagramm) (!Ein Inhaltsverzeichnis)




Warum kommen Wiederholungen in Märchen häufig vor? (Sie machen die Handlung einprägsam und steigern Spannung) (!Sie beweisen, dass der Text fehlerhaft ist) (!Sie ersetzen jede Figurenbeschreibung) (!Sie verhindern das mündliche Erzählen)




Was gehört zu einer guten Märchenanalyse? (Merkmale am Text belegen und ihre Wirkung erklären) (!Nur den Titel abschreiben) (!Alle Figuren alphabetisch sortieren) (!Die Handlung ohne Begründung bewerten)




Welcher Gegensatz ist in vielen Märchen besonders häufig? (Gut und Böse) (!Komma und Punkt) (!Tabelle und Diagramm) (!Vokal und Konsonant)




Was ist ein Märchenmotiv? (Ein wiederkehrendes Element wie Wald oder Zaubergegenstand) (!Ein zufälliger Druckfehler im Text) (!Eine mathematische Rechenregel) (!Eine Überschrift ohne Inhalt)





Memory

Volksmärchen anonym überliefert
Kunstmärchen bekannter Autor
Zaubergegenstand magische Hilfe
Prüfung Bewährungsaufgabe
Schlussformel Ende der Erzählung
Gegenspieler Hindernis für die Hauptfigur
Symbol tiefere Bedeutung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausgangslage Hauptfigur und Mangel
Aufbruch Aufgabe beginnt
Prüfung Gefahr und Entscheidung
Hilfe Zauberfigur oder Gegenstand
Lösung Konflikt wird überwunden




...


Kreuzworträtsel

Zauber Welches Element macht Unmögliches in vielen Märchen möglich?
Grimm Welcher Familienname ist mit Kinder- und Hausmärchen verbunden?
Heldin Wie nennt man eine weibliche Hauptfigur?
Prüfung Welche Aufgabe muss die Hauptfigur oft bestehen?
Formel Wie nennt man einen festen sprachlichen Beginn oder Schluss?
Symbol Wie nennt man ein Zeichen mit tieferer Bedeutung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Märchen ist ein kurzer

, der von wundersamen Ereignissen erzählt. Viele Volksmärchen wurden lange

überliefert. Typisch ist eine Anfangsformel wie

. Ort und Zeit bleiben häufig

. Die Hauptfigur muss oft eine

bestehen. Zaubergaben oder Helfer unterstützen die Figur mit

. Ein Kunstmärchen hat im Gegensatz zum Volksmärchen einen bekannten

. Bei der Analyse belegst Du Märchenmerkmale mit passenden

. Märchen arbeiten oft mit klaren Gegensätzen wie gut und

. Ein wiederkehrendes Element wie Wald oder Schlüssel heißt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Märchenmerkmale: Lies ein kurzes Märchen und markiere mindestens fünf typische Merkmale mit unterschiedlichen Farben.
  2. Erzählformel: Sammle drei typische Anfangsformeln und drei Schlussformeln und erkläre, welche Stimmung sie erzeugen.
  3. Figurensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einer Märchenfigur mit Eigenschaften, Zielen, Helfern und Gegnern.
  4. Märchenbild: Zeichne eine wichtige Szene aus einem Märchen und beschrifte mindestens fünf Märchenmerkmale im Bild.


Standard

  1. Märchenvergleich: Vergleiche zwei Märchen und untersuche, welche Merkmale, Motive und Figurenrollen ähnlich sind.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe eine Szene aus der Sicht einer Nebenfigur neu und achte auf passende Märchensprache.
  3. Märchenerzählen: Erzähle ein Märchen frei vor der Klasse und nutze Stimme, Pause, Gestik und Blickkontakt.
  4. Schreibwerkstatt: Plane und schreibe ein eigenes Märchen mit Ausgangssituation, Prüfung, magischer Hilfe und Lösung.


Schwer

  1. Märchenanalyse: Analysiere ein Märchen ausführlich und erkläre, wie Sprache, Aufbau und Symbole zusammenwirken.
  2. Moderne Adaption: Übertrage ein traditionelles Märchen in die Gegenwart und begründe, welche Elemente Du verändert hast.
  3. Medienvergleich: Vergleiche ein Märchen als Text mit einer Hörfassung oder Verfilmung und bewerte die Wirkung der Mediengestaltung.
  4. Märchenportfolio: Erstelle ein Portfolio mit Analyse, eigener Märchenfassung, Reflexion und Präsentation Deiner wichtigsten Erkenntnisse.



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Lernkontrolle

  1. Textanalyse: Untersuche ein unbekanntes Märchen und erkläre mit Textbelegen, welche Märchenmerkmale besonders wichtig sind.
  2. Figurenvergleich: Vergleiche die Hauptfigur und den Gegenspieler eines Märchens und zeige, wie der Konflikt dadurch entsteht.
  3. Symboldeutung: Deute ein zentrales Symbol wie Wald, Schlüssel, Brunnen, Gold oder Verwandlung im Zusammenhang der Handlung.
  4. Transfer: Erkläre, wie sich die Aussage eines Märchens verändert, wenn es in einer modernen Stadt statt in einer unbestimmten Märchenwelt spielt.
  5. Kritische Bewertung: Beurteile, welche Werte eines Märchens heute noch überzeugend wirken und welche kritisch betrachtet werden sollten.
  6. Produktionsorientierung: Schreibe eine neue Schlussszene zu einem Märchen und begründe, wie Deine Veränderung die Gesamtwirkung beeinflusst.
  7. Medienanalyse: Vergleiche die Wirkung einer gelesenen, gehörten und gespielten Märchenszene und erkläre Unterschiede in Sprache, Tempo und Spannung.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Märchen ist wichtig, dass Du nicht nur Inhalte wiedergibst, sondern Zusammenhänge erklärst und eigene Entscheidungen begründest.

  1. Fachwissen: Du erklärst zentrale Begriffe wie Märchen, Volksmärchen, Kunstmärchen, Motiv, Symbol und Erzählformel.
  2. Textbeleg: Du belegst Deine Aussagen mit passenden Textstellen.
  3. Analysekompetenz: Du untersuchst Aufbau, Figuren, Sprache, Motive und Wirkung.
  4. Vergleichskompetenz: Du vergleichst Märchen mit anderen Textsorten oder modernen Fassungen.
  5. Gestaltungskompetenz: Du schreibst oder erzählst ein eigenes Märchen mit erkennbaren Merkmalen.
  6. Reflexion: Du beurteilst Werte, Rollenbilder und Aussagen eines Märchens begründet.
  7. Präsentation: Du stellst Deine Ergebnisse verständlich, strukturiert und adressatengerecht vor.




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