Creepy Internet - Warum Grusel so gut tut


Creepy Internet - Warum Grusel so gut tut
Einleitung
Creepy Internet - Warum Grusel so gut tut ist ein aiMOOC zum NOAH Podcast, zur Jugendkultur im Internet und zur Frage, warum freiwilliger Grusel für viele Menschen angenehm, spannend oder sogar entlastend sein kann. Ausgangspunkt ist das Video „Creepy Internet - Warum Grusel so gut tut / NOAH Podcast“. NOAH wird als Podcast für Jugendliche und für alle beschrieben, die Jugendkultur wirklich verstehen wollen. In diesem Kurs lernst Du, wie Creepypasta, Horror, Backrooms, Liminalität, True Crime, Meme-Kultur und Social Media zusammenhängen, warum Dein Körper bei Grusel reagiert und wie Du gruselige Inhalte verantwortungsvoll einordnest.
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Dieser aiMOOC geht nicht davon aus, dass Grusel für alle Menschen gleich gut ist. Entscheidend sind Freiwilligkeit, Sicherheit, Distanz, Dosis und Austausch. Wenn Dich Inhalte stark belasten, Dich am Schlafen hindern oder alte Erfahrungen wachrufen, ist es wichtig, Abstand zu nehmen und mit einer vertrauten Person zu sprechen.
Lernziele
- Medienkompetenz: Du erklärst, wie gruselige Internetinhalte Aufmerksamkeit erzeugen und warum sie sich auf Plattformen schnell verbreiten können.
- Psychologie: Du beschreibst, wie Angst, Furcht, Adrenalin, Aufmerksamkeit und Entspannung bei freiwilligem Grusel zusammenspielen.
- Jugendkultur: Du analysierst, weshalb Creepypasta, Backrooms, Analog Horror, Memes und dunkle Online-Ästhetiken für Jugendliche interessant sein können.
- Ethik: Du unterscheidest zwischen spielerischem Grusel, problematischer Angststeigerung, Desinformation, Grenzverletzung und belastenden Inhalten.
- Podcastanalyse: Du nutzt einen Podcast als Quelle, fasst Argumente zusammen und entwickelst eine eigene begründete Position.
Was bedeutet „Creepy Internet“?

Mit Creepy Internet sind gruselige, rätselhafte oder unheimliche Inhalte gemeint, die im Internet entstehen, geteilt und weiterentwickelt werden. Dazu gehören Creepypasta-Geschichten, angeblich verfluchte Dateien, mysteriöse Videos, urbane Legenden, Alternate-Reality-Games, Analog Horror, liminale Räume, Backrooms-Erzählungen, düstere Memes oder Forenbeiträge, die so tun, als seien sie echt.
Das Besondere am Internet-Grusel ist seine Nähe zum Alltag. Ein klassischer Horrorfilm ist klar als Film erkennbar. Ein kurzer Clip, ein Chat-Screenshot oder ein rätselhaftes Bild kann dagegen wirken, als sei es zufällig gefunden worden. Genau diese Unsicherheit erzeugt Spannung: Ist das echt, inszeniert, übertrieben, bearbeitet oder Teil eines Spiels? Gute Medienbildung hilft Dir, diese Frage zu prüfen.
Creepypasta und digitale Lagerfeuer

Creepypasta bezeichnet meist erfundene Gruselgeschichten, die online verbreitet werden. Der Begriff verbindet „creepy“ und „copy and paste“. Früher erzählten Menschen sich Gruselgeschichten am Lagerfeuer. Heute entstehen solche Geschichten in Chats, Foren, Wikis, Videoportalen und sozialen Netzwerken. Die Grundidee bleibt ähnlich: Eine Gruppe erlebt gemeinsam Spannung, testet Grenzen und erzählt eine Geschichte weiter.
Im Internet können Nutzerinnen und Nutzer Geschichten kommentieren, remixen, illustrieren, vertonen oder als Video nacherzählen. Dadurch wird Grusel zu einer Form von Partizipation. Jugendliche sind dabei nicht nur Publikum, sondern oft auch Produzierende: Sie schneiden Clips, erstellen Thumbnails, schreiben Theorien, bauen Fan-Wikis oder entwickeln eigene Figuren.
Backrooms und liminale Räume
Ein wichtiger Stil des Creepy Internet sind liminale Räume. Das sind Orte, die wie Übergänge wirken: leere Flure, verlassene Einkaufszentren, stillgelegte Büros, menschenleere Spielplätze oder endlose Gänge. Solche Bilder sind nicht unbedingt gefährlich. Sie wirken unheimlich, weil sie vertraut und fremd zugleich erscheinen. Dieses Gefühl nennt man oft Unheimlichkeit.
Die Backrooms sind ein bekanntes Beispiel aus der Internetkultur. Sie verbinden die Vorstellung endloser, leerer Räume mit dem Gefühl, aus der normalen Wirklichkeit herauszufallen. Der Grusel entsteht hier weniger durch Monster als durch Atmosphäre, Orientierungslosigkeit, Wiederholung und die Frage, ob es einen Ausgang gibt.
Warum Grusel körperlich wirkt

Angst ist ein Grundgefühl. Sie hilft Menschen, mögliche Gefahren wahrzunehmen und schnell zu reagieren. Wenn Du etwas Unheimliches siehst oder hörst, kann Dein Körper in Alarmbereitschaft gehen: Der Puls steigt, die Muskeln spannen sich an, die Aufmerksamkeit wird enger, Geräusche wirken wichtiger und Du suchst nach Hinweisen auf Gefahr.
Bei freiwilligem Grusel passiert etwas Interessantes: Dein Körper reagiert, aber ein Teil Deines Denkens weiß, dass Du in Sicherheit bist. Du sitzt auf dem Sofa, hörst einen Podcast, schaust ein Video oder liest eine erfundene Geschichte. Diese Mischung aus Alarm und Sicherheit kann als aufregend erlebt werden. Nach dem Schreck folgt oft Erleichterung. Genau diese Entlastung kann sich gut anfühlen.
Kontrollierte Angst
Kontrollierte Angst bedeutet, dass Du eine beängstigende Situation freiwillig, zeitlich begrenzt und in einem sicheren Rahmen erlebst. Beispiele sind Horrorfilme, Geisterbahnen, Escape Rooms, Gruselgeschichten, Computerspiele oder Podcasts über unheimliche Internetphänomene. Der Reiz entsteht aus der Spannung, aber Du kannst stoppen, wegschalten, Licht anmachen oder mit anderen darüber sprechen.
Kontrollierte Angst kann Dir helfen, Gefühle zu beobachten. Du merkst: Mein Körper reagiert stark, aber ich bin nicht wirklich in Gefahr. Dadurch kann ein Gefühl von Selbstwirksamkeit entstehen. Du erlebst, dass Angst kommt, ihren Höhepunkt erreicht und wieder abnimmt.
Warum Erleichterung angenehm ist
Viele Menschen genießen nicht nur den Schreck selbst, sondern vor allem den Moment danach. Die Spannung fällt ab, man lacht, atmet aus oder erzählt anderen, wie heftig die Szene war. Diese Erleichterung ist ein wichtiger Teil von Grusel. Sie verwandelt Angst in eine Geschichte, über die man sprechen kann.
Dabei ist entscheidend, dass der Grusel nicht überfordernd wird. Wenn Du Dich ausgeliefert fühlst, nicht stoppen kannst oder Bilder Dich lange verfolgen, ist die Grenze überschritten. Gesunder Grusel bleibt spielerisch und kontrollierbar.
Warum Grusel sozial gut tun kann
Grusel wird oft gemeinsam erlebt. Menschen schauen ein Video zusammen, hören einen Podcast, erzählen sich Theorien oder warnen einander vor besonders unheimlichen Stellen. Dadurch entsteht Gemeinschaft. Wenn alle wissen, dass es ein Spiel mit Angst ist, kann daraus Nähe entstehen: Man erschrickt zusammen, lacht zusammen und ordnet das Erlebte gemeinsam ein.
Gerade Jugendliche nutzen gruselige Inhalte manchmal, um Zugehörigkeit zu zeigen. Wer eine bekannte Creepypasta versteht, einen Backrooms-Witz erkennt oder über einen Podcast diskutiert, nimmt an einer gemeinsamen Jugendkultur teil. Grusel ist dann nicht nur Angst, sondern auch Sprache, Stil, Humor und Gruppenerfahrung.
Empathie und Perspektivwechsel
Gruselige Geschichten können auch Empathie fördern. Du fragst Dich: Was würde ich tun? Warum handelt die Figur so? Welche Entscheidung wäre klüger? Gute Gruselgeschichten zeigen, wie Menschen unter Druck reagieren. Dadurch kannst Du über Mut, Vertrauen, Misstrauen, Verantwortung und Grenzen nachdenken.
In der Medienbildung ist wichtig, nicht nur zu fragen, ob etwas „echt“ oder „fake“ ist. Ebenso wichtig ist die Frage, was ein Inhalt mit Dir macht. Fühlst Du Dich neugierig, angespannt, manipuliert, unterhalten, überfordert oder sicher? Diese Selbstbeobachtung ist ein Teil von Medienkompetenz.
Warum das Internet Grusel verstärkt
Das Internet kann Grusel besonders intensiv machen, weil es mit Nähe und Geschwindigkeit arbeitet. Inhalte erscheinen auf dem eigenen Bildschirm, im eigenen Zimmer und oft im eigenen Feed. Außerdem können Algorithmen ähnliche Inhalte empfehlen, sobald Du einmal Interesse gezeigt hast. Aus einem harmlosen Video kann dadurch eine längere Kette immer düsterer Inhalte werden.
Plattformen belohnen häufig Aufmerksamkeit. Gruselige Titel, dunkle Thumbnails, Warnhinweise, Countdown-Strukturen und angeblich geheime Informationen erzeugen Neugier. Diese Mechanismen sind nicht automatisch schlecht, aber sie sollten erkannt werden. Wer sie versteht, kann freier entscheiden, was er oder sie sehen möchte.
Realität, Fiktion und Inszenierung
Viele Creepy-Internet-Inhalte funktionieren, weil sie zwischen Fiktion und scheinbarer Realität spielen. Ein Video sieht aus wie ein Fundstück, ein Screenshot wie ein Beweis, eine Geschichte wie ein Erfahrungsbericht. Das kann spannend sein, aber auch verwirrend. Deshalb brauchst Du Strategien der Prüfung: Quelle anschauen, Kontext suchen, Kommentare nicht ungeprüft glauben, Bilder rückwärts recherchieren und auf emotionale Manipulation achten.
Ein guter Grundsatz lautet: Starke Gefühle sind kein Beweis für Wahrheit. Wenn ein Inhalt Angst auslöst, heißt das nicht automatisch, dass er echt ist. Angst kann durch Musik, Schnitt, Dunkelheit, Erzählstimme, Wiederholung oder fehlende Informationen erzeugt werden.
Podcast als Lernanlass
Der NOAH-Podcast eignet sich für den Unterricht, weil Podcasts mehrere Kompetenzen verbinden: genaues Zuhören, Zusammenfassen, Argumentieren, Diskutieren und Bewerten. Beim Thema „Creepy Internet“ kannst Du untersuchen, wie über Jugendkultur gesprochen wird und welche Deutungen angeboten werden.
Höraufträge zum Video
- Vorwissen: Notiere vor dem Hören drei Begriffe, die Du mit Creepy Internet verbindest.
- Hörverstehen: Sammle während des Hörens zentrale Aussagen darüber, warum Grusel Menschen anzieht.
- Argumentation: Markiere Aussagen, die erklären, warum Grusel gut tun kann.
- Medienkritik: Achte darauf, ob Risiken, Grenzen und Schutzstrategien genannt werden.
- Transfer: Übertrage eine Aussage des Podcasts auf ein eigenes Beispiel aus Film, Spiel, Social Media oder Literatur.
Modell: Dosis, Distanz, Dialog
Eine einfache Formel für gesunden Grusel lautet: Dosis, Distanz, Dialog.
- Dosis: Du bestimmst, wie viel Grusel Du erleben möchtest und wann Du aufhörst.
- Distanz: Du erinnerst Dich daran, dass eine Geschichte, ein Video oder ein Spiel gestaltet wurde.
- Dialog: Du sprichst mit anderen über das Erlebte, wenn es Dich beschäftigt.
Diese drei Punkte helfen, aus passivem Konsum aktives Verstehen zu machen. Du bist nicht einfach einem Feed ausgeliefert, sondern kannst Entscheidungen treffen.
Checkliste für sicheren Grusel
- Freiwilligkeit: Du entscheidest selbst, ob Du einen Inhalt sehen oder hören möchtest.
- Altersangemessenheit: Du beachtest Warnhinweise, Altersfreigaben und persönliche Grenzen.
- Selbstbeobachtung: Du merkst, ob Spannung noch angenehm oder schon belastend ist.
- Pause: Du stoppst, wenn Dich Bilder, Töne oder Themen überfordern.
- Austausch: Du sprichst mit Freundinnen, Freunden, Familie oder Lehrkräften, wenn Dich etwas nicht loslässt.
- Quellenkritik: Du prüfst, ob eine Geschichte erfunden, übertrieben, manipulativ oder missverständlich ist.
- Schlafschutz: Du vermeidest stark gruselige Inhalte direkt vor dem Schlafen, wenn Du empfindlich reagierst.
Risiken und Grenzen
Grusel kann gut tun, aber nicht jeder Grusel ist gut. Problematisch wird es, wenn Inhalte extrem verstörend sind, reale Gewalt ausnutzen, Menschen bloßstellen, Panik erzeugen, Verschwörungserzählungen fördern oder persönliche Grenzen missachten. Auch Gruppendruck ist ein Risiko: Niemand muss etwas anschauen, nur um mutig zu wirken.
Wenn gruselige Inhalte Schlafprobleme, starke Angst, Flashbacks, dauerndes Grübeln oder körperliche Beschwerden auslösen, sollte man Abstand nehmen und Unterstützung suchen. Selbstfürsorge ist keine Schwäche. Sie zeigt, dass Du Deine Grenzen ernst nimmst.
Medienethische Fragen
Beim Creepy Internet geht es nicht nur um Unterhaltung. Es geht auch um Ethik. Wer verdient Aufmerksamkeit? Wer wird dargestellt? Werden reale Opfer respektiert? Wird Angst genutzt, um Klicks zu erzeugen? Werden Fakten vermischt, um eine Geschichte spannender zu machen? Werden junge Menschen durch Empfehlungen immer tiefer in belastende Inhalte geführt?
Eine verantwortungsvolle Medienkultur fragt nicht nur: „Ist das spannend?“ Sie fragt auch: „Ist das fair, wahrhaftig, freiwillig und sicher?“ Diese Fragen machen aus Gruselkonsum reflektierte Medienkompetenz.
Zusammenfassung
Grusel kann guttun, wenn er freiwillig, sicher und kontrollierbar bleibt. Creepy Internet verbindet alte Erzählformen wie urbane Legenden mit digitalen Formen wie Creepypasta, Backrooms, Memes und Podcasts. Der Körper reagiert auf unheimliche Reize, während der Kopf gleichzeitig wissen kann: Ich bin sicher. Aus dieser Spannung entstehen Nervenkitzel, Entlastung, Gesprächsstoff und Gemeinschaft. Medienkompetenz bedeutet, die Wirkung, die Machart, die Plattformlogik und die eigenen Grenzen zu verstehen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet kontrollierter Grusel? (Man erlebt Angst freiwillig und in einem sicheren Rahmen) (!Man gerät ohne Ausweg in echte Gefahr) (!Man glaubt jeden unheimlichen Inhalt im Internet) (!Man vermeidet grundsätzlich jede Spannung)
Warum kann Grusel nach dem Schreck angenehm wirken? (Weil nach der Anspannung oft Erleichterung folgt) (!Weil Angst immer harmlos ist) (!Weil der Körper dabei völlig ruhig bleibt) (!Weil man dadurch automatisch mutiger als andere wird)
Was ist eine Creepypasta? (Eine meist erfundene Gruselgeschichte, die im Internet verbreitet wird) (!Ein wissenschaftlicher Fachtext über Ernährung) (!Ein sicheres Passwortverfahren) (!Eine Sportart aus sozialen Netzwerken)
Was macht Creepy Internet besonders wirkungsvoll? (Es spielt oft mit der Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit) (!Es verzichtet immer auf Bilder und Töne) (!Es ist grundsätzlich wahr) (!Es kommt nur in gedruckten Büchern vor)
Welche Bedingung ist wichtig, damit Grusel guttun kann? (Die eigene Grenze muss respektiert werden) (!Man muss bis zum Ende weiterschauen) (!Man darf niemals darüber sprechen) (!Man sollte Warnhinweise ignorieren)
Warum ist Austausch nach gruseligen Inhalten hilfreich? (Man kann das Erlebte einordnen und Spannung abbauen) (!Man beweist damit, dass alles echt war) (!Man verstärkt automatisch jede Angst) (!Man verhindert jede Medienkritik)
Welche Rolle können Algorithmen beim Creepy Internet spielen? (Sie können ähnliche Inhalte immer wieder empfehlen) (!Sie garantieren die Wahrheit aller Videos) (!Sie löschen jede gruselige Geschichte sofort) (!Sie verhindern grundsätzlich Gruppendruck)
Was bedeutet Medienkompetenz bei gruseligen Internetinhalten? (Inhalte, Quellen, Wirkungen und eigene Grenzen kritisch prüfen) (!Alles sofort teilen, was starke Gefühle auslöst) (!Nur auf Thumbnails achten) (!Angst als Beweis für Wahrheit nehmen)
Was beschreibt der Begriff Distanz im Modell Dosis, Distanz, Dialog? (Man erinnert sich, dass ein Inhalt gestaltet und nicht automatisch real ist) (!Man schaut gruselige Inhalte nur aus nächster Nähe) (!Man vermeidet jede Erklärung) (!Man teilt Inhalte ohne Nachdenken)
Wann sollte man gruselige Inhalte besser stoppen? (Wenn sie deutlich belasten oder nicht mehr kontrollierbar wirken) (!Wenn sie spannend erzählt sind) (!Wenn andere darüber sprechen) (!Wenn man die Quelle prüfen möchte)
Memory
| Freiwilligkeit | Selbst entscheiden |
| Distanz | Es ist gestaltet |
| Adrenalin | Körperliche Aktivierung |
| Entlastung | Spannung lässt nach |
| Creepypasta | Internet Gruselgeschichte |
| Liminaler Raum | Unheimlicher Zwischenort |
| Algorithmus | Sortiert Empfehlungen |
| Triggerwarnung | Hinweis auf Belastung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Freiwilliger Einstieg | Grusel selbst wählen |
| Spannungsaufbau | Erwartung und Ungewissheit |
| Schreckmoment | Körperliche Alarmreaktion |
| Sicherheitscheck | Fiktion erkennen |
| Austausch | Einordnung und Entlastung |
...
Kreuzworträtsel
| Amygdala | Welcher Hirnbereich ist wichtig für die schnelle Verarbeitung von Angst? |
| Podcast | Welches Audioformat nutzt Gespräche und Erzählung als Lernanlass? |
| Creepypasta | Wie nennt man gruselige Internetgeschichten zum Weiterverbreiten? |
| Algorithmus | Was kann auf Plattformen ähnliche Inhalte empfehlen? |
| Empathie | Welche Fähigkeit hilft, Figuren und Betroffene besser zu verstehen? |
| Grenze | Was schützt Dich, wenn Grusel zu belastend wird? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Grusel-Tagebuch: Führe eine Woche lang ein kurzes Tagebuch darüber, welche gruseligen Inhalte Dir begegnen und wie stark sie auf Dich wirken.
- Podcast-Hören: Höre das NOAH-Video in Abschnitten und notiere drei Aussagen, die Du besonders nachvollziehbar findest.
- Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat mit den Begriffen Creepypasta, Backrooms, Grusel, Angst, Algorithmus und Medienkompetenz.
- Sicherheitsregel: Formuliere fünf persönliche Regeln für gesunden Grusel im Internet.
Standard
- Creepypasta-Analyse: Analysiere eine harmlose, frei zugängliche Gruselgeschichte nach Figuren, Ort, Spannung, Erzählperspektive und Realitätswirkung.
- Interview: Befrage drei Personen dazu, warum sie Grusel mögen oder meiden, und fasse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammen.
- Storyboard: Entwickle ein Storyboard für einen kurzen, nicht gewaltvollen Gruselclip, der vor allem mit Atmosphäre arbeitet.
- Algorithmus-Beobachtung: Beobachte in einem fiktiven Beispiel, wie ein Feed nach einem Gruselvideo reagieren könnte, und erkläre Chancen und Risiken.
Schwer
- Mini-Podcast: Produziere eine drei- bis fünfminütige Podcastfolge zum Thema „Warum suchen Menschen freiwillig Angst?“ mit Einleitung, Beispiel und Fazit.
- Medienethik-Debatte: Bereite eine Debatte vor zur Frage, ob Plattformen junge Menschen besser vor extrem gruseligen Inhalten schützen sollten.
- Forschungsfrage: Entwickle eine kleine Umfrage zu Grusel, Schlaf, Gemeinschaft und Mediennutzung, werte sie anonym aus und reflektiere Grenzen der Aussagekraft.
- OER-Projekt: Erstelle ein frei nutzbares Lernplakat oder Erklärvideo zu „Dosis, Distanz, Dialog“ und achte auf korrekte Quellenangaben.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Eine Schülerin schaut abends mehrere Backrooms-Videos und kann danach schlecht schlafen. Erkläre, welche psychologischen und medialen Faktoren zusammenwirken, und entwickle drei sinnvolle Handlungsmöglichkeiten.
- Transfer: Vergleiche freiwilligen Grusel mit einer Achterbahnfahrt oder einem Escape Room. Erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf Sicherheit, Körperreaktion und Kontrolle.
- Medienkritik: Analysiere ein fiktives Thumbnail mit dunklem Bild, Warnhinweis und reißerischem Titel. Erkläre, wie Aufmerksamkeit erzeugt wird und welche Verantwortung Produzierende tragen.
- Argumentation: Nimm Stellung zur Aussage „Grusel tut gut, weil Angst dadurch trainiert wird“. Formuliere eine differenzierte Antwort mit Chancen, Grenzen und Gegenbeispielen.
- Handlungsplan: Entwirf einen Leitfaden für eine Klasse, die gemeinsam einen gruseligen Podcast hört. Der Leitfaden soll Schutz, Gesprächsregeln und Auswertung enthalten.
- Perspektivwechsel: Beschreibe dasselbe gruselige Internetphänomen aus Sicht einer Zuschauerin, eines Plattformbetreibers, einer Produzentin und einer Lehrkraft.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten wiedergibst, sondern Zusammenhänge erklärst und verantwortliche Entscheidungen begründest.
- Zusammenfassung: Du fasst die Kernaussagen des Podcasts und des aiMOOCs sachlich zusammen.
- Begriffsverständnis: Du erklärst zentrale Begriffe wie Creepypasta, Backrooms, kontrollierte Angst, Algorithmus und Medienkompetenz.
- Analysefähigkeit: Du untersuchst ein Beispiel aus dem Creepy Internet nach Gestaltung, Wirkung, Plattformlogik und Zielgruppe.
- Reflexion: Du beschreibst eigene Grenzen und entwickelst Regeln für sicheren Medienkonsum.
- Transferleistung: Du überträgst das Modell „Dosis, Distanz, Dialog“ auf ein neues Beispiel.
- Produkt: Du erstellst ein Lernprodukt wie Podcast, Plakat, Essay, Debattenbeitrag, Video-Konzept oder Unterrichtsleitfaden.
- Quellenbewusstsein: Du machst kenntlich, welche Informationen aus dem Podcast, aus OER-Materialien oder aus eigener Beobachtung stammen.
OERs zum Thema
Quellen- und Medienhinweise
- Wikimedia Commons: Die eingebundenen Bilder veranschaulichen Internetstruktur, Creepypasta-Fankultur, liminale Räume und körperbezogene Emotionstheorien.
- Wikipedia: Die iFrames zu Creepypasta, Angst und The Backrooms bieten offene Einstiegsmaterialien zur weiteren Recherche.
- YouTube: Das eingebundene NOAH-Video dient als Podcast-Lernanlass und soll mit kritischem Hörverstehen genutzt werden.
- Medienbildung: Die Aufgaben sind so angelegt, dass Du Inhalte nicht nacherzählst, sondern Wirkung, Gestaltung, Plattformlogik und Verantwortung untersuchst.
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