Pandemien und Massentod – Den Tod verstehen


Pandemien und Massentod – Den Tod verstehen
Einleitung
Pandemien und Massentod gehören zu den erschütterndsten Erfahrungen der Menschheitsgeschichte. Sie zeigen, wie verletzlich Menschen, Familien, Städte, Staaten und ganze Gesellschaften sind. Gleichzeitig machen sie sichtbar, wie stark Menschen aufeinander angewiesen sind: durch Medizin, Pflege, Solidarität, Bestattungskultur, Erinnerungskultur, Wissenschaft und verantwortliches politisches Handeln.
In diesem aiMOOC lernst Du, was eine Pandemie ist, warum manche Seuchen zu Massentod führen, wie Gesellschaften mit Sterben und Trauer umgehen und weshalb der Tod nicht nur ein biologisches, sondern auch ein kulturelles, ethisches, religiöses, politisches und persönliches Thema ist. Das folgende Erklärvideo bildet den Ausgangspunkt: Es behandelt „Pandemien und Massentod / Den Tod verstehen“ und verbindet wissenschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Perspektiven.
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Hinweis zum Lernen: Das Thema Tod, Sterben und Trauer kann belastend sein. Achte beim Arbeiten auf Dich und andere. Sprich mit einer vertrauten Person, wenn Dich Inhalte traurig machen, verunsichern oder an eigene Verluste erinnern.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Pandemie von einer Epidemie unterscheidet. Du kannst historische Pandemien einordnen, zentrale Begriffe wie Mortalität, Letalität, Übersterblichkeit, Quarantäne und Public Health verwenden und die gesellschaftlichen Folgen von Massentod beschreiben. Außerdem entwickelst Du ein reflektiertes Verständnis davon, wie Menschen den Tod deuten, wie Trauer gestaltet wird und warum Menschenwürde gerade in Krisenzeiten geschützt werden muss.
Was ist eine Pandemie?
Eine Pandemie ist die länderübergreifende oder weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit. Sie unterscheidet sich von einer Epidemie, die zeitlich und räumlich begrenzter ist, und von einer Endemie, bei der eine Krankheit dauerhaft in einer bestimmten Region vorkommt. Eine Pandemie bedeutet nicht automatisch, dass eine Krankheit besonders tödlich ist. Entscheidend ist zunächst die weiträumige Ausbreitung. Für die gesellschaftliche Wirkung sind jedoch weitere Faktoren wichtig: die Ansteckungsfähigkeit des Erregers, die Schwere der Erkrankung, die Verfügbarkeit medizinischer Versorgung, das Wissen über Übertragungswege, der Zustand des Gesundheitssystems und das Vertrauen der Bevölkerung in Schutzmaßnahmen.

Das Bild zeigt ein Notlazarett während der Spanischen Grippe. Es macht deutlich, dass Pandemien nicht nur medizinische Ereignisse sind. Sie verändern Räume, Arbeitsabläufe, Familienleben, politische Entscheidungen und soziale Beziehungen.
Wichtige Grundbegriffe
- Erreger: Ein Virus, Bakterium, Pilz oder anderer Mikroorganismus, der eine Krankheit verursachen kann.
- Infektion: Das Eindringen und Vermehren eines Erregers im Körper.
- Inzidenz: Die Zahl neuer Krankheitsfälle in einer bestimmten Bevölkerung und Zeit.
- Mortalität: Die Sterblichkeit in einer Bevölkerung.
- Letalität: Der Anteil der Erkrankten, die an einer Krankheit sterben.
- Übersterblichkeit: Die Zahl der Todesfälle, die über dem erwartbaren Wert liegt.
- Quarantäne: Die zeitweise Absonderung von Personen, die möglicherweise ansteckend sind.
- Isolation: Die Trennung tatsächlich erkrankter oder nachweislich infektiöser Personen.
- Public Health: Die öffentliche Gesundheitspflege, die Krankheiten vorbeugen und Gesundheit fördern soll.
Pandemien in der Geschichte
Pandemien begleiten die Geschichte der Menschheit seit Jahrhunderten. Sie entstehen nicht zufällig nur durch Erreger. Ihre Ausbreitung hängt mit Handel, Migration, Krieg, Armut, Urbanisierung, Landwirtschaft, Tierhaltung, Globalisierung und dem Zustand medizinischer Versorgung zusammen. Deshalb muss man Pandemien immer interdisziplinär betrachten: biologisch, historisch, sozial, politisch und ethisch.
Der Schwarze Tod
Der Schwarze Tod bezeichnet die große Pestpandemie des 14. Jahrhunderts. Sie breitete sich ab der Mitte des 14. Jahrhunderts über Handelswege, Städte und Häfen in Europa aus. Als Erreger gilt das Bakterium Yersinia pestis. Die Zahl der Todesopfer wird in historischen Darstellungen unterschiedlich geschätzt, doch unbestritten ist: Die Pandemie veränderte das mittelalterliche Europa tiefgreifend. Ganze Familien starben, Arbeitskräfte fehlten, religiöse Deutungen gewannen an Bedeutung, soziale Spannungen nahmen zu und Formen des Gedenkens prägten Kunst und Kultur.

Die Karte veranschaulicht die Ausbreitung des Schwarzen Todes zwischen 1346 und 1353. Sie eignet sich, um über Handelsrouten, Häfen, Mobilität und die Rolle von Städten in der Seuchengeschichte zu sprechen.
Die Spanische Grippe
Die Spanische Grippe war eine weltweite Influenza-Pandemie zwischen 1918 und 1920. Sie fiel in die Zeit des Ersten Weltkriegs und seiner unmittelbaren Folgen. Truppenbewegungen, schlechte Versorgungslagen, überfüllte Unterkünfte, Zensur und geschwächte Gesundheitssysteme begünstigten die Ausbreitung. Auffällig war, dass nicht nur sehr alte und sehr junge Menschen schwer betroffen waren, sondern auch viele junge Erwachsene. Die Spanische Grippe zeigt, wie sehr biologische Faktoren und gesellschaftliche Bedingungen zusammenwirken.
Cholera und die Geburt moderner Epidemiologie
Cholera-Ausbrüche im 19. Jahrhundert führten zu wichtigen Fortschritten in der Epidemiologie. Der Arzt John Snow untersuchte 1854 in London die räumliche Verteilung von Erkrankungen und erkannte einen Zusammenhang mit verunreinigtem Wasser. Dadurch wurde deutlich, dass Karten, Daten und genaue Beobachtung helfen können, Infektionswege zu verstehen und Schutzmaßnahmen gezielt einzusetzen.

John Snows Karte ist ein frühes Beispiel dafür, wie Datenanalyse Leben retten kann. Sie zeigt, dass wissenschaftliches Denken in Krisen besonders wichtig ist.
HIV/AIDS, COVID-19 und Gegenwart
Die HIV- und AIDS-Krise machte sichtbar, wie stark Krankheit, Stigmatisierung, Sexualität, Diskriminierung, medizinische Forschung und globale Ungleichheit miteinander verbunden sind. Die COVID-19-Pandemie zeigte erneut, wie schnell sich ein Erreger in einer vernetzten Welt verbreiten kann. Sie machte außerdem deutlich, dass Schutzmaßnahmen wie Testen, Impfungen, Masken, Kontaktreduktion, Lüftung, Forschung, Kommunikation und internationale Zusammenarbeit nur dann wirksam sind, wenn sie verständlich erklärt und gesellschaftlich mitgetragen werden.
Warum führen Pandemien zu Massentod?
Massentod bedeutet nicht einfach nur eine hohe Zahl von Todesfällen. Der Begriff beschreibt eine Situation, in der viele Menschen in kurzer Zeit sterben und dadurch gewohnte soziale, medizinische, religiöse und politische Strukturen überfordert werden können. Pandemischer Massentod entsteht durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Biologische Faktoren
Ein Erreger kann besonders gefährlich sein, wenn er leicht übertragen wird, schwere Krankheitsverläufe verursacht, eine lange unbemerkte Ansteckungsphase hat oder wenn die Bevölkerung noch kaum Immunität besitzt. Auch Mutationen können eine Rolle spielen. Entscheidend ist aber nicht nur der Erreger selbst, sondern auch die Frage, wie schnell eine Gesellschaft ihn erkennt und darauf reagiert.
Medizinische Faktoren
Wenn Krankenhäuser überlastet sind, fehlen Intensivbetten, Medikamente, Pflegekräfte, Schutzausrüstung oder verlässliche Diagnosemöglichkeiten. Dann sterben nicht nur Menschen direkt an der Infektionskrankheit. Es können auch indirekte Todesfälle entstehen, weil andere Erkrankungen schlechter behandelt werden. Deshalb ist Übersterblichkeit ein wichtiger Begriff: Sie betrachtet alle zusätzlichen Todesfälle in einer Krise und nicht nur offiziell registrierte Krankheitsfälle.
Soziale und politische Faktoren
Armut, beengtes Wohnen, fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung, unsichere Arbeit, Krieg, Flucht, Diskriminierung und mangelnde Bildung können Pandemien verschärfen. Wer sich nicht schützen kann, ist stärker gefährdet. Deshalb ist Pandemieprävention auch eine Frage von Gerechtigkeit. Eine Gesellschaft schützt sich nicht nur durch Medizin, sondern auch durch Vertrauen, transparente Kommunikation, soziale Unterstützung und verantwortliches Handeln.
Den Tod verstehen
Der Tod ist biologisch das Ende der Lebensfunktionen eines Organismus. Für Menschen ist er aber mehr als ein biologischer Vorgang. Er betrifft Beziehungen, Erinnerungen, Werte, Religionen, Weltanschauungen, Rituale und Fragen nach Sinn. Wer den Tod verstehen möchte, muss daher mehrere Perspektiven zusammenführen.
Biologische Perspektive
Aus biologischer Sicht endet mit dem Tod die Fähigkeit des Körpers, lebenswichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Atmung, Kreislauf, Gehirnfunktionen und Stoffwechsel brechen zusammen. Die Medizin unterscheidet verschiedene Kriterien, etwa den Herz-Kreislauf-Tod und den Hirntod. Solche Kriterien sind wichtig für Intensivmedizin, Organspende, Ethik und Recht.
Psychologische Perspektive
Aus psychologischer Sicht ist der Tod eng mit Trauer, Angst, Verlust, Erinnerung und Bindung verbunden. Trauer verläuft nicht für alle Menschen gleich. Manche Menschen weinen viel, andere werden still, wütend, erschöpft oder wirken nach außen gefasst. Es gibt kein einzig richtiges Trauern. Wichtig sind Anerkennung, Schutzräume, Gespräche, Zeit und die Möglichkeit, Erinnerungen zu gestalten.
Kulturelle und religiöse Perspektive
Kulturen und Religionen geben dem Tod unterschiedliche Bedeutungen. Es gibt Vorstellungen von Jenseits, Auferstehung, Wiedergeburt, Ahnen, Erinnerung, Naturkreislauf oder endgültigem Ende. Rituale wie Totenwache, Gebet, Beerdigung, Trauerkleidung, Kerzen, Musik, Grabpflege oder Gedenktage helfen Menschen, Abschied zu nehmen und Gemeinschaft zu erleben.

Pieter Bruegels Gemälde Der Triumph des Todes zeigt, wie stark Seuchen, Krieg, Gewalt und Sterblichkeit die europäische Kunst geprägt haben. Das Bild eignet sich, um über Angst, Macht, Vergänglichkeit und historische Deutungen des Todes zu sprechen.
Gesellschaftliche Perspektive
Gesellschaften regeln den Umgang mit Tod durch Bestattungsgesetze, Friedhöfe, Rituale, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Hospize, Medienberichte und Gedenkorte. In Pandemien geraten diese Regeln unter Druck. Abschiede können erschwert sein, Bestattungen werden begrenzt, Angehörige fühlen sich allein und Pflegekräfte erleben moralische Belastungen. Gerade dann ist es wichtig, Menschenwürde, Transparenz und Mitgefühl zu bewahren.
Trauer, Erinnerung und Würde
Trauer ist eine Reaktion auf Verlust. Sie ist persönlich und sozial zugleich. Menschen trauern um Angehörige, Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn, berühmte Personen oder unbekannte Opfer einer Katastrophe. Bei Pandemien entstehen besondere Formen kollektiver Trauer, weil sehr viele Menschen gleichzeitig betroffen sind. Namen, Kerzen, Denkmäler, Schweigeminuten, digitale Gedenkseiten, Tagebücher und Kunstwerke können helfen, aus anonymen Zahlen wieder menschliche Geschichten werden zu lassen.
Menschenwürde bedeutet, dass jeder Mensch unabhängig von Alter, Herkunft, Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder sozialem Status Achtung verdient. In Situationen von Massentod wird diese Würde besonders herausgefordert. Tote dürfen nicht auf Zahlen reduziert werden. Angehörige brauchen Informationen, Abschiedsmöglichkeiten und Respekt. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Seelsorgende und Bestattende benötigen Schutz und Anerkennung.
Ethische Fragen in Pandemiezeiten
Pandemien stellen schwierige ethische Fragen. Wie verteilt man knappe medizinische Ressourcen? Wie schützt man verletzliche Gruppen, ohne Freiheitsrechte unnötig einzuschränken? Wie verhindert man Diskriminierung und Schuldzuweisungen? Wie spricht man ehrlich über Risiken, ohne Panik zu erzeugen? Wie erinnert man an Verstorbene, ohne Leid für politische Zwecke zu missbrauchen?
Eine verantwortliche Ethik verbindet mehrere Prinzipien: Menschenwürde, Gerechtigkeit, Solidarität, Verhältnismäßigkeit, Transparenz und Fürsorge. Diese Prinzipien helfen, Entscheidungen zu begründen, auch wenn es keine vollkommen einfachen Lösungen gibt.
Wissenschaft, Medien und Verantwortung
In Pandemien brauchen Menschen verlässliche Informationen. Wissenschaft arbeitet mit Beobachtung, Hypothesen, Daten, Kritik und Korrektur. Deshalb können sich Empfehlungen ändern, wenn neue Erkenntnisse entstehen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil wissenschaftlichen Arbeitens. Gefährlich wird es, wenn Desinformation, Verschwörungserzählungen oder Schuldzuweisungen Vertrauen zerstören. Medienkompetenz bedeutet, Quellen zu prüfen, Unsicherheiten auszuhalten und zwischen Meinung, Erfahrung, Statistik und gesicherter Erkenntnis zu unterscheiden.
Vorbereitung und Prävention
Pandemien lassen sich nicht vollständig ausschließen, aber ihre Folgen können gemindert werden. Dazu gehören gute Gesundheitsversorgung, Frühwarnsysteme, Forschung, Impfstoffe, Hygiene, internationale Zusammenarbeit, Vorräte an Schutzausrüstung, klare Kommunikation, soziale Sicherung, Bildung und demokratische Kontrolle. Auch persönliche Vorsorge gehört dazu: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Gespräche über Wünsche am Lebensende können Familien entlasten.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage beschreibt eine Pandemie am treffendsten? (Eine länderübergreifende oder weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit) (!Eine Krankheit, die nur in einem Dorf vorkommt) (!Eine Krankheit ohne Erreger) (!Eine einzelne schwere Erkrankung einer Person)
Was bezeichnet Übersterblichkeit? (Die Zahl zusätzlicher Todesfälle über dem erwartbaren Wert) (!Die Zahl aller gesunden Menschen in einer Stadt) (!Die Zahl der Impfstoffe in einem Krankenhaus) (!Die Dauer einer Quarantäne)
Welcher Erreger gilt als Ursache des Schwarzen Todes? (Yersinia pestis) (!Vibrio cholerae) (!Influenzavirus) (!HI-Virus)
Warum sind Pandemien auch gesellschaftliche Ereignisse? (Weil sie Arbeit, Familie, Politik, Rituale und Zusammenleben verändern) (!Weil sie nur in Laboren stattfinden) (!Weil sie keine medizinische Bedeutung haben) (!Weil sie immer ohne menschliches Verhalten verlaufen)
Was ist ein wichtiges Ziel von Public Health? (Gesundheit in der Bevölkerung schützen und fördern) (!Nur einzelne berühmte Personen behandeln) (!Krankheiten grundsätzlich geheim halten) (!Statistiken ohne Handlungsbezug sammeln)
Welche Aussage über Trauer ist richtig? (Trauer kann bei Menschen sehr unterschiedlich aussehen) (!Trauer dauert immer genau eine Woche) (!Trauer ist nur erlaubt, wenn viele Menschen sterben) (!Trauer hat nie mit Erinnerung zu tun)
Welche Maßnahme kann in einer Pandemie helfen, Infektionswege zu unterbrechen? (Quarantäne bei möglicher Ansteckung) (!Mehr Gerüchte verbreiten) (!Kranke Menschen beschämen) (!Medizinische Daten ignorieren)
Warum sind Rituale beim Umgang mit Tod wichtig? (Sie helfen beim Abschied und geben Gemeinschaft Orientierung) (!Sie ersetzen jede medizinische Versorgung) (!Sie verhindern alle Infektionskrankheiten) (!Sie machen Trauer immer sofort beendet)
Was bedeutet Letalität? (Der Anteil der Erkrankten, die an einer Krankheit sterben) (!Die Anzahl aller Krankenhäuser eines Landes) (!Die Geschwindigkeit eines Rettungswagens) (!Die Dauer einer Schulschließung)
Welche Haltung ist in Pandemiezeiten besonders verantwortungsvoll? (Solidarität mit gefährdeten Menschen) (!Schuldzuweisungen gegen Minderheiten) (!Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse) (!Verharmlosung aller Risiken)
Memory
| Pandemie | Weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit |
| Epidemie | Zeitlich und räumlich begrenzter Krankheitsausbruch |
| Mortalität | Sterblichkeit in einer Bevölkerung |
| Letalität | Sterblichkeit unter Erkrankten |
| Quarantäne | Absonderung bei möglicher Ansteckung |
| Trauer | Reaktion auf Verlust |
| Ritual | Wiederholte symbolische Handlung |
| Übersterblichkeit | Todesfälle über dem erwartbaren Wert |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Erregernachweis | Ursache klären |
| Kontaktverfolgung | Infektionsketten erkennen |
| Quarantäne | Mögliche Ansteckung begrenzen |
| Versorgung | Erkrankte behandeln |
| Gedenken | Verstorbene würdigen |
| Aufarbeitung | Aus der Krise lernen |
...
Kreuzworträtsel
| Pandemie | Wie nennt man eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit? |
| Trauer | Welcher Prozess entsteht häufig nach einem Verlust? |
| Ritual | Wie nennt man eine wiederholte symbolische Handlung beim Abschied? |
| Erreger | Was verursacht als Mikroorganismus eine Infektionskrankheit? |
| Pest | Welcher Seuchenname ist eng mit dem Schwarzen Tod verbunden? |
| Vorsorge | Was hilft, Wünsche für Krankheit und Sterben festzuhalten? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffe erklären: Erstelle ein Glossar mit zehn Begriffen aus diesem aiMOOC und formuliere zu jedem Begriff eine eigene verständliche Erklärung.
- Zeitleiste: Gestalte eine einfache Zeitleiste mit mindestens fünf historischen Pandemien und notiere jeweils Erreger, Zeitraum und gesellschaftliche Folgen.
- Bildbeschreibung: Wähle eines der Bilder im aiMOOC aus und beschreibe, was es über Krankheit, Tod oder Gesellschaft sichtbar macht.
- Trauerrituale: Recherchiere ein Trauerritual aus einer Kultur oder Religion und erkläre respektvoll, welche Bedeutung es hat.
Standard
- Quellenvergleich: Vergleiche zwei Darstellungen einer Pandemie und untersuche, welche Zahlen, Begriffe und Bewertungen verwendet werden.
- Interview: Führe ein Gespräch mit einer Person aus Pflege, Medizin, Seelsorge, Bestattung oder Erinnerungskultur und fasse zentrale Aussagen anonymisiert zusammen.
- Medienanalyse: Analysiere einen Nachrichtenbeitrag über eine Pandemie und prüfe, ob Fakten, Unsicherheiten und Emotionen klar getrennt werden.
- Gedenkprojekt: Entwickle eine Idee für ein würdiges digitales oder analoges Gedenken an Menschen, die in einer Pandemie gestorben sind.
Schwer
- Ethische Fallanalyse: Bearbeite einen Fall, in dem medizinische Ressourcen knapp sind, und begründe eine Entscheidung mit Menschenwürde, Gerechtigkeit und Verhältnismäßigkeit.
- Historischer Vergleich: Vergleiche den Schwarzen Tod, die Spanische Grippe und COVID-19 im Hinblick auf Ausbreitung, Wissen, Politik und Erinnerung.
- Forschungsfrage: Entwickle eine eigene Forschungsfrage zum Thema Massentod und Erinnerungskultur und skizziere eine geeignete Methode.
- Ausstellung kuratieren: Plane eine kleine Ausstellung zum Thema „Den Tod verstehen“ mit Bildern, Texten, Objekten, Zitaten und Reflexionsfragen.

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Lernkontrolle
- Pandemie und Gesellschaft: Erkläre an einem historischen Beispiel, warum eine Pandemie nicht nur durch einen Erreger, sondern auch durch soziale Bedingungen geprägt wird.
- Zahlen und Menschenwürde: Diskutiere, warum Todeszahlen für Politik und Wissenschaft wichtig sind, aber Verstorbene nicht auf Statistik reduziert werden dürfen.
- Ethische Abwägung: Beurteile eine Schutzmaßnahme in einer Pandemie anhand der Kriterien Wirksamkeit, Freiheit, Solidarität und Verhältnismäßigkeit.
- Trauer und Erinnerung: Entwickle ein Konzept, wie eine Schule oder Gemeinde an Verstorbene erinnern kann, ohne Angst zu verstärken oder Leid zu instrumentalisieren.
- Wissenschaft und Vertrauen: Erkläre, warum sich wissenschaftliche Empfehlungen ändern können und wie transparente Kommunikation Vertrauen fördern kann.
- Transferaufgabe: Übertrage Erkenntnisse aus einer historischen Pandemie auf eine mögliche zukünftige Gesundheitskrise und benenne drei konkrete Lehren.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du zentrale Begriffe sicher verwendest, historische Beispiele einordnest, biologische und gesellschaftliche Ursachen unterscheidest und ethische Fragen begründet reflektierst. Wichtig ist außerdem, dass Du respektvoll über Tod, Sterben und Trauer sprichst. Ein guter Lernnachweis kann als Portfolio, Präsentation, Essay, Ausstellung, Podcast, Erklärvideo, Interviewdokumentation oder Projektbericht gestaltet werden.
- Fachwissen: Du erklärst Pandemie, Epidemie, Mortalität, Letalität, Übersterblichkeit, Quarantäne und Public Health korrekt.
- Historische Einordnung: Du stellst mindestens zwei Pandemien vergleichend dar.
- Ethische Reflexion: Du begründest Entscheidungen mit Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit.
- Medienkompetenz: Du prüfst Quellen, Zahlen und Darstellungen kritisch.
- Gestaltung: Du entwickelst eine eigene Form des Erinnerns, Erklärens oder Dokumentierens.
- Selbstreflexion: Du beschreibst, was Du über den Umgang mit Tod und Trauer gelernt hast.
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