LGBTQIA+


LGBTQIA+
Einleitung
LGBTQIA+ ist ein international verwendeter Sammelbegriff für Menschen, deren sexuelle Orientierung, romantische Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck oder körperliche Geschlechtsmerkmale nicht vollständig in heterosexuelle und zweigeschlechtliche Normvorstellungen passen. Der Begriff hilft, Vielfalt sichtbar zu machen, Diskriminierung zu benennen und über Menschenrechte, Gleichberechtigung und Respekt zu sprechen. In Deutschland wird häufig auch die Abkürzung LSBTIQ* verwendet. Beide Schreibweisen können je nach Organisation, Sprache und Kontext leicht unterschiedlich sein.
In diesem aiMOOC lernst Du, wofür die Buchstaben stehen, wie sich sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität unterscheiden, warum Sprache und Selbstbezeichnung wichtig sind und wie Du im Alltag respektvoll mit Vielfalt umgehen kannst. Außerdem beschäftigst Du Dich mit historischen Entwicklungen, rechtlichen Fragen in Deutschland, Beispielen für Diskriminierung und Möglichkeiten, wie Schule, Ausbildung, Studium oder Arbeitsplatz inklusiver werden können.

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Wofür steht LGBTQIA+?
Die Buchstaben in LGBTQIA+ stehen für unterschiedliche Gruppen und Selbstbezeichnungen. Wichtig ist: Niemand muss ein Label verwenden. Begriffe sind Hilfen, um Erfahrungen zu beschreiben, Zugehörigkeit zu finden und politisch sichtbar zu werden. Manche Menschen verwenden mehrere Begriffe gleichzeitig, andere keinen.
- Lesbisch: Frauen oder nichtbinäre Personen können sich als lesbisch bezeichnen, wenn sie sich romantisch oder sexuell zu Frauen hingezogen fühlen.
- Gay / Schwul: Gay wird international oft als Oberbegriff für homosexuelle Menschen genutzt; im Deutschen meint schwul meist Männer, die Männer lieben.
- Bisexuell: Bisexuelle Menschen können sich zu mehr als einem Geschlecht hingezogen fühlen.
- Trans / transgeschlechtlich: Trans Menschen identifizieren sich nicht oder nicht vollständig mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.
- Queer / Questioning: Queer ist eine offene Selbstbezeichnung für Menschen jenseits heteronormativer oder cisnormativer Erwartungen; Questioning beschreibt Menschen, die ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität erkunden.
- Intergeschlechtlich: Intergeschlechtliche Menschen haben körperliche Geschlechtsmerkmale, die nicht eindeutig den medizinischen Kategorien männlich oder weiblich zugeordnet werden.
- Asexuell, aromantisch oder agender: Das A wird je nach Kontext unterschiedlich verwendet. Häufig steht es für asexuelle Menschen, manchmal auch für aromantische oder agender Personen.
- Plus: Das Plus steht für weitere Identitäten, Orientierungen und Lebensweisen, die nicht ausdrücklich in der Abkürzung genannt sind.
Warum gibt es verschiedene Abkürzungen?
Du findest in Texten unterschiedliche Schreibweisen, zum Beispiel LGBT, LGBTQ, LGBTIQ, LGBTQIA+, LSBTI, LSBTIQ oder LSBTIQ*. Das liegt daran, dass Begriffe aus unterschiedlichen Sprachen, politischen Bewegungen, Fachkontexten und Communities stammen. Die deutsche Abkürzung LSBTIQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans, Inter und Queer. Das Sternchen oder Pluszeichen zeigt an, dass weitere Identitäten mitgemeint sein können. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Buchstaben auswendig zu lernen, sondern respektvoll zu verstehen, dass Menschen verschieden sind und selbst über ihre Bezeichnungen sprechen dürfen.
Grundbegriffe verstehen
Sexuelle Orientierung
Die sexuelle Orientierung beschreibt, zu wem sich ein Mensch romantisch, emotional oder sexuell hingezogen fühlt. Beispiele sind heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell oder asexuell. Orientierung ist kein Verhalten, keine Mode und keine bewusste Entscheidung wie die Wahl eines Hobbys. Sie gehört zur Persönlichkeit eines Menschen und kann sich im Verlauf des Lebens unterschiedlich zeigen.
Geschlechtsidentität
Die Geschlechtsidentität beschreibt, welchem Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt. Viele Menschen sind cisgeschlechtlich, das heißt: Ihre Geschlechtsidentität passt zu dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Andere Menschen sind trans, nichtbinär, genderfluid oder agender. Geschlechtsidentität ist nicht dasselbe wie sexuelle Orientierung. Eine trans Person kann zum Beispiel heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell oder asexuell sein.

Geschlechtsausdruck
Der Geschlechtsausdruck meint, wie Menschen ihr Geschlecht nach außen zeigen, zum Beispiel durch Kleidung, Frisur, Stimme, Körpersprache, Namen oder Pronomen. Geschlechtsausdruck muss nicht mit Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung übereinstimmen. Ein Junge kann lange Haare tragen, eine Frau kann Anzüge mögen, eine nichtbinäre Person kann sich mal feminin, mal maskulin oder ganz anders ausdrücken. Aussehen allein sagt nicht sicher, wer jemand ist.
Körperliche Geschlechtsmerkmale und Intergeschlechtlichkeit
Körperliche Geschlechtsmerkmale umfassen zum Beispiel Chromosomen, Hormone, innere und äußere Geschlechtsorgane. Viele Menschen werden medizinisch als männlich oder weiblich eingeordnet. Bei intergeschlechtlichen Menschen sind diese Merkmale vielfältiger. Intergeschlechtlichkeit ist kein drittes Aussehen, sondern ein Oberbegriff für unterschiedliche körperliche Varianten. Wichtig ist, dass intergeschlechtliche Menschen in ihrer Würde, Selbstbestimmung und körperlichen Unversehrtheit respektiert werden.

Sprache, Selbstbezeichnung und Respekt
Sprache beeinflusst, ob Menschen sichtbar werden oder ausgeschlossen bleiben. Deshalb ist es wichtig, Begriffe sorgfältig zu verwenden. Wenn jemand Dir den eigenen Namen oder die eigenen Pronomen nennt, ist es respektvoll, diese zu benutzen. Falsche Namen, abwertende Begriffe oder spöttische Kommentare können verletzend sein, auch wenn sie angeblich nur als Witz gemeint sind.
Selbstbezeichnung bedeutet, dass Menschen selbst sagen dürfen, welche Begriffe für sie passen. Nicht jede Person aus einer Gruppe verwendet dieselben Worte. Manche Menschen nennen sich queer, andere lehnen diesen Begriff für sich ab. Manche verwenden Pronomen wie sie, er, they, dey oder keine Pronomen. Wenn Du unsicher bist, kannst Du höflich fragen: Welche Anrede oder welche Pronomen möchtest Du verwenden?
Coming-out und Outing
Ein Coming-out bedeutet, dass ein Mensch anderen mitteilt, queer, trans, inter, nichtbinär, lesbisch, schwul, bisexuell, asexuell oder anders zu sein. Ein Coming-out kann befreiend sein, aber auch Angst machen, weil Ablehnung oder Diskriminierung möglich sind. Niemand ist verpflichtet, sich zu outen. Ein Outing durch andere Personen, also das Weitergeben einer Identität ohne Zustimmung, ist respektlos und kann gefährlich sein. Vertrauliche Informationen gehören der betroffenen Person.
Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung
Queere Menschen gab es in allen Zeiten und Kulturen, auch wenn Begriffe und gesellschaftliche Bewertungen sehr unterschiedlich waren. Die moderne LGBTQIA+-Bewegung entstand aus vielen lokalen Kämpfen gegen Ausgrenzung, Kriminalisierung und Gewalt. Ein wichtiges Symbol ist der Widerstand rund um die Stonewall-Aufstände in New York im Jahr 1969. Sie wurden zu einem Bezugspunkt für Pride-Demonstrationen, die heute in vielen Ländern als Christopher Street Day oder Pride Parade stattfinden.
Die Regenbogenflagge wurde 1978 von Gilbert Baker und Mitwirkenden für die queere Bewegung entworfen. Sie steht heute weltweit für Sichtbarkeit, Würde, Stolz und Solidarität. Später entstanden weitere Flaggen, zum Beispiel für trans, bisexuelle, intergeschlechtliche, asexuelle und nichtbinäre Menschen. Flaggen sind keine Pflichtsymbole, aber sie können Zugehörigkeit und Unterstützung ausdrücken.

Rechtliche Entwicklungen in Deutschland
In Deutschland waren homosexuelle Männer lange durch den Paragraph 175 strafrechtlich verfolgt. Der Paragraf wurde 1994 endgültig aufgehoben. Seit dem 1. Oktober 2017 können gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland heiraten. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt unter anderem vor Diskriminierung wegen der sexuellen Identität, etwa im Arbeitsleben und bei vielen Alltagsgeschäften. Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wurde im Personenstandsrecht die Option divers eingeführt. Seit dem 1. November 2024 erleichtert das Selbstbestimmungsgesetz trans, intergeschlechtlichen und nichtbinären Personen in Deutschland die Änderung von Vornamen und Geschlechtseintrag.
Rechte allein lösen aber nicht alle Probleme. Queere Menschen können weiterhin Ausgrenzung, Beleidigungen, Gewalt, Benachteiligung, unsichere Situationen in der Schule oder im Beruf und fehlende Sichtbarkeit erleben. Deshalb gehören rechtlicher Schutz, Bildung, Beratung, Zivilcourage und eine respektvolle Alltagskultur zusammen.
Diskriminierung erkennen
Diskriminierung bedeutet, dass Menschen wegen tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale benachteiligt, abgewertet oder ausgeschlossen werden. Bei LGBTQIA+ kann Diskriminierung offen oder versteckt auftreten. Beispiele sind Beleidigungen, Witze über queere Menschen, das absichtliche Verwenden falscher Namen oder Pronomen, Ausschluss aus Gruppen, abwertende Darstellungen in Medien, Benachteiligung bei der Wohnungssuche, Gewaltandrohungen oder das Verbot, über Vielfalt zu sprechen.
Heteronormativität und Cisnormativität
Heteronormativität beschreibt die Annahme, alle Menschen seien heterosexuell und Beziehungen zwischen Mann und Frau seien die einzige normale Form von Liebe. Cisnormativität beschreibt die Annahme, alle Menschen seien cisgeschlechtlich und es gebe ausschließlich Männer und Frauen. Solche Normen können unsichtbar wirken: Formulare bieten nur zwei Geschlechter an, Schulbücher zeigen nur Vater-Mutter-Kind-Familien, oder Menschen fragen einen Jungen automatisch nach einer Freundin. Inklusion beginnt dort, wo diese Annahmen bewusst hinterfragt werden.
Queerfeindlichkeit im Alltag
Queerfeindlichkeit kann sich in Worten, Bildern, Regeln oder Gewalt zeigen. Manchmal wird sie als Meinung getarnt. In einer demokratischen Gesellschaft darf über Politik, Religion, Ethik und Sprache gestritten werden. Aber Menschenwürde, Schutz vor Diskriminierung und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit sind keine beliebigen Meinungen. Du kannst lernen, Kritik sachlich zu äußern, ohne Menschen abzuwerten.
Respektvolles Handeln im Alltag
Du musst nicht alle Begriffe perfekt kennen, um respektvoll zu handeln. Wichtig sind Aufmerksamkeit, Lernbereitschaft und Verantwortung. Wenn Du einen Fehler machst, entschuldige Dich kurz, korrigiere Dich und mach weiter. Lange Rechtfertigungen helfen meist weniger als ein respektvoller Umgang.
- Zuhören: Nimm ernst, wie Menschen über sich selbst sprechen.
- Nachfragen: Frage höflich, wenn es für die Situation wichtig ist.
- Privatsphäre: Gib Identitäten, Namen oder Pronomen nicht ohne Zustimmung weiter.
- Zivilcourage: Greife ein oder hole Hilfe, wenn Menschen abgewertet werden.
- Sprache: Verwende keine Beleidigungen und wiederhole keine verletzenden Witze.
- Quellenkritik: Prüfe Informationen, bevor Du Behauptungen über LGBTQIA+ verbreitest.
LGBTQIA+ in Schule, Ausbildung und Studium
Schule und Bildungseinrichtungen sollen Orte sein, an denen alle lernen können, ohne Angst vor Abwertung zu haben. Dafür braucht es klare Regeln gegen Mobbing, Ansprechpersonen, sachliche Informationen, vielfältige Beispiele in Unterrichtsmaterialien und eine Sprache, die niemanden unnötig ausschließt. LGBTQIA+ ist nicht nur ein Thema für Biologie oder Sexualkunde. Es gehört auch zu politischer Bildung, Ethik, Geschichte, Deutsch, Sozialkunde, Medienbildung und Menschenrechtsbildung.
Beispiele für Unterrichtsbezüge
- Politische Bildung: Menschenrechte, Antidiskriminierung, Grundrechte, Gleichstellung und demokratische Teilhabe untersuchen.
- Geschichte: Verfolgung, Emanzipationsbewegungen, Paragraph 175, Stonewall und CSD einordnen.
- Deutsch: Sprache, Selbstbezeichnung, Medienbilder, Argumentationen und literarische Figuren analysieren.
- Ethik: Würde, Freiheit, Verantwortung, Respekt, Identität und Gerechtigkeit diskutieren.
- Biologie: Körperliche Vielfalt, Geschlechtsmerkmale und medizinische Begriffe sachlich unterscheiden.
- Medienbildung: Desinformation, Hassrede, Stereotype und Repräsentation in sozialen Medien prüfen.
Medien zum Lernen
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Dieses Video erklärt für jüngere Lernende verständlich, wofür LGBTIQ+ steht. Vergleiche beim Anschauen: Welche Begriffe werden genannt? Welche Begriffe fehlen? Welche Beispiele helfen Dir beim Verstehen?
Quellenhinweise und weiterführende Informationen
- Bundeszentrale für politische Bildung: LSBTIQ-Lexikon und Materialien zu geschlechtlicher Vielfalt.
- Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Glossar zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt und Informationen zum Selbstbestimmungsgesetz.
- Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Informationen zu sexueller Identität, Geschlecht, Geschlechtsidentität und Diskriminierungsschutz.
- Bundesverfassungsgericht: Entscheidung zur dritten Option im Personenstandsrecht.
- Museum of Modern Art und Wikimedia Commons: Informationen zur Regenbogenflagge und freie Medien zu Pride-Symbolen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wofür steht das L in LGBTQIA+? (Lesbian bzw. lesbisch) (!Lateinisch) (!Lebensstil) (!Liberal)
Was beschreibt die sexuelle Orientierung? (Zu wem sich ein Mensch romantisch oder sexuell hingezogen fühlt) (!Welchen Beruf ein Mensch ausübt) (!Welche Kleidung ein Mensch trägt) (!Welche Staatsangehörigkeit ein Mensch hat)
Was beschreibt die Geschlechtsidentität? (Welchem Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt) (!Wie viele Sprachen ein Mensch spricht) (!Welche Musik ein Mensch hört) (!Welche Schulform ein Mensch besucht)
Was bedeutet cisgeschlechtlich? (Die Geschlechtsidentität passt zum bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht) (!Eine Person ist automatisch heterosexuell) (!Eine Person hat keine Geschlechtsidentität) (!Eine Person lehnt alle Pronomen ab)
Was ist ein Coming-out? (Eine Person teilt anderen freiwillig etwas über ihre Identität mit) (!Eine Person wird gegen ihren Willen öffentlich gemacht) (!Eine Person wechselt automatisch ihren Wohnort) (!Eine Person beendet jede Freundschaft)
Was bedeutet das Plus in LGBTQIA+? (Es steht für weitere Identitäten und Orientierungen) (!Es bedeutet eine mathematische Aufgabe) (!Es ersetzt alle Buchstaben davor) (!Es steht nur für Erwachsene)
Was ist Intergeschlechtlichkeit? (Körperliche Geschlechtsmerkmale passen nicht eindeutig in die Kategorien männlich oder weiblich) (!Eine politische Partei) (!Eine bestimmte Kleidung) (!Ein anderes Wort für Heterosexualität)
Warum sind Pronomen wichtig? (Sie zeigen Respekt vor der Selbstbezeichnung einer Person) (!Sie ersetzen jedes Gespräch) (!Sie legen die Schulnote fest) (!Sie machen Menschen automatisch gleich)
Was ist Heteronormativität? (Die Annahme, Heterosexualität sei die selbstverständliche Norm) (!Ein Gesetz für alle Schulen) (!Ein medizinisches Gerät) (!Ein anderes Wort für Freundschaft)
Was schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz unter anderem? (Vor Diskriminierung wegen der sexuellen Identität) (!Vor jeder schlechten Note) (!Vor allen Konflikten in Freundschaften) (!Vor jeder politischen Diskussion)
Memory
| Lesbisch | Frauen lieben Frauen |
| Schwul | Männer lieben Männer |
| Bisexuell | Anziehung zu mehr als einem Geschlecht |
| Trans | Geschlechtsidentität passt nicht vollständig zum Geburtseintrag |
| Intergeschlechtlich | Körperliche Geschlechtsmerkmale sind vielfältig |
| Asexuell | Keine oder wenig sexuelle Anziehung |
| Queer | Offene Selbstbezeichnung jenseits enger Normen |
| Cisgender | Geschlechtsidentität passt zum Geburtseintrag |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Erklärung |
|---|---|
| Sexuelle Orientierung | Wen ein Mensch liebt oder begehrt |
| Geschlechtsidentität | Welchem Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt |
| Geschlechtsausdruck | Wie ein Mensch Geschlecht nach außen zeigt |
| Intergeschlechtlichkeit | Vielfalt körperlicher Geschlechtsmerkmale |
| Diskriminierung | Benachteiligung oder Abwertung von Menschen |
Kreuzworträtsel
| Respekt | Welche Haltung ist grundlegend für einen fairen Umgang mit Vielfalt? |
| Pride | Welches englische Wort steht im queeren Kontext für Stolz und Sichtbarkeit? |
| Stonewall | Welcher historische Bezugspunkt in New York ist wichtig für die Pride-Bewegung? |
| Pronomen | Welche Wörter zeigen, wie über eine Person gesprochen werden soll? |
| Akzeptanz | Was ist das Gegenteil von Ausgrenzung und Abwertung? |
| Identität | Welcher Begriff beschreibt, wie ein Mensch sich selbst versteht? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffskarte: Gestalte eine einfache Begriffskarte zu LGBTQIA+ mit mindestens acht Begriffen und kurzen Erklärungen in eigenen Worten.
- Respektvolle Sprache: Sammle fünf Beispiele für respektvolle Formulierungen und fünf Formulierungen, die Du vermeiden würdest. Begründe Deine Auswahl.
- Pride-Symbol: Wähle eine Pride-Flagge aus, recherchiere ihre Bedeutung und erkläre in einem kurzen Steckbrief, wofür sie steht.
- Alltagssituation: Beschreibe eine Situation, in der jemand aus Versehen ein falsches Pronomen verwendet. Formuliere eine respektvolle Korrektur.
Standard
- Begriffsvergleich: Vergleiche sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck und körperliche Geschlechtsmerkmale in einer übersichtlichen Tabelle.
- Medienanalyse: Analysiere einen Artikel, ein Video oder einen Social-Media-Beitrag zu LGBTQIA+. Prüfe, ob Begriffe sachlich, respektvoll und differenziert verwendet werden.
- Schulcheck: Untersuche, wie inklusiv Deine Schule oder Lernumgebung ist. Achte auf Sprache, Formulare, Toiletten, Beratungsangebote, Unterrichtsmaterialien und Regeln gegen Mobbing.
- Interviewprojekt: Entwickle fünf respektvolle Interviewfragen für eine Beratungsstelle, Lehrkraft oder Fachperson zum Thema Vielfalt und Antidiskriminierung.
Schwer
- Historische Recherche: Erstelle eine Zeitleiste zu queerer Geschichte mit mindestens acht Stationen, darunter Stonewall, Paragraph 175, Ehe für alle und Selbstbestimmungsgesetz.
- Argumentationsanalyse: Untersuche eine kontroverse Debatte zu LGBTQIA+. Trenne überprüfbare Fakten, Werturteile, Vorurteile und menschenrechtliche Argumente.
- Aktionsplan: Entwickle einen realistischen Plan, wie eine Schule oder ein Jugendzentrum queerfreundlicher werden kann. Berücksichtige Regeln, Ansprechpersonen, Materialien und Schutz vor Mobbing.
- Podcast oder Video: Produziere ein kurzes Erklärformat zu einem Teilthema, zum Beispiel Pronomen, Coming-out, Intergeschlechtlichkeit oder Allyship. Achte auf sachliche Informationen und respektvolle Sprache.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Eine nichtbinäre Person wird in der Klasse wiederholt mit falschem Namen angesprochen. Erkläre, welche Formen von Diskriminierung vorliegen können und welche Schritte Mitschülerinnen, Mitschüler und Lehrkräfte unternehmen sollten.
- Transferaufgabe: Übertrage die Idee der Menschenwürde auf drei konkrete Alltagssituationen im Umgang mit LGBTQIA+. Zeige, was respektvolles Handeln jeweils bedeutet.
- Begriffssystem: Erstelle ein Netzdiagramm, das sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck, Intergeschlechtlichkeit, Diskriminierung und Selbstbestimmung sinnvoll miteinander verbindet.
- Quellenkritik: Vergleiche zwei Informationsquellen zu LGBTQIA+. Prüfe Autorenschaft, Aktualität, Sprache, Belege und mögliche Vorurteile.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Brief aus Sicht einer Person, die Angst vor einem Coming-out hat. Beschreibe anschließend, welche Unterstützung hilfreich sein könnte.
- Demokratiebezug: Erkläre, warum der Schutz queerer Menschen nicht nur ein Minderheitenthema ist, sondern mit Grundrechten, Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe zusammenhängt.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle Deine Begriffskarte, Rechercheergebnisse, Reflexionen und überarbeitete Aufgaben in einem Portfolio.
- Glossar: Erstelle ein eigenes Glossar mit mindestens zwölf Begriffen und kurzen, sachlichen Erklärungen.
- Reflexion: Schreibe eine persönliche Lernreflexion darüber, welche Begriffe neu für Dich waren und welche Fragen offen geblieben sind.
- Projektprodukt: Präsentiere ein Produkt aus den offenen Aufgaben, zum Beispiel Plakat, Podcast, Video, Zeitleiste, Interviewauswertung oder Aktionsplan.
- Quellenarbeit: Dokumentiere mindestens drei seriöse Quellen und erkläre, warum Du sie für zuverlässig hältst.
- Transferleistung: Zeige an einem selbst gewählten Beispiel, wie Wissen über LGBTQIA+ zu einem respektvolleren Alltag beitragen kann.
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