Erzählung (Deutschunterricht)


Erzählung (Deutschunterricht)
Einleitung
Eine Erzählung ist eine grundlegende Form des Erzählens: Jemand erzählt jemand anderem, dass etwas geschehen ist. Im Deutschunterricht lernst Du, Handlungen so aufzubauen, dass Leserinnen und Leser ihnen folgen können, sich für Figuren interessieren und die Spannung bis zu einem passenden Höhepunkt erleben. Eine Erzählung kann frei erfunden sein, auf einem eigenen Erlebnis beruhen oder aus einer Vorlage wie einem Bild, einer Reizwortsammlung oder einem Textanfang entstehen.
Im Unterricht geht es nicht nur darum, „irgendeine Geschichte“ zu schreiben. Du lernst, wie Erzähler, Erzählperspektive, Ort, Zeit, Konflikt, Dialog, Beschreibung, Zeitgestaltung und sprachliche Mittel zusammenspielen. Eine gelungene Erzählung hat einen erkennbaren roten Faden, führt auf einen wichtigen Moment zu und endet so, dass die Handlung abgeschlossen oder bewusst offen bleibt.

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Was ist eine Erzählung?
Eine Erzählung stellt ein Geschehen in mündlicher oder schriftlicher Form dar. Dabei wird nicht nur aufgezählt, was passiert, sondern das Geschehen wird geordnet, ausgewählt und sprachlich gestaltet. In einer schulischen Erzählung sollst Du zeigen, dass Du eine Geschichte sinnvoll planen, spannend entfalten und verständlich ausformulieren kannst.
Erzählung als Textsorte im Deutschunterricht
Im Deutschunterricht begegnet Dir die Erzählung in unterschiedlichen Formen. Häufige Aufgabenformate sind die Erlebniserzählung, die Fantasiegeschichte, die Bildergeschichte, die Reizwortgeschichte, die Nacherzählung, die Fortsetzungsgeschichte und das Erzählen aus veränderter Erzählperspektive. Alle Formen haben gemeinsam, dass ein Geschehen gestaltet wird. Unterschiede entstehen durch die Vorlage, den Grad der Erfindung und die geforderte Perspektive.
Eine Erlebniserzählung geht von etwas aus, das wirklich passiert sein könnte oder tatsächlich passiert ist. Eine Fantasiegeschichte darf frei erfunden sein und kann ungewöhnliche Orte, magische Gegenstände oder überraschende Ereignisse enthalten. Eine Bildergeschichte verlangt, dass Du Bildinformationen in eine zusammenhängende Handlung verwandelst. Eine Reizwortgeschichte fordert Dich heraus, mehrere vorgegebene Wörter sinnvoll einzubauen, ohne dass sie wie Fremdkörper wirken.
Erzählen, Berichten und Beschreiben unterscheiden
| Textform | Hauptziel | Typische Sprache | Beispielhafte Frage |
|---|---|---|---|
| Erzählung | Ein Geschehen anschaulich und spannend darstellen | lebendig, bildhaft, mit Gefühlen, Gedanken und Dialogen | Was geschieht und wie erlebt eine Figur das Geschehen? |
| Bericht | Ein Ereignis sachlich, knapp und genau informieren | nüchtern, chronologisch, ohne Ausschmückung | Wer hat wann, wo, was, wie und warum getan? |
| Beschreibung | Eine Person, einen Ort, einen Gegenstand oder Vorgang genau darstellen | geordnet, genau, beobachtend | Wie sieht etwas aus oder wie funktioniert etwas? |
Der Unterschied ist wichtig: In einem Bericht sollst Du möglichst sachlich bleiben. In einer Erzählung darfst und sollst Du gestalten. Du kannst Gefühle zeigen, eine Szene ausdehnen, Dialoge einbauen, Spannung erzeugen und die Wahrnehmung einer Figur in den Mittelpunkt stellen.
Bausteine einer gelungenen Erzählung
Eine gute Erzählung entsteht aus mehreren Bausteinen. Diese Bausteine helfen Dir beim Planen, Schreiben und Überarbeiten. Sie gelten nicht als starres Rezept, aber sie geben Orientierung.
Handlung und roter Faden
Die Handlung ist das, was in der Erzählung geschieht. Sie sollte nicht aus zufälligen Einzelereignissen bestehen, sondern logisch miteinander verbunden sein. Der rote Faden sorgt dafür, dass die Leserinnen und Leser verstehen, warum eine Szene auf die nächste folgt. Meist entwickelt sich die Handlung aus einem Ausgangspunkt, einem Problem, einer Entscheidung oder einem Konflikt.
Ein einfacher Plan kann so aussehen: Eine Figur hat ein Ziel. Etwas steht diesem Ziel im Weg. Die Figur versucht, das Problem zu lösen. Es kommt zu einem Höhepunkt. Danach zeigt der Schluss, was sich verändert hat.
Figuren
Figuren tragen die Handlung. Damit sie glaubwürdig wirken, brauchen sie mehr als einen Namen. Du kannst zeigen, was sie wollen, wovor sie Angst haben, wie sie sprechen, wie sie handeln und wie sie auf andere reagieren. Gute Figuren werden nicht nur beschrieben, sondern auch durch ihr Verhalten sichtbar.
Statt nur zu schreiben „Mila war nervös“, kannst Du erzählen: „Mila presste die Mappe an ihre Brust. Ihre Finger rutschten immer wieder am glatten Karton ab, und vor der Klassenzimmertür blieb sie noch einmal stehen.“ So wird ein Gefühl durch Körperreaktion, Handlung und Detail gezeigt.
Ort und Atmosphäre
Der Ort ist mehr als eine Kulisse. Er kann die Stimmung beeinflussen und die Handlung voranbringen. Ein dunkler Flur, ein leerer Schulhof, ein lauter Bahnhof oder ein vertrautes Kinderzimmer erzeugen unterschiedliche Erwartungen. Durch genaue, aber sparsame Beschreibungen entsteht Atmosphäre.
Wichtig ist, dass die Beschreibung zur Handlung passt. Wenn eine Szene spannend sein soll, können Geräusche, Licht, Gerüche und Bewegungen helfen. Wenn eine Szene ruhig sein soll, können wenige, ausgewählte Details genügen.
Erzähler und Erzählperspektive
Der Erzähler ist die Stimme, die die Geschichte vermittelt. Er ist nicht automatisch identisch mit der Autorin oder dem Autor. Die Erzählperspektive entscheidet, was die Leserinnen und Leser wissen und wie nah sie an einer Figur sind.
- Ich-Erzähler: Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Leserinnen und Leser erleben die Handlung nah an einer Figur, wissen aber meist nur, was diese Figur weiß.
- Personales Erzählen: Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, aber die Wahrnehmung ist eng an eine Figur gebunden.
- Auktoriales Erzählen: Der Erzähler weiß mehr als die Figuren, kann kommentieren, vorausdeuten und die Leserinnen und Leser lenken.
- Neutrales Erzählen: Die Handlung wird eher beobachtend dargestellt, ohne Einblick in Gedanken und Gefühle.
Für den Deutschunterricht ist wichtig: Bleibe innerhalb einer Erzählung möglichst konsequent in Deiner Perspektive. Ein ungewollter Wechsel kann verwirrend wirken. Ein bewusster Perspektivwechsel kann spannend sein, muss aber klar gestaltet werden.
Zeitgestaltung
In einer Erzählung gibt es die erzählte Zeit und die Erzählzeit. Die erzählte Zeit ist die Zeitspanne, in der die Handlung stattfindet. Die Erzählzeit ist die Zeit, die man zum Lesen oder Erzählen braucht. Durch Zeitraffung, Zeitdehnung, Zeitdeckung, Rückblende und Vorausdeutung kannst Du das Tempo verändern.
Eine langweilige Busfahrt von zwanzig Minuten kann in einem Satz gerafft werden. Der entscheidende Moment vor einer wichtigen Tür kann dagegen ausgedehnt werden: Geräusche, Gedanken, Herzklopfen und kleine Bewegungen lassen die Zeit langsamer erscheinen.
Aufbau und Spannungsbogen
Viele schulische Erzählungen folgen dem Grundmuster Einleitung – Hauptteil – Schluss. Dieses Muster hilft Dir, die Handlung übersichtlich zu gestalten. Entscheidend ist aber nicht nur die Reihenfolge, sondern die Entwicklung der Spannung.

Einleitung
Die Einleitung führt in die Erzählung ein. Sie beantwortet nicht immer alle Fragen sofort, gibt aber Orientierung. Häufig werden wichtige Figuren, Ort, Zeit und Ausgangssituation eingeführt. Eine gute Einleitung ist nicht zu lang. Sie soll neugierig machen und zur Handlung führen.
Mögliche Erzählanfänge sind ein ruhiger Einstieg, ein direkter Einstieg mitten in eine Szene, ein rätselhaftes Detail, ein kurzer Dialog oder ein überraschender Satz. Besonders spannend ist oft ein Anfang, der sofort eine Frage im Kopf der Lesenden entstehen lässt.
Hauptteil
Im Hauptteil entwickelt sich die Handlung. Hier entsteht der Konflikt, die Spannung steigt und die Figur muss handeln. Wichtig ist, dass Du nicht zu schnell zum Höhepunkt springst. Zeige Hindernisse, Entscheidungen und innere Reaktionen.
Der Hauptteil wird lebendig durch Dialoge, Gedankenrede, genaue Verben, passende Adjektive und sinnvolle Details. Besonders wichtige Momente solltest Du nicht nur zusammenfassen, sondern szenisch erzählen. Dabei gilt: Zeige, was passiert, statt es nur zu behaupten.
Höhepunkt
Der Höhepunkt ist der spannendste oder wichtigste Moment der Erzählung. Hier entscheidet sich, ob ein Problem gelöst wird, ob eine Gefahr überwunden wird, ob eine Wahrheit ans Licht kommt oder ob eine Figur etwas Wichtiges erkennt. Der Höhepunkt sollte vorbereitet sein, damit er nicht zufällig wirkt.
Typische Mittel für den Höhepunkt sind Zeitdehnung, kurze Sätze, starke Verben, Geräusche, Gedanken, direkte Rede und genaue Wahrnehmungen. Auch ein plötzlicher Wechsel im Tempo kann Spannung erzeugen.
Schluss
Der Schluss zeigt, wie die Handlung ausgeht. Er kann beruhigen, überraschen, nachdenklich machen oder eine Veränderung zeigen. Ein guter Schluss ist nicht einfach nur „Dann ging ich nach Hause“, sondern nimmt Bezug auf das zentrale Ereignis. Er kann zeigen, was die Figur gelernt hat, wie sich eine Beziehung verändert hat oder welche Folgen das Geschehen hat.
Ein offener Schluss ist möglich, wenn er bewusst gestaltet ist. Er sollte nicht wirken, als sei die Geschichte einfach abgebrochen.
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Sprache und Stil
Die Sprache einer Erzählung soll anschaulich, verständlich und passend zur Handlung sein. Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst viele schwierige Wörter zu verwenden. Entscheidend ist, ob die Wörter genau wirken.
Anschaulich erzählen
Anschaulich erzählst Du, wenn Leserinnen und Leser sich die Szene vorstellen können. Nutze dafür konkrete Nomen, treffende Verben, passende Adjektive und ausgewählte Sinneseindrücke. Schreibe nicht in jedem Satz gleich viel Beschreibung. Wähle Details, die zur Stimmung und zur Handlung passen.
Schwach wirkt oft: „Es war sehr schön.“ Stärker wirkt: „Die Abendsonne lag wie ein goldener Streifen auf den Dächern, und im Hof roch es nach warmem Asphalt.“ Die zweite Form zeigt genauer, was wahrgenommen wird.
Spannung erzeugen
Spannung entsteht, wenn Leserinnen und Leser wissen wollen, wie es weitergeht. Du kannst Spannung erzeugen durch Fragen, Hindernisse, Geheimnisse, Zeitdruck, Andeutungen und überraschende Wendungen. Besonders wirksam ist es, wenn die Hauptfigur etwas verlieren oder gewinnen kann.
Spannung bedeutet nicht immer Gefahr. Auch eine peinliche Situation, eine wichtige Entscheidung, ein Missverständnis oder ein ungelöstes Rätsel kann spannend sein.
Direkte Rede und Dialog
Direkte Rede macht eine Erzählung lebendig. Sie zeigt, wie Figuren miteinander umgehen, was sie verschweigen und wie sie sich fühlen. Ein guter Dialog wiederholt nicht nur Informationen, die schon bekannt sind. Er bringt die Handlung weiter oder zeigt etwas über die Figuren.
Achte auf passende Redebegleitsätze. Nicht jedes „sagte“ muss ersetzt werden. Manchmal wirkt ein schlichtes „sagte“ besser als ein übertriebener Ausdruck. Wichtig ist, dass Satzzeichen und Begleitsätze korrekt verwendet werden.
Wortfelder und Satzanfänge
Abwechslungsreiche Satzanfänge helfen, Monotonie zu vermeiden. Wenn viele Sätze mit „Dann“ beginnen, wirkt der Text wie eine bloße Ereigniskette. Du kannst stattdessen mit Zeitangaben, Ortsangaben, Gefühlen, Handlungen oder Nebensätzen beginnen.
Auch Wortfelder helfen beim Schreiben. Für eine spannende Szene kannst Du Wörter aus den Bereichen Geräusch, Bewegung, Angst, Dunkelheit oder Tempo sammeln. Für eine fröhliche Szene passen andere Wortfelder.
Der Schreibprozess
Eine gute Erzählung entsteht selten in einem einzigen Schritt. Professionelles Schreiben bedeutet, Ideen zu sammeln, zu planen, einen Entwurf zu verfassen, zu überarbeiten und Rückmeldungen zu nutzen.

Planen
Vor dem Schreiben lohnt sich ein Schreibplan. Du kannst Stichwörter zu Figuren, Ort, Problem, Höhepunkt und Schluss sammeln. Hilfreich ist auch ein Spannungsbogen, auf dem Du markierst, wann die Spannung steigt und wo der Höhepunkt liegt.
Eine gute Planungsfrage lautet: Was verändert sich in meiner Geschichte? Wenn sich nichts verändert, fehlt oft der erzählerische Kern.
Schreiben
Beim Schreiben solltest Du zunächst den roten Faden im Blick behalten. Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass die Handlung vollständig wird. Anschließend kannst Du Sprache, Übergänge, Spannung und Details verbessern.
Schreibe wichtige Szenen ausführlicher als unwichtige Übergänge. Leserinnen und Leser sollen den Höhepunkt miterleben, nicht nur davon hören.
Überarbeiten
Überarbeitung ist ein zentraler Teil des Schreibens. Prüfe zuerst den Inhalt, dann den Aufbau, danach Sprache und Rechtschreibung. Wenn Du sofort nur nach Rechtschreibfehlern suchst, übersiehst Du möglicherweise größere Probleme im Aufbau.
Eine hilfreiche Reihenfolge ist: Versteht man die Handlung? Gibt es einen Höhepunkt? Ist die Perspektive konsequent? Sind die wichtigsten Szenen anschaulich? Sind Satzanfänge und Wörter abwechslungsreich? Stimmen Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik?
Bewertungskriterien im Unterricht
Lehrkräfte bewerten Erzählungen häufig mit Kriterien. Diese Kriterien helfen Dir, Deinen Text gezielt zu verbessern.
| Kriterium | Woran Du es erkennst |
|---|---|
| Inhalt | Die Handlung ist verständlich, vollständig und sinnvoll verbunden. |
| Aufbau | Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss sind erkennbar. |
| Spannung | Die Handlung steigert sich und wichtige Momente werden ausgestaltet. |
| Erzählperspektive | Die gewählte Perspektive wird konsequent eingehalten. |
| Sprache | Verben, Adjektive, Satzanfänge und Dialoge wirken passend und abwechslungsreich. |
| Richtigkeit | Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sind sorgfältig überarbeitet. |
Typische Fehler und Verbesserungen
Beim Schreiben von Erzählungen treten bestimmte Fehler häufig auf. Wenn Du sie kennst, kannst Du sie vermeiden.
| Häufiger Fehler | Wirkung | Verbesserung |
|---|---|---|
| Zu viele Sätze beginnen mit „Dann“ | Der Text wirkt eintönig | Satzanfänge variieren und Übergänge genauer formulieren |
| Der Höhepunkt ist zu kurz | Die spannendste Stelle verpufft | Zeitdehnung, Gedanken, Geräusche und Dialoge einsetzen |
| Die Perspektive wechselt unklar | Leserinnen und Leser verlieren die Orientierung | Vor dem Schreiben eine Perspektive festlegen |
| Figuren handeln ohne Grund | Die Handlung wirkt zufällig | Ziele, Gefühle und Motive der Figuren zeigen |
| Das Ende bricht plötzlich ab | Die Erzählung wirkt unfertig | Folgen des Ereignisses oder Veränderung der Figur zeigen |
Mini-Schreibwerkstatt
Die folgenden Schritte helfen Dir, selbst eine Erzählung zu entwickeln.
- Idee: Sammle eine ungewöhnliche Situation, zum Beispiel „Eine Tür in der Schule ist plötzlich verschlossen, obwohl dahinter Stimmen zu hören sind“.
- Figur: Bestimme eine Hauptfigur mit einem Ziel, einer Sorge und einer besonderen Eigenschaft.
- Konflikt: Lege fest, was die Figur daran hindert, ihr Ziel zu erreichen.
- Spannungsbogen: Plane, wie die Spannung steigt und wo der Höhepunkt liegt.
- Erzählperspektive: Entscheide, ob Du in der Ich-Form oder in der dritten Person erzählst.
- Entwurf: Schreibe die Geschichte vollständig auf.
- Überarbeitung: Prüfe Inhalt, Aufbau, Sprache und Rechtschreibung getrennt voneinander.
- Feedback: Lass eine andere Person erklären, was sie spannend fand und wo sie noch Fragen hat.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist eine Erzählung im Deutschunterricht vor allem? (Eine gestaltete Darstellung eines Geschehens) (!Eine reine Aufzählung von Fakten) (!Eine Bedienungsanleitung) (!Eine Tabelle mit Stichwörtern)
Welche Grundstruktur hilft häufig beim Aufbau einer Erzählung? (Einleitung Hauptteil Schluss) (!These Argument Beispiel) (!Frage Antwort Quelle) (!Überschrift Fußnote Literatur)
Was ist der Höhepunkt einer Erzählung? (Der wichtigste oder spannendste Moment der Handlung) (!Die erste Beschreibung des Ortes) (!Die Liste aller Figuren) (!Die Überschrift der Geschichte)
Welche Aussage zur Erzählperspektive ist richtig? (Sie bestimmt aus welcher Sicht erzählt wird) (!Sie ersetzt die Rechtschreibung) (!Sie ist immer identisch mit dem Autor) (!Sie besteht nur aus Adjektiven)
Was macht direkte Rede in einer Erzählung besonders nützlich? (Sie macht Figuren und Situationen lebendiger) (!Sie verhindert jeden Spannungsaufbau) (!Sie ersetzt den Schluss) (!Sie macht eine Handlung automatisch sachlich)
Was bedeutet Zeitdehnung beim Erzählen? (Ein kurzer Moment wird ausführlich dargestellt) (!Ein langer Zeitraum wird stark verkürzt) (!Die Geschichte wird ohne Verben erzählt) (!Alle Ereignisse werden alphabetisch sortiert)
Warum ist ein roter Faden wichtig? (Er verbindet die Ereignisse sinnvoll miteinander) (!Er ersetzt alle Figuren) (!Er macht eine Erzählung zu einem Gedicht) (!Er verhindert jede Veränderung der Handlung)
Was unterscheidet eine Erzählung besonders von einem Bericht? (Eine Erzählung darf anschaulich und spannend gestalten) (!Eine Erzählung muss immer nur Stichpunkte enthalten) (!Eine Erzählung darf keine Figuren haben) (!Eine Erzählung besteht nur aus W-Fragen)
Welche Überarbeitungsfrage passt besonders gut zu einer Erzählung? (Gibt es einen erkennbaren Höhepunkt?) (!Sind alle Wörter nach Länge sortiert?) (!Kommt in jedem Satz dasselbe Verb vor?) (!Wurde jede Figur nummeriert?)
Was ist für eine gelungene Figur besonders wichtig? (Sie hat erkennbare Ziele Gefühle oder Motive) (!Sie darf keinen Namen haben) (!Sie muss immer alles wissen) (!Sie darf nie sprechen)
Memory
| Einleitung | Ausgangssituation |
| Hauptteil | steigende Handlung |
| Höhepunkt | entscheidender Moment |
| Schluss | Folge oder Veränderung |
| Ich-Erzähler | subjektive Sicht |
| Zeitdehnung | ausführlicher Augenblick |
| Dialog | direkte Rede |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ideensammlung | Material für Figuren Ort und Handlung |
| Schreibplan | Ordnung der Ereignisse vor dem Schreiben |
| Entwurf | erste vollständige Fassung der Erzählung |
| Überarbeitung | Verbesserung von Aufbau Sprache und Richtigkeit |
| Feedback | Rückmeldung durch andere Leserinnen und Leser |
Kreuzworträtsel
| Erzaehler | Welche Instanz vermittelt die Handlung in einer Erzählung? |
| Perspektive | Aus welcher Sicht wird erzählt? |
| Spannung | Was steigt im Hauptteil bis zum Höhepunkt? |
| Wendepunkt | Wie nennt man einen Moment der entscheidenden Veränderung? |
| Figuren | Wer handelt in der Geschichte? |
| Dialog | Wie nennt man ein Gespräch zwischen Figuren? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Erzählanfang: Schreibe drei unterschiedliche Anfänge zu derselben Situation, einmal ruhig, einmal spannend und einmal mit direkter Rede.
- Figurenbeschreibung: Erfinde eine Hauptfigur und beschreibe sie durch Handlung, Gedanken und ein sichtbares Detail.
- Wortfeld: Sammle ein Wortfeld zum Thema Angst, Freude oder Überraschung und nutze fünf Wörter daraus in einer kurzen Szene.
- Dialog: Schreibe ein Gespräch zwischen zwei Figuren, in dem ein Missverständnis entsteht, ohne das Wort Missverständnis zu verwenden.
Standard
- Erlebniserzählung: Schreibe eine Erzählung über einen Moment, in dem eine scheinbar kleine Entscheidung große Folgen hatte.
- Bildergeschichte: Wähle ein Bild aus einer freien Quelle und verwandle es in eine Erzählung mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss.
- Perspektivwechsel: Erzähle dieselbe kurze Handlung zuerst aus der Ich-Perspektive und danach aus der Sicht einer anderen Figur.
- Spannungsbogen: Zeichne zu einer eigenen Geschichte einen Spannungsbogen und markiere Einleitung, steigende Handlung, Höhepunkt und Schluss.
Schwer
- Zeitgestaltung: Schreibe eine Szene zweimal, einmal mit Zeitraffung und einmal mit Zeitdehnung, und erkläre anschließend die unterschiedliche Wirkung.
- Unzuverlässiges Erzählen: Verfasse eine kurze Erzählung, in der sich am Ende zeigt, dass der Erzähler etwas Wichtiges verschwiegen oder falsch eingeschätzt hat.
- Textüberarbeitung: Überarbeite eine eigene frühere Erzählung mit einem Kriterienraster und dokumentiere mindestens fünf konkrete Verbesserungen.
- Literarische Analyse: Untersuche in einer Kurzgeschichte oder Erzählung die Erzählperspektive, die Spannungsgestaltung und die Figurenentwicklung.

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Lernkontrolle
- Textvergleich: Vergleiche eine Erzählung und einen Bericht über dasselbe Ereignis und erkläre, wie Sprache, Aufbau und Wirkung sich unterscheiden.
- Transfer: Entwickle aus fünf Reizwörtern eine Erzählidee und begründe, wo der Höhepunkt liegen soll.
- Perspektivanalyse: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie sich die Wirkung verändert, wenn dieselbe Szene aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt wird.
- Sprachwirkung: Überarbeite einen sachlichen Absatz so, dass daraus eine spannende erzählende Szene wird, und beschreibe Deine wichtigsten Änderungen.
- Bewertung: Beurteile eine fremde Erzählung mithilfe der Kriterien Aufbau, Spannung, Figuren, Sprache und Richtigkeit und gib konstruktives Feedback.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zum Thema Erzählung ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern sie beim Schreiben und Analysieren anwenden kannst.
- Eigene Erzählung: Du legst eine vollständige Erzählung mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss vor.
- Schreibplan: Du zeigst, wie Du Figuren, Ort, Konflikt, Höhepunkt und Schluss geplant hast.
- Spannungsbogen: Du markierst, wie sich die Spannung in Deiner Erzählung entwickelt.
- Überarbeitung: Du dokumentierst, welche Stellen Du verbessert hast und warum.
- Reflexion: Du erklärst, welche Erzählperspektive Du gewählt hast und welche Wirkung sie erzeugt.
- Feedback: Du nimmst Rückmeldungen auf und formulierst, welche Hinweise Du umgesetzt hast.
- Sprachrichtigkeit: Du achtest auf Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und verständliche Satzstrukturen.
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