Körperbild - Der Zerrspiegel


Körperbild - Der Zerrspiegel
Einleitung
Körperbild - Der Zerrspiegel ist ein aiMOOC zum NOAH-Podcast-Impuls über Körperwahrnehmung, Schönheitsdruck, Social Media, Selbstwert und Medienkompetenz. Das Thema ist besonders wichtig, weil viele Jugendliche ihren Körper in einer Lebensphase erleben, in der sich Aussehen, Gefühle, Beziehungen und Selbstbild stark verändern. Ein Zerrspiegel zeigt nicht einfach die Wirklichkeit, sondern verändert sie. Genau diese Metapher hilft Dir zu verstehen, wie ein negatives Körperbild entstehen kann: Nicht Dein Körper ist das Problem, sondern manchmal der Blick darauf, der durch Vergleiche, Kommentare, Filter, Ideale, Stress oder Angst verzerrt wird.
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Der angegebene Podcast „Körperbild - Der Zerrspiegel / NOAH Podcast“ wird hier als Gesprächsimpuls genutzt. NOAH richtet sich an Jugendliche und an Menschen, die Jugendkultur verstehen wollen. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Körperbilder entstehen, warum der Vergleich mit scheinbar perfekten Bildern im Netz belasten kann und wie Du einen respektvollen, kritischen und fürsorglichen Umgang mit Dir selbst und anderen entwickeln kannst.

Ein echter Zerrspiegel verformt das Bild. Ein innerer Zerrspiegel kann entstehen, wenn Du Dich nur noch durch Mängel, Bewertungen oder Vergleiche siehst. Dieser aiMOOC hilft Dir, solche Verzerrungen zu erkennen und ihnen mit Selbstmitgefühl, Wissen und Medienkritik zu begegnen.
Wichtiger Hinweis zur psychischen Gesundheit
Dieser aiMOOC ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder beratende Hilfe. Wenn Dich das Thema belastet, Du Dich wegen Deines Körpers stark schämst, Dein Essen kontrollierst, Dich zurückziehst oder Gedanken hast, Dir selbst zu schaden, sprich mit einer Vertrauensperson, der Schulsozialarbeit, einer Ärztin oder einem Arzt, einer psychologischen Beratungsstelle oder einer anderen professionellen Hilfe. Bei akuter Gefahr wähle den Notruf 112. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schritt zu Schutz und Gesundheit.
Lernziele
- Körperbild: Du erklärst, dass Körperbild aus Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühlen und Verhalten gegenüber dem eigenen Körper besteht.
- Zerrspiegel: Du nutzt die Zerrspiegel-Metapher, um verzerrte Selbstwahrnehmung und kritisches Hinterfragen von Idealen zu beschreiben.
- Social Media: Du untersuchst, wie Filter, Algorithmen, Likes, Kommentare und Inszenierungen Körperbilder beeinflussen können.
- Medienkompetenz: Du unterscheidest zwischen Dokumentation, Inszenierung, Werbung, Bearbeitung und persönlicher Realität.
- Selbstwert: Du entwickelst Ideen, wie Selbstwert weniger vom Aussehen abhängig gemacht werden kann.
- Gesprächskultur: Du übst, über Körper, Aussehen und Unsicherheit respektvoll zu sprechen.
- Prävention: Du erkennst Warnsignale für belastende Körper- und Essmuster und weißt, wann Unterstützung wichtig ist.
Grundwissen: Was ist Körperbild?
Das Körperbild ist mehr als ein Bild im Spiegel. Es umfasst, wie Du Deinen Körper wahrnimmst, was Du über ihn denkst, wie Du Dich in ihm fühlst und wie Du deshalb handelst. Zum Körperbild gehören zum Beispiel Deine Haltung zu Größe, Haut, Haaren, Gewicht, Muskeln, Stimme, Beweglichkeit, Behinderung, Kleidung, Geschlechtsausdruck und Ausstrahlung. Körperbild ist nicht fest. Es verändert sich durch Erfahrungen, Beziehungen, Pubertät, Kultur, Medien, Gesundheit, Sport, Kommentare und persönliche Lebenssituationen.
Ein positives Körperbild bedeutet nicht, jeden Tag alles am eigenen Körper schön zu finden. Es bedeutet eher, den eigenen Körper als Teil des eigenen Lebens zu respektieren, auf seine Bedürfnisse zu achten und ihn nicht dauerhaft abzuwerten. Ein belastetes Körperbild kann dazu führen, dass Menschen Spiegel meiden, Fotos löschen, sich ständig vergleichen, soziale Situationen vermeiden oder ihr Ess- und Bewegungsverhalten aus Angst und Scham verändern.

Vier Ebenen des Körperbildes
- Wahrnehmung: Was glaube ich im Spiegel, auf Fotos oder in Gedanken zu sehen?
- Gedanken: Welche inneren Sätze sage ich über Deinen Körper?
- Gefühle: Welche Gefühle entstehen dabei, zum Beispiel Stolz, Scham, Dankbarkeit, Angst oder Unsicherheit?
- Verhalten: Was tue ich deshalb, zum Beispiel verstecken, vergleichen, posten, trainieren, pflegen, meiden oder Hilfe suchen?
Der Zerrspiegel als Metapher
Der Zerrspiegel ist im aiMOOC eine Metapher. Ein Spiegel kann durch seine Form verzerren. Ein innerer Zerrspiegel kann durch Erfahrungen, Erwartungen und Medienbilder entstehen. Wenn Du Deinen Körper nur noch durch Kritik siehst, wirkt ein einzelnes Merkmal plötzlich riesig, obwohl andere Menschen Dich als ganzen Menschen wahrnehmen. Der Zerrspiegel kann auch gesellschaftlich sein: Wenn Werbung, Serien, Influencerinnen, Influencer oder Fitnessbilder ständig ähnliche Körper als „ideal“ zeigen, erscheinen andere Körper schnell als „falsch“, obwohl menschliche Körper vielfältig sind.
Wichtig ist: Eine verzerrte Wahrnehmung ist keine persönliche Schuld. Sie kann durch Druck, Stress, Mobbing, Diskriminierung, Rollenbilder, Schönheitsnormen, Kommentare in Familie oder Freundeskreis und digitale Plattformen verstärkt werden. Der erste Schritt ist, den Zerrspiegel zu erkennen. Der zweite Schritt ist, ihn kritisch zu prüfen. Der dritte Schritt ist, einen Blick zu üben, der realistisch, freundlich und respektvoll ist.
Körperbild in Jugend und Pubertät
In der Pubertät verändert sich der Körper sichtbar und spürbar. Wachstum, Haut, Haare, Stimme, Zyklus, Muskelaufbau, Körperfettverteilung, Geruch und sexuelle Entwicklung können Verunsicherung auslösen. Gleichzeitig wird die Meinung von Gleichaltrigen wichtiger. Viele Jugendliche fragen sich: „Bin ich normal?“, „Bin ich attraktiv?“, „Passe ich dazu?“ oder „Was denken andere über mich?“
Diese Fragen sind nicht oberflächlich. Sie gehören zur Entwicklung von Identität. Problematisch wird es, wenn der eigene Wert fast nur noch vom Aussehen abhängt. Dann kann der Körper zu einem Projekt werden, das nie fertig ist. Aus „Ich möchte mich wohlfühlen“ wird dann vielleicht „Ich bin erst okay, wenn ich anders aussehe“. Genau hier beginnt der Zerrspiegel.
Geschlecht, Rollenbilder und Vielfalt
Körperdruck betrifft Menschen aller Geschlechter. Mädchen und junge Frauen erleben häufig Druck durch Schlankheits-, Haut-, Haar- und Schönheitsideale. Jungen und junge Männer erleben häufig Druck durch Muskel-, Größe-, Stärke- oder Härteideale. Nichtbinäre, trans und intergeschlechtliche Jugendliche können zusätzlich unter Normen leiden, die Körper und Geschlecht zu eng festlegen. Auch Rassismus, Ableismus, Klassismus und andere Formen von Diskriminierung beeinflussen, welche Körper gesellschaftlich als „normal“, „schön“ oder „wertvoll“ dargestellt werden.
Ein respektvoller Umgang mit Körpern bedeutet: Du kommentierst den Körper anderer nicht abwertend. Du setzt niemanden unter Druck. Du erkennst Vielfalt an. Du reduzierst Menschen nicht auf Aussehen, Gewicht, Haut, Kleidung oder Fitness.
Social Media, Filter und Schönheitsdruck
Social Media kann verbinden, informieren, unterhalten und Unterstützung ermöglichen. Gleichzeitig können Plattformen Körperdruck verstärken. Viele Bilder sind ausgewählt, bearbeitet, gefiltert, professionell beleuchtet oder Teil von Werbung. Auch scheinbar spontane Posts sind oft inszeniert. Ein Algorithmus zeigt Dir nicht neutral die Welt, sondern vor allem Inhalte, die Aufmerksamkeit erzeugen. Wenn Du lange bei Fitness-, Diät-, Beauty- oder Vergleichsinhalten bleibst, kann Dein Feed immer ähnlicher werden. Dadurch kann der Eindruck entstehen, alle anderen sähen perfekter, disziplinierter, beliebter oder glücklicher aus.

Typische Zerrfaktoren im Netz
- Filter: Haut, Gesicht, Körperform, Farben und Licht können verändert werden.
- Pose: Haltung, Winkel und Ausschnitt beeinflussen stark, wie ein Körper wirkt.
- Algorithmus: Inhalte werden nach Aufmerksamkeit sortiert, nicht nach Wahrheit oder Gesundheit.
- Werbung: Produkte werden oft mit dem Versprechen verkauft, schöner, fitter oder beliebter zu werden.
- Likes: Sichtbare Bewertungen können das Gefühl verstärken, der eigene Wert sei messbar.
- Kommentare: Lob und Kritik können Körperbilder prägen, besonders wenn sie sich auf Aussehen beziehen.
- Vergleich: Der Vergleich mit ausgewählten Highlights anderer ist unfair gegenüber dem eigenen Alltag.
Medienkompetente Fragen an einen Post
- Quelle: Wer zeigt den Inhalt und welches Interesse könnte dahinterstehen?
- Bearbeitung: Wurden Filter, Licht, Schnitt, Retusche oder KI genutzt?
- Ausschnitt: Was wird gezeigt und was bleibt unsichtbar?
- Gefühl: Wie fühle ich mich nach dem Anschauen?
- Handlung: Will der Post, dass ich etwas kaufe, ändere, poste oder glaube?
- Realität: Würde ich denselben Maßstab an einen Freund oder eine Freundin anlegen?
Body Positivity und Body Neutrality
Body Positivity betont, dass alle Körper Respekt verdienen und Schönheit nicht nur einer engen Norm folgen darf. Diese Haltung kann stärkend sein, wenn sie Vielfalt sichtbar macht. Manchmal kann aber auch die Forderung, den eigenen Körper immer lieben zu müssen, Druck erzeugen. Deshalb ist Körperneutralität für viele Menschen hilfreich: Dein Körper muss nicht ständig schön gefunden werden, damit er wertvoll ist. Er trägt Dich durch den Tag, lässt Dich atmen, lernen, lachen, fühlen, gehen, ruhen, tanzen, schreiben, sprechen oder mit anderen verbunden sein.
Ein gesünderes Körperbild kann also bedeuten: weniger dauernde Bewertung, mehr Respekt, mehr Dankbarkeit für Funktionen, mehr Selbstfürsorge und weniger Abhängigkeit von fremden Blicken.
Selbstfürsorge statt Selbstoptimierungszwang
Selbstfürsorge fragt: Was tut mir langfristig gut? Selbstoptimierungszwang fragt oft: Wie wirke ich auf andere? Bewegung, Ernährung, Schlaf, Körperpflege und Kleidung können stärkend sein, wenn sie aus Wohlbefinden, Freude und Gesundheit entstehen. Sie können belastend werden, wenn sie von Angst, Scham, Kontrolle oder dem Wunsch bestimmt werden, endlich „genug“ zu sein.
Warnsignale und Unterstützung
Nicht jede Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper ist eine Krankheit. Es ist normal, wechselnde Gefühle zum Aussehen zu haben. Achtsam solltest Du werden, wenn Körpergedanken sehr viel Raum einnehmen, Du soziale Situationen vermeidest, Du Dich häufig kontrollierst, Du Dich stark schämst, Du Essens- oder Bewegungsregeln aus Angst befolgst, Du Dich nach dem Essen sehr belastet fühlst oder Du glaubst, erst nach einer äußerlichen Veränderung liebenswert zu sein.
Essstörungen sind ernsthafte Erkrankungen, bei denen unter anderem das Verhältnis zu Essen, Körper und Selbstwert gestört sein kann. Eine Körperdysmorphe Störung ist eine psychische Erkrankung, bei der sich Betroffene stark mit vermeintlichen oder geringfügigen Makeln beschäftigen und darunter leiden. Diagnosen stellen Fachkräfte, nicht ein Podcast, ein Test im Internet oder eine Schulaufgabe. Wenn Du Dich wiedererkennst, hole Dir Unterstützung. Du musst das nicht allein lösen.
Podcastarbeit im Unterricht
Der NOAH-Podcast kann im Unterricht, in der Schulsozialarbeit oder in einer Jugendgruppe als Einstieg dienen. Arbeitet dabei mit klaren Gesprächsregeln: Niemand muss persönliche Erfahrungen offenlegen. Körper anderer werden nicht bewertet. Aussagen werden respektvoll hinterfragt. Belastende Inhalte werden angekündigt. Es ist erlaubt, eine Pause zu machen.
Hör- und Reflexionsauftrag
- Hören: Notiere drei Aussagen, die Dir wichtig erscheinen.
- Beobachten: Achte darauf, welche Beispiele für Körperdruck genannt oder angedeutet werden.
- Deuten: Erkläre, warum der Begriff Zerrspiegel als Bild für Körperwahrnehmung passt.
- Prüfen: Unterscheide persönliche Erfahrung, Meinung, Beobachtung und überprüfbare Information.
- Übertragen: Entwickle eine Regel, die Deiner Klasse oder Gruppe beim Sprechen über Körper helfen könnte.
Medienimpuls zur Vertiefung
Das folgende Erklärvideo kann ergänzend genutzt werden, um idealisierte Körperbilder in digitalen Medien zu besprechen.
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Ampelmodell: Was tut meinem Körperbild gut?
| Bereich | Beispiel | Reflexionsfrage |
|---|---|---|
| Grün | Inhalte, nach denen Du Dich informiert, gestärkt oder verbunden fühlst | Was gibt mir Energie, ohne mich abzuwerten? |
| Gelb | Inhalte, die manchmal inspirieren, manchmal aber Druck machen | Merke ich rechtzeitig, wann Inspiration in Vergleich kippt? |
| Rot | Inhalte, die Scham, Zwang, Angst oder Selbstabwertung auslösen | Welche Grenze, Pause oder Entfolge-Entscheidung schützt mich? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt der Begriff Körperbild am besten? (Wahrnehmungen Gedanken Gefühle und Verhalten zum eigenen Körper) (!Nur die Körpergröße eines Menschen) (!Nur das Gewicht auf einer Waage) (!Nur die Kleidung einer Person)
Warum passt der Zerrspiegel als Metapher zum Thema Körperbild? (Er zeigt dass Wahrnehmung verzerrt sein kann) (!Er beweist dass Spiegel immer objektiv sind) (!Er zeigt dass Aussehen unwichtig für alle Menschen ist) (!Er ersetzt eine medizinische Diagnose)
Welche Aussage zu Social Media ist medienkompetent? (Viele Posts sind ausgewählt bearbeitet oder inszeniert) (!Alle Posts zeigen die vollständige Realität) (!Likes messen den Wert eines Menschen) (!Filter machen Inhalte automatisch gesünder)
Was kann ein Algorithmus auf Social Media bewirken? (Er kann ähnliche Inhalte immer wieder anzeigen) (!Er schützt immer zuverlässig vor Schönheitsdruck) (!Er erkennt automatisch was gut für die Psyche ist) (!Er löscht alle bearbeiteten Bilder)
Welche Haltung passt zu Körperneutralität? (Mein Körper muss nicht perfekt aussehen um respektiert zu werden) (!Mein Körper ist nur wertvoll wenn andere ihn schön finden) (!Ich muss jeden Tag alles an meinem Körper lieben) (!Ich darf nie über Gesundheit nachdenken)
Was ist ein Warnsignal für belastenden Körperdruck? (Körpergedanken bestimmen immer stärker den Alltag) (!Man hat gelegentlich einen schlechten Tag) (!Man wählt Kleidung nach dem Wetter aus) (!Man spricht respektvoll über Unsicherheit)
Welche Gesprächsregel ist beim Thema Körperbild sinnvoll? (Körper anderer werden nicht abwertend kommentiert) (!Alle müssen persönliche Erfahrungen erzählen) (!Nur beliebte Meinungen dürfen gesagt werden) (!Humor ist wichtiger als Respekt)
Was stärkt Medienkompetenz beim Betrachten von Bildern? (Nach Quelle Bearbeitung Ausschnitt und Wirkung fragen) (!Jeden sichtbaren Körper sofort vergleichen) (!Nur Kommentare anderer übernehmen) (!Die Anzahl der Likes als Wahrheit ansehen)
Welche Aussage zu Essstörungen ist richtig? (Essstörungen sind ernsthafte Erkrankungen und brauchen Hilfe) (!Essstörungen sind immer nur eine Phase) (!Essstörungen betreffen ausschließlich Mädchen) (!Essstörungen kann man durch Druck heilen)
Was ist ein hilfreicher erster Schritt bei starker Belastung durch Körpergedanken? (Mit einer vertrauenswürdigen Person oder Fachstelle sprechen) (!Sich komplett isolieren) (!Noch mehr Vergleichsinhalte ansehen) (!Andere Körper abwerten um sich besser zu fühlen)
Memory
| Körperbild | Wahrnehmung und Bewertung des eigenen Körpers |
| Zerrspiegel | Metapher für verzerrte Selbstwahrnehmung |
| Filter | Digitale Veränderung von Bildern |
| Selbstwert | Gefühl des eigenen Wertes |
| Algorithmus | Sortierung von Inhalten nach Aufmerksamkeit |
| Körperneutralität | Respekt ohne ständige Schönheitsbewertung |
| Medienkompetenz | Kritischer Umgang mit digitalen Inhalten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung im Körperbild |
|---|---|
| Filter | verändert sichtbare Merkmale eines Bildes |
| Pose | beeinflusst die Wirkung von Körperform und Haltung |
| Likes | können das Gefühl von Bewertung verstärken |
| Werbung | verbindet Produkte oft mit Schönheitsversprechen |
| Algorithmus | zeigt häufig weitere ähnliche Inhalte |
| Entfolgen | kann eine Grenze gegenüber belastenden Inhalten sein |
Kreuzworträtsel
| Zerrspiegel | Welches Bild steht als Metapher für eine verzerrte Selbstwahrnehmung? |
| Filter | Welches digitale Werkzeug kann Aussehen in Bildern verändern? |
| Selbstwert | Welcher Begriff beschreibt das Gefühl des eigenen Wertes? |
| Algorithmus | Was sortiert Inhalte auf vielen Plattformen nach Aufmerksamkeit? |
| Pubertaet | In welcher Entwicklungsphase verändert sich der Körper besonders stark? |
| Respekt | Was sollte beim Sprechen über Körper immer erhalten bleiben? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Podcastnotiz: Höre den Podcast-Impuls und notiere fünf Begriffe, die für Dich zum Thema Körperbild passen. Erkläre jeden Begriff in einem Satz.
- Zerrspiegel-Satz: Formuliere drei innere Zerrspiegel-Sätze und schreibe zu jedem Satz eine realistischere, freundlichere Alternative.
- Feed-Check: Schaue Dir ohne Screenshots zu speichern Deinen eigenen Feed an und notiere, welche Inhalte Dir guttun und welche eher Druck erzeugen.
- Wortwolke: Erstelle eine Wortwolke zu Körpern, die nicht Aussehen bewertet, sondern Fähigkeiten, Bedürfnisse und Vielfalt sichtbar macht.
Standard
- Medienanalyse: Analysiere einen öffentlichen Post, ein Plakat oder ein Video nach Quelle, Bildgestaltung, Bearbeitung, Zielgruppe und Wirkung.
- Interview: Führe ein anonymisiertes Gespräch mit einer Person darüber, wie sich Schönheitsideale seit ihrer Jugend verändert haben.
- Klassenregel: Entwickle fünf Regeln für eine respektvolle Gesprächskultur über Körper, Aussehen und Unsicherheit in Deiner Klasse.
- Podcastkritik: Schreibe eine kurze Rezension zum Podcast-Impuls und bewerte, welche Gedanken für Jugendliche besonders hilfreich sind.
Schwer
- Präventionskampagne: Plane eine schulische Mini-Kampagne gegen Body Shaming mit Plakatidee, Slogan, Zielgruppe und Reflexionsfragen.
- Vergleichsstudie: Vergleiche zwei Social-Media-Plattformen danach, wie dort Körper, Fitness, Schönheit oder Gesundheit dargestellt werden.
- Rollenkritik: Untersuche, welche Körperideale für verschiedene Geschlechter in Werbung oder Medien vorkommen und welche Folgen sie haben können.
- Unterstützungskonzept: Entwickle ein Konzept, wie Schule reagieren kann, wenn Körperdruck, Body Shaming oder Essstörungsanzeichen sichtbar werden.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre an einem selbstgewählten Beispiel, wie aus einem scheinbar harmlosen Vergleich ein belastender Zerrspiegel entstehen kann.
- Fallbeispiel: Eine Person löscht ständig Fotos von sich, meidet Treffen und fühlt sich nach Social Media wertlos. Beschreibe mögliche Einflussfaktoren und drei unterstützende Reaktionen.
- Medienkritik: Entwickle Kriterien, mit denen Jugendliche einschätzen können, ob ein Körper- oder Fitnessinhalt hilfreich, neutral oder belastend ist.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Text aus Sicht einer Freundin oder eines Freundes, der nicht das Aussehen bewertet, sondern die Person als Ganzes sieht.
- Prävention: Entwirf eine Unterrichtsidee, die Körpervielfalt sichtbar macht, ohne einzelne Lernende bloßzustellen.
- Ethik: Diskutiere, welche Verantwortung Influencerinnen, Influencer, Plattformen, Schulen und Familien beim Thema Körperbild haben.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben kannst, sondern Zusammenhänge erklärst und verantwortungsvoll handelst.
- Fachwissen: Du erklärst Körperbild, Zerrspiegel, Filter, Algorithmus, Selbstwert, Körperneutralität und Medienkompetenz.
- Analysefähigkeit: Du untersuchst Medieninhalte kritisch und unterscheidest Realität, Inszenierung, Werbung und Bearbeitung.
- Reflexion: Du beschreibst, welche Inhalte Dein eigenes Körperbild stärken oder belasten können, ohne private Details preisgeben zu müssen.
- Transfer: Du wendest das Wissen auf Fallbeispiele, Klassensituationen oder Social-Media-Beispiele an.
- Kommunikation: Du formulierst respektvolle, nicht abwertende Aussagen über Körper und Unsicherheiten.
- Prävention: Du kennst Warnsignale und kannst geeignete Unterstützungswege benennen.
- Produkt: Du erstellst ein Lernprodukt, zum Beispiel eine Medienanalyse, eine Kampagne, ein Plakat, einen Podcastkommentar oder ein Schutzkonzept.
Quellen und Medienhinweise
- Essstörung: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Informationsangebot zu Essstörungen
- Gesundheit: Bundesministerium für Gesundheit: Essstörungen
- Jugendmedien: WHO Europe: Teens, screens and mental health
- Wikimedia Commons: Distorting mirror.jpg
- Wikimedia Commons: Body image mirror.jpg
- Wikimedia Commons: Social media apps.jpg
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